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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=67387</id>
		<title>Hörste</title>
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		<updated>2026-07-29T11:42:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen &amp;quot;exterritorialen&amp;quot; Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66832</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66832"/>
		<updated>2026-07-26T11:02:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;, der 1674 des mehrfachen Diebstahls beschuldigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1648	Alhardt Hunke († 1648) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66583</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66583"/>
		<updated>2026-07-25T07:32:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  einen kleineren in Hörste und einen größeren in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Schepers merkt zum rekonstruierten ursprünglichen Haus an: &#039;&#039;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973, Tafel 169&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau aus LAV NRW W, B 214, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus LAV NRW OWL, L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Foto: Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66561</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66561"/>
		<updated>2026-07-24T14:51:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich ist &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; ein Sohn von &#039;&#039;Calck Hanß&#039;&#039;, der 1674 des mehrfachen Diebstahls beschuldigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 178, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66557</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66557"/>
		<updated>2026-07-24T11:47:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66556</id>
		<title>Hiddentruper Straße 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66556"/>
		<updated>2026-07-24T11:14:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94621, 8.75388&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=013&lt;br /&gt;
}}Ehemals Hoppenplöckerstätte Hunke, Hörste Nr. 13, bereits im Landschatzregister von 1488 genannt: &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbuch 1533- Hunke zu Hörste.jpg|mini|Salbuch von 1533:  Hunke in Hörste, LAV NRW OWL, 101 C I Nr 90, S. 41 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Hunke Nr. 13 gehört zu den ältesten Hörster Stätten, wie die Nennung in frühen Landschatzregistern belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1488  &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke  1/2 g.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1497  &#039;&#039;Deppe Huneke            1 m.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1507  &#039;&#039;Deppe Huneke            ½ g&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1535  &#039;&#039;Hunecke to Horste     1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1545  &#039;&#039;Huneke to Horste       1 Ort&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1562  &#039;&#039;Johan Huneke             ½ Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1572  &#039;&#039;Johann Huneke           ½ Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1590  &#039;&#039;Johan Huneke             1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 (vgl. Abbildung) wird zur Stätte Hunke vermerkt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Diese Güter gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Kirche zu Stapellage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke, das Gut gehört dem Kirchherrn zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapellage, der Mann gehört unserem g. H. (gnädigsten Herrn), Weib und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehören den Mönchen. (Er) schuldet X (10) Scheffel Hafer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Kirchherrn, einen Scheffel dem Küster, unserem g. H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Schatt, (er) hat 9 Scheffel Haferland.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;1617 gehört die Stätte dem lippischen Grafen; die Verpflichtungen des Hunke werden wie folgt ausgewiesen: &#039;&#039;Huneke zu Horste M.G.H. eygen. Den Weinkauf dem Pastor zu Staplage; dem Pastor auch 8 Schfl. Hafern. Dem Chuster 1 Schfl. Hafern. Nach Dettmoldt: Dienet ungemessen Tage; Landschatz 10 Gr.; Burgfestgeld ½ Tlr.; Malzgeld 4 ½ Gr. Hofgerichtsschatz 1 Gr.; 2 Honer; Pfingst- und Michael-Kuhegeld à 2 Gr. 5 d.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 wird zu &#039;&#039;Johan Hunicke&#039;&#039; vermerkt: &#039;&#039;Kein Landt nur die 8 schfl Kirchenlandt, 1 alt Wohnhauß.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Salbuch 1680 heißt es: &#039;&#039;Hunecke, ein Kleinkötter, der gnd. Herrschaft Eigen, hat 2. Kühe, aber kein Eigenes Landt, .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 96, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten ändert sich dies, denn im Messbuch 1730 sind zu &#039;&#039;Hunken Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; 8 Schfls. &#039;&#039;Saatlandt&#039;&#039; ausgewiesen. Hinzu kommen im inzwischen aufgeteilten Hörster Berg 27 Schfls. &#039;&#039;Holtzung, ein winziger Garten&#039;&#039; und ein ebensolcher Hofraum.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 214/215&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stätte gehörte also ursprünglich der örtlichen Kirche in Stapelage und hatte zur Versorgung von Pastor und Küster beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte erhält 1766 die Hörster Hausnummer 13, sie bleibt bis in die jüngere Vergangenheit als Nebenerwerbs(landwirtschafts)betrieb erhalten  -  noch 1926 wird „Zimmermann“ und „Landwirt“ als Berufsbezeichnung der Besitzer/Bewohner angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 13 mit Schlachterei.jpg|mini|Haus Hunke, Hörste Nr. 13, in den 1960er Jahren mit Fleischerei-Filiale, links Nebengebäude; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddentruper Straße 1.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, Straßenansicht, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunke Nr 13 hinten.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, rückwärtige Gebäudeteile, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 ist &#039;&#039;1 alt Wohnhauß&#039;&#039; aufgeführt, 1685 dann &#039;&#039;zweÿ Hauser&#039;&#039;. Im Messbuch 1752/53 und im Salbuch 1781 werden bei der Stätte Hunke ein Wohnhaus, eine Leibzucht und ein Backhaus ausgewiesen. Auch in der Volkszählung 1828 werden hier &#039;&#039;3 Wohnhäuser&#039;&#039; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenwärtige Haus Hiddentruper Straße 1 kann mit seinen der Straße zugewandten Proportionen als ein durch An- und Umbauten stark veränderter Altbau eingeschätzt werden. Eine rückwärtig (vom Distelkamp) erkennbare Fachwerk-Außenwand bestätigt diesen Befund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es im Kern jenes Haus, das  errichtet wurde, nachdem das Vorgängergebäude 1825 in einem Wolkenbruch vernichtet worden war (H. Hunke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960 und 1970er Jahren befand sich ein kleines Fleischereigeschäft im Hause Hunke. Neben dem Haus stand bis in die jüngere Vergangenheit ein 1881 erbautes Werkstattgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
1903 soll ein Balken des Hauses folgende Inschrift getragen haben (H. Hunke, Bl. 13, mit Bezug auf den Eigentümer der Stätte in den 1930er Jahren):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. 4. 1825  SANK ICH DURCH EINE GROßE WASSERFLUT HERNIEDER,&lt;br /&gt;
DURCH GOTTES HÜLF UND MENSCHENHAND STAND ICH HIER FESTE WIEDER &amp;lt;ref&amp;gt;Diese Inschrift ist offenbar die in der Sammlung Wilhelm Süvern nach Prof. Dr. Weerth, &amp;quot;Lippische Hausinschriften&amp;quot; (&amp;quot;Blätter f. lipp. Heimatkunde&amp;quot; 1903, Nr.1-11) unter Hörste, aber ohne Datum und nähere Zuordnung aufgeführte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1609 werden in der Volkszählung als Hofbewohner genannt: &#039;&#039;Hunecke,&#039;&#039; seine Frau, 4 Kleinkinder, zwei &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit drei Kleinkindern, wobei letztere arm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 heiratet Johann Hunke II, Sohn des 1609 aufgeführten Kötters Johann Hunke I, eine Tochter des Henrich Ostmeyer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1645 hat das Ehepaar 4 Kinder, und &#039;&#039;er hält die moder uff der liebzucht&#039;&#039;, er &#039;&#039;hatt keine hantierung vnter&#039;&#039; (übt kein Handwerk aus) &#039;&#039;weilen im daglichen verdie&#039;&#039;(n)&#039;&#039;t&#039;&#039; (verdient als Tagelöhner).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verzeichnis der eigenbehörigen Kinder von 1656 werden diese genauer vorgestellt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           (Johann II) &#039;&#039;Hunecke ein Hoppenplöcker hatt         2&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;4&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Friedrich               von 12 Jahren            ist beÿm Nullemeÿer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Hanß                    von 6 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Elisabeth               von 17 Jahren            beÿ Hanning&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische dienet beÿ dem Pastor     14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.) Trinecke dienet beÿ Hanning  von 10 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4.) Anna Maria               von 3 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Mutter des Kötters lebt 1656 noch mit drei erwachsenen Kindern auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;               Alte Huneckesche, eine Wittib hat noch             1&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;2&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Jost Tagelohner                34 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.) Trinecke                   von 46 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.) Lische                     von 30 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Hunke II verstirbt vor 1684.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665/66 heiratet &#039;&#039;Hanß Bücker&#039;&#039;, Einlieger aus Hörste, die älteste Tochter Elisabeth &#039;&#039;vnd bewohnet die Hoppenplockerstette  - &#039;&#039; er wird (der nächste) &#039;&#039;Hunecke&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1678 bis 1718 ist Hans Hun(e)ke, geb. Büker, Bauerrichter in Hörste. Er stirbt 1720, seine Frau Elisabeth bereits 1698/99.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A,Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 werden im Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen der Vogtei Lage die erwachsenen Kinder des Hörster Kötters bzw. Leibzüchters &#039;&#039;Hanß Huncke&#039;&#039; genannt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           &#039;&#039;Hanß Huncke hat Kinder&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.)  der Sohn friederich erbet die Stätte und hat Webers tochter zur Fr., so Illstr. Eigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.)  der Sohn Henrich verheÿrahtet uff Weßels Stätte in der Müßen so Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.)  Margreta die dochter wohnet uff wefers Stätte zu Hörste zu Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich Hunke (1673 – 1752) hat also vor 1709 Anna Catharina Weber (1668 – 1741) von Hörste Nr. 12 zur Frau und zu sich auf die Stätte genommen. Dieser Ehe entstammt der nächste Besitzer der Stätte, Johann Henrich Hunke (1708 – 1782).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 heißt es zu dessen Eheschließung:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 138, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Johann Henrich, Johann Friedrich Huneken zu Hörste ehelicher Sohn, tritt in die Ehe mit Margreth Ilsabein, Johann Christophel Eberts im Ückenpohl ehelicher Tochter.&#039;&#039; Deren 1746 geborener Sohn Johann Töns Hunke († 1818) geht zwei Ehen mit sieben Kindern ein. Aus der zweiten, 1775 geschlossenen Verbindung mit Amalie Ilsabein Wessel von der Breitenheide stammt der nächste Hunke Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph Hunke (1787 – 1854) ehelicht 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 – 1847) aus Pivitsheide VL; die Tochter dieses Ehepaares namens Karoline Florentine (1822 – 1863) wird in der nächsten Generation Anerbin der Stätte Hunke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 lässt sie ihren Ehemann Friedrich Wilhelm Pecher (1814 – 1893), einen Zimmermann aus Solterwisch, Kirchspiel Exter im Preussischen, auf ihre ererbte Stätte einheiraten. Die Übergabe/Übernahme wird in Form eines Stättenverkaufes abgewickelt: &#039;&#039;Verkauf des Kolonats des Kolons und Hoppenplöckers Johann Henrich Huneke Nr. 13 zu Hörste an seinen Schwiegersohn, den Einlieger Wilhelm Pächer (Pecher) zu Hörste, 1850.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26, Bd. XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe ist offenbar schwierig; 1855 beantragt die Ehefrau beim Geistlichen Gericht die Scheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85, Nr. 3181&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt es aber nicht, weitere Kinder der Eheleute werden 1856, 1858 und 1861 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 heiratet der älteste Sohn aus der schwierigen Ehe, der Zimmermann Friedrich Wilhelm Hunke (1853 – 1928) Philipine Henriette Schröder von Ehrsen Nr. 26, übernimmt aber den Taufeinträgen seiner sechs Kinder zufolge erst um 1888 die elterliche Stätte Hörste Nr. 13. Der 1877 geborene älteste Sohn, ebenfalls mit Vornamen Friedrich Wilhelm, wird 1925/26 als &#039;&#039;Huneke Fritz, Landwirt&#039;&#039; im Adressbuch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundbuch &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8907&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich dementsprechend folgende Eigentümer-Einträge zur Stätte Nr. 13:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. bei Anlegung des Buches (Anfang 1888): Hunke, Wilhelm, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. ab 20. Juni 1888: Hunke, Fritz, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. ab 3. Mai 1937: Hunke, Friedrich, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. ab 8. Februar 1961: Hunke, Wilhelm, Tischlermeister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generationenfolge auf der Stätte Hunke Nr. 13 mit Kindern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1600 - 1636  Johann Hunke I (oder NN eingeheiratet) (um 1570 - vor 1646), ∞ um 1600 NNw NN (oder Hunke) (um 1575 - n. 1655)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann II, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trincke, * 1610, lebt unverehelicht auf der Stätte H.  -  zuletzt von Almosen, † 1664&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Stinneke (Christine), * um 1612, ∞ 1638 StK Henning (Henrich) Riesenberg, Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anneken, * um 1615, ∞ 1646 Cord Köttelbrink, KK in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineken (Catharina), * um 1618, ∞ 1650 Berndt Hey, KK u. Witwer in Bill.hausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jost, * 1622, lebt 1656 unverheiratet als Tagelöhner a. d. Stätte seines Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische (Elisabeth), * 1626, ∞ 1658 Barthold Mellies, KK in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 - ca. 1665   Johann Hunke II (ca. 1605 - vor 1683), ∞ 1636 NNw Ostmeyer aus ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, * 1639, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Lische, * 1642, dient 1656 beim Pastor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich, * 1644, dient 1656 beim Nullemeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Trineke, * 1646, ∞ 1683 Christoffer Kesting, KK in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hans, * 1650&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria, * 1653, ∞ 1685 Johann Schäfer gen. Kalkreuter (1653 - 1730), später KK in Stapelage (Hörste Nr. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1665 - 1697  Hans Büker (1645 - 1720), geb. als Einl. in Hörste, ∞ 1665 Elisabeth Hunke (1639 - 1698), Anerbin, u. wird KK Hunke in Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margretha, * 1667, ∞ 1697 Simon Weber, KK Hörste Nr. 12, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1673, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henrich, * 1676, ∞ vor 1709 Catrin Ilsabein Wessel, wird KK Wessel in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1738  Johann Friedrich Hunke (1673 - 1752), ∞ 1697 Anna Catharina Weber (1668 - 1741) von Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Cord Henrich, * 1698, ∞ 1726 Witwe Sannemann in Hörstmar Nr. 9 u. wird dort Interimswirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon, * 1700, ledig?, bei Tod „in Hörste“, † 1768 (Abstammung nicht zweifelsfrei belegt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Arend Henrich, * 1702, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), Anerbin der Stätte Schäfer/Kalkreuter, Hörste Nr. 24, † 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * um 1710, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 - 1771  Johann Henrich Hunke (um 1710 - 1782), ∞ 1738 Margreth Ilsabein Ebert (1718 - 1791) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Friedrich, * 1742, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catrina Ilsabein, * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Simon Cord Cristian, * 1750, † 1752&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Amalia Catharina Ilsabein, * 1753, ∞ 1781 Johann Friedrich Stuehrenberg, StK a. d. Pivitsheide Nr. 47, † 1822&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Jost Hermann, * 1757, † 1758&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 - 1813  Johann Töns Hunke (1746 - 1818), ∞ (I) 1771 Anna Cathrina Meerkötter (1746 - 1774) aus dem Preuss. Amt Heepen, ∞ (II) Amalie Ilsabein Wessel (1749 - 1816) von d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus zwei Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich, * 1772, † 1773 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774, † 1775 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1779, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Cord Henrich, * 1782, † 1806 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Ilsabein, * 1786&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Henrich Adolph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 - 1849  Johann Henrich Adolph Hunke (1787 - 1854), ∞ 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 - 1847) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Henriette Amalie, * 1814, ∞ 1842 Karl Ludwig Emilius Beermann von Billinghausen Nr. 12, † 1896 in Greste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelmine Caroline, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich Adolph, * 1820, † 1827 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Florentine, * 1822, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 - 1888  Friedrich Wilhelm Pecher (1914 - 1893), Zimmermann aus Solterwisch (Kirchspiel Exter im Preuss.), ∞ (I) 1849 die Anerbin Karoline Florentine Hunke (1822 - 1863) und wird KK Hunke in Hörste, ∞ (II) 1864 Friederike Luise Henriette Ludolph (1827 - 1882) von Pivitheide VH Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Karoline Wilhelmine, * 1851, ∞ Friedrich Adolf Kespohl, Schmied/Schmiedemeister in Hörste Nr. 57, † 1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1853, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heinrich Christoph, * 1856, † 1857 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hanne Friederike Karoline, * 1858, † 1863 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Luise Juliane, * 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1928  Friedrich Wilhelm Hunke (1853 - 1928), ∞ 1877 Phillipine Henriette Schröder (1855 - 1936) aus Ehrsen oder Knetterheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1877, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav Adolf, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1881, † 1882 (Lungencatarrh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Alwine Pauline Wilhelmine, * 1882, † 1883 (Unglücksfall: erhielt einen Revolverschuß durch den Kopf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Wilhelm Georg, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Georg, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Martha Lina, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 13 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    13  Huncke (Ma + Fr, 1 So, 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    13  Joh: Töns Huncke (Ma + Fr, keine Kinder), Leibzüchter (Ma + Fr, 1 To), Einl. Jakob Sielemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    13  3 Wohnhäuser, Joh. Henrich Hunke, Einl. H. H. Kulemann; Einl. Töns H. Hülß; Einl. Friedrich Ad. Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 13 Hunke, Friedrich, Tischler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 13 Huneke, Friedrich Zimmermann; Huneke Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hunke_(Politiker) Heinrich Hunke], geb. 1902 in Heipke/Lippe, † 2000 in Hannover, gehörte zu dem Personenkreis, der sowohl vor als auch nach 1945 hohe Positionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekleidet hat. Hunke, dessen namensgebende Vorfahren bis zum 18. Jahrhundert auf der Hörster Stätte Hunke gesessen haben, hat Ende der 1930er Jahre seine Familiengeschichte aufwändig erforscht und anspruchsvoll graphisch aufbereiten lassen. Diese in seinem Nachlass befindliche Familienchronik (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217; 31 Kartonblätter, nicht paginiert) ist vom Geist der damaligen Zeit durchdrungen, enthält Irrtümer, zugleich aber wichtige Informationen zu Geschichte, Gebäuden, Inschriften und Eigentümern/Bewohnern der Stätte Hörste Nr. 13  -  hier mit &amp;quot;(H. Hunke)&amp;quot; gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66555</id>
