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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71324</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-09-09T10:41:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte der Bauerschaften Hörste (oben rechts) und Hiddentrup (unten links) von Johann Christoph Friemel, 1730. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13. Darin eingezeichnet ist der an Hiddentrup vorbeiführende Frankfurter Weg mit der Flurnummer N.546; Legende zu N. 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, 1899. LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, jetzt Homeier, 1913. Neben den alten Hofgebäuden ist ein moderner Dreiseithof entstanden. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025. In der Mitte steht vor Kopf das zweigeschossige Wohnhaus von 1913. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift von 1781 an Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025. Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses von 1913 ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist auf dem Hof nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU / EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE      SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER / ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS / HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN ZU BAUEN EIN     GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS= SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET / HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &amp;quot;starb plötzlich (Schlagfluss)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist ein in der Inschrift von Hörste Nr. 39 zu findender Bibelvers über &amp;quot;Säufer und Schlemmer&amp;quot; sehr wahrscheinlich aus einer früheren (um 1770 existierenden) Inschrift an dem Brinkmannschen Kruge entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ehepaar Strate/Hilgenstöhler hat vor Gründung der Stätte Hörste Nr. 39 im Jahre 1772 fast zwei Jahrzehnte als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt und kann den in Hausinschriften eher seltenen Bibelvers eigentlich nur hier aufgenommen haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (eine Dreimann aus Hiddesen) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vor) 1635 GoG Oerl., Wechsel; darin folgende 3 Aussagen: &amp;lt;ref&amp;gt;1635 in das GoG-Register der Vogtei Oerlinghausen eingebunden befindet sich eine (kleinformatige) Zusammenstellung der in den zurückliegenden Jahren/Jahrzehnten vorgekommenen Wechsel von marienfeldischen Eigenbehörigen auf gräfl. lipp. Höfe und umgekehrt (LAV NRW OWL, L89 A Nr. 211, Bl. 78 - 84) (freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(17) Nese Brinkmans von Brinkmans zu Hiddentrupff vffm Tösekampff im Hei. Kirspell mit -- 3 Sohne -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(18) Lÿse Brinkmans von Hiddentrup an Cordt Rettpergh vffe Pÿvits Heide, mit -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(8) Die Brinkmansche zu Hiddentrupff von Bögers Hoffe zum Nÿenwalde, hingegen wieder Tochtere von dieser Brinkmans stete kommen uff des Graven guet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Kloster Marienfeld, Auffahrten und Erbfälle: &#039;&#039;Sehligen Brinkmans zu Hidd. sein Erbfall&#039;&#039;; darin: &#039;&#039;So Meÿer zu Heipeke Kirspels Oirlinghausen zu zahlen angenommen bei seines Sohnes Erb .&#039;&#039; . . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, B 214 Nr. 1 - 16da, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1581, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1584, ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup, † vor 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth (&#039;&#039;Lyse&#039;&#039;), * um 1587, ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke (&#039;&#039;Nese&#039;&#039;), * um 1596, ∞ um 1625 NNm Kästing &#039;&#039;auf dem Töße&#039;&#039;(&#039;&#039;l&#039;&#039;)&#039;&#039;kampe&#039;&#039;, Pivitsheide VH, † 1679 (Heiden)&amp;lt;ref&amp;gt;freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Dreimann gen. Pferdehirte aus Hiddesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1635  Deppe Meier zu Heipke, wird Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe aus zweiter Ehe seines Vorgängers Curt Br. um 1625 auf den Hof gekommen, † 1635; seine Witwe, eine geb. Böger aus Niewald ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († 1672) &#039;&#039;auff der Hasebecke&#039;&#039; (Sohn des Krügers und Müllers zum Kohlpott am Hasselbach), ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742), Tochter des Küsters in Stapelage,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71323</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71323"/>
		<updated>2026-09-09T10:25:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bereits 1654 wird der 1656 im amtlichen Verzeichnis lipp. Eigenbehöriger Schäffer Herman genannte Kötter in Kirchenakten (Stuhlkauf, Umlage Uhrgeld) als KalckHerman bezeichnet. (ALLK, 04.17 Nr. 246, S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ChatGPT bietet für den niederdeutschen Familiennamen Rehder / Reder die Deutung über das Verb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	rheden / reeden = bereiten, fertig machen, ausrüsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Reeder stellt Schiffe bereit.) Kalkrehder ist also der Kalkbereiter, -brenner, -lieferant. Die damals durch Überweidung teils kahlen, teils aber auch bewaldeten Stapelager Berge boten sowohl für die Schäferei wie auch  -  bei Bedarf -  für das Kalkbrennen gute Voraussetzungen. Am Wege durch die Stapelager „Schlucht“ in die Senne sind unweit der Stätte Schäfer/Kalkreuter verschiedentlich kleinere ehemalige Steinbrüche zu erkennen, wo zu früheren Zeiten Kalkstein entnommen wurde. Kalkrehde, später Kalkreute ist die Flurbezeichnung, noch heute Straßenname um die / an der Hörster Stätte Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Leopold Möller ist das so genannte Steinwerk, der mittelalterliche Herrenhof Stapelage, 1637 im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. In den Jahren und Jahrzehnten danach ist der zerstörte Gebäudekomplex teils zu einfachen Wohnungen hergerichtet (bis Ende des 18. Jahrhunderts Nutzung durch Einlieger), teils zu einer Zehntscheune umgebaut worden. Parallel ist der Gutshof Stapelage 100 Meter südwestlich versetzt an heutiger Stelle neu erbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Auftreten des Namens Kalk bzw. Kalk . . .  (KalckHermann) für die vormals Schäfer genannte Stätte und Familie im Jahre 1654 ist möglicherweise in Zusammenhang mit diesen umfangreichen Bauaktivitäten in Stapelage zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;, der 1674 des mehrfachen Diebstahls beschuldigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596), aus dem Ravensbergischen eingeheiratet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben), genannt Kalckherman (auch: Calckherman) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck &amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71304</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71304"/>
		<updated>2026-09-08T21:26:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte der Bauerschaften Hörste (oben rechts) und Hiddentrup (unten links) von Johann Christoph Friemel, 1730. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13. Darin eingezeichnet ist der an Hiddentrup vorbeiführende Frankfurter Weg mit der Flurnummer N.546; Legende zu N. 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, 1899. LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, jetzt Homeier, 1913. Neben den alten Hofgebäuden ist ein moderner Dreiseithof entstanden. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025. In der Mitte steht vor Kopf das zweigeschossige Wohnhaus von 1913. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift von 1781 an Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025. Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses von 1913 ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist auf dem Hof nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU / EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE      SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER / ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS / HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN ZU BAUEN EIN     GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS= SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET / HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &amp;quot;starb plötzlich (Schlagfluss)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist ein in der Inschrift von Hörste Nr. 39 zu findender Bibelvers über &amp;quot;Säufer und Schlemmer&amp;quot; sehr wahrscheinlich aus einer früheren (um 1770 existierenden) Inschrift an dem Brinkmannschen Kruge entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ehepaar Strate/Hilgenstöhler hat vor Gründung der Stätte Hörste Nr. 39 im Jahre 1772 fast zwei Jahrzehnte als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt und kann den in Hausinschriften eher seltenen Bibelvers eigentlich nur hier aufgenommen haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (eine Dreimann aus Hiddesen) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vor) 1635 GoG Oerl., Wechsel; darin folgende 3 Aussagen: &amp;lt;ref&amp;gt;1635 in das GoG-Register der Vogtei Oerlinghausen eingebunden befindet sich eine (kleinformatige) Zusammenstellung der in den zurückliegenden Jahren/Jahrzehnten vorgekommenen Wechsel von marienfeldischen Eigenbehörigen auf gräfl. lipp. Höfe und umgekehrt (LAV NRW OWL, L89 A Nr. 211, Bl. 78 - 84) (freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(17) Nese Brinkmans von Brinkmans zu Hiddentrupff vffm Tösekampff im Hei. Kirspell mit -- 3 Sohne -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(18) Lÿse Brinkmans von Hiddentrup an Cordt Rettpergh vffe Pÿvits Heide, mit -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(8) Die Brinkmansche zu Hiddentrupff von Bögers Hoffe zum Nÿenwalde, hingegen wieder Tochtere von dieser Brinkmans stete kommen uff des Graven guet&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Kloster Marienfeld, Auffahrten und Erbfälle: &#039;&#039;Sehligen Brinkmans zu Hidd. sein Erbfall&#039;&#039;; darin: &#039;&#039;So Meÿer zu Heipeke Kirspels Oirlinghausen zu zahlen angenommen bei seines Sohnes Erb .&#039;&#039; . . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, B 214 Nr. 1 - 16da, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1581, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1584, ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup, † vor 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth (&#039;&#039;Lyse&#039;&#039;), * um 1587, ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke (&#039;&#039;Nese&#039;&#039;), * um 1596, ∞ um 1625 NNm Kästing &#039;&#039;auf dem Töße&#039;&#039;(&#039;&#039;l&#039;&#039;)&#039;&#039;kampe&#039;&#039;, Pivitsheide VH, † 1679 (Heiden)&amp;lt;ref&amp;gt;freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Dreimann gen. Pferdehirte aus Hiddesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1635  Deppe Meier zu Heipke, wird Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe aus zweiter Ehe seines Vorgängers Curt Br. um 1625 auf den Hof gekommen, † 1635; seine Witwe, eine geb. Böger aus Niewald ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († vor 1673) &#039;&#039;auff der Hasebecke&#039;&#039; (Sohn des Müllers zum Kohlpott am Hasselbach), ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742), Tochter des Küsters in Stapelage,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71296</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71296"/>
		<updated>2026-09-08T08:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Meier, dann Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zugleich erleben die Eheleute Hanning/Voß auch Betrübliches  -  beide Töchter versterben früh. Im Kirchenregister Stapelage ist vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt; ALLK, Bestand 04.17/Kirchengem. Stapelage Nr. 246, S. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Anno 1653 den 9. April hatt Hans Hanning zu Hörste, nach dem ihm seine liebe Tochter Ilsaben zu Amsterdam beÿ ihrer Mutter Bruder Curt Jantzen Voß abgestorben, heisiger Kirchen zu Stapellage geschencket vndt christmil&#039;&#039;(tä)&#039;&#039;tig verehret sechs Rthl. vndt selbige  .  .  . vbergeben beim Mejer zu Stapellage, welcher auch dieselbige gutt willig angenommen, vndt der Kirchen derselbe bis zur Erlegung der 6 thlr Hauptsummen jahrlig mitt 12 Groschen Zinsen .  .  . versprochen.&#039;&#039; Die Hannings folgen also dem seit dem Mittelalter geläufigen Brauch, der Kirche etwas zuzuwenden zum Seelenheil ihrer verstorbenen Tochter Ilsabein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Tochter Elisabeth heiratet 1655 auf den großen, aber hoch verschuldeten Hof Nullmeier in Hiddesen, wo sie fünfzehn Jahre später verstirbt. Ihre beiden Söhne leben danach zeitweilig in Hörste bei den Großeltern, die für Unterhalt und Schulbesuch sorgen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur die beiden (bereits verstorbenen) Schwestern hatte, deren jüngere bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er-Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † 1637, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient &amp;lt;ref&amp;gt;ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71275</id>
		<title>Hiddentruper Straße 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=71275"/>
		<updated>2026-09-07T19:29:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94621, 8.75388&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=013&lt;br /&gt;
}}Ehemals Hoppenplöckerstätte Hunke, Hörste Nr. 13, bereits im Landschatzregister von 1488 genannt: &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbuch 1533- Hunke zu Hörste.jpg|mini|Salbuch von 1533:  Hunke in Hörste, LAV NRW OWL, 101 C I Nr 90, S. 41 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Hunke Nr. 13 gehört zu den ältesten Hörster Stätten, wie die Nennung in frühen Landschatzregistern belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1488  &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke  1/2 g.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1497  &#039;&#039;Deppe Huneke            1 m.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1507  &#039;&#039;Deppe Huneke            ½ g&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1535  &#039;&#039;Hunecke to Horste     1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1545  &#039;&#039;Huneke to Horste       1 Ort&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1562  &#039;&#039;Johan Huneke             ½ Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1572  &#039;&#039;Johann Huneke           ½ Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1590  &#039;&#039;Johan Huneke             1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 (vgl. Abbildung) wird zur Stätte Hunke vermerkt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Diese Güter gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Kirche zu Stapellage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke, das Gut gehört dem Kirchherrn zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapellage, der Mann gehört unserem g. H. (gnädigsten Herrn), Weib und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehören den Mönchen. (Er) schuldet X (10) Scheffel Hafer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Kirchherrn, einen Scheffel dem Küster, unserem g. H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Schatt, (er) hat 9 Scheffel Haferland.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;1617 gehört die Stätte dem lippischen Grafen; die Verpflichtungen des Hunke werden wie folgt ausgewiesen: &#039;&#039;Huneke zu Horste M.G.H. eygen. Den Weinkauf dem Pastor zu Staplage; dem Pastor auch 8 Schfl. Hafern. Dem Chuster 1 Schfl. Hafern. Nach Dettmoldt: Dienet ungemessen Tage; Landschatz 10 Gr.; Burgfestgeld ½ Tlr.; Malzgeld 4 ½ Gr. Hofgerichtsschatz 1 Gr.; 2 Honer; Pfingst- und Michael-Kuhegeld à 2 Gr. 5 d.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 wird zu &#039;&#039;Johan Hunicke&#039;&#039; vermerkt: &#039;&#039;Kein Landt nur die 8 schfl Kirchenlandt, 1 alt Wohnhauß.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Salbuch 1680 heißt es: &#039;&#039;Hunecke, ein Kleinkötter, der gnd. Herrschaft Eigen, hat 2. Kühe, aber kein Eigenes Landt, .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 96, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten ändert sich dies, denn im Messbuch 1730 sind zu &#039;&#039;Hunken Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; 8 Schfls. &#039;&#039;Saatlandt&#039;&#039; ausgewiesen. Hinzu kommen im inzwischen aufgeteilten Hörster Berg 27 Schfls. &#039;&#039;Holtzung, ein winziger Garten&#039;&#039; und ein ebensolcher Hofraum.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 214/215&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stätte gehörte also ursprünglich der örtlichen Kirche in Stapelage und hatte zur Versorgung von Pastor und Küster beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte erhält 1766 die Hörster Hausnummer 13, sie bleibt bis in die jüngere Vergangenheit als Nebenerwerbs(landwirtschafts)betrieb erhalten  -  noch 1926 wird „Zimmermann“ und „Landwirt“ als Berufsbezeichnung der Besitzer/Bewohner angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 13 mit Schlachterei.jpg|mini|Haus Hunke, Hörste Nr. 13, in den 1960er Jahren mit Fleischerei-Filiale, links Nebengebäude; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddentruper Straße 1.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, Straßenansicht, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunke Nr 13 hinten.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, rückwärtige Gebäudeteile, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 ist &#039;&#039;1 alt Wohnhauß&#039;&#039; aufgeführt, 1685 dann &#039;&#039;zweÿ Hauser&#039;&#039;. Im Messbuch 1752/53 und im Salbuch 1781 werden bei der Stätte Hunke ein Wohnhaus, eine Leibzucht und ein Backhaus ausgewiesen. Auch in der Volkszählung 1828 werden hier &#039;&#039;3 Wohnhäuser&#039;&#039; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenwärtige Haus Hiddentruper Straße 1 kann mit seinen der Straße zugewandten Proportionen als ein durch An- und Umbauten stark veränderter Altbau eingeschätzt werden. Eine rückwärtig (vom Distelkamp) erkennbare Fachwerk-Außenwand bestätigt diesen Befund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es im Kern jenes Haus, das  errichtet wurde, nachdem das Vorgängergebäude 1825 in einem Wolkenbruch vernichtet worden war (H. Hunke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960 und 1970er Jahren befand sich ein kleines Fleischereigeschäft im Hause Hunke. Neben dem Haus stand bis in die jüngere Vergangenheit ein 1881 erbautes Werkstattgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
1903 soll ein Balken des Hauses folgende Inschrift getragen haben (H. Hunke, Bl. 13, mit Bezug auf den Eigentümer der Stätte in den 1930er Jahren):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. 4. 1825  SANK ICH DURCH EINE GROßE WASSERFLUT HERNIEDER,&lt;br /&gt;
DURCH GOTTES HÜLF UND MENSCHENHAND STAND ICH HIER FESTE WIEDER &amp;lt;ref&amp;gt;Diese Inschrift ist offenbar die in der Sammlung Wilhelm Süvern nach Prof. Dr. Weerth, &amp;quot;Lippische Hausinschriften&amp;quot; (&amp;quot;Blätter f. lipp. Heimatkunde&amp;quot; 1903, Nr.1-11) unter Hörste, aber ohne Datum und nähere Zuordnung aufgeführte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung in der Inschrift stimmt exakt überein mit derjenigen in einem Bericht des Stapelage Pastors Jenin von Juni 1825 über Unwetterfolgen an der Kirchenbrücke: &#039;&#039;Am 29. April dieses Jahres wälzte ein Wolkenbruch eine furchtbare Masse Wasser vom Berge auf uns und die Umgegend herab. Dieses Wasser riß unter anderem auch die Brücke&#039;&#039; (über den Stapelager Bach; heute zum Friedhof und Gemeindehaus) . . . &#039;&#039;gänzlich mit sich fort.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;L. Möller, Stapelage zw. Sachsenmission u. Gegenwart, S. 173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Im November 1603 klagt ein &#039;&#039;Niebuhr itzo Huneke zu Hörste&#039;&#039; gegen seinen Schwager &#039;&#039;Scheffer Hermann&#039;&#039; auf Brautschatzauszahlung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL Nr. 133, S. 749 und S. 754&amp;lt;/ref&amp;gt;   1609 werden in der Volkszählung als Hofbewohner genannt: (Dieser) &#039;&#039;Hunecke,&#039;&#039; seine Frau, 4 Kleinkinder, zwei &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit drei Kleinkindern, wobei letztere arm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 heiratet Johann Hunke II, Sohn des 1609 aufgeführten Kötters Johann Hunke I, eine Tochter des Henrich Ostmeyer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1645 hat das Ehepaar 4 Kinder, und &#039;&#039;er hält die moder uff der liebzucht&#039;&#039;, er &#039;&#039;hatt keine hantierung vnter&#039;&#039; (übt kein Handwerk aus) &#039;&#039;weilen im daglichen verdie&#039;&#039;(n)&#039;&#039;t&#039;&#039; (verdient als Tagelöhner).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verzeichnis der eigenbehörigen Kinder von 1656 werden diese genauer vorgestellt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           (Johann II) &#039;&#039;Hunecke ein Hoppenplöcker hatt         2&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;4&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Friedrich               von 12 Jahren            ist beÿm Nullemeÿer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Hanß                    von 6 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Elisabeth               von 17 Jahren            beÿ Hanning&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische dienet beÿ dem Pastor     14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.) Trinecke dienet beÿ Hanning  von 10 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4.) Anna Maria               von 3 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Mutter des Kötters lebt 1656 noch mit drei erwachsenen Kindern auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;               Alte Huneckesche, eine Wittib hat noch             1&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;2&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Jost Tagelohner                34 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Trinecke                   von 46 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische                     von 30 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Hunke II verstirbt vor 1684.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665/66 heiratet &#039;&#039;Hanß Bücker&#039;&#039;, Einlieger aus Hörste, die älteste Tochter Elisabeth &#039;&#039;vnd bewohnet die Hoppenplockerstette  - &#039;&#039; er wird (der nächste) &#039;&#039;Hunecke&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1678 bis 1718 ist Hans Hun(e)ke, geb. Büker, Bauerrichter in Hörste. Er stirbt 1720, seine Frau Elisabeth bereits 1698/99.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A,Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 werden im Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen der Vogtei Lage die erwachsenen Kinder des Hörster Kötters bzw. Leibzüchters &#039;&#039;Hanß Huncke&#039;&#039; genannt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           &#039;&#039;Hanß Huncke hat Kinder&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.)  der Sohn friederich erbet die Stätte und hat Webers tochter zur Fr., so Illstr. Eigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.)  der Sohn Henrich verheÿrahtet uff Weßels Stätte in der Müßen so Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.)  Margreta die dochter wohnet uff wefers Stätte zu Hörste zu Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich Hunke (1673 – 1752) hat also vor 1709 Anna Catharina Weber (1668 – 1741) von Hörste Nr. 12 zur Frau und zu sich auf die Stätte genommen. Dieser Ehe entstammt der nächste Besitzer der Stätte, Johann Henrich Hunke (1708 – 1782).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 heißt es zu dessen Eheschließung:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 138, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Johann Henrich, Johann Friedrich Huneken zu Hörste ehelicher Sohn, tritt in die Ehe mit Margreth Ilsabein, Johann Christophel Eberts im Ückenpohl ehelicher Tochter.&#039;&#039; Deren 1746 geborener Sohn Johann Töns Hunke († 1818) geht zwei Ehen mit sieben Kindern ein. Aus der zweiten, 1775 geschlossenen Verbindung mit Amalie Ilsabein Wessel von der Breitenheide stammt der nächste Hunke Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph Hunke (1787 – 1854) ehelicht 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 – 1847) aus Pivitsheide VL; die Tochter dieses Ehepaares namens Karoline Florentine (1822 – 1863) wird in der nächsten Generation Anerbin der Stätte Hunke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 lässt sie ihren Ehemann Friedrich Wilhelm Pecher (1814 – 1893), einen Zimmermann aus Solterwisch, Kirchspiel Exter im Preussischen, auf ihre ererbte Stätte einheiraten. Die Übergabe/Übernahme wird in Form eines Stättenverkaufes abgewickelt: &#039;&#039;Verkauf des Kolonats des Kolons und Hoppenplöckers Johann Henrich Huneke Nr. 13 zu Hörste an seinen Schwiegersohn, den Einlieger Wilhelm Pächer (Pecher) zu Hörste, 1850.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26, Bd. XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe ist offenbar schwierig; 1855 beantragt die Ehefrau beim Geistlichen Gericht die Scheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85, Nr. 3181&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt es aber nicht, weitere Kinder der Eheleute werden 1856, 1858 und 1861 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 heiratet der älteste Sohn aus der schwierigen Ehe, der Zimmermann Friedrich Wilhelm Hunke (1853 – 1928) Philipine Henriette Schröder von Ehrsen Nr. 26, übernimmt aber den Taufeinträgen seiner sechs Kinder zufolge erst um 1888 die elterliche Stätte Hörste Nr. 13. Der 1877 geborene älteste Sohn, ebenfalls mit Vornamen Friedrich Wilhelm, wird 1925/26 als &#039;&#039;Huneke Fritz, Landwirt&#039;&#039; im Adressbuch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundbuch &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8907&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich dementsprechend folgende Eigentümer-Einträge zur Stätte Nr. 13:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. bei Anlegung des Buches (Anfang 1888): Hunke, Wilhelm, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. ab 20. Juni 1888: Hunke, Fritz, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. ab 3. Mai 1937: Hunke, Friedrich, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. ab 8. Februar 1961: Hunke, Wilhelm, Tischlermeister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generationenfolge auf der Stätte Hunke Nr. 13 mit Kindern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1600 - 1636  Johann Hunke I (oder NN eingeheiratet) (um 1570 - vor 1646), ∞ um 1600 NNw NN (oder Hunke) (um 1575 - n. 1655)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann II, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trincke, * 1610, lebt unverehelicht auf der Stätte H.  -  zuletzt von Almosen, † 1664&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Stinneke (Christine), * um 1612, ∞ 1638 StK Henning (Henrich) Riesenberg, Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken, * um 1615, ∞ 1646 Cord Köttelbrink, KK in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineken (Catharina), * um 1618, ∞ 1650 Berndt Hey, KK u. Witwer in Bill.hausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * 1622, lebt 1656 unverheiratet als Tagelöhner a. d. Stätte seines Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elisabeth), * 1626, ∞ 1658 Barthold Mellies, KK in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 - ca. 1665   Johann Hunke II (ca. 1605 - vor 1683), ∞ 1636 NNw Ostmeyer aus ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, * 1639, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische, * 1642, dient 1656 beim Pastor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich, * 1644, dient 1656 beim Nullemeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineke, * 1646, ∞ 1683 Christoffer Kesting, KK in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * 1650&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1653, ∞ 1685 Johann Schäfer gen. Kalkreuter (1653 - 1730), später KK in Stapelage (Hörste Nr. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1665 - 1697  Hans Büker (1645 - 1720), geb. als Einl. in Hörste, ∞ 1665 Elisabeth Hunke (1639 - 1698), Anerbin, u. wird KK Hunke in Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margretha, * 1667, ∞ 1697 Simon Weber, KK Hörste Nr. 12, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1673, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henrich, * 1676, ∞ vor 1709 Catrin Ilsabein Wessel, wird KK Wessel in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1738  Johann Friedrich Hunke (1673 - 1752), ∞ 1697 Anna Catharina Weber (1668 - 1741) von Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Henrich, * 1698, ∞ 1726 Witwe Sannemann in Hörstmar Nr. 9 u. wird dort Interimswirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1700, ledig?, bei Tod „in Hörste“, † 1768 (Abstammung nicht zweifelsfrei belegt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Arend Henrich, * 1702, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), Anerbin der Stätte Schäfer/Kalkreuter, Hörste Nr. 24, † 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * um 1710, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 - 1771  Johann Henrich Hunke (um 1710 - 1782), ∞ 1738 Margreth Ilsabein Ebert (1718 - 1791) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1742, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina Ilsabein, * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Cord Cristian, * 1750, † 1752&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Catharina Ilsabein, * 1753, ∞ 1781 Johann Friedrich Stuehrenberg, StK a. d. Pivitsheide Nr. 47, † 1822&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Jost Hermann, * 1757, † 1758&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 - 1813  Johann Töns Hunke (1746 - 1818), ∞ (I) 1771 Anna Cathrina Meerkötter (1746 - 1774) aus dem Preuss. Amt Heepen, ∞ (II) Amalie Ilsabein Wessel (1749 - 1816) von d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus zwei Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * 1772, † 1773 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774, † 1775 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1779, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Henrich, * 1782, † 1806 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1786&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich Adolph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 - 1849  Johann Henrich Adolph Hunke (1787 - 1854), ∞ 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 - 1847) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Amalie, * 1814, ∞ 1842 Karl Ludwig Emilius Beermann von Billinghausen Nr. 12, † 1896 in Greste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich Adolph, * 1820, † 1827 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Florentine, * 1822, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 - 1888  Friedrich Wilhelm Pecher (1914 - 1893), Zimmermann aus Solterwisch (Kirchspiel Exter im Preuss.), ∞ (I) 1849 die Anerbin Karoline Florentine Hunke (1822 - 1863) und wird KK Hunke in Hörste, ∞ (II) 1864 Friederike Luise Henriette Ludolph (1827 - 1882) von Pivitheide VH Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine, * 1851, ∞ Friedrich Adolf Kespohl, Schmied/Schmiedemeister in Hörste Nr. 57, † 1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1853, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Christoph, * 1856, † 1857 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Friederike Karoline, * 1858, † 1863 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Juliane, * 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1928  Friedrich Wilhelm Hunke (1853 - 1928), ∞ 1877 Phillipine Henriette Schröder (1855 - 1936) aus Ehrsen oder Knetterheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1877, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1881, † 1882 (Lungencatarrh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Alwine Pauline Wilhelmine, * 1882, † 1883 (Unglücksfall: erhielt einen Revolverschuß durch den Kopf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Georg, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Georg, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Martha Lina, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 13 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    13  Huncke (Ma + Fr, 1 So, 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    13  Joh: Töns Huncke (Ma + Fr, keine Kinder), Leibzüchter (Ma + Fr, 1 To), Einl. Jakob Sielemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    13  3 Wohnhäuser, Joh. Henrich Hunke, Einl. H. H. Kulemann; Einl. Töns H. Hülß; Einl. Friedrich Ad. Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 13 Hunke, Friedrich, Tischler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 13 Huneke, Friedrich Zimmermann; Huneke Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hunke_(Politiker) Heinrich Hunke], geb. 1902 in Heipke/Lippe, † 2000 in Hannover, gehörte zu dem Personenkreis, der sowohl vor als auch nach 1945 hohe Positionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekleidet hat. Hunke, dessen namensgebende Vorfahren bis zum 18. Jahrhundert auf der Hörster Stätte Hunke gesessen haben, hat Ende der 1930er Jahre seine Familiengeschichte aufwändig erforscht und anspruchsvoll graphisch aufbereiten lassen. Diese in seinem Nachlass befindliche Familienchronik (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217; 31 Kartonblätter, nicht paginiert) ist vom Geist der damaligen Zeit durchdrungen, enthält Irrtümer, zugleich aber wichtige Informationen zu Geschichte, Gebäuden, Inschriften und Eigentümern/Bewohnern der Stätte Hörste Nr. 13  -  hier mit &amp;quot;(H. Hunke)&amp;quot; gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70766</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70766"/>
		<updated>2026-08-31T19:33:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bereits 1654 wird der 1656 im amtlichen Verzeichnis lipp. Eigenbehöriger Schäffer Herman genannte Kötter in Kirchenakten (Stuhlkauf, Umlage Uhrgeld) als KalckHerman bezeichnet. (ALLK, 04.17 Nr. 246, S.12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ChatGPT bietet für den niederdeutschen Familiennamen Rehder / Reder die Deutung über das Verb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	rheden / reeden = bereiten, fertig machen, ausrüsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Reeder stellt Schiffe bereit.) Kalkrehder ist also der Kalkbereiter, -brenner, -lieferant. Die damals durch Überweidung teils kahlen, teils aber auch bewaldeten Stapelager Berge boten sowohl für die Schäferei wie auch  -  bei Bedarf -  für das Kalkbrennen gute Voraussetzungen. Am Wege durch die Stapelager „Schlucht“ in die Senne sind unweit der Stätte Schäfer/Kalkreuter verschiedentlich kleinere ehemalige Steinbrüche zu erkennen, wo zu früheren Zeiten Kalkstein entnommen wurde. Kalkrehde, später Kalkreute ist die Flurbezeichnung, noch heute Straßenname um die / an der Hörster Stätte Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Leopold Möller ist das so genannte Steinwerk, der mittelalterliche Herrenhof Stapelage, 1637 im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. In den Jahren und Jahrzehnten danach ist der zerstörte Gebäudekomplex teils zu einfachen Wohnungen hergerichtet (bis Ende des 18. Jahrhunderts Nutzung durch Einlieger), teils zu einer Zehntscheune umgebaut worden. Parallel ist der Gutshof Stapelage 100 Meter südwestlich versetzt an heutiger Stelle neu erbaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Auftreten des Namens Kalk bzw. Kalk . . .  (KalckHermann) für die vormals Schäfer genannte Stätte und Familie im Jahre 1654 ist möglicherweise in Zusammenhang mit diesen umfangreichen Bauaktivitäten in Stapelage zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;, der 1674 des mehrfachen Diebstahls beschuldigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596), aus dem Ravensbergischen eingeheiratet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70742</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70742"/>
		<updated>2026-08-31T17:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er-Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Ilsabein, * 1629/30, † 1653 in Amsterdam, wo sie bei ihrem Onkel Cord Voß dient &amp;lt;ref&amp;gt;ALLK, 04.17 Nr. 246, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70547</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70547"/>
		<updated>2026-08-28T16:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;, der 1674 des mehrfachen Diebstahls beschuldigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596), aus dem Ravensbergischen eingeheiratet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe,_Parkplatz_neben_Nr._5&amp;diff=70546</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5</title>
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		<updated>2026-08-28T15:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94566, 8.75277&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=025&lt;br /&gt;
}}Wo heute zwischen Hörster Krug und nächstem Haus an der Teutoburger-Wald-Straße ein Parkplatz liegt, stand bis in die 1970er Jahre Hörstes Schmiede, die ein Wirtschaftsgebäude der früheren Straßenkötterstätte Kirchhoff, Hörste Nr. 25, war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufruf Kirchhof 1816.jpg|mini|Öffentlicher Aufruf an den Anerben Kirchhof im Fürstl. Lipp. Intelligenzblatt vom 16. Juni 1816, LLB]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 1969 beschnitten.jpg|mini|Straßenkötterstätte Kirchhof/Runte, Hörste Nr. 25, im Hintergrund das Haupthaus des Hofes Weeke Nr. 36, um 1970? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 2.jpg|mini|Straßenkötterstätte Kirchhof/Runte, Hörste Nr. 25, um 1970? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 3.jpg|mini|Schmiede in Hörste Nr. 25 , um 1955? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Eine teils niederdeutsch abgefasstes notarielles Schriftstück vom 18. November 1594 beginnt:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135, Kerckhof&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ich Henrich Kerckhoff, Johan Kerkhhowes vnd Anken, seiner Hausfrauwen eheliche&#039;&#039;(r) &#039;&#039;Sohne, bekenne vnd  .  .  .  mitt dussen schritt, datt Ick, nachdem die sembtlichen Menner zu Horste vnd Hiddentrup, mi vnd Ilsen meiner thokommenden husfrauwen,  .  .  .  vnd fruntlichkeit hebben tho gelewen vnd vergunnett, dat Ich samb meiner husfrauwen,  .  .  .   zu Horste im Stapelager Kerspelle mir   .  .  .  bewonnet hebben, oek bewonnen vnd besitten, dartho zwei Koie vnd 2. Schwine, vnd etzliche Honer vf der Wallmeine tho Water vnd grase tho holden, schall genehmigtt sein, .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was zunächst wie eine Urkunde über eine genehmigte und consensuale Stättengründung wirkt, ist offenbar mehr eine einseitige Erklärung des Henrich Kirchhof. Mit Datum 2. Febr. 1595 wendet er sich gemeinsam mit seinem Nachbarn Johann Weeke, auch dieser Straßenkötter ohne eigenes Land, in einer Supplic an die gräfliche Regierung in Brake, in der es ebenfalls um die Rechte und Pflichten ihrer Stätten geht. Insbesondere der Viehauftrieb auf die dörflichen Gemeinheiten war stets ein sensibler Punkt mit viel Anlass zu Streitigkeiten, und so folgt unter dem 14. April 1595 die Gegen-Stellungnahme &#039;&#039;Sembttlicher Eingesessener der Dorffschafften Horste und Hiddentrup&#039;&#039;. Wenig später  -  zum 18. April 1595  -  werden beide Parteien nach Brake vorgeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte Kirchhof ist 1595 nicht ganz neu; in der Eingabe vom 2. Februar an die lippische Regierung führt Henrich Kirchhof aus  &#039;&#039;.  .  .  wie vnd gestaldt vngefehr vor 40 Jahren mein vader Johan Kerkhoff, mit bewilligung der vonn Hörste, Einen geringen Kahten, oder Wonnhauß, vff der sillbigenn Gemeinde gebauwett, darvor die von Hörste  .  .  .&#039;&#039;  (jetzt) &#039;&#039;eine orkunde gefurdert vnd vffgebuhrett  .  .  .&#039;&#039;  1590 sind dann die beiden benachbarten Stätten &#039;&#039;Johan Weke&#039;&#039; und &#039;&#039;Henrich Kirchof&#039;&#039; erstmals &#039;&#039;vf den Schatz gesetzet&#039;&#039; (besteuert) worden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 6 u. S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Es geht also 1595 mehr um die Anmeldung/vollständige Legalisierung des Status quo  -  heute würde man vielleicht sagen: eines vorhandenen Schwarzbaues.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die mitten in Hörste gelegene landlose Straßenkötterstätte Kirchhof ist also zwischen 1550 und 1560 auf gemeinschaftlichem Grund der Bauerschaft Hörste und Hiddentrup entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609  -  19 Jahre nach der ersten Erwähnung der Stätte  -  werden Henke Kerckhoff und seine Frau, aber keine (lebenden) Kinder des Ehepaares aufgeführt. Henke, Henrich oder Heinrich Kirchhof wird (als Stätten- oder Köttername) bis nach 1620 genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 wird zu der Stätte vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Johan Kirchhoff, ein Hoppenplocker, wohnett vff der Horster Gewelde, gibt denselben jahrlich ½ golthl., der gn. Herschafft 3 Burghfesttage vnnd 6 ohnetage  5 eÿer sonst nichts, hadt auch nichts alß ein klein Hauß.&#039;&#039; Dieser Johann Kirchhof  -  möglicherweise identisch mit einer 1599 wegen Unpflicht belangten gleichnamigen Person in Hörste &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;  -  verstirbt in den Folgejahren; im um 1645 erfassten Zustand der Höfe in der Vogtei Lage findet sich zur Hörster Stätte Kirchhof: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Johan vff´m Kirchhoff   ein alt wittwe, Hoppenplocker; hatt Kinder --- 2; 1 Kuh; hatt ---  an Gelde bey Wiemann 104 thllr; hatt davor zu 3 ½ schl Korn Insaat Landt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Geschäftsmodell einer solchen Kleinststätte ohne eigenes Land wird hier sichtbar: Das wichtige Huderecht für ein oder zwei Kühe auf der Gemeinheit wird ergänzt durch einen halben Hektar Ackerfläche, der kein direktes Pachtland, sondern Kreditsicherheit ist. Geld fließt bei dieser Art Geschäft nicht; die fiktive Zinseinnahme ist durch die ebenso fiktive Pachtzahlung abgegolten. Vierzig Jahre später gehört die Stätte Kirchhof immer noch zu den zahlreichen Gläubigern des hochverschuldeten Hofes Wiemann, das Pfandgrundstück kann also verlässlich bewirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Ende 1648 wird aufgenommen: (Stätte) &#039;&#039;Johan vffm Kirchhoffe, eine Witwe, 1 Kindt, 1 Inliggersche mitt einem Kleinkinde.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar bleibt 1651/52 ein Weinkauf zu der Stätte: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Henrich auffm Kirchhoffe will den Weinkauff dingen, ist ein Hoppenplocker in Hörste. N. Bartoldt auffm Kirchhoffe will nicht zulaßen, das sein Halbbruder Henrich den Weinkauf dingen soll. Wen&#039;&#039;(n) &#039;&#039;derselbe soll gedungen werden, will er als der rechte Erbe solches thun.&#039;&#039; Fünf Jahre später bei der Zählung eigenbehöriger Kinder ist weder Henrich noch Bartoldt, sondern ein gewisser &#039;&#039;Jost auff dem Kirchhoffe&#039;&#039; Besitzer der Stätte und hat bereits zwei Söhne im Alter von 3 ½ und 1 Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 402&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 120 Jahre geht es nun in zwar sehr bescheidenen, aber geordneten Verhältnissen auf der Stätte weiter, dann kommt es in den 1780er Jahren zu einer ernsten Schuldenkrise.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. 1 (Kerkhof Nr. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1787 wird das verkäufliche Inventar der Stätte (1 Kuh, 1 Bett, 1 Oberbett, 2 kupferne Kessel, 1 eiserner Topf) von Amtspersonen ins Gasthaus nebenan geschafft und bereits am nächsten Morgen zwangsverkauft. 1789 steht der Zwangsverkauf des in sehr schlechtem Zustand befindlichen Hauses an. Bei einer Schätzung der Stätte auf 280 Taler werden nur 70 Taler geboten, weniger als die aufgelaufenen Schulden. Daraufhin kommt der Leibzüchter auf der Stätte zum Zuge, der anbietet, diese zusammen mit einem Partner gegen Zahlung der Schulden zu übernehmen. Für Jahrzehnte herrscht danach derartige Armut auf der Stätte, dass noch 1806 die Beerdigung der Colona Kirchhof aus Armenmitteln bezahlt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem bereits in den 1780er Jahren finanziell gescheiterten Kötter Johann Berend Wilhelm bleibt nichts erspart. Anfang 1816, ein Jahr vor seinem Tod, begibt er sich auf die Amtsstube in Detmold und erklärt, dass sein 28-jähriger Sohn drei Jahre zuvor heimlich mit einer Frau, mit der er bereits drei Kinder habe, entwichen und deshalb zur Übernahme seiner Stätte ungeeignet sei. Er schlägt statt des Sohnes dessen 24-jährige Schwester Hanna zur Anerbin vor, was vom Amt akzeptiert wird, nachdem der Sohn einem öffentlichen Aufruf, sich binnen eines Vierteljahres zu melden und Stellung zu nehmen, nicht gefolgt ist. So kann ein Ende 1816 einheiratender Schwiegersohn dringend benötigtes frisches Geld auf die Stätte bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 verkauft der Straßenkötter Wilhelm Kirchhof, ein Mann in den besten Jahren und hauptberuflich Ziegelmeister, das zur Stätte gehörende Leibzuchtshaus für 3000 Mark. Im Januar 1901 erscheint er erneut vor dem zuständigen Amtsgericht in Oerlinghausen und verkauft nun seine restliche Stätte Hörste Nr. 25 an den Schmiedemeister Wilhelm Runte, seit einigen Jahren Einlieger in Hörste, zum Kaufpreis von 4800 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300241, Bl. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Kirchhof zieht mit Frau und vier Kindern nach Rheydt bei Düsseldorf, wo er vermutlich bereits seit Jahren als Ziegelmeister tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Jahrzehnte betreibt Wilhelm Runte sen. die Schmiede, dann übergibt er Stätte und Schmiede 1941 an seinen ältesten, noch unverheirateten Sohn Wilhelm Runte jun., der aber noch vor seinen Eltern Anfang 1943 verstirbt. Die Stätte fällt an seine drei Geschwister Paul, Luise und Erwin Runte. Nach Kriegsende wird die Schmiede bis Ende der 1970er Jahre von dem Pächter Podschwadek weitergeführt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Ab etwa1555 existiert für mindestens hundert Jahre nur ein kleines Haus (Salbuch um 1640: &#039;&#039;nichts alß ein Klein Hauß&#039;&#039;), erst im Messbuch 1730 heißt es: &#039;&#039;2 gebäu auff der gemeine ohne Hoffraum&#039;&#039;; im Salbuch 1753 ist notiert: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. das Backhaus&#039;&#039;. Im Salbuch 1781 ist zusätzlich eine Leibzucht nachgetragen, die also zwischen 1780 und der nächsten Salbuch-Erhebung 1829 erbaut worden ist. 1896 wird diese südwestlich an der Straße (Dorf-auswärts) gelegene Leibzucht samt einem zugehörigen Backhaus abgetrennt und verkauft; sie wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 93.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Haupthaus, von der Grundfläche kaum größer als die Leibzucht, wechselt mit einem weiteren Backhaus 1901 den Besitzer und wird danach für sieben Jahrzehnte zu Hörstes Schmiede(-Stätte).&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen lipp. Dörfern (z. B. Heiden u. Wellentrup/Oerl.) hat es sehr früh und über Jahrhunderte Stätten geben, deren Recht und Pflicht (neben der obligatorischen Landwirtschaft) der Betrieb einer Schmiede war, wie für Ostmann in Heiden u. Kespohl in Wellentrup bereits aus dem Salbuch 1617 hervorgeht. Auch in Hörste werden ab etwa 1700 verschiedentlich Schmiede erwähnt (z. B. Johan Rosenbaum im GoG 1710/11). Von Anfang des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich Hörstes Dorfschmiede auf der Stätte Nr. 21  -  Riesenberg oder Grothof.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald nach dem Erwerb wird das Wohnhaus durch einen Anbau rechts der Rundbogentür vergrößert, in den 1920er Jahren entsteht auf der linken Seite die Schmiedewerkstatt. Schließlich wird 1938 eine Dienstbarkeit für den Benzol-Verband, Bochum, in das Grundbuch eingetragen betreffend Bau einer Tankanlage mit unterirdischem Tank. Diese Tankstelle vor dem Giebel der Schmiede belegt, dass auch der Service für motorisierte Fahrzeuge durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Eine Inschrift hat es auf dem Torbogen gegeben. Diese ist auf einem Foto erkennbar, aber nicht lesbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1555	Johan Kerckhoff und Ehefrau Anke erbauen ein kleines Haus auf Dorf-gemeinschaftlichen Grund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590		Henrich Kirchhof, Sohn des Vorangehenden, ist Kötter; seine Stätte wird &#039;&#039;vf den Schatz gesetzet&#039;&#039; (steuerpflichtig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1594/95	Henrich Kirchhof und Frau Ilse bemühen sich um rechtliche Absicherung der Rechte und Pflichten ihrer Stätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1603		&#039;&#039;Henrich Kirchof&#039;&#039; (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609		&#039;&#039;Henke Kerkhoff&#039;&#039; und Frau (Volkszählung; offenbar keine kleinen o. halbwüchsigen Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617		&#039;&#039;Heinrich Kirchoff , m. gnd. Herrn eigen&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1640 (um)	&#039;&#039;Johan Kirchhoff&#039;&#039;  (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1645 (um)	&#039;&#039;Witwe des Johan vffm Kirchhoff&#039;&#039;, 2 Kinder (Zustand der Höfe/Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648		&#039;&#039;Witwe des Johan vffm Kirchhoff&#039;&#039;, 1 Kind (Volkszählung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651/52	&#039;&#039;Jost auffm Kirchhoffe&#039;&#039; verstorben, nicht verheiratet gewesen, hinterlässt u. a. 5 Taler Brautschatzforderung gegen seine elterliche Stätte (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1651/52	Die Halbbrüder Henrich und Bartoldt Kirchhof streiten, wer von ihnen die Stätte antritt. (Weinkauf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656		&#039;&#039;Jost auff dem Kirchhoffe, ein Hoppenpflücker hatt&#039;&#039;   (2 Söhne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1)  Heinrich – von 3 ½ Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Hans Henrich – von 1 Jahr&#039;&#039;	(Verz. der eig.behör. Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1674		&#039;&#039;Jost Kerckhoffs fraue ist gestorben, hat hinterlaßen 2 Kuhbiester vndt acht kleine Kinder&#039;&#039;  .  .  .     	(Erbteilung)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680		&#039;&#039;Johann vffm Kirchhoffe Ein Kleinkötter, der gnd. Herrsch. Eigen, hat 2 Kühe, aber keine eigene Ländereÿ,   .  .  .&#039;&#039;	(Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680		&#039;&#039;Hanß Henrich Kirchhoffe zu frühe beÿ geschlaffen&#039;&#039;  	(GoG, Bauerschaft 			Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1680/81	&#039;&#039;Lücken Berent muß Johan Kerckhoffes Kottstette beweinkaufen&#039;&#039; (GoG, Brsch. 			Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683     &#039;&#039;Hans Henrich Kerkhoff&#039;&#039; ist ein Brinksitzer, hat ein Kind und 6 Geschwister, wovon 4 dienen. (Salbuch)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1686		Hermann Bartold, weil. Jost Kerckhoffs zu Hörste hinterlassener Sohn, heiratet Catrina Ilsabein  .  .  .  auf der Breitenheide Witwe; er zu ihr, .  .  . 			verbessert mit 30 thlr so ihm sein Bruder Hans Henrich zum kindlichen Anteil aus seiner väterlichen Stätte mitgibt  .  .  .   (Eheprotokoll)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1687		&#039;&#039;Simon Kerckhoff hatt mit Anna Catharina Piepers in Unzucht gelebet. Ist Ihr erstes mahl	&#039;&#039;(GoG, Brsch. Hörste)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689		&#039;&#039;Simon Kerckhoff zum andern mahl unpflicht getrieben mit Catharina von Schlinck Jacobs Hoff, dieser erstes mahl	&#039;&#039;	(GoG, Brsch. Hörste)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 		&#039;&#039;Jobst Kerckhoff hat&#039;&#039;(te) &#039;&#039;Kinder&#039;&#039;     (Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1. Hanß Herm ist an Erbe zur Stette, hat eine frau von der Pivitsheide so Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2. Schling Herm, uff der Breiden Heide v. Lage so Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
