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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_15_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58929</id>
		<title>Hiddentruper Straße 15 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-30T07:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=15&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94653, 8.75683&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=072&lt;br /&gt;
}}An diesem Platz stand ursprünglich das Leibzuchtshaus des Hofes Hanning Nr. 6 (1870/71 abgetragen), dann das Neuwohnerhaus Fritz Meier Nr. 72 (in den späten 1870er Jahren gebaut), welches durch Verkauf 1920 zur Stätte Brokmann (vordem Nr. 10) wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Anfang dieser Stätte wird im letzten Salbuch von 1855 wie folgt beschrieben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 131, S. 1805&amp;lt;/ref&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;N. 72 Meier, Friedrich&#039;&#039;&#039;, hat vom Colonate N. 6 den Grund und Boden dieser Stätte angekauft und besitzt: 1. Ein Wohnhaus, 2. Hofraum, 3. Land auf dem Amelkampe und Broke  5 Schl., 4. Gehölz auf der Mesche 4 Metzen, hat die dingliche Berechtigung der Mitbenutzung eines über den Hanningschen Hof neu angelegten Weges. Eingetr. 10. Juni 1876.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Meier, ein 37-jähriger Einlieger und Ziegelmeister aus Stapelage, dessen Ehefrau gerade das vierte Kind erwartet, greift im Frühjahr 1876 wie andere auch beim Verkauf des aufgeteilten Hofes Hanning zu. Er kauft u. a. den an der Hiddentruper Straße gelegenen Teil des Hanningschen Hofraumes, auf dem bis wenige Jahre zuvor das Leibzuchtshaus des Hofes gestanden hat (vgl. Hörste Nr. 6), und baut dort das Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72. Ende 1878 kauft er weitere 2 Scheffelsaat Land von seinem Schwager Gottlieb Brokmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Meier hat schließlich acht Kinder  -  sieben Töchter und einen Sohn, von denen keines in Hörste bleibt. Die Eheleute sterben 1908 und 1911 bei einer ihrer Töchter in Schötmar. 1913 wird ihre Stätte von der Erbengemeinschaft/den Kindern für 11 000 Mark an den Ehemann der ältesten Tochter, Gottlieb Fillies, einen von Hörste Nr. 53 stammenden und in Bochum lebenden Ziegelmeister, verkauft. Die Wohnorte der Kinder im Jahre 1913 (Bochum, Detmold, 2 x Berlin-Pankow, Schötmar, 2 x Zehdenick in Brandenburg, Köln) verdeutlichen, dass auch vor hundert Jahren Kinder durchaus andere Wege als ihre Eltern eingeschlagen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 (Detmold) Hörste Bd. 2 Bl. 23 bzw. 53, S. 40f&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziegeleien und öffentlicher Dienst sind die Berufsfelder der Kinder-Generation, keines von ihnen lebt auf einer Stätte und betreibt Kleinlandwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eheleute Fillies leben weiter in Bochum und vermieten das Haus in Hörste Nr. 72 an Paul Stawicki, einen Weichensteller a. D., der aus dem damals schwarzen Ruhrgebiet in das schöne Hörste zieht und noch 1925 dort lebt. 1920 verkauft Gottlieb Fillies die Stätte Nr. 72 an den Nachbarn dort gegenüber auf Nr. 10 und neuerdings auch nebenan auf Nr. 6, Landwirt August Brokmann. Der Kaufpreis beträgt 19 000 Mark. Der Käufer August Brokmann ist  ein Vetter von des Verkäufers Ehefrau Emilie Fillies, geb. Meyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1929 schließen die Eheleute August und Emilie Brokmann mit ihren beiden ältesten Söhnen einen umfassenden Abtretungsvertrag mit detaillierter Leibzuchtsregelung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 (Detmold) Hörste Bd. 2 Bl. 23 bzw. 53, S. 78f&amp;lt;/ref&amp;gt;  Danach erhalten die abtretenden Eheleute  -  bisher wohnhaft auf Nr. 6  -  &#039;&#039;ein Wohnungrecht auf der Stätte Nr. 72. Der Anerbe ist verpflichtet, die Gebäude auf Nr. 72 zu unterhalten und gegen Feuersgefahr zu versichern.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nr. 72 Ostgiebel.jpg|mini|Hörste Nr. 72, Ostgiebel mit Rundbogentür, 2017, Foto: Dr. Horst Wissbrock  ]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Das äußerlich wenig veränderte Haus Hörste Nr. 72 fällt durch zweierlei Bauart auf: Auf Ost- und Nordseite sind die Außenwände  -  inclusive Rundbogentür – in Fachwerkbauweise ausgeführt, auf Süd- und Westseite dagegen bestehen die Außenmauern erkennbar aus massivem Ziegelmauerwerk. &lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
In das Haus wurde der Torbalken des Vorgängerbaus an gleicher Stelle (Leibzucht Hanning, Hörste Nr. 6, um 1871 abgerissen) eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem rechten Ständer befindet sich noch (blaues Emailleschild mit weißer Schrift) die alte Hausnummer &#039;&#039;&#039;72&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1876 – 1908  Friedrich Adolf (Fritz) Meyer (1839 – 1908), Ziegler/Ziegelmeister, ∞ 1869 Auguste Karoline Brokmann (1846 – 1911) von Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Auguste, * 1870, ∞ 1892 Gottlieb August Fillies (1864 – 1924) von Hörste Nr. 53 (1913 Ziegelmeister in Bochum), † 1923 in Bochum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette, * 1872, ∞ 1xxx Christoph Hambusch (1913 Oberpostschaffner in Detmold)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Auguste Johanne, * 1874, ∞ 1xxx Franz Backschat (1913 Stadtsekretär in Berlin-Pankow)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Pauline Wilhelmine, * 1876, ∞ 1899 Friedrich Wilhelm Klarholz aus Stapelage (1913 Ziegelmeister in Berlin-Pankow)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne Juliane, * 1879, ∞ 1xxx NNm Voß (sie lebt 1913 in Schötmar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine, * 1881 (1913 unverheiratet in Zehdenick/Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Anna, * 1883, ∞ 1xxx Julius Riesenberg aus Hörste (1913 Ziegelmeister in Zehdenick/Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Fritz, * 188x (1913 Postassistent in Köln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1920  (Eigentümer durch Kauf von Erbengemeinschaft) Gottlieb August Fillies (1864 – 1924), 1913 wohnhaft in Bochum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1913 – ca. 1929 (Bewohner als Mieter) Paul Stawicki, Weichensteller a. D. aus Essen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 – 1929 (Eigentümer durch Kauf) Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929 (Bewohner als Leibzüchter) Landwirt August Brokmann u. Ehefrau Emilie, geb. Prüßner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentrupper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Neuwohner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Nr._72_Ostgiebel.jpg&amp;diff=58928</id>
		<title>Datei:Nr. 72 Ostgiebel.jpg</title>
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		<updated>2026-04-30T07:20:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hörste Nr. 72, Ostgiebel mit Rundbogentür, 2017, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<title>Hörste</title>
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		<updated>2026-04-30T06:17:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]][[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]. Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert. &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning&#039;&#039; &#039;&#039;tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte)&#039;&#039;, Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Strukturen, Stadtbefestigung, Kirchen und Klöster, Bauten des Hofs, öffentliche Bauten, Parkanlagen, ...&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[nahe Kalkreute 100 (Hörste)|nahe Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = (Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   (Schapeler)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=58926</id>
		<title>Hörste</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=58926"/>
		<updated>2026-04-30T06:16:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]][[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]. Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert. &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning&#039;&#039; &#039;&#039;tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte)&#039;&#039;, Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Strukturen, Stadtbefestigung, Kirchen und Klöster, Bauten des Hofs, öffentliche Bauten, Parkanlagen, ...&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 =[[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[nahe Kalkreute 100 (Hörste)|nahe Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = (Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   (Schapeler)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58925</id>
		<title>Hiddentruper Straße 6x (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58925"/>
		<updated>2026-04-30T06:12:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94600, 8.7564&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=010&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot; auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.&lt;br /&gt;
[[Datei:1533 Salbuch Brokmann LAV NRW OWL L101CI 00090 0008.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage von 1533: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: &#039;&#039;Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.&#039;&#039; Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 &#039;&#039;Bertold in dem Broke ½  m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Bartold im Broke 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Bartold vor dem Wolde 1 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Bartoldt  vor dem Wolde 1 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1572 -, 1590 -, 1618 &#039;&#039;Brockman 1 Gfl.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13&amp;lt;/ref&amp;gt;   verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635/36  -  in schweren Zeiten von Krieg und Pest  -   verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens &#039;&#039;Netgen&#039;&#039; (Agnete).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): &#039;&#039;Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;   -  aber auch (S. 160): &#039;&#039;Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt  .  .&#039;&#039;  . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: &#039;&#039;Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.&#039;&#039;(ution) &#039;&#039;vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet.&#039;&#039; Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr &#039;&#039;auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte&#039;&#039; kommt und „Brokmann wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dieser wird angemerkt: &#039;&#039;Stehet gar schlegt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste&#039;&#039;  Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, &#039;&#039;leÿder&#039;&#039; habe ihn &#039;&#039;das große Unglücke getroffen  .  .  .  daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan&#039;&#039;(n) &#039;&#039;dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, &#039;&#039;Supplicante&#039;&#039; sei &#039;&#039;allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch.&#039;&#039; Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). &#039;&#039;Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben  -  in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht:  1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2)  .&#039;&#039;  .  . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben,  mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1920 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft  -  unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Hiddentruper Straße.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1969 Hörste Ausschnitt D73 Tit4 00975.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wird der Hof im Messbuch mit &#039;&#039;2 gebäu&#039;&#039;(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1800  Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat &#039;&#039;ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth&#039;&#039; (gekauft und) &#039;&#039;richtieg bezahl .&#039;&#039;  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1865  Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält &#039;&#039;das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1882  Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1885  Wohnhaus; Durchbau und Anbau&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1903  Backhaus abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1913  Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1921  Leibzucht abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1933  Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1637  Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Netgen, * 1632, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1637 – 1661  Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 – 1683  Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans Henrich, * um 1662, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 – 1716  Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1693,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716 – 1743  Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Ilsabein, * 1722, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1726&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1771  (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1749,  ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Lisabeth, * 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Marie Ilsabein, * 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia &amp;lt;u&amp;gt;Louisa&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 – 1813  Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1773, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 – ca. 1838   Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Caroline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie, * 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1819, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ludwig&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1843  Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake  (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 – 1865  Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Eduard, * 1869, † 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb, * 1873&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Sophie, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1929 Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10 Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Joh. Jost Grothoff&#039;&#039; (Ma + Fr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10  Tönß Berend Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leibzüchterinne&#039;&#039; (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 10   2 Wohnhäuser, &#039;&#039;Joh. Jobst Brokmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 3 Sö  + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Friedr. Justus Wendt&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brokmann, Christoph, Landwirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brechmann, Hermann, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58899</id>
		<title>Hiddentruper Straße 1 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_1_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58899"/>
		<updated>2026-04-27T19:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94621, 8.75388&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=013&lt;br /&gt;
}}Ehemals Hoppenplöckerstätte Hunke, Hörste Nr. 13, bereits im Landschatzregister von 1488 genannt: &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Salbuch 1533- Hunke zu Hörste.jpg|mini|Salbuch von 1533:  Hunke in Hörste, LAV NRW OWL, 101 C I Nr 90, S. 41 ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Kleinkötterstätte Hunke Nr. 13 gehört zu den ältesten Hörster Stätten, wie die Nennung in frühen Landschatzregistern belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1488  &#039;&#039;Deppe to Horste alias Huneke  1/2 g.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1497  &#039;&#039;Deppe Huneke            1 m.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1507  &#039;&#039;Deppe Huneke            ½ g&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1535  &#039;&#039;Hunecke to Horste     1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1545  &#039;&#039;Huneke to Horste       1 Ort&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1562  &#039;&#039;Johan Huneke             ½ Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1572  &#039;&#039;Johann Huneke           ½ Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           1590  &#039;&#039;Johan Huneke             1 Ort&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 (vgl. Abbildung) wird zur Stätte Hunke vermerkt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Diese Güter gehören&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu der Kirche zu Stapellage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke zu Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Huneke, das Gut gehört dem Kirchherrn zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stapellage, der Mann gehört unserem g. H. (gnädigsten Herrn), Weib und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehören den Mönchen. (Er) schuldet X (10) Scheffel Hafer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Kirchherrn, einen Scheffel dem Küster, unserem g. H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Schatt, (er) hat 9 Scheffel Haferland.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;1617 gehört die Stätte dem lippischen Grafen; die Verpflichtungen des Hunke werden wie folgt ausgewiesen: &#039;&#039;Huneke zu Horste M.G.H. eygen. Den Weinkauf dem Pastor zu Staplage; dem Pastor auch 8 Schfl. Hafern. Dem Chuster 1 Schfl. Hafern. Nach Dettmoldt: Dienet ungemessen Tage; Landschatz 10 Gr.; Burgfestgeld ½ Tlr.; Malzgeld 4 ½ Gr. Hofgerichtsschatz 1 Gr.; 2 Honer; Pfingst- und Michael-Kuhegeld à 2 Gr. 5 d.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 wird zu &#039;&#039;Johan Hunicke&#039;&#039; vermerkt: &#039;&#039;Kein Landt nur die 8 schfl Kirchenlandt, 1 alt Wohnhauß.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Salbuch 1680 heißt es: &#039;&#039;Hunecke, ein Kleinkötter, der gnd. Herrschaft Eigen, hat 2. Kühe, aber kein Eigenes Landt, .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 96, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten ändert sich dies, denn im Messbuch 1730 sind zu &#039;&#039;Hunken Hoff mit 3 gebäu&#039;&#039; 8 Schfls. &#039;&#039;Saatlandt&#039;&#039; ausgewiesen. Hinzu kommen im inzwischen aufgeteilten Hörster Berg 27 Schfls. &#039;&#039;Holtzung, ein winziger Garten&#039;&#039; und ein ebensolcher Hofraum.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 214/215&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte erhält 1766 die Hörster Hausnummer 13, sie bleibt bis in die jüngere Vergangenheit als Nebenerwerbs(landwirtschafts)betrieb erhalten  -  noch 1926 wird „Zimmermann“ und „Landwirt“ als Berufsbezeichnung der Besitzer/Bewohner angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste Nr. 13 mit Schlachterei.jpg|mini|Haus Hunke, Hörste Nr. 13, in den 1960er Jahren mit Fleischerei-Filiale, links Nebengebäude; aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiddentruper Straße 1.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, Straßenansicht, 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hunke Nr 13 hinten.jpg|mini|Hiddentruper Straße 1, rückwärtige Gebäudeteile, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch 1640 ist &#039;&#039;1 alt Wohnhauß&#039;&#039; aufgeführt, 1685 dann &#039;&#039;zweÿ Hauser&#039;&#039;. Im Messbuch 1752/53 und im Salbuch 1781 werden bei der Stätte Hunke ein Wohnhaus, eine Leibzucht und ein Backhaus ausgewiesen. Auch in der Volkszählung 1828 werden hier &#039;&#039;3 Wohnhäuser&#039;&#039; gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gegenwärtige Haus Hiddentruper Straße 1 kann mit seinen der Straße zugewandten Proportionen als ein durch An- und Umbauten stark veränderter Altbau eingeschätzt werden. Eine rückwärtig (vom Distelkamp) erkennbare Fachwerk-Außenwand bestätigt diesen Befund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es im Kern jenes Haus, das  errichtet wurde, nachdem das Vorgängergebäude 1825 in einem Wolkenbruch vernichtet worden war (H. Hunke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960 und 1970er Jahren befand sich ein kleines Fleischereigeschäft im Hause Hunke. Neben dem Haus stand bis in die jüngere Vergangenheit ein 1881 erbautes Werkstattgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