		<title>Hiddentruper Straße 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66555"/>
		<updated>2026-07-24T11:02:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94621, 8.75388&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=013&lt;br /&gt;
}}Ehemals Hoppenplöckerstätte Hunke, Hörste Nr. 13, bereits im Landschatzregister von 1488 genannt: &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbuch 1533- Hunke zu Hörste.jpg|mini|Salbuch von 1533:  Hunke in Hörste, LAV NRW OWL, 101 C I Nr 90, S. 41 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Hunke Nr. 13 gehört zu den ältesten Hörster Stätten, wie die Nennung in frühen Landschatzregistern belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1488  &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke  1/2 g.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1497  &#039;&#039;Deppe Huneke            1 m.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1507  &#039;&#039;Deppe Huneke            ½ g&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1535  &#039;&#039;Hunecke to Horste     1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1545  &#039;&#039;Huneke to Horste       1 Ort&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1562  &#039;&#039;Johan Huneke             ½ Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1572  &#039;&#039;Johann Huneke           ½ Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1590  &#039;&#039;Johan Huneke             1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 (vgl. Abbildung) wird zur Stätte Hunke vermerkt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Diese Güter gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Kirche zu Stapellage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke, das Gut gehört dem Kirchherrn zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapellage, der Mann gehört unserem g. H. (gnädigsten Herrn), Weib und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehören den Mönchen. (Er) schuldet X (10) Scheffel Hafer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Kirchherrn, einen Scheffel dem Küster, unserem g. H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Schatt, (er) hat 9 Scheffel Haferland.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;1617 gehört die Stätte dem lippischen Grafen; die Verpflichtungen des Hunke werden wie folgt ausgewiesen: &#039;&#039;Huneke zu Horste M.G.H. eygen. Den Weinkauf dem Pastor zu Staplage; dem Pastor auch 8 Schfl. Hafern. Dem Chuster 1 Schfl. Hafern. Nach Dettmoldt: Dienet ungemessen Tage; Landschatz 10 Gr.; Burgfestgeld ½ Tlr.; Malzgeld 4 ½ Gr. Hofgerichtsschatz 1 Gr.; 2 Honer; Pfingst- und Michael-Kuhegeld à 2 Gr. 5 d.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 wird zu &#039;&#039;Johan Hunicke&#039;&#039; vermerkt: &#039;&#039;Kein Landt nur die 8 schfl Kirchenlandt, 1 alt Wohnhauß.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Salbuch 1680 heißt es: &#039;&#039;Hunecke, ein Kleinkötter, der gnd. Herrschaft Eigen, hat 2. Kühe, aber kein Eigenes Landt, .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 96, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten ändert sich dies, denn im Messbuch 1730 sind zu &#039;&#039;Hunken Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; 8 Schfls. &#039;&#039;Saatlandt&#039;&#039; ausgewiesen. Hinzu kommen im inzwischen aufgeteilten Hörster Berg 27 Schfls. &#039;&#039;Holtzung, ein winziger Garten&#039;&#039; und ein ebensolcher Hofraum.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 214/215&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stätte gehörte also ursprünglich der örtlichen Kirche in Stapelage und hatte zur Versorgung von Pastor und Küster beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte erhält 1766 die Hörster Hausnummer 13, sie bleibt bis in die jüngere Vergangenheit als Nebenerwerbs(landwirtschafts)betrieb erhalten  -  noch 1926 wird „Zimmermann“ und „Landwirt“ als Berufsbezeichnung der Besitzer/Bewohner angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 13 mit Schlachterei.jpg|mini|Haus Hunke, Hörste Nr. 13, in den 1960er Jahren mit Fleischerei-Filiale, links Nebengebäude; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddentruper Straße 1.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, Straßenansicht, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunke Nr 13 hinten.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, rückwärtige Gebäudeteile, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 ist &#039;&#039;1 alt Wohnhauß&#039;&#039; aufgeführt, 1685 dann &#039;&#039;zweÿ Hauser&#039;&#039;. Im Messbuch 1752/53 und im Salbuch 1781 werden bei der Stätte Hunke ein Wohnhaus, eine Leibzucht und ein Backhaus ausgewiesen. Auch in der Volkszählung 1828 werden hier &#039;&#039;3 Wohnhäuser&#039;&#039; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenwärtige Haus Hiddentruper Straße 1 kann mit seinen der Straße zugewandten Proportionen als ein durch An- und Umbauten stark veränderter Altbau eingeschätzt werden. Eine rückwärtig (vom Distelkamp) erkennbare Fachwerk-Außenwand bestätigt diesen Befund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es im Kern jenes Haus, das  errichtet wurde, nachdem das Vorgängergebäude 1825 in einem Wolkenbruch vernichtet worden war (H. Hunke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960 und 1970er Jahren befand sich ein kleines Fleischereigeschäft im Hause Hunke. Neben dem Haus stand bis in die jüngere Vergangenheit ein 1881 erbautes Werkstattgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
1903 soll ein Balken des Hauses folgende Inschrift getragen haben (H. Hunke, Bl. 13, mit Bezug auf den Eigentümer der Stätte in den 1930er Jahren):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. 4. 1825  SANK ICH DURCH EINE GROßE WASSERFLUT HERNIEDER,&lt;br /&gt;
DURCH GOTTES HÜLF UND MENSCHENHAND STAND ICH HIER FESTE WIEDER &amp;lt;ref&amp;gt;Diese Inschrift ist offenbar die in der Sammlung Wilhelm Süvern nach Prof. Dr. Weerth, &amp;quot;Lippische Hausinschriften&amp;quot; (&amp;quot;Blätter f. lipp. Heimatkunde&amp;quot; 1903, Nr.1-11) unter Hörste, aber ohne Datum und nähere Zuordnung aufgeführte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1609 werden in der Volkszählung als Hofbewohner genannt: &#039;&#039;Hunecke,&#039;&#039; seine Frau, 4 Kleinkinder, zwei &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit drei Kleinkindern, wobei letztere arm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 heiratet Johann Hunke II, Sohn des 1609 aufgeführten Kötters Johann Hunke I, eine Tochter des Henrich Ostmeyer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1645 hat das Ehepaar 4 Kinder, und &#039;&#039;er hält die moder uff der liebzucht&#039;&#039;, er &#039;&#039;hatt keine hantierung vnter&#039;&#039; (übt kein Handwerk aus) &#039;&#039;weilen im daglichen verdie&#039;&#039;(n)&#039;&#039;t&#039;&#039; (verdient als Tagelöhner).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verzeichnis der eigenbehörigen Kinder von 1656 werden diese genauer vorgestellt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           (Johann II) &#039;&#039;Hunecke ein Hoppenplöcker hatt         2&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;4&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.) Friedrich               von 12 Jahren            ist beÿm Nullemeÿer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;2.) Hanß                    von 6 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*             &#039;&#039;1.) Elisabeth               von 17 Jahren            beÿ Hanning&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;2.) Lische dienet beÿ dem Pastor     14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;3.) Trinecke dienet beÿ Hanning  von 10 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*          &#039;&#039;4.) Anna Maria               von 3 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Mutter des Kötters lebt 1656 noch mit drei erwachsenen Kindern auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;               Alte Huneckesche, eine Wittib hat noch             1&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;2&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                &#039;&#039;1.) Jost Tagelohner                34 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                &#039;&#039;1.) Trinecke                   von 46 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                             &#039;&#039;2.) Lische                     von 30 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Hunke II verstirbt vor 1684.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665/66 heiratet &#039;&#039;Hanß Bücker&#039;&#039;, Einlieger aus Hörste, die älteste Tochter Elisabeth &#039;&#039;vnd bewohnet die Hoppenplockerstette  - &#039;&#039; er wird (der nächste) &#039;&#039;Hunecke&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1678 bis 1718 ist Hans Hun(e)ke, geb. Büker, Bauerrichter in Hörste. Er stirbt 1720, seine Frau Elisabeth bereits 1698/99.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A,Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 werden im Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen der Vogtei Lage die erwachsenen Kinder des Hörster Kötters bzw. Leibzüchters &#039;&#039;Hanß Huncke&#039;&#039; genannt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           &#039;&#039;Hanß Huncke hat Kinder&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.)  der Sohn friederich erbet die Stätte und hat Webers tochter zur Fr., so Illstr. Eigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.)  der Sohn Henrich verheÿrahtet uff Weßels Stätte in der Müßen so Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.)  Margreta die dochter wohnet uff wefers Stätte zu Hörste zu Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich Hunke (1673 – 1752) hat also vor 1709 Anna Catharina Weber (1668 – 1741) von Hörste Nr. 12 zur Frau und zu sich auf die Stätte genommen. Dieser Ehe entstammt der nächste Besitzer der Stätte, Johann Henrich Hunke (1708 – 1782).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 heißt es zu dessen Eheschließung:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 138, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Johann Henrich, Johann Friedrich Huneken zu Hörste ehelicher Sohn, tritt in die Ehe mit Margreth Ilsabein, Johann Christophel Eberts im Ückenpohl ehelicher Tochter.&#039;&#039; Deren 1746 geborener Sohn Johann Töns Hunke († 1818) geht zwei Ehen mit sieben Kindern ein. Aus der zweiten, 1775 geschlossenen Verbindung mit Amalie Ilsabein Wessel von der Breitenheide stammt der nächste Hunke Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph Hunke (1787 – 1854) ehelicht 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 – 1847) aus Pivitsheide VL; die Tochter dieses Ehepaares namens Karoline Florentine (1822 – 1863) wird in der nächsten Generation Anerbin der Stätte Hunke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 lässt sie ihren Ehemann Friedrich Wilhelm Pecher (1814 – 1893), einen Zimmermann aus Solterwisch, Kirchspiel Exter im Preussischen, auf ihre ererbte Stätte einheiraten. Die Übergabe/Übernahme wird in Form eines Stättenverkaufes abgewickelt: &#039;&#039;Verkauf des Kolonats des Kolons und Hoppenplöckers Johann Henrich Huneke Nr. 13 zu Hörste an seinen Schwiegersohn, den Einlieger Wilhelm Pächer (Pecher) zu Hörste, 1850.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26, Bd. XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe ist offenbar schwierig; 1855 beantragt die Ehefrau beim Geistlichen Gericht die Scheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85, Nr. 3181&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt es aber nicht, weitere Kinder der Eheleute werden 1856, 1858 und 1861 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 heiratet der älteste Sohn aus der schwierigen Ehe, der Zimmermann Friedrich Wilhelm Hunke (1853 – 1928) Philipine Henriette Schröder von Ehrsen Nr. 26, übernimmt aber den Taufeinträgen seiner sechs Kinder zufolge erst um 1888 die elterliche Stätte Hörste Nr. 13. Der 1877 geborene älteste Sohn, ebenfalls mit Vornamen Friedrich Wilhelm, wird 1925/26 als &#039;&#039;Huneke Fritz, Landwirt&#039;&#039; im Adressbuch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundbuch &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8907&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich dementsprechend folgende Eigentümer-Einträge zur Stätte Nr. 13:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. bei Anlegung des Buches (Anfang 1888): Hunke, Wilhelm, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. ab 20. Juni 1888: Hunke, Fritz, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. ab 3. Mai 1937: Hunke, Friedrich, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. ab 8. Februar 1961: Hunke, Wilhelm, Tischlermeister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generationenfolge auf der Stätte Hunke Nr. 13 mit Kindern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1600 - 1636  Johann Hunke I (oder NN eingeheiratet) (um 1570 - vor 1646), ∞ um 1600 NNw NN (oder Hunke) (um 1575 - n. 1655)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann II, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trincke, * 1610, lebt unverehelicht auf der Stätte H.  -  zuletzt von Almosen, † 1664&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stinneke (Christine), * um 1612, ∞ 1638 StK Henning (Henrich) Riesenberg, Hörste Nr. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken, * um 1615, ∞ 1646 Cord Köttelbrink, KK in Oerlinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trineken (Catharina), * um 1618, ∞ 1650 Berndt Hey, KK u. Witwer in Bill.hausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * 1622, lebt 1656 unverheiratet als Tagelöhner a. d. Stätte seines Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lische (Elisabeth), * 1626, ∞ 1658 Barthold Mellies, KK in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 - ca. 1665   Johann Hunke II (ca. 1605 - vor 1683), ∞ 1636 NNw Ostmeyer aus ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth, * 1639, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lische, * 1642, dient 1656 beim Pastor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich, * 1644, dient 1656 beim Nullemeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trineke, * 1646, ∞ 1683 Christoffer Kesting, KK in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans, * 1650&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1653, ∞ 1685 Johann Schäfer gen. Kalkreuter (1653 - 1730), später KK in Stapelage (Hörste Nr. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1665 - 1697  Hans Büker (1645 - 1720), geb. als Einl. in Hörste, ∞ 1665 Elisabeth Hunke (1639 - 1698), Anerbin, u. wird KK Hunke in Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margretha, * 1667, ∞ 1697 Simon Weber, KK Hörste Nr. 12, † 1742&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich, * 1673, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henrich, * 1676, ∞ vor 1709 Catrin Ilsabein Wessel, wird KK Wessel in Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697 - 1738  Johann Friedrich Hunke (1673 - 1752), ∞ 1697 Anna Catharina Weber (1668 - 1741) von Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord Henrich, * 1698, ∞ 1726 Witwe Sannemann in Hörstmar Nr. 9 u. wird dort Interimswirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * 1700, ledig?, bei Tod „in Hörste“, † 1768 (Abstammung nicht zweifelsfrei belegt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arend Henrich, * 1702, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), Anerbin der Stätte Schäfer/Kalkreuter, Hörste Nr. 24, † 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich, * um 1710, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 - 1771  Johann Henrich Hunke (um 1710 - 1782), ∞ 1738 Margreth Ilsabein Ebert (1718 - 1791) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich, * 1742, † 1747&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Catrina Ilsabein, * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Töns, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Cord Cristian, * 1750, † 1752&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Catharina Ilsabein, * 1753, ∞ 1781 Johann Friedrich Stuehrenberg, StK a. d. Pivitsheide Nr. 47, † 1822&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Jost Hermann, * 1757, † 1758&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 - 1813  Johann Töns Hunke (1746 - 1818), ∞ (I) 1771 Anna Cathrina Meerkötter (1746 - 1774) aus dem Preuss. Amt Heepen, ∞ (II) Amalie Ilsabein Wessel (1749 - 1816) von d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus zwei Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich, * 1772, † 1773 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria Ilsabein, * 1774, † 1775 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Töns Henrich, * 1779, † 1784 (Kinderblattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Cord Henrich, * 1782, † 1806 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Marie Ilsabein, * 1786&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph, * 1787, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Berend, * 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 - 1849  Johann Henrich Adolph Hunke (1787 - 1854), ∞ 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 - 1847) aus Pivitsheide VL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Amalie, * 1814, ∞ 1842 Karl Ludwig Emilius Beermann von Billinghausen Nr. 12, † 1896 in Greste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelmine Caroline, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Henrich Adolph, * 1820, † 1827 (Auszehrung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Florentine, * 1822, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 - 1888  Friedrich Wilhelm Pecher (1914 - 1893), Zimmermann aus Solterwisch (Kirchspiel Exter im Preuss.), ∞ (I) 1849 die Anerbin Karoline Florentine Hunke (1822 - 1863) und wird KK Hunke in Hörste, ∞ (II) 1864 Friederike Luise Henriette Ludolph (1827 - 1882) von Pivitheide VH Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine, * 1851, ∞ Friedrich Adolf Kespohl, Schmied/Schmiedemeister in Hörste Nr. 57, † 1920&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1853, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Christoph, * 1856, † 1857 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Friederike Karoline, * 1858, † 1863 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Juliane, * 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1928  Friedrich Wilhelm Hunke (1853 - 1928), ∞ 1877 Phillipine Henriette Schröder (1855 - 1936) aus Ehrsen oder Knetterheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1877, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albrecht, * 1881, † 1882 (Lungencatarrh)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alwine Pauline Wilhelmine, * 1882, † 1883 (Unglücksfall: erhielt einen Revolverschuß durch den Kopf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Georg, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg, * 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martha Lina, * 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 13 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    13  Huncke (Ma + Fr, 1 So, 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    13  Joh: Töns Huncke (Ma + Fr, keine Kinder), Leibzüchter (Ma + Fr, 1 To), Einl. Jakob Sielemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    13  3 Wohnhäuser, Joh. Henrich Hunke, Einl. H. H. Kulemann; Einl. Töns H. Hülß; Einl. Friedrich Ad. Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 13 Hunke, Friedrich, Tischler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 13 Huneke, Friedrich Zimmermann; Huneke Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hunke_(Politiker) Heinrich Hunke], geb. 1902 in Heipke/Lippe, † 2000 in Hannover, gehörte zu dem Personenkreis, der sowohl vor als auch nach 1945 hohe Positionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekleidet hat. Hunke, dessen namensgebende Vorfahren bis zum 18. Jahrhundert auf der Hörster Stätte Hunke gesessen haben, hat Ende der 1930er Jahre seine Familiengeschichte aufwändig erforscht und anspruchsvoll graphisch aufbereiten lassen. Diese in seinem Nachlass befindliche Familienchronik (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217; 31 Kartonblätter, nicht paginiert) ist vom Geist der damaligen Zeit durchdrungen, enthält Irrtümer, zugleich aber wichtige Informationen zu Geschichte, Gebäuden, Inschriften und Eigentümern/Bewohnern der Stätte Hörste Nr. 13  -  hier mit &amp;quot;(H. Hunke)&amp;quot; gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=66237</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-07-21T07:36:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 24 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	24 (Stapelage) Kalkreuter, Aug., Ziegler. Kalkreuter, Aug., Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	24 (Stadt Herne) Sielemann, Wilhelm, Wirtschafter; Kalkreuter, Gottlieb, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Haustenbeck&amp;diff=65809</id>