		&#039;&#039;3. Simon ein Einlieger&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716		&#039;&#039;Anna Maria, gebohren von Hanß Henrich Kerckhoff und Annen Cathrinen Lucken, Eheleuten in Hörste, Vogteÿ Lage, freÿ gelaßen für – 3 rthlr&#039;&#039;     (Freilassungen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich folgendes Generationengefüge auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1652 – 1680/81	Jost Kirchhof, † vor 1687, ∞ um 1650 NN († 1674)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1653&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans Hermann, * 1655, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Bartold, * um 1660, ∞ 1686 Witwe Catharina Schling, wird KK Schling a. d. Breitenheide, † um 1708&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon, * um 1665,  zeugt 1687 u. 1689 unehel. Kinder, ist 1695 Krawinkels Knecht, 1708 Einlieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 weitere Kinder, * vor 1675&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1681 – 1722		Hans Hermann Kirchhof (1655 - 1728), ∞ 1680/81 Anne Cathrine Lücke (1652 - 1728) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * um/nach 1680, verh., 4 Kinder, † vor 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria, * um 1689, ∞ 1716&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1690, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1696, ∞ 1726 KK Johann Philip Riesenberg in Hörste, wird Riesenbergsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 – 1752		Johann Berend Kirchhof (1690 – 1758), ∞ 1722 Agnete Schierlau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Ilsabein, * 1723&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1725, † 1740 (vom Boden gefallen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * 1726, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jobst, * 1734, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 – 1760		Johann Hermann Pollmann (1722 – 1760) aus Pivitsheide, ∞ 1752 Anna Catharina Kirchhof (1726 – 1758), Anerbin; J. H. Pollmann wird StK Kirchhof; er ∞ (II) 1759 Anna Maria Ilsabein Möller aus Pivitsheide; diese ∞ (III) 1760 Henrich Christoph Großhof (1734 – 1807) aus Hörste, der (Interims-)StK Kirchhof wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henrich Herm:, * 1753, † 1755&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catrine Liesabeth, * 1755&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1758, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns, * 1760, † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph, * 1764, ∞ 1807, Einl. und Weber in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agnetha Elisabeth * 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 – vor 1782	Henrich Christoph Kirchhof , geb. Großhof (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1782 – 1816	Johann Berend Wilhelm (1746 – 1817) aus Schmeltebruch bei Greste, ∞ (I) vor 1782 Anne Margarethe Ilsabein Kirchhof (1758 – 1806), Anerbin, und wird StK Kirchhof; ∞ (II) 1807 Amalie Christine Wiemann aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1781, † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Luise, * 1783, † 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1788,  1813 heimlich ins Ausland entwichen, verliert 1816 das Anerberecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Catharina Ilsabein, * 1792, wird 1816 Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Wilhelm, * 1800, † 1802&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 – 1840		Töns Henrich Kuhställer (1792 – 1840) aus Greste, ∞ 1816 Hanna Catharina Ilsabein Kirchhof (1792 – 1862), Anerbin, und wird StK Kirchhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	3 ungetauft verstorbene Kinder, * und † 1817, 1818, 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Caroline, * 1822, ∞ 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Heinrich August, * 1825, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Amalie, * 1828, ∞ 1853&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1853		Witwe Hanna Catrina Ilsabein Kirchhof (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 – 1866		Friedrich Heinrich August Kirchhof (1825 – 1866), ∞ (I) 1853 Henriette Friederike Amalia Quentmeier (1828 – 1890) aus Hörste; diese ∞ (II) 1869 Friedrich Wilhelm Hausmann (1832 – 1892) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1853, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1856, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1858, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 – 1883		Friedrich Wilhelm Hausmann (1832 – 1892) (vgl. oben) ist (Interims-) StK Kirchhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 – 1900		Friedrich Wilhelm Kirchhof (* 1858), Ziegler/Ziegelmeister u. StK, ∞ 1883 Henriette Elise Detering von Hidessen Nr. 72 (* 1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Minna Auguste Luise, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Hermine, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Auguste Regine Klara, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bertha Johanne Luise, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1895, † 1896&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Januar 1901 		Verkauf der Stätte Hörste Nr. 25 seitens des Ziegelmeisters Wilhelm Kirchhof an den Schmiedemeister Wilhelm Runte sen. aus Piv. VH; Wegzug der Familie Kirchhof Nr. 25 nach Rheydt bei Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 – 1941		Wilhelm Runte sen. (1865 – 1944), Schmiedemeister, ∞ 1894 Juliane Marie Justine Schulze (1870 – 1944) von Hörste Nr. 32&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm jun., Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Erwin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 – 1943		Wilh. Runte jun., Schmiedemeister (1xxx – 1943) (ledig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1943		Erbengemeinschaft Geschwister Paul, Luise und Erwin Runte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 25 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ):    25  Kerckhoff (Ma + Fr, 2 Sö, 1 To); Einl. Jost Fashe ( M + Fr, 1 So, 1 To) Preußischer Soldat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    25  Christoph Kerckhoff (Ma + Fr, 2 Sö, 1 To); Einl. Berend B . . . (Ma + Fr), spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ):    25  2 Wohnhäuser, Joh. Friedr. Kirchhof; Leibz. Joh. B. Kirchhof; Einl. Joh. Friedr. Gronemeier; Einl. Hermann Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 25 Runte, Wilhelm, Schmiedemeister. Reker, Hermann, Tagelöhner. (Angabe zu Nr. 26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 25 Runte, Wilh., Schmied; Runte, Paul, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Im lippischen Adressbuch 1901 sind bei der Bauerschaft Hörste die Angaben zu den Hausnummern 25 und 26 vertauscht. Aus Vergleich von Gebäudesteuerrolle, Adr.buch 1901 und Adr.buch 1926 folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben bei Nr. 25 gehören zu Hausnummer 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben bei Nr. 26 gehören zu Hausnummer 25  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_2x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70539</id>
		<title>Hiddentruper Straße 2x (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_2x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70539"/>
		<updated>2026-08-28T15:32:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}} &lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94580, 8.7554&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo der Besitzer des gegenüber liegenden Hofes Hörste Nr. 8 eine Pferdekoppel angelegt hat, standen bis etwa 1870 die beiden Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Hörste Nr. 16  -  Riesenberg. Die Stätte gehörte seit 1799 dem gegenüber ansässigen Mittelkötter Brink und war schon Jahrzehnte in seinen Hof/Landwirtschaftsbetrieb integriert, als um 1885 bei der Anlegung des Hörster Grundbuches auffiel, dass für diese Zusammenlegung keinerlei Genehmigung vorlag.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;   sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	&#039;&#039;&#039;Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Riesenberg, W., Ziegelmeister Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1533 Salbuch Riesenberg LAV NRW OWL L101CI 00090 0016.jpg|mini|Stätte Riesenberg im Salbuch von 1533, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 23]]&lt;br /&gt;
Im Salbuch der Vogtei Lage von 1533  heißt es zur Hörster Stätte Riesenberg: &#039;&#039;Rÿsenbruck, dat guet hoert vp den Hove tho Stapellaghe.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Stätte ist zu dieser Zeit ein Pachtkotten des Meierhofes Stapelage, der seinerseits dem Kloster Marienfeld gehört. Irgendwann in den folgenden 85 Jahren ändert sich dies, denn im nächsten Salbuch von 1617 notiert der Vogt oder Schreiber zu der Stätte Riesenberg: &#039;&#039;M. gn.&#039;&#039;(ädigen) &#039;&#039;Herrn Eÿgen&#039;&#039;  -  die Stätte ist jetzt also Eigentum des lippischen Grafen. In allen Schatzregistern findet sich die kleine Stätte: 1467 &#039;&#039;Hencke Rÿsenbroick 1 g.&#039;&#039;, 1488 &#039;&#039;Henke Rÿsenbrock&#039;&#039;, 1497 &#039;&#039;Hencke Rÿsenbrok 1 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Risinbroick ½ g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Rÿsenbrock 1 Ort&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Rÿsenbroick 1 Ort&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Rÿsennbroick ½ Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Rÿsennbroick ½ Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Risenbruch 1 Ort&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Rißenbergh 20 Gr.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar hat sich die letzte Silbe des Namens Riesenberg erst mit dem beginnenden 17. Jahrhundert von -brock zu –berg verschoben. Riesen- bedeutet nach Preuß soviel wie Buschwerk (kommt von Reiser oder Reisig), während –brock oder –bruch ein feuchtes natürliches Gelände beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die lippischen Familiennamen mit Berücksichtigung der Ortsnamen (1887), S. 84 u. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Hofstelle Riesenberg lag wie die des Nachbarn Brokmann vom Dorf Hörste aus gesehen vor dem Hörster Bruch. Ein Zusammenhang zwischen dem Familiennamen und dem Berg „Riesenberg“ im Teutoburger Wald (zwischen Stapelage und Oerlinghausen, 286 Meter üb. NN) besteht also nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1645 kommt es zu eher ungewöhnlichen Veränderungen auf zwei Hörster Höfen: &amp;lt;ref&amp;gt;Für diesen Zeitraum liegen 4 relativ dicht einander folgende Archivalien im LAV NRW OWL vor: Salbuch „um 1640“ (L 101 C I, Nr. 92), Zustand der Höfe in der Vogtei Lage „um 1645“ (L 101 C I, Nr. 94), Volkszählung 20. Nov. 1648 (L 92 Z Nr. 1424, S. 323f), Verz. eig.beh. Kinder vom 8. Nov. 1656 (L 92 Z Nr. 1424, S. 399f)&amp;lt;/ref&amp;gt;   Zwischen etwa 1640 und 1645 fällt der Hof Schulte (später Nr. 9) ledig; d.h. er fällt durch Tod/Aussterben der Besitzer(familie) an den Grundherrn (hier das Kloster Marienfeld) zurück und kann neu vergeben werden. Der (bisherige) Kötter Riesenberg (Nr. 16) hat Interesse und wird mit dem Kloster vor 1649 einig und übernimmt den Hof Schulte, was aber erst im Sommerhalbjahr 1650 Niederschlag im Hörster Gogerichtsregister findet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;   &#039;&#039;Henrich Riesenbergh hatt des Schulten Hoff erblich an sich gekauffet. Der Hoff ist den von Marienfelt eigen, Henrich Riesenbergh der Herrschaft eigen.&#039;&#039; Dieser Kauf ist Riesenberg nur möglich, indem er gleichzeitig seinerseits seine (kleinere) Stätte veräußert; so findet sich unter den Weinkauf-Einträgen desselben Registers ein weiterer:  &#039;&#039;Henrich Cespoell hatt Riesenbergs Stätte zu Hörste erblich gekauffet; ist ein Hoppenplocker. 3 Thlr&#039;&#039; (Gebühr)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Henrich Kespohl, der neue Riesenberg, hat Anfang 1644 eine Riesenberg geheiratet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Straten Henrich zu Wehrendorff, Johan Kespoels sehl. Sohn verheÿrathet sich an Ilßgen Rießenbergs,  .  .  .  vndt verspricht der Vatter Curtt Rießenberg seiner Dochter, der Braudt, 60. thl., eine Kuhe, ein Rindt neben gepührenden Braudtwagen, der Bräutigamb rühmet sich Freÿheit, die&#039;&#039; (er) &#039;&#039;auff nächstem Gogericht beweisen soll, wie auch die Braudt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Amtstermin wird auch die Schwester der Braut, Anneken R., an einen Bielefelder Bürger verheiratet. Aus diesem Protokoll geht eindeutig hervor, dass der Brautvater Curt Riesenberg in Stapelage lebt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  Unmittelbar nach der Eheschließung kommt ebenfalls in Hörste/Stapelage das erste Kind der jungen Leute zur Welt: &#039;&#039;Strahten Henrich hatt mit seiner itzigen frauwen Ilschen Riesenbergh in Vnpflicht gelebet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der recht ordentliche Brautschatz der Ehefrau Ilsche R. von 60 Talern mag die Stättenübernahme wenige Jahre später ermöglicht haben, ihre denkbare Verwandtschaft zu den weichenden Riesenbergs mag die Transaktion ebenso befördert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Dorfmitte 1730.jpg|mini|Hörste: Dorfmitte im Jahre 1730; Parzelle 206 = Riesenberg, „der garte beim Hauße“; daneben rechts Parzelle 205 = Riesenberg „2 gebäu mit Hoffraum“; links Parzelle 203 = Hofstelle Brockmann, LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13]]&lt;br /&gt;
Zwei Ehen mit acht Kindern liegen 30 Jahre später hinter Henrich Riesenberg (der als Strate geboren ist, aber in Hörste allgemein Kespohl genannt wird), als der nächste Generationswechsel nicht so recht gelingen will. Daran ist der alte Kespohl wohl nicht ganz unbeteiligt, wie eine Nachricht aus dem Jahre 1675 nahelegt, die man als Charakterstudie auffassen kann. Henrich Riesenberg, genannt Kespohl, hat sich im Hiddentruper Krug betrunken, prügelt und beschimpft seinen einstigen Vorgänger als Kolon Henrich (jetzt) Schulte, ehemals  Riesenberg, der ihn zur Mäßigung drängt: &#039;&#039;Rießenberg claget das, als Kespoel dreÿ Tage in brinkmans hauße geßeßen vndt gesoffen, er Rißenbergh zu ihm gesacht, er solle doch einst zu Hauße gehen nach seinen Kindern, da hätte ihn Keßpoel auff den Leib gefallen vndt geschlagen, für einen alten Hundt gescholten.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese 1675 festgehaltene Neigung ist womöglich Hof und Familie nur begrenzt zuträglich, und so will Henrich Kespohl/Riesenberg seine Stätte zwei Jahre später an seinen erst 22-jährigen Sohn &amp;lt;u&amp;gt;Tönnies&amp;lt;/u&amp;gt; Jacob abtreten. Dabei ist er streng: Der Sohn wird u. a. verpflichtet, auf dem Hof stehende Schulden zu übernehmen und abzutragen. Der Sohn zögert, obwohl es schon ein (nicht erhaltenes) Ehe- u. Stättenabtretungsprotokoll vom 5. Mai 1677 gegeben hat. Zehn Jahre später wird all dies offenbar, als der alte Kötter seine Stätte immer noch hat und diese jetzt an seine Tochter Elisabeth übergibt, die Cord Hunke ehelicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Eheprotokoll von 1687&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 135, S. 60/61&amp;lt;/ref&amp;gt; führt der Alte bittere Klage über den Sohn  .  .  .  &#039;&#039;alleine weile selbiger seinem am Ambte gethanen Versprechen nicht nachgelebet, keine Schulden abgetragen, auch wie er vor 6 Jahren durch den Bauerrichter Hunecken, item die Städte ufftragen wollen sich deßen geweigert, und sich nicht wie ein Sohn gegen ihme verhalten, dahero er genöhtiget worden solche Verschreibung hiedurch zu revocieren&#039;&#039; (widerrufen) &#039;&#039;und seiner Tochter Elisabethen den Kotten abzutretten, jedoch mit diesem expreshen Vorbehalt, daß&#039;&#039;  .  .  . Tochter Elisabeth und Schwiegersohn Cord Hunke sollen jetzt die zehn Jahre zuvor dem Sohne gemachten Auflagen erfüllen und die Schulden abtragen. Der Sohn Tönnies ist inzwischen &#039;&#039;unter ihro hochgräfl. Gnd. Herrn Graff Henrich Ernsten, bei dero damaliger heßischen Compagnie zu Rinteln im Kriegsdienste&#039;&#039; gewesen und erhebt nach Rückkehr 1691 bei der Regierung in Detmold Einspruch gegen die Stättenübertragung an seine Schwester Elisabeth.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135, Riesenberg; Bl. 89ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese hat aber mit ihrem Ehemann pünktlich alle Abgaben entrichtet, vertragsgemäß Schulden getilgt, Kinder aufgezogen und den alten Vater Henrich Kespohl/Riesenberg bis zu seinem Tode 1690 gepflegt. Das Entscheidende aber: Sie und ihr Mann haben bei Stättenantritt den Weinkauf gezahlt, was ihr Bruder Tönnies 1677 nicht getan hatte. Deshalb wird die Beschwerde abschlägig beschieden, Tönnies Riesenberg wird bzw. bleibt sein weiteres Leben Einlieger und Schneider in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal besonders schwierig wird es auf der Stätte Riesenberg in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts. Als eher tragische Figuren erscheinen der Kötter Johann Berend Riesenberg und seine Ehefrau, die die Stätte zwischen 1752 und 1780 bewirtschaften. Dem Ehepaar werden acht Kinder geboren, von denen sieben im Kindesalter versterben  -  allein der 1758 geborene Anerbe Johann Töns überlebt. Der Vater ist lange Jahre Bauerrichter in Hörste  -  wird also einen gewissen Überblick gehabt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Sohn, der 1780 heiratet und die Stätte antritt, verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation zusehens. 1795 muss der Vater und Leibzüchter aus Armenmitteln bestattet werden  -  ein Zeichen großer Not. Anfang 1799 erscheint das Kötterpaar Riesenberg schließlich mit ihrem nächsten Nachbarn, dem Mittelkötter Brink Nr. 8, auf der Amtsstube in Detmold und beantragt eine Genehmigung für den Verkauf ihrer Stätte Nr. 16 an den Nachbarn Brink. Der Kaufpreis besteht in der Übernahme von 650 Talern auf der Stätte lastender Schulden einerseits und einer Leibzucht für sich selbst und ihre vier Kinder andererseits.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der amtlichen Einschätzung des Vorhabens klingt ein möglicher Grund für die hohe Verschuldung der Stätte an: &#039;&#039;.  .  .  da des Verkäufers Vater dreÿ Jahre ganz zusammen gewachsen bettlägerig gewesen, und dadurch der Colonus zurückgekommen, und in Schulden geraten ist, so wäre der angetragene Verkauf unter den für den Verkäufer vortheilhaften Bedingungen  .  .  .  wohl zu genehmigen, denn sonst müßte die Stette ohnehin nächstens öffentlich meistbietend verkauft werden, um die andringenden Creditoren zu befriedigen.&#039;&#039; Alsbald wird der Stättenverkauf genehmigt; Käufer Brink erhält einen Kauf- und Meierbrief, der der Akte im Entwurf beiliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag Johann Töns Riesenberg beschnitten.jpg|mini|Kirchenbuch Stapelage, Sterbe- und Begräbniseintrag Johann Töns Riesenberg, 1806]]&lt;br /&gt;
Gänzlich anders sieht Pastor Jenin in Stapelage die Hintergründe zum Ende der Stätte Riesenberg, und er kann 1806 bei der Beerdigung des Verkäufers Johann Töns Riesenberg nicht umhin, dies mit schwerer Hand in aller Deutlichkeit in dessen Sterbeeintrag hineinzuschreiben: &#039;&#039;den 8ten Junii starb Johann Töns Riesenberg in Hörste an der Auszehrung, nach dem er seine gantze Güther, Hauß, Hoff, Gärtens und Berg versoffen hatte, er wurde abends den 11ten Jun: begraben, sein Alter war 48 Jahre.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal Aufmerksamkeit erfährt die Stätte Riesenberg Nr. 16, als sie in der Realität längst verschwunden ist. 1886 werden bei Anlage des Hörster Grundbuches nicht nur Angaben aus dem letzten Salbuch von 1855 übernommen, sondern alle Grundbesitzer befragt, wie sie an ihren Besitz gekommen seien. Hermann Brink, der sich wie seine Vorgänger teils als &#039;&#039;Colon Nr. 8 und Nr. 16&#039;&#039; bezeichnen lässt, gibt zu Protokoll, dass Stätte Nr. 16 vor etwa 100 Jahren von einem seiner Vorgänger käuflich erworben sei, die Felder der einfacheren Bewirtschaftung wegen bald danach zusammengelegt worden seien.  .  .  . &#039;&#039;&amp;quot;Die Gebäude des Colonats Nr. 16 habe ich im Jahre 1868 schleifen lassen und hernach dieses Colonat mit dem Colonat Nr. 8, unter Beibehaltung der letzteren Nummer vereinigt.&amp;quot;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Bl. 2568 I&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass ein Colonat ohne jeden Verwaltungsvorgang einfach so verschwinden kann, löst bei den Amtspersonen Verwunderung, ja Befremden aus. Brink wird aufgefordert, schleunigst eine nachträgliche Genehmigung der Stättenauflösung bzw. –zusammenlegung zu beantragen. Er ist gut vernetzt im Dorf  und kann alsbald eine positive Stellungnahme der Bauerschaft Hörste einreichen, die von gewichtigen Personen wie M. z. Stapelage, Krawinkel, Weeke etc. unterzeichnet ist:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das vor etwa 110 Jahren von dem Colon Brink angekaufte Colonat Nr. 16 hatte zwei Wohngebäude, diese waren aber so baufällig, daß an eine Reperatur nicht gedacht werden konnte. Auch standen diese auf einem so nassen und sumpfigen Boden, daß gesunde Wohnungen nicht herzustellen wahren, auch war die Lage eine derartige, daß bei jedem auch nur etwas starken Gewitter beide Häuser im Wasser standen. Die Länderei vom Colonate Nr. 16 lag größtenteils zwischen den Ländereien des Colonats Nr. 8, es ist letzteres durch diese Zusammenlegung bedeutend verbessert worden, dieses wird den Käufer bewogen haben. Der sumpfige Hofraum ist in eine gute Wiese verwandelt worden. Unserer Überzeugung nach ist von großem Vortheil, daß das Colonat Nr. 16 zu dem Colonate Nr. 8 zugelegt worden ist.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Daraufhin wird das Ende des Kolonates Hörste Nr. 16 nachträglich auch amtlich genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Um 1640 und 1683 wird in den Salbüchern ein Haus als Gebäudebestand der Stätte Riesenberg angegeben. 1730 werden Wohnhaus und Backhaus genannt, 1829 kommt ein Leibzuchtshaus hinzu, 1855 werden Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt, dann wird in einem Nachtrag von Juli 1886 der (18 Jahre zuvor erfolgte) Abbruch beider Gebäude vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
(nicht bekannt) &amp;lt;ref&amp;gt;Ein Sohn dieser Stätte (Cord Friederich Riesenberg, 1698-1738) hinterlässt jedoch eine Inschrift andernorts. Er heiratet 1726 auf die Stätte Busse, Pivitsheide VL Nr. 41, und lässt mit seiner Ehefrau dort ein Haus errichten, das heute im Ziegeleimuseum Lage steht und dort als &amp;quot;Haus Riesenberg&amp;quot; bezeichnet wird, obwohl es zum Gebäudebestand der Stätte Busse gehört.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten zu den Riesenbergs, teils Besitzer und Bewohner dieser Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595		&#039;&#039;Johan von gerres geclaget, das&#039;&#039;(s) &#039;&#039;Ihme Frantz Riesenbergck mit einer Barden in die Handt gehauwen&#039;&#039; 		(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1597/98 	&#039;&#039;Vnpflicht:  Frantz Riesenberck mit Ilsche  ---  X thl&#039;&#039; 	(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1598		Franz Riesenberg erwähnt 		(Amtsprotokoll)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1599		(Erbteilung:) &#039;&#039;Berndt Rysenbroick fürstorben, eyn Kotten verlassen, 2 Kuhe, 1 Rinth, . . .&#039;&#039; 				(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;V NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 101 u. 111&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  	&lt;br /&gt;
1601/02	    &#039;&#039;Weinkauff:  Bax Heincke kompt vff Riesenbruchs Stette&#039;&#039; 	(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 184a&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1609		&#039;&#039;Riesenbergk, Frauwe, klein Kinder 2; Inliggersche lebt v. Almosen&#039;&#039; 									(Volkszählung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1616/17	&#039;&#039;Unpflicht:  Annicke Hanninck vndt Cordt Riesenberg, des Knechtes erste, vndt der Persohnen dritte mahll    10 thlr	&#039;&#039;	(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 357&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
1629		&#039;&#039;Weinkauff:  Henrich Risenbergh hatt sich bestattet an Mejer Hermans dochter im Ehelenbruch, ist ein Hoppenplocker, bringt i&#039;&#039;(h)&#039;&#039;m 40 thl aller theile eines      		5 thl		&#039;&#039;					(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1633		&#039;&#039;Weinkauff:  Herman Risenberch zieht auff Bertoldt Bringmans Stede auff der Pifites heide, ist ein Hoppenplocker		&#039;&#039;	(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1635/36	&#039;&#039;Weinkauff:  Gredecke Risenberg bestadet sich an Herman Huneken; ist ein Hoppenplöcker, bringt dabei 20 Thlr&#039;&#039;    (Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
                  &lt;br /&gt;
1635 – 37	&#039;&#039;Grettke Risenberg klage vber ihren Bruder Herman Risenberg, der habe sie bruin v. blaeh geschlagen, auch bej den Haren hin vndt her geschle&#039;&#039;(i)&#039;&#039;ffet  ------- 		2 thl  		&#039;&#039;			(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1640 (um)	&#039;&#039;Henrich Riesenbergh, ist der gn. Herrschaft eigen, gibt  .  .&#039;&#039;  . , (Besitz:) 				&#039;&#039;sonst nichts alß 1 Stück Landt zu 1 ½ Schfl Roggen, 1 Garten vnnd 1 Hauß 						&#039;&#039;		(Salbuch)LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 177LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 196 &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1641/42	&#039;&#039;Erbtheile Horster:  Henrich Riesenbergs fruwe gestorben, Nachlaeß ein Kuhe 			vnnd ein rindt, 3 Scheffell roggen im Felde, ein bette vnnd dagliecke Kleider –--- 		4 thlr&#039;&#039; 					(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1642/43	&#039;&#039;Henrich Riesenbergh hatt mit seiner maget Ilschen in Vnpflicht gelebett.&#039;&#039;  								(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 173, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1643		&#039;&#039;Weinkäuffe:  Henrich Riesenbergh hatt seine magett Ilschen vff seine Stette zur Ehe genommen, hadt Ihme aber nichts zugebrachtt&#039;&#039;    (Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1643/44	&#039;&#039;Strahten Henrich hatt mit seiner itzigen Frauwen Ilschen Riesenbergh in Vnpflicht gelebet.	&#039;&#039;		(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1645 (um)	&#039;&#039;Henrich Riesenberg, der gn. Herrschafft eigen, ein Hpl., hatt Kinder --- 6, hatt bey Wieman ausstehen davor er zu 4 Sch Saat Landt vnterhatt  ---– 115 thlr; noch an Gelde ausstehen ----- 125 thlr, ist schuldig --  105 thlr&#039;&#039;   (Zustand der Höfe/Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1646/47	&#039;&#039;Drewes im Steinwerke vnd der Riesenbergischen Schwester haben Unplicht gehabt&#039;&#039;					(Gogericht 1646/47)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1648		&#039;&#039;Riesenberg, Hoppenplöcker, ein Sch .  .  . er&#039;&#039; (Schlächter, Schuster o.ä.) &#039;&#039;vnd Linneweber, deßen Frauwe, 1 Klein Kindt, 2 Lehrjungens	&#039;&#039;										(Volkszählung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 326&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1650		&#039;&#039;Weinkeuffe: .  .  . 2.) Henrich Kespoell hatt Riesenbergs Stätte zu Hörste erblich gekauffet.  3) Henrich Riesenbergh hatt des Schulten Hoff erblich an sich 			gekauffet. Der Hoff ist den von Marienfeld eigen, Henrich Riesenberg der 		Herrschafft eigen.&#039;&#039;					(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 24 u. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1656		&#039;&#039;Riesenbergk, ein Hoppenplöcker (hat 2 Söhne, 1 Tochter)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1) Bernhart Andreas		7 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Johann Georgius  	von	3 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	    &#039;&#039;1) Ilsabe		von    11 Jahren&#039;&#039;              (Verz. der eig.behör. Kinder)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  	&lt;br /&gt;
1664		&#039;&#039;Erbtheile:  Henrich Rießenbergß Frauw, nachdem sie lange krank gelegen, ist gestorben.; der gnd. Herrschafft eig. vnd hinterlaßen wie folgett  .  .  .&#039;&#039;     										(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1683		&#039;&#039;Henrich Rießenberg ist Illmo eigen und ein klein Hoppenplocker, hat 12 Kinder, wovon noch 8 leben, und 6 kleine noch beÿ ihm, hatt 3 Kühe, hatt nebenst Hauß 		1 Garten, zu 1 ½ Sch.saat das Land, von Wiemann zu Hiddentrup 1 ½ Sch.saat 		vor 75 thl.,   .  .  . , ausstehend Geld beÿ Brinkman zu Hiddentrup  30 rthl,  .  .  .	&#039;&#039;									(Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1688		&#039;&#039;Riesenberg muß sein Hoppenplücker-Städte beweinkauffen&#039;&#039;          (Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1690		&#039;&#039;Sterbfälle: Alte Riesenberg Kleinkötter Illstrmo eigen verstorben, nachgelaßen beÿ Brinkman zu Hittentrup 20 rthl , 1 Kuhe u. dagliche Kleider&#039;&#039;  (Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1693/94	&#039;&#039;Diederich Rießenberg klaget, daß ihm Brockmann vor einen Hundes etc. gescholten, bittet Bestraffung	&#039;&#039;		(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 124&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1694		&#039;&#039;Stärbfälle: Riesenberg, ein Stratenkötter Illmi eigen verstorben, nachgelaßen 1 Kuhe, 1 Rind vndt tagliche Kleider			&#039;&#039;(Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1695/96	&#039;&#039;Cordt Rießenberg muß seine kleine Kothstädte beweinkauffen&#039;&#039;   (Gogericht)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1706		&#039;&#039;Weinkauff: Aus voriger Wruge wird repetiert, dass Riesenberg aus Hörste der gn. Herrschafft eÿgen, des Meÿers zu Stapel Kottstette .  .  .  ?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 		&#039;&#039;Henrich Riesenberg hat&#039;&#039;(te) &#039;&#039;Kinder&#039;&#039;    			(Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 495/96&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.	Elisabeth, 	Besitzerin der Stätte, darauff geheÿrahtet Cord Frevert aus dem Laßbruche, gleichfals eÿgen der gnd. Herschafft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	Diederich (Schmiedeskamp), ist denen Marienfeldern zu Stapela Kötter geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	Töns Riesenberg, ein Einlieger&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Personen wie Franz R., die Geschwister Grete und Hermann R., auch der 1601 verstorbene Bernd R. sowie der Knecht Cord R. lassen sich nicht eindeutig einer der Stätten Riesenberg (Nr. 16 oder Nr. 21) zuordnen. Die 1629 und 1639 geschlossenen Ehen der beiden namensgleichen Kötter Henrich Riesenberg können hingegen über Zahl und Alter ihrer Kinder eindeutig zugeordnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Stätte Nr. 16 stellen sich damit die frühen Generationen wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1629 – ca. 1647  Henrich Riesenberg, * um 1600, ∞ 1629 NNw Meierhermann aus Ehlenbruch, wechselt ca. 1647 auf den ledigen Hof Schulte (später Hörste Nr. 		11)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder zu verschiedenen Zeiten nach verschiedenen Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	um 1645 (Riesbg.)	6 Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	1648 (Schulte !)  	2 erwachsene Kinder sowie 4 Kinder bis 8 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	1656 (Schulte !)  	folgende 11 Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trinecke  	ist nicht klug	28 Jahre   	-&amp;gt; * 1628&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gretke	  	ist gantz la(h)m   26 Jahre -&amp;gt; * 1630&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan			von 22 Jahren		    -&amp;gt; * 1634&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anke 	dienet beÿ Wiemann, 16 Jahre	-&amp;gt; * 1640&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jost		von 13 Jahren			    -&amp;gt; * 1643&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph 	von 11 Jahren			    -&amp;gt; * 1645&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN   (in VZ 1648 Anke u. 3 Geschwister)	-&amp;gt; * um 1647, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agneta	von 6 Jahren			        -&amp;gt; * 1650&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trine Lische	von 3 Jahren			-&amp;gt; * 1653&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt		von ½ Jahr			        -&amp;gt; * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nur die ältesten 6 dieser Kinder haben auf der Stätte Nr. 16 gelebt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1647 – 1687  Henrich Kespohl aus Währentrup, * um 1615, ∞ (I) 1644  Ilßgen Riesenberg in Stapelage, kommt um 1647 durch Kauf auf die Stätte Hörste Nr. 16, ∞ (II) um 1665 NN, † 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsabe * 1645, ∞ 1668 Henrich Rachenpöhler, Hpl. a. d. Piv., u. wird Rachenpöhlersche, † 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhard Andreas, * 1649, Schneider, lebt (u. heiratet offenbar) 1676 in Halberstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Georgen (Hans Jürgen), * 1653, ∞ um 1680, lebt in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Tönnies, * 1657, zunächst Anerbe, ∞ vor 1681, lebt als Einl. u. Schneider in Stapelage, † 1728&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 Elisabeth, * um 1663, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Diederich, * 1673, ∞ 1705, wird Schmiedeskamp, Kötter des M. z. Stapelage, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * 1684&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	weitere früh verstorbene Kinder (Salbuch 1683: &#039;&#039;hatt 12 Kinder wovon noch 8 leben&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1687 – 1694	Cord Hun(e)ke (ca. 1660 – 1694) aus Hörste, ∞ (I) 1687 Elisabeth Riesenberg (ca. 1663 – 1732), Anerbin Hörste Nr. 16, und wird Riesenberg; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1695 Cord Henrich Frevert (1668 – 1746) aus Laßbruch/Amt Sternberg, der Interimswirt Riesenberg wird; er ∞ (III) 1737 Witwe Anna Elisabeth Nieländer aus Piv.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * um 1693 (Kindtaufe in GoG 1693/94)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1695, ∞ (I) 1725 Anna M. Witwe Kip (1679 – 1744), geb. Pfenning aus Stadenhausen, wird KK Kip bzw. Kipmann in der Osterheide (Helpup), ∞ (II) 1745 A. M. Ils. Gruttmann aus Wellentrup, † 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Friederich, * 1698, ∞ 1726 Anna Ilsabein Busse, Anerbin der Hpl.-Stätte Busse in Piv. VL Nr. 41, wird Hpl. Busse, † 1738  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Philip&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1702,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1743&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1695 – 1726  Cord Henrich Riesenberg, geb Frevert (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726 – 1742  Johann &amp;lt;u&amp;gt;Philip&amp;lt;/u&amp;gt; Riesenberg (1701 – 1742), ∞ (I) 1726 Anna Margaretha Kerkhoff (1696 – 1759) von Hörste Nr. 25, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Grothof (1717 – 1771) von Hörste Nr. 21, der Interimswirt Riesenberg Nr. 16 wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (erster Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1727, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margreth Elisabeth, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1731, ∞ 1760 Anna Marg. Liesabeth Junghärtchen (1740 – 1811) aus Müssen, Einl. in Hörste, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Simon Conrad, * 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1753	Johann Jobst Grothof (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1753 – 1780	Johann Berend Riesenberg (1727 – 1795), ∞ 1753 Trine Ilsabein Grabe (1728 – 1796) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1754, † 1754&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Conrad, * 1755, † 1758&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns, * 1758, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Cord Hermann, * 1760, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1763, † 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friederich Adolph, * 1765, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1766, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Christoph, * 1771, † 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1780 – 1799  Johann Töns Riesenberg (1758 – 1806), ∞ (I) 1780 Trine Elisabeth Marie Schönhage († nach 1828) aus Billinghausen, diese ∞ (II) 1807 Witwer Jost Henrich Riesenberg (1767 – 1829; Vetter des verstorbenen J. T. Riesbg.), zuvor Einl. in Hörste, ab 1807 Leibzüchter auf Nr. 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1780&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1783, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1786, ∞ 1813 Friedrich Adolph Riekehof a. d. Bill. Heide, wird Riekehofsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1790, † 1791&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina Ilsabein, * 1792, ∞ 1829 Joh. Hermann Christoph Sonnenbaum, Einl. in Hörste, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1797, ∞ 1825 Luise Lükermann und wird Neuwohner Lükermann im Schling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1799 Verkauf der Stätte Hörste Nr. 16 an den Nachbarn, Mittelkötter Brink, Hörste Nr. 8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Nr. 16 im Jahre 1828 (Volkszählung):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Leibzüchterpaar Riesenberg mit 1 Tochter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Einl. Joh. H. Kuhlemann (4 Pers.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Einl. Philip Kreuzbusch (7 Pers.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Einl. Arnold Esselmann (5 Pers.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70538</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70538"/>
		<updated>2026-08-28T14:42:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Auf den heutigen Grundstücken Hiddentruper Straße 11 und 13 stand bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, später Brokmann, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &#039;&#039;&#039;(Jo-)Hanning&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben - einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste. Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Katasterkarte des Ortskerns von Hörste, 1914. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981. Aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980. D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme, schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. In den 1950er-Jahren wurde das Gebäude einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und von dem Hausforscher Gerhard Eitzen für das Baupflegeamt Westfalen aufgemessen und fand 1960 Aufnahme in das Standardwerk von Josef Schepers über westfälische Bauernhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wuchs langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich wurde klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde. So musste das über 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &amp;quot;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Abbau des Hauses erfolgte zwar eine Nummerierung der Hölzer für einen geplanten Wiederaufbau (vgl. Foto), der aber nicht zustande kam. Die Hölzer wurden dann beim Haus des Gastes über mehrere Jahre unsachgemäß unter Folie gelagert, bis sie schließlich verrottet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;; 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;; 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;; 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;; 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 - 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) &#039;&#039;...ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Giebelansicht, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Längs- und Querschnitt, Grundriss und Rückgiebel, Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Schaubild (rückwärtige Ansicht), Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes von Gerhard Eitzen, 1949. Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach den bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „Colonatsgebäude theils neu gebaut“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, um 1560&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erbauer des um 1560 datierten und 1981 abgebrochenen Zweiständer-Haupthauses kann &#039;&#039;Cordt Johanninck&#039;&#039; gelten, der 1562 und 1572 in den Landschatzregistern genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Baustruktur und Nutzung des Haupthauses um 1560 geht aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion von Gerhard Eitzen hervor. Es handelte sich um einen hochwertig verzimmerten Zweiständerbau aus sehr kräftigen Hölzern, die verbretterten Giebel kragten auf gekehlten Taubandknaggen vor. Die tragenden Hauptständer waren im Giebel mit beidseitigen, ebenfalls gekehlten Kopfbändern markiert. Josef Schepers beschreibt das Haus wie folgt: &amp;quot;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern,  1. Auflage Münster 1960, Tafel 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 verzeichnet: &amp;quot;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden. 3 H(ektar) 25 Ar 60 qm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus aus der Zeit um 1560 trug keine Inschrift am Torbogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN BERNDT HARNING XNND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN [= Jerxen] HABEN D[IES HAUS] / LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 - PS 39 XV 10 O ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN [MUND] / NICHT AUFTHUN DAN DU HERR HAST ES GETHAN - M IOHAN...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau und Datum des Hofantritts aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): 6 Meier, Friedrich, Tischler. Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): 6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage). Brokmann, Fritz, Landwirt. Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern. 1. Auflage Münster 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste. Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70537</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70537"/>
		<updated>2026-08-28T13:52:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde teils als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; ihm folgt als Interimswirt Simon (Jo)Hanning&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 211, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt; von Hörste Nr. 6, der wiederum 1635 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Volkszählung Ende 1648 werden &#039;&#039;3 erwachsene Kinder&#039;&#039; sowie &#039;&#039;2 unter 8 Jahren&#039;&#039; genannt. Zwei Kinder (eins vor 1640, eins nach 1640 geboren) sind offenbar zwischen Ende 1648 und Ende 1656 verstorben. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 326&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. In den 1980er Jahren, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup, diese ∞ (III) um 1618 Simon (Jo)Hanning († 1635) von Hörste Nr. 6, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 - ca. 1632  Simon Weber, geb. (Jo)Hanning (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1632 - 1635/36   NNm Weber, Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe (vermutlich ist Stiefgroßvater Taufpate)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN1, * vor 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN2, * nach 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 - 1919  Witwe Karoline Wächter (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70511</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70511"/>
		<updated>2026-08-28T12:06:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte der Bauerschaften Hörste (oben rechts) und Hiddentrup (unten links) von Johann Christoph Friemel, 1730. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13. Darin eingezeichnet ist der an Hiddentrup vorbeiführende Frankfurter Weg mit der Flurnummer N.546; Legende zu N. 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, 1899. LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, jetzt Homeier, 1913. Neben den alten Hofgebäuden ist ein moderner Dreiseithof entstanden. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025. In der Mitte steht vor Kopf das zweigeschossige Wohnhaus von 1913. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift von 1781 an Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025. Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses von 1913 ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist auf dem Hof nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU / EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE      SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER / ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS / HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN ZU BAUEN EIN     GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS= SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET / HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &amp;quot;starb plötzlich (Schlagfluss)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist ein in der Inschrift von Hörste Nr. 39 zu findender Bibelvers über &amp;quot;Säufer und Schlemmer&amp;quot; sehr wahrscheinlich aus einer früheren (um 1770 existierenden) Inschrift an dem Brinkmannschen Kruge entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ehepaar Strate/Hilgenstöhler hat vor Gründung der Stätte Hörste Nr. 39 im Jahre 1772 fast zwei Jahrzehnte als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt und kann den in Hausinschriften eher seltenen Bibelvers eigentlich nur hier aufgenommen haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (aus Heidenoldendorf) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vor) 1635 GoG Oerl., Wechsel; darin folgende 3 Aussagen: &amp;lt;ref&amp;gt;1635 in das GoG-Register der Vogtei Oerlinghausen eingebunden befindet sich eine (kleinformatige) Zusammenstellung der in den zurückliegenden Jahren/Jahrzehnten vorgekommenen Wechsel von marienfeldischen Eigenbehörigen auf gräfl. lipp. Höfe und umgekehrt (LAV NRW OWL, L89 A Nr. 211, Bl. 78 - 84) (freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(17) Nese Brinkmans von Brinkmans zu Hiddentrupff vffm Tösekampff im Hei. Kirspell mit -- 3 Sohne -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(18) Lÿse Brinkmans von Hiddentrup an Cordt Rettpergh vffe Pÿvits Heide, mit -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(8) Die Brinkmansche zu Hiddentrupff von Bögers Hoffe zum Nÿenwalde, hingegen wieder Tochtere von dieser Brinkmans stete kommen uff des Graven guet&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1581, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1584, ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup, † vor 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth (&#039;&#039;Lyse&#039;&#039;), * um 1587, ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke (&#039;&#039;Nese&#039;&#039;), * um 1596, ∞ um 1625 NNm Kästing &#039;&#039;auf dem Töße&#039;&#039;(&#039;&#039;l&#039;&#039;)&#039;&#039;kampe&#039;&#039;, Pivitsheide VH, † 1679 (Heiden)&amp;lt;ref&amp;gt;freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Dreimann gen. Pferdehirte aus Hiddesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1634/35  Deppe NN oder Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe Br. oder deren ältester Tochter um 1625 auf den Hof gekommen oder gar als Sohn des Curt Br. selbst (sehr junger) Anerbe, † 1634/35 (Pest ?), seine Witwe ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († vor 1673) &#039;&#039;auff der Hasebecke&#039;&#039; (Sohn des Müllers zum Kohlpott am Hasselbach), ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742), Tochter des Küsters in Stapelage,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70494</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70494"/>