1903 soll ein Balken des Hauses folgende Inschrift getragen haben (H. Hunke, Bl. 13, mit Bezug auf den Eigentümer der Stätte in den 1930er Jahren):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. 4. 1825  SANK ICH DURCH EINE GROßE WASSERFLUT HERNIEDER,&lt;br /&gt;
DURCH GOTTES HÜLF UND MENSCHENHAND STAND ICH HIER FESTE WIEDER &amp;lt;ref&amp;gt;Diese Inschrift ist offenbar die in der Sammlung Wilhelm Süvern nach Prof. Dr. Weerth, &amp;quot;Lippische Hausinschriften&amp;quot; (&amp;quot;Blätter f. lipp. Heimatkunde&amp;quot; 1903, Nr.1-11) unter Hörste, aber ohne Datum und nähere Zuordnung aufgeführte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1609 werden in der Volkszählung als Hofbewohner genannt: &#039;&#039;Hunecke,&#039;&#039; seine Frau, 4 Kleinkinder, zwei &#039;&#039;Inliggersche&#039;&#039; mit drei Kleinkindern, wobei letztere arm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636 heiratet Johann II Hunke, Sohn des 1609 aufgeführten Kötters Johann I Hunke, eine Tochter des Henrich Ostmeyer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1645 hat das Ehepaar 4 Kinder, und &#039;&#039;er hält die moder uff der liebzucht&#039;&#039;, er &#039;&#039;hatt keine hantierung vnter&#039;&#039; (übt kein Handwerk aus) &#039;&#039;weilen im daglichen verdie&#039;&#039;(n)&#039;&#039;t&#039;&#039; (arbeitet als Tagelöhner).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verzeichnis der eigenbehörigen Kinder von 1656 werden diese genauer vorgestellt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           (Johann II) &#039;&#039;Hunecke ein Hoppenplöcker hatt         2&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;4&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.) Friedrich               von 12 Jahren            ist beÿm Nullemeÿer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;2.) Hanß                    von 6 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*             &#039;&#039;1.) Elisabeth               von 17 Jahren            beÿ Hanning&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;2.) Lische dienet beÿ dem Pastor     14 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*               &#039;&#039;3.) Trinecke dienet beÿ Hanning  von 10 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*          &#039;&#039;4.) Anna Maria               von 3 Jahr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Mutter des Kötters lebt 1656 noch mit drei erwachsenen Kindern auf der Stätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;               Alte Huneckesche, eine Wittib hat noch             1&#039;&#039; (Söhne)      &#039;&#039;2&#039;&#039; (Töchter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                &#039;&#039;1.) Jost Tagelohner                34 Jahre&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                &#039;&#039;1.) Trinecke                   von 46 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*                             &#039;&#039;2.) Lische                     von 30 Jahren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann II Hunke verstirbt vor 1684.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665/66 heiratet &#039;&#039;Hanß Bücker&#039;&#039;, Einlieger aus Hörste, die älteste Tochter Elisabeth &#039;&#039;vnd bewohnet die Hoppenplockerstette  - &#039;&#039; er wird (der nächste) &#039;&#039;Hunecke&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 177, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1678 bis 1718 ist Hans Hun(e)ke, geb. Bücker, Bauerrichter in Hörste. Er stirbt 1720, seine Frau Elisabeth bereits 1698/99.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A,Nr. 180, S. 350 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1708 werden im Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen der Vogtei Lage die erwachsenen Kinder des Hörster Kötters bzw. Leibzüchters &#039;&#039;Hanß Huncke&#039;&#039; genannt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 495&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
           &#039;&#039;Hanß Huncke hat Kinder&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1.)  der Sohn friederich erbet die Stätte und hat Webers tochter zur Fr., so Illstr. Eigen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;2.)  der Sohn Henrich verheÿrahtet uff Weßels Stätte in der Müßen so Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;3.)  Margreta die dochter wohnet uff wefers Stätte zu Hörste zu Illstr. Eÿgen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Friedrich Hunke (1673 – 1752) hat also vor 1709 Anna Catharina Weber (1668 – 1741) von Hörste Nr. 12 zur Frau und zu sich auf die Stätte genommen. Dieser Ehe entstammt der nächste Besitzer der Stätte, Johann Henrich Hunke (1708 – 1782).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1738 heißt es zu dessen Eheschließung:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 138, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Johann Henrich, Johann Friedrich Huneken zu Hörste ehelicher Sohn, tritt in die Ehe mit Margreth Ilsabein, Johann Christophel Eberts im Ückenpohl ehelicher Tochter.&#039;&#039; Deren 1746 geborener Sohn Johann Töns Hunke († 1818) geht zwei Ehen mit sieben Kindern ein. Aus der zweiten, 1775 geschlossenen Verbindung mit Amalie Ilsabein Wessel von der Breitenheide stammt der nächste Hunke Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Adolph Hunke (1787 – 1854) ehelicht 1813 Anne Marie Wilhelmine Busse (1792 – 1847) aus Pivitsheide VL; die Tochter dieses Ehepaares namens Karoline Florentine (1822 – 1863) wird in der nächsten Generation Anerbin der Stätte Hunke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 lässt sie ihren Ehemann Friedrich Wilhelm Pecher (1814 – 1893), einen Zimmermann aus Solterwisch, Kirchspiel Exter im Preussischen, auf ihre ererbte Stätte einheiraten. Die Übergabe/Übernahme wird in Form eines Stättenverkaufes abgewickelt: &#039;&#039;Verkauf des Kolonats des Kolons und Hoppenplöckers Johann Henrich Huneke Nr. 13 zu Hörste an seinen Schwiegersohn, den Einlieger Wilhelm Pächer (Pecher) zu Hörste, 1850.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26, Bd. XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe ist offenbar schwierig; 1855 beantragt die Ehefrau beim Geistlichen Gericht die Scheidung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85, Nr. 3181&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt es aber nicht, weitere Kinder der Eheleute werden 1856, 1858 und 1861 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 heiratet der älteste Sohn aus der schwierigen Ehe, der Zimmermann Friedrich Wilhelm Hunke (1853 – 1928) Philipine Henriette Schröder von Ehrsen Nr. 26, übernimmt aber den Taufeinträgen seiner sechs Kinder zufolge erst um 1888 die elterliche Stätte Hörste Nr. 13. Der 1877 geborene älteste Sohn, ebenfalls mit Vornamen Friedrich Wilhelm, wird 1925/26 als &#039;&#039;Huneke Fritz, Landwirt&#039;&#039; im Adressbuch geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grundbuch &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8907&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich dementsprechend folgende Eigentümer-Einträge zur Stätte Nr. 13:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. bei Anlegung des Buches (Anfang 1888): Hunke, Wilhelm, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. ab 20. Juni 1888: Hunke, Fritz, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. ab 3. Mai 1937: Hunke, Friedrich, Zimmermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. ab 8. Februar 1961: Hunke, Wilhelm, Tischlermeister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 13 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (VZ):    13  Huncke (Ma + Fr, 1 So, 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ):    13  Joh: Töns Huncke (Ma + Fr, keine Kinder), Leibzüchter (Ma + Fr, 1 To), Einl. Jakob Sielemann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 (VZ):    13  3 Wohnhäuser, Joh. Henrich Hunke, Einl. H. H. Kulemann; Einl. Töns H. Hülß; Einl. Friedrich Ad. Beining&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900/01 (AB): 13 Hunke, Friedrich, Tischler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925/26 (AB): 13 Huneke, Friedrich Zimmermann; Huneke Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hunke_(Politiker) Heinrich Hunke], geb. 1902 in Heipke/Lippe, † 2000 in Hannover, gehörte zu dem Personenkreis, der sowohl vor als auch nach 1945 hohe Positionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekleidet hat. Hunke, dessen namensgebende Vorfahren bis zum 18. Jahrhundert auf der Hörster Stätte Hunke gesessen haben, hat Ende der 1930er Jahre seine Familiengeschichte aufwändig erforscht und anspruchsvoll graphisch aufbereiten lassen. Diese in seinem Nachlass befindliche Familienchronik (LAV NRW OWL, D 72 Nr. 217; 31 Kartonblätter, nicht paginiert) ist vom Geist der damaligen Zeit durchdrungen, enthält Irrtümer, zugleich aber wichtige Informationen zu Geschichte, Gebäuden, Inschriften und Eigentümern/Bewohnern der Stätte Hörste Nr. 13  -  hier mit &amp;quot;(H. Hunke)&amp;quot; gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}[[Kategorie:Hoppenplöcker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58888</id>
		<title>Hiddentruper Straße 6x (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58888"/>
		<updated>2026-04-27T06:36:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94600, 8.7564&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=010&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot; auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.&lt;br /&gt;
[[Datei:1533 Salbuch Brokmann LAV NRW OWL L101CI 00090 0008.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage von 1533: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: &#039;&#039;Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.&#039;&#039; Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 &#039;&#039;Bertold in dem Broke ½  m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Bartold im Broke 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Bartold vor dem Wolde 1 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Bartoldt  vor dem Wolde 1 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1572 -, 1590 -, 1618 &#039;&#039;Brockman 1 Gfl.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13&amp;lt;/ref&amp;gt;   verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635/36  -  in schweren Zeiten von Krieg und Pest  -   verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens &#039;&#039;Netgen&#039;&#039; (Agnete).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): &#039;&#039;Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;   -  aber auch (S. 160): &#039;&#039;Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt  .  .&#039;&#039;  . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: &#039;&#039;Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.&#039;&#039;(ution) &#039;&#039;vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet.&#039;&#039; Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr &#039;&#039;auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte&#039;&#039; kommt und „Brokmann wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dieser wird angemerkt: &#039;&#039;Stehet gar schlegt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste&#039;&#039;  Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, &#039;&#039;leÿder&#039;&#039; habe ihn &#039;&#039;das große Unglücke getroffen  .  .  .  daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan&#039;&#039;(n) &#039;&#039;dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, &#039;&#039;Supplicante&#039;&#039; sei &#039;&#039;allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch.&#039;&#039; Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). &#039;&#039;Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben  -  in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht:  1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2)  .&#039;&#039;  .  . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben,  mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1919/20 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft  -  unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Hiddentruper Straße.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1969 Hörste Ausschnitt D73 Tit4 00975.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wird der Hof im Messbuch mit &#039;&#039;2 gebäu&#039;&#039;(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1800  Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat &#039;&#039;ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth&#039;&#039; (gekauft und) &#039;&#039;richtieg bezahl .&#039;&#039;  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1865  Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält &#039;&#039;das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1882  Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1885  Wohnhaus; Durchbau und Anbau&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1903  Backhaus abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1913  Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1921  Leibzucht abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1933  Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1637  Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Netgen, * 1632, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1637 – 1661  Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 – 1683  Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans Henrich, * um 1662, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 – 1716  Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1693,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716 – 1743  Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Ilsabein, * 1722, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1726&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1771  (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1749,  ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Lisabeth, * 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Marie Ilsabein, * 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia &amp;lt;u&amp;gt;Louisa&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 – 1813  Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1773, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 – ca. 1838   Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Caroline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie, * 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1819, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ludwig&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1843  Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake  (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 – 1865  Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Eduard, * 1869, † 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb, * 1873&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Sophie, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1929 Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10 Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Joh. Jost Grothoff&#039;&#039; (Ma + Fr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10  Tönß Berend Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leibzüchterinne&#039;&#039; (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 10   2 Wohnhäuser, &#039;&#039;Joh. Jobst Brokmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 3 Sö  + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Friedr. Justus Wendt&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brokmann, Christoph, Landwirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brechmann, Hermann, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58887</id>
		<title>Hiddentruper Straße 6x (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58887"/>
		<updated>2026-04-27T06:27:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94600, 8.7564&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=010&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot; auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.&lt;br /&gt;
[[Datei:1533 Salbuch Brokmann LAV NRW OWL L101CI 00090 0008.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage von 1533: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: &#039;&#039;Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.&#039;&#039; Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 &#039;&#039;Bertold in dem Broke ½  m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Bartold im Broke 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Bartold vor dem Wolde 1 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Bartoldt  vor dem Wolde 1 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1572 -, 1590 -, 1618 &#039;&#039;Brockman 1 Gfl.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13&amp;lt;/ref&amp;gt;   verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635/36  -  in schweren Zeiten von Krieg und Pest  -   verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens &#039;&#039;Netgen&#039;&#039; (Agnete).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): &#039;&#039;Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;   -  aber auch (S. 160): &#039;&#039;Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt  .  .&#039;&#039;  . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: &#039;&#039;Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.&#039;&#039;(ution) &#039;&#039;vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet.&#039;&#039; Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr &#039;&#039;auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte&#039;&#039; kommt und „Brokmann wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dieser wird angemerkt: &#039;&#039;Stehet gar schlegt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste&#039;&#039;  Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, &#039;&#039;leÿder&#039;&#039; habe ihn &#039;&#039;das große Unglücke getroffen  .  .  .  daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan&#039;&#039;(n) &#039;&#039;dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, &#039;&#039;Supplicante&#039;&#039; sei &#039;&#039;allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch.&#039;&#039; Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). &#039;&#039;Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben  -  in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht:  1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2)  .&#039;&#039;  .  . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben,  mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190-300192&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1919/20 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft  -  unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Hiddentruper Straße.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1969 Hörste Ausschnitt D73 Tit4 00975.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wird der Hof im Messbuch mit &#039;&#039;2 gebäu&#039;&#039;(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1800  Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat &#039;&#039;ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth&#039;&#039; (gekauft und) &#039;&#039;richtieg bezahl .&#039;&#039;  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1865  Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält &#039;&#039;das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1882  Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1885  Wohnhaus; Durchbau und Anbau&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1903  Backhaus abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1913  Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1921  Leibzucht abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1933  Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1637  Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Netgen, * 1632, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1637 – 1661  Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 – 1683  Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans Henrich, * um 1662, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 – 1716  Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1693,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716 – 1743  Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Ilsabein, * 1722, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1726&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1771  (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1749,  ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Lisabeth, * 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Marie Ilsabein, * 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia &amp;lt;u&amp;gt;Louisa&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 – 1813  Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1773, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 – ca. 1838   Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Caroline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie, * 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1819, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ludwig&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1843  Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake  (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 – 1865  Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Eduard, * 1869, † 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb, * 1873&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Sophie, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1929 Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10 Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Joh. Jost Grothoff&#039;&#039; (Ma + Fr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10  Tönß Berend Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leibzüchterinne&#039;&#039; (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 10   2 Wohnhäuser, &#039;&#039;Joh. Jobst Brokmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 3 Sö  + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Friedr. Justus Wendt&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brokmann, Christoph, Landwirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brechmann, Hermann, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_6x_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58886</id>
