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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-10-28T17:26:58Z</updated>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73481</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-27T14:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Schuldenregulierung exBR Bax Kopie.jpg|mini|Schuldenregulierung BR Bax, Hörste Nr. 15]]&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Giebelansichten.jpg|mini|Giebelansichten des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), Zeichnung von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Grundriss.jpg|mini|Grundriss des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), Zeichnung von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N.  Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Längsschnitte.jpg|mini|Längsschnitte des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), Zeichnung von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung bzw. Abbruch. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8252.jpg|mini|Haus Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8254.jpg|mini|Torbogen des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westhaus rückwärtiger Giebel.jpg|mini|Rüchwärtiger Giebel des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau des Hauses Murnerweg 3 wurde der Bestandsbau 1982 von H. Stiewe bauhistorisch dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Die Zeichnungen hierzu hat freundlicherweise Norbert Koch, gegenwärtiger Eigentümer und Bewohner des Hauses, zur Verfügung gestellt. &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeichnungen und Hinweise darin verdeutlichen, dass natürlich auch zu früheren Zeiten Veränderungen vorgenommen worden sind wie Verstärkung des Dachstuhls, Ergänzung und Abriss von Anbauten etc..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich lässt Zweifel aufkommen, ob das mit „Baxhof“ überschriebene Bild in „825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung“ die beiden erhaltenen Häuser der Hörster Stätte Nr. 15 zeigt. Wesentliche Details der Fachwerkkonstruktion des im Bild linken Hauses stimmen nicht mit dem Haus Murnerweg 3 überein.  Eine denkbare Erklärung: Das im Bild linke Haus ist das in der Grundkarte von 1880 ersichtliche mittlere der damals drei Häuser. Für diese Erklärung spricht der (in Karte wie altem Foto) erkennbar geringe Gebäudeabstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Louise Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73480</id>
		<title>Stapelager Straße 49 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73480"/>
		<updated>2026-10-27T08:55:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Stapelager Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=49&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94747, 8.74416&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=095&lt;br /&gt;
}}Das Haus Riesenberg ist eines der um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen repräsentativen Ziegelmeister-Häuser &amp;quot;auf dem Kreuze&amp;quot; an der Stapelager Straße. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Sie stellen in manchen Orten, z. B. Stapelage, Pivitsheide, Heiden, Hörste, tatsächlich Villen dar, wie wir sie schöner nicht in Städten antreffen, ein Zeichen, daß manche Meister ein Einkommen bezogen haben, von deenen sie bedeutende Summen als Spargelder zurücklegen konnten&amp;quot;, beobachtete Fritz Fleege-Althoff 1928 in seinem bekannten Buch &amp;quot;Die lippischen Wanderarbeiter&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Fleege-Althoff, Die lippischen Wanderarbeiter, Detmold 1928, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl in  Hörste heimischen Namen Riesenberg sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten zu unterscheiden:&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Lage Bl. 3143, S. 120.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879) und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;d)	Riesenberg, W., Ziegelmeister, Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ziegelei Riesenberg, Behrens &amp;amp; Co. in Zehdenick (Kreis Templin, Brandenburg) wurde 1948 von der Sowjetischen Militäradministration enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteignungsurkunde 500w 06084736072.jpg|mini|Riesenberg, Behrens &amp;amp; Co., Ziegelei in Zehdenick (Krs. Templin)  -  Enteignungsurkunde von 1948.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hatte sich offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz erwarb. 1896 kaufte er für 6.000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ zwischen Hörste und Stapelage von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 ließ er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar eine „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft war, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hatte. 1903 erwarb Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wilhelm Riesenberg gehörte zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten und schließlich Ziegelei-Pächter oder sogar Ziegelei-Besitzer wurden. In den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste übernahm er mit Partnern die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick (Kreis Templin, nördlich von Berlin an der Havel) und betrieb diese unter dem Namen Riesenberg &amp;amp; Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kreis Templin) weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er arbeitete dort,  unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hielt sich meistens dort auf und verstarb 1929 auch dort. Die Ziegelei wurde 1948 enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Stätte in der Heimat  -  Hörste Nr. 95  -  verkaufte Wilhelm Riesenberg 1921 an seinen Schwiegersohn August Kalkreuter, der dort mit seiner großen Familie lebte. Wilhelm Riesenberg behielt sich dabei eine Leibzucht vor, die er aber kaum nutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren erfasst der Strukturwandel auch die ehemalige Stätte Nr. 95. Wo zuvor (Selbstversorgungs-) Landwirtschaft betrieben wurde, entstand eine Neubausiedlung (heute Kolpingstraße, Lutherweg etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - das alte Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, Straßenansicht, um 1960? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - Innenhof Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, rückwärtige Ansicht mit Dielentor, um 1960 ? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Repräsentativer, zweigeschossiger Bruchstein-Traufenbau mit aufgeputzten Eckquadern und Fensterlaibungen, links zweiachsiger Vorbau mit steilem Zwerchgiebel zur Straße. In der Mitte der Fassade große Eingangsveranda mit Korbbogenarkaden und Altan im 1. Stock, später zum verglasten Wintergarten ausgebaut. Rückwärtiger Anbau mit Stallteil und Diele für landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Im Giebel aufgeputztes Spruchband mit Baujahr des Hauses: &#039;&#039;1897&#039;&#039; (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift über dem Eingang: &#039;&#039;Ich und mein Haus / wollen dem Herrn dienen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit der aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896/97 – 1921  Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1921 – 1940  August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893  .  .  .  1914&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Fritz Fleege-Althoff, Die lippischen Wanderarbeiter, Detmold 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73276</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73276"/>
		<updated>2026-10-23T10:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde); Ergänzung/Quelle aufgefunden: LAV NRW W, B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 72 - 2/1, Bl. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Damit stellt sich auch eine mögliche Erklärung für Angenete Lütckebrune als Gast der Hochzeit 1611/12 dar: Der kleinere Hof Brune/Brüning/Lütke Brune/schließlich Lütgebrune im etwas entfernteren Ehrentrup war - wie der Bräutigam Seuwen oder Severin ursprünglich auch - dem Rittergut Iggenhausen eigen, gehörte zu den St. Viti-Freien. Somit kann Angenete Lütckebrune als nahe Verwandte (Schwester ?) des Bräutigams vermutet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 wird er des Ehebruchs mit der auf seinem Hof als Magd dienenden 22-jährigen Anna Maria Ilsabein Weber beschuldigt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Weber, Anna Marie Ilsabein aus Hörste — soll mit Schapeler Unzucht getrieben haben.&#039;&#039; Der Verdacht geht offenbar von der Ehefrau Schapeler aus, die die Meiersche zu Stapelage sowie den Pastor Jenin involviert hat, woraufhin nicht etwa der 40-jährige Colon Schapeler, geb. Schmiedeskamp, sondern die junge Magd in der Kirche ostentativ vom Abendmahl ausgeschlossen wird. Eine Untersuchung des Kriminalgerichtes wird daraufhin 1771 eingeleitet. Nach Verhör aller Beteiligten/Zeugen lässt sich die Beschuldigung jedoch nicht erhärten. Die Weber-Tochter hat den Schapelerhof bereits Ende 1770 verlassen und eine Stelle auf dem Hof Düchting in Billinghausen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eheleute Schmiedeskamp/Schapeler jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Aussage der &amp;quot;alten Schapelerschen&amp;quot; von 1699 war die Stätte Schapeler sogar zweimal abgebrannt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 183, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder, ∞ (II) 1611/12 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind zweiter Ehe: (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gerhard/Gerke, * 1628 (nicht auf der zu dieser Zeit wüst liegenden Stätte Schapeler), Anerbe (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73247</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-22T09:50:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Schuldenregulierung exBR Bax Kopie.jpg|mini|Schuldenregulierung BR Bax, Hörste Nr. 15]]&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Giebelansichten.jpg|mini|Giebelansichten des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Grundriss.jpg|mini|Grundriss des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N.  Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Längsschnitte.jpg|mini|Längsschnitte des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung bzw. Abbruch. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8252.jpg|mini|Haus Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8254.jpg|mini|Torbogen des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westhaus rückwärtiger Giebel.jpg|mini|Rüchwärtiger Giebel des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau des Hauses Murnerweg 3 wurde der Bestandsbau 1982 von H. Stiewe bauhistorisch dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Die Zeichnungen hierzu hat freundlicherweise Norbert Koch, gegenwärtiger Eigentümer und Bewohner des Hauses, zur Verfügung gestellt. &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeichnungen und Hinweise darin verdeutlichen, dass natürlich auch zu früheren Zeiten Veränderungen vorgenommen worden sind wie Verstärkung des Dachstuhls, Ergänzung und Abriss von Anbauten etc..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich lässt Zweifel aufkommen, ob das mit „Baxhof“ überschriebene Bild in „825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung“ die beiden erhaltenen Häuser der Hörster Stätte Nr. 15 zeigt. Wesentliche Details der Fachwerkkonstruktion des im Bild linken Hauses stimmen nicht mit dem Haus Murnerweg 3 überein.  Eine denkbare Erklärung: Das im Bild linke Haus ist das in der Grundkarte von 1880 ersichtliche mittlere der damals drei Häuser. Für diese Erklärung spricht der (in Karte wie altem Foto) erkennbar geringe Gebäudeabstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Louise Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73246</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73246"/>
		<updated>2026-10-22T09:47:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Schuldenregulierung exBR Bax Kopie.jpg|mini|Schuldenregulierung BR Bax, Hörste Nr. 15]]&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Giebelansichten.jpg|mini|Giebelansichten des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Grundriss.jpg|mini|Grundriss des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N.  Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax 15 Längsschnitte.jpg|mini|Längsschnitte des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8252.jpg|mini|Haus Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 8254.jpg|mini|Torbogen des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westhaus rückwärtiger Giebel.jpg|mini|Rüchwärtiger Giebel des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau des Hauses Murnerweg 3 wurde der Bestandsbau 1982 von H. Stiewe bauhistorisch dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Die Zeichnungen hierzu hat freundlicherweise Norbert Koch, gegenwärtiger Eigentümer und Bewohner des Hauses, zur Verfügung gestellt. &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeichnungen und Hinweise darin verdeutlichen, dass natürlich auch zu früheren Zeiten Veränderungen vorgenommen worden sind wie Verstärkung des Dachstuhls, Ergänzung und Abriss von Anbauten etc..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich lässt Zweifel aufkommen, ob das mit „Baxhof“ überschriebene Bild in „825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung“ die beiden erhaltenen Häuser der Hörster Stätte Nr. 15 zeigt. Wesentliche Details der Fachwerkkonstruktion des im Bild linken Hauses stimmen nicht mit dem Haus Murnerweg 3 überein.  Eine denkbare Erklärung: Das im Bild linke Haus ist das in der Grundkarte von 1880 ersichtliche mittlere der damals drei Häuser. Für diese Erklärung spricht der (in Karte und altem Foto) erkennbar geringe Gebäudeabstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Louise Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Westhaus_r%C3%BCckw%C3%A4rtiger_Giebel.jpg&amp;diff=73245</id>
		<title>Datei:Westhaus rückwärtiger Giebel.jpg</title>
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		<updated>2026-10-22T09:45:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Rüchwärtiger Giebel des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:H%C3%B6rste_8254.jpg&amp;diff=73244</id>
		<title>Datei:Hörste 8254.jpg</title>
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		<updated>2026-10-22T09:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Torbogen des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:H%C3%B6rste_8252.jpg&amp;diff=73243</id>
		<title>Datei:Hörste 8252.jpg</title>
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		<updated>2026-10-22T09:41:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Haus Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Bax_15_L%C3%A4ngsschnitte.jpg&amp;diff=73242</id>
		<title>Datei:Bax 15 Längsschnitte.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Bax_15_L%C3%A4ngsschnitte.jpg&amp;diff=73242"/>
		<updated>2026-10-22T09:37:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Längsschnitte des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Bax_15_Grundriss.jpg&amp;diff=73241</id>
		<title>Datei:Bax 15 Grundriss.jpg</title>
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		<updated>2026-10-22T09:36:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Grundriss des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15), von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. &lt;br /&gt;
Koch&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Bax_15_Giebelansichten.jpg&amp;diff=73240</id>
		<title>Datei:Bax 15 Giebelansichten.jpg</title>
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		<updated>2026-10-22T09:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Giebelansichten des Hauses Murnerweg 3 (ehemals Bax, Hörste Nr. 15) von H. Stiewe, 1982, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom gegenwärtigen Besitzer des Hauses, N. Koch&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_9_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73131</id>
		<title>Murnerweg 9 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_9_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73131"/>
		<updated>2026-10-19T09:09:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=9&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94672, 8.75358&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=031&lt;br /&gt;
}}Dieses Haus ist die ehemalige Straßenkötterstätte (Simon Jost) Mellies, früher Hörste Nr. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg9_050410_1.jpg|thumb|Hausstätte Hörste ehem. Nr. 31, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg9_050410_2.jpg|thumb|Inschriften im Giebel des Vorklapp, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Inschrift an der oberen Giebelschwelle des Hauptgebäudes:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... HILFFE HAT IOHAN BERNDT BRINCK UND ANNA KATRINA SIMON IOST MELSGES HABEN DIS HAUSZ LASSEN BAUEN WER GOTT VER / ... HAT WOL GEBAUET IM HIMMEL UND AUF ERDEN WER SICH VERLÄST AUF IESUM CHRIST DEN MUS DER HIMMEL WERDEN ANNO 1766 DEN 5 IUNI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hölzernes Firstdreieck des Vorbaus mit Waage, Schnapsglas und Bierhumpen als Hinweis auf die im Hause betriebene Krugwirtschaft, Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SO.LI.DE.O.GLO.RI.A (Soli Deo Gloria = Gott allein die Ehre)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift auf der Giebelschwelle des Vorbaus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M . C . W / DEN 2 IULIUS 1808 IOHAN CHRISTOPHFEL SCHLICHTIEG AUS MACKENBRUCH UND CATRINE ELISABET SIBILLEN AUS SCHLANGEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; NN&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73124</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73124"/>