		<updated>2026-08-28T07:53:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte der Bauerschaften Hörste (oben rechts) und Hiddentrup (unten links) von Johann Christoph Friemel, 1730. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13. Darin eingezeichnet ist der an Hiddentrup vorbeiführende Frankfurter Weg mit der Flurnummer N.546; Legende zu N. 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, 1899. LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, jetzt Homeier, 1913. Neben den alten Hofgebäuden ist ein moderner Dreiseithof entstanden. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025. In der Mitte steht vor Kopf das zweigeschossige Wohnhaus von 1913. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift von 1781 an Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025. Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses von 1913 ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist auf dem Hof nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU / EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE      SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER / ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS / HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN ZU BAUEN EIN     GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS= SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET / HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &amp;quot;starb plötzlich (Schlagfluss)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist ein in der Inschrift von Hörste Nr. 39 zu findender Bibelvers über &amp;quot;Säufer und Schlemmer&amp;quot; sehr wahrscheinlich aus einer früheren (um 1770 existierenden) Inschrift an dem Brinkmannschen Kruge entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ehepaar Strate/Hilgenstöhler hat vor Gründung der Stätte Hörste Nr. 39 im Jahre 1772 fast zwei Jahrzehnte als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt und kann den in Hausinschriften eher seltenen Bibelvers eigentlich nur hier aufgenommen haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (aus Heidenoldendorf) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vor) 1635 GoG Oerl., Wechsel; darin folgende 3 Aussagen: &amp;lt;ref&amp;gt;1635 in das GoG-Register der Vogtei Oerlinghausen eingebunden befindet sich eine (kleinformatige) Zusammenstellung der in den zurückliegenden Jahren/Jahrzehnten vorgekommenen Wechsel von marienfeldischen Eigenbehörigen auf gräfl. lipp. Höfe und umgekehrt (LAV NRW OWL, L89 A Nr. 211, Bl. 78 - 84) (freundl. Hinweis Nicolas Rügge, Hannover)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(17) Nese Brinkmans von Brinkmans zu Hiddentrupff vffm Tösekampff im Hei. Kirspell mit -- 3 Sohne -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;(18) Lÿse Brinkmans von Hiddentrup an Cordt Rettpergh vffe Pÿvits Heide, mit -- 1 Medgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(8) Die Brinkmansche zu Hiddentrupff von Bögers Hoffe zum Nÿenwalde, hingegen wieder Tochtere von dieser Brinkmans stete kommen uff des Graven guet&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1580, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1582&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth, * um 1584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke, * um 1586&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eine der letzten drei Töchter ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup und † vor 1607; eine andere ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Pferdehirte aus Heidenoldendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1634/35  Deppe NN oder Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe Br. oder deren ältester Tochter um 1625 auf den Hof gekommen oder gar als Sohn des Curt Br. selbst (sehr junger) Anerbe, † 1634/35 (Pest ?), seine Witwe ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († vor 1673) aus der Hasebecke, ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742) aus ?,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe,_Parkplatz_neben_Nr._5&amp;diff=70493</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5</title>
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		<updated>2026-08-28T06:25:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94566, 8.75277&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=025&lt;br /&gt;
}}Wo heute zwischen Hörster Krug und nächstem Haus an der Teutoburger-Wald-Straße ein Parkplatz liegt, stand bis in die 1970er Jahre Hörstes Schmiede, die ein Wirtschaftsgebäude der früheren Straßenkötterstätte Kirchhoff, Hörste Nr. 25, war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufruf Kirchhof 1816.jpg|mini|Öffentlicher Aufruf an den Anerben Kirchhof im Fürstl. Lipp. Intelligenzblatt vom 16. Juni 1816, LLB]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 1969 beschnitten.jpg|mini|Straßenkötterstätte Kirchhof/Runte, Hörste Nr. 25, im Hintergrund das Haupthaus des Hofes Weeke Nr. 36, um 1970? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 2.jpg|mini|Straßenkötterstätte Kirchhof/Runte, Hörste Nr. 25, um 1970? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Schmiede 3.jpg|mini|Schmiede in Hörste Nr. 25 , um 1955? Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Eine teils niederdeutsch abgefasstes notarielles Schriftstück vom 18. November 1594 beginnt:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135, Kerckhof&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ich Henrich Kerckhoff, Johan Kerkhhowes vnd Anken, seiner Hausfrauwen eheliche&#039;&#039;(r) &#039;&#039;Sohne, bekenne vnd  .  .  .  mitt dussen schritt, datt Ick, nachdem die sembtlichen Menner zu Horste vnd Hiddentrup, mi vnd Ilsen meiner thokommenden husfrauwen,  .  .  .  vnd fruntlichkeit hebben tho gelewen vnd vergunnett, dat Ich samb meiner husfrauwen,  .  .  .   zu Horste im Stapelager Kerspelle mir   .  .  .  bewonnet hebben, oek bewonnen vnd besitten, dartho zwei Koie vnd 2. Schwine, vnd etzliche Honer vf der Wallmeine tho Water vnd grase tho holden, schall genehmigtt sein, .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was zunächst wie eine Urkunde über eine genehmigte und consensuale Stättengründung wirkt, ist offenbar mehr eine einseitige Erklärung des Henrich Kirchhof. Mit Datum 2. Febr. 1595 wendet er sich gemeinsam mit seinem Nachbarn Johann Weeke, auch dieser Straßenkötter ohne eigenes Land, in einer Supplic an die gräfliche Regierung in Brake, in der es ebenfalls um die Rechte und Pflichten ihrer Stätten geht. Insbesondere der Viehauftrieb auf die dörflichen Gemeinheiten war stets ein sensibler Punkt mit viel Anlass zu Streitigkeiten, und so folgt unter dem 14. April 1595 die Gegen-Stellungnahme &#039;&#039;Sembttlicher Eingesessener der Dorffschafften Horste und Hiddentrup&#039;&#039;. Wenig später  -  zum 18. April 1595  -  werden beide Parteien nach Brake vorgeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte Kirchhof ist 1595 nicht ganz neu; in der Eingabe vom 2. Februar an die lippische Regierung führt Henrich Kirchhof aus  &#039;&#039;.  .  .  wie vnd gestaldt vngefehr vor 40 Jahren mein vader Johan Kerkhoff, mit bewilligung der vonn Hörste, Einen geringen Kahten, oder Wonnhauß, vff der sillbigenn Gemeinde gebauwett, darvor die von Hörste  .  .  .&#039;&#039;  (jetzt) &#039;&#039;eine orkunde gefurdert vnd vffgebuhrett  .  .  .&#039;&#039;  1590 sind dann die beiden benachbarten Stätten &#039;&#039;Johan Weke&#039;&#039; und &#039;&#039;Henrich Kirchof&#039;&#039; erstmals &#039;&#039;vf den Schatz gesetzet&#039;&#039; (besteuert) worden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 6 u. S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Es geht also 1595 mehr um die Anmeldung/vollständige Legalisierung des Status quo  -  heute würde man vielleicht sagen: eines vorhandenen Schwarzbaues.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die mitten in Hörste gelegene landlose Straßenkötterstätte Kirchhof ist also zwischen 1550 und 1560 auf gemeinschaftlichem Grund der Bauerschaft Hörste und Hiddentrup entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609  -  19 Jahre nach der ersten Erwähnung der Stätte  -  werden Henke Kerckhoff und seine Frau, aber keine (lebenden) Kinder des Ehepaares aufgeführt. Henke, Henrich oder Heinrich Kirchhof wird (als Stätten- oder Köttername) bis nach 1620 genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 wird zu der Stätte vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Johan Kirchhoff, ein Hoppenplocker, wohnett vff der Horster Gewelde, gibt denselben jahrlich ½ golthl., der gn. Herschafft 3 Burghfesttage vnnd 6 ohnetage  5 eÿer sonst nichts, hadt auch nichts alß ein klein Hauß.&#039;&#039; Dieser Johann Kirchhof  -  möglicherweise identisch mit einer 1599 wegen Unpflicht belangten gleichnamigen Person in Hörste &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;  -  verstirbt in den Folgejahren; im um 1645 erfassten Zustand der Höfe in der Vogtei Lage findet sich zur Hörster Stätte Kirchhof: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Johan vff´m Kirchhoff   ein alt wittwe, Hoppenplocker; hatt Kinder --- 2; 1 Kuh; hatt ---  an Gelde bey Wiemann 104 thllr; hatt davor zu 3 ½ schl Korn Insaat Landt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Geschäftsmodell einer solchen Kleinststätte ohne eigenes Land wird hier sichtbar: Das wichtige Huderecht für ein oder zwei Kühe auf der Gemeinheit wird ergänzt durch einen halben Hektar Ackerfläche, der kein direktes Pachtland, sondern Kreditsicherheit ist. Geld fließt bei dieser Art Geschäft nicht; die fiktive Zinseinnahme ist durch die ebenso fiktive Pachtzahlung abgegolten. Vierzig Jahre später gehört die Stätte Kirchhof immer noch zu den zahlreichen Gläubigern des hochverschuldeten Hofes Wiemann, das Pfandgrundstück kann also verlässlich bewirtschaftet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Ende 1648 wird aufgenommen: (Stätte) &#039;&#039;Johan vffm Kirchhoffe, eine Witwe, 1 Kindt, 1 Inliggersche mitt einem Kleinkinde.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar bleibt 1651/52 ein Weinkauf zu der Stätte: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Henrich auffm Kirchhoffe will den Weinkauff dingen, ist ein Hoppenplocker in Hörste. N. Bartoldt auffm Kirchhoffe will nicht zulaßen, das sein Halbbruder Henrich den Weinkauf dingen soll. Wen&#039;&#039;(n) &#039;&#039;derselbe soll gedungen werden, will er als der rechte Erbe solches thun.&#039;&#039; Fünf Jahre später bei der Zählung eigenbehöriger Kinder ist weder Henrich noch Bartoldt, sondern ein gewisser &#039;&#039;Jost auff dem Kirchhoffe&#039;&#039; Besitzer der Stätte und hat bereits zwei Söhne im Alter von 3 ½ und 1 Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 402&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 120 Jahre geht es nun in zwar sehr bescheidenen, aber geordneten Verhältnissen auf der Stätte weiter, dann kommt es in den 1780er Jahren zu einer ernsten Schuldenkrise.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. 1 (Kerkhof Nr. 25)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1787 wird das verkäufliche Inventar der Stätte (1 Kuh, 1 Bett, 1 Oberbett, 2 kupferne Kessel, 1 eiserner Topf) von Amtspersonen ins Gasthaus nebenan geschafft und bereits am nächsten Morgen zwangsverkauft. 1789 steht der Zwangsverkauf des in sehr schlechtem Zustand befindlichen Hauses an. Bei einer Schätzung der Stätte auf 280 Taler werden nur 70 Taler geboten, weniger als die aufgelaufenen Schulden. Daraufhin kommt der Leibzüchter auf der Stätte zum Zuge, der anbietet, diese zusammen mit einem Partner gegen Zahlung der Schulden zu übernehmen. Für Jahrzehnte herrscht danach derartige Armut auf der Stätte, dass noch 1806 die Beerdigung der Colona Kirchhof aus Armenmitteln bezahlt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem bereits in den 1780er Jahren finanziell gescheiterten Kötter Johann Berend Wilhelm bleibt nichts erspart. Anfang 1816, ein Jahr vor seinem Tod, begibt er sich auf die Amtsstube in Detmold und erklärt, dass sein 28-jähriger Sohn drei Jahre zuvor heimlich mit einer Frau, mit der er bereits drei Kinder habe, entwichen und deshalb zur Übernahme seiner Stätte ungeeignet sei. Er schlägt statt des Sohnes dessen 24-jährige Schwester Hanna zur Anerbin vor, was vom Amt akzeptiert wird, nachdem der Sohn einem öffentlichen Aufruf, sich binnen eines Vierteljahres zu melden und Stellung zu nehmen, nicht gefolgt ist. So kann ein Ende 1816 einheiratender Schwiegersohn dringend benötigtes frisches Geld auf die Stätte bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 verkauft der Straßenkötter Wilhelm Kirchhof, ein Mann in den besten Jahren und hauptberuflich Ziegelmeister, das zur Stätte gehörende Leibzuchtshaus für 3000 Mark. Im Januar 1901 erscheint er erneut vor dem zuständigen Amtsgericht in Oerlinghausen und verkauft nun seine restliche Stätte Hörste Nr. 25 an den Schmiedemeister Wilhelm Runte, seit einigen Jahren Einlieger in Hörste, zum Kaufpreis von 4800 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300241, Bl. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; Kirchhof zieht mit Frau und vier Kindern nach Rheydt bei Düsseldorf, wo er vermutlich bereits seit Jahren als Ziegelmeister tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Jahrzehnte betreibt Wilhelm Runte sen. die Schmiede, dann übergibt er Stätte und Schmiede 1941 an seinen ältesten, noch unverheirateten Sohn Wilhelm Runte jun., der aber noch vor seinen Eltern Anfang 1943 verstirbt. Die Stätte fällt an seine drei Geschwister Paul, Luise und Erwin Runte. Nach Kriegsende wird die Schmiede bis Ende der 1970er Jahre von dem Pächter Podschwadek weitergeführt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Ab etwa1555 existiert für mindestens hundert Jahre nur ein kleines Haus (Salbuch um 1640: &#039;&#039;nichts alß ein Klein Hauß&#039;&#039;), erst im Messbuch 1730 heißt es: &#039;&#039;2 gebäu auff der gemeine ohne Hoffraum&#039;&#039;; im Salbuch 1753 ist notiert: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. das Backhaus&#039;&#039;. Im Salbuch 1781 ist zusätzlich eine Leibzucht nachgetragen, die also zwischen 1780 und der nächsten Salbuch-Erhebung 1829 erbaut worden ist. 1896 wird diese südwestlich an der Straße (Dorf-auswärts) gelegene Leibzucht samt einem zugehörigen Backhaus abgetrennt und verkauft; sie wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 93.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Haupthaus, von der Grundfläche kaum größer als die Leibzucht, wechselt mit einem weiteren Backhaus 1901 den Besitzer und wird danach für sieben Jahrzehnte zu Hörstes Schmiede(-Stätte).&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen lipp. Dörfern (z. B. Heiden u. Wellentrup/Oerl.) hat es sehr früh und über Jahrhunderte Stätten geben, deren Recht und Pflicht (neben der obligatorischen Landwirtschaft) der Betrieb einer Schmiede war, wie für Ostmann in Heiden u. Kespohl in Wellentrup bereits aus dem Salbuch 1617 hervorgeht. Auch in Hörste werden ab etwa 1700 verschiedentlich Schmiede erwähnt (z. B. Johan Rosenbaum im GoG 1710/11). Von Anfang des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich Hörstes Dorfschmiede auf der Stätte Nr. 21  -  Riesenberg oder Grothof.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald nach dem Erwerb wird das Wohnhaus durch einen Anbau rechts der Rundbogentür vergrößert, in den 1920er Jahren entsteht auf der linken Seite die Schmiedewerkstatt. Schließlich wird 1938 eine Dienstbarkeit für den Benzol-Verband, Bochum, in das Grundbuch eingetragen betreffend Bau einer Tankanlage mit unterirdischem Tank. Diese Tankstelle vor dem Giebel der Schmiede belegt, dass auch der Service für motorisierte Fahrzeuge durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Eine Inschrift hat es auf dem Torbogen gegeben. Diese ist auf einem Foto erkennbar, aber nicht lesbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1555	Johan Kerckhoff und Ehefrau Anke erbauen ein kleines Haus auf Dorf-gemeinschaftlichen Grund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590		Henrich Kirchhof, Sohn des Vorangehenden, ist Kötter; seine Stätte wird &#039;&#039;vf den Schatz gesetzet&#039;&#039; (steuerpflichtig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1594/95	Henrich Kirchhof und Frau Ilse bemühen sich um rechtliche Absicherung der Rechte und Pflichten ihrer Stätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1603		Henrich Kirchof (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609		Henke Kerkhoff und Frau (Volkszählung; offenbar keine kleinen o. halbwüchsigen Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617		Heinrich Kirchoff , m. gnd. Herrn eigen (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1640 (um)	Johan Kirchhoff  (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1645 (um)	Witwe des Johan vffm Kirchhoff, 2 Kinder (Zustand der Höfe/Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1648		Witwe des Johan vffm Kirchhoff, 1 Kind (Volkszählung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651/52	Jost auffm Kirchhoffe verstorben, nicht verheiratet gewesen, hinterlässt u. a. 5 Taler Brautschatzforderung gegen seine elterliche Stätte (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1651/52	Die Halbbrüder Henrich und Bartoldt Kirchhof streiten, wer von ihnen die Stätte antritt. (Weinkauf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656		Jost auff dem Kirchhoffe, ein Hoppenpflücker hatt   (2 Söhne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		1)  Heinrich – von 3 ½ Jahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		2) Hans Henrich – von 1 Jahr	(Verz. der eig.behör. Kinder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1674		Jost Kerckhoffs fraue ist gestorben, hat hinterlaßen 2 Kuhbiester vndt acht kleine Kinder  .  .  .     	(Erbteilung)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680		Johann vffm Kirchhoffe Ein Kleinkötter, der gnd. Herrsch. Eigen, hat 2 Kühe, aber keine eigene Ländereÿ,   .  .  .	(Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680		Hanß Henrich Kirchhoffe zu frühe beÿ geschlaffen  	(GoG, Bauerschaft 			Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1680/81	Lücken Berent muß Johan Kerckhoffes Kottstette beweinkaufen (GoG, Brsch. 			Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683     Hans Henrich Kerkhoff ist ein Brinksitzer, hat ein Kind und 6 Geschwister, wovon 4 dienen. (Salbuch)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1686		Hermann Bartold, weil. Jost Kerckhoffs zu Hörste hinterlassener Sohn, heiratet Catrina Ilsabein  .  .  .  auf der Breitenheide Witwe; er zu ihr, .  .  . 			verbessert mit 30 thlr so ihm sein Bruder Hans Henrich zum kindlichen Anteil aus seiner väterlichen Stätte mitgibt  .  .  .   (Eheprotokoll)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1687		Simon Kerckhoff hatt mit Anna Catharina Piepers in Unzucht gelebet. Ist Ihr erstes mahl	(GoG, Brsch. Hörste)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689		Simon Kerckhoff zum andern mahl unpflicht getrieben mit Catharina von Schlinck Jacobs Hoff, dieser erstes mahl		(GoG, Brsch. Hörste)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 		Jobst Kerckhoff hat(te) Kinder     (Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
		1. Hanß Herm ist an Erbe zur Stette, hat eine frau von der Pivitsheide so Eÿgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		2. Schling Herm, uff der Breiden Heide v. Lage so Eÿgen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
		3. Simon ein Einlieger&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716		Anna Maria, gebohren von Hanß Henrich Kerckhoff und Annen Cathrinen Lucken, Eheleuten in Hörste, Vogteÿ Lage, freÿ gelaßen für – 3 rthlr     (Freilassungen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1652 – 1680/81	Jost Kirchhof, † vor 1687, ∞ um 1650 NN († 1674)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1653&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans Hermann, * 1655, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Bartold, * um 1660, ∞ 1686 Witwe Catharina Schling, wird KK Schling a. d. Breitenheide, † um 1708&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon, * um 1665,  zeugt 1687 u. 1689 unehel. Kinder, ist 1695 Krawinkels Knecht, 1708 Einlieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 weitere Kinder, * vor 1675&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1681 – 1722		Hans Hermann Kirchhof (1655 - 1728), ∞ 1680/81 Anne Cathrine Lücke (1652 - 1728) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * um/nach 1680, verh., 4 Kinder, † vor 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria, * um 1689, ∞ 1716&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1690, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1696, ∞ 1726 KK Johann Philip Riesenberg in Hörste, wird Riesenbergsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 – 1752		Johann Berend Kirchhof (1690 – 1758), ∞ 1722 Agnete Schierlau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Ilsabein, * 1723&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1725, † 1740 (vom Boden gefallen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * 1726, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jobst, * 1734, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 – 1760		Johann Hermann Pollmann (1722 – 1760) aus Pivitsheide, ∞ 1752 Anna Catharina Kirchhof (1726 – 1758), Anerbin; J. H. Pollmann wird StK Kirchhof; er ∞ (II) 1759 Anna Maria Ilsabein Möller aus Pivitsheide; diese ∞ (III) 1760 Henrich Christoph Großhof (1734 – 1807) aus Hörste, der (Interims-)StK Kirchhof wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henrich Herm:, * 1753, † 1755&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catrine Liesabeth, * 1755&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Ilsabein, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1758, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns, * 1760, † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph, * 1764, ∞ 1807, Einl. und Weber in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agnetha Elisabeth * 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 – vor 1782	Henrich Christoph Kirchhof , geb. Großhof (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1782 – 1816	Johann Berend Wilhelm (1746 – 1817) aus Schmeltebruch bei Greste, ∞ (I) vor 1782 Anne Margarethe Ilsabein Kirchhof (1758 – 1806), Anerbin, und wird StK Kirchhof; ∞ (II) 1807 Amalie Christine Wiemann aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1781, † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Luise, * 1783, † 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1788,  1813 heimlich ins Ausland entwichen, verliert 1816 das Anerberecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Catharina Ilsabein, * 1792, wird 1816 Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Friedrich Wilhelm, * 1800, † 1802&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 – 1840		Töns Henrich Kuhställer (1792 – 1840) aus Greste, ∞ 1816 Hanna Catharina Ilsabein Kirchhof (1792 – 1862), Anerbin, und wird StK Kirchhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	3 ungetauft verstorbene Kinder, * und † 1817, 1818, 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelmine Caroline, * 1822, ∞ 1849&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Heinrich August, * 1825, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Amalie, * 1828, ∞ 1853&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1853		Witwe Hanna Catrina Ilsabein Kirchhof (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 – 1866		Friedrich Heinrich August Kirchhof (1825 – 1866), ∞ (I) 1853 Henriette Friederike Amalia Quentmeier (1828 – 1890) aus Hörste; diese ∞ (II) 1869 Friedrich Wilhelm Hausmann (1832 – 1892) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1853, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1856, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1858, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 – 1883		Friedrich Wilhelm Hausmann (1832 – 1892) (vgl. oben) ist (Interims-) StK Kirchhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 – 1900		Friedrich Wilhelm Kirchhof (* 1858), Ziegler/Ziegelmeister u. StK, ∞ 1883 Henriette Elise Detering von Hidessen Nr. 72 (* 1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Minna Auguste Luise, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Hermine, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Auguste Regine Klara, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bertha Johanne Luise, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1895, † 1896&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Januar 1901 		Verkauf der Stätte Hörste Nr. 25 seitens des Ziegelmeisters Wilhelm Kirchhof an den Schmiedemeister Wilhelm Runte sen. aus Piv. VH; Wegzug der Familie Kirchhof Nr. 25 nach Rheydt bei Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 – 1941		Wilhelm Runte sen. (1865 – 1944), Schmiedemeister, ∞ 1894 Juliane Marie Justine Schulze (1870 – 1944) von Hörste Nr. 32&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm jun., Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Erwin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 – 1943		Wilh. Runte jun., Schmiedemeister (1xxx – 1943) (ledig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1943		Erbengemeinschaft Geschwister Paul, Luise und Erwin Runte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 25 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ):    25  Kerckhoff (Ma + Fr, 2 Sö, 1 To); Einl. Jost Fashe ( M + Fr, 1 So, 1 To) Preußischer Soldat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    25  Christoph Kerckhoff (Ma + Fr, 2 Sö, 1 To); Einl. Berend B . . . (Ma + Fr), spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ):    25  2 Wohnhäuser, Joh. Friedr. Kirchhof; Leibz. Joh. B. Kirchhof; Einl. Joh. Friedr. Gronemeier; Einl. Hermann Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 25 Runte, Wilhelm, Schmiedemeister. Reker, Hermann, Tagelöhner. (Angabe zu Nr. 26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 25 Runte, Wilh., Schmied; Runte, Paul, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Im lippischen Adressbuch 1901 sind bei der Bauerschaft Hörste die Angaben zu den Hausnummern 25 und 26 vertauscht. Aus Vergleich von Gebäudesteuerrolle, Adr.buch 1901 und Adr.buch 1926 folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben bei Nr. 25 gehören zu Hausnummer 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben bei Nr. 26 gehören zu Hausnummer 25  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70472</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70472"/>
		<updated>2026-08-27T10:42:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Volkszählung Ende 1648 werden &#039;&#039;3 erwachsene Kinder&#039;&#039; sowie &#039;&#039;2 unter 8 Jahren&#039;&#039; genannt. Zwei Kinder (eins vor 1640, eins nach 1640 geboren) sind offenbar zwischen Ende 1648 und Ende 1656 verstorben. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 326&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN1, * vor 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN2, * nach 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 - 1919  Witwe Karoline Wächter (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70471</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70471"/>
		<updated>2026-08-27T10:30:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;in der Volkszählung Ende 1648 werden &#039;&#039;3 erwachsene Kinder&#039;&#039; sowie &#039;&#039;2&#039;&#039; (Kinder) &#039;&#039;unter 8 Jahren&#039;&#039; genannt. Zwei Kinder (eins vor 1640, eins nach 1640 geboren) sind offenbar zwischen Ende 1648 und Ende 1656 verstorben. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 326&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN1, * vor 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NN2, * nach 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 - 1919  Witwe Karoline Wächter (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70470</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70470"/>
		<updated>2026-08-27T10:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit 1497 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber I schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Kötters August Weber II 1955 geht die Stätte seinem Testament gemäß an eine auf der Stätte lebende Tochter, später dann an einen Enkel über. Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das erhaltene Kötterhaus Weber von 1566 ist das älteste Haus in Hörste (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): Kleiner Zweiständerbau von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen (Abseiten) im späten 19. Jahrhundert in Backstein erneuert und verputzt. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen mit rohen, unbeschnitzten Profilen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern verstrebt. Durchgangsdiele mit verbretterter Räucherbühne über der früheren Herdstelle im letzten Fach. Stallanbau links vom Dielentor im 17. Jahrhundert angefügt, am Rückgiebel unterkellerter Kammeranbau des 18. Jahrhunderts (1986 abgebrochen). Außerdem war am Rückgiebel nachträglich ein Backofen angebaut wotden (nicht erhalten).&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus mit einer Utlucht rechts vom Dielentor, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorn rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber I (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie Wächter (1853 - 1945) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August II, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 - 1919  Witwe Karoline Wächter (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 - 1953 August Weber II, Ziegler (1879 - 1955), ∞ 1905 Pauline Wilkenloh († vor 1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70296</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-25T08:21:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Damit stellt sich auch eine mögliche Erklärung für Angenete Lütckebrune als Gast der Hochzeit 1611/12 dar: Der kleinere Hof Brune/Brüning/Lütke Brune/schließlich Lütgebrune im etwas entfernteren Ehrentrup war - wie der Bräutigam Seuwen oder Severin ursprünglich auch - dem Rittergut Iggenhausen eigen, gehörte zu den St. Viti-Freien. Somit kann Angenete Lütckebrune als nahe Verwandte (Schwester ?) des Bräutigams vermutet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder, ∞ (II) 1611/12 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind zweiter Ehe: (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gerhard/Gerke, * 1628 (nicht auf der zu dieser Zeit wüst liegenden Stätte Schapeler), Anerbe (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70205</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-24T06:10:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&amp;lt;ref&amp;gt;Einzige Ausnahme: Angenete Lütckebrune. Der kleinere Hof Brune/Brüning/Lütke Brune/schließlich Lütgebrune im etwas entfernteren Ehrentrup war dem Rittergut Iggenhausen eigen, gehörte zu den St. Viti-Freien. Somit kann Angenete Lütckebrune als nahe Verwandte (Schwester ?) des (ebenfalls ursprünglich Iggenhausen eigenen) Bräutigams vermutet werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder, ∞ (II) 1611/12 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind zweiter Ehe: (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gerhard/Gerke, * 1628 (nicht auf der zu dieser Zeit wüst liegenden Stätte Schapeler), Anerbe (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70199</id>
		<title>Hörster Bruch 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70199"/>
		<updated>2026-08-23T20:58:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94592, 8.75454&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=039&lt;br /&gt;
}}Hier befand sich einst die 1772 entstandene Neuwohnerstätte &#039;&#039;Strate vulgo Althof&#039;&#039;, aus der 1930/31 das Café Hanning hervorging, dessen Gebäude 2020 abgebrochen wurde. Die historische Hausnummer dieser Stätte ist 39.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cafe Hanning jpg.jpg|mini|Café Hanning (ca. 1930 - 2020) in Hörstes Ortskern (Hörste Nr. 39), wohl Ansichtskarte; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Acta über die vom Col: Weeken zu Hörste, Brscht. Währentrup erbetene Concession zum Anbau einer Stätte auf seinen Gründen&#039;&#039; - so lautet der Titel eine Akte des Amtes 0erlinghausen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlingh. Nr. 1599&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wird Colon Weeke im Mai 1772 auf dem Amt vorstellig und trägt dem Amtmann vor:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;...gestalten mein leibfreier Hof vor einigen Jahren zwar elociret&#039;&#039; (zwangsverwaltet)&#039;&#039;, jedoch auf Nachsuchen meiner Creditoren mir vor Kurtzen wieder übertragen worden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter meinen Creditoren nun ist der Inquilinus&#039;&#039; (Einlieger) &#039;&#039;Johann Henrich Strate, dermahlen bei Brinkmann zu Hittentrup wohnhaft, welcher ein Darlehn von 40 rthlr an mir zu fordern, und da er seine bisherige Wohnung verlaßen muß; so wäre er wohl willens auf das Meinige eine kleine Kottstette anzulegen, und dafür nicht nur seine bemelte Forderung der 40 thlr: zu quittieren, (...), übrigens aber auch die Herrschaftl: praestanda in etwas zu verbessern, jedoch mit Extradiensten verschonet zu bleiben, anverlanget.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wann nun ich als Eigenthümer, einen im Dorfe Hörste belegenen Garten habe, welchen ich von meinem Colonate zugleich entbehren kann, auch keinem eintzigen Colono daselbst der geringste Schade dadurch zuwächset, wenn das neü anzulegende Colonat darauf gebauet und errichtet wird, so gelanget  (...) meine unterthänige Bitte (...) damit der neü angehende Colonus noch in diesem Sommer ein Wohnhaus darauf errichten könne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Genehmigung und Bau des Hauses wird im Folgejahr ein ergänzender Eintrag zu der neuen Stätte mit der Nr. 25 im Salbuch des Amtes Oerlinghausen von 1771, Bauerschaft Währentrup, vorgenommen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 154&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick vom Feuerwehrturm auf Hörste 1 Kopie.jpg|mini|Blick vom Feuerwehrturm auf Hörstes Ortskern: links Schule; in Bildmitte Rückfront von Café Hanning mit zugehörigem Fachwerkhaus rechts davor, genutzt als &amp;quot;Weinstube&amp;quot;, Bildrand rechts: Hof Brink, Nr. 8. Ansichtskarte, aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]  &lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_290620_1.jpg|thumb|Café Hanning wenige Tage vor dem Abbruch, aufgenommen am 29.6.2020. Auf der Freifläche am linken Bildrand befand sich zuvor das kleine, früher als Weinstube genutzte Fachwerkhaus. Foto: Hella Sander, 2020]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nro 25. Johann Henrich Strate in Hörste hat in anno 1773 nach vorhergegangener Regierungs-Approbation vom 16ten Jul. 1772 neu angebauet, auf des Coloni Weeken in Hörste respve verkauften und angekaufften Garten, der alte Garte genannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dieser hält 1 Schfl. 3 ¾ Metzen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ist taxieret zu 35 gl. 1 ½ d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;das Hauß pro Taxato 4 thl. 18 gl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2 Kuhe in der Gemeinheit a 24 gl	   1 ½ thl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;6 thl. 29 gl. 1 ½ d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dem Colono Weeken kömt er interimsweise pro simplo zur Hälfte mit 4 d. bis nach Vollendung der vorseÿenden Landes Catastrierung, da der NeoColono Strate verhältnismäßig aufgesetzet werden wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Stättengründer Johann Henrich Strate das Grundstück für seine neue Stätte von dem (in Hörste gelegenen) Halbspännerhof Weeke erworben hat, dieser aber seit Alters her als gewissermaßen verwaltungsmäßige Exklave zur Bauerschaft Währentrup gehört, liegt auch die neue Stätte zwar geographisch mitten in Hörste, gehört aber zunächst zu Währentrup.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erst 15 Jahre später wird eine Gruppe von in der Vogtei Lage liegenden Höfen verwaltungstechnisch vom Amt Oerlinghausen in die Vogtei Lage umgeschrieben; so wird aus der Neuwohnerstätte Strate Nr. 25, Bauerschaft Währentrup, die Stätte Nr. 39 in der Bauerschaft Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 21 Nr. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 110, S. 978&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Der Flurname des Stätten-Grundstücks „Der alte Garten“ verweist darauf, dass hier zentral vordem die Hofstelle des einstigen Hörster Ursprungshofes gelegen haben soll (vgl. Geschichte des Dorfes Hörste). Da der Stättenname Strate zu dieser Zeit in Hörste bereits vergeben ist und im Kirchspiel Stapelage sogar mehrfach vorkommt, wird in Kirchenbuch und Verwaltungsakten zur Unterscheidung konsequent mit Namenszusätzen operiert: &#039;&#039;Strate vulgo Grundmann&#039;&#039; ist die damals bereits 200 Jahre bestehende Strate-Stätte Nr. 20 in Hörste, als &#039;&#039;Strate vulgo Althoff&#039;&#039; wird fortan die neue Stätte Strate Nr. 39 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Stättengründer Johann Henrich Strate noch im Gründungsjahr 1772 kinderlos 43-jährig verstorben ist, tut sich seine Witwe wohl schwer mit der kleinen Stätte. Ende 1776 übernimmt ein Verwandter des Colon Weeke die Stätte Nr. 39, die dann fast hundert Jahre im Besitz von Nachfahren dieses Kötters bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange ist der Grundbesitz auf den „Alten Garten“ von etwa 1 Schfls. Größe beschränkt, erst um 1840 kommen aus der Gemeinheitsteilung 3 Schfls. auf dem Hörsterbruch hinzu und schließlich 1867 &#039;&#039;Ackerland und Hude von den geteilten Hörster Bergen&#039;&#039; von immerhin 14 Schfls. Größe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf diesem neu der Stätte Nr. 39 zugeschlagenen Land baut der Colon Wilhelm Strate, ein geborener Hanning von Hörste Nr. 55, der die Stätte Nr. 39 1855 gekauft und danach die Schwester der Verkäuferin geheiratet hat, ab 1869 einen Kotten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 - Band: XXII&amp;lt;/ref&amp;gt;  Möglicherweise übernimmt er sich dabei finanziell. 1874 kommt es zur Dismembration (Zerstückelung) der Stätte Nr. 39 wegen Überschuldung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 - Band: XXIV&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Ehepaar Strate zieht auf den neuen Kotten, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 70 wird, und verkauft seine (restliche) alte Stätte Nr. 39 an Colon und Schuhmachermeister Wilhelm Hanning, Besitzer der Stätte Hörste Nr. 48, der sie für seinen Sohn, den Schuhmacher und jungen Familienvater Friedrich Wilhelm Hanning erwirbt; &#039;&#039;Kaufsumme 2100 Thaler, Übergabe 1. April 1875&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Namensrecht zehn Jahre zuvor in Lippe geändert worden ist, wird die Stätte Strate Nr. 39 jetzt zur Stätte Hanning Nr. 39 - ein Name, der insbesondere wegen des später aus dieser Stätte entstandenen „Café Hanning“ älteren Hörstern geläufig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 kauft W. Hanning mehr als 1 Hektar Land von Hochfeld, dem Interimsbesitzer des in Auflösung befindlichen Hofes Hörste Nr. 6, hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa fünfzig Jahre ist Familie Hanning über zwei Generationen neben der kleinen Landwirtschaft im Schumacher-/Schusterhandwerk tätig. Dann wendet man sich in den 1920er Jahren der Gastronomie zu. Einiges zu den Anfängen des „Café Hanning“ wie auch zum beginnenden Fremdenverkehr in Hörste findet sich in der &#039;&#039;Beschwerde des Konzessionsausschusses für das Gaststättengewerbe und des Landrats in Detmold gegen den Amtsausschuss in Detmold wegen der an die Geschwister Toni u. Elisabeth Hanning in Hörste verliehenen Konzession zum Ausschank alkoholischer Getränke&#039;&#039; von Anfang 1932.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorausgegangen ist offenbar der Abbruch eines alten Leibzuchtshauses und der Bau einer repräsentativen Pension/Gaststätte direkt gegenüber dem Saalbau des Hörster Kruges in den Jahren 1930/31 (vgl. zu Eigentümern/Bewohnern). Eine zuvor den Schwestern/Töchtern Toni und Elisabeth Hanning erteilte Schankerlaubnis wird mit der Beschwerde beschränkt auf den Zeitraum 15. April bis 15. Oktober jeden Jahres, da nur in diesen Zeiten Sommergäste in Hörste seien. In den übrigen Zeiten würden die vorhandenen Gaststätten Ostmann und Windmann im Ortskern Hörste sowie der Stapelager Krug den örtlichen Bedarf voll abdecken.&lt;br /&gt;
[[Datei:1967 Briefbogen Cafe Hanning.jpg|mini|Briefbogen Café Hanning, 1967; LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 378]]&lt;br /&gt;
Der nach bescheidenen Anfängen in 1928 bereits auf etwa 1000 Sommergäste im Jahre 1931 angewachsene Fremdenverkehr in Hörste wird wegen der Weltwirtschaftskrise in den Folgejahren zurückgegangen sein; bestehen bleiben aber sehr hohe Schulden aus dem ambitionierten Neubau: &#039;&#039;Ich, der Schuhmachermeister Friedrich Hanning, Hörste Nr. 39, bekenne hiermit (...) ein Darlehn von Goldmark 16.389,15 (...) erhalten zu haben (...) ab 1. August 1931 mit monatlich mindestens 85,-- Gm zu tilgen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das ist offenbar nicht zu leisten; im Mai 1936 wird erstmals die (anzuberaumende) Zwangsversteigerung des Grundbesitzes im Grundbuch eingetragen, die Versteigerung dann aber durch (Teil-) Zahlung im letzten Moment abgewendet. Derlei gerät zur Routine und wiederholt sich in den 1950er und 1960er Jahren noch fünf mal.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 II&amp;lt;/ref&amp;gt;   Betreibende Gläubiger sind Brauereien in Detmold, Herford und Dortmund, auswärtige Kaffee- und Weinlieferanten, das Finanzamt, die AOK und andere.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I - IV&amp;lt;/ref&amp;gt; Jenseits all dessen pflegt man stets eine recht mondäne Außendarstellung im Hause Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Café Hanning überdauert noch den Niedergang des Fremdenverkehrs in Hörste, und letztlich findet sich eine Lösung für die finanziellen Probleme, als Anfang der 1990er Jahre ein zur Stätte gehörender größerer Acker zu Bauland wird, dessen Verkauf die Schulden abdeckt. Das „Café Hanning“ wird geschlossen, das Haus verkauft. Es lebt in anderen Händen noch einmal einige Jahre als Bierlokal „Eicheneck“ auf, bis es zur endgültigen Schließung kommt. Einem weiteren Verkauf des Gebäudes folgt ein langer Leerstand, schließlich 2020 der Abriss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Grundstück in zentraler Lage entstehen danach moderne Wohnbauten ohne erkennbaren Bezug zum baulichen Bestand des Ortskerns von Hörste.&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Hörste Ausbaulanung Hiddentrupper Str.jpg|mini|Gebäudegrundrisse 1913 der Stätte Hanning (links Saalbau des Hörster Kruges) (aus Ausbauplanung Hiddentrupper Str. / LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Café Hanning in Hörste-AK Uwe Standera 2020.jpg|mini|Hörste, Café Hanning, Weinstube, Fachwerkbau von 1772. Kolorierte Ansichtskarte, um 1950. Sammlung Uwe Standera]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_050410_1.jpg|thumb|Das zuletzt als Weinstube genutzte kleine Fachwerkhaus von 1772, abgebrochen 2020. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fachwerkhaus von 1772&#039;&#039;&#039; östlich vom ehem. Café Hanning, möglicherweise der Gründungsbau der Straßenkötterstätte &#039;&#039;Strate vulgo Althof&#039;&#039; von 1772. Kleiner Dreiständerbau von vier Fachen mit Stallabseite rechts, eingehälsten Deckenbalken und ehemals verbretterten Giebeln. Reich gestalteter Torbogen mit langer, ungewöhnlicher Inschrift (s. Inschriften), auf den Ständern Vasen mit Blütenranken, Rose und Stern sowie Rankenornamenten auf den Kopfbändern, Zimmermeister I. K. Brinck. 1905 als Leibzucht bezeichnet (bei Genehmigung eines Anbaus), dieser Anbau vor 1931 abgerissen. In den 1950er Jahren Nutzung u. a. als Hörster Poststelle (siehe Foto), danach Umbau des Hauses zu „Hannings Weinstube“, um 2018 Abriss nach langem Leerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gast- und Pensionshaus &amp;quot;Café Hanning&amp;quot;, erbaut 1930/31&#039;&#039;&#039;, abgerissen 2020. Großer, zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach und zurückhaltender Gliederung durch Putzgesimse und vortretendes Dachgesims. Bekanntes und ortsbildprägendes Haus im Zentrum Hörster, geschlossen Anfang der 1990er Jahre. Nach längerem Leerstand 2020 abgerissen, an seiner Stelle entstanden moderne Eigentumswohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgängerbau des Café Hanning war ein &#039;&#039;&#039;kleines Fachwerkhaus&#039;&#039;&#039;, möglicherweise die im Salbuch von 1781 nachgetragene Leibzucht, demnach erbaut zwischen 1781 und 1829, abgerissen vor 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_050410_2.jpg|thumb|Torbogen mitInschrift von 1772 an dem zuletzt als Weinstube genutzten Fachwerkhaus. Foto: Hans-Christian Schall 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erbauer-Ehepaar des ersten Hauses auf der Stätte, Johann Henrich Strate und Anna Catrine Hilgenstöhler, hat nach der Eheschließung 1754 zunächst lange Jahre als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt. Dort hat es damals einen Krug gegeben  -  zur Beköstigung und Übernachtung reisender Kaufleute und ihrer Gespanne, aber auch für durstige einheimische Kehlen.  So werden die Strates im Kruge zu Hiddentrup gedient/gearbeitet/geholfen und so ihre Erfahrungen mit &#039;&#039;Säufern und Schlemmern&#039;&#039; gemacht haben. Möglicherweise hat der einstige Krug auf dem Hof Brinkmann bereits eine ähnliche Inschrift mit dem bemerkenswerten Säufer-und-Schlemmer-Vers getragen, möglicherweise war er Vorbild für die Inschrift des 1772 neu erbauten Hauses der Strates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift von 1772 an dem zuletzt als Weinstube genutzten Fachwerkhaus: &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HÖRE MEIN SOHN SEI WEISE UND SEI NICHT UNTER DEN SÄUFFERN UND SCHLÄMMERN DEN(N) / DIE SÄUFFER UND SCHLÄMMER VERARMEN UND EIN SCHLÄFFER MUSZ ZERRISSEN KLIDER TRA / GEN SPRÜCHEN SALOMONIS DAS XXIII VERS 19•20•21• IOHAN HENRICH STRATE UND / SEINE EHEFRAUE ANNA CATRINE HELGENSTOHLER HAVS LASEN BAEN / &lt;br /&gt;
1772 M•I•K• BRINCK 	 	  	 DEN 16 SEPTEMBER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der prägnante, in großen Lettern ausgeführte Schriftzug CAFE  HANNING an der Fassade des Pensions- und Gaststättengebäudes der Familie Hanning gehörte fast 90 Jahre zu den markanten Blickpunkten im Hörster Ortskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Zum Stättengründer Johann Henrich Strate steht im Sterberegister des Kirchenbuches Stapelage: (1772) &#039;&#039;den 19ten Dec. starb Johan Henrich Strate, Neuwohner in Weeken alten Hofe in Hörste an der Wassersucht, ward begraben den 22ten Dec., alt 43 Jahr 7 Monath 3 Wochen minus 2 Tage&#039;&#039;. Danach müsste er im April 1729 geboren sein; ein entsprechender Taufeintrag fehlt allerdings. Der Konfirmationsvermerk vom 18. 03. 1742   -  &#039;&#039;30) Johan Henrich Strate aus Hörste, 14 Jahre&#039;&#039;  -  belegt dann aber, dass er aus Hörste  -  wohl zumindest indirekt von der Stätte Strate Nr. 20  -  stammt.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Johann H. Strate verbringt fast sein ganzes Erwachsenen-Dasein als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup. Im Sommer 1752 heiratet er Anna Maria Ilsabein Böger aus Schlangen, die zwei Jahre später 28-jährig verstirbt. Vier Monate danach die zweite Ehe des Witwers: Die deutlich ältere Anna Catharina Hilgenstöhler (1712 – 1800) aus Stapelage wird seine Frau. Kinder gehen aus der Ehe offenbar nicht hervor; ein vermutlich unehelicher Sohn der Ehefrau ist im Einlieger-Verzeichnis 1752 aufgeführt:   &#039;&#039;27  Anna Cathar. Hilgenstöhler, Spinnerin&#039;&#039; [Frau + 1 Sohn]. Der spätere Familienstatus geht aus den Volkszählungen hervor; 1769 wird festgehalten: &#039;&#039;Nr. 3 Brinkmann&#039;&#039; (Hiddentrup) &#039;&#039;+ Einl. Joh. Henrich Strate&#039;&#039;  Ma. + Fr. (keine Kinder) &#039;&#039;+ 1 Kuh&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vier Jahre nach der Stättengründung zählt man 1776 (nicht unter Hörste, sondern unter Währentrup): &#039;&#039;Nr. 25 Strate zu Hörste&#039;&#039; (1 Fr + 1 Sohn üb. 14 Jahre + 1 Magd) &#039;&#039;spinnet, 1 Kuh&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bald nach der Volkszählung 1776 heiratet das nächste Paar, das die Stätte übernimmt:  (2. 11. 1776) Johann &#039;&#039;Hermann Weeke ein unehelich Sohn von dem jetzigen Bornmeyer, jetziger Althof und Neuwohner in Hörste mit Anne Marie Hillbrink in Hörste&#039;&#039;  .  .  .  &#039;&#039;copuliret&#039;&#039;. Verwandtschaft zu den Strates liegt nicht vor; Colon Weeke wird ihm gegenüber bestehende Verpflichtungen der Neuwohnerstätte genutzt haben, um dem Sohn seines Bruders Philipp (jetzt Bornmeier zu Barkhausen) zu einer Existenz zu verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Ehefrau stirbt nach anderthalb Jahren im Kindbett, der Witwer ehelicht im September 1779 &#039;&#039;seiner verstorbenen Frauen Schwester Amalie Catharine Ilsabein Hilbrinks&#039;&#039; (1759 – 1832) daselbst. Ein Kind erster Ehe verstirbt mit 9 Monaten, aus der zweiten Ehe gehen fünf Kinder hervor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1783  Anne Marie Louise		obiit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1785  Anne Marie Elisabeth	(† 3. Nov. 1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1788  Jobst Hermann Berend, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1791  Hanna Louise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1796  Töns Henrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern sterben 1815 (&#039;&#039;d 8ten May starb Johann Hermann Weke vulgo Althof in Hörste an der Brustkrankheit, begr. 11. May, sein Alter war 73 Jahre&#039;&#039;) und 1832 (&#039;&#039;Amalia Katharina Strate vulgo Althof, Nr. 39 zu Hörste, Witwe, 13. Novmbr, Altersschwäche, 76 J.&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anerbe &#039;&#039;Jobst Hermann Berend Strate vulgo Althöfer&#039;&#039; (1788 – 1854) übernimmt die Stätte Nr. 39 mit seiner ersten Eheschließung im Oktober 1827 von seiner Mutter. Seine Ehefrau und Colona wird Anne Sophie Elisabeth Reineke von Pivitsheide VL Nr. 24 (* 1802), die 1835 infolge Wochenbetts verstirbt. Daraufhin heiratet der Witwer (mit zwei Kindern) im Oktober 1836 Anna Marie Elisabeth Wiele (1810 – 1877) von Augustdorf Nr. 29. Aus den beiden Ehen gehen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