		<title>Hiddentruper Straße 6x (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-27T06:21:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94600, 8.7564&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=010&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot; auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.&lt;br /&gt;
[[Datei:1533 Salbuch Brokmann LAV NRW OWL L101CI 00090 0008.jpg|mini|Salbuch der Vogtei Lage: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, 1533, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: &#039;&#039;Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.&#039;&#039; Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 &#039;&#039;Bertold in dem Broke ½  m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Bartold im Broke 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Bartold vor dem Wolde 1 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Bartoldt  vor dem Wolde 1 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1572 -, 1590 -, 1618 &#039;&#039;Brockman 1 Gfl.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13&amp;lt;/ref&amp;gt;   verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635/36  -  in schweren Zeiten von Krieg und Pest  -   verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens &#039;&#039;Netgen&#039;&#039; (Agnete).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): &#039;&#039;Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;   -  aber auch (S. 160): &#039;&#039;Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt  .  .&#039;&#039;  . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: &#039;&#039;Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.&#039;&#039;(ution) &#039;&#039;vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet.&#039;&#039; Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr &#039;&#039;auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte&#039;&#039; kommt und „Brokmann wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dieser wird angemerkt: &#039;&#039;Stehet gar schlegt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste&#039;&#039;  Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, &#039;&#039;leÿder&#039;&#039; habe ihn &#039;&#039;das große Unglücke getroffen  .  .  .  daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan&#039;&#039;(n) &#039;&#039;dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, &#039;&#039;Supplicante&#039;&#039; sei &#039;&#039;allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch.&#039;&#039; Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). &#039;&#039;Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben  -  in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht:  1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2)  .&#039;&#039;  .  . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben,  mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190-300192&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1919/20 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft  -  unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Hiddentruper Straße.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1969 Hörste Ausschnitt D73 Tit4 00975.jpg|mini|Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wird der Hof im Messbuch mit &#039;&#039;2 gebäu&#039;&#039;(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1800  Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat &#039;&#039;ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth&#039;&#039; (gekauft und) &#039;&#039;richtieg bezahl .&#039;&#039;  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1865  Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält &#039;&#039;das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1882  Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1885  Wohnhaus; Durchbau und Anbau&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1903  Backhaus abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1913  Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1921  Leibzucht abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1933  Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1637  Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Netgen, * 1632, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1637 – 1661  Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 – 1683  Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans Henrich, * um 1662, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 – 1716  Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1693,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716 – 1743  Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Ilsabein, * 1722, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1726&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1771  (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1749,  ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Lisabeth, * 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Marie Ilsabein, * 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia &amp;lt;u&amp;gt;Louisa&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 – 1813  Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1773, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 – ca. 1838   Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Caroline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie, * 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1819, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ludwig&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1843  Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake  (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 – 1865  Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Eduard, * 1869, † 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb, * 1873&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Sophie, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1929 Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10 Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Joh. Jost Grothoff&#039;&#039; (Ma + Fr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10  Tönß Berend Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leibzüchterinne&#039;&#039; (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 10   2 Wohnhäuser, &#039;&#039;Joh. Jobst Brokmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 3 Sö  + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Friedr. Justus Wendt&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brokmann, Christoph, Landwirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brechmann, Hermann, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1969_H%C3%B6rste_Ausschnitt_D73_Tit4_00975.jpg&amp;diff=58885</id>
		<title>Datei:1969 Hörste Ausschnitt D73 Tit4 00975.jpg</title>
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		<updated>2026-04-27T06:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1913_Ortskern_H%C3%B6rste_Neutrassierung_Hiddentruper_Stra%C3%9Fe.jpg&amp;diff=58884</id>
		<title>Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Hiddentruper Straße.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1913_Ortskern_H%C3%B6rste_Neutrassierung_Hiddentruper_Stra%C3%9Fe.jpg&amp;diff=58884"/>
		<updated>2026-04-27T06:18:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1533_Salbuch_Brokmann_LAV_NRW_OWL_L101CI_00090_0008.jpg&amp;diff=58883</id>
		<title>Datei:1533 Salbuch Brokmann LAV NRW OWL L101CI 00090 0008.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1533_Salbuch_Brokmann_LAV_NRW_OWL_L101CI_00090_0008.jpg&amp;diff=58883"/>
		<updated>2026-04-27T06:08:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Salbuch der Vogtei Lage: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, 1533, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Hiddentruper Straße 6x (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-25T16:47:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer=virtuell {{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94600, 8.7564&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=010&lt;br /&gt;
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot; auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: &#039;&#039;Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.&#039;&#039; Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 &#039;&#039;Bertold in dem Broke ½  m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Bartold im Broke 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Bartold vor dem Wolde 1 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Bartoldt  vor dem Wolde 1 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1572 -, 1590 -, 1618 &#039;&#039;Brockman 1 Gfl.&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13&amp;lt;/ref&amp;gt;   verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635/36  -  in schweren Zeiten von Krieg und Pest  -   verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens &#039;&#039;Netgen&#039;&#039; (Agnete).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): &#039;&#039;Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;   -  aber auch (S. 160): &#039;&#039;Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt  .  .&#039;&#039;  . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: &#039;&#039;Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.&#039;&#039;(ution) &#039;&#039;vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet.&#039;&#039; Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt;  1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr &#039;&#039;auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte&#039;&#039; kommt und „Brokmann wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195&amp;lt;/ref&amp;gt;  Zu dieser wird angemerkt: &#039;&#039;Stehet gar schlegt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)&amp;lt;/ref&amp;gt; &#039;&#039;Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste&#039;&#039;  Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, &#039;&#039;leÿder&#039;&#039; habe ihn &#039;&#039;das große Unglücke getroffen  .  .  .  daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan&#039;&#039;(n) &#039;&#039;dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, &#039;&#039;Supplicante&#039;&#039; sei &#039;&#039;allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch.&#039;&#039; Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). &#039;&#039;Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben  -  in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht:  1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2)  .&#039;&#039;  .  . &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben,  mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190-300192&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1919/20 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft  -  unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wird der Hof im Messbuch mit &#039;&#039;2 gebäu&#039;&#039;(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch &#039;&#039;an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1800  Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat &#039;&#039;ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth&#039;&#039; (gekauft und) &#039;&#039;richtieg bezahl .&#039;&#039;  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1865  Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält &#039;&#039;das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- 1882  Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1885  Wohnhaus; Durchbau und Anbau&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1903  Backhaus abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1913  Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 1921  Leibzucht abgebrochen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
- 1933  Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1637  Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Netgen, * 1632, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1637 – 1661  Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 – 1683  Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans Henrich, * um 1662, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 – 1716  Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Jost, * 1693,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna &amp;lt;u&amp;gt;Elisabeth&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1716 – 1743  Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	(Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Ilsabein, * 1722, † 1740&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1726&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1771  (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1744&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Margarethe Ilsabein, * 1749,  ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Marie Lisabeth, * 1759&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Marie Ilsabein, * 1762&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia &amp;lt;u&amp;gt;Louisa&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1771 – 1813  Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Johann Jobst, * 1773, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1814 – ca. 1838   Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Caroline&amp;lt;/u&amp;gt; Henriette Amalie, * 1815&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Henriette&amp;lt;/u&amp;gt; Amalie, * 1817&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1819, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederica &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelmine&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1821&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Ludwig&amp;lt;/u&amp;gt; August, * 1825&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Hermann (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 – 1843  Johann Henrich &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake  (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1840, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Auguste&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 – 1865  Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1913  &amp;lt;u&amp;gt;Christoph&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph &amp;lt;u&amp;gt;Adolph&amp;lt;/u&amp;gt; Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustaf Eduard, * 1869, † 1882&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb, * 1873&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Sophie, * 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 – 1929 Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10 Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Joh. Jost Grothoff&#039;&#039; (Ma + Fr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) &#039;&#039;10  Tönß Berend Brockmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leibzüchterinne&#039;&#039; (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 10   2 Wohnhäuser, &#039;&#039;Joh. Jobst Brokmann&#039;&#039; (Ma + Fr + 3 Sö  + 3 Tö)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einl. Friedr. Justus Wendt&#039;&#039; (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brokmann, Christoph, Landwirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brechmann, Hermann, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58881</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58881"/>
		<updated>2026-04-24T17:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Schepers merkt zum rekonstruierten ursprünglichen Haus an: &#039;&#039;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973, Tafel 169&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau aus LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58880</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58880"/>
		<updated>2026-04-24T08:37:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Schepers merkt zum rekonstruierten ursprünglichen Haus an: &#039;&#039;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973, Tafel 169&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau aus LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58859</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58859"/>
		<updated>2026-04-23T06:21:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe Löwe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Schepers merkt zum rekontruierten ursprünglichen Haus an: &#039;&#039;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973, Tafel 169&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe Löwe aus Greste &amp;lt;ref&amp;gt;Name der Braut/Ehefrau aus LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r; Datum der Eheschließung aus L 16 Nr. 163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58793</id>
		<title>Stapelager Straße 49 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58793"/>
		<updated>2026-04-20T11:37:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Stapelager Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=49&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94747, 8.74416&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=095&lt;br /&gt;