		<title>Haustenbeck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Haustenbeck&amp;diff=65809"/>
		<updated>2026-07-18T06:04:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Schlangen&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.83567, 8.776&lt;br /&gt;
}}Die ehemalige Gemeinde Haustenbeck musste 1939 der Ausweitung des [[#Truppenübungsplatz| Truppenübungsplatzes Senne]] weichen. Die frühere Gemarkung gehört heute zum Ortsteil [[Oesterholz-Haustenbeck]] der Großgemeinde [[Schlangen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haustenbeck um 1800.jpg|mini|Haustenbeck um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haustenbeck um 1890.jpg|mini|Haustenbeck um 1890, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Topographische Karte&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11891]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haustenbeck Dorfmitte um 1935.png|mini|Haustenbeck Dorfmitte, um 1935, LLB HSA 2,53&amp;lt;br /&amp;gt;Foto: Hans Sprenger]]&lt;br /&gt;
Um den Frankfurter Weg, eine alte Fernstraße von Bremen nach Frankfurt, durch Lippe und die Senne zu führen und damit deutlich zu verkürzen, wurde ein Damm über den Haustenbach angelegt. Hier bestand eine Wassermühle (Nr. 196, Gebäude von 1841). In diesem Bereich lag der älteste Kern des 1659 gegründeten &amp;quot;neuen Dorfes&amp;quot; Haustenbeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Verwaltungsstruktur 1911&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiki.genealogy.net/Haustenbeck GenWiki]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bauerschaft Haustenbeck, Amt Detmold&lt;br /&gt;
* ev.-ref. Kirchengemeinde Haustenbeck, Standesamt Haustenbeck, Postort Haustenbeck, Schulgemeinde Haustenbeck oder Kohlstädterheide, Amtsgericht Detmold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Haustenbeck wurde 1659 gegründet. Die politische Gemeinde Haustenbeck wurde zum 1. Dezember 1939 aufgelöst.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Der Pastor in Heiligenkirchen hatte Sonntags von der Kanzel bekanntgegeben, der Graf gedächte in seiner Senne etliche Häuser aufzurichten; wer da Lust hätte sich anzubauen, dem sollten für sechs Jahre alle Lasten erlassen werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Der erste, der den Mut hatte, diesem Ruf zu folgen, hieß Arend Wommel. Er war Maurer von Beruf und wohnte bis dahin in Berlebeck.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Sprenger&amp;quot;&amp;gt;{{SprengerHaustenbeck1939}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Erweiterungen des nahegelegenen Truppenübungsplatzes erfolgten 1892. Betroffen war der Haustenbecker Ortsteil Lippisch-Taubenteich wo sieben Hausstätten angekauft und aufgelöst wurden. Die Haustenbecker Hausnummern wurden anschließend für neugegründete Kolonate in Haustenbeck vergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1936 wurden zwei weitere Höfe in Haustenbeck angekauft, bevor mit Erlaß vom 18. Juli 1936 vom Oberkommando des Heeres die Erweiterung des Truppenübungsplatzes Senne um ca. 40 ha im Gemeindegebiet Haustenbeck angeordnet wurde. 1938 wurde beschlossen das ganze Dorf aufzulösen und die verbliebenen 228 Gebäude anzukaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu einer weiteren Nutzung vorgesehenen Gebäude, insbesondere im Bereich der sogenannten Randsiedlung, wurden formal der Bauerschaft Oesterholz zugeordnet. Die Hausstätten bekamen neue, fortlaufende Hausnummern der Bauerschaft Oesterholz, die nach Auswertung der nach dem zweiten Weltkrieg erschienenen Adressbücher jedoch praktisch nicht genutzt wurden. In den Verzeichnissen von 1954 und 1962 werden nach wie vor die ursprünglichen Haustenbecker Hausnummern verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Häusern lebten einige wenige Haustenbecker aus dem Ortskern, die nach 1939 dorthin umgezogen waren, andere wurden von Mitarbeitern der Platzverwaltung bewohnt und nach 1945 dienten die Häuser als Quartier für Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten und Ausgebombte aus dem Ruhrgebiet und Paderborn. Die Gebäude warn zum Teil noch bis 1971 bewohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Randsiedlung als letzten verbliebenen Rest Haustenbecks auflösen zu können kam es 1956 zur Neugründung einer Gemeinde Haustenbeck, die 1957 wieder aufgelöst wurde. Es folgte die Angliederung an die Gemeinde Oesterholz, die seitdem offiziell Oesterholz-Haustenbeck hieß (heute ein Ortsteil von Schlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Hans Sprenger, ehemals Lehrer in Haustenbeck, erhielt 1937 den Auftrag für eine Fotodokumentation des Ortes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche in Haustenbeck.png|mini|Kirche in Haustenbeck, um 1930, LLB SP-SCHL-1-21&amp;lt;br /&amp;gt;Foto: Wilhelm Pecher]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kirche&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der erste Pfarrer in Haustenbeck war der wieder in Dienst genommene Pfarrer a.D. Joachim Wienandt aus Berlebeck (bis 1670 Pfarrer in [[Heiligenkirchen]]). Am 3. April 1671 wurde ihm &amp;quot;das Predigen und Unterrichten der Kinder&amp;quot; übertragen. Alle Amtsgeschäfte durfte er ab 1677 wahrnehmen. Er war bis 1703 im Dienst. Da noch keine Kirche existierte, hielt er seine Predigten im Krug von Elgershausen. Die Kirche am Tötgen-Wege, deren Errichtung mehrere Jahre dauerte, wurde am 27. September 1685 eingeweiht.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Sprenger&amp;quot; /&amp;gt; 1685 lieferte Claudius Bricon, Glockengießer aus Steinheim, die erste Glocke. 1707 kam eine Uhr hinzu, 1747 ein Orgel-Positiv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}},Seite 402&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Orgel aus dem Jahr 1899 stammt von dem bekannten Orgelbauer Ernst Klaßmeyer aus Kirchheide bei Lemgo. Die Orgel wurde 1940 in der Kapelle in Heidenoldendorf neu geweiht und 1958 in der neuen Kirche in Heidenoldendorf aufgestellt. Die Kanzel (Spätrenaissance, Ende 16. Jahrhundert) stammt aus Heiden, sie befindet sich seit 1965 in der Kirche in Donop. Die beiden Glocken, eine war eine Stiftung von ausgewanderten Haustenbeckern in Amerika, wurden nach Heiligenkirchen abgegeben und kriegsbedingt kurz darauf eingeschmolzen. Der Grabstein des ersten Pfarrers Wienandt befindet sich heute in Heiligenkirchen, wo dieser seine erste Pfarrstelle hatte. Die Kirchturmuhr wurde nach Stapelage abgegeben und dort 1955 eingebaut.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von 80 belegten Wappenfenstern mit Stifterscheiben von 1683 befinden sich acht im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsStifter2019}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Ruine der Kirche steht unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildegard Mehrmann, Das ehemalige Haustenbeck, Lage 1993 Seite 56 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrhaus Haustenbeck.jpg|mini|Pfarrhaus in Haustenbeck, 1938, aus: Piesczek, Truppenübungsplatz Senne]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Pfarrhaus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Entwurf für das Pfarrhaus stammt von Ferdinand Merckel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schule Haustenbeck 1908.png|mini|Schule Haustenbeck, 1937, LLB HSA 2,50a&amp;lt;br /&amp;gt;Foto: Hans Sprenger]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schule&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Haustenbeck gab es mehrere Schulgebäude, die sich jedoch immer als zu klein geplant darstellten. Der erste Schulbau war 1723 fertig; in Haustenbeck gab es 41 Kinder. Von Salinenbaumeister Culemann aus Bad Salzuflen stammt der Entwurf aus dem Jahr 1820. Dieser Schulbau wurde von 1821 bis 1907 genutzt. Bereits 1846 wurde ein Nebenschulgebäude nach Plänen von Ferdinand Merckel errichtet. Am 23.04.1908 wurde die nach den Plänen von Architekt Korf aus Detmold entworfene neue Schule eingeweiht und am 20.11.1939 endgültig geschlossen. Die Kinder aus der Randsiedlung Haustenbeck besuchten (wegen Raummangel) ab 1910 die Schule in Oesterholz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gemeindehaus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pfarrer Wilhelm Kligge (1884 bis 1915 als Pfarrer in Haustenbeck) vermachte der Kirchengemeinde seinen Nachlass mit der Auflage ein Konfirmandenhaus/Gemeindehaus zu errichten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Mühle Poppe.jpg|mini|Mühle Poppe, 1937&amp;lt;br /&amp;gt;Sammlung Wiemann]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mühle&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Haustenbach wurde 1659 durch einen Damm gestaut und dort eine Mühle errichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
1765 erwarb Ernst Henrich Poppe die Mühle in Erbpacht. Mit dem Namen Poppe sind in Haustenbeck die Hausstätten Poppen Hof, Poppen Krug, Poppen Mühle verbunden.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Sprenger&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Gasthof Dreimann.jpg|mini|Gaststätte Dreimann, 1938, aus: Piesczek, Truppenübungsplatz Senne]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Doktorhaus&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Haustenbeck errichtete 1925/26 ein Gebäude für einen Arzt, das sog. Doktorhaus. Der erste Arzt in Haustenbeck war Dr. Georg Stenzhorn, der von 1925 bis 1931 dort praktizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Infrastruktur==&lt;br /&gt;
1922 hatten sich einige Interessenten aus Haustenbeck zusammengefunden um ein kleines Kraftwerk am Staudamm des Haustenbaches zu errrichten. Mittels eines unterschlächtigen Wasserrades von 2,50 Meter Durchmesser wurde eine Dynamomaschine angetrieben und erzeugte eine Gleichspannung von 60 Volt. Über Freileitungen wurden die Interessenten mit dieser &amp;quot;neuen&amp;quot; Energie versorgt, die vorerst zu Beleuchtungszwecken genutzt wurde. Diese lokale Anlage war nur weinge Jahre in Betrieb. 1925 wurde Haustenbeck an das Energienetz vom Elektrizitätswerk Wesertal angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Wiemann, Beiträge zur Geschichte Bd. II, Seite 149&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
* Historische Luftaufnahme: [https://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf&amp;amp;#91;id&amp;amp;#93;=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FRW_0230%2F%7E154%2F15426%2Fmets.xml Luftbildpläne Haustenbeck ansehen]&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Haustenbeck wurde ursprünglich als Lippisch Neudorf bezeichnet. Der Name Haustenbeck ist vom Haustenbach (plattdeutsch &amp;quot;Haustenbecke&amp;quot;) abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
1901 lebten in Haustenbeck 974 (+38) Einwohner. {{LippeAdressbuch1901}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten in Haustenbeck 1901:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 1 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 1]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 2 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 2]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 3 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 3]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 4 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 4]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 5 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 6 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 6]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 7 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 7]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 8 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 8]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 9 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 9]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 10 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 10]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 11 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 11]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 12 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 12]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 13 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 13]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 14 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 14]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 15 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 15]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 16 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 16]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 17 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 17]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 18 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 18]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 19 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 19]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 20 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 20]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 21 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 21]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 22 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 22]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 23 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 23]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 24 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 24]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 25 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 25]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 26 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 26]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 27 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 27]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 28 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 28]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 29 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 29]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 30 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 30]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 31 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 31]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 32 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 32]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 33 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 33]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 34 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 34]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 35 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 35]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 36 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 36]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 37 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 37]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 38 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 38]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 39 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 39]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 40 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 40]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 41 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 41]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 42 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 42]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 43 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 43]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 44 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 44]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 45 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 45]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 46 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 46]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 47 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 47]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 48 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 48]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 49 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 49]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 50 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 50]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 51 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 51]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 52 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 52]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 53 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 53]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 54 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 54]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 55 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 55]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 56 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 56]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 57 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 57]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 58 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 58]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 59 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 59]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 60 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 60]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 61 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 61]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 62 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 62]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 63 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 63]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 64 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 64]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 65 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 65]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 66 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 66]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 67 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 67]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 68 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 68]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 69 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 69 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 70 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 70]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 71 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 71]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 72 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 72]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 73 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 73]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 74 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 74]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 75 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 75]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 76 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 76 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 77 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 77 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 78 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 78]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 79 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 79 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 80 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 80]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 81 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 81]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 82 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 82]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 83 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 83]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 84 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 84]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 85 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 85 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 86 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 86]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 87 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 87]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 88 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 88]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 89 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 89 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 90 