		<updated>2026-10-19T08:25:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: Quelle ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Damit stellt sich auch eine mögliche Erklärung für Angenete Lütckebrune als Gast der Hochzeit 1611/12 dar: Der kleinere Hof Brune/Brüning/Lütke Brune/schließlich Lütgebrune im etwas entfernteren Ehrentrup war - wie der Bräutigam Seuwen oder Severin ursprünglich auch - dem Rittergut Iggenhausen eigen, gehörte zu den St. Viti-Freien. Somit kann Angenete Lütckebrune als nahe Verwandte (Schwester ?) des Bräutigams vermutet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 wird er des Ehebruchs mit der auf seinem Hof als Magd dienenden 22-jährigen Anna Maria Ilsabein Weber beschuldigt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Weber, Anna Marie Ilsabein aus Hörste — soll mit Schapeler Unzucht getrieben haben.&#039;&#039; Der Verdacht geht offenbar von der Ehefrau Schapeler aus, die die Meiersche zu Stapelage sowie den Pastor Jenin involviert hat, woraufhin nicht etwa der 40-jährige Colon Schapeler, geb. Schmiedeskamp, sondern die junge Magd in der Kirche ostentativ vom Abendmahl ausgeschlossen wird. Eine Untersuchung des Kriminalgerichtes wird daraufhin 1771 eingeleitet. Nach Verhör aller Beteiligten/Zeugen lässt sich die Beschuldigung jedoch nicht erhärten. Die Weber-Tochter hat den Schapelerhof bereits Ende 1770 verlassen und eine Stelle auf dem Hof Düchting in Billinghausen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eheleute Schmiedeskamp/Schapeler jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Aussage der &amp;quot;alten Schapelerschen&amp;quot; von 1699 war die Stätte Schapeler sogar zweimal abgebrannt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 183, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder, ∞ (II) 1611/12 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind zweiter Ehe: (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gerhard/Gerke, * 1628 (nicht auf der zu dieser Zeit wüst liegenden Stätte Schapeler), Anerbe (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73121</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73121"/>
		<updated>2026-10-19T07:50:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Meier, dann Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugleich erleben die Eheleute Hanning/Voß auch Betrübliches  -  beide Töchter versterben früh. Im Kirchenregister Stapelage ist vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt; ALLK, Bestand 04.17/Kirchengem. Stapelage Nr. 246, S. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Anno 1653 den 9. April hatt Hans Hanning zu Hörste, nach dem ihm seine liebe Tochter Ilsaben zu Amsterdam beÿ ihrer Mutter Bruder Curt Jantzen Voß abgestorben, heisiger Kirchen zu Stapellage geschencket vndt christmil&#039;&#039;(tä)&#039;&#039;tig verehret sechs Rthl. vndt selbige  .  .  . vbergeben beim Mejer zu Stapellage, welcher auch dieselbige gutt willig angenommen, vndt der Kirchen derselbe bis zur Erlegung der 6 thlr Hauptsummen jahrlig mitt 12 Groschen Zinsen .  .  . versprochen.&#039;&#039; Die Hannings folgen also dem seit dem Mittelalter geläufigen Brauch, der Kirche etwas zuzuwenden zum Seelenheil ihrer verstorbenen Tochter Ilsabein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet 1655 auf den großen, aber hoch verschuldeten Hof Nullmeier in Hiddesen, wo sie fünfzehn Jahre später verstirbt. Ihre beiden Söhne leben danach zeitweilig in Hörste bei den Großeltern, die für Unterhalt und Schulbesuch sorgen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur die beiden (bereits verstorbenen) Schwestern hatte, deren jüngere bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann, und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † 1637, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient &amp;lt;ref&amp;gt;ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73120</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73120"/>
		<updated>2026-10-19T07:34:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Meier, dann Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugleich erleben die Eheleute Hanning/Voß auch Betrübliches  -  beide Töchter versterben früh. Im Kirchenregister Stapelage ist vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt; ALLK, Bestand 04.17/Kirchengem. Stapelage Nr. 246, S. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Anno 1653 den 9. April hatt Hans Hanning zu Hörste, nach dem ihm seine liebe Tochter Ilsaben zu Amsterdam beÿ ihrer Mutter Bruder Curt Jantzen Voß abgestorben, heisiger Kirchen zu Stapellage geschencket vndt christmil&#039;&#039;(tä)&#039;&#039;tig verehret sechs Rthl. vndt selbige  .  .  . vbergeben beim Mejer zu Stapellage, welcher auch dieselbige gutt willig angenommen, vndt der Kirchen derselbe bis zur Erlegung der 6 thlr Hauptsummen jahrlig mitt 12 Groschen Zinsen .  .  . versprochen.&#039;&#039; Die Hannings folgen also dem seit dem Mittelalter geläufigen Brauch, der Kirche etwas zuzuwenden zum Seelenheil ihrer verstorbenen Tochter Ilsabein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet 1655 auf den großen, aber hoch verschuldeten Hof Nullmeier in Hiddesen, wo sie fünfzehn Jahre später verstirbt. Ihre beiden Söhne leben danach zeitweilig in Hörste bei den Großeltern, die für Unterhalt und Schulbesuch sorgen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur die beiden (bereits verstorbenen) Schwestern hatte, deren jüngere bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann, und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † 1637, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient &amp;lt;ref&amp;gt;ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_15_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73065</id>
		<title>Hiddentruper Straße 15 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_15_(H%C3%B6rste)&amp;diff=73065"/>
		<updated>2026-10-16T17:12:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=15&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94653, 8.75683&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=072&lt;br /&gt;
}}An diesem Ort stand ursprünglich das Leibzuchtshaus des Hofes Hanning Nr. 6 (1870/71 abgetragen). In den späten 1870er Jahren wurde hier dann das Neuwohnerhaus Fritz Meier Nr. 72 gebaut, welches durch Verkauf 1920 Teil der Stätte Brokmann (vordem Nr. 10, ab 1919 auch Nr. 6) wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Anfang dieser Stätte wird im letzten Salbuch von 1855 wie folgt beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 131, S. 1805&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;N. 72 Meier, Friedrich&#039;&#039;&#039;, hat vom Colonate N. 6 den Grund und Boden dieser Stätte angekauft und besitzt: 1. Ein Wohnhaus, 2. Hofraum, 3. Land auf dem Amelkampe und Broke  5 Schl., 4. Gehölz auf der Mesche 4 Metzen, hat die dingliche Berechtigung der Mitbenutzung eines über den Hanningschen Hof neu angelegten Weges. Eingetr. 10. Juni 1876.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Meier, ein 37-jähriger Einlieger und Ziegelmeister aus Stapelage, dessen Ehefrau gerade das vierte Kind erwartet, greift im Frühjahr 1876 wie andere auch beim Verkauf des aufgeteilten Hofes Hanning zu. Er kauft u. a. den an der Hiddentruper Straße gelegenen Teil des Hanningschen Hofraumes, auf dem bis wenige Jahre zuvor das Leibzuchtshaus des Hofes gestanden hat (vgl. Hörste Nr. 6), und baut dort das Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72. Ende 1878 kauft er weitere 2 Scheffelsaat Land von seinem Schwager Gottlieb Brokmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Meier (später teils &#039;&#039;Meyer&#039;&#039; geschrieben) hat schließlich acht Kinder  -  sieben Töchter und einen Sohn, von denen keines in Hörste bleibt. Die Eheleute sterben 1908 und 1911 bei einer ihrer Töchter in Schötmar. 1913 wird ihre Stätte von der Erbengemeinschaft/den Kindern für 11 000 Mark an den Ehemann der ältesten Tochter, Gottlieb Fillies, einen von Hörste Nr. 53 stammenden und in Bochum lebenden Ziegelmeister, verkauft. Die Wohnorte der Kinder im Jahre 1913 (Bochum, Detmold, 2 x Berlin-Pankow, Schötmar, 2 x Zehdenick in Brandenburg, Köln) verdeutlichen, dass auch vor hundert Jahren Kinder durchaus andere Wege als ihre Eltern eingeschlagen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 (Detmold) Hörste Bd. 2 Bl. 23 bzw. 53, S. 40f&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziegeleien und öffentlicher Dienst sind die Berufsfelder der Kinder-Generation, keines von ihnen lebt auf einer Stätte und betreibt Kleinlandwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eheleute Fillies leben weiter in Bochum und vermieten das Haus in Hörste Nr. 72 an Paul Stawicki, einen Weichensteller a. D., der aus dem damals schwarzen Ruhrgebiet in das schöne Hörste zieht und noch 1925 dort lebt. 1920 verkauft Gottlieb Fillies die Stätte Nr. 72 an den Nachbarn dort gegenüber auf Nr. 10 und neuerdings auch nebenan auf Nr. 6, Landwirt August Brokmann. Der Kaufpreis beträgt 19 000 Mark. Der Käufer August Brokmann ist ein Vetter von des Verkäufers Ehefrau Emilie Fillies, geb. Meyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1929 schließen die Eheleute August und Emilie Brokmann mit ihren beiden ältesten Söhnen einen umfassenden Abtretungsvertrag mit detaillierter Leibzuchtsregelung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 (Detmold) Hörste Bd. 2 Bl. 23 bzw. 53, S. 78f&amp;lt;/ref&amp;gt;  Danach erhalten die abtretenden Eheleute  -  bisher wohnhaft auf Nr. 6  -  &#039;&#039;ein Wohnungsrecht auf der Stätte Nr. 72. Der Anerbe ist verpflichtet, die Gebäude auf Nr. 72 zu unterhalten und gegen Feuersgefahr zu versichern.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Süden IMG 5419.jpg|mini|Hörste Nr. 72, Straßenansicht von Süden, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Südosten IMG 5421.jpg|mini|Hörste Nr. 72, Straßenansicht von Südosten, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 72 Ostgiebel.jpg|mini|Hörste Nr. 72, Ostgiebel mit Rundbogentür, 2017, Foto: Dr. Horst Wissbrock  ]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Das äußerlich wenig veränderte Haus Hörste Nr. 72 fällt durch zweierlei Bauart auf: Auf Ost- und Nordseite sind die Außenwände  -  inclusive Rundbogentür – in Fachwerkbauweise ausgeführt, auf Süd- und Westseite dagegen bestehen die Außenmauern erkennbar aus massivem Ziegelmauerwerk. &lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In das Haus wurde der Torbalken des Vorgängerbaus an gleicher Stelle (Leibzucht Hanning, Hörste Nr. 6, um 1871 abgerissen [[Hiddentruper_Straße_11-13_(Hörste)]]) eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem rechten Ständer befindet sich noch die alte Hausnummer &#039;&#039;&#039;72&#039;&#039;&#039; (blaues Emailleschild mit weißer Schrift).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1876 – 1908  Friedrich Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Ziegler/Ziegelmeister, ∞ 1869 &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Brokmann (1846 – 1911) von Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1870, ∞ 1892 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Fillies (1864 – 1924) von Hörste Nr. 53 (1913 Ziegelmeister in Bochum), † 1923 in Bochum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette, * 1872, ∞ 1xxx Christoph Hambusch (1913 Oberpostschaffner in Detmold)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Johanne, * 1874, ∞ 1xxx Franz Backschat (1913 Stadtsekretär in Berlin-Pankow)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1876, ∞ 1899 Friedrich Wilhelm Klarholz aus Stapelage (1913 Ziegelmeister in Berlin-Pankow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Juliane, * 1879, ∞ 1xxx Hermann Voß (1913 Postassistent in Schötmar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine, * 1881 (1913 unverheiratet in Zehdenick/Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Anna, * 1883, ∞ 1xxx Julius Riesenberg aus Hörste (1913 Ziegelmeister in Zehdenick/Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Fritz, * 188x (1913 Postassistent in Köln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1920  (Eigentümer durch Kauf von Erbengemeinschaft) Gottlieb August Fillies (1864 – 1924), 1913 wohnhaft in Bochum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1913 – ca. 1929 (Bewohner als Mieter) Paul Stawicki, Weichensteller a. D. aus Wanne-Eickel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 – 1929 (Eigentümer durch Kauf) Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 6 u. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929 (Bewohner als Leibzüchter) Landwirt August Brokmann u. Ehefrau Emilie, geb. Prüßner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentrupper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Neuwohner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72525</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72525"/>
		<updated>2026-10-08T14:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bereits 1654 wird der 1656 im amtlichen Verzeichnis lipp. Eigenbehöriger Schäffer Herman genannte Kötter in Kirchenakten (Stuhlkauf, Umlage Uhrgeld) als KalckHerman bezeichnet. (ALLK, 04.17 Nr. 246, S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ChatGPT bietet für den niederdeutschen Familiennamen Rehder / Reder die Deutung über das Verb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	rheden / reeden = bereiten, fertig machen, ausrüsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Reeder stellt Schiffe bereit.) Kalkrehder ist also der Kalkbereiter, -brenner, -lieferant. Die damals durch Überweidung teils kahlen, teils aber auch bewaldeten Stapelager Berge boten sowohl für die Schäferei wie auch  -  bei Bedarf -  für das Kalkbrennen gute Voraussetzungen. Am Wege durch die Stapelager „Schlucht“ in die Senne sind unweit der Stätte Schäfer/Kalkreuter verschiedentlich kleinere ehemalige Steinbrüche zu erkennen, wo zu früheren Zeiten Kalkstein entnommen wurde. Kalkrehde, später Kalkreute ist die Flurbezeichnung, noch heute Straßenname um die / an der Hörster Stätte Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Leopold Möller ist der mittelalterliche Herrenhof Stapelage 1637 im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. In den Jahren und Jahrzehnten danach ist der zerstörte Gebäudekomplex teils zu einfachen Wohnungen hergerichtet (so genanntes Steinwerk, bis Ende des 18. Jahrhunderts Nutzung durch Einlieger), teils zu einer Zehntscheune umgebaut worden. Parallel ist der Gutshof Stapelage 100 Meter südwestlich versetzt an heutiger Stelle neu erbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Auftreten des Namens Kalk bzw. Kalk . . .  (KalckHermann) für die vormals Schäfer genannte Stätte und Familie im Jahre 1654 ist möglicherweise in Zusammenhang mit diesen umfangreichen Bauaktivitäten in Stapelage zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten vor 1700 ist die Situation auf der Stätte offenbar schwierig. Der junge Kötter &#039;&#039;Kalck Cord&#039;&#039; verstirbt 1691/92 mit 35 Jahren. Dass er die Stätte überhaupt geerbt hat und nicht sein aus erster Ehe der Mutter stammender älterer Halbbruder &#039;&#039;Kalck Hans&#039;&#039;, hängt möglicherweise damit zusammen, dass dieser 1674 wegen Diebstählen belangt wurde. &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Witwe von Cord lebt offenbar noch 50 Jahre auf der Stätte, geht aber keine weitere Ehe ein. Statt ihrer übernimmt der dritte Bruder, &#039;&#039;Kalck Johann&#039;&#039;, seit 1685 verheirateter Einlieger in &#039;&#039;des Meÿers zu Stapelage Kothen vff dem Hilgen Stuhl&#039;&#039; (Nr. 22 oder Nr. 24 ?), 1696/97 die Stätte Schäfer/Kalkreuter. &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 257 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiefvater/Leibzüchter &#039;&#039;Kalk Hermann&#039;&#039; ist bereits 1694/95 verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 172 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offen bleibt dagegen, warum die  hochbetagt verstorbene Mutter und Leibzüchterin sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung hat stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Brautvater Simon Schäfer, an nächster Stelle wieder &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; genannt, hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein neuer Anbau an das Wohnhaus der Stätte eingeschätzt, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 (Renten-)Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1729 aufgeführte Haus wurde 1715/16 erbaut. Die aus diesem Anlass gefeierte Hausböhrung artete in eine wüste Schlägerei aus. Der einen Seite sei angeblich aufgelauert worden, die andere sei mit den Worten &#039;&#039;Hurensohn, Bestie, Canaille&#039;&#039; gescholten worden . . . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596), aus dem Ravensbergischen eingeheiratet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp (ca. 1615 - 1694/95) aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647 ( 1674 des Diebstahls beschuldigt; möglicherweise Vater von &#039;&#039;Kalk Simon&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; nach Eheschließung zunächst Einlieger auf Hörste Nr. 22 oder Nr. 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656 (u. a. der 1716 als Zeuge genannte &#039;&#039;Kalck Jacob&#039;&#039; ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1680  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben), genannt &#039;&#039;Kalckherman&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Calckherman&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1680 - ca. 1691/92  Cord Schäfer (1656 - 1691/92), ∞ vor 1681 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des &#039;&#039;Simon Kalk&#039;&#039; (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck &amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=72522</id>