}}Das hier stehende Haus Riesenberg ist eines der um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen repräsentativen Ziegelmeister-Häuser &amp;quot;auf dem Kreuze&amp;quot; (an der Stapelager Straße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Lage Bl. 3143, S. 120&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	&#039;&#039;&#039;Riesenberg, W., Ziegelmeister, Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteignungsurkunde 500w 06084736072.jpg|mini|Riesenberg, Behrens &amp;amp; Co., Ziegelei in Zehdenick/Krs. Templin  -  Enteignungsurkunde 1948]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hat offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz anstrebt. 1896 kauft er für 6000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ (zwischen Hörste und Stapelage) von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 lässt er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft ist, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hat. 1903 erwirbt Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wilhelm Riesenberg gehört zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten, schließlich Ziegelei-Pächter oder gar Ziegelei-Besitzer wurden. Er übernimmt mit Partner(n) irgendwann in den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick/Krs. Templin (nördlich von Berlin an der Havel) und betreibt diese unter dem Namen Riesenberg &amp;amp; Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kr. Templin) weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er arbeitet dort,  unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hält sich meistens dort auf und verstirbt 1929 auch dort. Die Ziegelei wird 1948 enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Stätte in der Heimat  -  Hörste Nr. 95  -  überträgt Wilhelm Riesenberg 1921 käuflich an seinen Schwiegersohn August Kalkreuter, der dort mit seiner großen Familie lebt. Wilhelm Riesenberg behält sich dabei eine Leibzucht vor, die er aber kaum nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren erfasst der Strukturwandel auch die ehemalige Stätte Nr. 95. Wo zuvor (Selbstversorgungs-)Landwirtschaft betrieben wurde, entstehen zahlreiche neue Häuser (heute Kolpingstraße, Lutherweg etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - das alte Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, Straßenansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - Innenhof Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, rückwärtige Ansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufenständiges repräsentatives zweigeschossiges Bruchsteinhaus mit aufgeputzten Ecksteinen und Fensterlaibungen, Giebel zur Straße und Rundbogenfenstern; rückwärtig Wirtschaftstrakt für landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Im Giebel das Baujahr des Hauses (&#039;&#039;&#039;1897&#039;&#039;&#039; ?), über dem Eingang Inschrift (nicht lesbar wegen Unschärfe des Fotos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit er aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896/97 – 1921  Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1921 – 1940  August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893  .  .  .  1914&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Stapelager_Stra%C3%9Fe_49_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58792</id>
		<title>Stapelager Straße 49 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-20T11:35:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Stapelager Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=49&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94747, 8.74416&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=095&lt;br /&gt;
}}Das hier stehende Haus Riesenberg ist eines der um die vorletzte Jahrhundertwende entstandenen repräsentativen Ziegelmeister-Häuser &amp;quot;auf dem Kreuze&amp;quot; (an der Stapelager Straße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
  LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Lage Bl. 3143, S. 120&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	&#039;&#039;&#039;Riesenberg, W., Ziegelmeister, Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteignungsurkunde 500w 06084736072.jpg|mini|Riesenberg, Behrens &amp;amp; Co., Ziegelei in Zehdenick/Krs. Templin  -  Enteignungsurkunde 1948]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hat offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz anstrebt. 1896 kauft er für 6000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ (zwischen Hörste und Stapelage) von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 lässt er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft ist, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hat. 1903 erwirbt Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wilhelm Riesenberg gehört zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten, schließlich Ziegelei-Pächter oder gar Ziegelei-Besitzer wurden. Er übernimmt mit Partner(n) irgendwann in den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick/Krs. Templin (nördlich von Berlin an der Havel) und betreibt diese unter dem Namen Riesenberg &amp;amp; Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kr. Templin) weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er arbeitet dort,  unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hält sich meistens dort auf und verstirbt 1929 auch dort. Die Ziegelei wird 1948 enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Stätte in der Heimat  -  Hörste Nr. 95  -  überträgt Wilhelm Riesenberg 1921 käuflich an seinen Schwiegersohn August Kalkreuter, der dort mit seiner großen Familie lebt. Wilhelm Riesenberg behält sich dabei eine Leibzucht vor, die er aber kaum nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren erfasst der Strukturwandel auch die ehemalige Stätte Nr. 95. Wo zuvor (Selbstversorgungs-)Landwirtschaft betrieben wurde, entstehen zahlreiche neue Häuser (heute Kolpingstraße, Lutherweg etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - das alte Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, Straßenansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf dem Kreuze - Innenhof Haus Kalkreuter.jpg|mini|Haus Riesenberg/Kalkreuter, Hörste Nr. 95, rückwärtige Ansicht, um 1960 ?, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufenständiges repräsentatives zweigeschossiges Bruchsteinhaus mit aufgeputzten Ecksteinen und Fensterlaibungen, Giebel zur Straße und Rundbogenfenstern; rückwärtig Wirtschaftstrakt für landwirtschaftliche Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Im Giebel das Baujahr des Hauses (&#039;&#039;&#039;1897&#039;&#039;&#039; ?), über dem Eingang Inschrift (nicht lesbar wegen Unschärfe des Fotos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit er aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896/97 – 1921  Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1921 – 1940  August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893  .  .  .  1914&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Lage Bl. 3143, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_5_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58791</id>
		<title>Hiddentruper Straße 5 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_5_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58791"/>
		<updated>2026-04-20T11:31:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.75542&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=008&lt;br /&gt;
}}Dies ist der alte Mittelkötterhof Brink, ehemals Hörste Nr. 8.&lt;br /&gt;
[[Datei:1365 Urkunde mit Rahmen.jpg|mini| Urkunde über den Verkauf des Hofes Brink im Jahre 1365, LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1656 Die Brinkschen Kinder LAV OWL L92Z 01424 0213.jpg|mini|Die Brink´schen Kinder im November 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1880 Hofstelle Brink3.jpg|mini|Hofstelle Brink Nr. 8 in der Grundkarte Hörste, 1880]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Straße.jpg|mini|Straßenplanung in Hörste 1913,  Leibzucht Brink abgerissen, Backhaus Brink behindert Straßenausbau, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabsteine Brink.jpg|mini|Grabsteine der letzten Brink-Generationen auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brink Westen.jpg|mini|Hof Brink, Hörste Nr. 8, von Westen, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brink Wohnhaus Südost.jpg|mini|Hof Brink, Wohnhaus von Südosten, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft&#039;&#039;&#039; vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner &#039;&#039;&#039;ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen&#039;&#039;&#039; und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo &#039;&#039;&#039;an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo&#039;&#039;&#039; unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Bertolt Bringkman 1 ½ g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Brinckman to Horste 5 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hermann Bringman 2 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Brinkmann to Horste 2 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Brinckman to Horste 2 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Brinckman to Horste 4 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Brinkmann 1 Fl.&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Brinkman 2 Fl..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Hof Brink, im Salbuch von 1781 als Mittelkötter bezeichnet, tritt in den Archivalien weder durch große Streitereien noch durch Misswirtschaft in Erscheinung. Mehrfach war jedoch die Nachfolgefrage schwierig, da keine oder keine erwachsenen Kinder da waren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor 1700 trat eine solche Krise ein: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der langjährige Kötter Hermann Brink war 1697 verstorben, seine zweite Ehefrau und Witwe ließ im Folgejahr einen Kruse unbekannten Vornamens auf den Hof heiraten, der aber alsbald auch verstarb. Über das Schicksal der Frau ist nichts bekannt, sie tritt nicht weiter in Erscheinung, war offenbar auch verstorben. Auf dem Hof war nur die 1688 geborene Anerbin Catharina Margaretha Brink verblieben, über deren Zukunft und damit die Zukunft des Hofes sich ihre Vormünder Gees und Weeke Gedanken machten. Die Administration des Hofes hatte ihr Onkel Heinrich Brink eigentlich bis zu der Anerbin Volljährigkeit übernommen, bat im Sommer 1700 auf dem Amt aber um Entlastung von dieser Aufgabe krankheitshalber. In dieser Situation drängte zunächst Colon Stölting aus Müssen, mit der älteren Halbschwester der Anerbin verheiratet, auf die Verwalter-Nachfolge  -  dies gekoppelt mit Ehe-Planungen für seinen Sohn und die viel zu junge Anerbin. Gegen Stölting wandten sich die Geschwister des verstorbenen kurzzeitigen Kötters Kruse, der schließlich einen ansehnlichen Brautschatz auf den Hof gebracht habe. Familie Heißenberg gen. Alf in Pivitsheide, ebenfalls Verwandte, nutzte die labile Situation, um mit Nachdruck eine rückständigen Brautschatz einzufordern. Schließlich setzte sich Familie Erffling, Besitzer eines Hofes in  Kachtenhausen, durch, deren Spross Johann Hermann Erffling 1703/04 die Anerbin heiratete und für die nächsten 37 Jahre „Brink wurde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1765 trat Johann Berend Schapeler, der eigentlich Anerbe der Stätte Schapeler in der Senne war &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, Nr. 12 S 140&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Nachfolge auf dem Hof Brink an und heiratete eine Nichte des abtretenden kinderlosen Kötterpaares. Neunzig Jahre später  -  1855  -  erhielt ein Neffe des abtretenden, gerade verwitweten kinderlosen Kötters den Hof per Schenkung. Er heiratete im Folgejahr eine Tochter von der Stätte Schapeler in der Senne, d. h. aus der anderseitigen Verwandtschaft des Schenkers. Dem jungen Kötter wurden dann in zwei Ehen zehn Kinder geboren, von denen das Älteste  -  Hermann Brink  -  1897 den Hof übernahm und im Folgejahr heiratete, aber ebenfalls kinderlos blieb. Hermann Brink und Ehefrau verkauften den Hof 1911 an seinen jüngsten Halbbruder Fritz Brink.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im neunzehnten Jahrhundert besaßen eigentlich alle Hörster Stättenbesitzer ein Kolonat und hatten eine Hausnummer  -  nur Brink hatte zwei  -  er war zugleich Colon Nr. 8 und Nr. 16. Diese Besonderheit führte bei der Einrichtung des Hörster Grundbuches in den 1880er Jahren zu Irritationen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300088 - 300091, S. 2f&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der obligatorischen Befragung, wie er zu seinem Hof bzw. hier Höfen gekommen sei, gab Johann Hermann Brink, geb. Brüning, an, einer seiner Vorgänger habe die uralte Kleinstätte Riesenberg Nr. 16 vor etwa hundert Jahren gekauft. Die Felder habe man vor langer Zeit zusammengelegt, weil diese so günstiger zu bewirtschaften seien. Er habe dann die damals sehr baufälligen Gebäude der Stätte Riesenberg um 1870 abreißen lassen. Die fehlende Genehmigung fürstl. Regierung zur Integration der Stätte Nr. 16 in den Hof Nr. 8 wurde dann erst nachträglich nach genauer Prüfung der Angelegenheit im Mai 1886 erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erklärt es sich, das die Adresse/das Haus Hörste Nr. 16 im lipp. Adressbuch von 1901 fehlt. Als der abtretende Kötter Hermann Brink den Hof 1911 an seinen Bruder Fritz verkauft hatte, nahm er keine Leibzucht auf dem Hof Brink in Anspruch, sondern baute sich und seiner Frau ein ansehnliches Haus in Hörste „auf dem Kreuze“, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dieses Haus erhielt die alte, seit etwa 1870 faktisch und seit 1886 auch amtlich frei gewordene Hörster Hausnummer 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Brink ging nach dem Tode Fritz Brinks 1945 auf eine seiner vier Töchter über, wurde kurzzeitig von einem Schwiegersohn bewirtschaftet, dann 1951 Eigentum einer anderen Tochter und war Jahrzehnte verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden 3 &#039;&#039;gebuwte&#039;&#039; bei dem Hof Brink genannt. Eines dieser Gebäude wird 1734 erneuert worden sein, als Joh. Hermann Brink, geb. Erffling,  eine Hausbührung gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 186, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den Salbüchern 1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer  -  &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Schoppe&#039;&#039; und &#039;&#039;Backhaus&#039;&#039; bildeten zu diesen Zeiten die Hofstelle Brink.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese früheren Bauten finden sich in der Grundkarte von 1880 wieder: das Haupthaus rechts/östlich, die Leibzucht links/westlich, der Schuppen rechts oben/nordöstlich und das Backhaus mittig dicht an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leibzucht wurde 1911/12 abgebrochen, nachdem das Leibzüchterpaar 1909 und 1910 verstorben war.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Backhaus behinderte den unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg geplanten Ausbau der Hiddentruper Straße, wurde deshalb nach 1919 von der Gemeinde angekauft und ebenfalls abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453&amp;lt;/ref&amp;gt;  Wohl parallel entstanden in der Zwischenkriegszeit der heutige Scheunen- und Stallbau sowie das heutige Wohnhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keines der heutigen Gebäude des Hofes Brink trägt eine erkennbare Inschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brink:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1598/99 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;die alte Brinkesche zu Hörste auf der Leibzucht verstorben, nachgelaßen  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern &#039;&#039;Henrich Brink zu Hörste&#039;&#039; erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: &#039;&#039;Halbspenner&#039;&#039; (!) &#039;&#039;Brinngk&#039;&#039; + Frau + 3 Söhne + &#039;&#039;Kühemetchen&#039;&#039; + &#039;&#039;Schweinejunge&#039;&#039; + &#039;&#039;Inligger&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1609/10 GoG, &#039;&#039;Erbtheilung:&#039;&#039; &#039;&#039;Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken  .  .  .  . &#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG, &#039;&#039;Weinkauff:&#039;&#039; &#039;&#039;Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1635-36 GoG, &#039;&#039;Erbtheill.: Brinck zu Horst mit der Frawen verstorben, ist ein Großkötter; Nachlas: 1 Pferd,  .  .  .  , ihre taglichen Kleider.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1638 GoG, &#039;&#039;Weinkauff: Bertholdt Bicker hatt sich bestadett an Brinckes Houff zu Horst, ist ein grous Kotter gudt, bringett da Bey 40 thll.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1590 – ca. 1609/10  Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:  3 Söhne (Volkszählung 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm1, * um 1595, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm2, * um 1599&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm3, * um 1602&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609/10 – 1617  Witwe Brink (mit ihren Kindern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 – 1635/36  NNm1 Brink (um 1595 – 1635/36), ∞ 1617 NNw Weeke (ca. 1592 – 1635/36) von Hörste Nr. 36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  NNw, * um 1618, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 – ca. 1670  Berthold Bicker aus ?, ∞ 1638 NNw Brink, Anerbin in Hörste (* um 1618, † 1682), er wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN, * 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trineke, * 1642,  ∞ 1664 Tönnies Kleine, Hpl in Piv. VH; wird Kleinesche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herm(ann), * 1644, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1646, Einl. in Hörste ?, versorgt den Hof Brink 1697 – 1703, † nach 1704&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Lische, * 1649, ∞ vor 1673 Johann Heißenberg gen. Alf in Piv. VL; wird Alfsche&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anke, * 1651&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabe, * 1653&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1670 – 1697 Hermann Brink (1644 – 1697), ∞ (I) um 1670 NN1 († vor 1681), ∞ (II) 1681 NN2; diese ∞ (III) 1698 NNm Kruse (&#039;&#039;Kroeß&#039;&#039;), der kurzzeitig Brink wird, aber alsbald verstirbt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Margarethe, * um 1670, ∞ um 1690 Johann Stölting in Müssen u. wird Stöltingsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharina Margaretha, * 1688, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1703/04 – 1740  Johann Hermann Erffling (um 1675 – 1756) aus Kachtenhausen, ∞ (I) 1703/04 Catharina Margaretha Brink (1688 – 1717), Anerbin in Hörste, ∞ (II) 1718 Anna Magdalena Düchting (um 1684 – 1740) von Billinghausen Nr. 3, ∞ (III) 1741 Witwe Anna Maria Kielkamp aus Wellentrup; er wird 1703 Colon, dann 1740 Leibzüchter Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * ca. 1704, ∞ 1728 Joh. Herm. Niedermeier aus Bill., wird Stöltingsche in Müssen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1714, ∞ 1734 Jobst Hermann Schlepper (1699 – 1752), Col. in Hiddesen, wird Schleppersche, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Clara Ilsabein, * 1716, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Heinrich, * 1720, konf. 1734, erhält 1741 von s. Schwager Brautschatz zugesichert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * 1722, ∞ 1740 Joh. Arend Hilbrink, GK Hörste Nr. 7, u. wird Hilbrinksche, † 1771&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Christian, * um 1726, ∞ 1751 Witwe Anna Cath. Ilsab. Wiegmann in Vahlhausen, wird Interimswirt Wiegmann in Vahlh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1740 – 1765  Johann Cord Hilbrink (* 1706) von Hörste Nr. 7, ∞ 1740 Anerbin Clara Ilsabein Brink (1716 - 1779) und wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1765 – 1799  Johann Berend Schapeler (1727 – 1813) von Hörste Nr. 30 (Senne) ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 (eine Nichte des abtretenden kinderlosen Kötterpaares); diese Eheleute treten den Hof Brink, Hörste Nr. 8, an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * 1767, konf. 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine Elisabeth, * 1769, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie, * 1777, † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1830 	Töns Henrich Erfling (1771 – 1830) aus Kachtenhausen, ∞ 1799 Anne Catharine Elisabeth Brink (1769 – 1851), Anerbin auf Hörste Nr. 8; er wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Adolph, * 1800, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Ilsabein, * 1802, ∞ 1826 Töns Chr. Hanning u. wird Hanningsche auf Hörste Nr. 6, † 1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 Friederike Henriette, * 1810, ∞ 1842 Herm. Henr. Schulte u. wird Schultesche auf Hörste Nr. 11, † 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 – 1855  Berend Henrich Adolph Brink (1800 – 1879), ∞ 1832 Florentine Henriette Hanning (1805 – 1855) von Hörste Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1855 – 1897  Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Wilhelm, * 1859, auswärts verheiratet, 3 Töchter, † vor 1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1860, † 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Adolf, * 1862, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustav Adolf, * 1863, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf Gottlieb, * 1868, † 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Luise, * 1875, ∞ um 1900 Bernhard Brinkmann, Lehrer in Wörderfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Juliane, * 1876, † 1914&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Emilie, * 1878, ∞ 1900 Hermann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Branding aus Ehrentrup, Pächter des Hofes Hiddesen Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1880, † 1945,  übernächster Besitzer des Hofes Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 - 1911 &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Brink (1857 – 1938), ∞ 1898 Pauline Erfling (1871 - 1946) von Wellentrup Nr. 1, verkauft den Hof Brink 1911 an seinen Halbbruder Fritz, verlässt den Hof und lebt als Rentner in Hörste Nr. 16 (a. d. Kreuze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 – 1945  	&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt; Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Mathilde, * 1914, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise, * 1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1917, 1950 Gewerbeoberlehrerin in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Margarete, * 1919, † 1975, ∞ 1951 Ernst Freudenau (1902 – 1977), Unternehmer in Bielefeld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 – 1950 Hans-Joachim Berfelde (1920 – 2000), Landwirt, ∞ vor 1948 Mathilde Brink, Anerbin (1914 – 2005); 1951 Übertragung des Hofes an die Schwester der Ehefrau, Margarete Freudenau, geb. Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1950:  Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 Brink, Hermann, Landwirth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brink, Hermann, Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollmann, Heinrich, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 Brink, Fritz, Ldw., -&amp;gt; 363 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmann, Hermine, Lehrerw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plattenberg, Heinrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Mittelkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lohweg_24_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58790</id>