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 90]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 91 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 91]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 92 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 92]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 93 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 93]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 94 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 94]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 95 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 95]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 96 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 96]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 97 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 97]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 98 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 98]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 99 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 99]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 100 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 100]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 101 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 101]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 102 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 102]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 103 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 103]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 104 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 104]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 105 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 105]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 106 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 106]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 107 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 107]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 108 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 108]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 109 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 109]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 110 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 110 (1901)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 111 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 111]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 112 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 112]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 113 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 113]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 114 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 114]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 115 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 115]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 116 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 116]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 117 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 117]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 118 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 118]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 119 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 119]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 120 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 120]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 121 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 121]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 122 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 122]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 123 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 123]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 124 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 124]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 125 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 125]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 126 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 126]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 127 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 127]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 128 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 128]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 129 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 129]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 130 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 130]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 131 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 131]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 132 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 132]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 133 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 133]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 134 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 134]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 135 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 135]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;weitere Gebäude, 1901 ohne Hausnummer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Haustenbeck Kirche (Haustenbeck) | Kirche]]&lt;br /&gt;
* [[Haustenbeck Pfarrhaus (Haustenbeck)| Pfarrhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Haustenbeck Schule (Haustenbeck)| Schule ]]&lt;br /&gt;
* [[Haustenbeck Nebenschule (Haustenbeck)| Nebenschule ]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat 196 (Haustenbeck)| &amp;quot;Poppen Mühle&amp;quot;, später Haustenbeck Nr. 196]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ortsteil Lippisch-Taubenteich, aufgelöst 1891/1892:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 69 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 69 (1789-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 76 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 76 (1797-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 77 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 77 (1797-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 79 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 79 (1799-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 85 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 85 (1804-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 89 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 89 (1805-1892)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolonat Taubenteich 110 (Haustenbeck)| Haustenbeck Nr. 110 (1845-1892)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Randsiedlung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Randsiedlung (Haustenbeck)| Randsiedlung ab 1939]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Der Frankfurter Weg, die alte überregionale Verbindung von Bremen durch die Senne nach Frankfurt und der Weg von Horn durch das Bärental und die Senne Richtung Westen kreuzten sich in der Dorfmitte von Haustenbeck.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Anlage des Übungsplatzes waren die Wege nach Paderborn und Lippspringe gesperrt und lediglich an wenigen Tagen geöffnet. Daher wurde der Weg (Aschenweg) von Haustenbeck zur Kohlstädter Heide Richtung Fürstenallee ausgebaut und im Ortsmittelpunkt entstand eine feste Straße.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Sprenger /&amp;gt; Durch Haustenbeck gab es somit eine Verbindungsstraße von [[Augustdorf]] nach [[Oesterholz-Haustenbeck|Oesterholz]] bis diese 1939 ebenfalls gesperrt wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span id=&amp;quot;Truppen&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Truppenübungsplatz==&lt;br /&gt;
Der Truppenübungsplatz sollte nach ersten Plänen bis zur Fürstenallee erweitert werden und den gesamten Ort Oesterholz umfassen. Gegen diesen Plan erhob Heinrich Himmler Einspruch, da sich auf diesem Gebiet germanische Kultstätten befänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Piesczek (Hg.), Truppenübungsplatz Senne, Paderborn 1992, Seite 37&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Die Reichsführung der SS hatte Einspruch erhoben gegen den Ankauf der Oesterholzer Gegend, vor allem das Langelau, wo Professor Teudt aus Detmold allerlei undefinierbare germanische Heiligtümer, Reitbahnen u. dergl. entdeckt haben will, von denen die Haustenbecker, und nicht nur sie, wenig hielten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Held, Haustenbeck, Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{SprengerHaustenbeck1939}}&lt;br /&gt;
* {{FischerGeschichte2020}}&lt;br /&gt;
* {{PiesczekTruppenübungsplatz1994}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* Förderverein Haustenbeck: https://www.haustenbeck.de&lt;br /&gt;
* Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Oesterholz-Haustenbeck#Haustenbeck&lt;br /&gt;
* Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Truppenübungsplatz_Senne &lt;br /&gt;
* Historische Karte: [https://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf&amp;amp;#91;id&amp;amp;#93;=https://www.landesarchiv-nrw.de/digitalisate/Abt_Westfalen/Kartensammlung_A/~117/11725/mets.xml Lippe 1806] im DFG Viewer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Kolonat (Haustenbeck)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65759</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65759"/>
		<updated>2026-07-17T17:29:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Situation und die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden unverheirateten oder besitzlosen) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65758</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-07-17T17:17:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer im 20. Jahrhundert sehr wechselvollen Geschichte zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65584</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65584"/>
		<updated>2026-07-15T16:49:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer wechselvollen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&amp;lt;ref&amp;gt; Hans Sprenger, Haustenbeck, Detmold 1939, S. 112 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65583</id>
		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kalkreute_100_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65583"/>
		<updated>2026-07-15T16:46:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer wechselvollen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 01 red.jpg|mini|Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 02 red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bienen-Schmidt 03red.jpg|mini|Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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&lt;div&gt;Wohnhaus der Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Nordost, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Stätte Hörste Nr. 24 (ehem. Kalkreuter) von Osten, 1930 .  .  . 1950 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Kalkreute 100 (Hörste)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kalkreute  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=100&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94149, 8.72507&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=024&lt;br /&gt;
}}Die alte Straßenkötterstätte Schäfer oder Kalkreuter, ehemals Hörste Nr. 24, ist nach einer wechselvollen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur (soeben / Juli 2026) wiedereröffneten Waldgaststätte &amp;quot;Bienenschmidt&amp;quot; geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der späteren Hörster Stätte Nr. 24 lassen sich  -  eher unscharf  -  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausmachen. In den Schatzregistern von 1562 und von 1572 wird ein &#039;&#039;Bartold vor dem Berge&#039;&#039; genannt, der anhand seiner Zuordnung und Zahlungsverpflichtung als in Stapelage ansässiger Kleinkötter identifiziert werden kann. Die Lokalisierung „vor dem Berge“ stellt das Gegenstück zu (Schapeler, später Hörste Nr. 30) „hinter dem Berge“ dar. Im Schatzregister von 1590 heißt die Stapelager Stätte &#039;&#039;Barthell vorm Bergh&#039;&#039;, 1618 hingegen &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;. In der 1603, also dazwischen durchgeführten Schatzung taucht &#039;&#039;Scheper, Johan&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Schepper, Johan&#039;&#039; gleich zweimal auf  -  bei den älteren Stapelager Stätten wie auch (wohl irrtümlich) bei den neu gegründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg|mini|Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234]]&lt;br /&gt;
Offenbar können diese wohl damals geläufigen Stättennamen durchaus den Vornamen eines bereits (Jahrzehnte) verstorbenen Kötters tragen/einbeziehen: Der aus Ravensberg stammende wohlhabende &#039;&#039;Johan Scheper zum Stapellage&#039;&#039; ist bereits 1596 verstorben und hat 100 Taler hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 355, S. 399 &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1604 tritt der nächste Kötter Henrich Schäfer (&#039;&#039;Schafer Henrich&#039;&#039;) erstmals in Erscheinung  — und zwar durch aggressives Verhalten &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 258 &amp;lt;/ref&amp;gt;; 1613/14 wiederholt sich dies: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 234 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Voehs zu Wellendorff clagt, daß ihme Schaffer Hennrich vor dem Berge, mitt eÿnem  vorketten Staeke baum&#039;&#039; (einer hölzernen Forke) &#039;&#039;daß Auge blutigh geschlagen.&#039;&#039; Dieser Registereintrag verbindet die frühe Lokalisierung „vor dem Berge“ mit dem jetzt für das Anwesen gebräuchlichen Namen Schäfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung 1609 heißt die Stätte &#039;&#039;Scheffer Johan&#039;&#039;; gezählt werden der Kötter (= Henrich Schäfer), seine Frau, ein Sohn und eine Tochter. Im Salbuch von 1617 wird zu der Stätte vermerkt: &#039;&#039;Scheffer Heinrich m. gn. Herrn eigen, ist des M. zu Staplage Käter.&#039;&#039; Henrich Schäfer und seine Frau versterben 1635/36 zu Zeiten der Pest; sie hinterlassen fünf Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 163 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anerbin der Stätte ist offenbar die Tochter &#039;&#039;Anneken&#039;&#039;, die um 1640 die erste Ehe mit &#039;&#039;Alhardt Huneken&#039;&#039; von Hörste Nr. 13 und 1652 eine zweite Ehe mit &#039;&#039;Herman uffm Erffkampe&#039;&#039; aus Greste eingeht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 364 &amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1656 leben drei Söhne aus diesen Ehen auf der Stätte: Hans (* 1647), Johann (* 1653) und Cort (* 1656). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1855 Salbuch Hörste Nr. 24 LAV NRW OWL L101CI 00131 0068.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sohn Johann (1653 - 1730) setzt ein Namenswandel von Stätte und Bewohnern ein. Als &#039;&#039;Johan Schäffer&#039;&#039; 1653 geboren heiratet er 1685 als &#039;&#039;Johan, Herman Kalcks zu Hörste auß dem Stapelager Kirchspiel ehelicher Sohn&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315 &amp;lt;/ref&amp;gt; ; 1708 wird er in einer amtlichen Eigenbehörigen-Zählung &#039;&#039;Kalck Johan&#039;&#039; genannt und 1730 auch unter diesem Namen in Stapelage begraben. Der zugehörige Gogerichtsvermerk (Sterbfälle) lautet gleichwohl: (Der) &#039;&#039;Alte Johan Schäffer, ein Stratenkötter, Illsmi Eigen, nachgelaßen 1 Kuh.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 185, S. 238 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Messbuch von 1730 bezeichnet die Stätte mit &#039;&#039;Johan Scheiper in der Kalkreh&#039;&#039;. Aus &#039;&#039;Kalkreh&#039;&#039; wird später &#039;&#039;Kalkrehde&#039;&#039;, noch später &#039;&#039;Kalkreute&#039;&#039;, aus dem Personennamen &#039;&#039;Kalk&#039;&#039; entsteht folgerichtig &#039;&#039;Kalkrehder&#039;&#039;, dann &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;. Auch &#039;&#039;Kalkmann&#039;&#039; kommt zwischenzeitlich als Personenname auf der Stätte vor. Der Name &#039;&#039;Schäfer&#039;&#039; (auch &#039;&#039;Scheiper&#039;&#039; u. ä.) verschwindet nur langsam; noch im letzten Salbuch von 1855 heißt die Stätte &#039;&#039;Schäfer m.&#039;&#039;(odo) &#039;&#039;Kalkreuter&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahrzehnten um 1700 ist die Besitzerfolge auf der Stätte unklar. Johann Schäfer/Kalkreuter und seine angetraute Ehefrau haben sich 1685 zunächst als Einlieger auf der Nachbarstätte Hilgenstöhler niedergelassen&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134, S. 315; darin: Die Braut ziehet zum Bräutigam in des Meÿers zu Stapelage Kohten auff dem Hilgen Stuhl, haben sonsten nichts eigenes daher auch weitter nichtes zu verschreiben. &amp;lt;/ref&amp;gt;; offenbar ist er aber 1708 Kötter auf der elterlichen Stätte. Seine hochbetagt verstorbene Mutter hat sich vor ihrem Tode 1698 nicht auf eine Leibzucht/Versorgung stützen können: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Alte Scheper Hermansche der Meÿerschen zu Stapelage Köttersche eÿgen verstorben, nichts nachgelaßen, da sie die Nachbahrn ernehren mußten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar haben Johann Schäfer/Kalkreuter und seine Frau Anna Maria Hunke in ihrem späten Leben keine (lebenden) Kinder, deshalb kommt es 1729 für die Nachfolge auf der Stätte zu einer typischen arrangierten Ehe von Verwandten beider Seiten: &#039;&#039;Arend Henrich, Friedrich Hunken aus Hörste ehliger Sohn, tritt in die Ehe mit Annen Catharinen, Simon Scheipers daselbsten natürlichen Tochter.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 136, S. 107 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Kalck Simon&#039;&#039; (der Brautvater) hatte 1703 als Soldat in lippischen Diensten &#039;&#039;mit Maria Schultzen in Unpflicht gelebet&#039;&#039; und eine uneheliche Tochter gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 181, S. 114 &amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt; Naheliegend (aber nicht nachweisbar) ist Kalk Simon als Neffe des Johann Kalk, dergestalt dass dessen älterer Bruder Hans (* 1647) in den 1670er Jahren (die laut Eigenbehörigen-Verzeichnis 1708 auf der Stätte lebende und auch später dort verstorbene) &#039;&#039;Gerdrud Kalkmann&#039;&#039; (1652 - 1741), Tochter des Henrich im Hagen (Uekenpohl), geheiratet und seine elterliche Stätte übernommen hat. Als weiteres Kind/Tochter dieses Ehepaares kommt die zweimal verwitwete, in Stapelage begrabene &#039;&#039;Anna Elisabeth Kalckreder&#039;&#039; (1681 - 1770) in Frage. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser 1729 geschlossenen dritten ehelichen Verbindung zwischen den Stätten/Familien Schäfer/Kalk .  .  .  Nr. 24 und Hunke Nr. 13 gehen alle weiteren Kalkreuter-Generationen in Stapelage und später auch in Haustenbeck und anderswo hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrhunderte verläuft das Leben auf der Stätte nun in üblichen Bahnen, erst im 20. Jahrhundert kommt es zu großen Veränderungen. Während sein Vater sich noch als Weber um kärglichen Zuverdienst gemüht hat, ist der seit 1894 die Stätte bewirtschaftende Kötter August Kalkreuter jun. (1862 - 1940) Ziegler, und er hat 1892 auch eine Ziegelmeisterstochter,  Friederike Riesenberg, geheiratet. Der junge Kötter muss sieben Geschwister abfinden, neun eigene Kinder werden den Eheleuten bis 1914 geboren, die alle überleben. 1898 wird ein Anbau an das Wohnhaus auf der Stätte realisiert, der den jährlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark erhöht. Zu von den Eltern übernommenen Schulden kommen neue hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in reiferen Jahren, entschließen sich die Eheleute 1921 zu großen Veränderungen: Sie verkaufen im April des Jahres ihr Colonat Hörste Nr. 24 inclusive gesamtem toten und lebenden Inventar zum 1. September des Jahres für 97 000 Mark an den Ziegler und Colon Heinrich Schröder aus Lüerdissen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 61 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hypotheken werden übernommen, 60 000 Mark bis zur Übergabe bar bezahlt. Während die Motivation des Verkäufers August Kalkreuter klar erkennbar ist (Er erwirbt zeitgleich das Haus/die Stätte seines Schwiegervaters Wilhelm Riesenberg, Hörste Nr. 95, incl. Inventar und Ernte für 65 000 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt; Wilhelm Riesenberg war als Ziegelmeister nicht wie üblich techn. Betriebsleiter einer Ziegelei, sondern voll haftender Ziegelei-Unternehmer mit allen Chancen und Risiken dieser konjunkturabhängigen Branche. Er hatte nach der Jahrhundertwende mit einem Partner eine Ziegelei in Zehdenick (nördlich von Berlin an der Havel) übernommen und betrieb diese mit Söhnen und Schwiegersöhnen. Auch August Kalkreuter befand sich 1921 teils in Zehdenick. Denkbar (aber nicht belegt) ist, dass der Erlös des Immobiliengeschäftes in Hörste in den Betrieb in Zehdenick geflossen ist. (Vgl. auch Hörste Nr. 95) &amp;lt;/ref&amp;gt;), hält es den Käufer Heinrich Schröder nur begrenzte Zeit in Hörste. Von Gläubigern bedrängt schließt er im März 1924 einen Kaufvertrag  über seine Stätte mit Albrecht Tasche, Gutsbesitzer in Stapelage, ab. Während der Abwicklung dieses Vertrages kommt von ganz anderer Seite ein wohl deutlich lukrativeres Angebot für den Besitz. So verkaufen  im August desselben Jahres Schröder und Tasche gemeinsam die (bereits teils bezahlte) Stätte Nr. 24 schließlich für 20 000 Mark an die Stadt Herne.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 91 und Bl. 99 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Herne hat bereits Ende 1921 den Gebäudekomplex Hörste Nr. 54 (gegenüber der Kirche in Stapelage, ehemals Brüggemeier/Günter/Stapelager Krug) erworben und dort ein Kinderheim eingerichtet, das sie bis 1955 betreiben und dann an die Anstalt Eben-Ezer in Lemgo übertragen wird. Als dessen „Zweigstelle“/Erweiterung wird die Stätte Nr. 24 zwischen 1924 und 1937 genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1937 verkauft die Stadt Herne ihr knapp 10 ha großes Kolonat Nr. 24 (dabei allerdings 5,7 ha  „Senne“) für 12 500 Mark an den Privatier Fritz-Günther von Velsen in Wanne-Eickel. Das dem Kaufvertrag beigefügte Inventarverzeichnis verdeutlicht die von der Stadt Herne vorgenommene Umgestaltung der Gebäude zu einem Kinderheim: Zimmer Nr. 1 .  .  .  9 mit detailliertem Mobiliar etc..&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 114 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Velsen verkauft den größten Teil der Stätte im April 1941 wieder; Käufer ist Hermann Stork, neuer Gutsbesitzer in Stapelage, Kaufpreis 14 000 Mark. Ausgenommen vom Verkauf sind 5,7 ha Senne und außerdem „das Fachwerkhaus“ (die Leibzucht); von Velsen lässt sich dazu Rechte zur Nutzung als Wochenendhaus einräumen. Im Frühjahr 1959 verkauft v. Velsen die Sennefläche an die Bundesrepublik Deutschland (für Militärzwecke).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 143 ff &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1959 kommt schließlich ein Kaufvertrag über den letzten verbliebenen Besitz v. Velsens, die frühere Leibzucht der Stätte Nr. 24, zustande; Käufer des Hauses sind die Eheleute Herbert und Ursula Schmidt, die bereits im Vorjahr 1958 die übrige ehemalige Stätte Nr. 24 (Wohnhaus, Backhaus etc.), 1941 von Gut Stapelage gekauft und zwischenzeitlich (seit 1953) Eigentum eines Ehepaares Schwarzer,  übernommen haben und dort schon wohnhaft sind. Der Eigentümerwechsel 1953 hatte die neue Hausnummer 172 zur Folge, unter der der Schmidtsche Besitz —  die alte Hörster Stätte Nr. 24  — 1959 wieder zusammengeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wird ein Grundbuchauszug zu dem Besitz für die Brauerei Falkenkrug in Detmold angefordert .  .  .  die Zukunft des Hauses/der Stätte  als „Waldgasthaus  Bienenschmidt“ wirft ihre Schatten voraus.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284, Bl. 186 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:1941 Lageplan.jpg|mini|Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284]]&lt;br /&gt;