[[Datei:Aktuelle Bebauung IMG 3246.jpg|mini|Nach 2020 anstelle des Café Hanning entstandene Wohnbauten (rechts im Bild Saalbau des Hörster Kruges), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1828  Töns Henrich Christoph	(† 1828)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1829  Wilhelmine Luise Frieder.	 (Anerbin u. Stätten-Verkäuferin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1832  Justine Henriette		(† 1848)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1835  Friederike Amalie		(† 1836)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1837  Johanne Karoline 		(heiratet 1855 den Stätten-Käufer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1840  Ludwig Gottlieb		(† 1841)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1842  Karoline Justine		(† 1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1844  Karl August			(1868 Einl. u. Weber in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1848  Friedrich Wilhelm		(† 1848)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein Jahr nach dem Tode des Straßenkötters Jobst Hermann Strate Nr. 39 im Februar 1854 begibt sich seine Witwe Marie Strate, geb. Wiele, in Begleitung ihrer Stieftochter Wilhelmine im April 1855 auf die Amtsstube in Lage und erklärt, &#039;&#039;die Bewirthschaftung der Stätte falle ihr zu schwer und wolle dieselbe daher der am 8. Decbr. 1829 geborenen, mithin großjährigen Anerbin Wilhelmine übertragen und sich zur Leibzucht dasjenige vorbehalten, was in den hierbei überreichten Scripten bemerkt sei&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL,  L 108 Lage Fach 2 Nr.26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Niederschrift enthält wesentliche weitere Punkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Stätte wird schuldenfrei übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kaufkontrakt: Die unverheiratete Wilhelmine Strate verkauft ihre soeben ererbte Stätte Nr. 39 an den miterschienenen Käufer Heinrich Hanning von Hörste Nr. 55  -  Kaufpreis 500 Taler; sofort nach Genehmigung fällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Der Käufer will sich mit der Halbschwester der Verkäuferin, Johanne, wenn derselbe nächsten Herbst aus dem Auslande zurück weges ist, verheirathen  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Stirbt die Johanne Strate vor der Verheirathung mit dem Käufer Heinrich Hanning, ist der hier abgeschlossene Contract null und nichtig  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Frühjahr vertraglich festgelegt, wird die Ehe des nächsten Straßenkötterpaares Strate in Hörste Nr. 39 Ende Oktober 1855 per Eheprotokoll besiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 341, S. 187/188&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Eheleute Hermann Heinrich (geb. Hanning, 1823 – 1887) und Johanne Karoline Strate (1837 – 1894) haben Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1856	August Wilhelm			(† 1937 auf Hörste Nr. 70)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1858	Hanne Friederike&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1861	Hermann Henrich August	(† 1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 Jahre später, Ende 1874, haben die Strates erhebliche Schulden auf der Stätte Nr. 39, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Kottenbau auf neu zugeteiltem Land entstanden sind. Sie verkaufen ihre Stätte Nr. 39 mit Ausnahme es neuen Kottens für 2100 Taler an den Schuhmacher Wilhelm Hanning von Nr. 48. Dabei bleibt die Leibzucht für des Verkäufers Schwiegermutter bestehen, während die 1855 festgelegten Rechte der immer noch ledigen, jetzt 46-jährigen Wilhelmine Strate (Wohnung im Leibzuchtshause, 1/3 Gartennutzung) abgelöst werden. Familie Strate zieht auf ihren Kotten, der jetzt zur Neuwohnerstätte Nr. 70 wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanning Prospekt 1931 1.jpg|mini|Werbeprospekt Pension GESCHW. HANNING, um 1931 (LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29)]] &lt;br /&gt;
Der Käufer bzw. Sohn des Käufers Friedrich Wilhelm Hanning (1845 – 1922) hat ein halbes Jahr vor dem Stättenkauf seine erste Frau Juliana Franziska Weeke (1845 – 1878) geheiratet und am gleichen Tag  -  dem 1. Mai  -  auch das erste gemeinsame Kind taufen lassen. Die junge Ehefrau hat das für den Stättenkauf und weiteren Landkauf nötige Geld mit in die Ehe gebracht; laut Abtretungsvertrag ihres elterlichen Hofes Weeke Nr. 36 von Mai 1878 hat sie von dort die hohe Summe von 6000 Goldmark erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Vier Jahre später verstirbt diese erste Ehefrau, der Witwer heiratet 1879 Johanne Auguste Schulte (1853 – 1932) von Hörste Nr. 11, mit der er weitere fünf Kinder hat und schließlich alt wird. Die Kinder dieser Generation auf der Stätte Nr. 39 sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1874	Heinrich Christoph		(† 1874)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1875	Wilhelm Gottlieb			(† vor 1932)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1877	Gustav Adolf					 (Ziegler, † 1899)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1879	Friedrich August   (Schuhmachermeister, Gastwirt, † 1964)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1882	August Heinrich Hermann  (1931 Gastwirt in Lage, † 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1885	Ernst Albrecht 	(1931 Landwirt in Piv. VL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1887	Pauline Johann Marie					(† 1919)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1893	Rudolf Hermann Adolf, Kriegsinvalide		(† 1919)&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanning Prospekt 1931 2.jpg|mini|Werbeprospekt Pension GESCHW. HANNING, um 1931, Innenseite  (LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29)]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Wilhelm Hannings Ende Mai 1922 wird zunächst für neun Jahre seine Witwe Johanne, geb. Schulte, Eigentümerin der Stätte Nr. 39. Am 8. Mai 1931 schließt sie einen &#039;&#039;Kolonatsabtretungs- und Leibzuchtsvertrag&#039;&#039;   mit ihrem ältesten Sohn, dem &#039;&#039;Schuhmachermeister Friedrich Hanning&#039;&#039; (1879 – 1964), &#039;&#039;und seinen beiden einzigen&#039;&#039; (lebenden) &#039;&#039;Geschwistern&#039;&#039;, &#039;&#039;dem Wirt August Hanning in Lage&#039;&#039; (1882 – 1945) &#039;&#039;und dem Landwirt Albrecht Hanning in Pivitsheide VL&#039;&#039; (* 1885), die abgefunden werden. Zur Wohnung erhält die abtretende Kolona/Mutter &#039;&#039;3 in der I. Etage des in Neubau befindlichen Kolonatsgebäudes belegene Räume nach ihrer Wahl&#039;&#039;. Zum Tragen kommt diese Leibzucht maximal ein halbes Jahr, denn am 4. Januar 1932 verstirbt die Leibzüchterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue, in wirtschaftlich schwierigster Zeit die elterliche Stätte antretende Besitzer Friedrich Hanning ist bereits in der Mitte seines Lebens; er hat im Oktober 1905 Johanne Holzkämper (12.08.1882 - 24.08.1955) aus Oerlinghausen geheiratet und mit ihr vier Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
	* 30.11.1905	Antonie, ab 1934 verh. Sturhahn in Hörste Nr. 112 († 1971)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 11.01.1908	Elisabeth (ledig)					       († nach 1991)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 25.09.1912	Elfriede, später verh. u. verwitwete Kremeier 	(† 1972)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 06.10.1913	Friedrich (junior), Kfm./Gastwirt			    († 1991)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Friedrich Hanning senior muss es gewesen sein, der irgendwann in den 1920er Jahren die alte Volksweisheit „Schuster bleib bei deinem Leisten!“ in den Wind geschlagen und voll auf Gastronomie und Fremdenverkehr gesetzt hat. Der damit entstandene Schuldenberg wird für Jahrzehnte zur extremen Belastung.&lt;br /&gt;
Als Friedrich Hanning senior im Oktober 1964 verstorben ist, wird er von seinen vier Kindern zu je ¼ beerbt. Da der Grundbesitz hoch belastet ist und die Pfändung von Erbanteilen durch das Finanzamt droht &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt; ,  kommt es nach sechs Jahren  -  1970  -  nur zur Abfindung  der Tochter Antonie, verheiratete Sturhahn; die anderen Erben  -  alle auch wohnhaft im Hause Hörste Nr. 39  -  besitzen „Café Hanning“ inclusive ca. 2 Hektar Land und sehr hohen Schulden als Erbengemeinschaft. 1972 verstirbt Elfriede Kremeier, geb. Hanning. Ihr Anteil geht auf ihre beiden Kinder Jürgen Kremeier (* 1938) und Carla Easson, geb. Kremeier, (1944 – 2001) , ebenfalls beide wohnhaft Hörste Nr. 39, über. Eine letzte Veränderung der Erbengemeinschaft Hanning ergibt sich 1991 mit dem Tod von Friedrich Hanning, der seinen Neffen Roland Hanning (* 1939) zu seinem alleinigen Erben bestimmt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erbengemeinschaft Hanning kann nach 1990 etliche Baugrundstücke insbesondere südlich der Stapelager Straße (Kolpingstraße/Schleiermacherweg) verkaufen, die Schulden tilgen und veräußert dann auch das ehemals markante Haus „Café Hanning“ in Hörstes Ortskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 39 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):       39  2 Wohnhäuser, Herman Strate; Einl. Töns H. Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 39 Hanning, Wilhelm, Schuhmacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 39 Hanning, Johanne, Witwe; Hanning, Fritz, Schuhmachermstr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70151</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-23T09:50:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder, ∞ (II) 1611/12 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind zweiter Ehe: (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gerhard/Gerke, * 1628 (nicht auf der zu dieser Zeit wüst liegenden Stätte Schapeler), Anerbe (?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
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{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Worten: Der 1611/12 die (zweite) Ehe schließende Schapeler ist &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
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{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
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{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler oder Wohnplatz „auf dem Schapeler“, ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (Entfernung: ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen (ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung an diesem einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft - einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand - ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Standort 1970 mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz - 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes zu Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;&#039;&#039;...daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich...&amp;quot;&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf&#039;m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als &amp;quot;Unpflicht&amp;quot; vor dem Gogericht mit Bußgeld geahndet; in den Registern finden sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1611/12 wird über eine Hochzeit &amp;quot;des Schapeler&amp;quot; berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr.172, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Schapeler hat Hochzeit gehalten, nachfolgende sindt beÿ ihm gewesen: Küstersche zu Stapelage, Angenete Lütckebrune, Vogt im Stuckenbrocke, Meÿer zum Bockel, der Müller zum Bockel, und der Meÿer zu Stapelage mit seinen Kindern, Austman zu Hörste.&#039;&#039; Die Gäste sind also wichtige Leute aus der paderbornischen wie lippischen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 ... 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039;Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039; (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt (ein &amp;quot;im Exil&amp;quot; (Stukenbrock ?) geborener Sohn aus der 1611/12 geschlossenen Schapeler-Ehe ?), der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler&amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen, dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können.&amp;quot;&#039;&#039; Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster) 45 ha Senneland des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &amp;quot;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &amp;quot;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&amp;quot;  für 300.000 Mark &amp;quot;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&amp;quot; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Hof Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. Der &amp;quot;Schapelerhof“ ist heute nur noch eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;&amp;quot;...daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr ..., die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und ... wozu das Haus ? ... einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte.&amp;quot; &#039;&#039; 1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Hof Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vorstellung vom Gebäudebestand des Hofes vermittelt die 1821 gezeichnete Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende von Friedrich C. D. Brenken (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische Reisetagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine &#039;&#039;&amp;quot;Reise durch Westphalen und benachbarte Gebiete&amp;quot;&#039;&#039; gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das Wohnhaus des Hofbesitzers von 1807(?), ein Fettdielenhaus mit Kammerfach, und zwei kleine Einliegerhäuser, ggf. auch als Leibzucht nutzbar, eines davon 1813 erbaut, dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
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{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
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{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Bentweg_20_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70148</id>
		<title>Bentweg 20 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-23T08:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Bentweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=20&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94089, 8.77079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=067&lt;br /&gt;
}}Ehemalige Neuwohnerstätte August Schapeler, Hörste Nr. 67. Haus 1939/40 wegen Baufälligkeit abgebrochen, dann jahrzehntelang Brachgrundstück. Parzelle des früheren Kolonatshauses um 1995 mit Mehrfamilienhaus bebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundstück Nr. 67.jpg|mini|Ursprüngliches Grundstück der Stätte Schapeler mit aufstehendem Kotten, Hörste Nr. 67; 1869; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII]]&lt;br /&gt;
Ein früh baufälliges Colonatshaus, Kinderreichtum über mehrere Generationen und dadurch bedingt immer wieder Abtrennung/Übertragung von ursprünglich zum Colonat gehörenden Grundstücken für Siedlungs- bzw. Bauzwecke prägen in der Geschichte der Hörster Stätte Nr. 67. Diese Entwicklung führt direkt auf die heutige Struktur des Stättengeländes  -  kein erhaltenes wirklich altes Haus, südlich des Baches (teils Landschaftsschutzgebiet - ehemals „Schwarzer Dreck“/Torfstich) Natur, nördlich des Baches nahezu flächendeckende Bebauung mit Häusern unterschiedlichen Alters, die großenteils im Besitz von Nachfahren des Stättengründerpaares sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reihe nach: Im Hörster Salbuch von 1855 wird am 17. Febr. 1870 nachgetragen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 131, S. 1795&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Nr. 67.  Schapeler, August; hat die Zubehörungen dieser Stätte vom Brinkschen Colonate Nr. 8 angekauft und besitzt: I. ein Wohnhaus; II. Länderei vom Hörsterbruche – 11 Schfls.&#039;&#039;; Darunter folgt ein weiterer Eintrag: &#039;&#039;Hinzu von Brink N.8.; Hude und Torfstich auf dem schwarzen Dreck – 25 Schfls.; Eing. 22. Jan. 1881&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Brinkschen Hof Nr. 8 waren bei der Teilung des Hörsterbruches um 1840 größere Flächen am Südrand des Geländes zugeschlagen worden, deren Verkauf Colon Brink Mitte der 1860er Jahre anstrebt. Dazu erhält er 1865 die Genehmigung zur Errichtung von zwei Kotten auf dem Gelände.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Womöglich ist der Bau der Kotten schon zugeschnitten auf zwei avisierte Käufer  -  August Schapeler und dessen Verwandten Arnold Gauss aus Mackenbruch. Auch Käufer und Verkäufer sind verwandt bzw. verschwägert: Die Colona Brink ist Justine Wilhelmine Schapeler (aus der Senne), eine mit ihm aufgewachsene Cousine des Käufers August Schapeler. So kommt es Ende 1869 zum &#039;&#039;Kaufkontrakt seitens des Kolons Brink Nr. 8 zu Hörste an die Einlieger Arnold Gauß von Mackenbruch und August Schapeler von Pivitsheide&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XXII&amp;lt;/ref&amp;gt;  Jeder Käufer erwirbt einen der Kotten und zugehöriges Land; die Hörster Neuwohnerstätten Gauss/ab 1881 Stölting Nr. 66 und Schapeler Nr. 67 entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Schapeler zahlt für 11 Schfls., von denen zwei dem sogenannten schwarzen Dreck zugerechnet werden, 1900 Taler, davon 900 bei Übergabe. 1000 Taler gewährt Verkäufer Brink als mit 4 Prozent verzinsliches Darlehn. Zusätzlich zu dieser ursprünglichen Fläche von knapp 2 ha erwirbt A. Schapeler 1880 weitere südlich angrenzende 4 ha Land „auf dem schwarzen Dreck“ (größtenteils Moorgelände) von Brink Nr. 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1900 verkauft Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler seinem ältesten Sohn, dem seit 1894 verheirateten, aber noch als Einlieger auf der elterlichen Stätte lebenden Ziegelmeister &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf Schapeler ein 0,85 ha großes Teilstück seines Colonates, auf dem dieser im selben Jahr ein Haus baut, das er mit Familie bezieht  -  Hörstes Stätte Nr. 100 entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
August Schapeler („der Gründer“), seit 1907 Witwer, wird seine letzten 25 Lebensjahre durch im Hause wohnende Kinder und Enkel unterstützt, bleibt aber bis zu seinem Tod 1932 Eigentümer der Stätte, deren Anerbe der nebenan auf Nr. 100 lebende Sohn August Sch. („der Ältere“) wird. Dieser überträgt die Stätte Nr. 67 im Folgejahr 1933 käuflich an seinen bereits seit Jahren mit Familie auf Nr. 67 lebenden ältesten Sohn August („den Jüngeren“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Jahre später erfolgt der amtlich verordnete Abbruch des Colonatshauses wegen Baufälligkeit; die Familie Schapeler zieht um in das alte Leibzuchtshaus auf dem Hof Wiemann in Hiddentrup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum der älteste Sohn Ernst August Schapeler (1929 – 2013) erwirbt 1960 ein Baugrundstück von der ehemaligen Stätte, baut und lebt dort mit Familie. Er findet einige Jahre später seine Geschwister ab und übernimmt den von der Stätte Nr. 67 verbliebenen Grundbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus-zum-geflickten-Ständer kompr.jpg|mini|Haus &amp;quot;zum geflickten Ständer&amp;quot; (Schapeler Nr. 67, errichtet 1865, abgebrochen 1939/40); um 1930 ?; Foto: Privatbesitz Gottfried Schapeler, Detmold]]&lt;br /&gt;
Das Colonatshaus, noch errichtet als Kotten des Hofes Brink, war ein Bruchsteinbau mit Satteldach und Brettergiebel; der Einfahrgiebel mit Rundbogentür lag nach Südosten / zum kleinen Bach hin gerichtet. Der familiären Überlieferung nach war das Haus unter dem beziehungsreichen Spitznamen „Zum geflickten Ständer“ bekannt. Es hatte offenbar frühzeitig substanzielle Mängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wendet sich Wilhelm Kleine, Schwiegersohn des 85-jährigen Stättengründers, wegen gewünschter Übernahme der Stätte an das Amtsgricht in Oerlinghausen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300189&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Auch möchte ich erwähnen, daß wir dies hauptsächlich angehen, weil&#039;&#039; (Schwieger-)&#039;&#039;Vater es gern will, denn das Haus ist ziemlich verfallen und der Grund und Boden ist nicht der beste.&#039;&#039;  .  .  . 1928 klagt dann der jetzt bei dem inzwischen 90-jährigen Alten wohnende Enkel August Schapeler „der Jüngere“ über die Last der Altenversorgung bei gleichzeitig ihm zu zahlender Miete:  &#039;&#039;Die Wohnung ist aber sehr baufällig, die Kammerdecke ist vor kurzem schon eingestürzt.&#039;&#039; 1939/40 wird das Haus auf amtliche Verfügung hin wegen Baufälligkeit abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Stättengründer Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1838 – 1932) ist ein Spross der Schapelers „auf dem Schapeler“ in der Senne (Hörste Nr. 30): Sein Vater Johann Töns Henrich Schapeler (1807 – 1847), ein nachgeborener Sohn, war nach seiner Eheschließung 1838 als Einlieger und Spinner auf der elterlichen Stätte geblieben, die sein älterer Bruder Joh. Berend Christoph Schapeler geerbt hatte und bewirtschaftete. Hier in der Senne geboren, wurde August Schapeler Ziegler, lebte ab der Eheschließung 1864 fünf Jahre mit Familie als Einlieger in Pivitsheide VL, dann erfolgte Ende 1869 Grundstückskauf und  Gründung der Stätte Hörste Nr. 67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 – 1932  Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler „der Gründer“ (1838 – 1932), ∞ 1864 Florentine Amalie Henriette Wiemann (1842 – 1907)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Justine, * 1865, ∞ 1888, wird Stöltingsche auf Nr. 66, † 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf „der Ältere“, * 1866, ∞ 1894 Johanne Wilh. Amalie Mölling (1871 – 1966) aus Piv., gründet 1900 die Stätte Hörste Nr. 100, † 1936; 4 Kinder, darunter &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Wilh. „der Jüngere“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 weitere Kinder, * 1868  . . .  1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 – 1933  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf „der Ältere“ (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 – 1969 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedr. Wilh. „der Jüngere“ Schapeler (1898 – 1969), ∞ vor 1928 Emma Funke († nach 1969); diese Eheleute haben die Stätte bereits ab Mitte der 1920er Jahre (als Einlieger) bewohnt, dies aber nur bis 1939/40 (Abbruch des Hauses).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Ernst August (1929 – 2013)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• 9 weitere Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch 1901: (Hörsterbruch) Schapeler, Aug., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch 1926: (Hörsterbr.) Schapeler, Aug., Kol.; Schapeler, Aug., Arbeiter; Schapeler, Adolf, Ziegler; Schapeler, Adolf, Ziegler &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Bentweg_20_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70147</id>
		<title>Bentweg 20 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-23T08:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Bentweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=20&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94089, 8.77079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=067&lt;br /&gt;
}} Ehemalige Neuwohnerstätte August Schapeler, Hörste Nr. 67. Haus 1939/40 wegen Baufälligkeit abgebrochen, dann jahrzehntelang Brachgrundstück. Parzelle des früheren Kolonatshauses um 1995 mit Mehrfamilienhaus bebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundstück Nr. 67.jpg|mini|Ursprüngliches Grundstück der Stätte Schapeler mit aufstehendem Kotten, Hörste Nr. 67; 1869; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII]]&lt;br /&gt;
Ein früh baufälliges Colonatshaus, Kinderreichtum über mehrere Generationen und dadurch bedingt immer wieder Abtrennung/Übertragung von ursprünglich zum Colonat gehörenden Grundstücken für Siedlungs- bzw. Bauzwecke prägen in der Geschichte der Hörster Stätte Nr. 67. Diese Entwicklung führt direkt auf die heutige Struktur des Stättengeländes  -  kein erhaltenes wirklich altes Haus, südlich des Baches (teils Landschaftsschutzgebiet - ehemals „Schwarzer Dreck“/Torfstich) Natur, nördlich des Baches nahezu flächendeckende Bebauung mit Häusern unterschiedlichen Alters, die großenteils im Besitz von Nachfahren des Stättengründerpaares sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reihe nach: Im Hörster Salbuch von 1855 wird am 17. Febr. 1870 nachgetragen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 131, S. 1795&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Nr. 67.  Schapeler, August; hat die Zubehörungen dieser Stätte vom Brinkschen Colonate Nr. 8 angekauft und besitzt: I. ein Wohnhaus; II. Länderei vom Hörsterbruche – 11 Schfls.&#039;&#039;; Darunter folgt ein weiterer Eintrag: &#039;&#039;Hinzu von Brink N.8.; Hude und Torfstich auf dem schwarzen Dreck – 25 Schfls.; Eing. 22. Jan. 1881&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Brinkschen Hof Nr. 8 waren bei der Teilung des Hörsterbruches um 1840 größere Flächen am Südrand des Geländes zugeschlagen worden, deren Verkauf Colon Brink Mitte der 1860er Jahre anstrebt. Dazu erhält er 1865 die Genehmigung zur Errichtung von zwei Kotten auf dem Gelände.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Womöglich ist der Bau der Kotten schon zugeschnitten auf zwei avisierte Käufer  -  August Schapeler und dessen Verwandten Arnold Gauss aus Mackenbruch. Auch Käufer und Verkäufer sind verwandt bzw. verschwägert: Die Colona Brink ist Justine Wilhelmine Schapeler (aus der Senne), eine mit ihm aufgewachsene Cousine des Käufers August Schapeler. So kommt es Ende 1869 zum &#039;&#039;Kaufkontrakt seitens des Kolons Brink Nr. 8 zu Hörste an die Einlieger Arnold Gauß von Mackenbruch und August Schapeler von Pivitsheide&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XXII&amp;lt;/ref&amp;gt;  Jeder Käufer erwirbt einen der Kotten und zugehöriges Land; die Hörster Neuwohnerstätten Gauss/ab 1881 Stölting Nr. 66 und Schapeler Nr. 67 entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Schapeler zahlt für 11 Schfls., von denen zwei dem sogenannten schwarzen Dreck zugerechnet werden, 1900 Taler, davon 900 bei Übergabe. 1000 Taler gewährt Verkäufer Brink als mit 4 Prozent verzinsliches Darlehn. Zusätzlich zu dieser ursprünglichen Fläche von knapp 2 ha erwirbt A. Schapeler 1880 weitere südlich angrenzende 4 ha Land „auf dem schwarzen Dreck“ (größtenteils Moorgelände) von Brink Nr. 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1900 verkauft Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler seinem ältesten Sohn, dem seit 1894 verheirateten, aber noch als Einlieger auf der elterlichen Stätte lebenden Ziegelmeister &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf Schapeler ein 0,85 ha großes Teilstück seines Colonates, auf dem dieser im selben Jahr ein Haus baut, das er mit Familie bezieht  -  Hörstes Stätte Nr. 100 entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
August Schapeler („der Gründer“), seit 1907 Witwer, wird seine letzten 25 Lebensjahre durch im Hause wohnende Kinder und Enkel unterstützt, bleibt aber bis zu seinem Tod 1932 Eigentümer der Stätte, deren Anerbe der nebenan auf Nr. 100 lebende Sohn August Sch. („der Ältere“) wird. Dieser überträgt die Stätte Nr. 67 im Folgejahr 1933 käuflich an seinen bereits seit Jahren mit Familie auf Nr. 67 lebenden ältesten Sohn August („den Jüngeren“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Jahre später erfolgt der amtlich verordnete Abbruch des Colonatshauses wegen Baufälligkeit; die Familie Schapeler zieht um in das alte Leibzuchtshaus auf dem Hof Wiemann in Hiddentrup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum der älteste Sohn Ernst August Schapeler (1929 – 2013) erwirbt 1960 ein Baugrundstück von der ehemaligen Stätte, baut und lebt dort mit Familie. Er findet einige Jahre später seine Geschwister ab und übernimmt den von der Stätte Nr. 67 verbliebenen Grundbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus-zum-geflickten-Ständer kompr.jpg|mini|Haus &amp;quot;zum geflickten Ständer&amp;quot; (Schapeler Nr. 67, errichtet 1865, abgebrochen 1939/40); um 1930 ?; Foto: Privatbesitz Gottfried Schapeler, Detmold]]&lt;br /&gt;
Das Colonatshaus, noch errichtet als Kotten des Hofes Brink, war ein Bruchsteinbau mit Satteldach und Brettergiebel; der Einfahrgiebel mit Rundbogentür lag nach Südosten / zum kleinen Bach hin gerichtet. Der familiären Überlieferung nach war das Haus unter dem beziehungsreichen Spitznamen „Zum geflickten Ständer“ bekannt. Es hatte offenbar frühzeitig substanzielle Mängel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wendet sich Wilhelm Kleine, Schwiegersohn des 85-jährigen Stättengründers, wegen gewünschter Übernahme der Stätte an das Amtsgricht in Oerlinghausen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300189&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Auch möchte ich erwähnen, daß wir dies hauptsächlich angehen, weil&#039;&#039; (Schwieger-)&#039;&#039;Vater es gern will, denn das Haus ist ziemlich verfallen und der Grund und Boden ist nicht der beste.&#039;&#039;  .  .  . 1928 klagt dann der jetzt bei dem inzwischen 90-jährigen Alten wohnende Enkel August Schapeler „der Jüngere“ über die Last der Altenversorgung bei gleichzeitig ihm zu zahlender Miete:  &#039;&#039;Die Wohnung ist aber sehr baufällig, die Kammerdecke ist vor kurzem schon eingestürzt.&#039;&#039; 1939/40 wird das Haus auf amtliche Verfügung hin wegen Baufälligkeit abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Stättengründer Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1838 – 1932) ist ein Spross der Schapelers „auf dem Schapeler“ in der Senne (Hörste Nr. 30): Sein Vater Johann Töns Henrich Schapeler (1807 – 1847), ein nachgeborener Sohn, war nach seiner Eheschließung 1838 als Einlieger und Spinner auf der elterlichen Stätte geblieben, die sein älterer Bruder Joh. Berend Christoph Schapeler geerbt hatte und bewirtschaftete. Hier in der Senne geboren, wurde August Schapeler Ziegler, lebte ab der Eheschließung 1864 fünf Jahre mit Familie als Einlieger in Pivitsheide VL, dann erfolgte Ende 1869 Grundstückskauf und  Gründung der Stätte Hörste Nr. 67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 – 1932  Ernst &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler „der Gründer“ (1838 – 1932), ∞ 1864 Florentine Amalie Henriette Wiemann (1842 – 1907)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Justine, * 1865, ∞ 1888, wird Stöltingsche auf Nr. 66, † 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf „der Ältere“, * 1866, ∞ 1894 Johanne Wilh. Amalie Mölling (1871 – 1966) aus Piv., gründet 1900 die Stätte Hörste Nr. 100, † 1936; 4 Kinder, darunter &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Wilh. „der Jüngere“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 6 weitere Kinder, * 1868  . . .  1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 – 1933  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf „der Ältere“ (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 – 1969 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedr. Wilh. „der Jüngere“ Schapeler (1898 – 1969), ∞ vor 1928 Emma Funke († nach 1969); diese Eheleute haben die Stätte bereits ab Mitte der 1920er Jahre (als Einlieger) bewohnt, dies aber nur bis 1939/40 (Abbruch des Hauses).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Ernst August (1929 – 2013)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• 9 weitere Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch 1901: (Hörsterbruch) Schapeler, Aug., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch 1926: (Hörsterbr.) Schapeler, Aug., Kol.; Schapeler, Aug., Arbeiter; Schapeler, Adolf, Ziegler; Schapeler, Adolf, Ziegler &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70142</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70142"/>
		<updated>2026-08-22T20:55:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte der Bauerschaften Hörste (oben rechts) und Hiddentrup (unten links) von Johann Christoph Friemel, 1730. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13. Darin eingezeichnet ist der an Hiddentrup vorbeiführende Frankfurter Weg mit der Flurnummer N.546; Legende zu N. 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, 1899. LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Lageplan des Hofes Brinkmann, jetzt Homeier, 1913. Neben den alten Hofgebäuden ist ein moderner Dreiseithof entstanden. LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025. In der Mitte steht vor Kopf das zweigeschossige Wohnhaus von 1913. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift von 1781 an Brinkmanns Kotten, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025. Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses von 1913 ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist dagegen auf dem Hof nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU / EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE      SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER / ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS / HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN ZU BAUEN EIN     GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS= SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET / HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &amp;quot;starb plötzlich (Schlagfluss)&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist ein in der Inschrift von Hörste Nr. 39 zu findender Bibelvers über &amp;quot;Säufer und Schlemmer&amp;quot; sehr wahrscheinlich aus einer früheren (um 1770 existierenden) Inschrift an dem Brinkmannschen Kruge entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Ehepaar Strate/Hilgenstöhler hat vor Gründung der Stätte Hörste Nr. 39 im Jahre 1772 fast zwei Jahrzehnte als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt und kann den in Hausinschriften eher seltenen Bibelvers eigentlich nur hier aufgenommen haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (aus Heidenoldendorf) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;(vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1580, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1582&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth, * um 1584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke, * um 1586&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eine der letzten drei Töchter ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup und † vor 1607; eine andere ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Pferdehirte aus Heidenoldendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1634/35  Deppe NN oder Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe Br. oder deren ältester Tochter um 1625 auf den Hof gekommen oder gar als Sohn des Curt Br. selbst (sehr junger) Anerbe, † 1634/35 (Pest ?), seine Witwe ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († vor 1673) aus der Hasebecke, ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742) aus ?,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70082</id>
		<title>Hörster Bruch 8 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70082"/>
		<updated>2026-08-21T17:36:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hörster Bruch  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=8&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94521, 8.75319&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=036&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der ehemalige Halbspännerhof Weeke, früher Hörste Nr. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Höfe/Stätten mit dem Namen Weeke finden sich u. a. in Hörste (Nr. 26, Nr. 38), in Mackenbruch und in Pivitsheide VL. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Weeke.jpg|mini|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36, noch bewirtschaftet, 1950-er Jahre? Links neben dem Haupthaus das 1890 erbaute Schweinehaus (?) Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_1.jpg|thumb|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_2.jpg|thumb|Hörste Nr. 36, Torbogen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hypothese, dass die Höfe Weeke (später Nr. 36) und Gees (später Nr. 37) einst durch Teilung eines Hörster „Urhofes“ entstanden sein könnten, wird durch entsprechende Flurbezeichnungen im Ortskern, aber auch durch frühe Salbucheinträge gestützt (vgl. Ortsgeschichte Hörste). Die frühe Entstehung des Hofes wird auch durch die lippischen Landschatzregister bestätigt, in denen der Hof unter Amt Barkhausen als &#039;&#039;de Weke to Horste&#039;&#039; bereits 1467 verzeichnet ist. 1617 heißt es unter Vogtei Lage, Bauerschaft Hörste: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weke zu Horste ist ambtfreÿ, gibt den Zehenden dem Kloister Marienvelde, dem Meÿer zue Staplage den Fleischzehenden und ein Huen, dem Chuster 1 Schfl. Rogken. Nach Dettmoldt: 18 Schfl. Hafern; 2 Schfl. Gersten; selbander ein feiste Kuhe; ein Malschwein; 6 Schfl. Schweinhafern; Landschatz 2 ½ Gfl.; Burgfestgeld 1 ½ Tlr.; Malzgeld ½ Tlr.; Hofgerichtsschatz 6 ½ Gr.; zum Kuhegelt ins Ambt Barckhausen pro quota; 4 Huner; halben Spandienst; 3 Tage Burgfest.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arendt Geerß ist amptfreÿ, gibt dem Kloster Marienvelde den Zehenden. Der Herrschaft gibt er in allen Posten dem Weeken gleich, allein, das er, Gerß, 2 Gfl. Landschatz und also ½ Gfl. geringer gibt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Höfe stellen gemeinsam für die Dienste ein Gespann, werden deshalb als (große) Halbspänner bezeichnet. Die Zugehörigkeit dieser Höfe zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Barkhausen „Amt Barkhausen“], einem frühen Höfeverband um das Gut Niederbarkhausen im Grengebiet der Grafschafteb Lippe und Ravensberg, ist in Hörste eine Besonderheit. Gemeinsam mit zwei weiteren Höfen in der Vogtei Lage, Wissmann zu Ehrentrup und Wissmann zu Wissentrup, stellen sie die Landesverwaltung vor Herausforderungen: 1640 wird im Salbuch der Vogtei Lage zu ihnen nur vermerkt, sie fänden sich in den Oerlinghausischen Registern.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92,  S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt; 1664 und nochmals 1749 scheint die Abgaben-Erhebung aber unzureichend zu funktionieren; die Steuer-Erhebung durch die Vogtei Oerlinghausen wird nach Gesprächen auf Beamtenebene erneut bekräftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 144, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dazwischen (1683–1685) hat sich selbst das Reichskammergericht in Wetzlar mit der korrekten Zuordnung der vier Höfe befassen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 / Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 399&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst später setzt wohl ein Umdenken ein; 1787 werden die vier von Alters her dem Amt Barkhausen zugehörigen und dadurch teils/bisher Oerlinghausischen Höfe endgültig in ihre (Standort-) Bauerschaften und damit in die Vogtei Lage umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlinghausen / Amt Oerlinghausen Nr. 91: Abtretung der Kolonate Weeke und Geers zu Hörste, Wißmann zu Wissentrup und Wißmann zu Ehrentrup an die Vogtei Lage (1780-1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird Weeke mit Frau, einem Sohn und drei Töchtern genannt und als vermögend eingeschätzt. 1645 hat der jetzt aktive Weeke fünf Kinder, nur 10 Taler an Forderungen ausstehen, selbst aber 400 Taler Schulden bei anderen. 1680 sind an Vieh 4 Pferde, 5 Kühe, 7 Schafe und 9 Schweine auf dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitzerfamilien des Hofes lassen sich ab etwa 1600 lückenhaft, ab etwa 1700 durchgängig rekonstruieren. Viele überlebende Kinder - eigentlich ein großes Glück - bedeutete zu jener Zeit aber auch sehr hohe Belastungen für den elterlichen Hof bei deren Verheiratung. Zwischen 1730 und 1743 kommen 150 Taler per Brautschatz auf den Hof Weeke, gleichzeitig werden fünf vom Hof weg heiratenden Kindern als Abfindung 1.350 Taler (und Vieh) per Eheverschreibung zugesagt - zumeist hälftig sofort bei Eheschließung, zur anderen Hälfte in Raten, z. B. über 10 Jahre zahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Belastungen lassen die Weekes 1751 ein neues (bis heute erhaltenes) Haupthaus erbauen. Dies und der einige Jahre später beginnende Siebenjährige Krieg führen zur völligen Überforderung des Hofes, Schulden werden nicht mehr bezahlt,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 11 S. 360&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlreiche Auseinandersetzungen mit Gläubigern sind die Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 12 W 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wird der Hof Weeke elociert (unter amtliche Zwangsverwaltung gestellt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sich stolz „Freimeier“ nennende Johann Henrich Weeke II. muss jetzt jede Einnahme abführen und darf keinen Taler ohne amtliche Genehmigung ausgeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach der auf diese Weise über etliche Jahre erfolgten Sanierung wird der Hof noch anderthalb Jahrhunderte von der Familie bewirtschaftet, danach folgt in den ersten Nachkriegsjahrzehnten eine heimatvertriebene Pächterfamilie auf dem Hof. Danach endet die Jahrhundete währende Vollerwerbslandwirtschaft auf dem Hof Weeke; Hofstelle und Ländereien werden verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibzucht Reduziert.jpg|mini|Leibzuchtshaus des Hofes Weeke, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Hof Weke, Leibzucht 846 1514.jpg|mini|Hörste, Hof Weke Nr. 36, Leibzucht, 16. Jahrhundert. Aufmaß von Gerhard Eitzen, Baupflegeamt Westfalen LWL-Archiv 846-1514]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheune Weeke.jpg|mini|Scheune des Hofes Weeke. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1750 sind an Gebäuden auf dem Hof Weeke vorhanden &#039;&#039;das Wohn Hauß&#039;&#039;, &#039;&#039;die Leibzucht&#039;&#039;, d&#039;&#039;ie barg oder Backhauß&#039;&#039; und &#039;&#039;der Schoppe&#039;&#039;. Nach 1781 und 1829 unverändertem Bestand werden im Salbuch 1855 nur noch Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 wird der Zustand der Gebäude im Rahmen der Zwangsverwaltung wie folgt beschrieben:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1.)	&#039;&#039;Das Meierhaus in Gründen in mittelmäßigen Stande,  an dem Strohdache aber 9 ansehnliche Löcher, die aber nach Ausßage des Coloni bei dem neulichen Windsturm noch vergrößert waren. Dies könnte man nun zwar an dem auf dem Dache noch zerstreut liegenden Stroh bemerken. (...) Allein daß der Regen durch das Dach schon seit langer Zeit gedrungen sein mußte, konnte man aus den vermoderten Dielen und aus der ganz löcherichten Deel auch 	wahrnehmen. (...) Die Esse über dem Feuerherd war zwar in Beschus, der Boden mit Dielen kärglich überlegt, auch kein beweglicher Schirm vor dem Feuerherde angebracht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)	&#039;&#039;Das Leibzuchtshaus ist in Dach und Gründen noch in mittelmäßigem Stande.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.)	&#039;&#039;Die Barg&#039;&#039; (Burg, steinerner Speicher) &#039;&#039;ganz dachlos und nur die steinerne Mauer mehr da, worin der Backofe sich befindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.)	&#039;&#039;Das zu einer Mühle angelegte, jetzt aber zu einem Kotten aptierte Gebäude ist in gutem Stande und das Dach mit Ziegelsteinen behangen, jedoch fe(h)lt der Giebel, welchen Colonus in diesem Sommer aus den bereits vorrätigen Holtze die Bretter schneiden laßen will.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1751&#039;&#039;&#039; ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus&#039;&#039;&#039; ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_3.jpg|thumb|Inschrift über dem Seiteneingang. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Torbogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACH MEIN GOTT WIE GROS IST DEINE GVTE DIE DV VERBORGEN HAST DENEN DIE DICH / FORCHTEN VND ERZEIGEST SIE DENEN DIE FVR DEN LEVTEN AVF DICH TRAVEN FLEISCH / VND BLVT HATTE DAS NICHT GEMEINT MEINE FEINDE HATTENS NICHT GEHOFFET DIE DA SAGTEN ZV MEINER / SEELE SIE HAT KEINE HVLFFE BEI GOTT WIE SOLL ICH DIR DAN VERGELTEN ALLE DEINE WOHLTHAT DIE DV MIR THVST / JOHANN HENRICH MEIR WECKE VND SEINE EHERAVE ANNA MARIA ELISABETH OBERMEIR VON LVCKHAVSEN / HABEN DIS HAVS MIT DER HVLFFE GOTTES LASSEN BAVEN / DEN 7TEN IVLIVS ANNO 1751 M. ERNST SCHLVTER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift über dem Seiteneingang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WO DER HERR NICHT DAS HAVS / BAVET SO ARBEITEN VMSON. / DIE DARAN BAVEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Weeke.jpg|mini|Doppelgrabstein Weeke an der Kirche in Stapelage, wohl von 1727, 2010. Foto: Uwe Standera ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Präsentation Grabstein 3.jpg|mini|Texte auf dem Grabstein Weeke, 2010. Transkription: Uwe Standera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560		Heinrich I Weeke (oder eingeheir.) († vor 1600),  ∞ Aleke NN (oder Weeke) († 1599), 1599 als verstorbener Vater seiner Söhne Bartold und Johann genannt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 319&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
•	Johann (um 1560 Gründer der StK-Stätte Weeke, später Kleineweeke Nr. 26 in Hörste ??)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bartold, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend, * um 1560, Stättengründer/Neuwohner a. d. Pivitsheide &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr.  130, S. 412/413&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Jutta, ledig; lebt mit ihrem &#039;&#039;natürlichen&#039;&#039; (unehelichen) Sohn Henrich auf dem Hof ihres Bruders Bartold, † 1599 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 135, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1585 – ca. 1619		Bartold Weeke, ∞ (I) 1586 NNw Wissmann zu Wissentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 635&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ (II) 1604 Maria im Barke &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;   (beide Eheleute † 1637 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 211, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Deppe, * um 1590, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1592, ∞ 1617, wird Brinksche in Hörste Nr. 8 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1604)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1619 – 1662	Deppe Weeke, ∞ 1619 Lische Düchtige von Billinghausen Nr. 3 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Kinder: 5 (lebende) Kinder um 1645 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1618)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1619)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agnese, * um 1627, ∞ 1655, wird Beiningsche in Hiddentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 558&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1630, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 – ca. 1702   	Cordt Sundermann aus Ohrsen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21, Nr. 135, S. 142 u. S. 145ff&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ 1662 NNw Weeke, Anerbin in Hörste, er wird Weeke († n. 11/1701)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Cord, * 1665, Anerbe &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1702 – 1727	Johann Cord Weeke (1665 – 1727), ∞ (I) um 1695 NN († 1702/03), ∞ (II) um 1704 Anna Ilsabein Döldissen (1675 – 1756) vom Hof Meier zu Döldissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich I,* 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth Ilsabein, * 1699, ∞ 1720, wird Düchtingsche in Billinghausen Nr. 3 († 1772)&lt;br /&gt;
* Anna Ilsabein, * 1705, ∞ 1730, wird Geessche in Hörste Nr. 37 († 1750)&lt;br /&gt;
* Töns Jobst, * 1706, ∞ 1732, wird Bade in Waddenhausen&lt;br /&gt;
* Amelie Margaretha, * 1709, ∞ 1742, wird Brinkmannsche in Hiddentrup († 1782)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1711, ∞ 1742, wird Bekmann in der brand. Senne &lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Philip&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich, * 1714, ∞ 1743, wird Bornmeyer in Oberbarkhausen († 1793)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1758		Johann Henrich Weeke I (1698 – 1758), ∞ 1730 Anna Elisabeth Obermeier (1708 – 1769) aus Lückhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich II, * 1733, Hoferbe nach Vertrag von 1760&lt;br /&gt;