		<title>Lohweg 24 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-20T11:29:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Lohweg  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=24&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93751, 8.76154&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=076&lt;br /&gt;
}}Dies ist die Neuwohnerstätte Riesenberg, früher Hörste Nr. 76.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;  sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	&#039;&#039;&#039;Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Riesenberg, W., Ziegelmeister Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesenberg IMG 2518.jpg|mini|Lohweg 24, Ansicht von Südwesten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesenberg IMG 2519.jpg|mini|Lohweg 24, Ansicht von Südosten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Riesenberg IMG 2523.jpg|mini|Lohweg 24, Ansicht von Osten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Friedrich („&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;“) Riesenberg schickt sich Anfang des Jahres 1878 an, eine Neuwohnerstätte in Hörste zu gründen. Er ist fast 40 Jahre alt, verfügt über einiges Erspartes, und die Gelegenheit ist günstig: Colon Hanning, bisher Besitzer des uralten Hofes Nr. 6 in Hörste, hat den verschuldeten Hof seines verstorbenen Schwiegervaters bzw. ausgewanderten Schwagers in Heesten bei Horn übernommen und verkauft jetzt stückweise seinen ererbten Hof in Hörste. Zahlreiche Hörster  - Hof- und Stättenbesitzer, die sich vergrößern wollen, ebenso wie Einlieger mit Bau- bzw. Gründungsabsicht  -  greifen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz Riesenberg kauft ca. 1,2 ha Ackerland &#039;&#039;auf dem Südfelde an der Heide&#039;&#039; sowie knapp 4 ha &#039;&#039;Hude am Torfstich auf dem schwarzen Drecke&#039;&#039; für 4500 Mark. Ein Drittel davon zahlt er sofort bar, den Rest des Kaufpreises gewährt der Verkäufer als verzinslichen Kredit.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage / Amt Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. XXV&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alsbald wird die Stättengründung von der Bauerschaft Hörste befürwortet, vom Amt genehmigt und ein Wohnhaus errichtet. 1893 vergrößern weitere 0,8 ha Ackerland auf den Südfeld, die von Gottlieb Gees, Hörste Nr. 37, erworben werden, die kleine Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Jahrzehnte auf der neuen Stätte sind erkennbar mühsam: 1915 übernimmt der bereits 44-jährige Sohn Hermann die Stätte von seinem verwitweten Vater. Er hat all die Jahre zuvor seinen Zieglerverdienst daheim abgegeben, denn es sind noch Schulden aus dem einstigen Grunderwerb zu tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300130, S. 40f&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits zwei Jahre später  -  im September 1917  - verstirbt er im Krankenhaus Königswusterhausen.&amp;lt;ref&amp;gt;Er steht nicht in den Verlustlisten des Ersten Weltkrieges, ist also wahrscheinlich als Ziegler in der Fremde erkrankt und verstorben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nächsten 18 Jahre ist seine Witwe Julie, geb. Vogt, allein mit ihren fünf Kindern auf der Stätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1970er Jahre wird die Stätte Riesenberg Nr. 76 im Nebenerwerb bewirtschaftet. Ihre Lage am Rande des Teutoburger Waldes/ Landschaftsschutzgebietes hat sicherlich dazu beigetragen, dass auch heute noch teils Felder und Natur an die Stätte/Hofstelle angrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude sind in den ersten Jahrzehnten der Neuwohnerstätte errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätte in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Stättengründer, &amp;lt;u&amp;gt;Friedrich&amp;lt;/u&amp;gt; Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit der aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 – 1915  Friedrich (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Riesenberg (1839 – 1923), ∞ 1868 Henriette Amalia Mellies (1843 – 1914) von Pivitsheide VL Nr. 5, er ist bei Eheschließung Einlieger und Ziegelmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich, * 1871, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Karoline Justine, * 1873, † 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilhelmine Henriette, * 1875, 1924 verh. Diekjobst in Detmold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Wilhelmine (&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1877, 1924 verh. Fillies a. d. Breitenheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustav, * 1879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Bertha, * 1884, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 – 1917  &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Heinrich Riesenberg (1871 – 1917, † in Königswusterhausen, Krankenhaus), Col. und Ziegler, ∞ 1899 Julie Vogt (1873 - 1939) aus Ohrsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline, * 1898, 1935 verh. Meier in Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene, * 1904, 1935 verh. Kleine in Hörste Nr. 64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elise, * 1910, 1935 verh. Wißbrok in Augustdorf&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Erna, * 1912, 1935 verh. Meier in Piv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 – 1935  Witwe Julie Riesenberg, geb. Vogt (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Lohweg (Hörste)]] [[Kategorie:Neuwohner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_5_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58789</id>
		<title>Hiddentruper Straße 5 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_5_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58789"/>
		<updated>2026-04-20T11:25:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.75542&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=008&lt;br /&gt;
}}Dies ist der alte Mittelkötterhof Brink, ehemals Hörste Nr. 8.&lt;br /&gt;
[[Datei:1365 Urkunde mit Rahmen.jpg|mini| Urkunde über den Verkauf des Hofes Brink im Jahre 1365, LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1656 Die Brinkschen Kinder LAV OWL L92Z 01424 0213.jpg|mini|Die Brink´schen Kinder im November 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1880 Hofstelle Brink3.jpg|mini|Hofstelle Brink Nr. 8 in der Grundkarte Hörste, 1880]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Straße.jpg|mini|Straßenplanung in Hörste 1913,  Leibzucht Brink abgerissen, Backhaus Brink behindert Straßenausbau, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabsteine Brink.jpg|mini|Grabsteine der letzten Brink-Generationen auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brink Westen.jpg|mini|Hof Brink, Hörste Nr. 8, von Westen, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brink Wohnhaus Südost.jpg|mini|Hof Brink, Wohnhaus von Südosten, 2026, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft&#039;&#039;&#039; vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner &#039;&#039;&#039;ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen&#039;&#039;&#039; und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo &#039;&#039;&#039;an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo&#039;&#039;&#039; unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Bertolt Bringkman 1 ½ g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Brinckman to Horste 5 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hermann Bringman 2 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Brinkmann to Horste 2 G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Brinckman to Horste 2 Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Brinckman to Horste 4 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Brinkmann 1 Fl.&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Brinkman 2 Fl..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Hof Brink, im Salbuch von 1781 als Mittelkötter bezeichnet, tritt in den Archivalien weder durch große Streitereien noch durch Misswirtschaft in Erscheinung. Mehrfach war jedoch die Nachfolgefrage schwierig, da keine oder keine erwachsenen Kinder da waren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor 1700 trat eine solche Krise ein: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der langjährige Kötter Hermann Brink war 1697 verstorben, seine zweite Ehefrau und Witwe ließ im Folgejahr einen Kruse unbekannten Vornamens auf den Hof heiraten, der aber alsbald auch verstarb. Über das Schicksal der Frau ist nichts bekannt, sie tritt nicht weiter in Erscheinung, war offenbar auch verstorben. Auf dem Hof war nur die 1688 geborene Anerbin Catharina Margaretha Brink verblieben, über deren Zukunft und damit die Zukunft des Hofes sich ihre Vormünder Gees und Weeke Gedanken machten. Die Administration des Hofes hatte ihr Onkel Heinrich Brink eigentlich bis zu der Anerbin Volljährigkeit übernommen, bat im Sommer 1700 auf dem Amt aber um Entlastung von dieser Aufgabe krankheitshalber. In dieser Situation drängte zunächst Colon Stölting aus Müssen, mit der älteren Halbschwester der Anerbin verheiratet, auf die Verwalter-Nachfolge  -  dies gekoppelt mit Ehe-Planungen für seinen Sohn und die viel zu junge Anerbin. Gegen Stölting wandten sich die Geschwister des verstorbenen kurzzeitigen Kötters Kruse, der schließlich einen ansehnlichen Brautschatz auf den Hof gebracht habe. Familie Heißenberg gen. Alf in Pivitsheide, ebenfalls Verwandte, nutzte die labile Situation, um mit Nachdruck eine rückständigen Brautschatz einzufordern. Schließlich setzte sich Familie Erffling, Besitzer eines Hofes in  Kachtenhausen, durch, deren Spross Johann Hermann Erffling 1703/04 die Anerbin heiratete und für die nächsten 37 Jahre „Brink wurde“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1765 trat Johann Berend Schapeler, der eigentlich Anerbe der Stätte Schapeler in der Senne war &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A, Nr. 12 S 140&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Nachfolge auf dem Hof Brink an und heiratete eine Nichte des abtretenden kinderlosen Kötterpaares. Neunzig Jahre später  -  1855  -  erhielt ein Neffe des abtretenden, gerade verwitweten kinderlosen Kötters den Hof per Schenkung. Er heiratete im Folgejahr eine Tochter von der Stätte Schapeler in der Senne, d. h. aus der anderseitigen Verwandtschaft des Schenkers. Dem jungen Kötter wurden dann in zwei Ehen zehn Kinder geboren, von denen das Älteste  -  Hermann Brink  -  1897 den Hof übernahm und im Folgejahr heiratete, aber ebenfalls kinderlos blieb. Hermann Brink und Ehefrau verkauften den Hof 1911 an seinen jüngsten Halbbruder Fritz Brink.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im neunzehnten Jahrhundert besaßen eigentlich alle Hörster Stättenbesitzer ein Kolonat und hatten eine Hausnummer  -  nur Brink hatte zwei  -  er war zugleich Colon Nr. 8 und Nr. 16. Diese Besonderheit führte bei der Einrichtung des Hörster Grundbuches in den 1880er Jahren zu Irritationen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300088 - 300091&amp;lt;/ref&amp;gt;  In der obligatorischen Befragung, wie er zu seinem Hof bzw. hier Höfen gekommen sei, gab Johann Hermann Brink, geb. Brüning, an, einer seiner Vorgänger habe die uralte Kleinstätte Riesenberg Nr. 16 vor etwa hundert Jahren gekauft. Die Felder habe man vor langer Zeit zusammengelegt, weil diese so günstiger zu bewirtschaften seien. Er habe dann die damals sehr baufälligen Gebäude der Stätte Riesenberg um 1870 abreißen lassen. Die fehlende Genehmigung fürstl. Regierung zur Integration der Stätte Nr. 16 in den Hof Nr. 8 wurde dann erst nachträglich nach genauer Prüfung der Angelegenheit im Mai 1886 erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erklärt es sich, das die Adresse/das Haus Hörste Nr. 16 im lipp. Adressbuch von 1901 fehlt. Als der abtretende Kötter Hermann Brink den Hof 1911 an seinen Bruder Fritz verkauft hatte, nahm er keine Leibzucht auf dem Hof Brink in Anspruch, sondern baute sich und seiner Frau ein ansehnliches Haus in Hörste „auf dem Kreuze“, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dieses Haus erhielt die alte, seit etwa 1870 faktisch und seit 1886 auch amtlich frei gewordene Hörster Hausnummer 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Brink ging nach dem Tode Fritz Brinks 1945 auf eine seiner vier Töchter über, wurde kurzzeitig von einem Schwiegersohn bewirtschaftet, dann 1951 Eigentum einer anderen Tochter und war Jahrzehnte verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden 3 &#039;&#039;gebuwte&#039;&#039; bei dem Hof Brink genannt. Eines dieser Gebäude wird 1734 erneuert worden sein, als Joh. Hermann Brink, geb. Erffling,  eine Hausbührung gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 186, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den Salbüchern 1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer  -  &#039;&#039;Wohnhaus, Leibzucht, Schoppe&#039;&#039; und &#039;&#039;Backhaus&#039;&#039; bildeten zu diesen Zeiten die Hofstelle Brink.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese früheren Bauten finden sich in der Grundkarte von 1880 wieder: das Haupthaus rechts/östlich, die Leibzucht links/westlich, der Schuppen rechts oben/nordöstlich und das Backhaus mittig dicht an der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leibzucht wurde 1911/12 abgebrochen, nachdem das Leibzüchterpaar 1909 und 1910 verstorben war.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Backhaus behinderte den unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg geplanten Ausbau der Hiddentruper Straße, wurde deshalb nach 1919 von der Gemeinde angekauft und ebenfalls abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453&amp;lt;/ref&amp;gt;  Wohl parallel entstanden in der Zwischenkriegszeit der heutige Scheunen- und Stallbau sowie das heutige Wohnhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keines der heutigen Gebäude des Hofes Brink trägt eine erkennbare Inschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brink:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1598/99 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;die alte Brinkesche zu Hörste auf der Leibzucht verstorben, nachgelaßen  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern &#039;&#039;Henrich Brink zu Hörste&#039;&#039; erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: &#039;&#039;Halbspenner&#039;&#039; (!) &#039;&#039;Brinngk&#039;&#039; + Frau + 3 Söhne + &#039;&#039;Kühemetchen&#039;&#039; + &#039;&#039;Schweinejunge&#039;&#039; + &#039;&#039;Inligger&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1609/10 GoG, &#039;&#039;Erbtheilung:&#039;&#039; &#039;&#039;Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken  .  .  .  . &#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG, &#039;&#039;Weinkauff:&#039;&#039; &#039;&#039;Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1635-36 GoG, &#039;&#039;Erbtheill.: Brinck zu Horst mit der Frawen verstorben, ist ein Großkötter; Nachlas: 1 Pferd,  .  .  .  , ihre taglichen Kleider.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1638 GoG, &#039;&#039;Weinkauff: Bertholdt Bicker hatt sich bestadett an Brinckes Houff zu Horst, ist ein grous Kotter gudt, bringett da Bey 40 thll.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1590 – ca. 1609/10  Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:  3 Söhne (Volkszählung 1609)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm1, * um 1595, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm2, * um 1599&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNm3, * um 1602&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609/10 – 1617  Witwe Brink (mit ihren Kindern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 – 1635/36  NNm1 Brink (um 1595 – 1635/36), ∞ 1617 NNw Weeke (ca. 1592 – 1635/36) von Hörste Nr. 36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  NNw, * um 1618, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1638 – ca. 1670  Berthold Bicker aus ?, ∞ 1638 NNw Brink, Anerbin in Hörste (* um 1618, † 1682), er wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN, * 1640, † vor 1657&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Trineke, * 1642,  ∞ 1664 Tönnies Kleine, Hpl in Piv. VH; wird Kleinesche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Herm(ann), * 1644, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich, * 1646, Einl. in Hörste ?, versorgt den Hof Brink 1697 – 1703, † nach 1704&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Lische, * 1649, ∞ vor 1673 Johann Heißenberg gen. Alf in Piv. VL; wird Alfsche&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anke, * 1651&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabe, * 1653&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1670 – 1697 Hermann Brink (1644 – 1697), ∞ (I) um 1670 NN1 († vor 1681), ∞ (II) 1681 NN2; diese ∞ (III) 1698 NNm Kruse (&#039;&#039;Kroeß&#039;&#039;), der kurzzeitig Brink wird, aber alsbald verstirbt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Margarethe, * um 1670, ∞ um 1690 Johann Stölting in Müssen u. wird Stöltingsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharina Margaretha, * 1688, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1703/04 – 1740  Johann Hermann Erffling (um 1675 – 1756) aus Kachtenhausen, ∞ (I) 1703/04 Catharina Margaretha Brink (1688 – 1717), Anerbin in Hörste, ∞ (II) 1718 Anna Magdalena Düchting (um 1684 – 1740) von Billinghausen Nr. 3, ∞ (III) 1741 Witwe Anna Maria Kielkamp aus Wellentrup; er wird 1703 Colon, dann 1740 Leibzüchter Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * ca. 1704, ∞ 1728 Joh. Herm. Niedermeier aus Bill., wird Stöltingsche in Müssen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Trine Ilsabein,  * 1714, ∞ 1734 Jobst Hermann Schlepper (1699 – 1752), Col. in Hiddesen, wird Schleppersche, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Clara Ilsabein, * 1716, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Heinrich, * 1720, konf. 1734, erhält 1741 von s. Schwager Brautschatz zugesichert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * 1722, ∞ 1740 Joh. Arend Hilbrink, GK Hörste Nr. 7, u. wird Hilbrinksche, † 1771&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Christian, * um 1726, ∞ 1751 Witwe Anna Cath. Ilsab. Wiegmann in Vahlhausen, wird Interimswirt Wiegmann in Vahlh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1740 – 1765  Johann Cord Hilbrink (* 1706) von Hörste Nr. 7, ∞ 1740 Anerbin Clara Ilsabein Brink (1716 - 1779) und wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1765 – 1799  Johann Berend Schapeler (1727 – 1813) von Hörste Nr. 30 (Senne) ∞ 1765 Trina Ilsabein Hilbrink (1744 - 1813) von Hörste Nr. 7 (eine Nichte des abtretenden kinderlosen Kötterpaares); diese Eheleute treten den Hof Brink, Hörste Nr. 8, an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Margaretha Ilsabein, * 1767, konf. 