Ein Haus auf der Stätte wird erstmals 1685 im Salbuch explizit genannt. &#039;&#039;Starker Wildtfras&#039;&#039; wird dazu bzw. zur Stätte  als Nutzwert-mindernd angemerkt. &#039;&#039;1 Hauß mit Hofraum&#039;&#039; ist auch 1729 noch der ganze Gebäudebestand. 1752/53 wird vermerkt: &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. Ein Schoppe.&#039;&#039; Im Salbuch von 1781 ist dann zu demselben Bestand später ergänzt: &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;. Bei diesen Gebäuden bleibt es weitgehend im 19. Jahrhundert, schließlich wird bei Verkauf der Stätte als Bestand genannt: &#039;&#039;Wohnhaus, Backhaus, Leibzucht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das (alte) Wohnhaus (vgl. Fotos, 1930er. .  .  .  1950er Jahre ?) ist ein zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Brettergiebeln gewesen, wobei das Erdgeschoss Wohnräume enthält, das Obergeschoss mit lediglich zwei sehr kleinen Fenstern eher Bühnen-artige Räume vermuten lässt. Der Anbau auf dem winterlichen Foto rechts scheint ein Stall zu sein; 1896 ist ein Anbau am Wohnhaus realisiert worden, der den jährlichen steuerlichen Nutzwert des Hauses von 60 auf 105 Mark  —  also erheblich — erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212 &amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird sich um den Gebäudeteil auf dem winterlichen Foto links handeln, dessen Fenster größer sind und dessen First senkrecht zum Hauptfirst verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab/nach 1960 ist das alte Wohnhaus mit Stallanbauten teils abgetragen, teils zum Wohnhaus mit Gaststätte Bienenschmidt umgebaut worden. Das nicht mehr vorhandene Fachwerkhaus hat einst als Leibzucht der Stätte gedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
nicht bekannt&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1562 .  .  . 1590 genannt   Bartold vor dem Berge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1596  		Johann Schäfer († 1596)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1604 - 1636	Henrich Schäfer († 1635/36), ∞ um 1605 NN († 1635/36)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jost, * vor 1610, ∞ 1638 Witwe Sophie Weber u. wird Kötter auf Hörste Nr. 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anneken (Anna), * vor 1610, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 weitere Kinder, * nach 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1640 - 1651	Alhardt Hunke († 1651) von Hörste Nr. 13, ∞ (I) um 1640 Anna („Anneken“) Schäfer (vor 1610 - 1698), Anerbin in der Kalkreute; sie ∞ (II) 1652 Hermann Erfkamp aus Greste, der Interimskötter Schäfer in Stapelage/Kalkreute wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanß, * 1647, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann, * 1653, ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13; werden nach Eheschließung Einlieger auf Hörste Nr. 22 (Hilgenstöhler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cord, * 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ggfs. weitere, * nach 1656&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1652 - ca. 1675  Hermann Schäfer, geb. Erfkamp (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vermutet -  nicht belegt:)&lt;br /&gt;
ca. 1675 - ca. 1695  Hanß Schäfer (* 1647), ∞ um 1675 Gertrud im Hagen (1652 - 1741) aus dem Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon, * um 1675, 1703 lipp. Soldat, † nach 1729&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Elisabeth, * 1681, 2 x verheiratet, † als Witwe 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1695 - 1729	Johann Schäfer/Kalk (1653 - 1730), Bruder des vermutl. Vorgängers (s. o.), ∞ 1685 Anna Maria Hunke (* 1653) von Hörste Nr. 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine oder früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1729 - 1756	Johann Arend Hunke (1702 - 1756) von Hörste Nr. 13, ∞ 1729 Anna Catharina Schulte (1703 - 1773), „natürliche“ Tochter des Simon Kalk (vermutl. Nichte des vorangehenden Kötters)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Catharina, * 1734, ∞ 1760, wird Schmiedeskampsche in Stapelage, † 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Ilsabein, * 1736, konf. 1749&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Herrmann, * 1738, um 1760 hannov. Soldat im 7-jährigen Krieg, ∞ 1768 Justina Friederica Henriette Böger (1745 - 1824) aus Lage, um 1770 Scherenkrüger in Asemissen, 1781 Einl. in Hörste, ab 1788 Herrschaftlicher Wildabhetzer und Holzknecht in Haustenbeck, erwirbt dort 1808 sein (Forst-)Diensthaus, das zur Neuwohnerstätte Nr. 88 wird, † 1820 in Haustenbeck&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1740, ∞ 1767 Joh. Henrich Rebbe, zunächst Einl. im Stapelager Steinwerk, später Gründer der Stätte Hörste Nr. 34, † 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Ernst Christoph, * 1743, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 - 1764  Witwe Anna Cath. Schäfer, geb. Schulte, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 - 1798	Johann Ernst Christoph Schäfer (1743 - 1801) oder Kalkmann in der Kalkrey (Taufe 1743) oder Kalkreuter (Ehe 1764) oder Kalkreÿter in der Kalkreÿde (Begräbnis 1801), ∞ (I) 1764 Anna Maria Ilsabein Holste (1740 - 1779) aus Heidenoldendorf, ∞ (II) 1781 Anna Margaretha Elisabeth Büker (1757 - 1827) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Henrich, * 1764, † 1790 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Maria, * 1766, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph, * 1769, † 1770 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1770&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Ernst Wilhelm, * 1775, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töns Henrich, * 1778, † 1778 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Margaretha Elisabeth, * 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna Friederica Wilhelmina, * 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalia Luise, * 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Justus, * 1794, ∞ 1830 in Oerlinghausen, † 1858 (Selbstmord)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Sophie, * 1797&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798 - 1820	Friedrich Ernst Wilhelm Kalkreuter (1775 - 1820), ∞ 1798 Anne Marie Elisabeth Plaß (1768 - 1841) aus Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine, * 1798, † 1798 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amalie Wilhelmine, * 1801, ∞ 1825 in Augustdorf, † 1864 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August Wilhelm, * 1803, ∞ 1840 Justine Wilhelmine Henriette Hanning (1817 - 1894) von Hörste Nr. 55, werden Einl. u. Weber in Hörste, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanne Wilhelmine Friederike, * 1805, ∞ 1834 Berend Henrich Hanning, Erbkötter auf Hörste Nr. 55 u. Holzaufseher (1795 - 1854), † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Adolph, * 1808, † 1817 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820 - 1828	Witwe Anne Marie Elisabeth Kalkreuter, geb. Plaß, mit Kindern (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 - 1857	Ernst Wilhelm Kalkreuter (1799 - 1857), ∞ 1828 Amalie Luise Gaertner (1804 - 1889) von Augustdorf Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1829, † 1829 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diedrich August, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Wilhelm, * 1835, ∞ 1866 in Stap. Joh. Justine Eleonore Petersen (* 1847), gründen nach Eheschließung die Stätte Hörstmar Nr. 29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karoline Wilhelmine Henriette, * 1838, ∞ 1862 in Haustenbeck Simon Friedr. Christoph Plaß (1837 - 1892), Col. Haust. Nr. 91, † 1906 in Haust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Justine Wilh., * 1842, ∞ 1866 in Augustdorf Töns Friedrich Hermann Bent (1836 - 1916), † 1903 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Gottlieb, * 1847, ∞ 1872 Karoline Fried. Schmiedeskamp (1843 - 1886), nach Eheschließung Einl. u. Weber in Hörste, 1889 Landwirt in Währentrup Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 - 1894	Diedrich August Kalkreuter (1830 - 1906), Weber, ∞ (I) 1859 Wilhelmine Henriette Sielemann (1833 - 1870) von Augustdorf Nr. 18, ∞ (II) 1871 Dorothea Johanne Elisabeth Rehm (1848 - 1923) von Augustdorf Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Wilhelmine, * 1860, † 1882 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann August, * 1862, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelm, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelm Adolf, * 1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Wilhelmine Henriette, * 1872, ∞ 1895 Gustav Carl Gräser (1869 - 1957), † 1952 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriette Luise Johanne, * 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanne Luise Karoline (Lina), * 1875, ∞ 1904 in Augustdorf Friedr. Wilh. Steffen (1877 - 1936), † 1936 in Aug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auguste Marie Friederike, * 1877, † 1881 (Gehirnentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luise Johanne Dorothee, * 1880, † 1881 (Keuchhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Gottlieb, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Gottlieb, * 1885, † 1888 (Lungenentzündung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 - 1921	Hermann August Kalkreuter (1862 - 1940), Ziegler, ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 - n. 1959) aus Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Kinder, * 1893 .  .  . 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 - 1924   (durch Kauf) Heinrich Schröder, Col. u. Ziegler aus Lüerdissen (Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 - 1937  (durch Kauf) Stadt Herne (Eigentümer); Nutzung als Außenstelle des Kinderheimes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1937   (durch Kauf) Fritz-Günther von Velsen, Wanne-Eickel (Eigentümer); Gärtner Lockermann (Pächter bis 1948)&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Kalkreute (Hörste)]] [[Kategorie:Straßenkötter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgegebene Hausstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1941_Lageplan.jpg&amp;diff=65575</id>
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		<updated>2026-07-15T16:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Lageplan der Hofstelle Hörste Nr. 24: Wohnhaus rechts oben/nördlich, Backhaus links oben, Leibzucht links unten/südöstlich; 1941; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300284&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1855_Salbuch_H%C3%B6rste_Nr._24_LAV_NRW_OWL_L101CI_00131_0068.jpg&amp;diff=65570</id>
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		<updated>2026-07-15T15:43:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salbuch der Vogtei Lage, Eintrag zur Stätte Hörste Nr. 24, 1855, LAV NRW OWL, L 	101 C I Nr. 131&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1613_14_GoG_Schaffer_Henrich_OWL_L89A_00172_0239_beschnitten.jpg&amp;diff=65569</id>
		<title>Datei:1613 14 GoG Schaffer Henrich OWL L89A 00172 0239 beschnitten.jpg</title>
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		<updated>2026-07-15T15:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hörster Baur:(richter) wrogt (wruget = rügt) .  .  . Gogerichtsregister der Vogtei Lage 1613/14, LAV NRW OWL L 89 A Nr. 172, S. 234&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=65567</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=65567"/>
		<updated>2026-07-15T15:16:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste um 1800.jpg|mini|Hörste um 1800, Kartenausschnitt&amp;lt;br /&amp;gt;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte), &#039;&#039;Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[nahe Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = [[https://www.lippe-haeuser-wiki.de/wiki/Kolonat_30_(Hörste) Schapeler in der Senne]] (Wohnplatz Schapeler) (seit 1970 Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine/Standort heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===&lt;br /&gt;
* [[Kolonat (Hörste)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65499</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-07-14T07:57:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
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{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
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{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=65498</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-07-14T07:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613). &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Curatel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg|mini|Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 02.jpg|mini|Vor dem Schapelerhof, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217]]&lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:LAVNRWOWL_D72_Hunke_Heinrich_Nr_217_02.jpg&amp;diff=65497</id>
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		<updated>2026-07-14T07:51:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Haupthaus des Schapelerhofes, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:LAVNRWOWL_D72_Hunke_Heinrich_Nr_217_01.jpg&amp;diff=65496</id>
		<title>Datei:LAVNRWOWL D72 Hunke Heinrich Nr 217 01.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:LAVNRWOWL_D72_Hunke_Heinrich_Nr_217_01.jpg&amp;diff=65496"/>
		<updated>2026-07-14T07:48:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Schapelerhof vor dem Teutoburger Wald, um 1935, LAV NRW OWL, D 72 Hunke Nr. 217&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64981</id>
		<title>Stapelager Straße 49 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64981"/>
		<updated>2026-07-09T19:41:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Stapelager Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=49&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94747, 8.74416&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=095&lt;br /&gt;
}}Das hier stehende Haus Riesenberg ist eines der um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen repräsentativen Ziegelmeister-Häuser &amp;quot;auf dem Kreuze&amp;quot; (an der Stapelager Straße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Lage Bl. 3143, S. 120&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	&#039;&#039;&#039;Riesenberg, W., Ziegelmeister, Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteignungsurkunde 500w 06084736072.jpg|mini|Riesenberg, Behrens &amp;amp; Co., Ziegelei in Zehdenick/Krs. Templin  -  Enteignungsurkunde 1948]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hat offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz anstrebt. 1896 kauft er für 6000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ (zwischen Hörste und Stapelage) von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 lässt er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft ist, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hat. 1903 erwirbt Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wilhelm Riesenberg gehört zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten, schließlich Ziegelei-Pächter oder gar Ziegelei-Besitzer wurden. Er übernimmt mit Partner(n) irgendwann in den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick/Krs. Templin (nördlich von Berlin an der Havel) und betreibt diese unter dem Namen Riesenberg &amp;amp; Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kr. Templin) weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er arbeitet dort,  unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hält sich meistens dort auf und verstirbt 1929 auch dort. Die Ziegelei wird 1948 enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Stätte in der Heimat  -  Hörste Nr. 95  -  überträgt Wilhelm Riesenberg 1921 käuflich an seinen Schwiegersohn August Kalkreuter, der dort mit seiner großen Familie lebt. Wilhelm Riesenberg behält sich dabei eine Leibzucht vor, die er aber kaum nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren erfasst der Strukturwandel auch die ehemalige Stätte Nr. 95. Wo zuvor (Selbstversorgungs-)Landwirtschaft betrieben wurde, entstehen zahlreiche neue Häuser (heute Kolpingstraße, Lutherweg etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - das alte Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, Straßenansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - Innenhof Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, rückwärtige Ansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufenständiges repräsentatives zweigeschossiges Bruchsteinhaus mit aufgeputzten Ecksteinen und Fensterlaibungen, Giebel zur Straße und Rundbogenfenstern; rückwärtig Wirtschaftstrakt für landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Im Giebel das Baujahr des Hauses (&#039;&#039;&#039;1897&#039;&#039;&#039; ?), über dem Eingang Inschrift (nicht lesbar wegen Unschärfe des Fotos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit der aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896/97 – 1921  Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1921 – 1940  August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893  .  .  .  1914&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64704</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64704"/>
		<updated>2026-07-06T12:38:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg|mini|Kuratel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864]]&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1864_Curatel_Wilhelm_Schapeler_beschnitten2.jpg&amp;diff=64703</id>
		<title>Datei:1864 Curatel Wilhelm Schapeler beschnitten2.jpg</title>
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		<updated>2026-07-06T12:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kuratel-Anordnung Wilhelm Schapeler, Fürstl.-Lipp. Reg.- u. Amtsblatt v. 5.11.1864&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64700</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64700"/>