		<title>Hörste</title>
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		<updated>2026-10-08T08:52:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung zum 1. 1. 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben aller Höfe -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning soll hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung gehören, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem zwischen 1051 und 1060 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15b = [[Murnerweg 7 (Hörste)|Murnerweg 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72521</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72521"/>
		<updated>2026-10-08T08:49:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Meier, dann Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugleich erleben die Eheleute Hanning/Voß auch Betrübliches  -  beide Töchter versterben früh. Im Kirchenregister Stapelage ist vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt; ALLK, Bestand 04.17/Kirchengem. Stapelage Nr. 246, S. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Anno 1653 den 9. April hatt Hans Hanning zu Hörste, nach dem ihm seine liebe Tochter Ilsaben zu Amsterdam beÿ ihrer Mutter Bruder Curt Jantzen Voß abgestorben, heisiger Kirchen zu Stapellage geschencket vndt christmil&#039;&#039;(tä)&#039;&#039;tig verehret sechs Rthl. vndt selbige  .  .  . vbergeben beim Mejer zu Stapellage, welcher auch dieselbige gutt willig angenommen, vndt der Kirchen derselbe bis zur Erlegung der 6 thlr Hauptsummen jahrlig mitt 12 Groschen Zinsen .  .  . versprochen.&#039;&#039; Die Hannings folgen also dem seit dem Mittelalter geläufigen Brauch, der Kirche etwas zuzuwenden zum Seelenheil ihrer verstorbenen Tochter Ilsabein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet 1655 auf den großen, aber hoch verschuldeten Hof Nullmeier in Hiddesen, wo sie fünfzehn Jahre später verstirbt. Ihre beiden Söhne leben danach zeitweilig in Hörste bei den Großeltern, die für Unterhalt und Schulbesuch sorgen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur die beiden (bereits verstorbenen) Schwestern hatte, deren jüngere bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er-Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † 1637, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient &amp;lt;ref&amp;gt;ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_7_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72516</id>
		<title>Murnerweg 7 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-08T08:35:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94685, 8.75323&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Geschichte&amp;quot; und allen anderen Unterpunkten mit Ausnahme von &amp;quot;Gebäude&amp;quot; und &amp;quot;Inschriften&amp;quot; siehe Murnerweg 3.&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax Ost 2024.jpg|mini|Stätte Bax Nr. 15: Östliches Haus, 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Die farblich nicht abgesetzte Inschrift in Torbalken und -ständern, ausgeführt in Kerbschnitt-Technik, ist nur teilweise erkennbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Obere Zeile:) .  .  . &#039;&#039;&#039;IST ALLES GELEG&#039;&#039;&#039; .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Untere Zeile:) .  .  . &#039;&#039;&#039;EINE .  .  . HAVS ANNO 162&#039;&#039;&#039; .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Linker Ständer:) .  . &#039;&#039;&#039;LISAB&#039;&#039;&#039; .  .  , darunter &#039;&#039;&#039;M.C.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbare Ergänzungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AN GOTTES SEGEN &#039;&#039;&#039;IST ALLES GELEG&#039;&#039;&#039;EN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L&#039;&#039;&#039;EINE&#039;&#039;&#039;KE BACK&#039;&#039;&#039;HAVS ANNO 162&#039;&#039;&#039;6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E&#039;&#039;&#039;LISAB&#039;&#039;&#039;ETH. ? ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<updated>2026-10-08T08:17:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94685, 8.75323&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Geschichte&amp;quot; und allen anderen Unterpunkten mit Ausnahme von &amp;quot;Gebäude&amp;quot; und &amp;quot;Inschriften&amp;quot; siehe Murnerweg 3.&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bax Ost 2024.jpg|mini|Stätte Bax Nr. 15: Östliches Haus, 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-10-08T08:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stätte Bax Nr. 15: Östliches Haus, 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Murnerweg 7 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-08T08:10:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94685, 8.75323&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Zu &amp;quot;Geschichte&amp;quot; und allen anderen Unterpunkten mit Ausnahme von &amp;quot;Gebäude&amp;quot; und &amp;quot;Inschriften&amp;quot; siehe Murnerweg 3.&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72451</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72451"/>
		<updated>2026-10-06T14:56:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1656 Töchter Henrich im Hagen.jpg|mini|Die sieben Töchter des Hermann im Hagen, 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Salbuch Hermann im Hagen.jpg|mini|Die Hörster Stätte Hermann im Hagen olim Evert im Salbuch der Vogtei Lage von 1781, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 110, S. 934/935]]&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5) Lische  . . .  von 7 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1833 Diebstahl Ebert Nr. 18.jpg|mini|Anzeige eines Einbruch-Diebstahls auf der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1833]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Versteigerung Evert.jpg|mini|Zwangsversteigerung der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1836]]&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 18 Straßenansicht 1.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 1, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ebert Nr. 18 nördl Traufseite bearbeitet.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Nordöstliche Traufseite, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Stätte im Hagen/Evert/Ebert, Hörste Nr. 18, existiert um 1640 nur &#039;&#039;ein Hauß&#039;&#039;; 1781 wird zusätzlich &#039;&#039;ein Schoppen&#039;&#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl dieses oder jedenfalls ein vorhandenes Haus wird 1880 von Interimswirt/Kötter Gottlieb Hilgenstöhler durch einen Neubau ersetzt; Beschreibung: &#039;&#039;2 Stockwerke, massiv mit Brettergiebel, Dach aus Ziegeln in Kalk,&#039;&#039; (im Inneren:) &#039;&#039;2 heizbare Stuben, 3 Kammern, 1 Keller, 1 Dreschdehle, 3 Bühnen, 1 Rauchkammer.&#039;&#039; Grund des Neubaus: &#039;&#039;Das frühere Wohnhaus ist abgebrannt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 101 A Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1880 erbaute Haus hat  - wie an der wohl original erhaltenen Nordostfassade erkennbar - Außenwände aus Feldsteinen, wobei die Fensterlaibungen mit roten Ziegeln ausgeführt sind. Die Fenster im Obergeschoss (wo die &#039;&#039;Kammern&#039;&#039; und &#039;&#039;Bühnen&#039;&#039; zu finden waren) sind kleiner als im Erdgeschoss. Dieses große Haus, einst Zieglerstätte zur Selbstversorgung, wird 1969 als Pension „Waldklause“ genannt, ist (auch deshalb) erkennbar umgebaut und modernisiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt / keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1633 - ca. 1670  Heinrich im Hagen (ca. 1600 - ca. 1675), ∞ 1633 Lisken (Elisabeth) Geller (von Piv. VL ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anke, * 1636&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ursula, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ilsabe, * 1644, Anerbin 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trinecke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elidsabeth), * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gertrud, * 1653, ∞ vor 1681 Cord Kalkreuter (1656 - 1692) und wird Kalkreutersche i. d. Kalkreute, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nesche (Agnethe), Anerbin 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1670 - ca. 1680  NN (ca. 1640 - ca. 1680), ∞ um 1670 Ilsabe im Hagen (1644 - 1681) und wird StK im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3 Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 - ca. 1717  (Cord) Evert Krückemeier ( * ca. 1650 in Kalldorf), ∞ 1682 Agnethe im Hagen, Anerbin im Uekenpohl, und wird StK (Evert) im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna, * um 1688 (Freilassung 1713)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christophel, * 1693, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1717 - 1761  Johann Christophel Evert (1693 - 1761), ∞ (I) Anna Margaretha Elisabeth Schulte (1689 - 1747) von Hörste Nr. 11, ∞ (II) 1749 Witwe Anna Catrina Pieper a. d. Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (Anne) Margreth Ilsabein, * 1717, ∞ 1738 Johann Henrich Hunke (ca. 1710 - 1782), Hpl in Hörste Nr. 13, wird Hunkesche, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Marie Elisabeth, * 1725, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1727, ∞ 1754 Berend Hermann Bax (1728 - 1801), StK im Uek., wird Baxsche im Uek., † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761 - 1778  Stätte unbesetzt; nur von Einliegern bewohnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 - ca. 1820  Johann Hermann Schulze (1751 - 1822) aus Währentrup, Soldat in der 2. Compagnie in Detmold,  ∞ (I) 1778 Amalie Ilsabein Bax im Uek. (1757 - 1786), Tochter der Catharina Agnetha Evert (1727 - 1761) a. d. Uekenpohl, ∞ (II) 1788 Anne Margarethe Elisabeth Meermann (1766 - 1828) aus Haustenbeck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Florentine, * 1779, † 1779 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Adolph, * 1780, † 1799 (Faul- und Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1783, † 1780 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Elisabeth, * 1785, † 1786 (Dumpf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Ilsabein, * 1789, † 1790 (Masern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1793, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jobst Hermann Wilhelm, * 1797, ∞ 1828 in Augustdorf Anne Maria Elisabet Büker (1803 - 1878) von Aug. Nr. 17, sind kurz Einl. in Aug.; ab 1829 dort Colon Nr. 94; ab ca. 1837 StK auf seiner elterlichen Stätte Nr. 18 im Uekenpohl, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Wilhelmine, * 1801, † 1806 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Louise, * 1802, ∞ 1834 Friedrich Christoph Meyer aus Haustenbeck, werden Einl. im Heßkamp, Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette Amalie, * 1806, ∞ 1833 Friedrich Wilhelm Frerk aus Mackenbruch, 1833 tätig als Knecht auf Gut Stapelage, werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Wilhelmine, * 1811, offenbar ledig, lebt als Webermagd auf der elterlichen Stätte, † 1842 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1820 - ca. 1836  Friedrich Wilhelm Ebert, * 1973, ∞ 1819 Anna Maria Friedrich (* 1797) von Augustdorf Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolph Friedrich Wilhelm, * 1824, ∞ (I) 1852 (in Augustdorf) Friederike Karoline Amalie Witwe Peter, geb. Pollmann (1813 - 1854), Besitzerin der Stätte Aug. Nr. 95, ∞ (II) 1857 (in Stap.) Hanne Sophie Mellies (1830 - 1894), † 1863 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNw (ungetauft), * 1826, † 1826 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Amalie, * 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm (ungetauft), * 1833, † 1833 (wahrscheinlich durch Schreck der Mutter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1836 - 1866  Jobst Hermann Wilhelm Ebert (1797 - 1871), Bruder des Vorgängers, ∞ 1828 Anne Maria Elisabeth Büker (1803 - 1878) von Augustdorf Nr. 17, leben vor Antritt der Stätte im Uekenpohl als Besitzer/Col. auf der Stätte Augustdorf Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich Wilhem, * 1828, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm August Gottlieb, * 1836 in Aug., † 1863 im Uek. (Gicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike, * 1838, † 1843 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Wilhelmine, * 1840, ∞ 1861 Friedrich Christoph Fillies (1834 - 1907), Erbkötter Hörste Nr. 53 u. Weber, † 1919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Lucia, * 1843, † 1843 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1844 (hat unehel. Tochter, * 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Pauline Karoline Auguste, * 1847, † 1850 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 - 1871  Johann Friedrich Wilhelm Ebert (1828 - 1871), ∞ (I) 1866 Friederike Henriette Appelkamp (1841 - 1916), diese ∞ (II) 1871 Weber Adolf Gottlieb Hilgenstöhler (1834 - 1896) von Hörste Nr. 22, der Interimswirt auf Nr. 18 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1867, (1909 verh. Ellerkamp, Währentrup Nr. 16) † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm August, * 1869, † 1869 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Wilhelmine Henriette, * 1870, † 1871 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Wilhelm, * 1872, † 1875 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1874 (1909 verh. Bierverleger Rose in Oerl.), † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Johanne ( &amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1876 (1909 verh. Schumacher Horstmann in Blfd.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolf, * 1879, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Christiane&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1881 (1909 verh. Bäcker Linne in Holzhausen/Ext.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1884 (1948 in Bochum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 1896  Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, Weber (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 - 1909  Witwe Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, geb. Appelkamp, mit Kindern (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 - 1942  Adolf Hilgenstöhler, ab 16. Aug. 1921 durch Namensänderung Ebert (1879 - 1942), Ziegler, ∞ 1910 &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Berkemann (* 1881) von Greste Nr. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Ebert_Nr._18_n%C3%B6rdl_Traufseite_bearbeitet.jpg&amp;diff=72450</id>
		<title>Datei:Ebert Nr. 18 nördl Traufseite bearbeitet.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Ebert_Nr._18_n%C3%B6rdl_Traufseite_bearbeitet.jpg&amp;diff=72450"/>
		<updated>2026-10-06T14:54:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Nordöstliche Traufseite, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_7_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72440</id>
		<title>Murnerweg 7 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_7_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72440"/>
		<updated>2026-10-06T09:24:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94685, 8.75323&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
An dieser Stelle bitte eine kurze Einführung einfügen, u.a. wann gegründet/erbaut, ehem. Haus-Nr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Murnerweg 7 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-06T09:23:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: Die Seite wurde neu angelegt: „{{subst:Hausstätte}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
}}An dieser Stelle bitte eine kurze Einführung einfügen, u.a. wann gegründet/erbaut, ehem. Haus-Nr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Murnerweg (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-06T09:21:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: /* Hausstätten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9466, 8.75299&lt;br /&gt;
}}Der Murnerweg ist eine kurze altbebaute Verbindungsstraße zwischen Stapelager Straße und Distelkamp im Ortskern Hörstes.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