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine Elisabeth, * 1769, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie, * 1777, † 1784&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1830 	Töns Henrich Erfling (1771 – 1830) aus Kachtenhausen, ∞ 1799 Anne Catharine Elisabeth Brink (1769 – 1851), Anerbin auf Hörste Nr. 8; er wird MK Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Berend Henrich Adolph, * 1800, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalia Ilsabein, * 1802, ∞ 1826 Töns Chr. Hanning u. wird Hanningsche auf Hörste Nr. 6, † 1864&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 Friederike Henriette, * 1810, ∞ 1842 Herm. Henr. Schulte u. wird Schultesche auf Hörste Nr. 11, † 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 – 1855  Berend Henrich Adolph Brink (1800 – 1879), ∞ 1832 Florentine Henriette Hanning (1805 – 1855) von Hörste Nr. 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:  keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1855 – 1897  Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Wilhelm, * 1859, auswärts verheiratet, 3 Töchter, † vor 1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1860, † 1861&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Adolf, * 1862, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gustav Adolf, * 1863, † 1863&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Adolf Gottlieb, * 1868, † 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Hermine&amp;lt;/u&amp;gt; Luise, * 1875, ∞ um 1900 Bernhard Brinkmann, Lehrer in Wörderfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Luise&amp;lt;/u&amp;gt; Friederike Juliane, * 1876, † 1914&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Emilie, * 1878, ∞ 1900 Hermann &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Branding aus Ehrentrup, Pächter des Hofes Hiddesen Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt; Karl, * 1880, † 1945,  übernächster Besitzer des Hofes Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 - 1911 &amp;lt;u&amp;gt;Hermann&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich Brink (1857 – 1938), ∞ 1898 Pauline Erfling (1871 - 1946) von Wellentrup Nr. 1, verkauft den Hof Brink 1911 an seinen Halbbruder Fritz, verlässt den Hof und lebt als Rentner in Hörste Nr. 16 (a. d. Kreuze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 – 1945  	&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt; Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Mathilde, * 1914, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Luise, * 1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1917, 1950 Gewerbeoberlehrerin in Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Margarete, * 1919, † 1975, ∞ 1951 Ernst Freudenau (1902 – 1977), Unternehmer in Bielefeld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 – 1950 Hans-Joachim Berfelde (1920 – 2000), Landwirt, ∞ vor 1948 Mathilde Brink, Anerbin (1914 – 2005); 1951 Übertragung des Hofes an die Schwester der Ehefrau, Margarete Freudenau, geb. Brink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1950:  Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 Brink, Hermann, Landwirth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brink, Hermann, Leibzüchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hollmann, Heinrich, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 Brink, Fritz, Ldw., -&amp;gt; 363 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmann, Hermine, Lehrerw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plattenberg, Heinrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Mittelkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58787</id>
		<title>Hiddentruper Straße 85 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_85_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58787"/>
		<updated>2026-04-20T11:20:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=85&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94934, 8.77163&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Hier befindet sich der Hiddentruper Hof Brinkmann, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 3.&lt;br /&gt;
[[Datei:1456 Marienfeld Heberolle darin Brinkmann.jpg|mini|Heberegister des Klosters Marienfeld von 1456 (Ausschnitt): Auf den Meier zu Stapelage folgen Obermeier und Niedermeier zu Billinghausen, dann Brinkmann zu Hiddentrup; danach beginnt Kirchspiel Lage; LAV NRW W, W 005 / Msc. VII, Nr. 1308, S. 7]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Frankfurter Weg.jpg|mini|Karte Hörste (oben rechts) u. Hiddentrup (unten links) v. J. C. Friemel, 1730, LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13, darin an Hiddentrup vorbei von unten/Norden nach oben/Süden der Frankfurter Weg mit Flurnummer N 546; Legende zu N 546: &amp;quot;der Weg von Hüttentrup über die Dörn nach Paderborn&amp;quot; (LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 102, S. 182)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Contract-Verlängerung für Hörster Krüger 1777 - 1780.jpg|mini|Konzession für die Hörster Krüger Ostmann, Brinkmann u. Mellies - Ostern 1777 bis Ostern 1780, LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899.jpg|mini|Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann 1899, LAV NRW OWL, L 109 Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebäudegrundrisse Hof Homeier 1913.jpg|mini|Gebäudegrundrisse Hof Brinkmann, jetzt Homeier, 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Norden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Norden, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Osten.jpg|mini|Hof Brinkmann von Osten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Brinkmann von Süden.jpg|mini|Hof Brinkmann von Süden, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkmanns Kotten.jpg|mini|Brinkmanns Kotten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1781 Inschrift Kotten Brinckmann hell.jpg|mini|Inschrift an Brinkmanns Kotten, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein 1727.jpg|mini|Grabstein der Eheleute Strunk/Brinkmann an der Kirche in Stapelage (ihr Geburtsjahr -  eher als 1727 lesbar - ist 1747), 2025, Fotos: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sterbeeintrag 1825 ex KB Stapelage.jpg|mini|Sterbe- u. Begräbniseintrag der Anna Margaretha Elis. Haberjoh, verehelichte Brinkmann, 1825, Kirchenbuch Stapelage]]&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Ministeriale (etwa: hochgestellte Verwaltungsbeamte) &#039;&#039;Herboldus de Dedingtorp&#039;&#039; überließ 1259 dem Kloster Marienfeld eine Kornrente &#039;&#039;in domo ipsorum Hiddingtorphe&#039;&#039; (aus seinem Hause Hiddentrup).&amp;lt;ref&amp;gt;Westfälisches Urkunden-Buch, Bd IV, Nr. 810 &amp;lt;/ref&amp;gt;  Da die beiden anderen Hiddentruper Höfe in frühen Zeiten paderbornischer Grundherrschaft unterstanden, der Hof Brinkmann aber von der ersten namentlichen Nennung 1456 bis zum Ende des Klosters 1803 marienfeldisch war, stellt die obige Transaktion die früheste  -  allerdings namenlose  -  Erwähnung des Hofes Brinkmann dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1456 liegt ein Register einzuziehender Abgaben („Heberolle“) des Klosters Marienfeld vor, in dem der Hof &#039;&#039;brinckman in Hiddentorpe&#039;&#039; mit (vermutlich den 1259 übertragenen) &#039;&#039;XXXV&#039;&#039; (35) Scheffel jährlich zu lieferndes Getreide aufgeführt ist (vgl. Abb.).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW W, W 005 Msc. VII, Nr. 1308, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den frühen Landschatzregistern erscheint der Hof im Kirchspiel Lage (und Stapelage) unter der Rubrik &#039;&#039;Monnekelude&#039;&#039; (Mönchleute des Klosters Marienfeld): 1467 &#039;&#039;Bringkman to Hiddentorpe 4 g.&#039;&#039;; 1488 - ; 1497 &#039;&#039;Hennecke Brinckman 1/2 m.&#039;&#039;; 1507 &#039;&#039;Brinckman to Hiddentorp 3 g.&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Brinckman  3 G.&#039;&#039;; 1545 dto.; 1562 &#039;&#039;Brinckman  6 Fl.&#039;&#039;; 1572 &#039;&#039;Brinckmann 1 ½  Fl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Hofes Brinkmann war einst seine sehr verkehrsgünstige Lage. Ein wichtiger Nord-Süd-Fernhandelsweg führte direkt vor dem Hof vorbei. Der so genannte Frankfurter Weg verlief von Bremen über Minden, durch die Porta und anschließend entlang der Werre bis Lage, um dann über steigungsarmes Gelände (etwa Breitenheide) den Weg durch die Dörenschlucht Richtung Paderborn zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. A. Hennigs, R. Linde u. H. Stiewe: Auf dem Frankfurter Weg durch Lippe; Rosenland 28/2023, S. 12 – 40; auch https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Weg&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf der Friemelkarte von 1730 ist der Weg braun markiert; danach zogen die Fuhrwerke der Kaufleute etwa entlang der heutigen Friedrich-Bayer- und Quellenstraße über den Hörster Bruch. Während Richtung Norden durchaus auch andere Gelegenheiten zu Einkehr und Übernachtung bestanden, galt es Richtung Süden nach Hiddentrup einen weiten unbesiedelten Landstrich bis ans Ende der Senne (bis Schloss Neuhaus oder etwas nordöstlich Österholz) zu durchqueren. Erst nach 1659 (Haustenbeck) bzw. nach 1775 (Augustdorf) entstanden Siedlungen an diesem Streckenabschnitt. Unweit des Hofes schneidet darüber hinaus die Ost-West-Verbindung zwischen Detmold und Bielefeld  -  noch heute Hellweg genannt  -  den alten Frankfurter Weg. Der Standort des Hofes Brinkmann war somit ideal für einen Krug, und ein solcher ist auf dem Hof seit dem frühen 17. Jahrhundert belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 ist der „Krug-Taler“  -  die jährliche Konzessionsabgabe  -  vermerkt: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 92, S. 144&amp;lt;/ref&amp;gt;  .  .  .  &#039;&#039;Jahrlich 1 thlr vom Kruge  .  .&#039;&#039;  .  Um 1645 wird über den Hof berichtet: (Brinkmann) &#039;&#039;hat einen freÿen Kruch&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;  1657 klagte Henrich Brinkmann, der Vogt in Lage habe ihn behindert, zwei Tonnen Bier zu einer Kindtaufe in Hörste zu verkaufen  -  ein wichtiges Nebengeschäft, das er dringend benötige, da sein großer Hof über tausend Taler Schulden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 356&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obwohl die „Kruggerechtigkeit“ (Konzession) eindeutig bei Hofbesitzer Brinkmann lag und von diesem alle drei Jahre verlängert werden musste, war der Krug selbst  -  zumindest die meiste Zeit  -  verpachtet. Als Pächter des Brinkmannschen Kruges werden z.B. 1686/87 Johann Bunte &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  und 1696 Tönnies Riesenberg &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 74 - 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  genannt. Gegenstand der  Konzession war Brauen (von Bier), Brennen (von Branntwein) und Versellen (Ausschenken/Verkaufen im Ort).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1790 kooperierten die Hörster/Hiddentruper Krüger Ostmann, Brinkmann und Mellies offenbar bei den Verhandlungen mit der Rentkammer; Konzessionsverlängerungen wurden regelmäßig zu gleichen Bedingungen in einem Schriftstück an die drei Wirte erteilt. 1792 dann der Bruch: Ostmann und Mellies verlangten in der Verhandlung über die fällige Verlängerung gemeinsam, aber ohne Begründung, &#039;&#039;daß dem Colono Brinkmann zu Hiddentrup alles Versellen und Herbergen fremder und einheimischer Gäste bei Strafe untersagt würde&#039;&#039;. Die in der Rentkammer abgelegten Konzessionsverlängerungen für Brinkmann enden damit, für Ostmann und Mellies in Hörste laufen diese weiter bis 1870.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 N Nr. 367&amp;lt;/ref&amp;gt;  Offenbar hat der Krug in Hiddentrup bis 1792 bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1659 erwähnten hohen Schulden des Hofes waren noch beim nächsten Generationswechsel 1677 derart drückend, dass der eigentliche Anerbe und sein Bruder auf die Hofübernahme verzichteten, stattdessen ihre Schwester Katharina mit Ehemann bzw. ihren Ehemännern den Hof weiterführte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 84 Nr. I D Nr. 5, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;  Irgendwie wurden die Schulden aber später bewältigt, jedenfalls konnte man hundert Jahre später einem allgemeinen damaligen Trend bei größeren Höfen folgen und 1781 einen Kotten errichten lassen. Dieser Kotten steht noch heute am Hellweg nahe der Rethlage  -  auf „Brinkmanns Sand“ kurz vor Pivitsheide VL.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2 Nr. 26 Bd. I&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts lässt die Familiengeschichte Brinkmann einige Tragik erkennen: Fünf der sechs Kinder des Meierpaares Heinrich Brinkmann und Pauline Tasche verstarben in den 1880er und 1890er Jahren im kindlichen Alter. Die überlebende Anerbin Lina Brinkmann heiratete 1907 Hermann Homeier aus Silixen. Das Ehepaar übernahm den Hof, der durch das geänderte Namensrecht nun für eine Generation amtlich Homeier hieß. Der einzige Sohn des Ehepaares fiel im 2. Weltkrieg. So erbte nach dem Krieg die Tochter den Hof, der mit ihrer Eheschließung den heutigen Namen Wehmeier erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eine eher glückliche Hand hatte das Ehepaar Homeier/Brinkmann bei der vollständigen baulichen Erneuerung der Hofstelle unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg: 10 000 Goldmark Darlehn wurden im August 1911 aufgenommen, und anstelle verschiedener eher kleinerer (Fachwerk-)Altbauten entstand eine damals sicherlich hochmoderne Hofanlage mit zentralem Hofplatz, der von Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude umsäumt ist. Alles wurde in Bruchstein-Massivbauweise ausgeführt; das Wohnhaus drückt im Stil durchaus einen gewissen bäuerlichen Stolz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden der Vorkriegszeit wurden nach der großen Inflation zwar ab 1925 aufgewertet, waren aber nur mit 25 % des Standes von 1914 zu verzinsen und abzutragen. Alsbald ergab sich eine Gelegenheit, ein großes Stück Land an der Grenze zu Pivitsheide, das dem Hof bei der Teilung des Hörster Bruches um 1840 zugefallen war, parzelliert an Neuwohner zu verkaufen. Die dortige alte Flurbezeichnung Hammerheide (Schreibweise in Karte 1838, in Grundkarte 1880 &#039;&#039;Hammerhaide&#039;&#039;) lebt im Namen des dabei entstandenen Erschließungsweges/der heutigen Straße „Hamerheide“ fort. So konnte das Ehepaar Homeier/Brinkmann das Darlehn nach ersten Verkäufen 1929 tilgen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300041 u. 300042&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrzehnten hat der Hof Brinkmann/Homeier bzw. die Familie Wehmeier wieder an die lange vergangene Tradition im Beherbergungsgewerbe angeknüpft und einige Ferienhäuser oberhalb des Hofes errichtet. Deren Name [http://www.hiddentrup.de iutspann Hiddentrup] stellt dabei den direkten Bezug zum einstigen Geschäft mit den reisenden Kaufleuten her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Im Salbuch von etwa 1640 werden &#039;&#039;3 gebuwete&#039;&#039; bei Hof Brinkmann genannt  -  ebenso im Messbuch 1730: &#039;&#039;Brinckmanns hoff mit 3 gebäu.&#039;&#039; Eines dieser Häuser wird 1710 erneuert worden sein, als Daniel Brinkmann eine große Hausböhrung mit zehn Tischen gefeiert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 182, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;  1752/53, 1781 und 1829 wurde man genauer: &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. ein Schoppe, 4. ein Backhaus, 5. ein Schaafstall, 6. ein Kotten.&#039;&#039; Im letzten Salbuch von 1855 dann wieder die Beschränkung auf das Wesentliche:  &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten beim Heißenberge&#039;&#039; (benachbarte Stätte in Pivitsheide) &#039;&#039;am Rethlager Bache.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verlautet baulicherseits nichts über den früheren Krug. August Meier-Böke berichtet über ein Ende Februar 1946 geführtes Vorortgespräch mit Wilhelm Ostmann sen. (1856 – 1953), selbst ehemaliger Hörster Wirt, der ihm die genaue Stelle gezeigt habe, &#039;&#039;wo die alte verrufene Herberge gestanden,&#039;&#039; (später) &#039;&#039;Leibzucht des Hofes.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Meier-Böke, Zickzackfahrt durch Lippe: Hiddentrup – Dorf an der Kreuzung; in: Lippische Landeszeitung vom 10. Juli 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Leibzucht war offenbar eine Zeit lang ungenutzt und wurde dann anlässlich eines Generationswechsels auf dem Hof  von dem abgetretenen Meierpaar neu bezogen. Dies hatte 1881 eine (Wieder)Erhebung der Gebäudesteuer zur Folge, wozu die Gebäudeeigenschaften stichpunktartig und tabellarisch erfasst wurden: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Eigentümer) &#039;&#039;Brinkmann, August&#039;&#039;; (Gattung des Gebäudes) &#039;&#039;Leibzucht&#039;&#039;; (Anzahl Stockwerke) &#039;&#039;2&#039;&#039;; (Außenwände) &#039;&#039;massiv&#039;&#039;; (Dach) &#039;&#039;Ziegel&#039;&#039;; (baulicher Zustand) &#039;&#039;gut&#039;&#039;; (Beschreibung Zimmer) &#039;&#039;2 heizb.&#039;&#039;(are) &#039;&#039;Stuben&#039;&#039;, &#039;&#039;3 Kammern, 1 Rauchkammer,  1 Kornbühne, 2 noch vorhandene Bühnen, 2 Keller, 1 Küche, 1 Hausflur, 1 Dreschdiel, Stallung für 4 Kühe.&#039;&#039; Auch hier kein Hinweis auf eine ehemals andere Nutzung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gebäudesteuerrolle geht die umfassende Erneuerung der Hofanlage vor dem bzw. im ersten Weltkrieg wie folgt hervor: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 80&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
a) (altes) Wohnhaus		1913 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) Leibzucht			-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) Scheune			1915 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d) Schafstall			1911 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e) Backhaus (Schweinehaus b. d. LZ)  1938 abgebrochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i) Bausehaus mit Anbau	1911 u. 1917 (erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k) neues Wohnhaus		1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l) Hühnerhaus		1916&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m) Düngerhaus		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n) Wagenschuppen		1917&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäudegrundrisse 1899 und 1913 zeigen im Vergleich, wie der Verlauf der Straße und des Hörster Baches geändert wurde, und, dass die neue Hofanlage leicht nördlich des alten Hofes errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Am hofseitigen Giebel des Haupthauses ist eine große Uhr angebracht; eine Inschrift ist auf dem Hof selbst nicht erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen trägt der 1781 auf „Brinkmanns Sand“ errichtete Kotten des Hofes folgende Torbogen-Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PSALM 69•V•36•37•DENN GOTT WIRD      ZIEON HELFFEN•UND DIE STÄTTE IUDA BAU-&lt;br /&gt;
EN•DAS MAN DASELBST WOHNE UND SIE BE-       SITZE•UND DER SAME SEINER KNECHTE WIRD SIE ER-ERBEN UND DIE SEINEN NAMEN LIEBEN WERDEN DARINNEN&lt;br /&gt;
BLEIBEN•DIESES HAUS IST VON MEINEN SELIGEN MANNE TÖNS HENDERICH&lt;br /&gt;
BRINCKMAN 3?R AUF NEIN (?)        GERIGTET UND ICH HABE SOLCHES NACH SEINEM&lt;br /&gt;
TODE VERFERTIGEN LAS-       SEN  ANNA MARGARETA ELIESABET HABERGO VON&lt;br /&gt;