		<updated>2026-07-06T11:47:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist offenbar schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Er wird 1864 wegen schlechter Wirtschaftsführung unter Kuratel gestellt. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64266</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-30T21:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kolonat (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=30&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64265</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-30T21:30:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Kolonat (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=30&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Einfahrgiebel.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Einfahrgiebel des Haupthauses, 1907, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Traufseite.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler Kötterhaus oder LZ.jpg|mini|Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-06-30T21:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Schapeler in der Senne: Leibzucht oder Kötterhaus ?, 19xx, Sammlung Olaf Biere&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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	<entry>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;Schapeler in der Senne: Traufseite des Haupthauses, 19xx, Sammlung Olaf Biere&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdworthstra%C3%9Fe_43_%E2%80%93_45_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64232"/>
		<updated>2026-06-30T14:45:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Südworthstraße   (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=45&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94132, 8.73363&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=055&lt;br /&gt;
}}Hier befand sich ursprünglich die Erbkötter- und Neuwohnerstätte Hanning, teils auch als Gutsförsterei bezeichnet. Später wurde die Stätte zu &amp;quot;Cafe Laura&amp;quot;, dann nach dem Krieg ab 1957 zum Kinderheim Eben-Ezer. Die historische Hausnummer dieses Anwesens ist 55.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abschiedsfeier der Klasse im Cafe Laura 1937.jpg|mini|Schulklassen-Abschiedsfeier im Cafe Laura 1937 (rechts Lehrer Saaksmeier), aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf Cafe Laura Kopie.jpg|mini|Blick auf Cafe Laura / Kinderheim Eben-Ezer (1960er Jahre ?), aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte mit der späteren Hausnummer 55 hat eine Vorgeschichte als Binnenkotten des Meierhofes Stapelage. Der Zweck dieses Kottenbaues ist an der länger als ein Jahrhundert stets ähnlichen Berufsbezeichnung der Kötter auf der Stätte erkennbar: Sie waren &#039;&#039;Holzaufseher, Verwalter, Förster, Forstaufseher&#039;&#039; u. ä.. Für diese Aufgabe ist der Ort, wo der Hauptzugangsweg in die Stapelager Berge (Südworthstraße) in den Wald eintritt, sicherlich prädestiniert. Hier ist bald nach 1800 ein Kotten des Meierhofes entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der erste Pächter/Bewohner Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Hanning (1766 – 1834) wird bei seiner Eheschließung 1792 und vier folgenden Kindtaufen bis 1805 noch als Einlieger in Hörste bezeichnet, erstmals Anfang 1807 bei einer weiteren Taufe dann als &#039;&#039;Neuwohner in Stapelage&#039;&#039;. Bei seiner zweiten Eheschließung 1813 wird er dann als &#039;&#039;Hermann Henrich Hanning, Erbkötter auf dem Meyer Colonat zu Stapelage&#039;&#039; bezeichnet, bei weiteren Taufen 1814 als &#039;&#039;Neuwohner und Administrator des Meyerhofes&#039;&#039;, 1817 einfach als J&#039;&#039;ohann Hermann Henrich Hanning aufm Pferdekamp&#039;&#039;, 1822 als &#039;&#039;Verwalter hier aufm Meyerhofe&#039;&#039; und schließlich 1828 als &#039;&#039;Erbkötter auf No. 1&#039;&#039;. Im Begräbnis-Eintrag 1834 wird er &#039;&#039;der Leibzüchter auf der Hanningschen Erbpachtstätte zur Südworth oder dem großen Pferdecampe bei Stapelage&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1781&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; in der ursprünglichen Fassung werden unter Meier zu Stapelage fünf (alte) zum Meierhof gehörige Kotten mit Namen der Erbpächter und Hausnummern genannt (S. 875); später ist darunter nachgetragen: &#039;&#039;noch 2 binnen Kotten&#039;&#039;. Offenbar gibt es um 1800 eine starke Nachfrage nach solchen Stätten. Es wird schließlich im Eintrag zum Meierhof (S. 869) verwiesen auf einen Anhang/Nachtrag mit weiteren sieben Binnenkotten (S. 985/986), deren letzter Hermann Hanning ist. Dazu heißt es: &#039;&#039;7. Hermann Hanning N. 1. b. Hörste hat in Erbpacht von dem großen Pferdekampe  . . . 5 Schfs. Land und  . . .  ein Stück Wiese, einen Haus- und Hofplatz in der daran gehenden Südworth, die Hude für 2 Kühe und 2 Rinder  . . .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Salbuch von 1855 werden alle 12 Kotten des Meierhofes („&#039;&#039;in Erbpacht gegebene Stätten&#039;&#039;“) mit Namen und Hausnummern aufgeführt  -  als letzter  &#039;&#039;12. Hanning Nr. 55&#039;&#039;. Die Stätte Nr. 55 wurde aber bereits 1846 im Salbuch (von 1829) nachgetragen:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 119, S. 1762&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Nr. 55 Hanning, ein Neuwohner und Straßenkötter, ist ein Erbpächter des Meier zu Stapelage, besitzt (I) ein Wohnhaus, (II) 7 Schfls. Land . . . , prästiert: . . . dem Meier zu Stapelage 1) von den Grundstücken per Schfls. jährlich auf Michael 2 Rthlr, 2) 9 Handdienste in der Erndte . . ., 3) bei Veränderung des Colonats vom Erbpächter eine Pistole&#039;&#039; (Goldstück zu 5 Taler) &#039;&#039;und von dessen Ehefrau eine halbe Pistole&#039;&#039;. Die mehr als hundert Jahre währende Arbeit der Hannings für den (ehemaligen) Grundherrn in Wald und Forst ist also nicht unmittelbar an das Erbpachtverhältnis gekoppelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Veränderungen auf der kleinen Stätte am Walde treten um 1930 ein; in einem Rechtsstreit um eine Schankerlaubnis für ein anderes Lokal beschreibt Rechtsanwalt Brandes in Detmold Anfang 1932 die vorhandene Gastro-Szene in Hörste: . . . &#039;&#039;Ausserdem hat vor etwa 2 Jahren der Eigentümer der alten Gutsförsterei Stapelage, Hanning, Vollkonzession erhalten; hier wird im wesentlichen nur Sommerwirtschaft betrieben.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das neue Lokal namens „Café Laura“ wendet sich nicht nur an Sommergäste, auch Tanzveranstaltungen für einheimisches Publikum finden dort sonntags nachmittags in den 1930er Jahren statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1950er Jahre eröffnet sich eine neue Perspektive für das Anwesen Nr. 55: Die Stiftung „Anstalt Eben-Ezer“ in Lemgo hat das Haus „Stapelager Krug“, ehemals Günther Nr. 54, 1955 erworben und dort ein Behindertenheim eingerichtet. Es besteht von dieser Seite weiterer Bedarf, und so kauft Eben-Ezer 1957 auch das „Café Laura“ / die alte Gutsförsterei Stapelage. Bis heute besitzt und nutzt Eben-Ezer das mehrfach umgebaute und erweiterte Anwesen am Waldesrand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1805 – 1828	(Johann) &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Hanning (1766 – 1834), ab ca. 1805 Erbpächter u. Verwalter a. d. Meierhof, zuvor Einl. in Hörste, ∞ (I) 1792 Anne Catharine Elisabeth Hillbrink aus Hörste (1764 – 1812), ∞ (II) 1813 Wilhelmine Florentine Mellies aus Hiddesen (1788 – 1852)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   [Amalia Elisabeth, * 1793, † 1798] (nicht auf Stätte Nr. 55 gelebt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Berend Henrich, * 1795,	Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Amalia Catharina Ilsabein, * 1798&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Töns Henrich, * 1803, wird Neuwohner Hörste Nr. 48, † 1886&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Joh. Friedrich Adolph, * 1807, † 1868 in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friderich Wilhelm, * 1814, kauft Stätte Warweg, Billinghausen Nr. 30, † 1886&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Justine Wilhelmine Henriette, * 1817, † 1894 a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Carl Henrich Ludwig, * 1822, † 1845 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich August, * 1828, ∞ 1853, wird Einl. a. d. Röde, Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 – 1854	Berend Henrich Hanning (1795 – 1854), Erbkötter u. Holzaufseher, ∞ (I) 1821 Christine Elisabeth Rügener aus Schlangen (1792 – 1827), ∞ (II) 1828 Wilhelmine Florentine Luise Barkemeier von Billinghausen Nr. 8 (1802 – 1833), ∞ (III) 1834 Johanne Wilhelmine Friederike Kalkreiter modo Schäfer aus Stapelage (1805 - 1867)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1823, Weber, wird Col. Strate Nr. 39 in Hörste, später Colon Nr. 70 in Hörste, † 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Ludwig Wilhelm, * 1826&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Ernst Gottlieb, * 1830, wird 1859 Einl. in Hörstmar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Johanne Karoline, * 1833, wird vor 1866 Colona Mellies in Helpup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1835, † 1835&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Diedrich Wilhelm, * 1837, Ziegler, ledig, † 1909 als Einl. auf Hörste Nr. 70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friederike Wilhelmine Justine, * 1839, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Simon Ludwig, * 1841, † 1841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNw, * 01/1842 (tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friederike Wilhelmine, * 12/1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1845 (tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friedrich Adolf, * 1846, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1848	(tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Karl Friedrich, * 1850, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 – 1880	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Hanning I (1821 – 1880), Colon und Förster,  ∞ 1854 Hanna Karoline Wilhelmine Limberg aus Pivitsheide VL (1828 – 1905)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1855, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	&amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1858	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1922	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Hanning II (1855 – 1922), Erbpächter und Förster, ∞ 1882 Wilhelmine Justine Beermann (1856 – 1924)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Luise Wilhelmine, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Karl August Dietrich, * 1884, Ziegelmeister, † 1914 im Feldlazarett Nr. 10 bei Lodz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Auguste Johanne, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August Gottlieb, * 1888,	Anerbe, Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 – 1957	&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August Gottlieb Hanning, * 1888, Colon und Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 55 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ):    	1  (Meier zu Stapelage)  . . .   &lt;br /&gt;
			Einl. Berend H: Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 	55 (Stapelage) Hanning, August, Förster. &lt;br /&gt;
		     	Wächter, Friedrich, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 	55 (Stapelage) Hanning, Wilh., Kol.;&lt;br /&gt;
		     	Wächter, Fritz sen., Ziegler; &lt;br /&gt;
		     	Wächter, Fritz jun., Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Südworthstraße (Hörste)]] [[Kategorie:Neuwohner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdworthstra%C3%9Fe_43_%E2%80%93_45_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64177</id>
		<title>Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdworthstra%C3%9Fe_43_%E2%80%93_45_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64177"/>
		<updated>2026-06-30T11:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Südworthstraße   (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=45&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94132, 8.73363&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=055&lt;br /&gt;
}}Hier befand sich ursprünglich die Erbkötter- und Neuwohnerstätte Hanning, teils auch als Gutsförsterei bezeichnet. Später wurde die Stätte zu &amp;quot;Cafe Laura&amp;quot;, dann nach dem Krieg ab 1957 zum Kinderheim Eben-Ezer. Die historische Hausnummer dieses Anwesens ist 55.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abschiedsfeier der Klasse im Cafe Laura 1937.jpg|mini|Schulklassen-Abschiedsfeier im Cafe Laura 1937 (rechts Lehrer Saaksmeier), aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf Cafe Laura Kopie.jpg|mini|Blick auf Cafe Laura / Kinderheim Eben-Ezer (1960er Jahre ?), aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stätte mit der späteren Hausnummer 55 hat eine Vorgeschichte als Binnenkotten des Meierhofes Stapelage. Der Zweck dieses Kottenbaues ist an der länger als ein Jahrhundert stets ähnlichen Berufsbezeichnung der Kötter auf der Stätte erkennbar: Sie waren &#039;&#039;Holzaufseher, Verwalter, Förster, Forstaufseher&#039;&#039; u. ä.. Für diese Aufgabe ist der Ort, wo der Hauptzugangsweg in die Stapelager Berge (Südworthstraße) in den Wald eintritt, sicherlich prädestiniert. Hier ist bald nach 1800 ein Kotten des Meierhofes entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der erste Pächter/Bewohner Johann &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Hanning (1766 – 1834) wird bei seiner Eheschließung 1792 und vier folgenden Kindtaufen bis 1805 noch als Einlieger in Hörste bezeichnet, erstmals Anfang 1807 bei einer weiteren Taufe dann als &#039;&#039;Neuwohner in Stapelage&#039;&#039;. Bei seiner zweiten Eheschließung 1813 wird er dann als &#039;&#039;Hermann Henrich Hanning, Erbkötter auf dem Meyer Colonat zu Stapelage&#039;&#039; bezeichnet, bei weiteren Taufen 1814 als &#039;&#039;Neuwohner und Administrator des Meyerhofes&#039;&#039;, 1817 einfach als J&#039;&#039;ohann Hermann Henrich Hanning aufm Pferdekamp&#039;&#039;, 1822 als &#039;&#039;Verwalter hier aufm Meyerhofe&#039;&#039; und schließlich 1828 als &#039;&#039;Erbkötter auf No. 1&#039;&#039;. Im Begräbnis-Eintrag 1834 wird er &#039;&#039;der Leibzüchter auf der Hanningschen Erbpachtstätte zur Südworth oder dem großen Pferdecampe bei Stapelage&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1781&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; in der ursprünglichen Fassung werden unter Meier zu Stapelage fünf (alte) zum Meierhof gehörige Kotten mit Namen der Erbpächter und Hausnummern genannt (S. 875); später ist darunter nachgetragen: &#039;&#039;noch 2 binnen Kotten&#039;&#039;. Offenbar gibt es um 1800 eine starke Nachfrage nach solchen Stätten. Es wird schließlich im Eintrag zum Meierhof (S. 869) verwiesen auf einen Anhang/Nachtrag mit weiteren sieben Binnenkotten (S. 985/986), deren letzter Hermann Hanning ist. Dazu heißt es: &#039;&#039;7. Hermann Hanning N. 1. b. Hörste hat in Erbpacht von dem großen Pferdekampe  . . . 5 Schfs. Land und  . . .  ein Stück Wiese, einen Haus- und Hofplatz in der daran gehenden Südworth, die Hude für 2 Kühe und 2 Rinder  . . .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Salbuch von 1855 werden alle 12 Kotten des Meierhofes („&#039;&#039;in Erbpacht gegebene Stätten&#039;&#039;“) mit Namen und Hausnummern aufgeführt  -  als letzter  &#039;&#039;12. Hanning Nr. 55&#039;&#039;. Die Stätte Nr. 55 wurde aber bereits 1846 im Salbuch (von 1829) nachgetragen:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 119, S. 1762&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;Nr. 55 Hanning, ein Neuwohner und Straßenkötter, ist ein Erbpächter des Meier zu Stapelage, besitzt (I) ein Wohnhaus, (II) 7 Schfls. Land . . . , prästiert: . . . dem Meier zu Stapelage 1) von den Grundstücken per Schfls. jährlich auf Michael 2 Rthlr, 2) 9 Handdienste in der Erndte . . ., 3) bei Veränderung des Colonats vom Erbpächter eine Pistole&#039;&#039; (Goldstück zu 5 Taler) &#039;&#039;und von dessen Ehefrau eine halbe Pistole&#039;&#039;. Die mehr als hundert Jahre währende Arbeit der Hannings für den (ehemaligen) Grundherrn in Wald und Forst ist also nicht unmittelbar an das Erbpachtverhältnis gekoppelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Veränderungen auf der kleinen Stätte am Walde treten um 1930 ein; in einem Rechtsstreit um eine Schankerlaubnis für ein anderes Lokal beschreibt Rechtsanwalt Brandes in Detmold Anfang 1932 die vorhandene Gastro-Szene in Hörste: . . . &#039;&#039;Ausserdem hat vor etwa 2 Jahren der Eigentümer der alten Gutsförsterei Stapelage, Hanning, Vollkonzession erhalten; hier wird im wesentlichen nur Sommerwirtschaft betrieben.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.10 Nr. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das neue Lokal namens „Café Laura“ wendet sich nicht nur an Sommergäste, auch Tanzveranstaltungen für einheimisches Publikum finden dort sonntags nachmittags in den 1930er Jahren statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1950er Jahre eröffnet sich eine neue Perspektive für das Anwesen Nr. 55: Die Stiftung „Anstalt Eben-Ezer“ in Lemgo hat das Haus „Stapelager Krug“, ehemals Günther Nr. 54, 1955 erworben und dort ein Behindertenheim eingerichtet. Es besteht von dieser Seite weiterer Bedarf, und so kauft Eben-Ezer 1957 auch das „Café Laura“ / die alte Gutsförsterei Stapelage. Bis heute besitzt und nutzt Eben-Ezer das mehrfach umgebaute und erweiterte Anwesen am Waldesrand.&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1805 – 1828	(Johann) &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Henrich Hanning (1766 – 1834), ab ca. 1805 Erbpächter u. Verwalter a. d. Meierhof, zuvor Einl. in Hörste, ∞ (I) 1792 Anne Catharine Elisabeth Hillbrink aus Hörste (1764 – 1812), ∞ (II) 1813 Wilhelmine Florentine Mellies aus Hiddesen (1788 – 1852)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   [Amalia Elisabeth, * 1793, † 1798] (nicht auf Stätte Nr. 55 gelebt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Berend Henrich, * 1795,	Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Amalia Catharina Ilsabein, * 1798&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Töns Henrich, * 1803, wird Neuwohner Hörste Nr. 48, † 1886&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Joh. Friedrich Adolph, * 1807, † 1868 in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friderich Wilhelm, * 1814, kauft Stätte Warweg, Billinghausen Nr. 30, † 1886&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Justine Wilhelmine Henriette, * 1817, † 1894 a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Carl Henrich Ludwig, * 1822, † 1845 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich August, * 1828, ∞ 1853, wird Einl. a. d. Röde, Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 – 1854	Berend Henrich Hanning (1795 – 1854), Erbkötter u. Holzaufseher, ∞ (I) 1821 Christine Elisabeth Rügener aus Schlangen (1792 – 1827), ∞ (II) 1828 Wilhelmine Florentine Luise Barkemeier von Billinghausen Nr. 8 (1802 – 1833), ∞ (III) 1834 Johanne Wilhelmine Friederike Kalkreiter modo Schäfer aus Stapelage (1805 - nach 1854)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 3 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1823, Weber, wird Col. Strate Nr. 39 in Hörste, später Colon Nr. 70 in Hörste, † 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Ludwig Wilhelm, * 1826&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Ernst Gottlieb, * 1830, wird 1859 Einl. in Hörstmar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Johanne Karoline, * 1833, wird vor 1866 Colona Mellies in Helpup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1835, † 1835&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Diedrich Wilhelm, * 1837, Ziegler, ledig, † 1909 als Einl. auf Hörste Nr. 70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friederike Wilhelmine Justine, * 1839, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Simon Ludwig, * 1841, † 1841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNw, * 01/1842 (tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friederike Wilhelmine, * 12/1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1845 (tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Friedrich Adolf, * 1846, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	NNm, * 1848	(tot geboren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Karl Friedrich, * 1850, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 – 1880	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Hanning I (1821 – 1880), Colon und Förster,  ∞ 1854 Hanna Karoline Wilhelmine Limberg aus Pivitsheide VL (1828 – 1905)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1855, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	&amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1858	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1922	Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Hanning II (1855 – 1922), Erbpächter und Förster, ∞ 1882 Wilhelmine Justine Beermann (1856 – 1924)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Luise Wilhelmine, * 1883&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Karl August Dietrich, * 1884, Ziegelmeister, † 1914 im Feldlazarett Nr. 10 bei Lodz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 		Auguste Johanne, * 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 	&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August Gottlieb, * 1888,	Anerbe, Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 – 1957	&amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August Gottlieb Hanning, * 1888, Colon und Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 55 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ):    	1  (Meier zu Stapelage)  . . .   &lt;br /&gt;
			Einl. Berend H: Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 	55 (Stapelage) Hanning, August, Förster. &lt;br /&gt;
		     	Wächter, Friedrich, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 	55 (Stapelage) Hanning, Wilh., Kol.;&lt;br /&gt;
		     	Wächter, Fritz sen., Ziegler; &lt;br /&gt;