* Anna Margaretha Elisabeth, * 1737 († 1741)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1739&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1742, eigentlicher Anerbe, ∞  1770, 1774 Gründer der Stätte Hörste Nr. 38 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 – 1801		Johann Henrich Weeke II (1733 – 1805), ∞ 1760 Anna Margrethe Elisabeth Orbke (1735 – 1806) aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Anna Sophia Elisabeth, * 1761&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1768 († 1769)&lt;br /&gt;
* Anna Maria Sophia Ilsabein, * 1770	&lt;br /&gt;
* Töns Henrich, * 1774, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1801 – 1811		Töns Henrich Weeke (1774 – 1811), ∞ 1801 Anne Marie Elisabeth Obersiebrasse aus Stieghorst; sie ∞ (II) 1811 Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824) aus Fordissen, Amt Heepen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Friderich Adolph, * 1802&lt;br /&gt;
* Caroline Sophie Elisabeth, * 1804	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1806	(† 1806)&lt;br /&gt;
* Johann Berend Christoph, * 1807, Anerbe&lt;br /&gt;
* Hanne Amalie, * 1812 &lt;br /&gt;
* Friedich Wilhelm, * 1813, ∞  1845, Einl. u. Spinner in Hörste († 1888)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 – 1824		Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824), eingeheirateter Weeke (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 – nach 1836	Witwe Anne Marie Elisabeth Weeke, geb. Obersiebrasse (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach 1836 – 1878	Johann Berend Christoph Weeke (1807 – 1881), ∞  1836 Konradine Henriette Ostmann (1815 – 1864) von Hörste Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Justine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1838, ∞ 1864, wird Brandingsche in Ehrentrup Nr. 3&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Juliane, * 1840, ∞ 1873, wird Brinkmannsche in Mackenbruch Nr. 7&lt;br /&gt;
* Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottfried&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1843, Anerbe&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Juliana&amp;lt;/u&amp;gt; Franziska, * 1845,	∞ 1874, wird Hanningsche in Hörste Nr. 39 († 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 – 1904	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Weeke (1843 – 1904), ∞ 1873 Henriette Caroline &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Hollmann (1849 – nach 1924) von Ehrentrup Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Ottilie&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1875&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb, * 1876 († 1877)&lt;br /&gt;
* Emilie Johanne, * 1879, ∞ 1903 K. H. Meier in Mülheim/Ruhr&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb Adolf, * 1882 († 1883)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gustav, * 1884,	Anerbe&lt;br /&gt;
* Gottlieb Paul Theodor, * 1885	&lt;br /&gt;
* Friederike Leandra, * 1888	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 - 1909 Witwe Amalie Weeke, geb. Hollmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1909  August Weeke (1884 - ca. 1958), ∞ 1911 Martha Luise &amp;lt;u&amp;gt;Alma&amp;lt;/u&amp;gt; Sprute von Mosebeck Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 36 (zuvor Währentrup Nr. 4) in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 To unter 10 J.) Ein Freymeyer und der Hoff ist elociret; a) Philip Weeke (Ma + Fr) Ein Einlieger; b) Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. + 1 So unt. 10 J. + 2 Tö unt. 10 J.) Ein Einlieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö) ackert; a) Einlieger Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 1 So unt. 14 J. + 4 Tö) Fischer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    36  3 Wohnhäuser, Weeke (Fr + 4 Sö + 2 Tö), Einl. Joh. Henr. Schulte (Ma + 3 Sö); Einl. Hermann Haverjoh (Ma + Fr + 2 Tö); Einl. Witwe Gausmann (Fr + 1 To); Einl. Gerhard Sielemann (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To); Einl. Töns H. Großhof (Ma + Fr + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 36 Weeke, Gottlieb, Landwirth. Weeke, Gottlieb, Ziegelmeister. Brechmann, Hermann, Ziegler. Heumann, Friedrich, Ziegler. Imker, Friedrich, Gendarm. Sturhahn, Friedrich, Ziegler. Sturhahn, Heinrich, Ziegler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 36 Weeke, Aug., Ldw. -&amp;gt; 155 (Lage); Weeke, Amalie, Witwe; Weeke, Gottlieb, Ziegelmstr. a. D.; Schildmann, Wilhelm, Arbeiter; Vordervenne, Ludwig, Knecht; Sturhahn, Minna, Witwe; Reuter, Gottlieb, Ziegler; Reuter, August, Ziegler; Reuter, Helene, Fabrikarbeiterin; Sturhahn, Frieda, Fabrikarb.; Sturhahn, Fritz, Ziegler  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/ Nachlass Heinrich August Krawinkel; hier Kartothek, Blatt Weeke zu Hörste&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörsterbruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70081</id>
		<title>Hörster Bruch 8 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70081"/>
		<updated>2026-08-21T17:32:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hörster Bruch  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=8&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94521, 8.75319&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=036&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der ehemalige Halbspännerhof Weeke, früher Hörste Nr. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Höfe/Stätten mit dem Namen Weeke finden sich u. a. in Hörste (Nr. 26, Nr. 38), in Mackenbruch und in Pivitsheide VL. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Weeke.jpg|mini|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36, noch bewirtschaftet, 1950-er Jahre? Links neben dem Haupthaus das 1890 erbaute Schweinehaus (?) Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_1.jpg|thumb|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_2.jpg|thumb|Hörste Nr. 36, Torbogen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_3.jpg|thumb|Inschrift über dem Seiteneingang. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hypothese, dass die Höfe Weeke (später Nr. 36) und Gees (später Nr. 37) einst durch Teilung eines Hörster „Urhofes“ entstanden sein könnten, wird durch entsprechende Flurbezeichnungen im Ortskern, aber auch durch frühe Salbucheinträge gestützt (vgl. Ortsgeschichte Hörste). Die frühe Entstehung des Hofes wird auch durch die lippischen Landschatzregister bestätigt, in denen der Hof unter Amt Barkhausen als &#039;&#039;de Weke to Horste&#039;&#039; bereits 1467 verzeichnet ist. 1617 heißt es unter Vogtei Lage, Bauerschaft Hörste: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weke zu Horste ist ambtfreÿ, gibt den Zehenden dem Kloister Marienvelde, dem Meÿer zue Staplage den Fleischzehenden und ein Huen, dem Chuster 1 Schfl. Rogken. Nach Dettmoldt: 18 Schfl. Hafern; 2 Schfl. Gersten; selbander ein feiste Kuhe; ein Malschwein; 6 Schfl. Schweinhafern; Landschatz 2 ½ Gfl.; Burgfestgeld 1 ½ Tlr.; Malzgeld ½ Tlr.; Hofgerichtsschatz 6 ½ Gr.; zum Kuhegelt ins Ambt Barckhausen pro quota; 4 Huner; halben Spandienst; 3 Tage Burgfest.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arendt Geerß ist amptfreÿ, gibt dem Kloster Marienvelde den Zehenden. Der Herrschaft gibt er in allen Posten dem Weeken gleich, allein, das er, Gerß, 2 Gfl. Landschatz und also ½ Gfl. geringer gibt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Höfe stellen gemeinsam für die Dienste ein Gespann, werden deshalb als (große) Halbspänner bezeichnet. Die Zugehörigkeit dieser Höfe zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Barkhausen „Amt Barkhausen“], einem frühen Höfeverband um das Gut Niederbarkhausen im Grengebiet der Grafschafteb Lippe und Ravensberg, ist in Hörste eine Besonderheit. Gemeinsam mit zwei weiteren Höfen in der Vogtei Lage, Wissmann zu Ehrentrup und Wissmann zu Wissentrup, stellen sie die Landesverwaltung vor Herausforderungen: 1640 wird im Salbuch der Vogtei Lage zu ihnen nur vermerkt, sie fänden sich in den Oerlinghausischen Registern.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92,  S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt; 1664 und nochmals 1749 scheint die Abgaben-Erhebung aber unzureichend zu funktionieren; die Steuer-Erhebung durch die Vogtei Oerlinghausen wird nach Gesprächen auf Beamtenebene erneut bekräftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 144, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dazwischen (1683–1685) hat sich selbst das Reichskammergericht in Wetzlar mit der korrekten Zuordnung der vier Höfe befassen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 / Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 399&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst später setzt wohl ein Umdenken ein; 1787 werden die vier von Alters her dem Amt Barkhausen zugehörigen und dadurch teils/bisher Oerlinghausischen Höfe endgültig in ihre (Standort-) Bauerschaften und damit in die Vogtei Lage umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlinghausen / Amt Oerlinghausen Nr. 91: Abtretung der Kolonate Weeke und Geers zu Hörste, Wißmann zu Wissentrup und Wißmann zu Ehrentrup an die Vogtei Lage (1780-1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird Weeke mit Frau, einem Sohn und drei Töchtern genannt und als vermögend eingeschätzt. 1645 hat der jetzt aktive Weeke fünf Kinder, nur 10 Taler an Forderungen ausstehen, selbst aber 400 Taler Schulden bei anderen. 1680 sind an Vieh 4 Pferde, 5 Kühe, 7 Schafe und 9 Schweine auf dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitzerfamilien des Hofes lassen sich ab etwa 1600 lückenhaft, ab etwa 1700 durchgängig rekonstruieren. Viele überlebende Kinder - eigentlich ein großes Glück - bedeutete zu jener Zeit aber auch sehr hohe Belastungen für den elterlichen Hof bei deren Verheiratung. Zwischen 1730 und 1743 kommen 150 Taler per Brautschatz auf den Hof Weeke, gleichzeitig werden fünf vom Hof weg heiratenden Kindern als Abfindung 1.350 Taler (und Vieh) per Eheverschreibung zugesagt - zumeist hälftig sofort bei Eheschließung, zur anderen Hälfte in Raten, z. B. über 10 Jahre zahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Belastungen lassen die Weekes 1751 ein neues (bis heute erhaltenes) Haupthaus erbauen. Dies und der einige Jahre später beginnende Siebenjährige Krieg führen zur völligen Überforderung des Hofes, Schulden werden nicht mehr bezahlt,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 11 S. 360&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlreiche Auseinandersetzungen mit Gläubigern sind die Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 12 W 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wird der Hof Weeke elociert (unter amtliche Zwangsverwaltung gestellt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sich stolz „Freimeier“ nennende Johann Henrich Weeke II. muss jetzt jede Einnahme abführen und darf keinen Taler ohne amtliche Genehmigung ausgeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach der auf diese Weise über etliche Jahre erfolgten Sanierung wird der Hof noch anderthalb Jahrhunderte von der Familie bewirtschaftet, danach folgt in den ersten Nachkriegsjahrzehnten eine heimatvertriebene Pächterfamilie auf dem Hof. Danach endet die Jahrhundete währende Vollerwerbslandwirtschaft auf dem Hof Weeke; Hofstelle und Ländereien werden verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibzucht Reduziert.jpg|mini|Leibzuchtshaus des Hofes Weeke, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheune Weeke.jpg|mini|Scheune des Hofes Weeke. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Hof Weke, Leibzucht 846 1514.jpg|mini|Hörste, Hof Weke Nr. 36, Leibzucht, 16. Jahrhundert. Aufmaß von Gerhard Eitzen, Baupflegeamt Westfalen LWL-Archiv 846-1514]]&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1750 sind an Gebäuden auf dem Hof Weeke vorhanden &#039;&#039;das Wohn Hauß&#039;&#039;, &#039;&#039;die Leibzucht&#039;&#039;, d&#039;&#039;ie barg oder Backhauß&#039;&#039; und &#039;&#039;der Schoppe&#039;&#039;. Nach 1781 und 1829 unverändertem Bestand werden im Salbuch 1855 nur noch Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 wird der Zustand der Gebäude im Rahmen der Zwangsverwaltung wie folgt beschrieben:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1.)	&#039;&#039;Das Meierhaus in Gründen in mittelmäßigen Stande,  an dem Strohdache aber 9 ansehnliche Löcher, die aber nach Ausßage des Coloni bei dem neulichen Windsturm noch vergrößert waren. Dies könnte man nun zwar an dem auf dem Dache noch zerstreut liegenden Stroh bemerken. (...) Allein daß der Regen durch das Dach schon seit langer Zeit gedrungen sein mußte, konnte man aus den vermoderten Dielen und aus der ganz löcherichten Deel auch 	wahrnehmen. (...) Die Esse über dem Feuerherd war zwar in Beschus, der Boden mit Dielen kärglich überlegt, auch kein beweglicher Schirm vor dem Feuerherde angebracht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)	&#039;&#039;Das Leibzuchtshaus ist in Dach und Gründen noch in mittelmäßigem Stande.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.)	&#039;&#039;Die Barg&#039;&#039; (Burg, steinerner Speicher) &#039;&#039;ganz dachlos und nur die steinerne Mauer mehr da, worin der Backofe sich befindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.)	&#039;&#039;Das zu einer Mühle angelegte, jetzt aber zu einem Kotten aptierte Gebäude ist in gutem Stande und das Dach mit Ziegelsteinen behangen, jedoch fe(h)lt der Giebel, welchen Colonus in diesem Sommer aus den bereits vorrätigen Holtze die Bretter schneiden laßen will.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1751&#039;&#039;&#039; ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus&#039;&#039;&#039; ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Torbogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACH MEIN GOTT WIE GROS IST DEINE GVTE DIE DV VERBORGEN HAST DENEN DIE DICH / FORCHTEN VND ERZEIGEST SIE DENEN DIE FVR DEN LEVTEN AVF DICH TRAVEN FLEISCH / VND BLVT HATTE DAS NICHT GEMEINT MEINE FEINDE HATTENS NICHT GEHOFFET DIE DA SAGTEN ZV MEINER / SEELE SIE HAT KEINE HVLFFE BEI GOTT WIE SOLL ICH DIR DAN VERGELTEN ALLE DEINE WOHLTHAT DIE DV MIR THVST / JOHANN HENRICH MEIR WECKE VND SEINE EHERAVE ANNA MARIA ELISABETH OBERMEIR VON LVCKHAVSEN / HABEN DIS HAVS MIT DER HVLFFE GOTTES LASSEN BAVEN / DEN 7TEN IVLIVS ANNO 1751 M. ERNST SCHLVTER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift über dem Seiteneingang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WO DER HERR NICHT DAS HAVS / BAVET SO ARBEITEN VMSON. / DIE DARAN BAVEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Weeke.jpg|mini|Doppelgrabstein Weeke an der Kirche in Stapelage, wohl von 1727, 2010. Foto: Uwe Standera ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Präsentation Grabstein 3.jpg|mini|Texte auf dem Grabstein Weeke, 2010. Transkription: Uwe Standera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560		Heinrich I Weeke (oder eingeheir.) († vor 1600),  ∞ Aleke NN (oder Weeke) († 1599), 1599 als verstorbener Vater seiner Söhne Bartold und Johann genannt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 319&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
•	Johann (um 1560 Gründer der StK-Stätte Weeke, später Kleineweeke Nr. 26 in Hörste ??)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bartold, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend, * um 1560, Stättengründer/Neuwohner a. d. Pivitsheide &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr.  130, S. 412/413&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Jutta, ledig; lebt mit ihrem &#039;&#039;natürlichen&#039;&#039; (unehelichen) Sohn Henrich auf dem Hof ihres Bruders Bartold, † 1599 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 135, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1585 – ca. 1619		Bartold Weeke, ∞ (I) 1586 NNw Wissmann zu Wissentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 635&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ (II) 1604 Maria im Barke &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;   (beide Eheleute † 1637 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 211, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Deppe, * um 1590, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1592, ∞ 1617, wird Brinksche in Hörste Nr. 8 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1604)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1619 – 1662	Deppe Weeke, ∞ 1619 Lische Düchtige von Billinghausen Nr. 3 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Kinder: 5 (lebende) Kinder um 1645 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1618)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1619)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agnese, * um 1627, ∞ 1655, wird Beiningsche in Hiddentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 558&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1630, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 – ca. 1702   	Cordt Sundermann aus Ohrsen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21, Nr. 135, S. 142 u. S. 145ff&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ 1662 NNw Weeke, Anerbin in Hörste, er wird Weeke († n. 11/1701)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Cord, * 1665, Anerbe &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1702 – 1727	Johann Cord Weeke (1665 – 1727), ∞ (I) um 1695 NN († 1702/03), ∞ (II) um 1704 Anna Ilsabein Döldissen (1675 – 1756) vom Hof Meier zu Döldissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich I,* 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth Ilsabein, * 1699, ∞ 1720, wird Düchtingsche in Billinghausen Nr. 3 († 1772)&lt;br /&gt;
* Anna Ilsabein, * 1705, ∞ 1730, wird Geessche in Hörste Nr. 37 († 1750)&lt;br /&gt;
* Töns Jobst, * 1706, ∞ 1732, wird Bade in Waddenhausen&lt;br /&gt;
* Amelie Margaretha, * 1709, ∞ 1742, wird Brinkmannsche in Hiddentrup († 1782)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1711, ∞ 1742, wird Bekmann in der brand. Senne &lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Philip&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich, * 1714, ∞ 1743, wird Bornmeyer in Oberbarkhausen († 1793)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1758		Johann Henrich Weeke I (1698 – 1758), ∞ 1730 Anna Elisabeth Obermeier (1708 – 1769) aus Lückhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich II, * 1733, Hoferbe nach Vertrag von 1760&lt;br /&gt;
* Anna Margaretha Elisabeth, * 1737 († 1741)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1739&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1742, eigentlicher Anerbe, ∞  1770, 1774 Gründer der Stätte Hörste Nr. 38 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 – 1801		Johann Henrich Weeke II (1733 – 1805), ∞ 1760 Anna Margrethe Elisabeth Orbke (1735 – 1806) aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Anna Sophia Elisabeth, * 1761&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1768 († 1769)&lt;br /&gt;
* Anna Maria Sophia Ilsabein, * 1770	&lt;br /&gt;
* Töns Henrich, * 1774, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1801 – 1811		Töns Henrich Weeke (1774 – 1811), ∞ 1801 Anne Marie Elisabeth Obersiebrasse aus Stieghorst; sie ∞ (II) 1811 Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824) aus Fordissen, Amt Heepen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Friderich Adolph, * 1802&lt;br /&gt;
* Caroline Sophie Elisabeth, * 1804	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1806	(† 1806)&lt;br /&gt;
* Johann Berend Christoph, * 1807, Anerbe&lt;br /&gt;
* Hanne Amalie, * 1812 &lt;br /&gt;
* Friedich Wilhelm, * 1813, ∞  1845, Einl. u. Spinner in Hörste († 1888)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 – 1824		Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824), eingeheirateter Weeke (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 – nach 1836	Witwe Anne Marie Elisabeth Weeke, geb. Obersiebrasse (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach 1836 – 1878	Johann Berend Christoph Weeke (1807 – 1881), ∞  1836 Konradine Henriette Ostmann (1815 – 1864) von Hörste Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Justine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1838, ∞ 1864, wird Brandingsche in Ehrentrup Nr. 3&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Juliane, * 1840, ∞ 1873, wird Brinkmannsche in Mackenbruch Nr. 7&lt;br /&gt;
* Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottfried&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1843, Anerbe&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Juliana&amp;lt;/u&amp;gt; Franziska, * 1845,	∞ 1874, wird Hanningsche in Hörste Nr. 39 († 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 – 1904	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Weeke (1843 – 1904), ∞ 1873 Henriette Caroline &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Hollmann (1849 – nach 1924) von Ehrentrup Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Ottilie&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1875&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb, * 1876 († 1877)&lt;br /&gt;
* Emilie Johanne, * 1879, ∞ 1903 K. H. Meier in Mülheim/Ruhr&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb Adolf, * 1882 († 1883)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gustav, * 1884,	Anerbe&lt;br /&gt;
* Gottlieb Paul Theodor, * 1885	&lt;br /&gt;
* Friederike Leandra, * 1888	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 - 1909 Witwe Amalie Weeke, geb. Hollmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1909  August Weeke (1884 - ca. 1958), ∞ 1911 Martha Luise &amp;lt;u&amp;gt;Alma&amp;lt;/u&amp;gt; Sprute von Mosebeck Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 36 (zuvor Währentrup Nr. 4) in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 To unter 10 J.) Ein Freymeyer und der Hoff ist elociret; a) Philip Weeke (Ma + Fr) Ein Einlieger; b) Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. + 1 So unt. 10 J. + 2 Tö unt. 10 J.) Ein Einlieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö) ackert; a) Einlieger Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 1 So unt. 14 J. + 4 Tö) Fischer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    36  3 Wohnhäuser, Weeke (Fr + 4 Sö + 2 Tö), Einl. Joh. Henr. Schulte (Ma + 3 Sö); Einl. Hermann Haverjoh (Ma + Fr + 2 Tö); Einl. Witwe Gausmann (Fr + 1 To); Einl. Gerhard Sielemann (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To); Einl. Töns H. Großhof (Ma + Fr + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 36 Weeke, Gottlieb, Landwirth. Weeke, Gottlieb, Ziegelmeister. Brechmann, Hermann, Ziegler. Heumann, Friedrich, Ziegler. Imker, Friedrich, Gendarm. Sturhahn, Friedrich, Ziegler. Sturhahn, Heinrich, Ziegler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 36 Weeke, Aug., Ldw. -&amp;gt; 155 (Lage); Weeke, Amalie, Witwe; Weeke, Gottlieb, Ziegelmstr. a. D.; Schildmann, Wilhelm, Arbeiter; Vordervenne, Ludwig, Knecht; Sturhahn, Minna, Witwe; Reuter, Gottlieb, Ziegler; Reuter, August, Ziegler; Reuter, Helene, Fabrikarbeiterin; Sturhahn, Frieda, Fabrikarb.; Sturhahn, Fritz, Ziegler  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/ Nachlass Heinrich August Krawinkel; hier Kartothek, Blatt Weeke zu Hörste&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörsterbruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70080</id>
		<title>Hörster Bruch 8 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70080"/>
		<updated>2026-08-21T17:27:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hörster Bruch  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=8&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94521, 8.75319&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=036&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der ehemalige Halbspännerhof Weeke, früher Hörste Nr. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Höfe/Stätten mit dem Namen Weeke finden sich u. a. in Hörste (Nr. 26, Nr. 38), in Mackenbruch und in Pivitsheide VL. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Weeke.jpg|mini|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36, noch bewirtschaftet, 1950-er Jahre? Links neben dem Haupthaus das 1890 erbaute Schweinehaus (?) Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_1.jpg|thumb|Hof Weeke, ehem. Hörste Nr. 36. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_2.jpg|thumb|Hörste Nr. 36, Torbogen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch8_050410_3.jpg|thumb|Inschrift über dem Seiteneingang. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leibzucht Reduziert.jpg|mini|Leibzuchtshaus des Hofes Weeke, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheune Weeke.jpg|mini|Scheune des Hofes Weeke. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Weeke.jpg|mini|Doppelgrabstein Weeke an der Kirche in Stapelage, wohl von 1727, 2010. Foto: Uwe Standera ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Präsentation Grabstein 3.jpg|mini|Texte auf dem Grabstein Weeke, 2010. Transkription: Uwe Standera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hypothese, dass die Höfe Weeke (später Nr. 36) und Gees (später Nr. 37) einst durch Teilung eines Hörster „Urhofes“ entstanden sein könnten, wird durch entsprechende Flurbezeichnungen im Ortskern, aber auch durch frühe Salbucheinträge gestützt (vgl. Ortsgeschichte Hörste). Die frühe Entstehung des Hofes wird auch durch die lippischen Landschatzregister bestätigt, in denen der Hof unter Amt Barkhausen als &#039;&#039;de Weke to Horste&#039;&#039; bereits 1467 verzeichnet ist. 1617 heißt es unter Vogtei Lage, Bauerschaft Hörste: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weke zu Horste ist ambtfreÿ, gibt den Zehenden dem Kloister Marienvelde, dem Meÿer zue Staplage den Fleischzehenden und ein Huen, dem Chuster 1 Schfl. Rogken. Nach Dettmoldt: 18 Schfl. Hafern; 2 Schfl. Gersten; selbander ein feiste Kuhe; ein Malschwein; 6 Schfl. Schweinhafern; Landschatz 2 ½ Gfl.; Burgfestgeld 1 ½ Tlr.; Malzgeld ½ Tlr.; Hofgerichtsschatz 6 ½ Gr.; zum Kuhegelt ins Ambt Barckhausen pro quota; 4 Huner; halben Spandienst; 3 Tage Burgfest.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arendt Geerß ist amptfreÿ, gibt dem Kloster Marienvelde den Zehenden. Der Herrschaft gibt er in allen Posten dem Weeken gleich, allein, das er, Gerß, 2 Gfl. Landschatz und also ½ Gfl. geringer gibt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Höfe stellen gemeinsam für die Dienste ein Gespann, werden deshalb als (große) Halbspänner bezeichnet. Die Zugehörigkeit dieser Höfe zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Barkhausen „Amt Barkhausen“], einem frühen Höfeverband um das Gut Niederbarkhausen im Grengebiet der Grafschafteb Lippe und Ravensberg, ist in Hörste eine Besonderheit. Gemeinsam mit zwei weiteren Höfen in der Vogtei Lage, Wissmann zu Ehrentrup und Wissmann zu Wissentrup, stellen sie die Landesverwaltung vor Herausforderungen: 1640 wird im Salbuch der Vogtei Lage zu ihnen nur vermerkt, sie fänden sich in den Oerlinghausischen Registern.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92,  S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt; 1664 und nochmals 1749 scheint die Abgaben-Erhebung aber unzureichend zu funktionieren; die Steuer-Erhebung durch die Vogtei Oerlinghausen wird nach Gesprächen auf Beamtenebene erneut bekräftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 144, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dazwischen (1683–1685) hat sich selbst das Reichskammergericht in Wetzlar mit der korrekten Zuordnung der vier Höfe befassen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 / Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 399&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst später setzt wohl ein Umdenken ein; 1787 werden die vier von Alters her dem Amt Barkhausen zugehörigen und dadurch teils/bisher Oerlinghausischen Höfe endgültig in ihre (Standort-) Bauerschaften und damit in die Vogtei Lage umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlinghausen / Amt Oerlinghausen Nr. 91: Abtretung der Kolonate Weeke und Geers zu Hörste, Wißmann zu Wissentrup und Wißmann zu Ehrentrup an die Vogtei Lage (1780-1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird Weeke mit Frau, einem Sohn und drei Töchtern genannt und als vermögend eingeschätzt. 1645 hat der jetzt aktive Weeke fünf Kinder, nur 10 Taler an Forderungen ausstehen, selbst aber 400 Taler Schulden bei anderen. 1680 sind an Vieh 4 Pferde, 5 Kühe, 7 Schafe und 9 Schweine auf dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitzerfamilien des Hofes lassen sich ab etwa 1600 lückenhaft, ab etwa 1700 durchgängig rekonstruieren. Viele überlebende Kinder - eigentlich ein großes Glück - bedeutete zu jener Zeit aber auch sehr hohe Belastungen für den elterlichen Hof bei deren Verheiratung. Zwischen 1730 und 1743 kommen 150 Taler per Brautschatz auf den Hof Weeke, gleichzeitig werden fünf vom Hof weg heiratenden Kindern als Abfindung 1.350 Taler (und Vieh) per Eheverschreibung zugesagt - zumeist hälftig sofort bei Eheschließung, zur anderen Hälfte in Raten, z. B. über 10 Jahre zahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Belastungen lassen die Weekes 1751 ein neues (bis heute erhaltenes) Haupthaus erbauen. Dies und der einige Jahre später beginnende Siebenjährige Krieg führen zur völligen Überforderung des Hofes, Schulden werden nicht mehr bezahlt,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 11 S. 360&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlreiche Auseinandersetzungen mit Gläubigern sind die Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, 12 W 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wird der Hof Weeke elociert (unter amtliche Zwangsverwaltung gestellt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sich stolz „Freimeier“ nennende Johann Henrich Weeke II. muss jetzt jede Einnahme abführen und darf keinen Taler ohne amtliche Genehmigung ausgeben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach der auf diese Weise über etliche Jahre erfolgten Sanierung wird der Hof noch anderthalb Jahrhunderte von der Familie bewirtschaftet, danach folgt in den ersten Nachkriegsjahrzehnten eine heimatvertriebene Pächterfamilie auf dem Hof. Danach endet die Jahrhundete währende Vollerwerbslandwirtschaft auf dem Hof Weeke; Hofstelle und Ländereien werden verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1750 sind an Gebäuden auf dem Hof Weeke vorhanden &#039;&#039;das Wohn Hauß&#039;&#039;, &#039;&#039;die Leibzucht&#039;&#039;, d&#039;&#039;ie barg oder Backhauß&#039;&#039; und &#039;&#039;der Schoppe&#039;&#039;. Nach 1781 und 1829 unverändertem Bestand werden im Salbuch 1855 nur noch Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 wird der Zustand der Gebäude im Rahmen der Zwangsverwaltung wie folgt beschrieben:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1.)	&#039;&#039;Das Meierhaus in Gründen in mittelmäßigen Stande,  an dem Strohdache aber 9 ansehnliche Löcher, die aber nach Ausßage des Coloni bei dem neulichen Windsturm noch vergrößert waren. Dies könnte man nun zwar an dem auf dem Dache noch zerstreut liegenden Stroh bemerken. (...) Allein daß der Regen durch das Dach schon seit langer Zeit gedrungen sein mußte, konnte man aus den vermoderten Dielen und aus der ganz löcherichten Deel auch 	wahrnehmen. (...) Die Esse über dem Feuerherd war zwar in Beschus, der Boden mit Dielen kärglich überlegt, auch kein beweglicher Schirm vor dem Feuerherde angebracht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.)	&#039;&#039;Das Leibzuchtshaus ist in Dach und Gründen noch in mittelmäßigem Stande.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.)	&#039;&#039;Die Barg&#039;&#039; (Burg, steinerner Speicher) &#039;&#039;ganz dachlos und nur die steinerne Mauer mehr da, worin der Backofe sich befindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.)	&#039;&#039;Das zu einer Mühle angelegte, jetzt aber zu einem Kotten aptierte Gebäude ist in gutem Stande und das Dach mit Ziegelsteinen behangen, jedoch fe(h)lt der Giebel, welchen Colonus in diesem Sommer aus den bereits vorrätigen Holtze die Bretter schneiden laßen will.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1751&#039;&#039;&#039; ist ein sehr großer Vierständerbau mit Brettergiebeln, die tragenden Hauptständer sind wie bei Bauten des 16. Jahrhunderts durch beidseitige Kopfbänder hervorgehoben. Das ursprünliche Dielentor war offenbar für die Dreschmaschine zu eng, der Torbogen wurde durch einen größeren, schmucklosen und verputzten Stichbogen aus Stein ersetzt. Bei einer erneuten Umgestaltung der Fassade nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung wurde der alte Torbogen wieder eingebaut (vgl. Fotos). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus&#039;&#039;&#039; ist ein Dreiständerbau des 16. Jahrhunderts von vier Fachen mit wetterseitiger Stallabseite (Kübbuung), der Torbogen ist ohne Inschrift. Die verbretterten Giebel sind auf gekehlten Taubandknaggen vorgekragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, 1. Auflage Münster 1960, Taf. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude steht etwas versteckt hinter Bäumen nördlich des Haupthauses.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Hof Weke, Leibzucht 846 1514.jpg|mini|Hörste, Hof Weke Nr. 36, Leibzucht, 16. Jahrhundert. Aufmaß von Gerhard Eitzen, Baupflegeamt Westfalen LWL-Archiv 846-1514]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus Gebäudesteuer-Veränderungen geht hervor, dass auf dem Hof Weeke 1885 ein „Durchbau“ des Leibzuchtshauses vorgenommen wird, 1890 erfolgt dann der Neubau eines Schweinehauses.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 und Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; Links, südöstlich des Haupthauses, erstreckt sich eine mächtige, bruchsteinerne Scheune.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Torbogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ACH MEIN GOTT WIE GROS IST DEINE GVTE DIE DV VERBORGEN HAST DENEN DIE DICH / FORCHTEN VND ERZEIGEST SIE DENEN DIE FVR DEN LEVTEN AVF DICH TRAVEN FLEISCH / VND BLVT HATTE DAS NICHT GEMEINT MEINE FEINDE HATTENS NICHT GEHOFFET DIE DA SAGTEN ZV MEINER / SEELE SIE HAT KEINE HVLFFE BEI GOTT WIE SOLL ICH DIR DAN VERGELTEN ALLE DEINE WOHLTHAT DIE DV MIR THVST / JOHANN HENRICH MEIR WECKE VND SEINE EHERAVE ANNA MARIA ELISABETH OBERMEIR VON LVCKHAVSEN / HABEN DIS HAVS MIT DER HVLFFE GOTTES LASSEN BAVEN / DEN 7TEN IVLIVS ANNO 1751 M. ERNST SCHLVTER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift über dem Seiteneingang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WO DER HERR NICHT DAS HAVS / BAVET SO ARBEITEN VMSON. / DIE DARAN BAVEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
um 1560		Heinrich I Weeke (oder eingeheir.) († vor 1600),  ∞ Aleke NN (oder Weeke) († 1599), 1599 als verstorbener Vater seiner Söhne Bartold und Johann genannt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 319&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
•	Johann (um 1560 Gründer der StK-Stätte Weeke, später Kleineweeke Nr. 26 in Hörste ??)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bartold, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend, * um 1560, Stättengründer/Neuwohner a. d. Pivitsheide &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr.  130, S. 412/413&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Jutta, ledig; lebt mit ihrem &#039;&#039;natürlichen&#039;&#039; (unehelichen) Sohn Henrich auf dem Hof ihres Bruders Bartold, † 1599 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 135, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1585 – ca. 1619		Bartold Weeke, ∞ (I) 1586 NNw Wissmann zu Wissentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 635&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ (II) 1604 Maria im Barke &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt;   (beide Eheleute † 1637 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 211, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Deppe, * um 1590, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1592, ∞ 1617, wird Brinksche in Hörste Nr. 8 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1604)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1619 – 1662	Deppe Weeke, ∞ 1619 Lische Düchtige von Billinghausen Nr. 3 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Kinder: 5 (lebende) Kinder um 1645 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1618)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(voreheliches Kind, * 1619)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Agnese, * um 1627, ∞ 1655, wird Beiningsche in Hiddentrup &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 558&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1630, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 – ca. 1702   	Cordt Sundermann aus Ohrsen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21, Nr. 135, S. 142 u. S. 145ff&amp;lt;/ref&amp;gt;, ∞ 1662 NNw Weeke, Anerbin in Hörste, er wird Weeke († n. 11/1701)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Cord, * 1665, Anerbe &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1702 – 1727	Johann Cord Weeke (1665 – 1727), ∞ (I) um 1695 NN († 1702/03), ∞ (II) um 1704 Anna Ilsabein Döldissen (1675 – 1756) vom Hof Meier zu Döldissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich I,* 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
* Anna Elisabeth Ilsabein, * 1699, ∞ 1720, wird Düchtingsche in Billinghausen Nr. 3 († 1772)&lt;br /&gt;
* Anna Ilsabein, * 1705, ∞ 1730, wird Geessche in Hörste Nr. 37 († 1750)&lt;br /&gt;
* Töns Jobst, * 1706, ∞ 1732, wird Bade in Waddenhausen&lt;br /&gt;
* Amelie Margaretha, * 1709, ∞ 1742, wird Brinkmannsche in Hiddentrup († 1782)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1711, ∞ 1742, wird Bekmann in der brand. Senne &lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Philip&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich, * 1714, ∞ 1743, wird Bornmeyer in Oberbarkhausen († 1793)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1758		Johann Henrich Weeke I (1698 – 1758), ∞ 1730 Anna Elisabeth Obermeier (1708 – 1769) aus Lückhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Johann Henrich II, * 1733, Hoferbe nach Vertrag von 1760&lt;br /&gt;
* Anna Margaretha Elisabeth, * 1737 († 1741)&lt;br /&gt;
* Johann Berend, * 1739&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1742, eigentlicher Anerbe, ∞  1770, 1774 Gründer der Stätte Hörste Nr. 38 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 – 1801		Johann Henrich Weeke II (1733 – 1805), ∞ 1760 Anna Margrethe Elisabeth Orbke (1735 – 1806) aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Anna Sophia Elisabeth, * 1761&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1768 († 1769)&lt;br /&gt;
* Anna Maria Sophia Ilsabein, * 1770	&lt;br /&gt;
* Töns Henrich, * 1774, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1801 – 1811		Töns Henrich Weeke (1774 – 1811), ∞ 1801 Anne Marie Elisabeth Obersiebrasse aus Stieghorst; sie ∞ (II) 1811 Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824) aus Fordissen, Amt Heepen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
* Friderich Adolph, * 1802&lt;br /&gt;
* Caroline Sophie Elisabeth, * 1804	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich Philip, * 1806	(† 1806)&lt;br /&gt;
* Johann Berend Christoph, * 1807, Anerbe&lt;br /&gt;
* Hanne Amalie, * 1812 &lt;br /&gt;
* Friedich Wilhelm, * 1813, ∞  1845, Einl. u. Spinner in Hörste († 1888)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 – 1824		Wilhelm Christoph Brune (1780 – 1824), eingeheirateter Weeke (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 – nach 1836	Witwe Anne Marie Elisabeth Weeke, geb. Obersiebrasse (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach 1836 – 1878	Johann Berend Christoph Weeke (1807 – 1881), ∞  1836 Konradine Henriette Ostmann (1815 – 1864) von Hörste Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Justine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1838, ∞ 1864, wird Brandingsche in Ehrentrup Nr. 3&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Juliane, * 1840, ∞ 1873, wird Brinkmannsche in Mackenbruch Nr. 7&lt;br /&gt;
* Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottfried&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1843, Anerbe&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Juliana&amp;lt;/u&amp;gt; Franziska, * 1845,	∞ 1874, wird Hanningsche in Hörste Nr. 39 († 1878)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 – 1904	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Weeke (1843 – 1904), ∞ 1873 Henriette Caroline &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Hollmann (1849 – nach 1924) von Ehrentrup Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
* Friederike &amp;lt;u&amp;gt;Ottilie&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1875&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb, * 1876 († 1877)&lt;br /&gt;
* Emilie Johanne, * 1879, ∞ 1903 K. H. Meier in Mülheim/Ruhr&lt;br /&gt;
* Reinhard Gottlieb Adolf, * 1882 († 1883)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Gustav, * 1884,	Anerbe&lt;br /&gt;
* Gottlieb Paul Theodor, * 1885	&lt;br /&gt;
* Friederike Leandra, * 1888	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 - 1909 Witwe Amalie Weeke, geb. Hollmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1909  August Weeke (1884 - ca. 1958), ∞ 1911 Martha Luise &amp;lt;u&amp;gt;Alma&amp;lt;/u&amp;gt; Sprute von Mosebeck Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 36 (zuvor Währentrup Nr. 4) in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 To unter 10 J.) Ein Freymeyer und der Hoff ist elociret; a) Philip Weeke (Ma + Fr) Ein Einlieger; b) Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. + 1 So unt. 10 J. + 2 Tö unt. 10 J.) Ein Einlieger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    4 (Währentrup) Weeke zu Hörste (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö) ackert; a) Einlieger Herm Plöger (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 1 So unt. 14 J. + 4 Tö) Fischer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    36  3 Wohnhäuser, Weeke (Fr + 4 Sö + 2 Tö), Einl. Joh. Henr. Schulte (Ma + 3 Sö); Einl. Hermann Haverjoh (Ma + Fr + 2 Tö); Einl. Witwe Gausmann (Fr + 1 To); Einl. Gerhard Sielemann (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To); Einl. Töns H. Großhof (Ma + Fr + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 36 Weeke, Gottlieb, Landwirth. Weeke, Gottlieb, Ziegelmeister. Brechmann, Hermann, Ziegler. Heumann, Friedrich, Ziegler. Imker, Friedrich, Gendarm. Sturhahn, Friedrich, Ziegler. Sturhahn, Heinrich, Ziegler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 36 Weeke, Aug., Ldw. -&amp;gt; 155 (Lage); Weeke, Amalie, Witwe; Weeke, Gottlieb, Ziegelmstr. a. D.; Schildmann, Wilhelm, Arbeiter; Vordervenne, Ludwig, Knecht; Sturhahn, Minna, Witwe; Reuter, Gottlieb, Ziegler; Reuter, August, Ziegler; Reuter, Helene, Fabrikarbeiterin; Sturhahn, Frieda, Fabrikarb.; Sturhahn, Fritz, Ziegler  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/ Nachlass Heinrich August Krawinkel; hier Kartothek, Blatt Weeke zu Hörste&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörsterbruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70079</id>
		<title>Hiddentruper Straße 25 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_25_(H%C3%B6rste)&amp;diff=70079"/>
		<updated>2026-08-21T16:36:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=25&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94775, 8.75839&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=037&lt;br /&gt;
}}Hier am Nordostrand des Ortskerns von Hörste liegt der Halbspännerhof Gee(r)s, früher Hörste Nr. 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1890 Gees Gebäudegrundrisse.jpg|mini|Gebäudegrundrisse des Hofes Gees, 1890, LAV NRW OWL, L 19 Detmold Nr. 277]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gees Hof mit Scheune u LZ.jpg|mini|Hof Gees, 1930  . . . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gees Hof mit Scheune.jpg|mini|Hof Gees, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gees Haupthaus längs korrigiert.jpg|mini|Hof Gees, Haupthaus, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gees Giebel.jpg|mini|Hof Gees, Giebel des Haupthauses, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gees Inschrift.jpg|mini|Hof Gees: Inschrift am Giebel des Haupthauses, 2025, Graphik: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Gees.jpg|mini|Grabstein der Familie Gees/Havergo auf dem Friedhof Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hypothese, dass die Höfe Weeke (später Nr. 36) und Gees (später Nr. 37) einst durch Teilung eines Hörster „Urhofes“ entstanden sein könnten, wird durch entsprechende Flurbezeichnungen im Ortskern, aber auch durch frühe Salbucheinträge gestützt (vgl. Ortsgeschichte Hörste). Die frühe Entstehung des Hofes wird auch durch die lippischen Landschatzregister bestätigt, in denen der Hof unter Amt Barkhausen als &#039;&#039;Gert to Horste&#039;&#039; bereits 1467 verzeichnet ist. Im Salbuch 1617 heißt es unter Vogtei Lage, Bauerschaft Hörste:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weke zu Horste ist ambtfreÿ, gibt den Zehenden dem Kloister Marienvelde, dem Meÿer zue Staplage den Fleischzehenden und ein Huen, dem Chuster 1 Schfl. Rogken. Nach Dettmoldt: 18 Schfl. Hafern; 2 Schfl. Gersten; selbander ein feiste Kuhe; ein Malschwein; 6 Schfl. Schweinhafern; Landschatz 2 ½ Gfl.; Burgfestgeld 1 ½ Tlr.; Malzgeld ½ Tlr.; Hofgerichtsschatz 6 ½ Gr.; zum Kuhegelt ins Ambt Barckhausen pro quota; 4 Huner; halben Spandienst; 3 Tage Burgfest.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arendt &#039;&#039;&#039;Geerß&#039;&#039;&#039; ist amptfreÿ, gibt dem Kloster Marienvelde den Zehenden. Der Herrschaft gibt er in allen Posten dem Weeken gleich, allein, das er, Gerß, 2 Gfl. Landschatz und also ½ Gfl. geringer gibt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Höfe stellen gemeinsam für die Dienste ein Gespann, werden deshalb als (große) Halbspänner bezeichnet. Die Zugehörigkeit dieser Höfe zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_Barkhausen „Amt Barkhausen“], einem frühen Hofverband um das Gut Niederbarkhausen/ in der Grenzregion Lippe/Ravensberg, stellt in Hörste eine Besonderheit dar. Gemeinsam mit zwei weiteren Höfen in der Vogtei Lage, Wissmann zu Ehrentrup und Wissmann zu Wissentrup, stellen sie die Landesverwaltung vor Herausforderungen: 1640 wird im Salbuch der Vogtei Lage zu ihnen nur vermerkt, sie fänden sich in den Oerlinghausischen Registern.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92,  S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt; 1664 und nochmals 1749 scheint der Abgaben-Einzug aber unzureichend zu funktionieren; die Steuer-Erhebung durch die Vogtei Oerlinghausen wird nach Gesprächen auf Beamtenebene erneut bekräftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 144, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazwischen (1683 – 1685) hat sich selbst das Reichskammergericht in Wetzlar mit der korrekten Zuordnung der vier Höfe befassen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 / Lippische Reichskammergerichtsakten, Nr. 399&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst später setzt wohl ein Umdenken ein; 1787 werden die vier von Alters her dem Amt Barkhausen zugehörigen und dadurch teils/bisher Oerlinghausischen Höfe endgültig in ihre (Standort-) Bauerschaften und damit in die Vogtei Lage umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlinghausen / Amt Oerlinghausen Nr. 91: Abtretung der Kolonate Weeke und Geers zu Hörste, Wißmann zu Wissentrup und Wißmann zu Ehrentrup an die Vogtei Lage (1780-1787)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 wird &#039;&#039;Johan Gehrs&#039;&#039; mit Frau, vier Söhnen und zwei Töchtern genannt. Mitte 1643 verspricht der bereits im Schatzregister von 1617 genannte Meier Arend Gee(r)s   seiner auf den Hof Müssemeier heiratenden Tochter Trineke einen Brautschatz. Zu dieser Zeit  -  um 1645   -  wird über den Hof berichtet: &#039;&#039;Geerß gehorett inß ampt Barckhausen, ist freÿ, ein Halbspenner, hatt Kinder  4; Dienstgelt jahrlich der Herschafft --- 3 thllr; Ist anderen schuldig --- 200 thllr; keine Zinse,&#039;&#039; (die Gläubiger) &#039;&#039;haben mehrentheilß Vnterpfandt; an Brautschatz schuldig  --- 140 ; keine Geltmittele alß auß Korn. Mangelt an Saathabern.&#039;&#039;   1680 sind an Vieh 4 Pferde, 5 Kühe, 20 Schafe und 6 Schweine auf dem Hof.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem Siebenjährigen Krieg beginnt eine Periode des Niedergangs auf dem Hof Gees, die bis in die 1820er Jahre anhält. 1775 wendet sich Franz Jürgen Gees, ein als Einlieger auf dem Hof lebender, durch Schlaganfall schwer beeinträchtigter Vetter des Colons, in einer Supplic an die Obrigkeit: Der Hof könne ihn nicht mehr ernähren, dieser habe im letzte Krieg viel gelitten, Früchte und Pferde verloren, danach seien die Kornfrüchte wegen Hagel missraten  . . . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T Nr. 1237&amp;lt;/ref&amp;gt; Saatkornschulden 1784 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I S 273&amp;lt;/ref&amp;gt;, Pachtkornrückstände 1787 und 1801 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 G Nr. 244&amp;lt;/ref&amp;gt; und erste Grundstücksverkäufe 1792 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VI&amp;lt;/ref&amp;gt; markieren die weitere Entwicklung auf dem Hof. Ab 1801 kommt es für etwa 20 Jahre zur Elokation  -  amtlichen Zwangsverwaltung  -  des Hofes Gees.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 198&amp;lt;/ref&amp;gt; Der laufende Betrieb wird verkleinert, Ackerflächen verpachtet, den Gläubigern Zahlung versprochen. Um dies zu ermöglichen, werden 1801, 1806, 1812 und 1824 Parzellen des Hofes für insgesamt etwa 5000 Taler verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 198, &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;L 92 T1 Nr. 1237&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1816 äußert sich der Lagenser Amtsvogt Falkmann im Rahmen seiner Hof-Verwaltung sehr deutlich über die Besitzergenerationen auf dem Hof Gees  -  Johann Hermann Gees, † 1816, und seine Ehefrau, † 1821:  &#039;&#039;Der verstorbene Colonus war ein Träumer und Faulenzer, und dessen noch lebende Ehefrau ist ein boshaftes, mit der Epilepsie behaftetes Geschöpf.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VI&amp;lt;/ref&amp;gt;   Der älteste Sohn und Anerbe Jobst Hermann Gees hingegen sei sehr tüchtig, habe im Preussischen gedient und wolle eine Tochter vom Nachbarhof Hanning Nr. 6 heiraten. Er tritt den Hof 1821 nach Tod der Mutter an und bringt ihn in den folgenden Jahrzehnten wieder voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Enkel Gottlieb Gees hat zwei Generationen später mit seiner Ehefrau Emilie Auguste Havergo von Müssen/Hüntrup Nr. 3 nur ein Kind, die 1882 geborene &amp;lt;u&amp;gt;Marie&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, die später den Hof erbt und einen jungen Mann aus der Herkunftsfamilie ihrer Mutter, August Havergo (* 1879, † 1941), einheiraten lässt. Infolge des geänderten Namensrechts heißt der Hof bzw. die Besitzerfamilie seit dieser Heirat 1905 (bis heute) Havergo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1750 sind an Gebäuden auf dem Hof Gees vorhanden &#039;&#039;das Wohn Hauß, die Leibzucht, der Schoppe&#039;&#039;(n) und &#039;&#039;das Backhauß&#039;&#039;. Nach in 1781 und 1829 unverändertem Bestand werden im Salbuch 1855 nur noch Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Sommer 1716 fand auf dem Hof Gees eine &#039;&#039;Hausböhrung&#039;&#039; (ein Richtfest) statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;; vermutlich wurde die Errichtung des Haupthauses gefeiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Elokationszeit Anfang des 19. Jahrhunderts waren offenbar auch die Gebäude seit Jahrzehnten vernachlässigt und in desolatem Zustand. Das Haupthaus stand darüber hinaus auf feuchtem und sumpfigen Gelände, was den Administrator veranlasste, dieses im Jahre 1819 abbauen und an etwas höher gelegener trockenerer Stelle neu errichten zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VI&amp;lt;/ref&amp;gt; An dem alten Fachwerk-Längsdielenhaus wurde dann 1872 der Eingangsgiebel auf der Westseite in Bruchstein-Mauerwerk erneuert. Vermutlich zeitgleich wurde der Wohntrakt auf der Ostseite umgebaut  -  erkennbar an einem Bruchstein-Anbau mit Giebel nach Süden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Leibzucht und ein Nebengebäude wurden Anfang des 20. Jahrhundert durch die auf älteren Bildern erkennbare Scheune ersetzt, deren Mauern noch stehen. Oberhalb/nördlich des Haupthauses steht ein bruchsteinernes Stallgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Eine im Giebel über dem Dielentor eingemauerte Sandsteinplatte ist nach alter Sitte mit dem Baujahr und den Geburtsnamen des Meier-Ehepaares versehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gebauet 1872 von / Adolph Gees u. Amalia Brinkman / Zim.m. J.Meier Mau.m. W.Markman&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nicht sicher lesbare dritte Zeile nennt die verantwortlichen Bauleute, gemeint sind wohl Zimmermeister Jobst Meier († 1896), Müssen Nr. 60, und Maurermeister Wilh. Markmann, 1900 wohnhaft in Billinghausen Nr. 71 (auf der Hellenburg).&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1609 erwähnt:		Johann Gehrs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1618 – nach 1642:	Arend Geers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 – 1730	Berend Henrich Geers († vor 1740), ∞ (I) um 1695 NN († 1710); ∞ (II) um 1711 Anna Ilsabein Gregorius aus Nienhagen (1679 – 1763), sie ∞ (III) 1739 Witwer Barthold Christoph Wind, Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Johann Arend, * 1698, ∞ 1728, wird Langemann in Kachtenhausen († 1734)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Jost Hermann I, * 1699, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Anne Catharine, * um 1703, ∞ 1729, wird Heuwinkelsche im Heysundern († 1755)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 – 1756		Jost Hermann Geers I (* 1699, † 1756), ∞ (I) 1730 Anna Ilsabein Weeke  (* 1705, † 1750) aus Hörste, ∞ (II) 1751 Anna Maria Cathrina Hündersen (* 17xx, † 17xx), eine Tochter des verstorbenen Meiers zu Stapelage, diese ∞ (III) 1757 Rudolph August Bohle, Witwer in Lüdenhausen, und zieht zu ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Anna Ilsabein, * 1731, ∞ 1761, wird Meiersche zum Krawinkel († 1813)&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