HÜNTROP  ANNO•1781 DEN•30=TEN IUNI          M: IOHAN HERMAN PLÖGER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem am 10. 4. 1781 verstorbenen Ehemann ist im Kirchenbuch vermerkt:  &#039;&#039;starb plötzlich (Schlagfluss)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Frühe Nachrichten über die Bewohner des Hofes Brinkmann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 Gogericht (GoG):  &#039;&#039;Engelke Wyman hatt Johan Brinkman mit einer Barden ahn den Kopf geschlagen.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 355, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1597 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung über Schuldsachen werden &#039;&#039;Berthold Brinkman zu Hidentruff und seines Bruders Sohn Herman Brinkman&#039;&#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1599 Amtsprot.: Als Vormünder werden genannt &#039;&#039;der Düchtige zu Billinghausen und an des abgestorbenen Brinkmans zu Hiddendorp statt Johan Beining.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1600 u. 1601 Amtsprot.: Konflikt zwischen dem Anerben Curt Brinkmann und seiner Stiefmutter Göste Br.; diese will ihn abfinden, behauptet sein verstorbener Vater &#039;&#039;hätte ihn beim Hoff nicht haben wollen.&#039;&#039; Curt Br. setzt sich durch, nimmt 1601 &#039;&#039;des Pferdehirten Tochter&#039;&#039; (aus Heidenoldendorf) mit 200 Taler Brautschatz zur Frau auf den Hof.  &#039;&#039;Was die Töchter semptlich anlanget, vor dieselben will sie&#039;&#039; (Göste Br.) &#039;&#039;handeln, vnd seindt Ire fünff vnbestattet, Ilsche, Anneke, Trineke, Lisabeth, Neteke; die sechste ist bestattet vff dem Dreckhoff zu Heiden.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 424/25 und S. 530/31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1606 Amtsprot.: &#039;&#039;Churt Griemerts Kinde Heinrichs  .  .  . Vormünder,&#039;&#039; (ein)&#039;&#039;gesetzt  .  .  . weil des Kindes Mutter baldt nach der geburt gestorben&#039;&#039;, geben an, dass aus des Kindes Mutter Brautschatz noch 90 Taler (und Vieh) offen sind. Diese muss Curt Brinkmann in drei Jahresraten entrichten. Eine Tochter vom Hof Brinkmann war also Ehefrau Griemert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 131, S. 872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1607 GoG: &#039;&#039;Erb&#039;&#039;(teilung) &#039;&#039;Ilsa Brinkmans obiit, ist Ehelich verloebt gewesen, aber gleichwol in Brinkmans Dienste gestorben, Ihm sein aber mitgeloebt 90 Thaler  .  .&#039;&#039;  .   &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;(vgl. Töchter 1601)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 Volkszählung: Halbspenner Brinkmann + Frau + 4 Kleinkinder + Knechte/Magd/Schäfer&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1617 GoG: &#039;&#039;Cordt Retberg ist ein Hoppenplocker, hat sich befreÿet an der alten Brinkmanschen zu Hiddendorf ihre Dochter, der Weinkauff ist nicht gedinget.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 343&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1634/35 GoG: &#039;&#039;Bringman zu Hidendorff verstorben, ist ein halb spenner gut, gehört nach Margenfelt.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1572 – ca. 1598 Berthold Brinkmann (oder eingeh.), † um 1598, ∞ (I) um 1573 NN (o. Brinkmann) († um 1576), ∞ (II) um 1577 Göste NN († nach 1616)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Curt, * um 1574, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw, * um 1576, ∞ vor 1602 auf den Dreckhof in Heiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ilsche, * um 1578, ledig, † 1607&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anneke, * um 1580, ∞ 1611 Nicolaus Beringer in Heiligenstadt, Eichsfeld&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 51 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Trinneke, * um 1582&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lisabeth, * um 1584&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Neteke, * um 1586&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eine der letzten drei Töchter ∞ nach 1600 Curt Griemert in Wellentrup und † vor 1607; eine andere ∞ 1617 Cord Rettberg, Hoppenplöcker.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 – ca. 1625 (?) Curt Brinkmann (ca. 1575 – ca. 1625), ∞ 1601 NNw Pferdehirte aus Heidenoldendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	4 Kinder, * vor 1610&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna, * um 1620, ∞ 1652 Curt Krietenstein in Hagen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1625 – 1634/35  Deppe NN oder Brinkmann, * um 1600, ist als Vater der 1651 heiratenden Anerbin Anna Brinkmann ausgewiesen; nicht ersichtlich, ob per Heirat der Witwe Br. oder deren ältester Tochter um 1625 auf den Hof gekommen oder gar als Sohn des Curt Br. selbst (sehr junger) Anerbe, † 1634/35 (Pest ?), seine Witwe ∞ (II) um 1636 NN, der Interimswirt Brinkmann wird und 1651 a. d. Leibzucht geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deppe Br.s Tochter:  Anna Br., * um 1625, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1636 – 1651  NN wird Interimswirt Brinkmann in Hidd. (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1651 – 1672	Henrich Krüger († vor 1673) aus der Hasebecke, ∞ 1651 Anna Brinkmann, Anerbin in Hiddentrup (ca. 1625 – ca. 1677), und wird Hsp Brinkmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder: &amp;lt;ref&amp;gt;Die 4 ledig verstorbenen Kinder gehen aus LAV NRW OWL, L 84 I D Nr. 5, hervor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Anna Ilsabein, * um 1652, ∞ 1671 (Heiden) Adolf Stelter, Anerbe/Colon in Nienhagen, wird Steltersche, † 1674 &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 21 Nr. 143, S. 56 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1654, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Catharina, * um 1656, wird Anerbin, nachdem ihr Bruder den Hof ausgeschlagen hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Kord Christoph, * um 1658, ∞ 1684 Catharina Sophie Witwe Dalkmann in der Senne und  wird  Interimswirt Dalkmann&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	NNw1, * um 1660, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johan Cord, * um 1662, ledig, † vor 1693&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw2, * um 1664, ledig, † um 1690&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1672 – 1677 Witwe Anna Brinkmann (s. o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1677 – ca. 1685  Cordt Meierhermann († ca. 1685) aus Ehlenbruch, ∞ (I) ca. 1677 Anna &amp;lt;u&amp;gt;Catharina&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (ca. 1655 – 1723), Anerbin in Hiddentrup, und wird Hsp Brinkmann; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1685 Arend Wissmann († 1731) aus Wissentrup; dieser wird für 24 Jahre Interimswirt Brinkmann in Hidd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hermann Daniel, * 1681, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Tönnies, * um 1686, ∞ 1713 (Lage) Anna Elisabeth Brüning (= Grotebrune) in Ehrentrup, wird 1718 Grotebrune in Ehrentrup&amp;lt;ref&amp;gt;Meierbrief in LAV NRW OWL, D 72 Falkmann Nr. 96&amp;lt;/ref&amp;gt;  , † 1760&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Cord Otto, * um 1695, ∞ 1727 (Detmold) Witwe Anna Ilsabein Stockebrand in Lenstrup, wird Interimswirt Stockebrand, dann dort LZer, † 1753&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Catharine Sophie, * um 1700, ∞ 1731 Simon Hermann Pfennig, Col. in Müssen, wird Pfennigsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 – 1709  Arend Brinkmann, geb. Wissmann (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1709 – 1727 	Hermann &amp;lt;u&amp;gt;Daniel&amp;lt;/u&amp;gt; Brinkmann (1681 – 1727), ∞ (I) 1709 Anna Elisabeth Farwig (1682 – 1742) aus ?,  diese ∞ (II) 1727 Hermann Arend Rethmeier (1698 – 1780) aus Billinghausen, der Interimswirt Brinkmann wird; dieser ∞ (III) 1742 Amelie Margaretha Weeke (1710 – 1782) aus Hörste, die Brinkmannsche wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Henrich Christoph (1710 – 1751), Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Amalie,  * ca. 1712, ∞ 1735 Johann Hermann Rethmeier, Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1714 (konf. 1727), ∞ 1742 Witwe Trin Lisabet Dreckmeier &amp;quot;bei der Werre&amp;quot; (Schötmar)(1713 - 1799), er wird Interimswirt Dreckmeier, † 1774 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * 1716, konf. 1730&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Sophie, * 1719, ∞ 1741 Jobst Berend Austmann (Ostmann), Col. in Ohrsen, wird Ostmannsche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermann Arend, * 1744, † 1746&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1746, nachfolgender Besitzer des Hofes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Ammalie Elisabeth, * 1749, † 1759&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Sophie Elisabeth, * 1752, ∞ 1774 Johan Henrich Bödeker, Erbpächter der Rethlager Mühle in Piv. VL, wird dort Müllerin, † 1789&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 – 1774 	Hermann Arend Brinkmann, geb. Rethmeier (s. o.), dem der Hof laut Eheprotokoll vor seiner 2. Eheschließung 1741 von seinem Stiefsohn Henrich Christoph Br. (Anerbe) abgetreten wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 – 1781 	Töns Henrich Brinkmann (1746 – 1781), Sohn seines Vorgängers, ∞ (I) 1774 Anna Margaretha Haberjoh (1747 – 1825) aus Müssen, diese ∞ (II) 1781 Friedrich Adolph Ottenhausen (1752 – 1789) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann wird, die Witwe Br. ∞ (III) 1791 Johann Christoph Strunk (1755 – 1836), der nachfolgender Interimswirt Br. in Hidd. wird&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder (aus 1. Ehe):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Hermann, * 1775, ∞ 1803 Henriette Friederike Wilhelmine Beining (1788 – 1864), Anerbin in Hidd., und wird Hsp Beining, † 1847&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1776, † 1776&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1778, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Jobst Hermann, * 1780, † 1781&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1781 – 1789 Friedrich Adolph Brinkmann, geb. Ottenhausen (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 – 1806 Johann Christoph Brinkmann, geb. Strunk (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 – 1848 	Friedrich Adolph Brinkmann (1778 – 1851), ∞ 1806 Amalie Diekmeier ( 1785 - 1853) aus Lockhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Caroline Friederike, * 1807&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Friederike, * 1809, † 1811&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Friederike Amalia, * 1811, ∞ 1843 Johann Berend Christoph Rethmeier (1812 – 1891), Hsp in Billinghausen, wird Rethmeiersche, † 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Carl Ludwig, * 1813, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm August, * 1815, ∞ 1848 Witwe Pankoke in Wülfer Nr. 6 und wird Interimswirt Pankoke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Gottlieb August, * 1817, ∞ 1850 Hanne Luise Caroline Witwe Baade in Brünninghausen, geb. Betröme aus Heepen, und wird Interimswirt Baade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Wilhelmine, * 1820, konf. Ostern 1834&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friederike Amalia, * 1822, ∞ 1852 Friedrich Adolph Gees, Hsp in Hörste Nr. 37, wird Colona Gees, † 1906&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Simon August, * 1825, ∞ 1851 Caroline Wilhelmine Witwe Tasche, geb. Tappe, in Ahmsen und wird Interimswirt Tasche, † 1911&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 - 1864 Carl Ludwig Brinkmann (1813 – 1864), ∞ (I) 1848 Konradine Juliane Dingerdissen (1829 – 1905) von Ubbedissen Nr. 4; diese ∞ (II) 1865 Heinrich Adolf August Müssemeier (1842 – 1901) aus Müssen, der Interimswirt Brinkmann in Hidd. wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Ludwig, * 1849, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Juliane, * 1853,  † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Auguste, * 1855, † 1856&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Auguste, * 1858 (Zwilling), † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde, * 1858 (Zwilling)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich August, * 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Helene Johanne, * 1866, † 1867&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hermine Mathilde, * 1868, † 1870&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 – 1879  	Heinrich Adolf August Brinkmann, geb. Müssemeier (s.o.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 – ca. 1908 Heinrich Ludwig Brinkmann (1849 – 1923), ∞ 1879 Pauline Wilhelmine Tasche (1847 – 1918) von Ahmsen Nr. 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Pauline Juliane Karoline, * 1880, † 1881&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Mathilde Alwine, * 1881, † 1894&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Lina Juliane, * 1884, Anerbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich August Gottlieb, * 1887, † 1888&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emil August, * 1889, † 1890&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karl Albrecht, * 1889, † 1889&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 – 195x Hermann August Homeier (1880 - 1960) von Silixen Nr. 2, ∞ 1907 Lina Juliane Brinkmann (1884 – 1974), Anerbin des Hofes Hörste/Hidd. Nr. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Juliane Homeier, * 1910, Erbin des Hofes nach dem Tode ihres Bruders, † 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Robert Homeier, * 1913, Anerbe, † 1941 am Wolchow, Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Brinkmann, Hch., Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Grewe, Frdr., Tagel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopp, Christoph, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kracht, August, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 (Hiddentrup) Homeier, Herrmann, Landwirt,  -&amp;gt; 108 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, Emma, Witwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tasche, August, Student&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Brinkmannssand) Kracht, August, Ziegler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenel, August, Knecht&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58659</id>
		<title>Hörster Bruch (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rster_Bruch_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58659"/>
		<updated>2026-04-15T20:46:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94245, 8.76401&lt;br /&gt;
}}Die Straße Hörster Bruch ist eine der Verbindungen zwischen dem Ortskern Hörste und Pivitsheide VL (neben der Strecke über Hiddentruper Straße u. Hellweg).&lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
Ursprünglich eher zwischenörtliche Verbindungsstraße, hat die Straße durch weitgehende Bebauung mehr und mehr auch den Charakter einer Anliegerstraße angenommen hat. Die Schreibweise der Straßenbeschilderung vor Ort („Hörsterbruch“) weicht von derjenigen in der Liegenschaftskarte Lippe („Hörster Bruch“) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Der Name der Straße entspricht der historischen Flurbezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Bei der Teilung der Hörster Gemeinheit „Hörster Bruch und Hammerheide“ um 1840 wurden die Straßen mit den heutigen Namen &amp;quot;Hörster Bruch&amp;quot;, &amp;quot;Quellenstraße&amp;quot;, &amp;quot;Dienstweg&amp;quot;, &amp;quot;Friedrich-Bayer-Straße&amp;quot;, &amp;quot;Maybachstraße&amp;quot; und &amp;quot;In den Dornen&amp;quot; (zumindest teils auf Basis sehr viel älterer Wege) neu geplant und trassiert (vgl. Karte).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73, Nr. 5/1527&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausbau und Umgestaltung erfolgten schrittweise bis heute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren war die Straße Hörsterbruch eine Chaussee mit einzelnen Häusern, dazwischen lagen Felder und Gärten. Auf einer Straßenseite standen Hainbuchen, auf der anderen Apfelbäume  -  dahinter beidseitig ein grasbewachsener Straßengraben, dann erst begannen die Privatgrundstücke. Befestigung und Asphaltierung in den 1920ern (?), Wasserleitung in den 1950er Jahren, Abwasserkanäle in den 1970ern und schließlich beidseitige Bürgersteige, zuletzt Verkehrberuhigungsmaßnahmen waren Stationen eines steten Wandels. Einige frühe Hausstätten an der Straße entstanden noch im 19. Jahrhundert, inzwischen ist die Straße nahezu vollständig beidseitig bebaut.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörsterbruch 1838.jpg|mini|Karte zur Teilung der Hörster Gemeinheit &amp;quot;Hörsterbruch und Hanmmerheide&amp;quot;, 1838]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 1 (Hörste)]] = Hörste Nr. 39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 8 (Hörste)]] = Hörste Nr. 36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 53 (Hörste)]] = Hörste Nr. 85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 55 (Hörste)]] = Hörste Nr. 71&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 62 (Hörste)]] = Hörste Nr. 91&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 65 (Hörste)]] = Hörste Nr. 101&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 80 (Hörste)]] = Hörste Nr. 96&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 111 (Hörste)]] = Hörste Nr. 61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 121 (Hörste)]] = Hörste Nr. 44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hörster Bruch 124 (Hörste)]] = Hörste Nr. 75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt; &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58584</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58584"/>
		<updated>2026-04-10T14:11:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Schepers merkt zum rekontruierten ursprünglichen Haus an: &#039;&#039;Flettdeelenhaus mit hoher Esslucht und verkümmerter Waschlucht. In die Seitenschiffe eingeschobene Kammern. Am Wohngiebel gleichzeitiger einhüftiger Vorbau mit Aufkammer (kleinem Saal), Anfang 17. Jh. zu vollem Kammerfach erweitert. Einst Giebelausgang. Zweiständerbau, weiter Balkenüberstand. Von Ständerköpfen 2 Rähm- und 2 Balkenkopfbänder abzweigend.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973, Tafel 169&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-10T10:14:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Grundriss 846 1518 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1560_Nr._6_R%C3%BCckw%C3%A4rtige_Ansicht_846_1519_001.jpg&amp;diff=58559</id>
		<title>Datei:1560 Nr. 6 Rückwärtige Ansicht 846 1519 001.jpg</title>
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		<updated>2026-04-10T10:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (rückwärtige Ansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1519&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Datei:1560 Nr. 6 Giebelansicht 846 1530 001.jpg</title>
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		<updated>2026-04-10T10:11:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Giebelansicht), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1530&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-04-10T10:09:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann, Hörste Nr. 6: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes (Grundriss, Schnitte), (ohne Datum), Archiv LWL 846 / Kartensammlung, Nr. 846/1518&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=H%C3%B6rste&amp;diff=58537</id>
		<title>Hörste</title>
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		<updated>2026-04-10T07:56:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Lage&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9462, 8.7533&lt;br /&gt;