[[Murnerweg 3 (Hörste)]] = Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Murnerweg 6 (Hörste)]] = Hörste Nr. 28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Murnerweg 7 (Hörste)]] = Hörste Nr. 15 b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Murnerweg 9 (Hörste)]] = Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72287</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-01T13:43:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Schuldenregulierung exBR Bax Kopie.jpg|mini|Schuldenregulierung BR Bax, Hörste Nr. 15]]&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Louise Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1836_Schuldenregulierung_exBR_Bax_Kopie.jpg&amp;diff=72286</id>
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		<updated>2026-10-01T13:43:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schuldenregulierung BR Bax, Hörste Nr. 15&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72285</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-10-01T13:35:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Louise Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72284</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72284"/>
		<updated>2026-10-01T13:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 nahezu durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1833 fällt auf, dass der Bauerrichter und Interimswirt Nr. 15, Wilhelm Bax, mit der Ablieferung &#039;&#039;Herrschaftlicher Gelder vom Monat Maÿ rückständig geblieben&#039;&#039; ist. &#039;&#039;Bauerrichter Bax hat sich des Criminis refidui&#039;&#039; (der Unterschlagung) &#039;&#039;schuldig gemacht und um Dienstentlassung nachgesucht&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIII &amp;lt;/ref&amp;gt; Die &#039;&#039;Abdankung&#039;&#039; wird angenommen, der Dienst vorübergehend vom Billinghauser Kollegen mit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das komplette Bax´sche Vermögen wird inventarisiert: mehr als 200 Positionen, dabei 3 Webstühle, &#039;&#039;Schießgewehr&#039;&#039; und &#039;&#039;Schießpistole&#039;&#039; sowie mehrere Bücher im Gesamtwert von 350 Talern. Der Anerbe Bax, als Nachfolger in Erwägung gezogen, verstirbt Ende 1834 überraschend mit 25 Jahren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1836 wird ein amtliches Schuldenregulierungsverfahren durchgeführt, das ohne Zwangsversteigerung endet. Im Jahr darauf heiratet der neue Anerbe und übernimmt die Stätte und das Bauerrichter“amt“. Im Eheprotokoll heißt es: &#039;&#039;Dem bisherigen Interimswirth Bax kann wegen schlechter Wirthschaftsführung keine Leibzucht verschrieben werden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 336, S. 93/94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der abgesetzte Bauerrichter Wilhelm Bax verbringt seinen Lebensabend trotzdem auf der Stätte  -  dies allerdings nicht auf Basis eines Rechtsanspruches, sondern gnadenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Anna Marg. Elisabeth Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, Anerbe, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1810, wird 1834 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin in Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Uekenpohl 37 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_37_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72283"/>
		<updated>2026-10-01T11:10:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=37&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94567, 8.72088&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=019&lt;br /&gt;
}}Hier liegt die Straßenkötterstätte Bax (im Uekenpohl), früher Hörste Nr. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Verwechselungsgefahr mit Hörste Nr. 15  -  Bax (im Orte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den umliegenden Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im Uekenpohl   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Deppe Backs: &#039;&#039;Deppe Backs vf Krawinckels Gewelde ist M. G. H. Eigen, die Frowe aber bereumbt sich Freÿheit. Landschatz 3 Gr.; Hofgerichtsgeld 6 Gosl.; ubrigs dem Meyer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;ubrigs dem Meyer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem&amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt;  beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl., wogegen er freÿe Hude und Feurung hätte.&#039;&#039; Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  . . .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deppe Bax wird in Steuerlisten 1620, 25, 28, 40 und 1643 genannt, sein Nachfolger  -  Sohn oder Schwiegersohn ? -  Cordt Bax&amp;lt;ref&amp;gt; im Uhrgeldregister von 1654 bezeichnet als „Backs Deppen Cort“ (ALLK, Bestand 04/17 Nr. 246) &amp;lt;/ref&amp;gt; tritt ab 1640 als Kötter in Erscheinung. Er hat drei Kinder: Bernhard, * 1642, Ilsabein, * 1645 und einen namenlos 1648 gezählten Säugling.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach weiten Lücken in den 1660er und 1670er Jahren finden sich aus den 1680er Jahren wieder Nachrichten über die Stätte: &#039;&#039;Jost Backhauß . . . hatt . . . 4 Stieffkinder&#039;&#039; (Salbuch 1683), dann 1685 folgende spezielle Ehekonstellation: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Jost Langemann wittiber im Ückenpohl nimbt zur andern Ehe Anna Elisabeth, weil. Henrich Baxs daselbst eheliche Tochter, sponsa ist sponsus seiner sehl. Fr. Stiefftochter, wohnen in einem Hause und behält der Bräutigam so zu ihrem Stiefsonn . . . die Gühter.&#039;&#039;  . . .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Konstellation ist eigentlich nur denkbar, wenn die 1645 geborene Ilsabein Bax sehr jung (um 1665) mit ihren Ehemann Henrich NN ein erstes Kind gezeugt hat  -  die spätere Braut Anna Elisabeth Bax. Drei weitere Kinder des Paares, dann ihr Tod, seine/Henrichs Wiederheirat, sein Tod, der Witwe Wiederheirat mit Langemann und schließlich dieser ersten Langemann-Ehefrau Tod müssten vor 1685 gefolgt sein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Langemann, bisher nur Interimsverwalter der Stätte, wird jedenfalls durch diese Heirat der Anerbin zum Erbkötter Bax, kann die Stätte also einst an eines seiner Kinder weitergeben  -  und so geschieht es auch fast drei Jahrzehnte später. Der ihm 1714 folgende Sohn Simon Jost Bax erlebt nur eine, fast vier Jahrzehnte währende Ehe  -  damals eine Seltenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1801 Begräbnis Bax.jpg|mini|Kirchenbuch Stapelage, Begräbnisse 1801]]&lt;br /&gt;
In wiederum der nächsten Generation übernimmt Berend Hermann Bax die Stätte mit seiner ersten Eheschließung 1754. Er überlebt vier Ehefrauen, ist dann seine letzten 13 Jahre alleinstehender Leibzüchter auf der Stätte. Sein im Kirchenbuch festgehaltener Unfalltod Anfang 1801 wirft ein Schlaglicht auf Mühen und Gefahren des damaligen ländlichen Alltags: &#039;&#039;den 5ten Febr. starb Berend Herman Bax vulgo Cordsmann, Leibzüchter im Uekenpohl, nachdem ihm den 2ten Febr. ein Rad von einem schwer beladenen Wagen mit Holz über seinen Leib gegangen, ward begraben d. 9ten Febr.; seines alters 72 Jahr 9 Monath.&#039;&#039; Ungeklärt ist die Herkunft des bei ihm gelegentlich verwendeten Vulgonamens &#039;&#039;Cordsmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Cords&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast 70 Jahre später ein anderer ungewöhnlicher Todesfall: Töns Hermann Christoph Bax, Kötter auf der Stätte Nr. 19 und Ziegler, stirbt Anfang September 1869 47-jährig in Lomma, einem südschwedischen Ort nahe Malmö, an &#039;&#039;Brustkrankheit&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Sein Sohn Wilhelm, der letzte Straßenkötter Bax auf Nr. 19, wird bereits 20-jährig 1881 Eigentümer der Stätte, und bewirtschaftet diese mit seinem Stiefvater, dem Interimswirt und Weber Heinrich Reuter.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 1 Bl. 3 &amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1886 bevollmächtigt er diesen von seinem Aufenthaltsort &#039;&#039;Burkhardtsdorf&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Ort im Erzgebirge (südlich Chemnitz) mit ehemaliger Ziegelei (vgl. Internet) &amp;lt;/ref&amp;gt;aus, die notwendigen Erklärungen bei der Einrichtung des Hörster Grundbuches für ihn abzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15 Jahre nach seiner Eheschließung 1887 geht er die grundlegende bauliche Erneuerung der Stätte an. Vermutlich führt dies zu erheblichen Schulden auf der Stätte, die er seiner Ehefrau hinterlässt, als er Anfang des Jahres 1913 52-jährig verstirbt. Kinder des Ehepaares werden in der Grundakte nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Okt. 1917 erscheint die Witwe Auguste Bax, geb. Kleinegees, mit dem Landwirt Adolf Krawinkel, Hörste Nr. 2  -  ehemals Grundherr der Stätte Nr. 19  -  vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und verkauft ihm ihre Stätte für 12 000 Mark. Dieser Kaufpreis wird beglichen durch a) Übernahme von 7 000 Mark auf der Stätte lastenden Hypotheken, b) 500 Mark sofortige Barzahlung, c) Gewährung eines verzinslichen Kredites von 4 500 Mark seitens der Verkäuferin an den Käufer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Witwe Bax wohnt noch 1925 auf der Stätte  -  ob als Einliegerin oder wohl eher auf Basis einer formlos gewährten, nicht im Grundbuch eingetragenen Leibzucht, ist nicht ersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Bax Nr. 19 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;nichts eigenes nur 1 Hauß&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;zweÿ Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1781 u. Salbuch 1829).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese offenbar zuletzt baufälligen Gebäude wurden vom letzten Kötter Wilhelm Bax Anfang des 20. Jahrhunderts abgebrochen und durch Neubauten ersetzt: &#039;&#039;Wohnhaus (jährl. Nutzungswert 60 Mark) 1902 abgebrochen; Wohnhaus mit Stall (jährl. Nutzungswert 150 Mark) 1903 neu eingeschätzt; Leibzucht (jährl. Nutzungswert 45 Mark) 1904 abgebrochen&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 1 Bl. 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
-  nicht bekannt. -&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1617 - ca. 1640  Deppe Bax (o. eingeheir.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - ca. 1665  Cord Bax (o. eingeheir.) (1611 (?) - 1678) (Sohn o. Schwiegersohn des Vorgängers ?), ∞ um 1640 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhardt, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1645, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * um 1647&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1665 - ca. 1680 Henrich NN1 († 1680), ∞ (I) um 1665 Ilsabein Bax, Anerbin  (1645 - ca. 1678), ∞ (II) NN2 († ca. 1684), diese ∞ (III) um 1681 Jobst Langemann († 1726) aus Wellentrup, der Interimswirt Bax im Uekenpohl wird; er ∞ (IV) 1685 Anna Elisabeth Bax, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * um 1665, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha, * um 1667&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * um 1670, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Christoffer, * um 1678, 1708 noch ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1688, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gerd Hermann, * 1700, ∞ 1728, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * um 1702, ∞ 1731 Jobst Henrich Westerheyde a. d. Ksp. Heepen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1680 - 1714  Jobst Bax, geb. Langemann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1714 - 1753  Simon Jost Bax (1688 - 1753), ∞ 1714 Anna Catharina Schierlau (1687 - 1756) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1715, ∞ 1748 Anna Cathrine Wind, Anerbin Piv. VL Nr. 44, u. wird Wind, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1717 (konf. 1730 als Johann Henrich Klein-Bax), ∞ 1762 Anna Margarethe Ilsabein Witwe Kaiser in Piv. VL, wird Interimswirt Kaiser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1720, ∞ 1746 Henrich Hermann Tölke im Wistinghauser Kotten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Christian, * 1723, konf. 1737&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1725, † 1756, offenbar ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Hermann, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 - ca. 1790  Berend Hermann Bax (1728 - 1801), ∞ (I) 1754 Catharina Agnetha Evert (1727 - 1761) a. d. Uekenpohl, ∞ (II) 1762 Anna Ilsabein Schultze (1738 - 1766) aus Hörste, ∞ (III) Trine Ilsabein Holzmann (1723 - 1775), verwitwete Müller aus Währentrup, ∞ (IV) 1777 Anne Ilsabein Heidsiek (1713 - 1786) aus Mackenbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Christoph, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Adolph, * 1760, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * 1763, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Conrad, * 1765, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1816 Lebensrettung Col Bax im Uek.jpg|mini|Lebensrettung 1816]]&lt;br /&gt;
ca. 1790 - 1816 Johann Conrad Bax (1765 - 1816), ∞ (I) 1788 Wilhelmine Amalia Katharine (Pflegekind) Brokmann (1766 - 1833) aus Müssen, diese ∞ (II) 1818 Johann Henrich Welge (1770 - 1828) von Wellentrup Nr. 10, der Interimswirt und LZer Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Conradine, * 1789, ∞ 1814 Witwer StK Töns Henrich Mölling a. d. Piv. VL Nr. 81 u. wird Möllingsche, † 1827 (Wochenbett)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Florentine Wilhelmine Henriette, * 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Conrad, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph Wilhelm, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharina Elisabeth, * 1800, † 1800 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Wilhelm, * 1803, ∞ 1838 Karoline Wilhelmine Kleinegees (1815 - 1877), † 1876; leben als Einl. im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conradine Louisa, * 1807, ∞ 1828 Witwer StK Töns Henrich Mölling a. d. Piv. VL Nr. 81 u. wird Möllingsche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 - 1853  Töns Henrich Conrad Bax (1796 - 1873), ∞ 1821 Anna Maria Sophie Wilhelmine Ahle (1798 - 1857) von Piv. VL Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann Christoph, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henrich Adolph, * 1824, Einl. u. Weber, ∞ (I) 1854 Henriette Friederike Stührenberg (1823 - 1859) von Piv. Nr. 49, ∞ (II) 1859 Henriette Amalie Friederike Heißenberg (* 1831) aus Oerlinghausen, † 1901 als Colon in Ubbedissen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1826, Einl. u. Weber, ∞ 1858 Friederike Wilhelmine Thies (* 1834) a. d. Uekenpohl, † 1900&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gehardine Wilhelmine, * 1831, † 1870 (offenbar ledig) (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolf, * 1833, Einl. u. Weber, ∞ 1867 Friederike Wilhelmine Kindsgrab aus Lipperreihe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 - 1869  Töns Hermann Christoph Bax (1822 - 1869), StK u. Ziegler, ∞ (I) 1853 Florentine Sophie Henriette Meier (1831 - 1859) von Piv. VL Nr. 66, ∞ (II) 1860 Karoline Wilhelmine Meier (1833 - 1887) von Piv. VL Nr. 66, diese ∞ (III) 1870 &amp;lt;u&amp;gt;Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig August Reuter (* 1824), Witwer aus Oerl. u. Weber, der Interimswirt u. LZer Bax Nr. 19 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Wilhelmine, * 1854, ∞ 1881 Heinrich Wilhelm Meyer, Col. Nr. 41 in Hörste u. Ziegler, wird Meyersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1857, † 1858 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1859, † 1859 (ungetauftes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1861, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolf ( &amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1864, Zimmermann/Zimmermeister, ∞ (I) 1889 Auguste Wilhelmine Busch (1862 - 1896) aus Piv. VL, ∞ (II) Juliane Friederike Karoline ( &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; ) Böger (1874 - 1954) aus Piv. VL, † nach 1945 &amp;lt;ref&amp;gt; Fritz Bax I lebt zunächst als Einl. in Piv., gründet dann um 1890 die Stätte Piv. VL Nr. 113. Sein Sohn Fritz Bax II (1905 - 1987), Tischler, baut die väterliche Tischlerei zur industriellen Möbelproduktion aus und gründet dazu 1935 gemeinsam mit seinem Schwager die Firma Bax &amp;amp; Hellweg in Piv. VL. Der Enkel Fritz Bax III (1940 - 2022), Dipl.-Kfm., verlagert den Betrieb mit 50 - 100 Mitarbeitern um 1980 in eine neu erbaute Betriebsstätte in Detmold, Niemeierstraße. Er veräußert seinen Betrieb, jetzt BAX Küchenmanufaktur, um 2005. Einstellung des Betriebes nach Insolvenz 2022. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hanne Karoline Wilhelmine, * 1867, † 1869 (Masern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Friedrich, * 1871, † 1872 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Auguste Karoline, * 1873, † 1875 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Wilhelmine Henriette ( &amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1876&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1887  &amp;lt;u&amp;gt;Henrich&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig August Reuter, Interimswirt Bax Nr. 19 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 - 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1861 - 1913), ∞ 1887 &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Johanne Kleinegees (1867 - 1943) von Hörste Nr. 28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5. Okt. 1917  Verkauf der Stätte Bax, Hörste Nr. 19, seitens der Witwe Auguste Bax, geb. Kleinegees, an den Landwirt Adolf Krawinkel, Hörste Nr. 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 (Uekenpohl) Bax, Wilhelm, Ziegelmstr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 (Uekenpohl) Bax, Auguste, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Röhrmann, Marie, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, Fritz, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westerheide, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalkreuter, Ernst, Ziegler&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1816_Lebensrettung_Col_Bax_im_Uek.jpg&amp;diff=72282</id>