*	Jobst Hermann II, * 1738, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761 – 1793		Jobst Hermann Geers II (* 1738, † 1801), ∞  1761 Anna Katharina Elisabeth Meise aus Hovedissen (* um 1740, † nach 1820)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Wilhelmine Florentine, * 1762&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* 	Johann Hermann, * 1763, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Johann Christoph, * 1766 († 1769)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Friedrich August, * 1768 († 1769)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Conrad Henrich, * 1771 († 1773)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Johanna Philippina Louisa Amalia, * 1775, ∞ 1804, wird Beining, Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Friederike Conradine Wilhelmine, * 1778 (†, „obiit“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Sophie Catharine Wilhelmine, * 1780, ∞ 1818, wird Möllersche in Billinghausen Nr. 11 († 1857)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Johann Henrich Christoph, * 1784, ∞ 1822, lässt sich in Lage nieder, († 1828/29)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 – 1816		Johann Hermann Geers (* 1763, † 1816), ∞  1793 Henriette Dorothee 			Amalie Sellhausen (* um 1773, † 1821) aus Lämershagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Jobst Hermann III, * 1794, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Wilhelmine Henriette, * 1795&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Johann Hermann Henrich, * 1797 († 1797)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Conrad Stanislaus, * 1798 († 1800)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Töns Henrich Wilhelm, * 1800 († 1800)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	&amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Florentine, * 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Hermann Christoph 1803 († 1803)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Töns Henrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* 	Louise Amalie, * 1808, ∞  1834, wird Gröppelsche in Oerlinghausen  († 1885 in Bielefeld)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Henrich Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1811, ledig († 1885)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1816 – 1821		Witwe Henriette Dorothee Amalie Geers, geb. Sellhausen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 – 1863/64	Jobst Hermann Gees III (* 1794, † 1869), ∞  1821 Hanna Wilhelmina Hanning von Hörste Nr. 6 (* 1793, † 1865) 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1823 († 1824)&lt;br /&gt;
*	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1824, Anerbe&lt;br /&gt;
*   Friedrich August, * 1827 († 1863)&lt;br /&gt;
*	Hanne Florentine Henr., * 1830, ∞ 1853, wird Wiemannsche in Hiddentrup Nr. 5 († 1906)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863/64 – 1881	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Gees (* 1824, † 1881), ∞  1852 Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Amalia&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann von Hörste Nr. 3 (* 1822, † 1906) 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Juliane, * 1852, ∞  1877, wird Obermeiersche in Billinghausen Nr. 1 († 1922)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb, * 1854 († 1887) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1855 (Anerbe durch Vertrag von 1882) &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 351, S. 554 - 561&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1857&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Ernst August, * 1860 († 1861)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Wilhelm Adolph, * 1862 († 1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1865&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – nach 1905	&amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; August Gees (* 1855, † 1932), ∞  1881 Emilie Auguste Havergo von Müssen/Hüntrup Nr. 3 (* 1856 † 1934)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
*	&amp;lt;u&amp;gt;Marie&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1882, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n. 1905 – 19xx	August Havergo (* 1879, † 1941) (geb. in Hüntrup Nr. 3), ∞  1905 &amp;lt;u&amp;gt;Marie&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline Gees, Anerbin Hörste Nr. 37 (* 1882, † 1962)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Anna Pauline Martha, * 1908 († 1934)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*	Herbert, Anerbe, * 1914	(† 1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 37 (zuvor Währentrup Nr. 6) in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): 6 (Währentrup) Geers zu Hörste (Ma + Fr) Ein Freÿmeyer; a) Sielemann (Ma + Fr + 1 Sohn üb. 10 J.) Ein Einlieger; b) Stinpe (Ma + Fr + 1 To unt. 10 J.) Ein Einlieger&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1776 (VZ): 6 (Währentrup) Geers zu Hörste (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 1 To) Ackerb.(au); Einlieger: a) Bernd Stinpe (Ma + Fr + 1 To) spinnet, rühmet sich leibfrey; b) Herm Sa???reider (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö) Radem.(acher), leibfrey&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): 37 3 Wohnhäuser, Gerß (Ma + Fr + 2 Sö), Einl. Joh. Henr. Stellbrink (Ma + Fr + 3 Sö + 1 To); Einl. Simon König (Ma + Fr + 3 Sö + 2 Tö); Einl. Justus Büker (Ma + Fr + 2 Tö); Einl. Elisabeth Pollmann (Fr + 1 So); Einl. Joh. Henr. Heinemann (Ma + Fr + 2 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 37 Gees, Gottlieb, Landwirth, Steinbruchbesitzer – Siehe I n s e r a t. Hoffmann, Friedrich, Tagelöhner. Schmiedeskamp, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 37 Gees, Gottlieb, Landwirt; Haverjoh &amp;lt;ref&amp;gt;Unterschiedliche Schreibweisen des Namens existieren: AB 1926: Haverjoh, Sterbeurkunde 1934: Havergo; vgl. auch Grabstein: Habergo (älter) und Havergo (jünger).&amp;lt;/ref&amp;gt;, August, Landwirt; Isenberg, Adolf sen. Ziegler; Isenberg, Adolf jun., Ziegler; Büker, August, Ziegler; Wind, Wilhelm, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=70078</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=70078"/>
		<updated>2026-08-21T16:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung zum 1. 1. 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben aller Höfe -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning soll hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung gehören, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem zwischen 1051 und 1060 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69991</id>
		<title>Hörster Bruch 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69991"/>
		<updated>2026-08-20T16:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94592, 8.75454&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=039&lt;br /&gt;
}}Hier befand sich einst die 1772 entstandene Neuwohnerstätte &#039;&#039;Strate vulgo Althof&#039;&#039;, aus der 1930/31 das Café Hanning hervorging, dessen bauliche Reste 2020 abgebrochen wurden. Die historische Hausnummer dieser Stätte ist 39.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cafe Hanning jpg.jpg|mini|Café Hanning (ca. 1930 - 2020) in Hörstes Ortskern (Hörste Nr. 39), wohl Ansichtskarte; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Acta über die vom Col: Weeken zu Hörste, Brscht. Währentrup erbetene Concession zum Anbau einer Stätte auf seinen Gründen&#039;&#039; - so lautet der Titel eine Akte des Amtes 0erlinghausen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Oerlingh. Nr. 1599&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wird Colon Weeke im Mai 1772 auf dem Amt vorstellig und trägt dem Amtmann vor:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;...gestalten mein leibfreier Hof vor einigen Jahren zwar elociret&#039;&#039; (zwangsverwaltet)&#039;&#039;, jedoch auf Nachsuchen meiner Creditoren mir vor Kurtzen wieder übertragen worden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter meinen Creditoren nun ist der Inquilinus&#039;&#039; (Einlieger) &#039;&#039;Johann Henrich Strate, dermahlen bei Brinkmann zu Hittentrup wohnhaft, welcher ein Darlehn von 40 rthlr an mir zu fordern, und da er seine bisherige Wohnung verlaßen muß; so wäre er wohl willens auf das Meinige eine kleine Kottstette anzulegen, und dafür nicht nur seine bemelte Forderung der 40 thlr: zu quittieren, (...), übrigens aber auch die Herrschaftl: praestanda in etwas zu verbessern, jedoch mit Extradiensten verschonet zu bleiben, anverlanget.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wann nun ich als Eigenthümer, einen im Dorfe Hörste belegenen Garten habe, welchen ich von meinem Colonate zugleich entbehren kann, auch keinem eintzigen Colono daselbst der geringste Schade dadurch zuwächset, wenn das neü anzulegende Colonat darauf gebauet und errichtet wird, so gelanget  (...) meine unterthänige Bitte (...) damit der neü angehende Colonus noch in diesem Sommer ein Wohnhaus darauf errichten könne.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Genehmigung und Bau des Hauses wird im Folgejahr ein ergänzender Eintrag zu der neuen Stätte mit der Nr. 25 im Salbuch des Amtes Oerlinghausen von 1771, Bauerschaft Währentrup, vorgenommen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 154&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick vom Feuerwehrturm auf Hörste 1 Kopie.jpg|mini|Blick vom Feuerwehrturm auf Hörstes Ortskern: links Schule; in Bildmitte Rückfront von Café Hanning mit zugehörigem Fachwerkhaus rechts davor, genutzt als &amp;quot;Weinstube&amp;quot;, Bildrand rechts: Hof Brink, Nr. 8. Ansichtskarte, aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]  &lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_290620_1.jpg|thumb|Café Hanning wenige Tage vor dem Abbruch, aufgenommen am 29.6.2020. Auf der Freifläche am linken Bildrand befand sich zuvor das kleine, früher als Weinstube genutzte Fachwerkhaus. Foto: Hella Sander, 2020]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nro 25. Johann Henrich Strate in Hörste hat in anno 1773 nach vorhergegangener Regierungs-Approbation vom 16ten Jul. 1772 neu angebauet, auf des Coloni Weeken in Hörste respve verkauften und angekaufften Garten, der alte Garte genannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dieser hält 1 Schfl. 3 ¾ Metzen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ist taxieret zu 35 gl. 1 ½ d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;das Hauß pro Taxato 4 thl. 18 gl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2 Kuhe in der Gemeinheit a 24 gl	   1 ½ thl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;6 thl. 29 gl. 1 ½ d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dem Colono Weeken kömt er interimsweise pro simplo zur Hälfte mit 4 d. bis nach Vollendung der vorseÿenden Landes Catastrierung, da der NeoColono Strate verhältnismäßig aufgesetzet werden wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Stättengründer Johann Henrich Strate das Grundstück für seine neue Stätte von dem (in Hörste gelegenen) Halbspännerhof Weeke erworben hat, dieser aber seit Alters her als gewissermaßen verwaltungsmäßige Exklave zur Bauerschaft Währentrup gehört, liegt auch die neue Stätte zwar geographisch mitten in Hörste, gehört aber zunächst zu Währentrup.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erst 15 Jahre später wird eine Gruppe von in der Vogtei Lage liegenden Höfen verwaltungstechnisch vom Amt Oerlinghausen in die Vogtei Lage umgeschrieben; so wird aus der Neuwohnerstätte Strate Nr. 25, Bauerschaft Währentrup, die Stätte Nr. 39 in der Bauerschaft Hörste.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold, Fach 21 Nr. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 110, S. 978&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Der Flurname des Stätten-Grundstücks „Der alte Garten“ verweist darauf, dass hier zentral vordem die Hofstelle des einstigen Hörster Ursprungshofes gelegen haben soll (vgl. Geschichte des Dorfes Hörste). Da der Stättenname Strate zu dieser Zeit in Hörste bereits vergeben ist und im Kirchspiel Stapelage sogar mehrfach vorkommt, wird in Kirchenbuch und Verwaltungsakten zur Unterscheidung konsequent mit Namenszusätzen operiert: &#039;&#039;Strate vulgo Grundmann&#039;&#039; ist die damals bereits 200 Jahre bestehende Strate-Stätte Nr. 20 in Hörste, als &#039;&#039;Strate vulgo Althoff&#039;&#039; wird fortan die neue Stätte Strate Nr. 39 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Stättengründer Johann Henrich Strate noch im Gründungsjahr 1772 kinderlos 43-jährig verstorben ist, tut sich seine Witwe wohl schwer mit der kleinen Stätte. Ende 1776 übernimmt ein Verwandter des Colon Weeke die Stätte Nr. 39, die dann fast hundert Jahre im Besitz von Nachfahren dieses Kötters bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange ist der Grundbesitz auf den „Alten Garten“ von etwa 1 Schfls. Größe beschränkt, erst um 1840 kommen aus der Gemeinheitsteilung 3 Schfls. auf dem Hörsterbruch hinzu und schließlich 1867 &#039;&#039;Ackerland und Hude von den geteilten Hörster Bergen&#039;&#039; von immerhin 14 Schfls. Größe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf diesem neu der Stätte Nr. 39 zugeschlagenen Land baut der Colon Wilhelm Strate, ein geborener Hanning von Hörste Nr. 55, der die Stätte Nr. 39 1855 gekauft und danach die Schwester der Verkäuferin geheiratet hat, ab 1869 einen Kotten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 - Band: XXII&amp;lt;/ref&amp;gt;  Möglicherweise übernimmt er sich dabei finanziell. 1874 kommt es zur Dismembration (Zerstückelung) der Stätte Nr. 39 wegen Überschuldung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 - Band: XXIV&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Ehepaar Strate zieht auf den neuen Kotten, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 70 wird, und verkauft seine (restliche) alte Stätte Nr. 39 an Colon und Schuhmachermeister Wilhelm Hanning, Besitzer der Stätte Hörste Nr. 48, der sie für seinen Sohn, den Schuhmacher und jungen Familienvater Friedrich Wilhelm Hanning erwirbt; &#039;&#039;Kaufsumme 2100 Thaler, Übergabe 1. April 1875&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Namensrecht zehn Jahre zuvor in Lippe geändert worden ist, wird die Stätte Strate Nr. 39 jetzt zur Stätte Hanning Nr. 39 - ein Name, der insbesondere wegen des später aus dieser Stätte entstandenen „Café Hanning“ älteren Hörstern geläufig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 kauft W. Hanning mehr als 1 Hektar Land von Hochfeld, dem Interimsbesitzer des in Auflösung befindlichen Hofes Hörste Nr. 6, hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa fünfzig Jahre ist Familie Hanning über zwei Generationen neben der kleinen Landwirtschaft im Schumacher-/Schusterhandwerk tätig. Dann wendet man sich in den 1920er Jahren der Gastronomie zu. Einiges zu den Anfängen des „Café Hanning“ wie auch zum beginnenden Fremdenverkehr in Hörste findet sich in der &#039;&#039;Beschwerde des Konzessionsausschusses für das Gaststättengewerbe und des Landrats in Detmold gegen den Amtsausschuss in Detmold wegen der an die Geschwister Toni u. Elisabeth Hanning in Hörste verliehenen Konzession zum Ausschank alkoholischer Getränke&#039;&#039; von Anfang 1932.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorausgegangen ist offenbar der Abbruch eines alten Leibzuchtshauses und der Bau einer repräsentativen Pension/Gaststätte direkt gegenüber dem Saalbau des Hörster Kruges in den Jahren 1930/31 (vgl. zu Eigentümern/Bewohnern). Eine zuvor den Schwestern/Töchtern Toni und Elisabeth Hanning erteilte Schankerlaubnis wird mit der Beschwerde beschränkt auf den Zeitraum 15. April bis 15. Oktober jeden Jahres, da nur in diesen Zeiten Sommergäste in Hörste seien. In den übrigen Zeiten würden die vorhandenen Gaststätten Ostmann und Windmann im Ortskern Hörste sowie der Stapelager Krug den örtlichen Bedarf voll abdecken.&lt;br /&gt;
[[Datei:1967 Briefbogen Cafe Hanning.jpg|mini|Briefbogen Café Hanning, 1967; LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 378]]&lt;br /&gt;
Der nach bescheidenen Anfängen in 1928 bereits auf etwa 1000 Sommergäste im Jahre 1931 angewachsene Fremdenverkehr in Hörste wird wegen der Weltwirtschaftskrise in den Folgejahren zurückgegangen sein; bestehen bleiben aber sehr hohe Schulden aus dem ambitionierten Neubau: &#039;&#039;Ich, der Schuhmachermeister Friedrich Hanning, Hörste Nr. 39, bekenne hiermit (...) ein Darlehn von Goldmark 16.389,15 (...)erhalten zu haben (...) ab 1. August 1931 mit monatlich mindestens 85,-- Gm zu tilgen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das ist offenbar nicht zu leisten; im Mai 1936 wird erstmals die (anzuberaumende) Zwangsversteigerung des Grundbesitzes im Grundbuch eingetragen, die Versteigerung dann aber durch (Teil-)Zahlung im letzten Moment abgewendet. Derlei gerät zur Routine und wiederholt sich in den 1950er und 1960er Jahren noch fünf mal.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 II&amp;lt;/ref&amp;gt;   Betreibende Gläubiger sind Brauereien in Detmold, Herford und Dortmund, auswärtige Kaffee- und Weinlieferanten, das Finanzamt, die AOK und andere.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I - IV&amp;lt;/ref&amp;gt; Jenseits all dessen pflegt man stets eine recht mondäne Außendarstellung im Hause Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Café Hanning überdauert noch den Niedergang des Fremdenverkehrs in Hörste, und letztlich findet sich eine Lösung für die finanziellen Probleme, als Anfang der 1990er Jahre ein zur Stätte gehörender größerer Acker zu Bauland wird, dessen Verkauf die Schulden abdeckt. Das „Café Hanning“ wird geschlossen, das Haus verkauft. Es lebt in anderen Händen noch einmal einige Jahre als Bierlokal „Eicheneck“ auf, bis es zur endgültigen Schließung kommt. Einem weiteren Verkauf des Gebäudes folgt ein langer Leerstand, schließlich 2020 der Abriss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Grundstück in zentraler Lage entstehen danach moderne Wohnbauten ohne erkennbaren Bezug zum baulichen Bestands des Ortskerns von Hörste.&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Hörste Ausbaulanung Hiddentrupper Str.jpg|mini|Gebäudegrundrisse 1913 der Stätte Hanning (links Saalbau des Hörster Kruges) (aus Ausbauplanung Hiddentrupper Str. / LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
•	Kleines (Fachwerk-)Wohnhaus mit atypischen Fachwerkgiebeln und Torbogen von 1772; 1905 als Leibzucht bezeichnet bei Genehmigung eines Anbaus daran, dieser Anbau vor 1931 abgerissen. In den 1950er Jahren u. a. Nutzung als Hörster Poststelle (siehe Foto), danach Umbau/Umgestaltung des Hauses zu „Hannings Weinstube“, um 2018 Abriss nach langem Leerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kleines Haus (die im Salbuch 1781 nachgetragene Leibzucht?, also erbaut 1781 - 1829), abgerissen vor 1931. An dessen Stelle Bau des Gast- und Pensionshauses „Café Hanning“ (1930/31), nach dessen Abriss 2020 entstand dort moderne Wohnbebauung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Café Hanning in Hörste-AK Uwe Standera 2020.jpg|mini|Hörste, Café Hanning, Weinstube, Fachwerkbau von 1772. Kolorierte Ansichtskarte, um 1950. Sammlung Uwe Standera]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_050410_1.jpg|thumb|Das zuletzt als Weinstube genutzte kleine Fachwerkhaus von 1772, abgebrochen 2020. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
[[Datei:HörsterBruch1_050410_2.jpg|thumb|Torbogen mitInschrift von 1772 an dem zuletzt als Weinstube genutzten Fachwerkhaus. Foto: Hans-Christian Schall 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erbauer-Ehepaar des ersten Hauses auf der Stätte, Johann Henrich Strate und Anna Catrine Hilgenstöhler, hat nach der Eheschließung 1754 zunächst lange Jahre als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup gelebt. Dort hat es damals einen Krug gegeben  -  zur Beköstigung und Übernachtung reisender Kaufleute und ihrer Gespanne, aber auch für durstige einheimische Kehlen.  So werden die Strates im Kruge zu Hiddentrup gedient/gearbeitet/geholfen und so ihre Erfahrungen mit &#039;&#039;Säufern und Schlemmern&#039;&#039; gemacht haben. Möglicherweise hat der einstige Krug auf dem Hof Brinkmann bereits eine ähnliche Inschrift mit dem bemerkenswerten Säufer-und-Schlemmer-Vers getragen, möglicherweise war er Vorbild für die Inschrift des 1772 neu erbauten Hauses der Strates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift von 1772 an dem zuletzt als Weinstube genutzten Fachwerkhaus: &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV] &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HÖRE MEIN SOHN SEI WEISE UND SEI NICHT UNTER DEN SÄUFFERN UND SCHLÄMMERN DEN(N) / DIE SÄUFFER UND SCHLÄMMER VERARMEN UND EIN SCHLÄFFER MUSZ ZERRISSEN KLIDER TRA / GEN SPRÜCHEN SALOMONIS DAS XXIII VERS 19•20•21• IOHAN HENRICH STRATE UND / SEINE EHEFRAUE ANNA CATRINE HELGENSTOHLER HAVS LASEN BAEN / &lt;br /&gt;
1772 M•I•K• BRINCK 	 	  	 DEN 16 SEPTEMBER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der prägnante, in großen Lettern ausgeführte Schriftzug CAFE  HANNING an der Fassade des Pensions- und Gaststättengebäudes der Familie Hanning gehörte fast 90 Jahre zu den markanten Blickpunkten im Hörster Ortskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Zum Stättengründer Johann Henrich Strate steht im Sterberegister des Kirchenbuches Stapelage: (1772) &#039;&#039;den 19ten Dec. starb Johan Henrich Strate, Neuwohner in Weeken alten Hofe in Hörste an der Wassersucht, ward begraben den 22ten Dec., alt 43 Jahr 7 Monath 3 Wochen minus 2 Tage&#039;&#039;. Danach müsste er im April 1729 geboren sein; ein entsprechender Taufeintrag fehlt allerdings. Der Konfirmationsvermerk vom 18. 03. 1742   -  &#039;&#039;30) Johan Henrich Strate aus Hörste, 14 Jahre&#039;&#039;  -  belegt dann aber, dass er aus Hörste  -  wohl zumindest indirekt von der Stätte Strate Nr. 20  -  stammt.&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Johann H. Strate verbringt fast sein ganzes Erwachsenen-Dasein als Einlieger auf dem Hof Brinkmann in Hiddentrup. Im Sommer 1752 heiratet er Anna Maria Ilsabein Böger aus Schlangen, die zwei Jahre später 28-jährig verstirbt. Vier Monate danach die zweite Ehe des Witwers: Die deutlich ältere Anna Catharina Hilgenstöhler (1712 – 1800) aus Stapelage wird seine Frau. Kinder gehen aus der Ehe offenbar nicht hervor; ein vermutlich unehelicher Sohn der Ehefrau ist im Einlieger-Verzeichnis 1752 aufgeführt:   &#039;&#039;27  Anna Cathar. Hilgenstöhler, Spinnerin&#039;&#039; [Frau + 1 Sohn]. Der spätere Familienstatus geht aus den Volkszählungen hervor; 1769 wird festgehalten: &#039;&#039;Nr. 3 Brinkmann&#039;&#039; (Hiddentrup) &#039;&#039;+ Einl. Joh. Henrich Strate&#039;&#039;  Ma. + Fr. (keine Kinder) &#039;&#039;+ 1 Kuh&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vier Jahre nach der Stättengründung zählt man 1776 (nicht unter Hörste, sondern unter Währentrup): &#039;&#039;Nr. 25 Strate zu Hörste&#039;&#039; (1 Fr + 1 Sohn üb. 14 Jahre + 1 Magd) &#039;&#039;spinnet, 1 Kuh&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bald nach der Volkszählung 1776 heiratet das nächste Paar, das die Stätte übernimmt:  (2. 11. 1776) Johann &#039;&#039;Hermann Weeke ein unehelich Sohn von dem jetzigen Bornmeyer, jetziger Althof und Neuwohner in Hörste mit Anne Marie Hillbrink in Hörste&#039;&#039;  .  .  .  &#039;&#039;copuliret&#039;&#039;. Verwandtschaft zu den Strates liegt nicht vor; Colon Weeke wird ihm gegenüber bestehende Verpflichtungen der Neuwohnerstätte genutzt haben, um dem Sohn seines Bruders Philipp (jetzt Bornmeier zu Barkhausen) zu einer Existenz zu verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die junge Ehefrau stirbt nach anderthalb Jahren im Kindbett, der Witwer ehelicht im September 1779 &#039;&#039;seiner verstorbenen Frauen Schwester Amalie Catharine Ilsabein Hilbrinks&#039;&#039; (1759 – 1832) daselbst. Ein Kind erster Ehe verstirbt mit 9 Monaten, aus der zweiten Ehe gehen fünf Kinder hervor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1783  Anne Marie Louise		obiit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1785  Anne Marie Elisabeth	(† 3. Nov. 1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1788  Jobst Hermann Berend, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1791  Hanna Louise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	* 1796  Töns Henrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern sterben 1815 (&#039;&#039;d 8ten May starb Johann Hermann Weke vulgo Althof in Hörste an der Brustkrankheit, begr. 11. May, sein Alter war 73 Jahre&#039;&#039;) und 1832 (&#039;&#039;Amalia Katharina Strate vulgo Althof, Nr. 39 zu Hörste, Witwe, 13. Novmbr, Altersschwäche, 76 J.&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anerbe &#039;&#039;Jobst Hermann Berend Strate vulgo Althöfer&#039;&#039; (1788 – 1854) übernimmt die Stätte Nr. 39 mit seiner ersten Eheschließung im Oktober 1827 von seiner Mutter. Seine Ehefrau und Colona wird Anne Sophie Elisabeth Reineke von Pivitsheide VL Nr. 24 (* 1802), die 1835 infolge Wochenbetts verstirbt. Daraufhin heiratet der Witwer (mit zwei Kindern) im Oktober 1836 Anna Marie Elisabeth Wiele (1810 – 1877) von Augustdorf Nr. 29. Aus den beiden Ehen gehen folgende Kinder hervor:&lt;br /&gt;
[[Datei:Aktuelle Bebauung IMG 3246.jpg|mini|Nach 2020 anstelle des Café Hanning entstandene Wohnbauten (rechts im Bild Saalbau des Hörster Kruges), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1828  Töns Henrich Christoph	(† 1828)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1829  Wilhelmine Luise Frieder.	 (Anerbin u. Stätten-Verkäuferin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1832  Justine Henriette		(† 1848)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1835  Friederike Amalie		(† 1836)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1837  Johanne Karoline 		(heiratet 1855 den Stätten-Käufer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1840  Ludwig Gottlieb		(† 1841)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1842  Karoline Justine		(† 1842)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1844  Karl August			(1868 Einl. u. Weber in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1848  Friedrich Wilhelm		(† 1848)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein Jahr nach dem Tode des Straßenkötters Jobst Hermann Strate Nr. 39 im Februar 1854 begibt sich seine Witwe Marie Strate, geb. Wiele, in Begleitung ihrer Stieftochter Wilhelmine im April 1855 auf die Amtsstube in Lage und erklärt, &#039;&#039;die Bewirthschaftung der Stätte falle ihr zu schwer und wolle dieselbe daher der am 8. Decbr. 1829 geborenen, mithin großjährigen Anerbin Wilhelmine übertragen und sich zur Leibzucht dasjenige vorbehalten, was in den hierbei überreichten Scripten bemerkt sei&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL,  L 108 Lage Fach 2 Nr.26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Niederschrift enthält wesentliche weitere Punkte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Die Stätte wird schuldenfrei übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Kaufkontrakt: Die unverheiratete Wilhelmine Strate verkauft ihre soeben ererbte Stätte Nr. 39 an den miterschienenen Käufer Heinrich Hanning von Hörste Nr. 55  -  Kaufpreis 500 Taler; sofort nach Genehmigung fällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Der Käufer will sich mit der Halbschwester der Verkäuferin, Johanne, wenn derselbe nächsten Herbst aus dem Auslande zurück weges ist, verheirathen  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Stirbt die Johanne Strate vor der Verheirathung mit dem Käufer Heinrich Hanning, ist der hier abgeschlossene Contract null und nichtig  .  .  .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Frühjahr vertraglich festgelegt, wird die Ehe des nächsten Straßenkötterpaares Strate in Hörste Nr. 39 Ende Oktober 1855 per Eheprotokoll besiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 341, S. 187/188&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Eheleute Hermann Heinrich (geb. Hanning, 1823 – 1887) und Johanne Karoline Strate (1837 – 1894) haben Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1856	August Wilhelm			(† 1937 auf Hörste Nr. 70)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1858	Hanne Friederike&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1861	Hermann Henrich August	(† 1862)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 Jahre später, Ende 1874, haben die Strates erhebliche Schulden auf der Stätte Nr. 39, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem Kottenbau auf neu zugeteiltem Land entstanden sind. Sie verkaufen ihre Stätte Nr. 39 mit Ausnahme es neuen Kottens für 2100 Taler an den Schuhmacher Wilhelm Hanning von Nr. 48. Dabei bleibt die Leibzucht für des Verkäufers Schwiegermutter bestehen, während die 1855 festgelegten Rechte der immer noch ledigen, jetzt 46-jährigen Wilhelmine Strate (Wohnung im Leibzuchtshause, 1/3 Gartennutzung) abgelöst werden. Familie Strate zieht auf ihren Kotten, der jetzt zur Neuwohnerstätte Nr. 70 wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanning Prospekt 1931 1.jpg|mini|Werbeprospekt Pension GESCHW. HANNING, um 1931 (LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29)]] &lt;br /&gt;
Der Käufer bzw. Sohn des Käufers Friedrich Wilhelm Hanning (1845 – 1922) hat ein halbes Jahr vor dem Stättenkauf seine erste Frau Juliana Franziska Weeke (1845 – 1878) geheiratet und am gleichen Tag  -  dem 1. Mai  -  auch das erste gemeinsame Kind taufen lassen. Die junge Ehefrau hat das für den Stättenkauf und weiteren Landkauf nötige Geld mit in die Ehe gebracht; laut Abtretungsvertrag ihres elterlichen Hofes Weeke Nr. 36 von Mai 1878 hat sie von dort die hohe Summe von 6000 Goldmark erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Vier Jahre später verstirbt diese erste Ehefrau, der Witwer heiratet 1879 Johanne Auguste Schulte (1853 – 1932) von Hörste Nr. 11, mit der er weitere fünf Kinder hat und schließlich alt wird. Die Kinder dieser Generation auf der Stätte Nr. 39 sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1874	Heinrich Christoph		(† 1874)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1875	Wilhelm Gottlieb			(† vor 1932)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1877	Gustav Adolf					 (Ziegler, † 1899)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1879	Friedrich August   (Schuhmachermeister, Gastwirt, † 1964)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1882	August Heinrich Hermann  (1931 Gastwirt in Lage, † 1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1885	Ernst Albrecht 	(1931 Landwirt in Piv. VL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1887	Pauline Johann Marie					(† 1919)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	*  1893	Rudolf Hermann Adolf, Kriegsinvalide		(† 1919)&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanning Prospekt 1931 2.jpg|mini|Werbeprospekt Pension GESCHW. HANNING, um 1931, Innenseite  (LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29)]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Wilhelm Hannings Ende Mai 1922 wird zunächst für neun Jahre seine Witwe Johanne, geb. Schulte, Eigentümerin der Stätte Nr. 39. Am 8. Mai 1931 schließt sie einen &#039;&#039;Kolonatsabtretungs- und Leibzuchtsvertrag&#039;&#039;   mit ihrem ältesten Sohn, dem &#039;&#039;Schuhmachermeister Friedrich Hanning&#039;&#039; (1879 – 1964), &#039;&#039;und seinen beiden einzigen&#039;&#039; (lebenden) &#039;&#039;Geschwistern&#039;&#039;, &#039;&#039;dem Wirt August Hanning in Lage&#039;&#039; (1882 – 1945) &#039;&#039;und dem Landwirt Albrecht Hanning in Pivitsheide VL&#039;&#039; (* 1885), die abgefunden werden. Zur Wohnung erhält die abtretende Kolona/Mutter &#039;&#039;3 in der I. Etage des in Neubau befindlichen Kolonatsgebäudes belegene Räume nach ihrer Wahl&#039;&#039;. Zum Tragen kommt diese Leibzucht maximal ein halbes Jahr, denn am 4. Januar 1932 verstirbt die Leibzüchterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue, in wirtschaftlich schwierigster Zeit die elterliche Stätte antretende Besitzer Friedrich Hanning ist bereits in der Mitte seines Lebens; er hat im Oktober 1905 Johanne Holzkämper (12.08.1882 - 24.08.1955) aus Oerlinghausen geheiratet und mit ihr vier Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
	* 30.11.1905	Antonie, ab 1934 verh. Sturhahn in Hörste Nr. 112 († 1971)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 11.01.1908	Elisabeth (ledig)					       († nach 1991)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 25.09.1912	Elfriede, später verh. u. verwitwete Kremeier 	(† 1972)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
	* 06.10.1913	Friedrich (junior), Kfm./Gastwirt			    († 1991)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Friedrich Hanning senior muss es gewesen sein, der irgendwann in den 1920er Jahren die alte Volksweisheit „Schuster bleib bei deinem Leisten!“ in den Wind geschlagen und voll auf Gastronomie und Fremdenverkehr gesetzt hat. Der damit entstandene Schuldenberg wird für Jahrzehnte zur extremen Belastung.&lt;br /&gt;
Als Friedrich Hanning senior im Oktober 1964 verstorben ist, wird er von seinen vier Kindern zu je ¼ beerbt. Da der Grundbesitz hoch belastet ist und die Pfändung von Erbanteilen durch das Finanzamt droht &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Detmold. Lage, Blatt 75 I, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt; ,  kommt es nach sechs Jahren  -  1970  -  nur zur Abfindung  der Tochter Antonie, verheiratete Sturhahn; die anderen Erben  -  alle auch wohnhaft im Hause Hörste Nr. 39  -  besitzen „Café Hanning“ inclusive ca. 2 Hektar Land und sehr hohen Schulden als Erbengemeinschaft. 1972 verstirbt Elfriede Kremeier, geb. Hanning. Ihr Anteil geht auf ihre beiden Kinder Jürgen Kremeier (* 1938) und Carla Easson, geb. Kremeier, (1944 – 2001) , ebenfalls beide wohnhaft Hörste Nr. 39, über. Eine letzte Veränderung der Erbengemeinschaft Hanning ergibt sich 1991 mit dem Tod von Friedrich Hanning, der seinen Neffen Roland Hanning (* 1939) zu seinem alleinigen Erben bestimmt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erbengemeinschaft Hanning kann nach 1990 etliche Baugrundstücke insbesondere südlich der Stapelager Straße (Kolpingstraße/Schleiermacherweg) verkaufen, die Schulden tilgen und veräußert dann auch das ehemals markante Haus „Café Hanning“ in Hörstes Ortskern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 39 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):       39  2 Wohnhäuser, Herman Strate; Einl. Töns H. Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 39 Hanning, Wilhelm, Schuhmacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 39 Hanning, Johanne, Witwe; Hanning, Fritz, Schuhmachermstr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69960</id>
		<title>Hiddentruper Straße 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69960"/>
		<updated>2026-08-20T11:23:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94621, 8.75388&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=013&lt;br /&gt;
}}Ehemals Hoppenplöckerstätte Hunke, Hörste Nr. 13, bereits im Landschatzregister von 1488 genannt: &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbuch 1533- Hunke zu Hörste.jpg|mini|Salbuch von 1533:  Hunke in Hörste, LAV NRW OWL, 101 C I Nr 90, S. 41 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Hunke Nr. 13 gehört zu den ältesten Hörster Stätten, wie die Nennung in frühen Landschatzregistern belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1488  &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke  1/2 g.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1497  &#039;&#039;Deppe Huneke            1 m.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1507  &#039;&#039;Deppe Huneke            ½ g&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1535  &#039;&#039;Hunecke to Horste     1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1545  &#039;&#039;Huneke to Horste       1 Ort&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1562  &#039;&#039;Johan Huneke             ½ Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1572  &#039;&#039;Johann Huneke           ½ Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1590  &#039;&#039;Johan Huneke             1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 (vgl. Abbildung) wird zur Stätte Hunke vermerkt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Diese Güter gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Kirche zu Stapellage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke, das Gut gehört dem Kirchherrn zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapellage, der Mann gehört unserem g. H. (gnädigsten Herrn), Weib und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehören den Mönchen. (Er) schuldet X (10) Scheffel Hafer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Kirchherrn, einen Scheffel dem Küster, unserem g. H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Schatt, (er) hat 9 Scheffel Haferland.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;1617 gehört die Stätte dem lippischen Grafen; die Verpflichtungen des Hunke werden wie folgt ausgewiesen: &#039;&#039;Huneke zu Horste M.G.H. eygen. Den Weinkauf dem Pastor zu Staplage; dem Pastor auch 8 Schfl. Hafern. Dem Chuster 1 Schfl. Hafern. Nach Dettmoldt: Dienet ungemessen Tage; Landschatz 10 Gr.; Burgfestgeld ½ Tlr.; Malzgeld 4 ½ Gr. Hofgerichtsschatz 1 Gr.; 2 Honer; Pfingst- und Michael-Kuhegeld à 2 Gr. 5 d.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 wird zu &#039;&#039;Johan Hunicke&#039;&#039; vermerkt: &#039;&#039;Kein Landt nur die 8 schfl Kirchenlandt, 1 alt Wohnhauß.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Salbuch 1680 heißt es: &#039;&#039;Hunecke, ein Kleinkötter, der gnd. Herrschaft Eigen, hat 2. Kühe, aber kein Eigenes Landt, .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 96, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten ändert sich dies, denn im Messbuch 1730 sind zu &#039;&#039;Hunken Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; 8 Schfls. &#039;&#039;Saatlandt&#039;&#039; ausgewiesen. Hinzu kommen im inzwischen aufgeteilten Hörster Berg 27 Schfls. &#039;&#039;Holtzung, ein winziger Garten&#039;&#039; und ein ebensolcher Hofraum.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 214/215&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stätte gehörte also ursprünglich der örtlichen Kirche in Stapelage und hatte zur Versorgung von Pastor und Küster beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte erhält 1766 die Hörster Hausnummer 13, sie bleibt bis in die jüngere Vergangenheit als Nebenerwerbs(landwirtschafts)betrieb erhalten  -  noch 1926 wird „Zimmermann“ und „Landwirt“ als Berufsbezeichnung der Besitzer/Bewohner angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 13 mit Schlachterei.jpg|mini|Haus Hunke, Hörste Nr. 13, in den 1960er Jahren mit Fleischerei-Filiale, links Nebengebäude; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddentruper Straße 1.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, Straßenansicht, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunke Nr 13 hinten.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, rückwärtige Gebäudeteile, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 ist &#039;&#039;1 alt Wohnhauß&#039;&#039; aufgeführt, 1685 dann &#039;&#039;zweÿ Hauser&#039;&#039;. Im Messbuch 1752/53 und im Salbuch 1781 werden bei der Stätte Hunke ein Wohnhaus, eine Leibzucht und ein Backhaus ausgewiesen. Auch in der Volkszählung 1828 werden hier &#039;&#039;3 Wohnhäuser&#039;&#039; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenwärtige Haus Hiddentruper Straße 1 kann mit seinen der Straße zugewandten Proportionen als ein durch An- und Umbauten stark veränderter Altbau eingeschätzt werden. Eine rückwärtig (vom Distelkamp) erkennbare Fachwerk-Außenwand bestätigt diesen Befund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es im Kern jenes Haus, das  errichtet wurde, nachdem das Vorgängergebäude 1825 in einem Wolkenbruch vernichtet worden war (H. Hunke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960 und 1970er Jahren befand sich ein kleines Fleischereigeschäft im Hause Hunke. Neben dem Haus stand bis in die jüngere Vergangenheit ein 1881 erbautes Werkstattgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
1903 soll ein Balken des Hauses folgende Inschrift getragen haben (H. Hunke, Bl. 13, mit Bezug auf den Eigentümer der Stätte in den 1930er Jahren):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. 4. 1825  SANK ICH DURCH EINE GROßE WASSERFLUT HERNIEDER,&lt;br /&gt;