		     	Wächter, Fritz jun., Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Südworthstraße (Hörste)]] [[Kategorie:Neuwohner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64094</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-29T18:48:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=64093</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-29T16:55:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=-&lt;br /&gt;
|Hausnummer=-&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92953, 8.70252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“), ehemals [[Hörste]] Nr. 30, war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrock (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne,&#039;&#039; &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 &amp;lt;/ref&amp;gt; und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv [https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Erpernburg Erpernburg] HS 143]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrave.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63734</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-27T15:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Am Schapeler Hof01.jpg|thumb|Am Schapeler Hof, 2004, Wikimedia Commons]]&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv Erpenburg HS 143]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrawe.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63720</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-27T08:33:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg|mini|Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv Erpenburg HS 143]]&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrawe.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Schapeler_1821_beschnitten.jpg&amp;diff=63719</id>
		<title>Datei:Schapeler 1821 beschnitten.jpg</title>
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		<updated>2026-06-27T08:31:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hof Schapeler in der Senne; Skizze des Friedrich C. D. von und zu Brenken, 1821, LWL-Archivamt, Archiv Erpenburg HS 143&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63655</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63655"/>
		<updated>2026-06-26T11:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg|mini|Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227]]&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg|mini|Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrawe.com]]&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Grabstein_Schapeler_USA_99086353_135075042051.jpg&amp;diff=63654</id>
		<title>Datei:Grabstein Schapeler USA 99086353 135075042051.jpg</title>
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		<updated>2026-06-26T11:00:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Grab- bzw. Gedenkstein für die Eheleute Friederike Tiemann (1812 - 1879) und Hermann Schapeler (1811 - 1866) in Missouri/USA, www.findagrawe.com&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1839_Bienen_Warnung_OWL_L77A_00227_0042.jpg&amp;diff=63653</id>
		<title>Datei:1839 Bienen Warnung OWL L77A 00227 0042.jpg</title>
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		<updated>2026-06-26T10:57:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Warnung vor den Bienen auf dem Schapeler in der Senne, 1839, LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 227&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63644</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63644"/>
		<updated>2026-06-25T18:42:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; LWL-Archivamt,Archiv Erpenburg, HS 143. Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63643</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-25T17:18:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Über die frühen, 1623 niedergebrannten Gebäude ist nichts bekannt. Zwischen 1660 und 1685 entstanden neue Gebäude, die aber offenbar so unzulänglich waren, dass bereits eine Generation später ein neues großes Haus her musste. Hierüber wurde 1710 derart (über das Bauholz und anderes) gestritten, dass Beschreibung und (vorgeblicher ?) Verwendungszweck des neuen Hauses gerichtlich protokolliert sind: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42 &amp;lt;/ref&amp;gt; .  .  .  &#039;&#039;daß errichtete Häußgen von 15 biß 16 Fuß in der Breite, in der Länge aber 40 fuß ohngefehr .  .  . , die geringen 10 Speren&#039;&#039; (Sparren) &#039;&#039;sind dem Augenmaß nach von 10 fuß hoch, der Vordertheil desselben ist zur Ein- und Ausfahrt, quer durch das Hintertheil aber zur Wohnung apliciret und  .  .  . wozu das Haus ?  .  .  .  einen Einlieger darin setzen und den Rest zur Stallung einiger Schaafe gebrauchen wolte&#039;&#039;  .  .  .  1710 wurde also ein typisches Längsdielenhaus auf dem Schapeler errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Messbuch von 1730 erfasst Feldmesser Friemel a) &#039;&#039;Schapelers Hoff mit 4 gebäu&#039;&#039; und b) &#039;&#039;der Immenstandt&#039;&#039;. In den Salbüchern 1752/53 und 1781 wird aufgeschlüsselt: 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch etwas näher an den tatsächlichen Gebäudebestand vor 200 Jahren führt möglicherweise eine 1821 gefertigte Skizze der Hofanlage Schapeler mit erläuternder Legende (vgl. Abbildung).&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 843 / LWL-Dokumentation, Nr. 843/0016  Das historische (Reise-)Tagebuch des Friedrich C. D. von und zu Brenken (1790 - 1867) über eine  .  .  .  Reise durch  .  .  . Westphalen .  .  .  und benachbarte Gebiete gibt den Eindruck des Autors von seinem Besuch auf dem Schapelerhof  am 13. Mai 1821 wieder. &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren damals vorhanden: das (1807 errichtete ?) Wohnhaus des Hofbesitzers, zwei kleine Einliegerhäuser, ggfs. auch als Leibzucht nutzbar (eines davon 1813 erbaut), dazu jeweils ein Schweinestall, außerdem ein Backhaus und eine Hütte für den Bienenwärter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus den Anfangsjahren der Ära Krecke sind kleinere Baumaßnahmen belegt: Umbau Schuppen zur Scheune (1911), Stallanbau an Wohnhaus (1914), Neubau Schweinestall (1916).&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leibzucht des Hofes wurde 1957 abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 112, S. 118 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63629</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-25T14:34:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Evenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
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{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kolonat_30_(H%C3%B6rste)&amp;diff=63608</id>
		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-25T10:16:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, er wurde - wohl wegen des Schlüsselwortes &amp;quot;Ewenhausen&amp;quot; - von den Heimatfreunden Leopoldshöhe im Sauerland erworben, restauriert und 2021 im Heimathof Leopoldshöhe wieder aufgestellt. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-25T10:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr steht dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, restauriert und 2021 wieder aufgestellt worden im Heimathof Leopoldshöhe. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Kolonat 30 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-06-25T10:00:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.929533, 8.702521&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Schapeler&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Hof Schapeler (zugleich auch Wohnplatz „auf dem Schapeler“) war ein Gehöft in extremer Alleinlage zwischen Hörste bzw. Stapelage (ca. 4 bzw. 3 km Luftlinie), Stukenbrok (ca. 4 km Luftlinie) und der heutigen Südstadt Oerlinghausen ( ebenfalls ca. 4 km Luftlinie). Die Entstehung gerade an diesem absolut einsamen Ort ist einer geologischen Besonderheit geschuldet: Mitten in der weiten Sennelandschaft  -  einem Meer von äußerst unfruchtbarem Sand  -  ragt um „den Schapeler“ einer Insel gleich schwerer, das Wasser haltender Boden an die Oberfläche, so dass hier  -  aber nur hier  -  halbwegs auskömmlicher Ackerbau in der Senne möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehemalige Kötterstätte des Gutes Stapelage gehörte die Stätte Schapeler Zeit ihres Bestehens (vor 1600 – 1962) zur Bauerschaft Hörste-Stapelage, während ihr Ort danach (1970) mit der Stapelager Senne nach Augustdorf umgemeindet wurde. Als Hörster Stätte wurde der Sennehof Schapeler ab 1766 unter der Hausnummer 30 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Schatzregister der Vogtei Lage von 1603 findet sich eine Kategorie neuerer, gewissermaßen nachgetragener Stätten unter dem Titel &#039;&#039;Köeterß seins Ao&#039;&#039; (15)&#039;&#039;90 vnnd&#039;&#039; (15)&#039;&#039;98 gefunden, vf den Schatz gesetzet.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 8 &amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter sind Stätten in allen Dörfern der Vogtei, besonders aber unter &#039;&#039;Hoerste&#039;&#039; zu finden. Diese sind größtenteils Neuwohner auf der Lagischen Pivitsheide, daneben aber auch einige auf Hörster Gebiet, unter anderem findet sich hier die Angabe &#039;&#039;Seuen achter dem berge --- 10 ½ gr&#039;&#039;. Für andere der hier aufgeführten Hörster Stätten lässt sich nachweisen, dass sie bereits mehrere Jahrzehnte bestehen, als sie 1603 erstmals schatzpflichtig werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. Hörste Nr. 25 und Nr. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1604 wird ein für eine jüngere Stätte relativ großer Viehbestand bei &#039;&#039;Seuwen achterm berg&#039;&#039; angegeben: 5 Kühe, 3 Rinder, 1 Kalb, 2 Schweine, 10 Schafe und 9 Lämmer.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1423, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird die Stätte &#039;&#039;Seuen hinder dem Berge&#039;&#039; in der Volkszählung 1609 als &#039;&#039;arm&#039;&#039; bezeichnet; zu dieser Zeit leben dort der Kötter mit Frau, die offenbar kinderlos sind, und zwei Einliegerinnen mit zwei Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 heißt es zu der Stätte: &#039;&#039;Seuwen hinder dem Berge, vff des Mejers zur Staplage gewelde, gehorrt denen von Brincke, die fraw ist freÿ, Dienst kumpt dem Meÿer zur, Landtschatz ---- 5 gl.&#039;&#039; Die Stätte ist also eine Kötterstätte des Meierhofes Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach unauffälliger Nennung in Schatzregistern 1616, 1618, 1619, 1620 und 1622 dann die einschneidende Veränderung; im Landschatzregister 1625 erscheint erstmals ein Zusatz: &#039;&#039;Sewen achterm berge, abgebrandt vndt nicht weder erbauwedt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1423 u. Nr. 1424&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1646 wird die Stätte mehrfach mit der Anmerkung a&#039;&#039;bgebrandt, gantz wegh&#039;&#039; oder i&#039;&#039;tzo aber wegh&#039;&#039; gekennzeichnet, danach erscheint der Stättenname &#039;&#039;Se&#039;&#039;(u)&#039;&#039;wen hinder/achter dem Berge&#039;&#039; nicht mehr in Registern und anderen Archivalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Stätte &#039;&#039;Seuwen achter dem Berge&#039;&#039; im Sommer 1623 bei großen Truppendurchzügen von Ost nach West (zuerst Armee des Christian von Braunschweig, dann verfolgend eine kaiserliche Armee unter Tilly) niedergebrannt worden. In diesem Rahmen kam es im Juli 1623 auch zu einer brutalen Verwüstung der nahen Dorfschaft Oerlinghausen. Hierzu liegt ein Beschwerdeschreiben des lippischen Grafen an den kaiserlichen Heerführer Tilly vom 24. Juli 1623 vor, in dem es heißt: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 56 Nr. 10 &amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;daß dero Armee meine Graffschafft vorbei paßieren solle, derowegen thue gegen dieselbige Ich mich dienstfreundtlich bedanken, ich mag aber E: Exelz: darbeÿ nicht verhalten, daß unerachtet dero ungezweiffelten ernsten Befehls, gleichwoll viell vnderschiedtliche eintzelichte Trouppen beÿ 10, 20, auff hundert vnndt darüber häuffigs herein geritten vndt sonderlich im Kirspell Orlinghausen die arme Leuthe, die neben anderen biß dahero zu Underhaltung des Lindtloischen gantzer siebenzehn Wochen in dieser Graffschafft einlogierten Regiments alle das Ihrige vndt waß sie müsten darzu entlehnen vndt auffbringen können, gehorsamb vndt willig dargeschoßen vndt also deßwegen  zu Ihr vndt der Ihrigen nottwendiger Alimentation fast nichts behalten, überfallen, Häuser, Mühlen, Höfe, Fenster vndt Thüren mit Gewaldt auß vndt auffgeschlagen, waß noch vbrigs gewesen darauß genommen, alles Haußgeräth, Kisten vndt Kasten in Stücke zerschlagen, auch die Leuthe jämmerlich verwundet vndt beleidigtt, die Kirchen auffgebrochen, ja auch, welches aber doch dießer Örter vnerhört vndt abscheulich, der Todten Gräber nicht geschonet, die Sarke vndt Leichnam herauß genommen vndt alles waß irgendtwo in Kirchen vndt Häusern zu finden, geplündert vndt mitgenommen haben. Vndt ob man woll nicht eigentlich wißen kan(n), wer eines nach dem anderen gethan, ist doch der Obrist Nivenheimb umb Mitternacht in gedachtes Örlinghausen gefallen, vnndt hatt alles waß da vorhanden gewesen, außgeplündert vnndt weggeführt. Was nun aber solcher großer Frevel, Gewaldt, Muthwill vnndt Schade gantz unverantwortl: vnndt erbarmlich,  .  .  .&#039;&#039; Der Landesherr stand dem voranschreitenden dreißigjährigen Krieg mehr oder weniger hilflos gegenüber; so wird in den 1640er Jahren zu einer ganzen Gruppe von mehreren Hörster Stätten vermerkt: &#039;&#039;gantz wegh.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Familienname und/oder als Orts- bzw. Wohnplatzbezeichnung („auf´m Schapeler“) taucht &#039;&#039;Schapeler&#039;&#039; in Hörste ebenfalls ab 1603/04 auf  -  dies allerdings zunächst nicht in einem erkennbaren Zusammenhang mit &#039;&#039;Seuwen hinter dem Berge&#039;&#039;. Uneheliche Schwangerschaften wurden als Unpflicht in Gogerichten mit Bußgeld geahndet; in den Registern findet sich: &#039;&#039;Engelke uffm Schapeler vnd Berend vfm Bockel&#039;&#039; (1603/04) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 226 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Bartoldt Rykehoff primo vnd Anna Ihm Schapeler primo&#039;&#039; (1607/08) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 287 &amp;lt;/ref&amp;gt;  , &#039;&#039;Boker Cordt 2do vnnd Anneke Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1609) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 172, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt; , &#039;&#039;Johan Jobst Schaffer von Bauensen primo vnd Anna Ihm Schapeler 2do&#039;&#039; (1613) &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 171, S. 306 &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1630 wird ein wohl in oder nahe der Senne ansässiges Ehepaar namens Schapeler in einem Raub- und Mordprozess angeklagt  -  dies allerdings ohne einen direkten Hinweis auf „den Schapeler“ als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 86 Nr. 586 &amp;lt;/ref&amp;gt; So wird dort beispielsweise beschrieben, wie der gemeinsam mit &#039;&#039;Curdt im Schapler&#039;&#039; zum Tode durch das Schwert verurteilte Kumpan Johan Sauer aus Lage einen ahnungslosen und ortsunkundigen jungen Mann aus Kassel angeblich von Lage nach Bielefeld hatte begleiten wollen, ihn durch die Senne geführt, dort an einsamer Stelle hinterrücks erschlagen und entkleidet habe. Danach sei er dann mit den Kleidern in das Haus von Cord Schapeler gegangen. Alsbald hätten die beiden die Leiche auf dem Tönsberg verscharrt (S. 22/23, Ziffern 5 . . . 13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656/57 stirbt &#039;&#039;Ilsche Schapelers, eine ledige Persohn, beÿ dem alten Müller zu Stapelage.&#039;&#039; . . . Sie hinterlässt etwas Geld, dass sie den Armen zu Stapelage vermacht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 176, S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals im Viehschatzregister von 1662 wird dann &#039;&#039;Gercke im Schapeler&#039;&#039;  (1628 - 1724) genannt, dessen Abstammung/Herkunft unklar bleibt, der und dessen Nachfahren aber die Stätte Schapeler im weiteren besitzen und bewirtschaften.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Werner Schapeler &amp;lt;ref&amp;gt; Werner Schapeler (1933 - 2015) in Hörste hat allerlei Kopien von Archivalien zur Familiengeschichte Schapeler hinterlassen  -  dies allerdings ohne Quellenangaben, was die Überprüfung erschwert.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat nachgewiesen, dass die von nun an in allen Registern präsente Hörster Stätte Schapeler in der Senne (später Nr. 30)  die wieder aufgebaute und wieder besiedelte ehemalige Stätte des Se(u)ven (Severin) hinter dem Berge ist. Dies geht aus zwei eher versteckten Belegen mit folgenden Aussagen hervor: a) &#039;&#039;Severing an Iggenhausen Eigen hatt sich von da freÿ kaufen und sich der Herrschafft müßen eigen geben auff Schapeler.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 119. In der ersten Hälfte des 18. Jh.s entwickelt sich ein fundamentaler und lang anhaltender Streit zwischen dem Meier zu Stapelage und seinem Kötter Massiek über Abgaben und Dienste. Belästigt von fortwährenden Schriftsätzen und Eingaben der Kontrahenten ernennt die lippische Regierung in den 1740er Jahren den Reg.rat Simon Henrich Blome zu einer Art Sonderbeauftragten zur Klärung der Rechtslage in diesem Streit. Blome recherchiert auch auf anderen Stapelager Kötterstätten; über obiger Aussage steht geschrieben: &#039;&#039;Notatu den 5ten Julÿ 1746.   auffm Schapeler in der Senke.&#039;&#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; und b) &#039;&#039;Seven im Schapeler ist eigen mit der Fr.&#039;&#039;(au) &#039;&#039;Ihro Gnad.&#039;&#039;(en).&amp;lt;ref&amp;gt; Die Signatur der Quelle dieser Aussage ist noch nicht geklärt. Es liegt aus dem Nachlass von Werner Schapeler die Kopie eines mit dem Seitenstempel „49“ versehenen Blattes einer Archivalie vor, die vermutlich im 18. Jahrhundert ähnlich oben beschriebener Situation ältere Rechtsverhältnisse zur Stätte Schapeler zusammenstellt  -  vor obiger Aussage steht: &#039;&#039;Extract aus dem Verzeichnis der Unterthanen des Kirchspiels Lage und Stapelage, welche freÿ oder eigenbehörige seÿen de Ao 1620.&#039;&#039; Solche Eigenbehörigen-Verzeichnisse aus dieser Zeit sind von wenigen Vogteien erhalten, von der Vogtei Lage leider nicht (freundl. Hinweis Roland Linde).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Salbuch von 1680 stützt die These „Schapeler bedeutet Schäfer“: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 96, S. 140 &amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Tÿes Henrich, Henrich Geers und Gerken Scheper, so noch abgebrandt sind, seindt vorgesetzten kleinen&#039;&#039; (Stätten) &#039;&#039;in allem gleich.&#039;&#039; 1685 hingegen findet sich unter &#039;&#039;Des Meÿers zu Stapela Kotters&#039;&#039; der Eintrag: &#039;&#039;Schapeler  daß Haus vnndt 6 sch.; die Scheffel Saat 6 gr.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 215 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Juni 1688 heiratet der Anerbe Berend Henrich Schapeler Anna Cath. Heuwinkel aus dem Hey, die 100 Taler und Vieh mit auf die Stätte in der Senne bringt.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 135, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren danach entwickeln sich heftige Streitereien zwischen der jungen Schapelerschen einerseits und ihrer Schwiegermutter mit Töchtern andererseits, die bis zu Tätlichkeiten gehen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 67 u. 148 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem 1694 die Übergabe der Stätte an die jungen Leute erfolgt ist &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 149 &amp;lt;/ref&amp;gt;, werden 1695 auch schwere Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn  -  dem alten und dem jungen Schapeler  -  gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 191 &amp;lt;/ref&amp;gt; 1697 zahlt der junge Schapeler Weinkauf für eine Stättenerweiterung; er will mehr Bienen halten (den „Immenstand“ erweitern) und verschiedene Sennestücke beackern.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 180, S. 274 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung von „Immen“ (Bienenvölkern) war vor Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftszweig auf dem Lande, da Honig, besonders aber Wachs (für Kerzen/Beleuchtung) ein begehrtes Handelsgut war. In frühesten Viehschatzregistern (Besteuerungsgrundlage) werden neben Pferden, Kühen, Rindern, Schafen und Schweinen „Immen“ gezählt – nicht aber das Federvieh. Auf dem Schapelerhof wurden Zeit seines Bestehens zahlreiche Bienenvölker gehalten, weil die dortige Flora (allerlei früh blühende Wiesenkräuter, danach die lange Blüte der großen Heideflächen im August) dies begünstigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach kommt es zu Unglücksfällen, wenn Menschen (und ihre großen Tiere) einerseits und Bienenschwärme andererseits sich zu nahe kommen.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 77 A, Nr. 277 &amp;lt;/ref&amp;gt;  So begehrt 1828 ein Fuhrmann aus dem Rietbergischen Schadenersatz, weil sein Sohn bei einem Transport zum Schapelerhof vielfach zerstochen worden sei und nicht arbeiten könne, eines seiner Pferde sei in kritischem Zustand , das andere gar verreckt. 