		<title>Datei:1816 Lebensrettung Col Bax im Uek.jpg</title>
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		<updated>2026-10-01T11:09:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lebensrettung 1816&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72281</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72281"/>
		<updated>2026-10-01T08:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier Jahre später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Anna Marg. Elisabeth Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Henrich, * 1810, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich Adolph, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann Hermann Henrich Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72270</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72270"/>
		<updated>2026-09-30T20:38:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1656 Töchter Henrich im Hagen.jpg|mini|Die sieben Töchter des Hermann im Hagen, 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Salbuch Hermann im Hagen.jpg|mini|Die Hörster Stätte Hermann im Hagen olim Evert im Salbuch der Vogtei Lage von 1781, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 110, S. 934/935]]&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5) Lische  . . .  von 7 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1833 Diebstahl Ebert Nr. 18.jpg|mini|Anzeige eines Einbruch-Diebstahls auf der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1833]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Versteigerung Evert.jpg|mini|Zwangsversteigerung der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1836]]&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 18 Straßenansicht 1.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 1, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 18 Straßenansicht 2.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 2, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Stätte im Hagen/Evert/Ebert, Hörste Nr. 18, existiert um 1640 nur &#039;&#039;ein Hauß&#039;&#039;; 1781 wird zusätzlich &#039;&#039;ein Schoppen&#039;&#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl dieses oder jedenfalls ein vorhandenes Haus wird 1880 von Interimswirt/Kötter Gottlieb Hilgenstöhler durch einen Neubau ersetzt; Beschreibung: &#039;&#039;2 Stockwerke, massiv mit Brettergiebel, Dach aus Ziegeln in Kalk,&#039;&#039; (im Inneren:) &#039;&#039;2 heizbare Stuben, 3 Kammern, 1 Keller, 1 Dreschdehle, 3 Bühnen, 1 Rauchkammer.&#039;&#039; Grund des Neubaus: &#039;&#039;Das frühere Wohnhaus ist abgebrannt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 101 A Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1880 erbaute Haus, einst Zieglerstätte mit Selbstversorgung, wird 1969 als Pension „Waldklause“ genannt, ist also (in der Nachkriegszeit ?) erheblich umgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt / keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1633 - ca. 1670  Heinrich im Hagen (ca. 1600 - ca. 1675), ∞ 1633 Lisken (Elisabeth) Geller (von Piv. VL ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anke, * 1636&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ursula, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ilsabe, * 1644, Anerbin 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trinecke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elidsabeth), * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gertrud, * 1653, ∞ vor 1681 Cord Kalkreuter (1656 - 1692) und wird Kalkreutersche i. d. Kalkreute, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nesche (Agnethe), Anerbin 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1670 - ca. 1680  NN (ca. 1640 - ca. 1680), ∞ um 1670 Ilsabe im Hagen (1644 - 1681) und wird StK im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3 Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 - ca. 1717  (Cord) Evert Krückemeier ( * ca. 1650 in Kalldorf), ∞ 1682 Agnethe im Hagen, Anerbin im Uekenpohl, und wird StK (Evert) im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna, * um 1688 (Freilassung 1713)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christophel, * 1693, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1717 - 1761  Johann Christophel Evert (1693 - 1761), ∞ (I) Anna Margaretha Elisabeth Schulte (1689 - 1747) von Hörste Nr. 11, ∞ (II) 1749 Witwe Anna Catrina Pieper a. d. Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (Anne) Margreth Ilsabein, * 1717, ∞ 1738 Johann Henrich Hunke (ca. 1710 - 1782), Hpl in Hörste Nr. 13, wird Hunkesche, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Marie Elisabeth, * 1725, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1727, ∞ 1754 Berend Hermann Bax (1728 - 1801), StK im Uek., wird Baxsche im Uek., † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761 - 1778  Stätte unbesetzt; nur von Einliegern bewohnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 - ca. 1820  Johann Hermann Schulze (1751 - 1822) aus Währentrup, Soldat in der 2. Compagnie in Detmold,  ∞ (I) 1778 Amalie Ilsabein Bax im Uek. (1757 - 1786), Tochter der Catharina Agnetha Evert (1727 - 1761) a. d. Uekenpohl, ∞ (II) 1788 Anne Margarethe Elisabeth Meermann (1766 - 1828) aus Haustenbeck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Florentine, * 1779, † 1779 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Adolph, * 1780, † 1799 (Faul- und Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1783, † 1780 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Elisabeth, * 1785, † 1786 (Dumpf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Ilsabein, * 1789, † 1790 (Masern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1793, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jobst Hermann Wilhelm, * 1797, ∞ 1828 in Augustdorf Anne Maria Elisabet Büker (1803 - 1878) von Aug. Nr. 17, sind kurz Einl. in Aug.; ab 1829 dort Colon Nr. 94; ab ca. 1837 StK auf seiner elterlichen Stätte Nr. 18 im Uekenpohl, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Wilhelmine, * 1801, † 1806 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Louise, * 1802, ∞ 1834 Friedrich Christoph Meyer aus Haustenbeck, werden Einl. im Heßkamp, Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette Amalie, * 1806, ∞ 1833 Friedrich Wilhelm Frerk aus Mackenbruch, 1833 tätig als Knecht auf Gut Stapelage, werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Wilhelmine, * 1811, offenbar ledig, lebt als Webermagd auf der elterlichen Stätte, † 1842 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1820 - ca. 1836  Friedrich Wilhelm Ebert, * 1973, ∞ 1819 Anna Maria Friedrich (* 1797) von Augustdorf Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolph Friedrich Wilhelm, * 1824, ∞ (I) 1852 (in Augustdorf) Friederike Karoline Amalie Witwe Peter, geb. Pollmann (1813 - 1854), Besitzerin der Stätte Aug. Nr. 95, ∞ (II) 1857 (in Stap.) Hanne Sophie Mellies (1830 - 1894), † 1863 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNw (ungetauft), * 1826, † 1826 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Amalie, * 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm (ungetauft), * 1833, † 1833 (wahrscheinlich durch Schreck der Mutter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1836 - 1866  Jobst Hermann Wilhelm Ebert (1797 - 1871), Bruder des Vorgängers, ∞ 1828 Anne Maria Elisabeth Büker (1803 - 1878) von Augustdorf Nr. 17, leben vor Antritt der Stätte im Uekenpohl als Besitzer/Col. auf der Stätte Augustdorf Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich Wilhem, * 1828, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm August Gottlieb, * 1836 in Aug., † 1863 im Uek. (Gicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike, * 1838, † 1843 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Wilhelmine, * 1840, ∞ 1861 Friedrich Christoph Fillies (1834 - 1907), Erbkötter Hörste Nr. 53 u. Weber, † 1919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Lucia, * 1843, † 1843 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1844 (hat unehel. Tochter, * 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Pauline Karoline Auguste, * 1847, † 1850 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 - 1871  Johann Friedrich Wilhelm Ebert (1828 - 1871), ∞ (I) 1866 Friederike Henriette Appelkamp (1841 - 1916), diese ∞ (II) 1871 Weber Adolf Gottlieb Hilgenstöhler (1834 - 1896) von Hörste Nr. 22, der Interimswirt auf Nr. 18 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1867, (1909 verh. Ellerkamp, Währentrup Nr. 16) † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm August, * 1869, † 1869 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Wilhelmine Henriette, * 1870, † 1871 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Wilhelm, * 1872, † 1875 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1874 (1909 verh. Bierverleger Rose in Oerl.), † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Johanne ( &amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1876 (1909 verh. Schumacher Horstmann in Blfd.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolf, * 1879, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Christiane&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1881 (1909 verh. Bäcker Linne in Holzhausen/Ext.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1884 (1948 in Bochum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 1896  Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, Weber (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 - 1909  Witwe Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, geb. Appelkamp, mit Kindern (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 - 1942  Adolf Hilgenstöhler, ab 16. Aug. 1921 durch Namensänderung Ebert (1879 - 1942), Ziegler, ∞ 1910 &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Berkemann (* 1881) von Greste Nr. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1781_Salbuch_Hermann_im_Hagen.jpg&amp;diff=72269</id>
		<title>Datei:1781 Salbuch Hermann im Hagen.jpg</title>
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		<updated>2026-09-30T20:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Hörster Stätte Hermann im Hagen olim Evert im Salbuch der Vogtei Lage von 1781, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 110, S. 934/935&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72267</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72267"/>
		<updated>2026-09-30T20:33:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1656 Töchter Henrich im Hagen.jpg|mini|Die sieben Töchter des Hermann im Hagen, 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400]]&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5) Lische  . . .  von 7 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1833 Diebstahl Ebert Nr. 18.jpg|mini|Anzeige eines Einbruch-Diebstahls auf der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1833]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1836 Versteigerung Evert.jpg|mini|Zwangsversteigerung der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1836]]&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 18 Straßenansicht 1.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 1, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 18 Straßenansicht 2.jpg|mini|Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 2, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Stätte im Hagen/Evert/Ebert, Hörste Nr. 18, existiert um 1640 nur &#039;&#039;ein Hauß&#039;&#039;; 1781 wird zusätzlich &#039;&#039;ein Schoppen&#039;&#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl dieses oder jedenfalls ein vorhandenes Haus wird 1880 von Interimswirt/Kötter Gottlieb Hilgenstöhler durch einen Neubau ersetzt; Beschreibung: &#039;&#039;2 Stockwerke, massiv mit Brettergiebel, Dach aus Ziegeln in Kalk,&#039;&#039; (im Inneren:) &#039;&#039;2 heizbare Stuben, 3 Kammern, 1 Keller, 1 Dreschdehle, 3 Bühnen, 1 Rauchkammer.&#039;&#039; Grund des Neubaus: &#039;&#039;Das frühere Wohnhaus ist abgebrannt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 101 A Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1880 erbaute Haus, einst Zieglerstätte mit Selbstversorgung, wird 1969 als Pension „Waldklause“ genannt, ist also (in der Nachkriegszeit ?) erheblich umgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt / keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1633 - ca. 1670  Heinrich im Hagen (ca. 1600 - ca. 1675), ∞ 1633 Lisken (Elisabeth) Geller (von Piv. VL ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anke, * 1636&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ursula, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ilsabe, * 1644, Anerbin 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trinecke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elidsabeth), * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gertrud, * 1653, ∞ vor 1681 Cord Kalkreuter (1656 - 1692) und wird Kalkreutersche i. d. Kalkreute, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nesche (Agnethe), Anerbin 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1670 - ca. 1680  NN (ca. 1640 - ca. 1680), ∞ um 1670 Ilsabe im Hagen (1644 - 1681) und wird StK im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3 Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 - ca. 1717  (Cord) Evert Krückemeier ( * ca. 1650 in Kalldorf), ∞ 1682 Agnethe im Hagen, Anerbin im Uekenpohl, und wird StK (Evert) im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna, * um 1688 (Freilassung 1713)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christophel, * 1693, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1717 - 1761  Johann Christophel Evert (1693 - 1761), ∞ (I) Anna Margaretha Elisabeth Schulte (1689 - 1747) von Hörste Nr. 11, ∞ (II) 1749 Witwe Anna Catrina Pieper a. d. Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (Anne) Margreth Ilsabein, * 1717, ∞ 1738 Johann Henrich Hunke (ca. 1710 - 1782), Hpl in Hörste Nr. 13, wird Hunkesche, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Marie Elisabeth, * 1725, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1727, ∞ 1754 Berend Hermann Bax (1728 - 1801), StK im Uek., wird Baxsche im Uek., † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761 - 1778  Stätte unbesetzt; nur von Einliegern bewohnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 - ca. 1820  Johann Hermann Schulze (1751 - 1822) aus Währentrup, Soldat in der 2. Compagnie in Detmold,  ∞ (I) 1778 Amalie Ilsabein Bax im Uek. (1757 - 1786), Tochter der Catharina Agnetha Evert (1727 - 1761) a. d. Uekenpohl, ∞ (II) 1788 Anne Margarethe Elisabeth Meermann (1766 - 1828) aus Haustenbeck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Florentine, * 1779, † 1779 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Adolph, * 1780, † 1799 (Faul- und Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1783, † 1780 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Elisabeth, * 1785, † 1786 (Dumpf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Ilsabein, * 1789, † 1790 (Masern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1793, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jobst Hermann Wilhelm, * 1797, ∞ 1828 in Augustdorf Anne Maria Elisabet Büker (1803 - 1878) von Aug. Nr. 17, sind kurz Einl. in Aug.; ab 1829 dort Colon Nr. 94; ab ca. 1837 StK auf seiner elterlichen Stätte Nr. 18 im Uekenpohl, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Wilhelmine, * 1801, † 1806 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Louise, * 1802, ∞ 1834 Friedrich Christoph Meyer aus Haustenbeck, werden Einl. im Heßkamp, Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette Amalie, * 1806, ∞ 1833 Friedrich Wilhelm Frerk aus Mackenbruch, 1833 tätig als Knecht auf Gut Stapelage, werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Wilhelmine, * 1811, offenbar ledig, lebt als Webermagd auf der elterlichen Stätte, † 1842 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1820 - ca. 1836  Friedrich Wilhelm Ebert, * 1973, ∞ 1819 Anna Maria Friedrich (* 1797) von Augustdorf Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolph Friedrich Wilhelm, * 1824, ∞ (I) 1852 (in Augustdorf) Friederike Karoline Amalie Witwe Peter, geb. Pollmann (1813 - 1854), Besitzerin der Stätte Aug. Nr. 95, ∞ (II) 1857 (in Stap.) Hanne Sophie Mellies (1830 - 1894), † 1863 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNw (ungetauft), * 1826, † 1826 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Amalie, * 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm (ungetauft), * 1833, † 1833 (wahrscheinlich durch Schreck der Mutter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1836 - 1866  Jobst Hermann Wilhelm Ebert (1797 - 1871), Bruder des Vorgängers, ∞ 1828 Anne Maria Elisabeth Büker (1803 - 1878) von Augustdorf Nr. 17, leben vor Antritt der Stätte im Uekenpohl als Besitzer/Col. auf der Stätte Augustdorf Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich Wilhem, * 1828, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm August Gottlieb, * 1836 in Aug., † 1863 im Uek. (Gicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike, * 1838, † 1843 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Wilhelmine, * 1840, ∞ 1861 Friedrich Christoph Fillies (1834 - 1907), Erbkötter Hörste Nr. 53 u. Weber, † 1919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Lucia, * 1843, † 1843 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1844 (hat unehel. Tochter, * 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Pauline Karoline Auguste, * 1847, † 1850 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 - 1871  Johann Friedrich Wilhelm Ebert (1828 - 1871), ∞ (I) 1866 Friederike Henriette Appelkamp (1841 - 1916), diese ∞ (II) 1871 Weber Adolf Gottlieb Hilgenstöhler (1834 - 1896) von Hörste Nr. 22, der Interimswirt auf Nr. 18 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1867, (1909 verh. Ellerkamp, Währentrup Nr. 16) † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm August, * 1869, † 1869 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Wilhelmine Henriette, * 1870, † 1871 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Wilhelm, * 1872, † 1875 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1874 (1909 verh. Bierverleger Rose in Oerl.), † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Johanne ( &amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1876 (1909 verh. Schumacher Horstmann in Blfd.