DURCH GOTTES HÜLF UND MENSCHENHAND STAND ICH HIER FESTE WIEDER &amp;lt;ref&amp;gt;Diese Inschrift ist offenbar die in der Sammlung Wilhelm Süvern nach Prof. Dr. Weerth, &amp;quot;Lippische Hausinschriften&amp;quot; (&amp;quot;Blätter f. lipp. Heimatkunde&amp;quot; 1903, Nr.1-11) unter Hörste, aber ohne Datum und nähere Zuordnung aufgeführte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung in der Inschrift stimmt exakt überein mit derjenigen in einem Bericht des Stapelage Pastors Jenin von Juni 1825 über Unwetterfolgen an der Kirchenbrücke: &#039;&#039;Am 29. April dieses Jahres wälzte ein Wolkenbruch eine furchtbare Masse Wasser vom Berge auf uns und die Umgegend herab. Dieses Wasser riß unter anderem auch die Brücke&#039;&#039; (über den Stapelager Bach; heute zum Friedhof und Gemeindehaus) . . . &#039;&#039;gänzlich mit sich fort.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;L. Möller, Stapelage zw. Sachsenmission u. Gegenwart, S. 173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1609 werden in der Volkszählung als Hofbewohner genannt: &#039;&#039;Hunecke,&#039;&#039; seine Frau, 4 Kleinkinder, zwei &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit drei Kleinkindern, wobei letztere arm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 heiratet Johann Hunke II, Sohn des 1609 aufgeführten Kötters Johann Hunke I, eine Tochter des Henrich Ostmeyer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1645 hat das Ehepaar 4 Kinder, und &#039;&#039;er hält die moder uff der liebzucht&#039;&#039;, er &#039;&#039;hatt keine hantierung vnter&#039;&#039; (übt kein Handwerk aus) &#039;&#039;weilen im daglichen verdie&#039;&#039;(n)&#039;&#039;t&#039;&#039; (verdient als Tagelöhner).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verzeichnis der eigenbehörigen Kinder von 1656 werden diese genauer vorgestellt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           (Johann II) &#039;&#039;Hunecke ein Hoppenplöcker hatt         2&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;4&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Friedrich               von 12 Jahren            ist beÿm Nullemeÿer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Hanß                    von 6 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Elisabeth               von 17 Jahren            beÿ Hanning&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische dienet beÿ dem Pastor     14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.) Trinecke dienet beÿ Hanning  von 10 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4.) Anna Maria               von 3 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Mutter des Kötters lebt 1656 noch mit drei erwachsenen Kindern auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;               Alte Huneckesche, eine Wittib hat noch             1&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;2&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Jost Tagelohner                34 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Trinecke                   von 46 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische                     von 30 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Hunke II verstirbt vor 1684.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665/66 heiratet &#039;&#039;Hanß Bücker&#039;&#039;, Einlieger aus Hörste, die älteste Tochter Elisabeth &#039;&#039;vnd bewohnet die Hoppenplockerstette  - &#039;&#039; er wird (der nächste) &#039;&#039;Hunecke&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1678 bis 1718 ist Hans Hun(e)ke, geb. Büker, Bauerrichter in Hörste. Er stirbt 1720, seine Frau Elisabeth bereits 1698/99.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A,Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 werden im Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen der Vogtei Lage die erwachsenen Kinder des Hörster Kötters bzw. Leibzüchters &#039;&#039;Hanß Huncke&#039;&#039; genannt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           &#039;&#039;Hanß Huncke hat Kinder&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.)  der Sohn friederich erbet die Stätte und hat Webers tochter zur Fr., so Illstr. Eigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.)  der Sohn Henrich verheÿrahtet uff Weßels Stätte in der Müßen so Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.)  Margreta die dochter wohnet uff wefers Stätte zu Hörste zu Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich Hunke (1673 – 1752) hat also vor 1709 Anna Catharina Weber (1668 – 1741) von Hörste Nr. 12 zur Frau und zu sich auf die Stätte genommen. Dieser Ehe entstammt der nächste Besitzer der Stätte, Johann Henrich Hunke (1708 – 1782).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 heißt es zu dessen Eheschließung:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 138, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Johann Henrich, Johann Friedrich Huneken zu Hörste ehelicher Sohn, tritt in die Ehe mit Margreth Ilsabein, Johann Christophel Eberts im Ückenpohl ehelicher Tochter.&#039;&#039; Deren 1746 geborener Sohn Johann Töns Hunke († 1818) geht zwei Ehen mit sieben Kindern ein. Aus der zweiten, 1775 geschlossenen Verbindung mit Amalie Ilsabein Wessel von der Breitenheide stammt der nächste Hunke Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph Hunke (1787 – 1854) ehelicht 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 – 1847) aus Pivitsheide VL; die Tochter dieses Ehepaares namens Karoline Florentine (1822 – 1863) wird in der nächsten Generation Anerbin der Stätte Hunke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 lässt sie ihren Ehemann Friedrich Wilhelm Pecher (1814 – 1893), einen Zimmermann aus Solterwisch, Kirchspiel Exter im Preussischen, auf ihre ererbte Stätte einheiraten. Die Übergabe/Übernahme wird in Form eines Stättenverkaufes abgewickelt: &#039;&#039;Verkauf des Kolonats des Kolons und Hoppenplöckers Johann Henrich Huneke Nr. 13 zu Hörste an seinen Schwiegersohn, den Einlieger Wilhelm Pächer (Pecher) zu Hörste, 1850.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26, Bd. XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe ist offenbar schwierig; 1855 beantragt die Ehefrau beim Geistlichen Gericht die Scheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85, Nr. 3181&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt es aber nicht, weitere Kinder der Eheleute werden 1856, 1858 und 1861 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 heiratet der älteste Sohn aus der schwierigen Ehe, der Zimmermann Friedrich Wilhelm Hunke (1853 – 1928) Philipine Henriette Schröder von Ehrsen Nr. 26, übernimmt aber den Taufeinträgen seiner sechs Kinder zufolge erst um 1888 die elterliche Stätte Hörste Nr. 13. Der 1877 geborene älteste Sohn, ebenfalls mit Vornamen Friedrich Wilhelm, wird 1925/26 als &#039;&#039;Huneke Fritz, Landwirt&#039;&#039; im Adressbuch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundbuch &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8907&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich dementsprechend folgende Eigentümer-Einträge zur Stätte Nr. 13:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. bei Anlegung des Buches (Anfang 1888): Hunke, Wilhelm, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. ab 20. Juni 1888: Hunke, Fritz, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. ab 3. Mai 1937: Hunke, Friedrich, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. ab 8. Februar 1961: Hunke, Wilhelm, Tischlermeister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generationenfolge auf der Stätte Hunke Nr. 13 mit Kindern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1600 - 1636  Johann Hunke I (oder NN eingeheiratet) (um 1570 - vor 1646), ∞ um 1600 NNw NN (oder Hunke) (um 1575 - n. 1655)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann II, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trincke, * 1610, lebt unverehelicht auf der Stätte H.  -  zuletzt von Almosen, † 1664&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Stinneke (Christine), * um 1612, ∞ 1638 StK Henning (Henrich) Riesenberg, Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken, * um 1615, ∞ 1646 Cord Köttelbrink, KK in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineken (Catharina), * um 1618, ∞ 1650 Berndt Hey, KK u. Witwer in Bill.hausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * 1622, lebt 1656 unverheiratet als Tagelöhner a. d. Stätte seines Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elisabeth), * 1626, ∞ 1658 Barthold Mellies, KK in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 - ca. 1665   Johann Hunke II (ca. 1605 - vor 1683), ∞ 1636 NNw Ostmeyer aus ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, * 1639, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische, * 1642, dient 1656 beim Pastor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich, * 1644, dient 1656 beim Nullemeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineke, * 1646, ∞ 1683 Christoffer Kesting, KK in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * 1650&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1653, ∞ 1685 Johann Schäfer gen. Kalkreuter (1653 - 1730), später KK in Stapelage (Hörste Nr. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1665 - 1697  Hans Büker (1645 - 1720), geb. als Einl. in Hörste, ∞ 1665 Elisabeth Hunke (1639 - 1698), Anerbin, u. wird KK Hunke in Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margretha, * 1667, ∞ 1697 Simon Weber, KK Hörste Nr. 12, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1673, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henrich, * 1676, ∞ vor 1709 Catrin Ilsabein Wessel, wird KK Wessel in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1738  Johann Friedrich Hunke (1673 - 1752), ∞ 1697 Anna Catharina Weber (1668 - 1741) von Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Henrich, * 1698, ∞ 1726 Witwe Sannemann in Hörstmar Nr. 9 u. wird dort Interimswirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1700, ledig?, bei Tod „in Hörste“, † 1768 (Abstammung nicht zweifelsfrei belegt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Arend Henrich, * 1702, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), Anerbin der Stätte Schäfer/Kalkreuter, Hörste Nr. 24, † 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * um 1710, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 - 1771  Johann Henrich Hunke (um 1710 - 1782), ∞ 1738 Margreth Ilsabein Ebert (1718 - 1791) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1742, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina Ilsabein, * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Cord Cristian, * 1750, † 1752&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Catharina Ilsabein, * 1753, ∞ 1781 Johann Friedrich Stuehrenberg, StK a. d. Pivitsheide Nr. 47, † 1822&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Jost Hermann, * 1757, † 1758&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 - 1813  Johann Töns Hunke (1746 - 1818), ∞ (I) 1771 Anna Cathrina Meerkötter (1746 - 1774) aus dem Preuss. Amt Heepen, ∞ (II) Amalie Ilsabein Wessel (1749 - 1816) von d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus zwei Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * 1772, † 1773 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774, † 1775 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1779, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Henrich, * 1782, † 1806 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1786&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich Adolph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 - 1849  Johann Henrich Adolph Hunke (1787 - 1854), ∞ 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 - 1847) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Amalie, * 1814, ∞ 1842 Karl Ludwig Emilius Beermann von Billinghausen Nr. 12, † 1896 in Greste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich Adolph, * 1820, † 1827 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Florentine, * 1822, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 - 1888  Friedrich Wilhelm Pecher (1914 - 1893), Zimmermann aus Solterwisch (Kirchspiel Exter im Preuss.), ∞ (I) 1849 die Anerbin Karoline Florentine Hunke (1822 - 1863) und wird KK Hunke in Hörste, ∞ (II) 1864 Friederike Luise Henriette Ludolph (1827 - 1882) von Pivitheide VH Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine, * 1851, ∞ Friedrich Adolf Kespohl, Schmied/Schmiedemeister in Hörste Nr. 57, † 1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1853, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Christoph, * 1856, † 1857 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Friederike Karoline, * 1858, † 1863 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Juliane, * 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1928  Friedrich Wilhelm Hunke (1853 - 1928), ∞ 1877 Phillipine Henriette Schröder (1855 - 1936) aus Ehrsen oder Knetterheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1877, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1881, † 1882 (Lungencatarrh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Alwine Pauline Wilhelmine, * 1882, † 1883 (Unglücksfall: erhielt einen Revolverschuß durch den Kopf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Georg, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Georg, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Martha Lina, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 13 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    13  Huncke (Ma + Fr, 1 So, 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    13  Joh: Töns Huncke (Ma + Fr, keine Kinder), Leibzüchter (Ma + Fr, 1 To), Einl. Jakob Sielemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    13  3 Wohnhäuser, Joh. Henrich Hunke, Einl. H. H. Kulemann; Einl. Töns H. Hülß; Einl. Friedrich Ad. Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 13 Hunke, Friedrich, Tischler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 13 Huneke, Friedrich Zimmermann; Huneke Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hunke_(Politiker) Heinrich Hunke], geb. 1902 in Heipke/Lippe, † 2000 in Hannover, gehörte zu dem Personenkreis, der sowohl vor als auch nach 1945 hohe Positionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekleidet hat. Hunke, dessen namensgebende Vorfahren bis zum 18. Jahrhundert auf der Hörster Stätte Hunke gesessen haben, hat Ende der 1930er Jahre seine Familiengeschichte aufwändig erforscht und anspruchsvoll graphisch aufbereiten lassen. Diese in seinem Nachlass befindliche Familienchronik (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217; 31 Kartonblätter, nicht paginiert) ist vom Geist der damaligen Zeit durchdrungen, enthält Irrtümer, zugleich aber wichtige Informationen zu Geschichte, Gebäuden, Inschriften und Eigentümern/Bewohnern der Stätte Hörste Nr. 13  -  hier mit &amp;quot;(H. Hunke)&amp;quot; gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Murnerweg_9_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69950</id>
		<title>Murnerweg 9 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-20T09:57:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Murnerweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=9&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94672, 8.75358&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=031&lt;br /&gt;
}}Dieses Haus ist die ehemalige Straßenkötterstätte (Simon Jost) Mellies, früher Hörste Nr. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg9_050410_1.jpg|thumb|Hausstätte Hörste ehem. Nr. 31, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Murnerweg9_050410_2.jpg|thumb|Inschriften im Giebel des Vorklapp, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift an der oberen Giebelschwelle des Hauptgebäudes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... HILFFE HAT IOHAN BERNDT BRINCK UND ANNA KATRINA SIMON IOST MELSGES HABEN DIS HAUSZ LASSEN BAUEN WER GOTT VER / ... HAT WOL GEBAUET IM HIMMEL UND AUF ERDEN WER SICH VERLÄST AUF IESUM CHRIST DEN MUS DER HIMMEL WERDEN ANNO 1766 DEN 5 IUNI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hölzernes Firstdreieck des Vorbaus mit Waage, Schnapsglas und Bierhumpen als Hinweis auf die im Hause betriebene Krugwirtschaft, Inschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SO.LI.DE.O.GLO.RI.A (Soli Deo Gloria = Gott allein die Ehre)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschrift auf der Giebelschwelle des Vorbaus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M . C . W / DEN 2 IULIUS 1808 IOHAN CHRISTOPHFEL SCHLICHTIEG AUS MACKENBRUCH UND CATRINE ELISABET SIBILLEN AUS SCHLANGEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; NN&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Murnerweg (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69943</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69943"/>
		<updated>2026-08-20T08:08:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=8&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94579, 8.75198&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=021&lt;br /&gt;
}}1781 als &#039;&#039;Straßenkötter&#039;&#039; bezeichnete Stätte Henrich Riesenberg (oder Grothof), Hörste Nr. 21  -  wird 1869 - 1871 durch Teilung und Verkauf zur Stätte Wendt, später Wiemann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Teutoburgerwaldstraße.jpg|mini|Grundkarte Hörste, 1880, Ausschnitt mit heutiger Teutoburger-Wald-Straße und einigen Hausstätten: links Hanning Nr. 48, mittig Weber Nr. 12, rechts Wendt Nr. 21]]&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl typisch Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, obwohl dieser bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	&#039;&#039;&#039;Straßenkötter Riesenberg oder Grothof, später Wendt, Nr. 21 (gegründet vor 1590)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Riesenberg, W., Ziegelmeister Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Neben der älteren Hpl.-Stätte &#039;&#039;Risenbruch&#039;&#039; (Riesenberg Nr. 16) wird im Hörster Landschatzregister von 1590 erstmals eine weitere Stätte &#039;&#039;Hencke Risenbruch&#039;&#039; (Riesenberg Nr. 21) genannt. Erstere wird mit &#039;&#039;1 Ort&#039;&#039; (= ¼ Taler) veranlagt, letztere muss nur &#039;&#039;2 ½ Gr&#039;&#039;(oschen) zahlen, ist also kleiner bzw. einkommensschwächer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Salbuch von 1617 werden beide Hörster Stätten  -  jetzt als &#039;&#039;Rißenbergk&#039;&#039; (Nr. 16) und &#039;&#039;Johan Rißenbergk&#039;&#039; (Nr. 21) bezeichnet  -  aufgeführt. Erstere, jetzt gräflich lippisch, aber ehemals ein Kotten des Meiers zu Stapelage, muss weiterhin den Weinkauf an diesen entrichten, letztere den geringeren Landschatz zahlen.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 heißen von den nur zwei Dutzend Höfen/Stätten in Hörste zwei exakt gleich  -  „&#039;&#039;Henrich Riesenbergh&#039;&#039;“. Hier wird aber der Besitz der Stätten näher aufgeschlüsselt: Der erste Riesenberg hat &#039;&#039;nichts, nur ein Hauß&#039;&#039; (Nr. 21); der zweite verfügt über &#039;&#039;1 Stück Landt zu 1 ½ schll Roggen, 1 Garten und 1 Hauß&#039;&#039; (Nr. 16).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1645 wird deutlich, wovon die Stätte/Familie Riesenberg (Nr. 21) lebt:  &#039;&#039;R. , der gn. Herrschaft eigen, hatt 3 Kinder,&#039;&#039; (hat) &#039;&#039;an Gelde ausstehen in Lande so er besamet  208 thlr.&#039;&#039;, (ist) &#039;&#039;ein Daglohner&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;   Ähnlich ist die Situation auch noch 1683.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der 1683 auf der Stätte wirtschaftende Kötter Berend Riesenberg ist lange verstorben, als 1708 Hermann Rosenbaum, Sohn eines Schmiedes aus Lage (und offenbar auch selbst Schmied), seine Tochter, die Anerbin Catrina Riesenberg, heiratet und auf die Stätte kommt. Mit ihm beginnt eine 150 Jahre währende Tradition der Straßenkötterstätte Nr. 21 als Hörstes Dorfschmiede.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Schmiede in Hörste vgl. auch Stätte Nr. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um diese Zeit kommt es zu einem merkwürdigen Wandel des Stätte- und auch Besitzernamens. Wie oben angedeutet, sind gleiche Namen bisweilen eher problematisch, denn Namen dienen der Unterscheidbarkeit von Dingen oder auch Menschen. Die Hörster Stätte mit der späteren Nr. 21 wird ab dem frühen 18. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert zwar amtlich weiterhin häufig als „Henrich Riesenberg“ (in Abgrenzung zu „Riesenberg“ - Nr. 16) bezeichnet. Vereinzelt findet sich „&#039;&#039;Grautehoff oder Henrich Riesenberg&#039;&#039;“ (z. B. im Salbuch von 1752/53), dann zunehmend Großhof, später i. d. R. Grothof. So werden auch die Besitzer in Kirchenbuch, Gogerichtsregistern etc. genannt. Unklar bleibt, wie gerade dieser Beiname für eine Stätte, die alles andere als groß war, zustande gekommen ist.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der 1708 eingeheiratete Hermann Rosenbaum kommt 1722 durch einen Unfall ums Leben  -  GoG Hörste 1722: &#039;&#039;Heinrich Riesenberg Stratenkötter Illstrmo eigen elendig unter einem Baum zu Todte gequetschet; hat nachgelaßen eine Kuh und die täglichen Kleÿder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kirchenbuch Stapelage 1722: &#039;&#039;den 29ten Julÿ  Grotehoff begraben, alt 30 Jahre&#039;&#039;. Seine Ehefrau wird 1751 als &#039;&#039;Anna Cathrine Großhof, weil. Hermann Henrich Rosenbaums aus Hörste Witwe, 71 Jahre&#039;&#039; beerdigt. 1725/26 tritt ein anderer Rosenbaum in Erscheinung: &#039;&#039;Berend Rosenbaum, Einlieger, freÿ, hat eine Frau genohmmen, welche auch wieder gestorben, hat auch zu früh beÿ geschlaffen&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dieser Berend Rosenbaum heiratet als junger Witwer Ende 1726 eine Frau aus Lage, die zu ihm nach Hörste zieht und 50 Taler Brautschatz mitbringt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 136, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im September 1727 &#039;&#039;haben der junge Schmidt in Hörste Berend Rosenbaum und seine Hausfrau eine Tochter taufen laßen&#039;&#039;, die 1742 als &#039;&#039;Anna Catharina Elisabeth Rosenbaum&#039;&#039; konfirmiert wird. (Kirchenb. Sta.) Eine weitere Tochter wird 1729 geboren; 1730 wird der Schmied Berend Rosenbaum als (gut verdienender) Einlieger im Einlieger-Verzeichnis Hörste geführt und muss einen Taler Einliegergeld zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 542&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1732 heiratet der Anerbe Cord Berend Grothof in Hörste Anne Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen; sie kommt zu ihm und bringt 40 Taler mit. Sein Beruf geht aus dem Kirchenbuch hervor: (Im März 1737) &#039;&#039;haben Cordt Berend Grotehoff, der zeitige Schmidt in Hörste, und deßen Ehefrau  .  .  .  ein Töchterlein taufen laßen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:1824 Grothof 2.jpg|mini|Öffentlicher Aufruf zur Schulden-Ermittlung Grothof (auch von Kanzeln in Stapelage, Lage, Heiden und Detmold verlesen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1869 Anzeige-Blatt beschnitten.jpg|mini|„Zwangsweise Subhastation“ (Zwangsversteigerung) der Stätte Grothof, Hörste Nr. 21, Fürstl. Lipp. Regierungs- u. Anzeigeblatt 1869, Nr. 14]]&lt;br /&gt;
Vor dem übernächsten Generationswechsel findet im Herbst 1797 ein Amtstermin in Detmold statt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1238&amp;lt;/ref&amp;gt;   &#039;&#039;Es hat sich ergeben, daß der Vater diese Stätte mit Bewilligung seines Anerben und 24-jährigen Sohns Jobst Herman an besagte seine Tochter und deren Bräutigam übergeben wolle, weil sein Sohn das auf der Stette immer getriebene Schmiedehandwerk nicht erlernt habe, und die Hörster Meÿers eine Schmiede gern an der Hand behallten wollten.&#039;&#039;  .  .  . So geht es noch mehrere Generationen weiter, bis Ende 1857 in zweiter Ehe August Büker aus Hörste einheiratet, der kein Schmied ist, sondern dem damaligen Allerweltsberuf Ziegler nachgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1797 eingeheiratete Adolph Wind aus dem Kirchspiel Oerlinghausen mag ein guter Schmied gewesen sein; seine Bilanz als Haushälter und Geschäftsmann ist 27 Jahre später eindeutig negativ. Die &#039;&#039;Acte das Schuldenwesen des Straßenkötters Grothoff Nr. 21 in Hörste betr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VII, 6)&amp;lt;/ref&amp;gt;   enthält einen öffentlichen Aufruf von Ende 1824, Forderungen gegen die Stätte Nr. 21 an der Amtsstube vorzubringen und zu belegen. Dutzende Positionen, die sich auf mehr als 700 Taler summieren, kommen zusammen. Ein Teil der Gläubiger akzeptiert einen Teilerlass ihrer Forderungen bei umgehender Zahlung der Restsumme. So kann der Sohn des Schuldners die Stätte mit etwas reduzierter Schuldenlast übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise kommt man auf der Stätte noch einige Jahrzehnte irgendwie zurecht. Anfang 1869 kann der zwölf Jahre zuvor eingeheiratete Colon August Büker den Konkurs jedoch nicht mehr abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 8)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Inventar und die Immobilien der Stätte Nr. 21, bestehend aus &#039;&#039;1) Wohnhaus, 2) Leibzucht, 3) 5 Metzen Garten und 4) 36 – 40 Schfls. Ackerland und Senne&#039;&#039;, werden gegen Höchstgebot zwangsverkauft. Salomon Paradies, Kaufmann in Lage und häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, erwirbt die Stätte und veräußert sie nach Aufteilung bald weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Besitzer der Grothoffschen Stätte Nr. 21 zu Hörste, Kaufmann Sal. I. Paradies hiers. erschien heute&#039;&#039; (14. Juli 1869) &#039;&#039;mit der Ehefrau des im Auslande befindlichen Colon Elkenkamp Nr. 60 zu Hörste&#039;&#039;  .  .  .  und verkauft den Garten und ein Stück Ackerland an Elkenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 3)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Etwa zur gleichen Zeit beantragt Paradies die Genehmigung zur Errichtung eines Kottens auf Flächen vor dem Ehberg, die der Stätte Nr. 21 bei der letzten Hörster Gemeinheitsteilung um 1860 zugefallen waren. Dieser Kotten auf 15 Schfls. (ca. 2,5 ha) Fläche wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 68 und 1874 von Paradies an Ziegelmeister August Klarholz aus Müssen verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIV, 13)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die restliche Stätte Nr. 21, bestehend aus &#039;&#039;1) Hofraum, 2) Wohnhaus mit der Schmiede, 3) Garten beim Hause, 4) 4 Schfls. Land a. d. Hörsterbruche&#039;&#039;, hat Paradies bereits 1871 an den Einlieger Töns Wendt veräußert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 21 beschnitten.jpg|mini|Teutoburger-Wald-Straße 8, Straßenansicht, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 verfügt die Stätte über &#039;&#039;nichts alß ein Klein Hauß&#039;&#039;, auch 1683 wird zu Berend Riesenberg vermerkt: &#039;&#039;nur ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häusgen und kein Garten noch eig. Land.&#039;&#039; 1752/53 wird präzisiert: &#039;&#039;an Gebäuden 1) das Wohnhaus, 2) das Backhaus und Schmiede&#039;&#039;. Im Salbuch 1781 wird zu diesem Bestand nachträglich &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039; hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Konkursverkauf der Stätte 1869 wird ein Inventar erstellt, das mit den Immobilien beginnt: &#039;&#039;1) Wohnhaus, 2) &amp;lt;s&amp;gt;Schmiede&amp;lt;/s&amp;gt; Leibzucht, 3)&#039;&#039;, was sich in dieser Form als zur Leibzucht umgebaute/umgenutzte Schmiede deuten lässt. Ende 1871 bezeichnet Hörstes Dorfvorsteher Brockmann die Bebauung der Stätte allerdings noch als &#039;&#039;das Wohnhaus mit der Schmiede&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)&amp;lt;/ref&amp;gt;  1882 wird die Leibzucht (erneut) umgebaut/&#039;&#039;verbessert&#039;&#039; und dabei amtlicherseits auch beschrieben: &#039;&#039;massiv mit Brettergiebel, Ziegeldach; 2 beheizbare Stuben, 2 Kammern, 1 Keller.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Diese alte, umgebaute und instand gesetzte Bebauung bleibt vermutlich erhalten, bis Maurermeister Adolf Wiemann die Stätte 1930 übernimmt und das gegenwärtige Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 errichtet oder errichten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 trägt als Inschrift an der Fassade zwischen Ornamenten das Baujahr &#039;&#039;1930&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten zu Besitzern und Bewohnern der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609		&#039;&#039;Johan Riesenberg&#039;&#039; (Mann, Frau, 1 Kleinkind) 	&#039;&#039;arm&#039;&#039; 	(Volkszählung)&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;Leibzüchtersche 					lebt von Almosen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 		&#039;&#039;Johan Riesenbergk, Hoppenplocker,  m. gn. Herrn Eÿgen&#039;&#039;  .  .  .  (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1633		&#039;&#039;Johan Riesenberges fraue verstorben, ist eine Hoppenplockerstede; Nachlas  1 			Kuh, Keßell vor 4 Mas, Kollpott von 5 Mas, Bette mitt ??? Zubeÿhörung; Lade 			und Kasten haben die Kriegers entzweÿ geschlagen, darzu ihre dechlichen 			Kleider&#039;&#039; 					(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1635/36	&#039;&#039;Johan Risenberg verstorben, ist ein Hoppenplöcker, Nachlaß 20 thlr bei 			Obermejer, bei Huneken 10 thlr, darzu die täglichen Kleider&#039;&#039; 	(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1638/39	&#039;&#039;Henrich Risenberg befrejet sich an Stinken Huneken, ist ein Hoppenplockerstet, 		bringtt darbei – 8 thlr&#039;&#039; 		(Weinkauf)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1640 (um)	&#039;&#039;Henrich Riesenbergh, Hoppenplocker, der gn. Herrschaft Eigen, .  .  . ,&#039;&#039; (Besitz:) 			&#039;&#039;nichts, nur ein Hauß&#039;&#039; 			(Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156 (links)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1645 (um)	&#039;&#039;Riesenberg, Hpl., hatt Kinder --- 3, an gelde ausstehen in lande so er besamet – 		208 thlr; ist schuldig --  12 thlr, ein daglohner&#039;&#039;   (Zustand der Höfe/Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1648		&#039;&#039;Henrich Riesenberg, Kötter, deßen Frauwe, 3 Kinder unter 10 Jahren&#039;&#039; alt 								(Volkszählung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1656		&#039;&#039;Henning Riesenbergk, ein Hoppenpflücker hatt&#039;&#039;   (3 Söhne, 3 Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1)  Cort – beÿ dem Meÿer zu Stapelage  17 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Heinrich –  beÿ dem Weike  14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;3) Bernhart		von 	5 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1) Trinecke		von	   10 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Elisabetha		von 	9 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;3) Anna Maria	von	7 Jahren 	&#039;&#039;&#039;&#039; (Verz. der eig.behör. Kinder)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  	&lt;br /&gt;
1676/77	&#039;&#039;Henrich Rießenbergh ein Stratenkötter ist gestorben, hat hinterlaßen 1 Kuh, 1 		Kalb, 1 Keßel, 1 Pott, 50 thlr beim M. z. Stapelage, Hilbern undt Brinkmann&#039;&#039;								(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1683		&#039;&#039;Berend Rießenberg ist ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häußgen und keinen 			Garten noch eig. Land, 2 Kühe, 1 Rind; hatt vom M. zu Stap. zu 4 Sch.Saat zu 70 		thlr.  .  .  . , von Brink einen Garten vor 25 thlr.  so ihm nicht allein, sondern 			seinen 2 Brüdern mit gehört .  .  .  bei Weßel uff der Breidenheide Brautschatz  			27 thlr., muß dajegen seine beiden Geschwister mit 40 thlr. zusahmen abfinden 		.  .  .	 			&#039;&#039;	(Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1691/92	&#039;&#039;Berend Riesenberg Kleinkötter Illstrmo Eigen verstorben, nach gelaßen 1 			Kuh und tägliche Kleider 	&#039;&#039;	(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1707/08	&#039;&#039;Herm Rosenbaum Illsmo Eÿgen muß Riesenbergs kleine Kottstätte 				beweinkauffen 	&#039;&#039;		(Weinkauf)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 243&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1708		&#039;&#039;Hermann Rosenbaum hat ante Copulationem zu früh beÿ geschlaffen&#039;&#039; (GoG)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 264&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 		&#039;&#039;Berndt Riesenberg hat&#039;&#039;(te) &#039;&#039;Kinder&#039;&#039;     (Verzeichnis der eigenbehörigen 				Untertanen in der Vogtei Lage)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 497&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.	Catrina, 	so die Stette geerbet, hat zum Man des Schmiedes Rosenbaums Sohn aus der Lage, so freÿ, ist in Illstrmi Eigenthums getreten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.	Evert	ledig&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.	Herman	ein Musquetier&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit stellen sich die frühen Generationen auf der Stätte Nr. 21 wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1605 – 1635/36	Johann Riesenberg, † 1635/35, ∞ vor 1610 NN († 1633)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * vor 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	weitere ? , (* nach 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638/39 – 1676/77	Henrich Riesenberg (ca. 1610 – 1676/77), ∞ 1638/39 Stinken (Christine) Hunke aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord, * 1639&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trineke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1647, ∞ um 1678 Hermann Weeke, Anerbe der Stätte Hörste Nr. 26, wird Weekesche, † 1715 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria, * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhart, * 1651, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1677 – 1691/92	 Berend (= Bernhart) Riesenberg (1651 – 1691/92), ∞ um 1677 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catrina&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1677, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Evert&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1679, ∞ nach 1707, Einl. in Hörste, † 1750&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann, * um 1684, 1708 Soldat, 2 uneheliche Kinder, * 1716 u. 1719&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1707/08 – 1722  Hermann Henrich Rosenbaum, Sohn des Schmiedes Ros. in Lage, ∞ 1707/08 in Hörste Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catrina&amp;lt;/u&amp;gt; Riesenberg ( 1677 - 1751), Anerbin Ries.; H. Rosenbaum wird StK Riesenberg in Hörste ( † 1722 infolge Unfalls)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Berend, * 1708, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Anna Maria&amp;lt;/u&amp;gt; Elisabeth, * 1715, unehelicher Sohn (* 1743), † 1754 &amp;lt;ref&amp;gt;Bei ihr (den Kirchenbuch-Einträgen zu ihr; dem Verprügeln des Kindesvaters durch ihre Familie (L 89 A, Nr. 187, S. 122); der Unterhaltsklage gemeinsam mit ihrer Mutter (L 85 Nr. 1580)) lässt sich das Handeln identischer Personen unter wechselnden Namen (Riesenberg oder Grothof) besonders gut nachvollziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1717, ∞ 1743, wird Interimswirt Riesenberg Nr. 16, † 1771&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1725 – 1732  Schmiede vermutlich betrieben von Berend Rosenbaum, Schmied aus Lage und Einl. in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1732 – 1768	Cord Berend Grothof (1708 – 1769), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1732 Anna Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen (1706 – 1766), ∞ (II) 1767 Anna Maria Voss (1704 – 1785) aus Wellentrup, zuvor verwitwete Brink von Hörste Nr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1733, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph, * 1734, ∞ 1760, wird StK Kirchhof, Hörste Nr. 25, † 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Elisabeth, * 1737, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Elisabeth, * 1739, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Ernst Christoph, * 1742, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1768 – 1797   Johann Ernst Christoph Grothof (1742 – 1803), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ 1768 Anna Margarethe Ilsabein Mölling (1742 – 1796) von der Pivitsheide&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * 1770, wird Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jost Herm, * 1772, eigentlicher Anerbe, 1797 abgefunden, da nicht Schmied, wird Einl. in Hörste, ∞ (I) 1805 Anne Cathr. Ilsab. Büker (1773 - 1815) aus Mackenbruch, ∞ (II) 1815 Hanne Wilhelmine Büker (1787 – 1825) aus Mackenbruch, † 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1776, ∞ 1804 Anne Marie Westerheide aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie Elisabeth, * 1778, „obiit“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Elisabeth, * 1780, † 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Ilsabein, * 1783, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1786, ∞ 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1797 – 1825   Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Wind (1771 – 1841), Schmied a. d. Milser Kotten, Ksp. Oerl.hausen, ∞ 1797 Anna Margaretha Ilsabein Grothof (1770 – 1830), Anerbin, und wird StK in Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1798, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1800, ∞ 1825 Anna Maria Cath. Elis. Klöpping aus Schlangen, .  .  . lassen sich in Wellentrup, Ksp. Oerl.hausen nieder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine, * 1802&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike Amalie, * 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 – 1831	Johann Henrich Christoph Grothof (1798 – 1831), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1825 Wilhelmine Florentine Fuhrmann (1797 – 1844) aus Pottenhausen; diese ∞ (II) 1832 Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier (1806 – 1844), Schmied von Hillentrup Nr. 42, der als Interimswirt zu ihr auf die Stätte Nr. 21 kommt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August, * 1826, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Heinrich, * 1829, † 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Gottlieb, * 1839&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Amalie, * 1843, † 1844&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1831 – 1844	Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 – 1856	Heinrich August Grothof (1826 – 1856), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1851 in Holzhausen (Ksp. Schötmar) Karoline Friederike Charlotte Kuhlemann oder Gronemeier (1828 – 1879) aus Holzhausen, diese ∞ (II) 1857 in Hörste Simon August Büker (1831 - 1xxx), Ziegler, der StK/Interimswirt Hörste Nr. 21 wird (bis zum Verkauf der Stätte 1869)&lt;br /&gt;
[[Datei:Wendt Hörste Nr 21 Grabstein.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Wendt auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Töns Wendt aus Hörste Der Dorfjunge 3 beschn.jpg|mini|Töns Heinrich Wendt, Der Dorfjunge: Titelblatt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Töns Wendt aus Hörste Der Dorfjunge 5.jpg|mini|Töns Heinrich Wendt, Der Dorfjunge: Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ulrich&amp;lt;/u&amp;gt; Leopold, * 1852&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Christoph, * 1854, † 1875&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Friedrich Christian, * 1858, † 1874 in Potsdam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane Auguste, * 1862, † 1952 in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Henriette, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelme Justine, * 1867, † 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Friederike, * 1869, † 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1869  	Simon August Büker aus Hörste, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1869 – 1871  Salomon I. Paradies, Immobilien-Kaufmann in Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 – 1900  &amp;lt;u&amp;gt;Töns&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Wendt (1827 – 1917), vor Kauf der Stätte Nr. 21 Einl., Weber u. Ziegler/Ziegelmeister in Hörste, ∞ 1853 &amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Klutmann (1833 – 1891) von Hörste Nr. 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1853, jung Ziegler u. Weber, wandert aus nach USA, versucht sich dort etwa 30 Jahre lang in vielfältigen Engagements als „Selfmademan“, kehrt dann kurz zurück und lebt danach/im Alter auf Gotland/Schweden, wo er auch seine Memoiren verfasst. &amp;lt;ref&amp;gt;Töns Henrich Wendt beschreibt in bisweilen skuriller Form seine Lebenserinnerungen in dem Büchlein „Der Dorfjunge“ (Bielefeld, um 1900 ?). Typische Alltagserfahrungen eines Jungen / jungen Mannes im Hörste der 1860er und 1870er Jahre werden geschildert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1856, Ziegler, ∞ 1886 Luise Henriette Bax v. Hörste Nr. 15, gründet die Stätte Hörste Nr. 94 (später Gärtnerei), † 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Wilhelmine, * 1858, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Henriette Friederike, * 1860, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf Heinrich, * 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb Gustaf, * 1873, † 1875&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 – 1930  Adolf Wendt, Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 – 1953   Adolf Wiemann, Maurermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 21 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ):    21  Henrich Riesenberg (Ma + Fr, 1 Verwandte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    21  Joh. Ernst Riesenberg (Ma + Fr, 2 Sö unt. 14 J, 1 To) Schmidt; Leibzüchterin . . (Fr), spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    21  1 Wohnhaus, Joh. Henr. Großhof, Leibz. Großhof, Einl. Friedr. Ad. Sprenger&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 21 Wendt, Töns, Rentner. Wendt, Adolf, Ziegelmeister. Kuhlemann, Heinrich, 	Ziegler. Nolte, Friedrich, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 21 Wendt, Adolf, Kolon; Weber, August, Invalide; Meier, Fritz, Fabrikarbeiter; Schulze, Rudolf, Malermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69942</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_8_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69942"/>
		<updated>2026-08-20T08:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=8&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94579, 8.75198&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=021&lt;br /&gt;
}}1781 als &#039;&#039;Straßenkötter&#039;&#039; bezeichnete Stätte Henrich Riesenberg (oder Grothof), Hörste Nr. 21  -  wird 1869 - 1871 durch Teilung und Verkauf zur Stätte Wendt, später Wiemann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Teutoburgerwaldstraße.jpg|mini|Grundkarte Hörste, 1880, Ausschnitt mit heutiger Teutoburger-Wald-Straße und einigen Hausstätten: links Hanning Nr. 48, mittig Weber Nr. 12, rechts Wendt Nr. 21]]&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl typisch Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, obwohl dieser bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	&#039;&#039;&#039;Straßenkötter Riesenberg oder Grothof, später Wendt, Nr. 21 (gegründet vor 1590)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Riesenberg, W., Ziegelmeister Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Neben der älteren Hpl.-Stätte &#039;&#039;Risenbruch&#039;&#039; (Riesenberg Nr. 16) wird im Hörster Landschatzregister von 1590 erstmals eine weitere Stätte &#039;&#039;Hencke Risenbruch&#039;&#039; (Riesenberg Nr. 21) genannt. Erstere wird mit &#039;&#039;1 Ort&#039;&#039; (= ¼ Taler) veranlagt, letztere muss nur &#039;&#039;2 ½ Gr&#039;&#039;(oschen) zahlen, ist also kleiner bzw. einkommensschwächer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Salbuch von 1617 werden beide Hörster Stätten  -  jetzt als &#039;&#039;Rißenbergk&#039;&#039; (Nr. 16) und &#039;&#039;Johan Rißenbergk&#039;&#039; (Nr. 21) bezeichnet  -  aufgeführt. Erstere, jetzt gräflich lippisch, aber ehemals ein Kotten des Meiers zu Stapelage, muss weiterhin den Weinkauf an diesen entrichten, letztere den geringeren Landschatz zahlen.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 heißen von den nur zwei Dutzend Höfen/Stätten in Hörste zwei exakt gleich  -  „&#039;&#039;Henrich Riesenbergh&#039;&#039;“. Hier wird aber der Besitz der Stätten näher aufgeschlüsselt: Der erste Riesenberg hat &#039;&#039;nichts, nur ein Hauß&#039;&#039; (Nr. 21); der zweite verfügt über &#039;&#039;1 Stück Landt zu 1 ½ schll Roggen, 1 Garten und 1 Hauß&#039;&#039; (Nr. 16).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1645 wird deutlich, wovon die Stätte/Familie Riesenberg (Nr. 21) lebt:  &#039;&#039;R. , der gn. Herrschaft eigen, hatt 3 Kinder,&#039;&#039; (hat) &#039;&#039;an Gelde ausstehen in Lande so er besamet  208 thlr.&#039;&#039;, (ist) &#039;&#039;ein Daglohner&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;   Ähnlich ist die Situation auch noch 1683.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der 1683 auf der Stätte wirtschaftende Kötter Berend Riesenberg ist lange verstorben, als 1708 Hermann Rosenbaum, Sohn eines Schmiedes aus Lage (und offenbar auch selbst Schmied), seine Tochter, die Anerbin Catrina Riesenberg, heiratet und auf die Stätte kommt. Mit ihm beginnt eine 150 Jahre währende Tradition der Straßenkötterstätte Nr. 21 als Hörstes Dorfschmiede.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Schmiede in Hörste vgl. auch Stätte Nr. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um diese Zeit kommt es zu einem merkwürdigen Wandel des Stätte- und auch Besitzernamens. Wie oben angedeutet, sind gleiche Namen bisweilen eher problematisch, denn Namen dienen der Unterscheidbarkeit von Dingen oder auch Menschen. Die Hörster Stätte mit der späteren Nr. 21 wird ab dem frühen 18. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert zwar amtlich weiterhin häufig als „Henrich Riesenberg“ (in Abgrenzung zu „Riesenberg“ - Nr. 16) bezeichnet. Vereinzelt findet sich „&#039;&#039;Grautehoff oder Henrich Riesenberg&#039;&#039;“ (z. B. im Salbuch von 1752/53), dann zunehmend Großhof, später i. d. R. Grothof. So werden auch die Besitzer in Kirchenbuch, Gogerichtsregistern etc. genannt. Unklar bleibt, wie gerade dieser Beiname für eine Stätte, die alles andere als groß war, zustande gekommen ist.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der 1708 eingeheiratete Hermann Rosenbaum kommt 1722 durch einen Unfall ums Leben  -  GoG Hörste 1722: &#039;&#039;Heinrich Riesenberg Stratenkötter Illstrmo eigen elendig unter einem Baum zu Todte gequetschet; hat nachgelaßen eine Kuh und die täglichen Kleÿder&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kirchenbuch Stapelage 1722: &#039;&#039;den 29ten Julÿ  Grotehoff begraben, alt 30 Jahre&#039;&#039;. Seine Ehefrau wird 1751 als &#039;&#039;Anna Cathrine Großhof, weil. Hermann Henrich Rosenbaums aus Hörste Witwe, 71 Jahre&#039;&#039; beerdigt. 1725/26 tritt ein anderer Rosenbaum in Erscheinung: &#039;&#039;Berend Rosenbaum, Einlieger, freÿ, hat eine Frau genohmmen, welche auch wieder gestorben, hat auch zu früh beÿ geschlaffen&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dieser Berend Rosenbaum heiratet als junger Witwer Ende 1726 eine Frau aus Lage, die zu ihm nach Hörste zieht und 50 Taler Brautschatz mitbringt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 136, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im September 1727 &#039;&#039;haben der junge Schmidt in Hörste Berend Rosenbaum und seine Hausfrau eine Tochter taufen laßen&#039;&#039;, die 1742 als &#039;&#039;Anna Catharina Elisabeth Rosenbaum&#039;&#039; konfirmiert wird. (Kirchenb. Sta.) Eine weitere Tochter wird 1729 geboren; 1730 wird der Schmied Berend Rosenbaum als (gut verdienender) Einlieger im Einlieger-Verzeichnis Hörste geführt und muss einen Taler Einliegergeld zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 542&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1732 heiratet der Anerbe Cord Berend Grothof in Hörste Anne Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen; sie kommt zu ihm und bringt 40 Taler mit. Sein Beruf geht aus dem Kirchenbuch hervor: (Im März 1737) &#039;&#039;haben Cordt Berend Grotehoff, der zeitige Schmidt in Hörste, und deßen Ehefrau  .  .  .  ein Töchterlein taufen laßen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:1824 Grothof 2.jpg|mini|Öffentlicher Aufruf zur Schulden-Ermittlung Grothof (auch von Kanzeln in Stapelage, Lage, Heiden und Detmold verlesen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1869 Anzeige-Blatt beschnitten.jpg|mini|„Zwangsweise Subhastation“ (Zwangsversteigerung) der Stätte Grothof, Hörste Nr. 21, Fürstl. Lipp. Regierungs- u. Anzeigeblatt 1869, Nr. 14]]&lt;br /&gt;
Vor dem übernächsten Generationswechsel findet im Herbst 1797 ein Amtstermin in Detmold statt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1238&amp;lt;/ref&amp;gt;   &#039;&#039;Es hat sich ergeben, daß der Vater diese Stätte mit Bewilligung seines Anerben und 24-jährigen Sohns Jobst Herman an besagte seine Tochter und deren Bräutigam übergeben wolle, weil sein Sohn das auf der Stette immer getriebene Schmiedehandwerk nicht erlernt habe, und die Hörster Meÿers eine Schmiede gern an der Hand behallten wollten.&#039;&#039;  .  .  . So geht es noch mehrere Generationen weiter, bis Ende 1857 in zweiter Ehe August Büker aus Hörste einheiratet, der kein Schmied ist, sondern dem damaligen Allerweltsberuf Ziegler nachgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1797 eingeheiratete Adolph Wind aus dem Kirchspiel Oerlinghausen mag ein guter Schmied gewesen sein; seine Bilanz als Haushälter und Geschäftsmann ist 27 Jahre später eindeutig negativ. Die &#039;&#039;Acte das Schuldenwesen des Straßenkötters Grothoff Nr. 21 in Hörste betr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VII, 6)&amp;lt;/ref&amp;gt;   enthält einen öffentlichen Aufruf von Ende 1824, Forderungen gegen die Stätte Nr. 21 an der Amtsstube vorzubringen und zu belegen. Dutzende Positionen, die sich auf mehr als 700 Taler summieren, kommen zusammen. Ein Teil der Gläubiger akzeptiert einen Teilerlass ihrer Forderungen bei umgehender Zahlung der Restsumme. So kann der Sohn des Schuldners die Stätte mit etwas reduzierter Schuldenlast übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise kommt man auf der Stätte noch einige Jahrzehnte irgendwie zurecht. Anfang 1869 kann der zwölf Jahre zuvor eingeheiratete Colon August Büker den Konkurs jedoch nicht mehr abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 8)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Inventar und die Immobilien der Stätte Nr. 21, bestehend aus &#039;&#039;1) Wohnhaus, 2) Leibzucht, 3) 5 Metzen Garten und 4) 36 – 40 Schfls. Ackerland und Senne&#039;&#039;, werden gegen Höchstgebot zwangsverkauft. Salomon Paradies, Kaufmann in Lage und häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, erwirbt die Stätte und veräußert sie nach Aufteilung bald weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Besitzer der Grothoffschen Stätte Nr. 21 zu Hörste, Kaufmann Sal. I. Paradies hiers. erschien heute&#039;&#039; (14. Juli 1869) &#039;&#039;mit der Ehefrau des im Auslande befindlichen Colon Elkenkamp Nr. 60 zu Hörste&#039;&#039;  .  .  .  und verkauft den Garten und ein Stück Ackerland an Elkenkamp.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 3)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Etwa zur gleichen Zeit beantragt Paradies die Genehmigung zur Errichtung eines Kottens auf Flächen vor dem Ehberg, die der Stätte Nr. 21 bei der letzten Hörster Gemeinheitsteilung um 1860 zugefallen waren. Dieser Kotten auf 15 Schfls. (ca. 2,5 ha) Fläche wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 68 und 1874 von Paradies an Ziegelmeister August Klarholz aus Müssen verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIV, 13)&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die restliche Stätte Nr. 21, bestehend aus &#039;&#039;1) Hofraum, 2) Wohnhaus mit der Schmiede, 3) Garten beim Hause, 4) 4 Schfls. Land a. d. Hörsterbruche&#039;&#039;, hat Paradies bereits 1871 an den Einlieger Töns Wendt veräußert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 21 beschnitten.jpg|mini|Teutoburger-Wald-Straße 8, Straßenansicht, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
Im Salbuch um 1640 verfügt die Stätte über &#039;&#039;nichts alß ein Klein Hauß&#039;&#039;, auch 1683 wird zu Berend Riesenberg vermerkt: &#039;&#039;nur ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häusgen und kein Garten noch eig. Land.&#039;&#039; 1752/53 wird präzisiert: &#039;&#039;an Gebäuden 1) das Wohnhaus, 2) das Backhaus und Schmiede&#039;&#039;. Im Salbuch 1781 wird zu diesem Bestand nachträglich &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039; hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Konkursverkauf der Stätte 1869 wird ein Inventar erstellt, das mit den Immobilien beginnt: &#039;&#039;1) Wohnhaus, 2) &amp;lt;s&amp;gt;Schmiede&amp;lt;/s&amp;gt; Leibzucht, 3)&#039;&#039;, was sich in dieser Form als zur Leibzucht umgebaute/umgenutzte Schmiede deuten lässt. Ende 1871 bezeichnet Hörstes Dorfvorsteher Brockmann die Bebauung der Stätte allerdings noch als &#039;&#039;das Wohnhaus mit der Schmiede&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)&amp;lt;/ref&amp;gt;  1882 wird die Leibzucht (erneut) umgebaut/&#039;&#039;verbessert&#039;&#039; und dabei amtlicherseits auch beschrieben: &#039;&#039;massiv mit Brettergiebel, Ziegeldach; 2 beheizbare Stuben, 2 Kammern, 1 Keller.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Diese alte, umgebaute und instand gesetzte Bebauung bleibt vermutlich erhalten, bis Maurermeister Adolf Wiemann die Stätte 1930 übernimmt und das gegenwärtige Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 errichten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 trägt als Inschrift an der Fassade zwischen Ornamenten das Baujahr &#039;&#039;1930&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten zu Besitzern und Bewohnern der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609		&#039;&#039;Johan Riesenberg&#039;&#039; (Mann, Frau, 1 Kleinkind) 	&#039;&#039;arm&#039;&#039; 	(Volkszählung)&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;Leibzüchtersche 					lebt von Almosen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 		&#039;&#039;Johan Riesenbergk, Hoppenplocker,  m. gn. Herrn Eÿgen&#039;&#039;  .  .  .  (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1633		&#039;&#039;Johan Riesenberges fraue verstorben, ist eine Hoppenplockerstede; Nachlas  1 			Kuh, Keßell vor 4 Mas, Kollpott von 5 Mas, Bette mitt ??? Zubeÿhörung; Lade 			und Kasten haben die Kriegers entzweÿ geschlagen, darzu ihre dechlichen 			Kleider&#039;&#039; 					(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 83&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1635/36	&#039;&#039;Johan Risenberg verstorben, ist ein Hoppenplöcker, Nachlaß 20 thlr bei 			Obermejer, bei Huneken 10 thlr, darzu die täglichen Kleider&#039;&#039; 	(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1638/39	&#039;&#039;Henrich Risenberg befrejet sich an Stinken Huneken, ist ein Hoppenplockerstet, 		bringtt darbei – 8 thlr&#039;&#039; 		(Weinkauf)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1640 (um)	&#039;&#039;Henrich Riesenbergh, Hoppenplocker, der gn. Herrschaft Eigen, .  .  . ,&#039;&#039; (Besitz:) 			&#039;&#039;nichts, nur ein Hauß&#039;&#039; 			(Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156 (links)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1645 (um)	&#039;&#039;Riesenberg, Hpl., hatt Kinder --- 3, an gelde ausstehen in lande so er besamet – 		208 thlr; ist schuldig --  12 thlr, ein daglohner&#039;&#039;   (Zustand der Höfe/Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1648		&#039;&#039;Henrich Riesenberg, Kötter, deßen Frauwe, 3 Kinder unter 10 Jahren&#039;&#039; alt 								(Volkszählung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1656		&#039;&#039;Henning Riesenbergk, ein Hoppenpflücker hatt&#039;&#039;   (3 Söhne, 3 Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1)  Cort – beÿ dem Meÿer zu Stapelage  17 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Heinrich –  beÿ dem Weike  14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;3) Bernhart		von 	5 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;1) Trinecke		von	   10 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;2) Elisabetha		von 	9 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&#039;&#039;3) Anna Maria	von	7 Jahren 	&#039;&#039;&#039;&#039; (Verz. der eig.behör. Kinder)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  	&lt;br /&gt;