300 Bienenstöcke befinden zu dieser Zeit auf dem Schapeler. Der Kötter wird verpflichtet, am Wege aus der Senne, der am Bienenstand vorbeiführt, ein Warnschild aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1839 will eine Frau aus Oerlinghausen mit geernteten Zwiebeln über den Schapeler nach Augustdorf gehen, wird &#039;&#039;von Bienenschwärmen überfallen und von ihnen so verwundet, daß, der angewandten ärztlichen Hülfe ohngeachtet am Tage nach dem Unglücksfalle der Tod die Folge davon gewesen&#039;&#039; sei. Erneut wird gewarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Geschehen jenseits der Imkerei: Wiederkehrende Streitereien mit dem Meier zu Stapelage als Grundherrn begleiten die Entwicklung auf der Stätte Schapeler ebenso wie auf den anderen Kötterstätten des Meierhofes.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 84 Nr. II, FP Nr. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; 1710 geht es u. a. um Eichen, die Berend Henrich Schapeler für den Bau eines neuen Hauses eingeschlagen und verwendet hat, was mit der Witwe den vorigen Meiers abgestimmt gewesen sei, was der aktive Meier jedoch bestreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem nächsten Anerben/Kötter Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722) ist nur ein kurzes Leben beschieden. Seine junge, aus Ehrentrup stammende Witwe Triene Elisabeth Lütgebrune heiratet nach dem Trauerjahr Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen. Diese beiden bewirtschaften die Schapeler-Stätte 37 Jahre. Mit dem frühen Tod der einzigen Tochter aus erster Ehe der Colona geht 1739 auch die Erbfolge der Stätte auf ihre gemeinsamen Kinder über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zunächst eine kurze, zweijährige Ehe erlebt die Anerbin in nächster Generation, Anne Cath. Elis. Schapeler.  Zum frühen Tod ihres ersten Ehemannes berichtet das Kirchenbuch Stapelage: (1762) &#039;&#039;den 4ten Merz; Simon Henrich Meljes bürtig aus Hörste, gewesener Schapeler i. d. Senne, welcher durch einen von den Bühnen gethanen Fall, nachdem er noch 10 Stunden gelebet, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt, seines Alters 33 Jahre und 10 Monate.&#039;&#039; Knapp drei Monate später heiratet dann der von einer anderen Stapelager Kötterstätte stammende Berend Henrich Schmiedeskamp die junge Witwe und wird der nächste (Colon) Schapeler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beiden jüngerer Sohn Johann Hermann Adolph muss die elterliche Stätte schon vor seiner Eheschließung 1797 antreten, denn seine Eltern versterben 1793 und 1794. Seine Frau Anne Cath. Ilsabein Kopp aus Evenhausen schenkt ihm sieben Kinder, dann stirbt er 1810. Sie überlebt ihn fast fünf Jahrzehnte und auch ihren zweiten Ehemann Johann Christoph Lange aus Währentrup, der die Stätte 15 Jahre interimsmäßig bewirtschaftet, bis der nächste Anerbe volljährig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nächste Anerbe  -  ab 1825 Kötter  -  auf der Stätte, Johann Berend Christoph Schapeler, legt bei seinem Abtritt 1857 möglicherweise den Grundstein für den späteren Konkurs des Colonates. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm Schapeler geht laut der &#039;&#039;Acta, die Abtretung der Schapelerschen Stätte Nr. 30 zu Hörste an den Anerben Wilh. Schapeler betreffend&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  mit hohen Belastungen an den Start: Seine abtretenden Eltern sollen 900 Taler erhalten, die noch unverheiratete Schwester Johanne bei Eheschließung 600 Taler Brautschatz. 100 Taler Brautschatz-Rückstand stehen der verheirateten Schwester im Hörster Krug noch zu, und schließlich lebt die Großmutter des aufziehenden Kötters noch mit ihrem jüngsten Sohn Hermann und dessen Familie auf der Leibzucht. Für ihren Auszug sollen auch diese 100 Taler Abfindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1862 heiratet Johanne Schapeler, die Schwester des jungen Colons, Wilhelm Sölter, den Sohn eines Krug-Pächters aus Detmold. Zu dieser Zeit ist wohl schon klar, dass der junge Colon Wilhelm Schapeler aus nicht genannten Gründen mit der Bewirtschaftung seiner Stätte überfordert ist. Sein Schwager Sölter lebt ab Eheschließung als &#039;&#039;Einlieger und Landwirt&#039;&#039; (Kirchenbuch) mit auf dem Schapeler. Bei den Taufen seiner Kinder wird er 1864 als &#039;&#039;Verwalter&#039;&#039;, 1866 und 1868 dann als &#039;&#039;Pächter&#039;&#039; (der Stätte Schapeler Nr. 30) bezeichnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1870 stehen dem eigentlichen Colon Wilhelm Schapeler zwei Kuratoren zur Seite (u.a. Colon Brink, Hörste Nr. 8 - sein Schwager), die in Abstimmung mit dem Amt in Lage versuchen, die auf 7500 Taler taxierte Stätte Schapeler Nr. 30 öffentlich meistbietend zu verkaufen, um hohe aufgelaufene Schulden begleichen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII &amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es zu keinem ausreichenden Gebot, woraufhin das Amt im Frühjahr 1871 den Konkurs des Colons Wilhelm Schapeler erklärt und eine Zwangsversteigerung seiner Stätte anordnet. Verschiedene Gläubiger bieten jetzt mit, schließlich wird das Schapelersche Colonat dem Höchstbietenden Wilhelm Sölter  -  bisher Pächter der versteigerten Stätte und zudem Schwager des vorigen Besitzers  - für 6100 Taler zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Besitzer der Schapelerstätte verliert noch im selben Jahr seine Frau, heiratet 1872 erneut  –  Justine Amalie (genannt Auguste) Ostmann aus dem Hörster Krug, eine Nichte seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Mitte 1887 verstirbt Wilhelm Sölter selbst an der auf dem Schapeler häufiger auftretenden Schwindsucht. Vor der nächsten Ehe der Witwe wird im April 1888 einen &#039;&#039;Schichtung&#039;&#039; (Erbteilsfestlegung für die Kinder erster Ehe) protokolliert, für die der Wert der Stätte bestimmt werden muss. Dabei wird die damalige Situation auf dem Schapeler trefflich beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 47 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus den im heutigen Protokoll angegebenen Gründen, namentlich deshalb, weil ein mitten in der Senne, &#039;&#039;von anderen Orten weit entfernt liegendes Colonat, zu dem nur Sandländereien gehören, schwer zu bewirthschaften ist, überhaupt nur einen geringen Ertrag an Früchten liefert und die Ernte hier ganz besonders von Witterungsverhältnissen abhängig ist, die Häuser noch theilweise mit Strohdächern versehen s LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33 und deshalb die höchste Abgabe davon bezahlt werden muß, während für die vermietheten Räume hier mitten in der Senne nur ein geringes Mietgeld erzielt werden kann und wie dem Gerichte bekannt, der verstorbene Ehemann der Witwe Sölter, ein fleißiger, solider, sparsamer Mann nur mit Mühe auf dem Colonate hat existieren können  .  .&#039;&#039;   .  Der Hof wird mit allem Inventar und Vieh auf knapp 30 000 Mark geschätzt, nach Abzug von etwa 10000 Mark Schulden die Hälfte der verbleibenden Differenz den sechs hinterbliebenen Kindern erster Ehe als späteres Erbe zugesprochen und als Hypothek auf den Hof eingetragen. Nach dieser Schichtung heiratet Gustav Gronemeier von Uebbentrup Nr. 4 die Witwe auf dem Schapeler und wird neuer Colon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1895 erteilt der Meier zu Stapelage, der 1870/71 noch mehrfach anwaltlichen Protest gegen die Versteigerung der Schapeler-Stätte ohne seine ausdrückliche Genehmigung zu Protokoll gegeben hatte,  allen Eigentümern seiner ehemaligen Kötterstätten die grundbuchliche Löschungsbewilligung für deren frühere Verpflichtungen gegenüber ihm als einstigen Grundherrn.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter überkommene Lehnsstrukturen enden damit auch in Stapelage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 überträgt das Ehepaar Gronemeier der Schapelerhof käuflich an der Ehefrau ältesten Sohn aus erster Ehe, Friedrich Sölter (* 1873). Der Kaufpreis von 15300 Mark entspricht der Höhe der auf dem Colonat lastenden und zu übernehmenden Schulden (6000 Mark Altschulden von 1863 und kindliche Anteile der Geschwister des jungen Kötters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar sehr kurzfristig verkauft Friedrich Sölter am 27. Sept. 1907 seinen Sennehof Nr. 30 incl. Inventar und  gesamter gerade eingebrachter Ernte für 44000 Mark (zum 1. Okt. 1907 !) an den Landwirt Karl Krecke (1868 - 1954), der seine Kindheit als Sohn des dortigen Pastors im nahen Augustdorf erlebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krecke bewirtschaftet den Hof vier Jahrzehnte mit Erfolg, erneuert anfangs einiges baulich und kauft 1926 weitere 3,6 ha Senne von dem Stuckenbroker Papierfabrikanten Steneberg hinzu. Der Hof durchläuft im 20. Jahrhundert die typischen Stationen aller mittleren oder größeren Höfe (1934 „Erbhof“, 1948 „Hof nach der Höfeordnung“), erst nach Kreckes Tod wendet sich sein Schicksal.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende 1948 überträgt Krecke den Schapelerhof an seine Tochter Elisabeth, die die Bewirtschaftung mit ihrem Ehemann, dem Landwirt Volkwien Herbst, übernimmt. Ein Sohn, der Landwirt Gustav Krecke,  war im August 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Die alten Kreckes werden Leibzüchter auf dem Schapeler.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 79/80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1957 kauft die &#039;&#039;Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch die Oberfinanzdirektion Münster)&#039;&#039; 45 ha Senne des zuvor 75 ha umfassenden Schapelerhofes von dem Ehepaar Herbst, &#039;&#039;die als Panzerübungsgelände für die britischen Streitkräfte in Anspruch genommen worden sind.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 101 - 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restliche Stätte Schapeler in der Senne wird im Februar 1961 &#039;&#039;mit aufstehenden Gebäuden und Aufwuchs&#039;&#039; für 300 000 Mark &#039;&#039;für Zwecke der Stationierungsstreitkräfte und Bundeswehr, und zwar für Übungsgelände&#039;&#039; verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold), Hörste Bd. 3 Bl. 23 bzw. 83, S. 118 - 120 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit verlässt Familie Herbst, die sich ein Wohnrecht bis Ende 1963 ausbedungen hat, den Schapeler. Die Hofgebäude werden bald durch Vandalismus und militärischen Übungsbetrieb beschädigt, verfallen schließlich zu Ruinen und sind 50 Jahre später vollends verschwunden. „Der Schapelerhof“ ist nurmehr eine Ortsmarkierung auf Landkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren trugen zwei Häuser auf dem Schapeler (Torbalken-)Inschriften: &amp;lt;ref&amp;gt; Die Familienchronik Heinrich Hunke (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217) enthält beide Inschriften, teils weicht der Text leicht ab; Inschrift b) ist nur teilweise lesbar erhalten gewesen. Der Torbalken mit der Inschrift a) ist erhalten, restauriert und 2021 wieder aufgestellt worden im Heimathof Leopoldshöhe. ( https://heimatverein-leopoldshoehe.de/aktuell/aufstellung-des-restaurierten-torbogens-auf-dem-heimathof/ ) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a) &#039;&#039;&#039;IM JAHR 1807 D 22 AUGUST HAT JOHAN HERMAN ADOLP SCHAPLER UND ANNA CATTRIENA ILSABEIN KOBS AUS EWENHAUSSEN DIESES HAUS MIT GOT UND SEINER HÜLFE LASSEN BAUEN  *  TAUSEND MAHL SEI DIR GESUNGEN HERR MEIN GOT PREIS LOB UND DANK DAS ES MIR BISHER GELUNGEN ACH LAS MEINES LEBENSGANG FERNER DOCH DURCH JESU LEITEN  A. D. N. GSB 177  V .14   M. T. W.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
b) &#039;&#039;&#039;ANNO 1813 DEN 4. JUNIUS JOHANN CHRISTOPH LANGE ❤️ UND ANNA CATTRINA ILSABEIN  .  .  .   BAUEN HAT UNS .  .  .     HEUT SIND WIR FRISCH GESUND UND STARK. MORGEN TOT UND LIEGEN IM SARK. HEUT BLÜHEN WIR WIE EIN ROSENSTRAUCH. BALD .  .  .&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1600 - ca. 1623	Severin oder Se(u)wen „&#039;&#039;hinter dem Berge&#039;&#039;“, vordem denen von Brink zu Iggenhausen leibeigen, 1609 verheiratet ohne auf der Stätte lebende Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1623 - ca. 1660  keine Bewohner (Haus abgebrannt; Stätte liegt wüst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1660 - 1694  Gerke (= Gerd) Schapeler (Herkunft/Abstammung unbekannt  -  möglicherweise Sohn des Seuwen h. d. Berge) (1628 - 1724), ∞ um 1655 NN („Alte Schapelersche“, 1637 - 1721)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Eva (lebt noch 1703 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Maria (lebt noch 1694 a. d. Schapeler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Henrich, * 1664, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * um 1670 &amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 21 Nr. 181, Bl. 12 (Berend H. Schapeler hat einen Bruder, dem er den kindlichen Anteil gibt) &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1694 - ca. 1715  Berend Henrich Schapeler (1664 - 1735), ∞ 1688 Anna Catharina Heuwinkel (1661 - 1741) aus dem Heysundern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Christoph, * 1689, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1715 - 1722  Johann Christoph Schapeler (1689 - 1722), ∞ (I) um 1715 Triene Elisabeth Lütgebrune (1696 - 1756) aus Ehrentrup; diese ∞ (II) 1723 Johann Jost Ehlebracht (ca. 1689 - 1761) aus Hillegossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1719, † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha, * 1724, ∞ 1743, wird Bükersche im Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend, * 1727, ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 und tritt mit ihr den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an, † 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1730, ∞ 1755, wird Webersche in Hörste Nr. 12, † 1788&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Catharine Elisabeth, * 1734, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Catharina Elisabeth, * 1739, ∞ (I) 08.05.1762 Jobst H. Ahle a. d. Piv. († 24.05.1762), ∞ (II) 29.08.1762 Jobst H. Deppe a. d. Piv., † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1723 - 1760  Johann Jost Ehlebracht aus Hillegossen, wird 1723 (Colon) Schapeler (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 - 1762  Simon Henrich Meljes (1728 - 1762) aus Hörste, ∞ (I) 1760 Anna Catharine Elisabeth Schapeler (1734 - 1794), Anerbin; diese ∞ (II) 1762 Berend Henrich Schmiedeskamp (1731 - 1793) aus Stapelage, der Col. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Töns (Henrich) Christoph, * 1765, ∞ 1790, wird Stöppler im Hey, † 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1769, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Hermann Adolph, * 1771, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anna Maria Ilsabein, * 1774&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 - 1793  Berend Henrich Schmiedeskamp, der 1762 (Col.) Schapeler wird (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793 - 1810  Johann Hermann Adolph Schapeler (1771 - 1810), ∞ (I) 1797 Anne Catharine Ilsabein Kopp (1774 - 1858) aus Evenhausen; diese ∞ (II) 1811 Johann Christoph Lange (1783 - 1850) aus Währentrup, der Interimsverwalter Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Berend Christoph, * 1799, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Berend Hermann Adolph,  * 1800, ∞ 1823, wird Obermeier in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Anne Marie Florentine Elisabeth, * 1802, † 1803 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1805&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johann Töns Henrich, * 1807, ∞ 1838 Wilhelmine Henriette Charlotte Hunke (1817 - 1889) aus Kohlstedt; die Eheleute leben als Einlieger u. Spinner auf seiner elterlichen bzw. brüderlichen Stätte i. d. Senne &amp;lt;ref&amp;gt; Die Nachfahren dieses Ehepaares führen auf die Neuwohnerstätte Hörste Nr. 67 und damit auf die meisten der heute in u. um Hörste lebenden Schapelers. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
• Johann Hermann Moritz, * 1810, † 1810 (Frinseln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermann Henrich, * 1811, ∞ 1843 (a. d. Schapeler) Friederike Katharine Sophie Tiemann (1812 - 1879) aus Kohlstedt, † 1866 in Senne II (Blfd); seine Witwe und seine drei a. d. Schapeler geborenen Söhne wandern 1867 in die USA (Bates County/Missouri) aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 - 1825  Johann Christoph Lange (1783 - 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 - 1857  Johann Berend Christoph Schapeler (1799 - 1871), ∞ 1825 Justine Wilhelmine Niedermeier (Bentrup) (1806 - 1859) aus Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friederike Florentine, * 1827, ∞ 1850, wird Ostmannsche im Hörster Kruge, † 1895 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1830, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Karoline, * 1832, ∞ 1862, wird Ehefrau Sölter; die Eheleute übernehmen die Schapeler-Stätte (ca. 1865 als Pächter, nach Zwangsversteigerung 1871 als Eigentümer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Justine Wilhelmine, * 1834, ∞ 1856 Johann Töns Hermann Brüning (1830 - 1910); die Eheleute treten mit Eheschließung den erbenlosen Hof Brink, Hörste Nr. 8, an; sie † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 – 1871	Friedrich Wilhelm Schapeler (1830 - 1881), ∞ 1857 Friederike Juliane Funke (1830 - 1870) von Wülfer Nr. 2; der Hof ist ab ca. 1865 an den Schwager A. Wilhelm Sölter verpachtet; W. Schapeler steht 1870/71 unter Curatel, geht trotz sechs kleiner Kinder offenbar keine Zweitehe ein; eine Beeinträchtigung jenseits von Finanzproblemen geht aus den Akten nicht hervor; er stirbt 1881 an Schwindsucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Juliane Elise, * 1860&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Hermine Johanne, * 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• August Adolf, * 1864&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
• Auguste Johanne, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Justine, * 1870	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
1871 - 1887 August Wilhelm Sölter (1837 - 1887) aus Detmold, ∞ (I) 1862 Johanne Karoline Schapeler (1837 - 1871), Schwester des vorangehenden Kötters, ist zuvor Verwalter, dann 1865 - 1871 Pächter des Colonates Schapeler, das er 1871 im Insolvenzverfahren seines Vorgängers ersteigert; ∞ (II) 1872 Juliane Amalie Ostmann (1850 - 1928) aus dem Hörster Krug (Tochter seiner Schwägerin); diese ∞ (III) 1888 Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850) von Uebbentrup Nr. 4, der Interimsverwalter a. d. Schapeler wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Friedrich Wilhelm, * 1864 † 1865 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Gustav&amp;lt;/u&amp;gt; Adolf, * 1866, (erhält 1889 von seinem Stiefvater G. Gronemeier sein Erbteil ausbezahlt (3000 Mark))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elise Friederike, * 1868, † 1868 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Johanne Friederike Wilhelmine, * 1869, † 1870 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; August Karl, * 1873,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• NNm, * 1874, † 1874 (ungetauft gestorbenes Wochenkind)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike, * 1876 (1907 unverehelicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Albrecht, * 1878 (1907 Stadtregistrator in Salzuflen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Frieda, * 1880 (1907 unverehelicht in Hörste)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gottlieb August, * 1881, † 1883 (helle Bräune)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette, * 1886 („&#039;&#039;schwachsinnig&#039;&#039;“, 1907 durch ihren Bruder Albrecht als Pfleger vertreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• &amp;lt;U&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1887, † 1888 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 - 1999  Gustaf Leopold Gronemeier (* 1850), Interimsverwalter (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1907  &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; A. K. Sölter, ∞ 1904 &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Johanne Riesenberg (* 1882) von Hörste Nr. 95, sie lebt 1960 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907  Verkauf der Stätte Hörste Nr. 30 an Karl Krecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 - 1948  Karl Krecke (* 1868 in Augustdorf, † 1954 a. d. Schapeler), Landwirt, ∞ vor 1908 &amp;lt;u&amp;gt;Julie&amp;lt;/u&amp;gt; Elise Luise Sültemeyer († nach 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gustav, Landwirt, † 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Elisabeth, wird Anerbin nach dem Tod ihres Bruders&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 - 1962  Volkwien Herbst, Landwirt, ∞ vor 1949 Elisabeth Krecke, Anerbin des Schapelerhofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 30 in Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01: 	30 (Schapeler) Sölter, Friedrich, Landw.; Böger, August, Ziegler. Böltke, Gustav, Ziegler. Strodiek, Gottlieb, Ziegler. Strohdiek, Karl, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26: 	30 (Schapeler) Krecke, Karl, Landw.; Ecke, Adolf, Ziegler; Ecke, Gustav, Ziegler; Prante, Heinrich, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Familienforschung Schapeler c/o Gottfried Schapeler, Detmold (erarbeitet teils von Werner Schapeler, Hörste (1933 - 2015))&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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