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolf, * 1879, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Christiane&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1881 (1909 verh. Bäcker Linne in Holzhausen/Ext.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1884 (1948 in Bochum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 1896  Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, Weber (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 - 1909  Witwe Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, geb. Appelkamp, mit Kindern (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 - 1942  Adolf Hilgenstöhler, ab 16. Aug. 1921 durch Namensänderung Ebert (1879 - 1942), Ziegler, ∞ 1910 &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Berkemann (* 1881) von Greste Nr. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1836_Versteigerung_Evert.jpg&amp;diff=72266</id>
		<title>Datei:1836 Versteigerung Evert.jpg</title>
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		<updated>2026-09-30T20:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Zwangsversteigerung der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1836&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1833_Diebstahl_Ebert_Nr._18.jpg&amp;diff=72265</id>
		<title>Datei:1833 Diebstahl Ebert Nr. 18.jpg</title>
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		<updated>2026-09-30T20:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Anzeige eines Einbruch-Diebstahls auf der Stätte Ebert, Hörste Nr. 18, 1833&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Nr._18_Stra%C3%9Fenansicht_2.jpg&amp;diff=72264</id>
		<title>Datei:Nr. 18 Straßenansicht 2.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Nr._18_Stra%C3%9Fenansicht_2.jpg&amp;diff=72264"/>
		<updated>2026-09-30T20:26:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 2, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Nr._18_Stra%C3%9Fenansicht_1.jpg&amp;diff=72263</id>
		<title>Datei:Nr. 18 Straßenansicht 1.jpg</title>
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		<updated>2026-09-30T20:24:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stätte Ebert im Uekenpohl, früher Hörste  Nr. 18: Straßenansicht 1, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1656_T%C3%B6chter_Henrich_im_Hagen.jpg&amp;diff=72262</id>
		<title>Datei:1656 Töchter Henrich im Hagen.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1656_T%C3%B6chter_Henrich_im_Hagen.jpg&amp;diff=72262"/>
		<updated>2026-09-30T20:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die sieben Töchter des Hermann im Hagen, 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72261</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72261"/>
		<updated>2026-09-30T19:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5) Lische  . . .  von 7 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Stätte im Hagen/Evert/Ebert, Hörste Nr. 18, existiert um 1640 nur &#039;&#039;ein Hauß&#039;&#039;; 1781 wird zusätzlich &#039;&#039;ein Schoppen&#039;&#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl dieses oder jedenfalls ein vorhandenes Haus wird 1880 von Interimswirt/Kötter Gottlieb Hilgenstöhler durch einen Neubau ersetzt; Beschreibung: &#039;&#039;2 Stockwerke, massiv mit Brettergiebel, Dach aus Ziegeln in Kalk,&#039;&#039; (im Inneren:) &#039;&#039;2 heizbare Stuben, 3 Kammern, 1 Keller, 1 Dreschdehle, 3 Bühnen, 1 Rauchkammer.&#039;&#039; Grund des Neubaus: &#039;&#039;Das frühere Wohnhaus ist abgebrannt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 101 A Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1880 erbaute Haus, einst Zieglerstätte mit Selbstversorgung, wird 1969 als Pension „Waldklause“ genannt, ist also (in der Nachkriegszeit ?) erheblich umgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt / keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1633 - ca. 1670  Heinrich im Hagen (ca. 1600 - ca. 1675), ∞ 1633 Lisken (Elisabeth) Geller (von Piv. VL ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anke, * 1636&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ursula, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ilsabe, * 1644, Anerbin 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trinecke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elidsabeth), * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gertrud, * 1653, ∞ vor 1681 Cord Kalkreuter (1656 - 1692) und wird Kalkreutersche i. d. Kalkreute, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nesche (Agnethe), Anerbin 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1670 - ca. 1680  NN (ca. 1640 - ca. 1680), ∞ um 1670 Ilsabe im Hagen (1644 - 1681) und wird StK im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3 Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 - ca. 1717  (Cord) Evert Krückemeier ( * ca. 1650 in Kalldorf), ∞ 1682 Agnethe im Hagen, Anerbin im Uekenpohl, und wird StK (Evert) im Hagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna, * um 1688 (Freilassung 1713)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christophel, * 1693, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1717 - 1761  Johann Christophel Evert (1693 - 1761), ∞ (I) Anna Margaretha Elisabeth Schulte (1689 - 1747) von Hörste Nr. 11, ∞ (II) 1749 Witwe Anna Catrina Pieper a. d. Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (Anne) Margreth Ilsabein, * 1717, ∞ 1738 Johann Henrich Hunke (ca. 1710 - 1782), Hpl in Hörste Nr. 13, wird Hunkesche, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Marie Elisabeth, * 1725, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1727, ∞ 1754 Berend Hermann Bax (1728 - 1801), StK im Uek., wird Baxsche im Uek., † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761 - 1778  Stätte unbesetzt; nur von Einliegern bewohnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 - ca. 1820  Johann Hermann Schulze (1751 - 1822) aus Währentrup, Soldat in der 2. Compagnie in Detmold,  ∞ (I) 1778 Amalie Ilsabein Bax im Uek. (1757 - 1786), Tochter der Catharina Agnetha Evert (1727 - 1761) a. d. Uekenpohl, ∞ (II) 1788 Anne Margarethe Elisabeth Meermann (1766 - 1828) aus Haustenbeck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Florentine, * 1779, † 1779 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Adolph, * 1780, † 1799 (Faul- und Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1783, † 1780 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Elisabeth, * 1785, † 1786 (Dumpf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Margarethe Ilsabein, * 1789, † 1790 (Masern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1793, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jobst Hermann Wilhelm, * 1797, ∞ 1828 in Augustdorf Anne Maria Elisabet Büker (1803 - 1878) von Aug. Nr. 17, sind kurz Einl. in Aug.; ab 1829 dort Colon Nr. 94; ab ca. 1837 StK auf seiner elterlichen Stätte Nr. 18 im Uekenpohl, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Wilhelmine, * 1801, † 1806 (Hauptkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Louise, * 1802, ∞ 1834 Friedrich Christoph Meyer aus Haustenbeck, werden Einl. im Heßkamp, Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette Amalie, * 1806, ∞ 1833 Friedrich Wilhelm Frerk aus Mackenbruch, 1833 tätig als Knecht auf Gut Stapelage, werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Wilhelmine, * 1811, offenbar ledig, lebt als Webermagd auf der elterlichen Stätte, † 1842 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1820 - ca. 1836  Friedrich Wilhelm Ebert, * 1973, ∞ 1819 Anna Maria Friedrich (* 1797) von Augustdorf Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolph Friedrich Wilhelm, * 1824, ∞ (I) 1852 (in Augustdorf) Friederike Karoline Amalie Witwe Peter, geb. Pollmann (1813 - 1854), Besitzerin der Stätte Aug. Nr. 95, ∞ (II) 1857 (in Stap.) Hanne Sophie Mellies (1830 - 1894), † 1863 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNw (ungetauft), * 1826, † 1826 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Amalie, * 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm (ungetauft), * 1833, † 1833 (wahrscheinlich durch Schreck der Mutter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1836 - 1866  Jobst Hermann Wilhelm Ebert (1797 - 1871), Bruder des Vorgängers, ∞ 1828 Anne Maria Elisabeth Büker (1803 - 1878) von Augustdorf Nr. 17, leben vor Antritt der Stätte im Uekenpohl als Besitzer/Col. auf der Stätte Augustdorf Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich Wilhem, * 1828, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm August Gottlieb, * 1836 in Aug., † 1863 im Uek. (Gicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike, * 1838, † 1843 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Wilhelmine, * 1840, ∞ 1861 Friedrich Christoph Fillies (1834 - 1907), Erbkötter Hörste Nr. 53 u. Weber, † 1919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Lucia, * 1843, † 1843 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1844 (hat unehel. Tochter, * 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Pauline Karoline Auguste, * 1847, † 1850 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 - 1871  Johann Friedrich Wilhelm Ebert (1828 - 1871), ∞ (I) 1866 Friederike Henriette Appelkamp (1841 - 1916), diese ∞ (II) 1871 Weber Adolf Gottlieb Hilgenstöhler (1834 - 1896) von Hörste Nr. 22, der Interimswirt auf Nr. 18 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1867, (1909 verh. Ellerkamp, Währentrup Nr. 16) † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm August, * 1869, † 1869 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Wilhelmine Henriette, * 1870, † 1871 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Wilhelm, * 1872, † 1875 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1874 (1909 verh. Bierverleger Rose in Oerl.), † vor 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Johanne ( &amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; ), * 1876 (1909 verh. Schumacher Horstmann in Blfd.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Adolf, * 1879, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine &amp;lt;u&amp;gt;Christiane&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1881 (1909 verh. Bäcker Linne in Holzhausen/Ext.), † nach 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1884 (1948 in Bochum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 - 1896  Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, Weber (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 - 1909  Witwe Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Hilgenstöhler, geb. Appelkamp, mit Kindern (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 - 1942  Adolf Hilgenstöhler, ab 16. Aug. 1921 durch Namensänderung Ebert (1879 - 1942), Ziegler, ∞ 1910 &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Berkemann (* 1881) von Greste Nr. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72260</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72260"/>
		<updated>2026-09-30T19:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5) Lische  . . .  von 7 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Auf der Stätte im Hagen/Evert/Ebert, Hörste Nr. 18, existiert um 1640 nur &#039;&#039;ein Hauß&#039;&#039;; 1781 wird zusätzlich &#039;&#039;ein Schoppen&#039;&#039; aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl dieses oder jedenfalls ein vorhandenes Haus wird 1880 von Interimswirt/Kötter Gottlieb Hilgenstöhler durch einen Neubau ersetzt; Beschreibung: &#039;&#039;2 Stockwerke, massiv mit Brettergiebel, Dach aus Ziegeln in Kalk,&#039;&#039; (im Inneren:) &#039;&#039;2 heizbare Stuben, 3 Kammern, 1 Keller, 1 Dreschdehle, 3 Bühnen, 1 Rauchkammer.&#039;&#039; Grund des Neubaus: &#039;&#039;Das frühere Wohnhaus ist abgebrannt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;  LAV NRW OWL, L 101 A Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1880 erbaute Haus, einst Zieglerstätte mit Selbstversorgung, wird 1969 als Pension „Waldklause“ genannt, ist also (in der Nachkriegszeit ?) erheblich umgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt / keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72259</id>
		<title>Uekenpohl 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Uekenpohl_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72259"/>
		<updated>2026-09-30T19:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Uekenpohl  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94571, 8.72232&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=018&lt;br /&gt;
}}Diese Straßenkötterstätte hieß ursprünglich &#039;&#039;Hermann im Hagen&#039;&#039;, 1781 wurde sie mit &#039;&#039;Hermann im Hagen olim Evert&#039;&#039; bezeichnet&#039;&#039;,&#039;&#039; im 20. Jahrhundert schließlich &#039;&#039;Ebert.&#039;&#039; Sie hatte vor 1970 die Hausnummer 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Vollmeierhof Krawinkel, deutlich entfernt von den nächsten Bauerschaften gelegen, sah sich um 1600 genötigt, etwas für die bessere Verfügbarkeit von Arbeitskräften zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt; Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lösung bestand in der Einrichtung von drei, etwas später vier Kötterstellen, für die man jeweils etwa einen Hektar Land im &#039;&#039;Uekenpohl&#039;&#039;   -  zehn Minuten vom Hof, aber deutlich weiter entfernt von Hörste und Währentrup   -  zur Verfügung stellte.&amp;lt;ref&amp;gt; Eine schriftliche Quelle für die so von Aug. Krawinkel dargestellte Gründung der Kötterstellen existiert allerdings offenbar nicht. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine dieser Krawinkelschen Kötterstätten besitzt laut Salbuch um 1617 Teyß im Hagen: &#039;&#039;Teyß im Hagen vf Krawinckels Gewelde beruft sich vf Freÿheit; die Frowe aber ist M. G. H. eigen. Landschatz 6 Gr.; Hofgerichtsgeld 9 d. Dient vorigem gleich.&#039;&#039; Dieser vorige in der Auflistung ist &#039;&#039;Boker Johan&#039;&#039;, ebenfalls Krawinkels Kötter (später Nr. 17). Bei diesem ist aber nur pauschal angegeben: &#039;&#039;vbrigs  dem Meÿer zum Krawinckell.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wendung „&#039;&#039;vbrigs dem Meÿer&#039;&#039;“ findet sich im Salbuch 1781 näher aufgeschlüsselt: &#039;&#039;dem Colono Crawinckel jährlich 12 Hand diensttage mit 3 mahliges Eßen; demnächst aber in recognitionem &amp;lt;ref&amp;gt; in recognitionem (lat.) = in Anerkennung von . . .  (Weinkauf) Gebühr für die Akzeptanz der auf die Stätte einheiratenden Personen durch den Grundherrn &amp;lt;/ref&amp;gt; beÿ denen Verheÿrathungen erst  —  20 thl., beÿ der 2ten 10 thl. und beÿ der 3ten Verheÿrathung  5 thl.&#039;&#039;, wogegen er &#039;&#039;freÿe Hude und Feurung&#039;&#039; hätte. Die extrem hohe Zahlung bei erster Eheschließung würde bei baldigem Tod eines Ehepartners wohl direkt in den Ruin führen, ist deshalb für Zweit- und Drittehen abgemildert  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahrzehnte später  -  um 1645  -  wird der Zustand der Höfe in der Vogtei Lage erfasst&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; dabei werden eindeutig alle vier späteren Krawinkel-Kötterstätten aufgeführt: a) &#039;&#039;Bocker Henrich&#039;&#039; (später Nr. 17), b) &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; (später Nr. 18), c) &#039;&#039;Cordt Bax&#039;&#039; (später Nr. 19) und d) &#039;&#039;Tyes Henrich&#039;&#039; (später Nr. 29). Alle sind  -  wie vom Grundherrn vormals bezweckt  -  neben ihrer eigenen Kleinlandwirtschaft als &#039;&#039;Daglohner&#039;&#039; (Tagelöhner) tätig.