1676/77	&#039;&#039;Henrich Rießenbergh ein Stratenkötter ist gestorben, hat hinterlaßen 1 Kuh, 1 		Kalb, 1 Keßel, 1 Pott, 50 thlr beim M. z. Stapelage, Hilbern undt Brinkmann&#039;&#039;								(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1683		&#039;&#039;Berend Rießenberg ist ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häußgen und keinen 			Garten noch eig. Land, 2 Kühe, 1 Rind; hatt vom M. zu Stap. zu 4 Sch.Saat zu 70 		thlr.  .  .  . , von Brink einen Garten vor 25 thlr.  so ihm nicht allein, sondern 			seinen 2 Brüdern mit gehört .  .  .  bei Weßel uff der Breidenheide Brautschatz  			27 thlr., muß dajegen seine beiden Geschwister mit 40 thlr. zusahmen abfinden 		.  .  .	 			&#039;&#039;	(Salbuch)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1691/92	&#039;&#039;Berend Riesenberg Kleinkötter Illstrmo Eigen verstorben, nach gelaßen 1 			Kuh und tägliche Kleider 	&#039;&#039;	(Erbteilung)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1707/08	&#039;&#039;Herm Rosenbaum Illsmo Eÿgen muß Riesenbergs kleine Kottstätte 				beweinkauffen 	&#039;&#039;		(Weinkauf)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 243&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1708		&#039;&#039;Hermann Rosenbaum hat ante Copulationem zu früh beÿ geschlaffen&#039;&#039; (GoG)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 264&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 		&#039;&#039;Berndt Riesenberg hat&#039;&#039;(te) &#039;&#039;Kinder&#039;&#039;     (Verzeichnis der eigenbehörigen 				Untertanen in der Vogtei Lage)&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 497&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.	Catrina, 	so die Stette geerbet, hat zum Man des Schmiedes Rosenbaums Sohn aus der Lage, so freÿ, ist in Illstrmi Eigenthums getreten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.	Evert	ledig&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.	Herman	ein Musquetier&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit stellen sich die frühen Generationen auf der Stätte Nr. 21 wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1605 – 1635/36	Johann Riesenberg, † 1635/35, ∞ vor 1610 NN († 1633)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN, * vor 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	weitere ? , (* nach 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638/39 – 1676/77	Henrich Riesenberg (ca. 1610 – 1676/77), ∞ 1638/39 Stinken (Christine) Hunke aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord, * 1639&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1642&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trineke, * 1646&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1647, ∞ um 1678 Hermann Weeke, Anerbe der Stätte Hörste Nr. 26, wird Weekesche, † 1715 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria, * 1649&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Bernhart, * 1651, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1677 – 1691/92	 Berend (= Bernhart) Riesenberg (1651 – 1691/92), ∞ um 1677 NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catrina&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1677, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann &amp;lt;u&amp;gt;Evert&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1679, ∞ nach 1707, Einl. in Hörste, † 1750&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann, * um 1684, 1708 Soldat, 2 uneheliche Kinder, * 1716 u. 1719&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1707/08 – 1722  Hermann Henrich Rosenbaum, Sohn des Schmiedes Ros. in Lage, ∞ 1707/08 in Hörste Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catrina&amp;lt;/u&amp;gt; Riesenberg ( 1677 - 1751), Anerbin Ries.; H. Rosenbaum wird StK Riesenberg in Hörste ( † 1722 infolge Unfalls)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Berend, * 1708, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Anna Maria&amp;lt;/u&amp;gt; Elisabeth, * 1715, unehelicher Sohn (* 1743), † 1754 &amp;lt;ref&amp;gt;Bei ihr (den Kirchenbuch-Einträgen zu ihr; dem Verprügeln des Kindesvaters durch ihre Familie (L 89 A, Nr. 187, S. 122); der Unterhaltsklage gemeinsam mit ihrer Mutter (L 85 Nr. 1580)) lässt sich das Handeln identischer Personen unter wechselnden Namen (Riesenberg oder Grothof) besonders gut nachvollziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1717, ∞ 1743, wird Interimswirt Riesenberg Nr. 16, † 1771&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1725 – 1732  Schmiede vermutlich betrieben von Berend Rosenbaum, Schmied aus Lage und Einl. in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1732 – 1768	Cord Berend Grothof (1708 – 1769), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1732 Anna Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen (1706 – 1766), ∞ (II) 1767 Anna Maria Voss (1704 – 1785) aus Wellentrup, zuvor verwitwete Brink von Hörste Nr. 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * 1733, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph, * 1734, ∞ 1760, wird StK Kirchhof, Hörste Nr. 25, † 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Elisabeth, * 1737, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Elisabeth, * 1739, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Ernst Christoph, * 1742, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1768 – 1797   Johann Ernst Christoph Grothof (1742 – 1803), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ 1768 Anna Margarethe Ilsabein Mölling (1742 – 1796) von der Pivitsheide&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * 1770, wird Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Jost Herm, * 1772, eigentlicher Anerbe, 1797 abgefunden, da nicht Schmied, wird Einl. in Hörste, ∞ (I) 1805 Anne Cathr. Ilsab. Büker (1773 - 1815) aus Mackenbruch, ∞ (II) 1815 Hanne Wilhelmine Büker (1787 – 1825) aus Mackenbruch, † 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich, * 1776, ∞ 1804 Anne Marie Westerheide aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie Elisabeth, * 1778, „obiit“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Elisabeth, * 1780, † 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Ilsabein, * 1783, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1786, ∞ 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1797 – 1825   Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Wind (1771 – 1841), Schmied a. d. Milser Kotten, Ksp. Oerl.hausen, ∞ 1797 Anna Margaretha Ilsabein Grothof (1770 – 1830), Anerbin, und wird StK in Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Christoph, * 1798, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1800, ∞ 1825 Anna Maria Cath. Elis. Klöpping aus Schlangen, .  .  . lassen sich in Wellentrup, Ksp. Oerl.hausen nieder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine, * 1802&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike Amalie, * 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 – 1831	Johann Henrich Christoph Grothof (1798 – 1831), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1825 Wilhelmine Florentine Fuhrmann (1797 – 1844) aus Pottenhausen; diese ∞ (II) 1832 Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier (1806 – 1844), Schmied von Hillentrup Nr. 42, der als Interimswirt zu ihr auf die Stätte Nr. 21 kommt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August, * 1826, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Heinrich, * 1829, † 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Gottlieb, * 1839&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Amalie, * 1843, † 1844&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1831 – 1844	Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 – 1856	Heinrich August Grothof (1826 – 1856), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1851 in Holzhausen (Ksp. Schötmar) Karoline Friederike Charlotte Kuhlemann oder Gronemeier (1828 – 1879) aus Holzhausen, diese ∞ (II) 1857 in Hörste Simon August Büker (1831 - 1xxx), Ziegler, der StK/Interimswirt Hörste Nr. 21 wird (bis zum Verkauf der Stätte 1869)&lt;br /&gt;
[[Datei:Wendt Hörste Nr 21 Grabstein.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Wendt auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Töns Wendt aus Hörste Der Dorfjunge 3 beschn.jpg|mini|Töns Heinrich Wendt, Der Dorfjunge: Titelblatt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Töns Wendt aus Hörste Der Dorfjunge 5.jpg|mini|Töns Heinrich Wendt, Der Dorfjunge: Inhaltsverzeichnis]]&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ulrich&amp;lt;/u&amp;gt; Leopold, * 1852&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ernst&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Christoph, * 1854, † 1875&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Friedrich Christian, * 1858, † 1874 in Potsdam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane Auguste, * 1862, † 1952 in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Henriette, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelme Justine, * 1867, † 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Friederike, * 1869, † 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1869  	Simon August Büker aus Hörste, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1869 – 1871  Salomon I. Paradies, Immobilien-Kaufmann in Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 – 1900  &amp;lt;u&amp;gt;Töns&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Wendt (1827 – 1917), vor Kauf der Stätte Nr. 21 Einl., Weber u. Ziegler/Ziegelmeister in Hörste, ∞ 1853 &amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Klutmann (1833 – 1891) von Hörste Nr. 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Heinrich, * 1853, jung Ziegler u. Weber, wandert aus nach USA, versucht sich dort etwa 30 Jahre lang in vielfältigen Engagements als „Selfmademan“, kehrt dann kurz zurück und lebt danach/im Alter auf Gotland/Schweden, wo er auch seine Memoiren verfasst. &amp;lt;ref&amp;gt;Töns Henrich Wendt beschreibt in bisweilen skuriller Form seine Lebenserinnerungen in dem Büchlein „Der Dorfjunge“ (Bielefeld, um 1900 ?). Typische Alltagserfahrungen eines Jungen / jungen Mannes im Hörste der 1860er und 1870er Jahre werden geschildert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1856, Ziegler, ∞ 1886 Luise Henriette Bax v. Hörste Nr. 15, gründet die Stätte Hörste Nr. 94 (später Gärtnerei), † 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Wilhelmine, * 1858, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Henriette Friederike, * 1860, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf Heinrich, * 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb Gustaf, * 1873, † 1875&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 – 1930  Adolf Wendt, Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 – 1953   Adolf Wiemann, Maurermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 21 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ):    21  Henrich Riesenberg (Ma + Fr, 1 Verwandte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    21  Joh. Ernst Riesenberg (Ma + Fr, 2 Sö unt. 14 J, 1 To) Schmidt; Leibzüchterin . . (Fr), spinnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    21  1 Wohnhaus, Joh. Henr. Großhof, Leibz. Großhof, Einl. Friedr. Ad. Sprenger&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 21 Wendt, Töns, Rentner. Wendt, Adolf, Ziegelmeister. Kuhlemann, Heinrich, 	Ziegler. Nolte, Friedrich, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 21 Wendt, Adolf, Kolon; Weber, August, Invalide; Meier, Fritz, Fabrikarbeiter; Schulze, Rudolf, Malermeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_72_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69939</id>
		<title>Hiddentruper Straße 72 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_72_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69939"/>
		<updated>2026-08-20T06:07:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=72&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94818, 8.76908&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich die Hofstelle des ehemaligen Hiddentruper Hofes Beining, 1781 als &#039;&#039;kleiner Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, früher Hörste Nr. 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1730 Hiddentrup.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Hiddentrup des Feldmessers Friemel von 1730 mit den Höfen Beining (oben), Wiemann (rechts) und Brinkmann (unten). Links (östlich) der Hofstelle Beining ist die &amp;quot;steinerne Burg&amp;quot; in einem Teich zu erkennen. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zusammen.jpg|mini|LLB, Lipp. Intelligenzblätter 1772, Nr. 12, S. 180/181]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beining Seitenfenster.jpg|mini|Hof Beining, altes Haupthaus, frühere Seitentür mit Inschrift von 1808. Foto: August Meier-Böke 1954]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Hof Beining, ehemaliges Haupthaus.jpg|mini|Hof Beining, ehemaliges Haupthaus. 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Hof Beining- Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift.jpg|mini|Hof Beining, Giebel des ehemaligen Haupthauses mit Inschrift von 1876, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beining Leibzucht.jpg|mini|Hof Beining, Leibzuchtshaus von 1898, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beining, Wirtschaftsgebäude in Umbau.jpg|mini|Hof Beining, Wirtschaftsgebäude in Umbau, 2025. Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der kleine Halbspänner Beining gehört zu den alten Hörster bzw. Hiddentruper Höfen; er wird ab 1467 in den Landschatzregistern genannt: 1467 &#039;&#039;Herman Beynekingk  2 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1487 &#039;&#039;Herman Beynekingck 6 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Herman Beynekingk 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Hermenn Benekenn  3 ½ G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Hannß Beninck  7 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Hannß Beninck  1 ½  Fl.  1 Ort&#039;&#039; ; 1590 &#039;&#039;Hans Bening  3  Fl&#039;&#039;..&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Grundherrschaft über den Hof verändert sich offenbar im Laufe der Zeit: Im Salbuch von 1533 heißt es: &#039;&#039;das Guth&#039;&#039; (ge)&#039;&#039;hört dem Dhomküster zu Paderborn&#039;&#039;, im Salbuch 1617 wird zu dem Hof vermerkt: &#039;&#039;Beningk zu Hiddentorff beruft sich vf Freÿheit&#039;&#039;, im Salbuch von 1683 wird eindeutig festgestellt: (Beining) &#039;&#039;hatt keinen Guhtsherrn.&#039;&#039; Gleichwohl wird die Abmeierung 1772 von der gräflichen Kammer betrieben, zur Neubemeierung wird &#039;&#039;jener freie, aber erbpacht- und dienstpflichtige&#039;&#039; Hof Beining öffentlich angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts schwächeln Besitzerfamilie und Hof merklich: Nachdem Johann Töns Beining nach zwanzig Ehejahren 1741 im Alter von nur 43 Jahren verstorben ist, geht die hinterbliebene Witwe Anna Cath. Beining (1695 – 1759), eine geborene Möller aus Hillegossen, entgegen landläufiger Sitte keine zweite Ehe ein, sondern bewirtschaftet den Hof 18 Jahre lang bis zu ihrem Tod allein mit ihren fünf Kindern. In diese Zeit fallen heftige, vor div. Gerichten ausgetragene Streitigkeiten mit dem Nachbarn Wiemann (vgl. Hörste Nr. 5), die hohe Kosten verursachen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Hof, schon zu Johann Töns´ Lebzeiten gepfändet, gerät nach seinem Tode tiefer in Schulden.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1224&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Anerbe, der bereits 40-jährige Sohn Friedrich Moritz Beining erst 1762 eine junge Witwe aus der nahen Rethlager Mühle heiratet, erweisen sich diese jungen Leute als den harten Zeiten in und nach dem Siebenjährigen Kriege nicht gewachsen, wie zehn Jahre später sehr offen in einer amtlichen Bekanntmachung zu ihrer Abmeierung &#039;&#039;wegen deren fauler und liederlicher Wirtschaft&#039;&#039; zum Ausdruck kommt. Als einziger Interessent meldet sich auf die Anzeige ein gewisser Johann Kord Sander &#039;&#039;von der Sohrenheide&#039;&#039;, ein geb. Kesting, Schäfer zu Iggenhausen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 I B Nr. 131, S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ihm wird der Hof zugesprochen, er tritt noch 1772 den &#039;&#039;freien, jedoch Erbpacht- und dienstpflichtigen, auch sonstigen gemeinen Lasten unterworfenen&#039;&#039; Hof Beining &#039;&#039;mit allen Gerechtsamen und denen darauf haftenden Lasten&#039;&#039; an  -  kurz: er wird Beining.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das abgemeierte Vorgängerpaar bleibt auf dem Hof und erhält hier die halbe Leibzucht zugesprochen. Die andere halbe Leibzucht nimmt Sander selbst in Anspruch, als seine Tochter neun Jahre später heiratet und mit ihrem Mann den Hof übernimmt. Von 1781 bis 1801 gibt es auf dem Hof Beining auf diese Weise zwei Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gravierende Veränderungen treten auf dem Hof Beining womöglich erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. Bei der Teilung des Hörsterbruches nach 1838 waren dem Hof Beining große Flächen südlich der Hofstelle  -  bis an die heutigen Straßen Hörster Bruch und Friedrich-Bayer-Straße reichend  -  zugefallen. Hier manifestiert sich ab etwa 1960 Deutschlands frühes Wirtschaftswunder in der Hörster Variante. In einem kleinen Bauboom werden hier zahlreiche Siedlungshäuser errichtet. Vormaliges Ackerland muss dafür in großem Stil in Bauland umgewandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963 gerät das Haupthaus des Hofes Beining infolge Blitzschlag in Brand und wird stark beschädigt. Das alte Meierhaus wird danach mit einem neuen flacheren Dach versehen, wohl auch ein neues Wohnhaus gebaut. Die Gesamtsituation führt jedenfalls dazu, dass der Hof Beining als einer der ersten größeren Höfe in Hörste die Landwirtschaft weitgehend einstellt. Heute wird die Hofstelle offenbar zu Wohnzwecken wie auch gewerblich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 endet der Eintrag zum Hof Beining mit der Erwähnung des dort ehemals vorhandenen steinernen Speichers („Bauernburg“): &#039;&#039;2 Heußer vnnd eine alte Borgh vffm Hoffe.&#039;&#039; Die Entstehung solcher Bauten wird dem Spätmittelalter (13.–15. Jahrhundert) zugeordnet; soweit auf flachem Grund gelegen, sind sie häufig teils oder ganz von Wasser umgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bauernburgen&amp;quot;, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 71 (2002), S. 169ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  So auch hier: Feldmesser Friemel stellt die „Burg“ 1730 in seiner Karte als von einem Teich oder einer Gräfte umgebenen quaderförmigen Bau ohne Dach dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Salbüchern von 1752/53, 1771, 1781 und 1829 werden folgende Gebäude des Hofes Beining exakt wiederkehrend aufgeführt: &#039;&#039;1.) ein Wohnhaus, 2.) eine Leibzucht, 3.) die steinerne Burg, 4.) einen Schoppen, 5.) ein Backhauß.&#039;&#039; Danach geriet die &amp;quot;steinerne Burg&amp;quot; offenbar in Verfall, sie wird jedenfalls im Salbuch von 1855 nicht mehr genannt. August Meier-Böke („Zickzack-Fahrt durch Lippe“) berichtet 1954 in der LZ über eine Äußerung des damaligen Bauern Beining: „Die Burg ist 1898 abgebrochen; wir haben das Viehhaus daraus gemauert, da drüben. Die Wände waren eineinhalb Meter dick, aus Muschelkalk.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Bibliothek C 4129.2°&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Haupthaus&#039;&#039;&#039; des Hofes war an den der Straße zugewandten Seiten als Bruchsteinbau von 1876 erkennbar, der nach einem Brandschaden in den 1960er Jahren ein flacheres Dach erhalten hatte. Laut August Meier-Böke hat es noch 1954 einen rückwärtigen (?) Gebäudeteil in Fachwerk gegeben, der über einer früheren Seitentür 1808 datiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Haupthaus gehören das &#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1898&#039;&#039;&#039;, ein zweigeschossiger Bruchsteinbau, das neue Wohnhaus aus den 1960er Jahren und mehrere Wirtschaftsgebäude aus verschiedenen Zeitepochen zur Hofanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Inschrift über früherem Seitenausgang des Haupthauses (nach Foto von August Meier-Böke, 1954):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1808, DEN 22. JUNIUS, HABEN TÖNS HERMAN BRINKMANN ALHIER UND HENRIETTE FRIEDERIKE BEINING GEBAUT &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inschriftplatte über dem Dielentor des Haupthauses:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gebauet: 1876 von  Hermann Beining in Hittentrup und Louise Havergo aus Hüntrup durch Mmstr. W. Markman. &amp;amp; Zmstr. J. Wortmann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
16xx  – 1643/44  Bartold Beining (oder eingeheiratet), ∞ um 1620 NN (oder Beining), Anna Katharina, † nach 1654&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne, * um 1622, ∞ 1660 Arndt Rethmeyer, Hsp in Müssen, † nach 1697&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gretgen, * um 1625,  ∞ 1645 Johan Erfkamp in Kachtenhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt I, * 1629, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan, * 1635&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Jost, * um 1638&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 – 1655 Witwe Anna Katharina Beining (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 – 1659	Cordt Beining I (1629 – 1659), ∞ (I) 1655 Agnese Weeke aus Hörste, diese ∞ (II) 1660 Johan Hellweg (1630 – n. 1682) aus Heidenoldendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt II, * um 1656, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NN1, * um 1658, † vor 1684&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1663, ∞ 1699 Witwe Anna Ilsabein Bicker, geb. Hellweg aus Heidenoldendorf, in Retzen und wird Interimswirt Bicker in Retzen, † 1749 als Leibzüchter dort&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * 1664, ∞ 1699, wird Tötemeyer in Heiligenkirchen, † 1721&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Tönnies&amp;lt;/u&amp;gt; Jobst, * um 1666,  hat uneheliches Kind * 1711, ∞ 1716 (Heiden) Witwe Anna Maria Niemeyer in Orbke; er wird Niemeyer, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1660 -  1686 	Johan Beining, geb. Hellweg (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1686 – 1721 	Cordt Beining II (um 1656 – 1728), ∞ 1683 Catharina Magdalena Hellweg aus Heidenoldendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * vor 1700, ∞ (I) Joh. Henr. Kuhlemeyer in Vahlhausen/Horn, ∞ (II) 1729 Joh. Tönnies Jürgensmeier in Fromhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * um 1700, ∞ 1726, wird Kestingsche in Leistrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 – 1741 	Johann Töns Beining (1698 - 1741), ∞ 1721 Anna Catharina Möller (1695 – 1759) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Moritz, * 1722, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns, * 1726, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * 1728&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Bernhard Christian, * 1732&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christoph Diederich, * 1735, † 1793  &#039;&#039;.  .  . ein alter Hagestolze&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1741 – 1759 	Witwe Anna Catharina Beining, geb. Möller (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 – 1772 	Friedrich Moritz Beining (1722 – 1804), ∞ 1762 Conradine Elisabeth Strus, Witwe des Eichenkrügers, aus der Rethlager Mühle stammend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1764, † 1796, ledig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalia Catharina Elisabeth, * 1766, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 – 1781 	Johann Kord Sander oder Sanne „von der Sohrenheide“, geb. Kesting (1720 – 1801), zuvor Schäfer zu Iggenhausen, der den Hof Beining 1772 nach einem Schulden-bedingten Abmeierungsverfahren erbeigentümlich (incl. Schulden) übernimmt und Beining wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1760, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Christine Wilhelmine, * 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Fridrich, * 1766&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 - 1803 	Johann Friedrich Ulrich Busse (1754 – 1813) aus Werl, ∞ 1781 Anna Sophie Elisabeth Beining, geb. Sander (1760 – 1843), Anerbin des Hofes Beining; er wird Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike Amalie, * 1788, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederich Adolph, * 1791, ∞ 1814, Einl. in Hiddentrup, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Hermann, * 1794, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich Adolph, * 1795&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Carl&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig, * 1800, 1819 Vater eines unehel. Kindes, in den 1820er Jahren Matrose in der niederländischen Marine, 1831 auf Kanonenboot Nr. 2, das am 5. Febr. von seinem Kommandanten vor Antwerpen in die Luft gesprengt wurde; † 1831 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 6743&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 – 1838 	Töns Hermann Brinkmann (1775 – 1847) aus Hiddentrup, ∞ 1803 Henriette Friederike Amalie Beining (1788 – 1864),  Anerbin; er wird Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Franziske Friderike Amalie, * 1805 (ursprüngliche Anerbin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderike Amalie, * 1808, wird 1838 Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1838 – 1870 	Ernst Heinrich Obermeier (1809 – 1885) von Brüntrup Nr. 1, ∞ 1838 Friderike Amalie Beining (1808 – 1876), Anerbin in Hidd.; er wird Beining in Hiddentrup (Beide Eheleute leben später als Leibzüchter auf einem der Höfe Manhenke in Dehlentrup/Loßbruch und versterben dort.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Gottlieb Beining, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Auguste Friederike, * 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 – 1877 	&amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb Beining (1840 – 1877), ∞ (I) 1870 &amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Havergo (1844 – 1931) von Müssen Nr. 3; diese ∞ (II) 1878 &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf August Branding (1845 – 1918) von Ehrentrup Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Wilhelm Beining, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Marie Luise Beining, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm Beining, * 1875, † 1940 in Breslau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Gottlieb Beining, * 1877&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Friedrich Branding, * 1879, † 1880&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Heinrich Branding, * 1882, Lehrer in Holzhausen/Horn (1927)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Maria Martha Branding, * 1884, ledig (1927)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Branding, * 1887, ledig (1927)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 – 1898	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf August Branding (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 – 1939	&amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Wilhelm Beining (1871 – 1939), ∞ 1898 Pauline Pankoke (1870 – 1947) aus Wülfer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise, * 1899, ∞ NNm Meierherm in Ehlenbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline, * 1900, ∞ NNm Bödeke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann, * 1902, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Martha Margarethe, * 1903,  ∞ 1927 NNm Steinbeck, † 1975 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August Ernst (Fritz), * 1905, Landwirt in Amerika (1942)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Karoline Klara Auguste, * 1913, ∞ 1935 August Arnold Tasche in Lemgo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 – 19 . . .	Hermann Beining (1902 – 1987), ∞ Elisabeth Büchel (1914 – 1991)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 4 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 4 Beining (Ma + Fr + 1 So unt. 10 J. † 1 Verwandt.) 7 Kühe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einl. Jost Herm Lövekamp (Ma + Fr + 2 Sö unt. 10 J.) 1 Kuh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einl. Herm Baumann (Ma + Fr + 2 Tö unt. 10 J.) 1 Kuh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 4  Joh. Cord Beining (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J. + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So unt. 14 J. + 1 To + 1 Verwandt. unt. 14 J.) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 4   2 Wohnhäuser, Beining, Hidd. (Ma + Fr + 4 Tö);&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Einl. Joh. Friedr. Gronemeier (Ma + Fr + 1 So + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Einl. Joh. Henrich Leßmeier (Ma + Fr + 1 So + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 (Hiddentrup) Beining, August, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beining, Friedrich, Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klarholz, Friedrich, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieweke, Friedrich, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 (Hiddentrup) Beining, August, Landwirt, -&amp;gt; 255 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beining, Hermann, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beining, Pauline, Stütze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beining, Luise, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beining, Gottlieb, Rentner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieweke, Friedrich, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieweke, August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieweke, Heinrich, Fabrikarbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhlemann, Herm. sen., Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhlemann, Herm. jun., Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Heinrich, Bergmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Agentur d. Lipp. Land.=Zeitung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deppe, Ferdinand, Invalide&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bauernburgen&amp;quot;, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 71 (2002).&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69847</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69847"/>
		<updated>2026-08-19T07:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste), ∞ 1896 Auguste &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Weeke (* 1872) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1919  August Weber, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69829</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69829"/>
		<updated>2026-08-18T19:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen. Aus: 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1919  August Weber, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69743</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69743"/>
		<updated>2026-08-18T11:32:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben aller Höfe -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning soll hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung gehören, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem zwischen 1051 und 1060 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69741</id>
		<title>Hörste</title>
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		<updated>2026-08-18T10:26:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben aller Höfe -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning soll hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung gehören, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1055/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69736</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69736"/>
		<updated>2026-08-18T09:35:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben aller Höfe -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69735</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=69735"/>
		<updated>2026-08-18T09:19:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 beurkundet der Graf von Ravensberg den Verkauf von zwei Bauernhöfen, so genannten &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  den Höfen Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69732</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69732"/>
		<updated>2026-08-18T07:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert), &#039;&#039;vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s.&#039;&#039;(selbst) &#039;&#039;auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.    .   .   .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1919  August Weber, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69731</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-08-18T07:46:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert)&#039;&#039;, vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s. auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.   .  .  .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1919  August Weber, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69730</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69730"/>
		<updated>2026-08-18T07:44:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert)&#039;&#039;, vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s. auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.   .  .  .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1590 - 1618	Marten Weber (o. eingeheir.) († 1617/18), ∞ (I) um 1590 NN (o. Weber) († 1602), ∞ (II) 1602 Trine Beine aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 Kinder aus erster Ehe, * vor 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 Kinder aus zweiter Ehe (2 Kleinkinder in Volkszähl. Ende 1609), * 1604  .  .  . 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 - 1635/36   Sohn des Marten Weber (o. eingeheir.) (um 1595 - 1635/36), ∞ (I) um 1630 Sophie NN (o. Weber) († 1665/66), diese ∞ (II) 1638 Jobst Schäfer o. Kalkreuter (* ca. 1607) aus der Kalkreute, der Interimswirt Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1631, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt, * 1638, ∞ 1664 (kauft sich 1664 frei)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frantz, * 1644&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 - 1658  Jobst Weber, geb. Schäfer o. Kalkreuter von Hörste Nr. 24 (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 - 1667	Simon Weber (1631 - 1667), ∞ (I) 1658 Anna („Anneken“) Hilbrink (um 1640 - 1704) von Hörste Nr. 7,  sie ∞ (II) 1667 Cort Strate (1641 - 1726) von Hörste Nr. 20, der Interimswirt (u. LZer) Weber wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon I, * 1658, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * um 1660, † vor 1709&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina, * um 1663, noch 1708 ledig auf der Stätte („nicht klug“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1668, ∞ Joh. Friedrich Hunke, KK Hörste Nr. 13, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1667 - 1697  Cort Weber, geb. Strate (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1729  Cord Simon Weber I (1658 - 1745),  ∞ 1697 Anna Margretha Hunke (1667 - 1742) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon II, * 1698, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1699, ∞ 1728 Hermann Berend Stöppler, KK in Bill. Nr. 6, † 1772&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trin Ilsabein, * 1702, 1726/27 unehel. Kind von Jost Klocke; ∞ 17xx Jost Henrich Schierlau, KK in Billinghausen,  Heysundern, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1755	Cord Simon Weber II (1698 - 1759), ∞ (I) 1729 Margarethe Elisabeth Häger († 1731) aus der Osterheide, ∞ (II) 1731 Maria Ilsabein Gronemeier (1707 - 1750) aus Währentrup, ∞ (III) 1750 Clara Anna Sophia Elisabeth Winter aus Altendonop, diese ∞ (IV) 1762 Joh. Töns Heyde, Witwer in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Nnw, * 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cordt Simon, * 1734, † 1734&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Simon Henrich, * 1735, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1736, konf. 1751&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Agnetha, * 1739, ∞ 1776 Witwer Johann Cord Arend in Eken a. d. Pivitsheide, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1741, † 1741&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Margaretha, * 1742, ∞ 1774 Johann Jost Grützediek, KK in Billinghausen, † 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Ilsabein, * 1745, ∞ 1768 Bartold Strate, Einl. in Hörste, † 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1748, dient als Magd a. d. Schapeler in d. Senne, wird 1770 der Unzucht mit dem Colon Schapeler beschuldigt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1648 e&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Amalia Elisabeth, * 1752, ∞ 1780 Joh. &amp;lt;u&amp;gt;Arend&amp;lt;/u&amp;gt; Sielemann (1756 - 1830), Gründer der Stätte Augustdorf Nr. 18, † 1823&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 - ca. 1784  Cord Simon Henrich Weber (1735 - 1823), ∞ 1755 Anna Margaretha Elisabeth Schapeler (1730 - 1788) a. d. Senne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Kord&amp;lt;/u&amp;gt; Berend, * 1754, ∞ 1779 Catharina Elisabeth Kehne (1756 - 1832), leben mehr als 50 Jahre als Einl. u. Weber auf Hörste Nr. 12, † 1832&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Berend, * 1759, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1761, † 1763&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1784 - ca. 1822  Johann Cord Berend Weber (1759 - 1833), ∞ 1781 Anna Louise Ilsabein Mellies (1762 - 1834) von Hörste Nr. 31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Sophie Ilsabein, * 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cordt Berend, * 1783, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Ilsabein, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Catharine Elisabeth, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louisa Wilhelmine, * 1792, ∞ 1819 Töns Henrich Kramer (1792 - 1850) a. d.  Piv., † 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Henriette, * 1795, ∞ 1831 Töns Henrich Hanning (1803 - 1886), Schuhmacher in Hörste, † 1838&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich Adolph, * 1798, ∞ 1825 Amalie Wilhelmine Louise Tweele aus Währentrup, werden Einl. a. d. Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich Adolph, * 1800, ∞ (I) 1828 Anna Catharina Amalia Thies (1806 - 1830) aus Währentrup, ∞ (II) 1830 Anne Marie Kleinegees aus Hörste; leben als Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sophie Elisabeth, * 1803, † 1804 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friderich Adolph, * 1804, † 1808 (Bräune u. Halsschaden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1822 - 1844  Berend Henrich Christoph Weber I (1787 - 1844), ∞ (I) 1817 &amp;lt;u&amp;gt;Amalie&amp;lt;/u&amp;gt; Sophie Elisabeth Bax (1791 - 1830) von Hörste Nr. 15, ∞ (II) 1832 &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt; Florentine Amalie Sielemann (1804 - 1876) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Louise Anne Sophie Henriette, * 1818, † 1818 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanna Friederica (&amp;lt;u&amp;gt;Friederike&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1820, ∞ 1845 Ernst Eduard Theodor Meier (1820 - 1869), Kolon Hörste Nr. 41, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich Christoph II, * 1822, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1825, ∞ 1853 (Aug.) Töns Henrich Heidbrink (1828 - 1887), Kol. Augustdorf Nr. 53, † 1917 in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ludwig Adolph, * 1832, ∞ 1857 Karoline Amalie Strate (1833 - 1909) von Hörste Nr. 20, † 1902, Einl., Weber u.  Ziegler&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1834, † 1834 (Krämpfe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Gottlieb, * 1837, ∞ 1870 Karoline Wilhelmine Strate, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Friedrich Adolph, * 1838, ∞ 1869 Friederike Henriette Wilhelmine Schulze von Hörste Nr. 32, Einlieger u. Weber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Auguste, * 1840, † 1840&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Henriette, * 1841, ∞ 1870 (Aug.) Friedrich Isenberg, Einl. in Augustdorf, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Konradine Pauline, * 1843, † 1847 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1850 - 1883  Berend Henrich Christoph Weber II (1822 - 1897), ∞ 1851 Karoline Wilhelmine Konradine Pollmann (1828 - 1896) von Billingh. Nr. 26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1852, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1855&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Christoph, * 1858, † 1872 (Nervenfieber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Minna&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1861, ∞ 1886 Heinrich August Koch (1849 - 1897), Einl. u. Ziegler in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Karoline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Luise, * 1864, ∞ vor 1894 Gustav Pollmann, Ziegelmeister zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Hermann, * 1867 (1893 Ziegler in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Christoph, * 1870, † 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie Weber um 1900.jpg|mini|„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1883 - 1905  Karl &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Weber (1852 - 1905), Ziegler u. Col., ∞ 1879 Karoline Henriette Amalie Wächter (1853 - n. 1933) aus Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August, * 1879, Anerbe (u. Ziegler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb Wilhelm, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Gottlieb Hermann, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Wilhelm, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1919  August Weber, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Familie_Weber_um_1900.jpg&amp;diff=69727</id>
		<title>Datei:Familie Weber um 1900.jpg</title>
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		<updated>2026-08-18T07:42:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Familie Weber um 1900“  -  das so überschriebene Foto ist sehr wahrscheinlich der Stätte Hörste Nr. 12 zuzuordnen. Wenn nach März 1905 entstanden, könnte es die Witwe Weber, ihre Söhne und eine Schwiegertochter zeigen, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69725</id>
		<title>Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Teutoburger-Wald-Stra%C3%9Fe_16_(H%C3%B6rste)&amp;diff=69725"/>
		<updated>2026-08-18T07:15:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Teutoburger-Wald-Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=16&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94558, 8.75079&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=012&lt;br /&gt;
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim &amp;quot;Weberhof&amp;quot; einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit etwa 1500 in den Landschatzregistern nachweisbar: &#039;&#039;Weuirherman 1 m.&#039;&#039; (1497), &#039;&#039;Weuerherman 1/2 g.&#039;&#039; (1507), &#039;&#039;Weuer Gercke 1 Ort&#039;&#039; (1535), &#039;&#039;Weuergercke 1 Ort&#039;&#039; (1545), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Fl.&#039;&#039; (1562), &#039;&#039;Weuergercke 1/2 Ort&#039;&#039; (1572), &#039;&#039;Weffer Gerke 1 Ort&#039;&#039; (1590), &#039;&#039;Marten Wefer 20 g.&#039;&#039; (1603), &#039;&#039;Marten Weiffer 20 Gr.&#039;&#039; (1618).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Stätte war gräflich lippisch eigenbehörig und wurde als Hoppenplöcker geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1603 wird eine etwas delikate Angelegenheit berichtet: 1602 ist des Kötter Webers Frau verstorben &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 195 &amp;lt;/ref&amp;gt;, und der Witwer mit drei Kindern — wohl der in den Schatzregistern genannte Marten Weber — hat noch im selben Jahr wieder geheiratet. &#039;&#039;Trine, der alten Beinschen zu Wellentrup dochter&#039;&#039;, ist diese zweite Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Irgendwie muss dem Lagenser Amtmann Johannes Backbier ein Jahr später zu Ohren gekommen sein, was man heute als höchst private Angelegenheit sehen würde, der Amtmann aber an das Geistliche Gericht in Detmold — die zentrale Stelle für Ehe- und Partnerschaftsfragen im damaligen Lippe — berichtet: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Nr. 2291&amp;lt;/ref&amp;gt;   .  .  . &#039;&#039;daß der Weffer zu Hörste an der alten Beinschen Tochter Trinen zu Wellentrup ehelich bestattet, folgends aber nach geendigter ehelicher Copulation, hatt sich gedachte Trine des Weffers genzlich geeußert&#039;&#039; (verweigert)&#039;&#039;, vnndt Ihme nit ehelich beÿwohnen wollen, welches sich der Weffer hiebevör bei den wolgeb: unsern allerseits gnedig Hern vnderthenig abgeclagt, Ich s. auch gnedig darauf befohlen, man sollte sie ernstlich dahin ermahnen, daß sie Weffer ehelich wie sich deßen geziembt, beiwohnte, wo aber nit, sollte man sie durch Zwangsmittel dahin halten.   .  .  .&#039;&#039; Wie die Sache ausgeht, wird nicht berichtet. Sechs Jahre später in der Volkszählung wird Weber jedenfalls mit Frau und zwei Kleinkindern erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 142, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marten Weber verstirbt 1618; vermutlich folgt ihm ein Interimswirt, der wiederum 1635/36 verstirbt. In der nächsten Generation kommt es erneut zu zwei Ehen — einer ersten um 1630 und einer zweiten nach dem Tode des jungen Kötters 1635/36 durch Wiederheirat der Witwe Sophie Weber 1638. Drei Kinder aus diesen beiden Ehen leben Ende 1656: Simon, 25 Jahre; Cordt, 18 Jahre; Frantz, 12 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Generationen verläuft das Leben auf der Weber-Stätte wie weithin üblich — die wohl einzige Besonderheit: Man ist nicht nur Weber (und Ziegler), sondern heißt auch so. Gleichwohl wird der Ende des 19. Jahrhunderts die Stätte besitzende Kötter August Weber entgegen den Vorgenerationen ausschließlich als Ziegler bezeichnet, denn zu dieser Zeit lässt sich mit Weben kein Geld mehr verdienen. War einst die Finanzlage gut (1645: &#039;&#039;hat einzufordern 100 Thllr.&#039;&#039;), werden im 19. Jahrhundert die Schulden mehr und mehr. Lebten 1645 drei (überlebende) Kinder auf der Stätte, gilt es im 19. Jahrhundert, sechs und mehr Kinder in jeder Generation abzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 verkauft August Weber schließlich 1,23 Hektar Land für 4700 Mark an den Kleinkötter u. Ziegler Dietrich Hellweg, Hörste Nr. 28, um aus dem Erlös die Schulden zu mindern. Die Rentkammer befindet in ihrer Genehmigung, dass die Stätte Nr. 28 verbessert werde, das Colonat Weber andererseits mit über 11 Hektar auch nach dem Verkauf noch genügend groß bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre, als kleinteilige Landwirtschaft bereits weitgehend der Vergangenheit angehört, kommt die Stätte Weber in andere Hände, und auf der bisherigen Hofstelle entsteht das heutige Seniorenzentrum Weberhof. Nicht nur der Name dieser Einrichtung, auch das eine erhaltene, restaurierte und in die Seniorenanlage einbezogene Haus der Stätte Nr. 12  -  seit 1981 das älteste Haus Hörstes  -  stellen die Brücke dar zwischen Geschichte und Gegenwart dieses Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1907 Weber Gebäudegrundrisse JPG.jpg|mini|Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247]]&lt;br /&gt;
Auf der Hofstelle Weber Nr. 12 wird als Gebäudebestand genannt: &#039;&#039;2 Häuser&#039;&#039; (Salbuch 1685), &#039;&#039;3 gebäu&#039;&#039; (Messbuch 1730), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Backhaus&#039;&#039; (Salbuch 1829), &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht&#039;&#039; (Salbuch 1855). Das im Gebäudegrundriss 1907 (vgl. Abb.) links oben gelegene Haus ist erhalten, die Häuser nahe der Straße und rechts oben nahe dem Bach existieren nicht mehr.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu dem erhaltenen Haus der Stätte Weber (Baudenkmal der Stadt Lage Nr. 18): &lt;br /&gt;
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Auf dem Torsturz Jahreszahl &#039;&#039;1566&#039;&#039; und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
#Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.&lt;br /&gt;
#Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-08-18T07:14:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gebäudegrundrisse der Stätte Weber, Hörste Nr. 12, 1907, LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Hörste Bd. 9 Bl. 247&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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