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eher schwierig ist die Frage, ob die 1617 als &#039;&#039;Teyß im Hagen&#039;&#039; bezeichnete Stätte in b) oder in d) oder in beide späteren Stätten übergeht. &#039;&#039;Ties&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Tÿes&#039;&#039;) im Hagen wird (neben dem Salbuch 1617) in Registern 1620, 1640 und 1641 genannt, weiteres  -  etwa ein zusätzlicher Vorname  -  kommt nicht vor. &#039;&#039;Henrich Ties&#039;&#039; u. ä. tritt auf im Salbuch um 1640, in Registern 1641/42, 1645 und 1656.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 ist &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039; “regulär“ aufgeführt: &#039;&#039;Henrich im Hagen ein Hoppenplocker, Meÿers zum Krawinckell Kotter, gibt der gn. Herrschafft Burgfestgeldt 9 gr., Hoffgerichtsschatz 3 d., 3 Burgfesttage, nichts eigenes nur ein Hauß.&#039;&#039; &#039;&#039;Ties Henrich&#039;&#039; dagegen ist als Krawinkels Kötter mit ähnlichen Belastungen 1653 nachgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 160 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henrich im Hagen hat 1633 geheiratet: &#039;&#039;Hinrich im Hagen des Krawinckels Kotter nimpt Lisken Geller mit vierzig Thaler einer Kuh vndt einem Schweine.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 82 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1645 sind aus der Ehe 4 Kinder hervorgegangen, 1648 werden 3 Kinder unter 10 Jahren auf der Stätte gezählt, Ende 1656 werden alle (lebenden) Kinder namentlich genannt:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1) Anke . . . dienet beÿ Krawinkel, 20 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Ursula  . . .  beÿ dem Niedermeÿer, 14 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Ilsabe  . . .  beÿm Krawinkel, 12 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Trinecke  . . .  von 10 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5) Lische  . . .  von 7 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6) Gertrut  . . .  von 3 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7) Nesche  . . .  von 20 Wochen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem nächsten Gogerichtseintrag von 1681/82 lässt sich in Umrissen entnehmen, wie es auf der Stätte weitergegangen ist: &#039;&#039;Erbtheil. Henrich im Hagen Klein Hoppenplocker, Tochter Ilsabein, Wittwe, vom Appelbaum sich zu tode gefallen, nichts hinterlaßen alß eine Kuh und 3. unmündige Kinder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 45 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar hat die dritte, 1644 geborene Tochter um 1670 geheiratet und mit ihrem Mann die Stätte angetreten; er ist dann vor einiger Zeit, sie durch einen Unfall jetzt gestorben. Wegen Armut auf der Stätte wird die eigentlich fällige Abgabe nicht erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar auf der Stätte wird am 5. Juli 1682 auf der Amtsstube zu Detmold verheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 79 &amp;lt;/ref&amp;gt; Er, hier Cord Krükemeier genannt, stammt von einer kleinen Stätte in Kalldorf, Amt Vahrenholz, und hat bis jetzt als Knecht beim Meier zu Stapelage gedient. Fünf Taler und eine Kuh von der elterlichen Stätte und &#039;&#039;20 Taler verdienet Lohn, so er beÿ dem Meÿer zu Stapelage stehen hatt&#039;&#039;, bringt er mit in die Ehe. Sie ist &#039;&#039;Agnete, weil. Henrichs im Hagen eheliche Tochter&#039;&#039;, also die 1656 geborene jüngste Schwester &#039;&#039;Nesche&#039;&#039; (= Agnete). Vier Schwestern der Braut sind zu diesem Zeitpunkt noch unverheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem mit Stättenantritt fälligen &#039;&#039;Weinkauff&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 179, S. 71 &amp;lt;/ref&amp;gt; wird erstmals ein (zunächst unerklärlich) geänderter Stätten- und Familienname dokumentiert: &#039;&#039;Evert im Hagen Hoppenplocker muß seine Stette beweinkauffen.&#039;&#039; Der Vorname „Evert“ wird in der nächsten Generation zum Bestandteil des Stätten- und Familiennamens  -  etwa in der Form &#039;&#039;Evert alias im Hagen&#039;&#039;, schließlich verkürzt zu „Evert“, später „Ebert“ als alleinigem Nachnamen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern heißt die Stätte 1680 noch &#039;&#039;Henrich im Hagen&#039;&#039;, 1685 dann &#039;&#039;Evert im Hagen&#039;&#039;. 1708 wird eindeutig festgestellt: &#039;&#039;Angneta an Erbe der Stätte, hat zum Man Evert Krükkemeÿern vom Winterberge Ambts Vornholtz.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 496 &amp;lt;/ref&amp;gt; Der im Eheprotokoll 1682 eingetragene Vorname Cord muss also falsch sein. Der Freikauf einer Tochter von der Stätte 1713 bestätigt dies: &#039;&#039;Anna Evert, gebohren von Evert im Hagen und Agnethen im Hagen, Eheleuthen und Strahtenkötters auf des Meÿers zum Crawinckels Grund und Boden, Ambts Detmold, freÿ gelaßen für—-  4 thlr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 D Nr. 2, S. 178 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1717 heiratet der Sohn Johann Christoffel, übernimmt die Stätte und bewirtschaftet sie wohl bis an sein Lebensende; im Oktober 1761 wird im Kirchenbuch Stapelage eingetragen: &#039;&#039;Christopf Evert alias im Hagen aus dem Ukenpohl, gewesener Kircheneltester der Bauerschaft Hörste, alt 68 Jahre und 3 Monathe.&#039;&#039; Zwei seiner Töchter sind lange Jahre verheiratet auf die Hörster Stätten Hunke und Bax im Uek., die dritte ist 15-jährig verstorben. So gibt es 1761 keine unmittelbare Nachfolge auf der Stätte. Noch in der Volkszählung 1769 wird (nur hier) vermerkt: &#039;&#039;Diese Stätte bewohnen nur Einliegers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1778 wird das anders; Johann Hermann Schulze aus Währentrup, Soldat der 2. Compagnie in Detmold, heiratet Amalie Ilsabein Bax, eine jetzt 21-jährige Enkelin des letzten Kötters Christoph Evert. Der Bräutigam ist  -  damaligen Gepflogenheiten folgend  -  mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verwandter von Anna Marg. Elis. Schulte, der ersten Frau von Christoph Evert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1820 folgen auf der Stätte nacheinander zwei Söhne des Soldatenkötters aus seiner zweiten Ehe. Der ältere, Friedrich Wilhelm Ebert, scheint zunächst einen damals alltäglichen Lebensweg zu gehen: Heirat 1819, dann sieben Kinder, von denen vier die ersten Jahre überleben  -  dazu das armselige Dasein als Weber. Das versucht er über die Jahre immer wieder etwas abzumildern durch Kreditaufnahme. Ungewöhnliches kommt hinzu: 1833 wird ein Einbruchdiebstahl auf der Stätte angezeigt, bei dem allerlei abhanden kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 kann er dann eingegangene Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; die „&#039;&#039;Acta in Sachen Gläubiger, Liquidanten gegen Colon Ebert im Uekenpohle der Bauerschaft Hörste, Liquidaten&#039;&#039;“  enthält Einzelheiten.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XIV &amp;lt;/ref&amp;gt; Das übliche Procedere läuft im Sommer 1836 an: Die Gläubiger werden öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen zu benennen und zu belegen, die Stätte incl. lebendem und totem Inventar wird geschätzt, Überschuldung wird amtlich festgestellt und die Zwangsversteigerung der Stätte in die Wege geleitet. Im dritten Versteigerungstermin erwirbt Colon Ebert aus Augustdorf, der vier Jahre jüngere Bruder Jobst Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; des verschuldeten bisherigen Kötters seine elterliche Stätte. Er verkauft sein Colonat in Augustdorf und bezieht die elterliche Stätte im Uekenpohl, die er bis 1866 bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn tritt die Nachfolge an, verstirbt aber bereits fünf Jahre später an Schwindsucht. Daraufhin heiratet 1871 der Weber Gottlieb Hilgenstöhler, ein Sohn vom nahen Hilgenstuhl, die Witwe Ebert und damit auf die Stätte, die nun nach dem sieben Jahre zuvor geänderten Namensrecht offiziell seinen Namen tragen müsste. Offenbar sind aber alte Gewohnheiten stärker; seine sechs auf der Stätte geborenen Kinder werden in den Folgejahren unter dem Namen „Ebert“ ins Taufregister eingetragen, denn ihr Vater wird dort als „Ebert, geb. Hilgenstöhler“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim nächsten Generationswechsel 1909 übernimmt der Anerbe, vom Amtsgericht Oerlinghausen korrekt als &amp;quot;Ziegler Adolf Hilgenstöhler&amp;quot; bezeichnet, die Stätte von seiner Mutter, der Witwe Hilgenstöhler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Eheschließung im Februar 1910 wird er vom Standesbeamten als „Adolf Hilgenstöhler, genannt Ebert“ eingetragen. Offenbar ist er irgendwann über die Diskrepanz zwischen Alltagsnamen (Ebert) und amtlich korrektem Namen (Hilgenstöhler) so ungehalten, dass er eine Verfügung des Landespräsidiums Detmold vom 16. August 1921 erwirkt, nach der für ihn und seine Nachkommen der alleinige Familienname „Ebert“ lautet. Anfang 1925 lässt er mit der Verfügung auch seinen bzw. den Stättennamen im Grundbuch zu „Ebert“ korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adolf Hilgenstöhler/Ebert hat aber keine (überlebenden) Nachkommen, denn nach seinem Tod 1942 treten 9 Erben  -  alle außerhalb ansässige Geschwister und Geschwisterkinder —  in Erscheinung, die die 6 ha große Stätte Nr. 18 1950 zunächst an eine Erbin aus ihrem Kreis verkaufen, die das Anwesen dann 1951 an einen „ostvertriebenen Landwirt“ weiterveräußert.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300357 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Henriette, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 (Uekenpohl) Ebert, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Uekenpohl (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72252</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72252"/>
		<updated>2026-09-30T07:07:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Bax, ehem. Hörste Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Anna Marg. Elisabeth Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Henrich, * 1810, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich Adolph, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann Hermann Henrich Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72251</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72251"/>
		<updated>2026-09-30T06:55:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt 1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Hörste ehem. Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Anna Marg. Elisabeth Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Henrich, * 1810, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich Adolph, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann Hermann Henrich Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72250</id>
		<title>Murnerweg 3 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_3_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72250"/>
		<updated>2026-09-29T18:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94677, 8.75273&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=015&lt;br /&gt;
}}Murnerweg 3 und Murnerweg 7 sind die heutigen Adressen der beiden noch vorhandenen Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Bax (im Orte), früher Hörste Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtung: Es besteht  Verwechslungsgefahr mit der Stätte Bax, Hörste Nr. 19 (im Uekenpohl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte Bax in Hörste Nr. 15 wirkt mit den beiden giebelständig an der Straßen stehenden Häusern ohne erkennbaren Hofraum eher wie eine Straßenkötterstätte und wird auch häufig so bezeichnet. Sie ist aber im Salbuch von 1781 als Hoppenplöcker eingestuft. Die gräflich lippisch eigenbehörige Stätte ist ab 1535 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Cort Backeß 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Cordt Backs 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Cordt Backhuiß 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Cordt Backhuß 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Backhues 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Backhaus 20 g.&#039;&#039; (1603), — (nicht aufgeführt) (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 hat &#039;&#039;Hermann Backhaus zu Höste vff seines Bruders Johan Hoff zu Höste ein Häußlein gesetzet, zu dessen ferner Aufbereitung er etwas Gelds benötigt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, S. 313 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1607 erhält dieser Hermann Backhaus (= Bax) gegen Zahlung von 14 Talern von der gräflichen Regierung die Genehmigung zur Umsetzung seines Hauses auf die Hörster Gemeine  .  .  . &#039;&#039;vnndt ist ihme danebst ein kleines Gärtlein  .  .  . zugeweiset.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, S. 987 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hörstes Stätte mit der späteren Nummer 28 entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Backes Johan&#039;&#039; mit Frau und zwei Kleinkindern, zusätzlich im Hause eine &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit Kleinkind ausgewiesen. Als weitere Stätte findet sich &#039;&#039;Herman Backes&#039;&#039; mit Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG ET Johan Backhauß zu Hörste des Landes verwiesen u. tot. OWL L89A 00172 0226.jpg|mini|Bericht des Hörster Bauerrichters zu Tod und Erbfall des Johan Backhauß im Gogerichtsregister 1613/14, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221]]&lt;br /&gt;
1612/13 wird ein Kriminalfall Gesprächsthema in Hörste gewesen sein: Drei Beschuldigte wurden 1612 festgenommen und nach Brake überführt: &#039;&#039;Jobst von Ottinghausen&#039;&#039; (zwischen Währentrup und Oerlinghausen gelegen), sein Schwager &#039;&#039;Cordt von Hörste&#039;&#039; und &#039;&#039;Johan Bax&#039;&#039; (häufig in den Akten korrigiert zu &#039;&#039;Johan Backhaus&#039;&#039;) aus Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86, Nr. 234 und Nr. 248 &amp;lt;/ref&amp;gt; Alle drei werden &#039;&#039;güttlich&#039;&#039; (etwa wie heute) und &#039;&#039;peinlich&#039;&#039; (mit Folter) verhört. Raubmord eines aus Mackenbruch stammenden Zimmerknechtes namens Hermann in der Senne, sowie verschiedentlich Einbruch und Diebstahl (u. a. bei Stöppler im Hey) lauten die Anklagepunkte. Eine Expertise der juristischen Fakultät der Universität Marburg wird eingeholt. Das Urteil für den ersten wegen Raubmordes: &#039;&#039;mitt dem Schwerte vom Leben zum Tode hinzurichten vndt  offenttlich auffs Ratt&#039;&#039; (Rad) &#039;&#039;zu legen.&#039;&#039; Johan Bax hingegen wird wegen Diebstahls des Landes verwiesen und stirbt, wie der Bauerrichter 1613/14 zu Protokoll gibt, im Ravensbergischen: &#039;&#039;Johan Backhauß zu Hörste ist hiebevor wegen seiner Vorbrechung deß Landes vorwiesen, ist hernacher zu Hillegarsen jemmerlich vmbkommen, hatt vorlaßen eine Khue vnd 1 Rindt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 221 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es auf der Stätte Bax weitergeht, ist nicht unmittelbar ersichtlich. 1616 wird in der Landschatzliste zu der Sollzahlung von 10 Groschen vermerkt &#039;&#039;„0“&#039;&#039; (gezahlt); daneben nur bei dieser Stätte der Kommentar „&#039;&#039;ist nichts zu bekommen&#039;&#039;“. Im Salbuch des Folgejahres 1617 wird die Stätte als &#039;&#039;Leneke Backs&#039;&#039; aufgeführt. Möglicherweise ist diese die Witwe des Johann Bax, sie wird in Abgaben-Registern bis 1643 genannt. Erstmals im Salbuch um 1640 tritt dann Berendt (auch Bernhard) Bax (ihr Sohn ?) als Kötter in Erscheinung, dessen 1640 und 1644 geborene Kinder seine Eheschließung und seinen Stättenantritt kurz vor 1640 nahelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngere Sohn Johann Hermann Bax übernimmt die Stätte in der nächsten Generation offenbar früh. Er lässt 1670  -  noch ledig  -  ein bis heute erhaltenes Haus auf der Stätte errichten, das dementsprechend nur seinen Namen im Torbalken trägt. 1674 heiratet er dann eine Tochter aus der Familie Schulze, die als Einlieger mit auf der Bax-Stätte lebt. Bereits vier später verstirbt er. Die Witwe heiratet daraufhin Johann Jost Bax, einen Einlieger (und vermutlich Verwandten des Verstorbenen) aus Mackenbruch. Diese Ehe währt 47 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten in gleichförmigen Bahnen kommt es 1722/23 wieder zu großen Veränderungen auf der Stätte Bax: Tod der Ehefrau und Mutter, Wiederheirat des Witwers Cord Bax, sein Tod und nachfolgend die Einheirat des Interimswirts Simon Jobst Sundermann ereignen sich in dichter Folge. Die alten Leibzüchter und ihre Enkelkinder sehen sich unvermittelt mehr oder weniger fremden Menschen gegenüber, die das Leben auf der Stätte jetzt und die nächsten 20 Jahre bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode des alten Leibzüchters Johann Jost Bax 1734 bezieht das 1722/23 eingeheiratete Stiefelternpaar offenbar das Leibzuchtshaus, während die herangewachsenen Kinder des verstorbenen Kötterpaares das andere Haus bewohnen. Nur so ist der aus dem Winter 1735/36 berichtete Zusammenstoß des etwa 20-jährigen, wohl recht robusten Anerben mit seinem Stiefvater zu deuten: &#039;&#039;Der alte Bax klaget, daß der junge Bax in sein Leibzuchtshauß gekommen, ihme in der Stube beÿ den Harren heraus gerißen, auch erbärmlich mit der Faust am Kopf geschlagen. Bittet ümb Beschützung und ernstliche Bestraffung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 184, S. 248/249 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beziehung wird mit den Jahren nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 187, S. 89 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1743 stirbt die im Leibzuchtshaus lebende Stiefmutter Bax, geb. Wömmel, der Anerbe heiratet und übernimmt die Stätte offiziell. Sein Stiefvater, geb. Sundermann, sucht daraufhin schleunigst das Weite und heiratet eine verwitwete Stättenbesitzerin in Heidenoldendorf. Im Eheprotokoll heißt dazu heißt es:  &#039;&#039;. . .  der Bräutigamb bekombt von seinem Stieffsohn, dem jungen Bax, vor die verlaßene Leibzucht jährlich 4 thlr . . .&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 138, S. 322 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert werden noch mehr Kinder als zuvor auf der Stätte geboren, aber auch der Tod hält reiche Ernte: Nicht nur Kinder sterben, auch die Eltern werden häufig im Alter von 30 bis 50 Jahren dahingerafft  -  meistens ist &#039;&#039;Schwindsucht&#039;&#039; die Todesursache. Zweimal wird  so per Heirat der verwitweten Colona ein jüngerer, noch auf der Stätte lebender Bruder des verstorbenen Colons Bax zum Interimswirt Bax Nr. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1790 und 1850 hatten die Colone und Interimswirte Bax Nr. 15 durchgehend das „Amt“ des Hörster Bauerrichters inne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 484 &amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zuarbeit für die Landesverwaltung/den Vogt in Lage wurde vergleichsweise schlecht bezahlt, war dadurch für größere Bauern nicht attraktiv. Besitzer kleiner Stätten mussten jedoch irgendeinem Nebenerwerb nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882/83 kam es mit dem Tod auch beider Stiefeltern des Anerben zum völligen Absterben der Erwachsenen-Generation auf der Stätte. Der zehnjährige Anerbe und zwei Halbgeschwister wuchsen deshalb im weiteren bei ihren Vormündern und Onkeln (und zugleich Nachbarn) auf, die auch die Stätte über Jahre mit bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Anerbe Heinrich Bax hingegen, zugleich der letzte Bax auf der Stätte, hat wie auch seine Ehefrau ein sehr langes Leben. Volljährig geworden wird er 1893 im Grundbuch als Besitzer eingetragen und bleibt dies bis zu seinem Tod 1962. Seine Witwe stirbt ein Jahr später, Ende 1969 wird die Stätte dann zwischen den vier Töchtern des Ehepaares Bax bzw. aus diesen hervorgegangenen Erben aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stätte Bax Nr. 15 in Grundkarte Höste, 1880.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Bax, Hörste Nr. 15, 1880, Ausschnitt aus der Grundkarte Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baxhof.jpg|mini|“Baxhof“  -  das so überschriebene Foto zeigt die Häuser vor Umbau/Modernisierung. 1930er Jahre ?  Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Über den Gebäudebestand auf der Hofstelle Bax Nr. 15 wird berichtet: &#039;&#039;ein Wohnhaus vnndt 1 Garten - sonst nichts&#039;&#039; (Salbuch um 1640), &#039;&#039;2 Häuser der Hoff&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;backes Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;ein Wohnhauß, eine Leibzucht, ein Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1781), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse von 1880 (vgl. Abb.) zeigen östlich ein etwas größeres (Wohnhaus ?), westlich ein etwas kleineres Haus (Leibzucht ?) und dazwischen das nicht erhaltene sehr kleine Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide erhaltene Gebäude  -  das Wohnhaus von 16xx und die Leibzucht von 1670  -  wurden vor einigen Jahrzehnten behutsam renoviert und für neuzeitliche Wohnbedürfnisse so umgebaut, dass ihr historischer Charakter erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschrift\==&lt;br /&gt;
Inschrift am Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WIE WIRD EIN IVNGLING SEINEN WEG VNSTREFLIG GEHEN WEN / &lt;br /&gt;
ER SICH HELT NACH DEINEN WORDT AVS DEM 119 PSALM ANNO 1670 /&lt;br /&gt;
HANS HERMAN BACKHAVS FECIT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg3_050410_2.jpg|thumb|Hausinschrift der Hausstätte Hörste ehem. Nr. 15, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - 1612 Johann Bax (o. eingeh.) († 1613/14 in Hillegossen),  ∞ um 1600 NN (o. Bax)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Kinder, * vor 1610 (2 Kleinkinder in Volkszählung Ende 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 - ca. 1639 Leneke Bax (Witwe des Vorgängers ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1639 - ca. 1668  Berendt Bax (ca. 1605 - ca. 1668) (Sohn der Vorgängerin ?), ∞ um 1639 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Cordt, * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1668 - 1678  Johann Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Hans Hermann&amp;lt;/u&amp;gt;) Bax (1644 - 1678), ∞ (I) 1674 NNw Schulze (1641 - 1726) aus Hörste, sie ∞ (II) 1679 Johann Jost Bax (1649 - 1734), Einl. aus Mackenbruch, der Interimswirt Bax wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Cord&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1674, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catrina, * um 1678, ∞ vor 1709 Herm Ahle, Hpl. a. d. Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 - 1704  Johann Jost Bax  (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 - 1722  Cord Bax (1674 - 1722), ∞ (I) um 1704 Elisabeth Wömmel, Stieftochter Heißenberg aus Piv. VL († um 1721), ∞ (II) 1722 Anna Elisabeth Wömmel (1678 - 1743) aus Oettern; diese ∞ (III) 1723 Simon Jobst Sundermann, der (bis 1743) Interimswirt Bax in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder erster Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha &amp;lt;u&amp;gt;Ilsabein&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702, ∞ 1731 Johann Dietrich Schmiedeskamp (ca. 1708 - 1763), wird Schmiedeskampsche in Stap., † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Trineken Margarethe Elisabeth, * um 1704, ∞ 1729 Hans Berend Brink a. d. Heysundern, werden Einl. (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Adolph, * 1709, ∞ 1742 Anna Marie Lehbrink a. d. Piv. (VH), wird Kötter Lehbrink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1715 (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1743  Simon Jobst  Bax, geb. Sundermann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 - 1775  Johann Jobst Bax I (1715 - 1791), ∞ 1742 Anna Maria Ilsabein Büker (1716 - 1786) a. d. Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1743, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Conrad, * 1746, ∞ 1770 Cath. Agnetha Witwe Mischer im Spork, wird KK Mischer, † 1831&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst II, * 1748, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1753, ∞ 1775 Berend Henrich Weeke, KK in Müssen Nr. 26, wird Weekesche a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1775 - 1808  Johann Jobst Bax II  (1748 - 1808),  ∞ (I) 1775 Anne Marie Wilkenloh (1753 - 1797) a. d. Hambusch bei Wistinghausen, ∞ (II) 1798 Anna  Margretha Elisabeth Hagemeister (Witwe Becker) (1749 - 1824)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1777, † 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1780, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Christoph, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1785, ∞ (I) 1807 Amalie Sophie Möller, Anerbin Piv. VL Nr. 20, wird Hpl. Möller, † nach 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Florentine Luise, * 1789, † 1789 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth, * 1791, ∞ 1817 Berend Henrich Weber, Anerbe Hörste Nr. 12, wird Webersche, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1794, ∞ (I) 1817 Witwe Anna Sophie Elisabeth Bax, geb. Schulze († 1838), wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1808 - 1816  Johann Henrich Christoph Bax (1780 - 1816), ∞ (I) 1808 Anna Sophie Elisabeth Schulze († 1838) von Währentrup Nr. 23, diese ∞ (II) 1817 Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (1794 - 1848) (Bruder des verstorb. ersten Ehemannes), der Interimswirt Bax Nr. 15 wird; dieser ∞ (III) 1840 Witwe Anna Marg. Elisabeth Orth, geb. Rettberg (1792 - 1856) von Piv. VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Christoph, * 1808, ledig, † 1833 (Schlagfluß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Henrich, * 1810, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Henrich Adolph, * 1813, ∞ 1844 Sophie Wilhelmine Amalie Temme, Anerbin Holzhausen/Ext. Nr. 34, wird Col. Temme u. Schuster in Holzh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1814, ∞ 1852, wird Interimswirt Bax, Hörste Nr. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carolina Henriette, * 1821, † 1823 (Brustkrh.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig August, * 1823, † 1823 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine, * 1824, ∞ 1850 Joh. Friedrich Orth, Einl. in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1817 - 1837  Töns Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Bax (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 - 1850  Johann Hermann Henrich Bax (1810 - 1850), ∞ (I) 1837 Caroline Wilhelmine Orthmann (1816 - 1853) von Müssen Nr. 30, diese ∞ (II) 1852 Töns Heinrich Bax (1815 - 1884),  jüng. Bruder ihres verstorb. ersten Ehemannes, der Interimswirt Bax Nr. 15 wird, er ∞ (III) 1854 Louise Amalia Wiese (1815 - 1897) von Müssen Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herrmann Henrich Wilhelm, * 1839, † 1840 (Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1842, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1844, † 1864 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1846, † 1875 (im Garnisonlazarett Minden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Bernhard, * 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Henriette (&amp;lt;u&amp;gt;Conradine&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1851 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1855, † 1855 (unget. Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Henriette, * 1857, ∞ 1886 Heinrich August Wendt (1856 - 1937), spät. Hörste Nr. 94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Hermann Christoph, * 1859&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Henriette, * 1864, † 1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 - 1870  Töns Heinrich Bax, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 - 1878  &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Bax (1842 - 1878), ∞ (I) 1869 Karoline Henriette Schulte (1845 - 1872) von Hörste Nr. 11,  ∞ (II) 1872 Henriette Luise Erfkamp (1851 - 1882) von Müssen Nr. 10, diese ∞ (III) 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies (1850 - 1883) von Hörste Nr. 9, der Interimswirt Nr. 15 wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Karoline, * 1870, † 1871 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1872, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Henrich Ernst, * 1875, † 1876 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Heinrich, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August (Mellies !), * 1882, † 1882 (Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 - 1882  &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Mellies, Interimswirt Hörste Nr. 15 (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - ca. 1893  vormundschaftliche Bewirtschaftung der Stätte Nr. 15 durch Colone Mellies und Schulte, Hörste Nr. 9 und Nr. 11  -  Vormünder und Onkel des minderjährigen Anerben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1893 - 1962  Heinrich August Bax (1872 - 1962), Landwirt Nr. 15 u. Maurer, ∞ um 1895 Wilhelmine Kaiser (1868 - 1963) aus Oesdorf/Krs. Hameln-Pyrmont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
4 Töchter, * 1897  . . .  1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901:  15 Bax, Heinrich, Maurer. Herdejürgen, August, Ziegler. Strate, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: 15 Bax, Heinrich, Kolon. Kleinegees, Hermann, Chauffeur. Herdejürgen, August, Ziegler. Herdejürgen, Fritz, Ziegler. Diekjobst, Albrecht, Ziegler. Diekjobst, August, Ziegler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72128</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=72128"/>
		<updated>2026-09-22T14:50:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bereits 1654 wird der 1656 im amtlichen Verzeichnis lipp. Eigenbehöriger Schäffer Herman genannte Kötter in Kirchenakten (Stuhlkauf, Umlage Uhrgeld) als KalckHerman bezeichnet. (ALLK, 04.17 Nr. 246, S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ChatGPT bietet für den niederdeutschen Familiennamen Rehder / Reder die Deutung über das Verb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	rheden / reeden = bereiten, fertig machen, ausrüsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Reeder stellt Schiffe bereit.) Kalkrehder ist also der Kalkbereiter, -brenner, -lieferant. Die damals durch Überweidung teils kahlen, teils aber auch bewaldeten Stapelager Berge boten sowohl für die Schäferei wie auch  -  bei Bedarf -  für das Kalkbrennen gute Voraussetzungen. Am Wege durch die Stapelager „Schlucht“ in die Senne sind unweit der Stätte Schäfer/Kalkreuter verschiedentlich kleinere ehemalige Steinbrüche zu erkennen, wo zu früheren Zeiten Kalkstein entnommen wurde. Kalkrehde, später Kalkreute ist die Flurbezeichnung, noch heute Straßenname um die / an der Hörster Stätte Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Leopold Möller ist der mittelalterliche Herrenhof Stapelage 1637 im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. In den Jahren und Jahrzehnten danach ist der zerstörte Gebäudekomplex teils zu einfachen Wohnungen hergerichtet (so genanntes Steinwerk, bis Ende des 18. Jahrhunderts Nutzung durch Einlieger), teils zu einer Zehntscheune umgebaut worden. Parallel ist der Gutshof Stapelage 100 Meter südwestlich versetzt an heutiger Stelle neu erbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Auftreten des Namens Kalk bzw. Kalk . . .  (KalckHermann) für die vormals Schäfer genannte Stätte und Familie im Jahre 1654 ist möglicherweise in Zusammenhang mit diesen umfangreichen Bauaktivitäten in Stapelage zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten vor 1700 ist die Situation auf der Stätte offenbar schwierig. Der junge Kötter &#039;&#039;Kalck Cord&#039;&#039; verstirbt 1691/92 mit 35 Jahren. Dass er die Stätte überhaupt geerbt hat und nicht sein aus erster Ehe der Mutter stammender älterer Halbbruder &#039;&#039;Kalck Hans&#039;&#039;, hängt möglicherweise damit zusammen, dass dieser 1674 wegen Diebstählen belangt wurde. &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Witwe von Cord lebt offenbar noch 50 Jahre auf der Stätte, geht aber keine weitere Ehe ein. Statt ihrer übernimmt der dritte Bruder, &#039;&#039;Kalck Johann&#039;&#039;, seit 1685 verheirateter Einlieger in &#039;&#039;des Meÿers zu Stapelage Kothen vff dem Hilgen Stuhl&#039;&#039; (Nr. 22 oder Nr. 24 ?), 1696/97 die Stätte Schäfer/Kalkreuter. &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 257 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiefvater/Leibzüchter &#039;&#039;Kalk Hermann&#039;&#039; ist bereits 1694/95 verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 172 &amp;lt;/ref&amp;gt; Offen bleibt dagegen, warum die  hochbetagt verstorbene Mutter und Leibzüchterin sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung hat stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Brautvater Simon Schäfer, an nächster Stelle wieder &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; genannt, hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1729 aufgeführte Haus wurde 1715/16 erbaut. Die aus diesem Anlass gefeierte Hausböhrung artete in eine wüste Schlägerei aus. Der einen Seite sei angeblich aufgelauert worden, die andere sei mit den Worten &#039;&#039;Hurensohn, Bestie, Canaille&#039;&#039; gescholten worden . . . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596), aus dem Ravensbergischen eingeheiratet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp (ca. 1615 - 1694/95) aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647 ( 1674 des Diebstahls beschuldigt; möglicherweise Vater von &#039;&#039;Kalk Simon&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; nach Eheschließung zunächst Einlieger auf Hörste Nr. 22 oder Nr. 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656 Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656 (u. a. der 1716 als Zeuge genannte &#039;&#039;Kalck Jacob&#039;&#039; ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1680  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben), genannt &#039;&#039;Kalckherman&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Calckherman&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1680 - ca. 1691/92  Cord Schäfer (1656 - 1691/92), ∞ vor 1681 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des &#039;&#039;Simon Kalk&#039;&#039; (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck &amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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