}}[[Datei:Ortsteile Lage (Lippe) Hörste.svg|thumb|Ortsteile Lage (Lippe) Hörste]][[Datei:Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1899, LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 227]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1914, LAV NRW OWL L80.22 Nr. 453.jpg|mini|Neue Straßentrassierung und Gebäudegrundrisse in Hiddentrup, 1913, LAV NRW OWL, L80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftkurort Hörste 1955.jpg|mini|Hörste von Nordwesten: vorn Ortskern; mittig Schule u. Feuerwehrhaus; hinten links Hörsterbruch, um 1955, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[In Den Dornen (Hörste)|Hörste]] ist ein Ortsteil von [[Lage]]. Hörste war bis zum 1. Januar 1970 eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Gemeindereform durch das Detmold-Gesetz wurde Hörste in die neugebildete Großgemeinde Lage eingegliedert.&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft/das Dorf Hörste liegt etwa 10 Kilometer westlich von Detmold im Tal des Hörster Baches und seiner Quellbäche am Nordostrand des Teutoburger Waldes. Vom alten Einzelhof Krawinkel im Nordwesten (Grenze zu Währentrup) bis zum Bach Rethlage jenseits des jüngeren Ortsteils Hörster Bruch im Südosten (Grenze zu Pivitsheide VL) erstreckt sich das Hörster Gebiet über mehr als 5 Kilometer. Der längs dieser Linie anschließende Teutoburger Wald gehört bis an den Rand der Senne (Grenze zu Augustdorf) ebenfalls zu Hörste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Die Bauerschaft Hörste einschließlich Stapelage und Hiddentrup gehörte bis 1879 zur Vogtei Lage, die ihrerseits Teil des Amtes Detmold war, bis daraus 1823 ein neugebildetes Amt Lage mit den Vogteien Lage und Heiden ausgegliedert wurde. Ab 1879 gehörte das Amt Lage und somit auch Hörste zum Verwaltungsamt Detmold. 1932 wurde Hörste eine Gemeinde des neu gebildeten Kreises Detmold und blieb dies bis 1969. Seit 1970 ist Hörste Ortsteil der Stadt Lage im Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Stapelage umfasste seit Alters her die Bauerschaften Hörste und Billinghausen, seit der Ende des sechzehnten Jahrhunderts einsetzenden Besiedlung der Pivitsheide auch die Bauerschaft Pivitsheide VL (bis ca. 1940) sowie etwa 200 Jahre später die entstehende Bauerschaft Augustdorf (1775 bis 1801). Gewisse Unschärfen frühen Verwaltungshandelns verlaufen entsprechend: Hausstätten und Höfe in Billinghausen und Pivitsheide sind gelegentlich in frühen Quellen wie Steuerlisten mit unter Hörste zu finden, soweit nicht separat aufgelistet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert kommt es zu Verschiebungen der Gemeindegrenzen: Der Wohnplatz Helweg mit wenigen Häusern wird 1913 von Hörste nach Billinghausen umgemeindet. Die Stapelager Senne jenseits des Teutoburger Waldes (im wesentlichen Standortübungsplatz Stapel) wird im Rahmen der kommunalen Neuordnung 1970 von der Gemeinde Hörste nach Augustdorf umgegliedert. &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1188 überträgt der Bischof von Paderborn den Zehnten in Hörste und Stapelage  -  die an die Kirche zu entrichtenden Abgaben  -  an das drei Jahre zuvor gegründete Kloster Marienfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte &#039;&#039;Mansen&#039;&#039;, in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster &#039;&#039;Haus und Gut  - &#039;&#039; den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: &#039;&#039;Bruckman tho Horst&#039;&#039; (Brokmann), &#039;&#039;Johan Mellies&#039;&#039; (Mellies), &#039;&#039;Rysenberck&#039;&#039; (Riesenberg), &#039;&#039;Ostman tho Horst&#039;&#039; (Ostmann), &#039;&#039;Hildebrant tho Horst&#039;&#039; (Hilbrink), &#039;&#039;Deppe Johanning&#039;&#039; &#039;&#039;tho Horst&#039;&#039; (Hanning), &#039;&#039;Schulte tho Horst&#039;&#039; (Schulte)&#039;&#039;, Brynckman tho Horst&#039;&#039; (Brink), &#039;&#039;Huneke tho Horst&#039;&#039; (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe &#039;&#039;Brinkman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Brinkmann), &#039;&#039;Herm Beynynck&#039;&#039; (Beining) und &#039;&#039;Wyman tho Hyttendorp&#039;&#039; (Wiemann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Drei-Höfe-Ortsteil Hiddentrup besteht bereits im Mittelalter: Nach Kiewning gehört hier der Hof Wiemann zur Höfegruppe der Haholdschen Schenkung, die im Jahre 1011 dem Bischof von Paderborn zufiel. Die früheste Erwähnung des Ortsteilnamens findet sich in der Form &#039;&#039;Hiddinkthorpe&#039;&#039; (= Hiddentrup) in einem 1155/60 entstandenen Güterverzeichnis des Klosters Werden (bei Essen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1838 kommt es zur Teilung der Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide. In den Folgejahren beginnt langsam die Besiedlung dieses weitläufigen Geländes, so dass im Adressbuch 1901 bereits bei 22 der 102 existierenden Hörster Stätten der Wohnplatz &#039;&#039;Hörsterbruch&#039;&#039; angegeben wird. Die Bebauung ist hier bis heute soweit voran geschritten, dass nahezu alle von Straßen erschlossenen Flächen baulich genutzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Geschichte/Nachkriegszeit in Hörste ist geprägt vom Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, vom Aufblühen und Niedergang einer Fremdenverkehrswirtschaft (in den 1950er bis 1970er Jahren zahlreiche &#039;&#039;Pensionen&#039;&#039; im &#039;&#039;Luftkurort Hörste&#039;&#039;) und vom vergeblichen Versuch einer Industrieansiedlung (Fa. Slendor, Hörster Bruch). Während die frühere Versorgungsinfrastruktur bis auf einige Gastronomiebetriebe inzwischen nahezu verschwunden ist, ist  -  wohl wegen der teils landschaftlich reizvollen Lage wie auch der verkehrsgünstigen Nähe zum Großraum Bielefeld  -  in den letzten sechs Jahrzehnten eine umfangreiche Wohnbebauung auch westlich des Ortskerns entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Strukturen, Stadtbefestigung, Kirchen und Klöster, Bauten des Hofs, öffentliche Bauten, Parkanlagen, ...&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Hiddentrup u. Hörste 1730 (Friemel)   (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Hörster Gemeinheiten Hörster Bruch und Hammerheide 1838 (F. Roetteken) (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 01527 K)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Flurkarte Gemarkung Hörste Nr. 97 Flur 3 (Hiddentrup) 1952 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. /2093/02/031)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Luftkurort Hörste 1969 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975)&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hursten  - &#039;&#039; die mittelalterliche Form des Ortsnamens Hörste -  bedeutet etwa Gestrüpp, Gebüsch; der Ortsname ist also von der ursprünglich dort vorgefundenen Landschaft und Vegetation abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung von 1769 nennt 304 Einwohner, davon 72 unter zehn Jahren. Einer der Einwohner dient als preussischer Soldat. Sieben Jahre später waren es 362 Einwohner, darunter 16 Leibzüchter und/oder Leibzüchterinnen. Landwirtschaft ist eine so selbstverständliche Arbeit der gesamten Bevölkerung, dass sie nicht genannt wird. Neben Landwirtschaft wird in 44 Haushalten gesponnen; 1 Radmacher, 1 Schneider, 1 Pferdehändler, 1 Kuhhirte, 1 Schäfer, 1 Schmied und 1 Schlachter sowie 2 preuss. Soldaten, 2 Tagelöhner und 3 Bettler ergänzen das Spektrum des Broterwerbs im Jahre 1776.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1828 wuchs die Zahl der Einwohner auf 861. Sie lebten in 164 Haushalten. Die Einwohnerstruktur schlüsselt sich folgendermaßen auf: 156 Frauen, 149 Männer, 212 Söhne, 183 Töchter, 23 weibliche und 15 männliche Hausgenossen, 61 männliche und 62 weibliche Dienstboten. 299 Einwohner  -  also mehr als ein Drittel  -  waren jünger als 14 Jahre, eine einzige Frau war über 80 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852 hatte Hörste 1079 Einwohner, 1867 waren es schon 1131. In diesem Bereich bewegte sich die Einwohnerzahl bis 1925, wobei am 1. Dezember 1910 allein 210 Ziegler gezählt wurden  - davon 112 schon heimgekehrt, 98 noch abwesend.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1414: Sammlung lippischer Volkszählungen (1852 - 1925) &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Zunahme der Bevölkerung ein; zum 31.12.2020 wurden 2469 Einwohner in Hörste gezählt.[[Datei:Hörste um 1965 Farbe.jpg|mini|Ortskern Hörste aus Nordosten, um 1965, Ansichtskarte, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verteilung der Bevölkerung auf die Wohnplätze&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| Einwohner || Jahr || Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnplatz || 1900 || 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brinkmannssand,&amp;lt;br&amp;gt; Eberg, Helweg || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heskamp, Hessel,&amp;lt;br&amp;gt; Hiddentrup || 68 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörste || 506 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hörsterbruch || 90 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Krawinkel || 26 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Massiek, Pferdekamp,&amp;lt;br&amp;gt; Röde, Schapeler || 34 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stapelage || 250 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Südfeld || 23 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uekenpohl || 36 || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Summe || 1059 || &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der &amp;quot;Verordnung wegen Numerierung der Häuser&amp;quot; eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierung folgte der Hofgröße. Die Fortschreibung der Hausnummern bei neu entstehenden Kolonaten erfolgte dann aber notgedrungen chronologisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1617 sind etwa 27 Hörster Hausstätten erfasst; 1730 sind es 35 Höfe/Häuser. Diese Anzahl liegt auch noch bei der Volkszählung 1769 vor, denn neben den jetzt vergebenen Hausnummern 1 bis 33 sind die erst 1785 verwaltungstechnisch in Hörste eingegliederten Höfe Weeke und Gees hinzuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Fach 21 Nr. 2: Umschreibung der ursprünglich zum Amt Oerlinghausen gehörigen, dann aber dem Amt Detmold inkorporierten Untertanen Kolon Wißmann zu Ehrentrup, Wißmann zu Wissentrup, Gees und Weeke zu Hörste (1785 – 1787)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Volkszählung 1828 existieren schließlich 49 Hausnummern in Hörste. Das lippische Adressbuch 1901 listet unter „Hörste“ 102 Hausnummern/Wohnstätten auf. Mitte 1969  -  im letzten Jahr der alten Numerierung  -  sind in Hörste Hausnummern bis 369 vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975: Karte Luftkurort Hörste 1969 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze mit Bewohnerzahlen im Jahre 1900 (laut Adressbuch 1901):         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brinkmannssand, Eberg, Helweg (26), Heskamp, Hessel, Hiddentrup (68), Hörste (506), Hörsterbruch (90), Krawinkel (26), Massiek, Pferdekamp, Röde, Schapeler (34), Stapelage (250), Südfeld (23), Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnplätze im Jahre 1925 (laut Adressbuch 1926):        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörste, Brinkmannssand, Eberg, Helweg, Heskamp, Hiddentrup, Hörsterbruch, Krawinkel, Massiek, Pferdekamp, Röhde, Schapeler, Stapelage, Südfeld, Uekenpohl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkordanz der alten Hausnummern zu den aktuellen Adressen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(in Klammern: Wohnplatz, soweit außerhalb des Dorfes Hörste im Jahre 1900)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 1 = [[Währentruper Straße 1 (Hörste)|Währentruper Straße 1]]    (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 2 = [[Währentruper Straße 88 (Hörste)|Währentruper Straße 88]]  (Krawinkel)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 3 = [[Hiddentruper Straße 85 (Hörste)|Hiddentruper Straße 85]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 4 = [[Hiddentruper Straße 72 (Hörste)|Hiddentruper Straße 72]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 5 = [[Hiddentruper Straße 69 (Hörste)|Hiddentruper Straße 69]]   (Hiddentrup)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 6 = [[Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)|Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 7 = [[Distelkamp 10 (Hörste)|Distelkamp 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 8 = [[Hiddentruper Straße 5 (Hörste)|Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 9 = [[Distelkamp 9 (Hörste)|Distelkamp 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = (vor 1919/20) [[Hiddentruper Straße 6x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 11-13]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 10 = (ab 1919/20) [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 11 = [[Distelkamp 5 (Hörste)|Distelkamp 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 12 = [[Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 13 = [[Hiddentruper Straße 1 (Hörste)|Hiddentruper Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 14 = [[Teutoburger-Wald-Straße 1 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 15 = [[Murnerweg 3 (Hörste)|Murnerweg 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (vor 1890) [[Hiddentruper Straße 2x (Hörste)|gegenüber Hiddentruper Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 16 = (nach 1910) [[Stapelager Straße 41 (Hörste)|Stapelager Straße 41]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 17 = [[Uekenpohl 31 (Hörste)|Uekenpohl 31]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 18 = [[Uekenpohl 25 (Hörste)|Uekenpohl 25]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 19 = [[Uekenpohl 37 (Hörste)|Uekenpohl 37]]                 (Uekenpohl)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (bis 1892) = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 20 (ab 1893) = [[Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)|Konrad-Zuse-Weg 10]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 21 = [[Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]               (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]   (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 24 = [[nahe Kalkreute 100 (Hörste)|nahe Kalkreute 100]] (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 27 = [[Massiek 14 (Hörste)|Massiek 14]]                   (Massiek)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 28 = [[Murnerweg 6 (Hörste)|Murnerweg 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 29   [[nahe Währentruper Straße 88 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 88]] (Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 30 = (Augustdorf, Standortübungsplatz Stapel) &amp;lt;ref&amp;gt;Durch die im Rahmen der kommunalen Gebietsreform zum 1. 1. 1970 durchgeführte Abtrennung der Stapelager Senne von Hörste und ihre Zuordnung zu Augustdorf liegt auch die ehemalige Hörster Hausstätte Nr. 30 (Schapeler) bzw. deren Ruine heute auf Augustdorfer Gebiet.&amp;lt;/ref&amp;gt;   (Schapeler)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 31 = [[Murnerweg 9 (Hörste)|Murnerweg 9]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 32 = [[Distelkamp 7 (Hörste)|Distelkamp 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 33 = [[Stapelager Straße 7 (Hörste)|Stapelager Straße 7]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 34 = [[Freibadstraße 28 (Hörste)|Freibadstraße 28]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 35 = [[Ikenkamp 77 (Hörste)|Ikenkamp 77]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 36 = [[Hörster Bruch 8 (Hörste)|Hörster Bruch 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 37 = [[Hiddentruper Straße 25 (Hörste)|Hiddentruper Straße 25]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 38 = [[Ikenkamp 51 (Hörste)|Ikenkamp 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 39 = [[Hörster Bruch 1 (Hörste)|Hörster Bruch 1]]              &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 40 = [[Stapelager Straße 78 (Hörste)|Stapelager Straße 78]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 41 = [[Dienstweg 56 (Hörste)|Dienstweg 56]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 42 = [[Dienstweg 54 (Hörste)|Dienstweg 54]]                   (Südfeld)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 43 = [[Quellenstraße 27a (Hörste)|Quellenstraße 27a]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 44 = [[Hörster Bruch 121 (Hörste)|Hörster Bruch 121]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 45 = [[Eschenbredestraße 1 (Hörste)|Eschenbredestraße 1]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 46 = [[Südfeldstraße 27 (Hörste)|Südfeldstraße 27]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 47 = [[Südfeldstraße 31 (Hörste)|Südfeldstraße 31]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 48 = [[Eschenbredestraße 2 (Hörste)|Eschenbredestraße 2]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 49 = [[Billinghauser Straße 49 (Hörste)|Billinghauser Straße 49]]  (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 50 = [[Im Heßkamp 50 (Hörste)|Im Heßkamp 50]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 51 = [[Im Heßkamp 51 (Hörste)|Im Heßkamp 51]]              (Heskamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 52 = [[Am Freibad 25 (Hörste)|Am Freibad 25]]                (Pferdekamp)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 53 = [[Waldstraße 23 (Hörste)|Waldstraße 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 54 = [[Stapelager Straße 85 (Hörste)|Stapelager Straße 85]]      (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 55 = [[Südworthstraße 43 – 45 (Hörste)|Südworthstraße 43 – 45]]  (Stapelage)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 56 = [[Friedrich-Bayer-Straße 2 (Hörste)|Friedrich-Bayer-Straße 2]] (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 57 = [[Distelkamp 8 (Hörste)|Distelkamp 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 58 = [[Hiddentruper Straße 3 (Hörste)|Hiddentruper Straße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 59 = [[Stapelager Straße 6 (Hörste)|Stapelager Straße 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 60 = [[Freibadstraße 3 (Hörste)|Freibadstraße 3]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 61 = [[Hörster Bruch 111 (Hörste)|Hörster Bruch 111]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 95       (Helweg) &amp;lt;ref&amp;gt;Der Wohnplatz Helweg mit den alten Hausnummern 62, 64, 79 und 80 wurde 1913 von Hörste abgetrennt und der Bauerschaft Billinghausen zugeschlagen. Demgemäß kommen obige vier Hausnummern im Adressbuch 1926 unter „Hörste“ nicht vor; die Häuser Hörste Nr. 62, Nr. 64, Nr. 79 u. Nr. 80 (1900) wurden 1913 zu Billinghausen Nr. 95, Nr. 96, Nr. 97 und Nr. 98. 1929 wurden die vier frei gewordenen Hörster Hausnummern 62, 64, 79 und 80 dann erneut für neu erbaute Häuser in Hörste vergeben (vgl. Gebäudesteuerrolle Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 62 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 137]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 63 = [[Quellenstraße 1 (Hörste)|Quellenstraße 1]]               (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 96       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 64 (nach 1925) = [[Bentweg 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 65 = [[Ikenkamp 18 (Hörste)|Ikenkamp 18]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 66 = [[Bentweg 4 (Hörste)|Bentweg 4]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 67 = [[Bentweg 20 (Hörste)|Bentweg 20]]                       (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 68 = [[Freibadstraße 45 (Hörste)|Freibadstraße 45]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 69 = [[Freibadstraße 50 (Hörste)|Freibadstraße 50]]                      (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 70 = [[Lohweg 39 (Hörste)|Lohweg 39]]                       (Eberg)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 71 = [[Hörster Bruch 55 (Hörste)|Hörster Bruch 55]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 72 = [[Hiddentruper Straße 15 (Hörste)|Hiddentruper Straße 15]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 73 = [[Maybachstraße 16 (Hörste)|Maybachstraße 16]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 74 = [[Am Sternberg 29 (Hörste)|Am Sternberg 29]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 75 = [[Hörster Bruch 124 (Hörste)|Hörster Bruch 124]]            (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 76 = [[Lohweg 24 (Hörste)|Lohweg 24]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 77 = [[Eschenbredestraße 16 (Hörste)|Eschenbredestraße 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 78 = [[Dienstweg 31 (Hörste)|Dienstweg 31]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 97       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 79 (nach 1925) = [[Eschenbredestraße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (vor 1920) =&amp;gt; [[Billinghausen]] Nr. 98       (Helweg)     (vgl. Fußnote zu Nr. 62)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 80 (nach 1925) = [[Hörster Bruch 133]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 81 = [[Hiddentruper Straße 51 (Hörste)|Hiddentruper Straße 51]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 82 = [[Stapelager Straße 8 (Hörste)|Stapelager Straße 8]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 83 = [[Ikenkamp 6 (Hörste)|Ikenkamp 6]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 84 = [[Südfeldstraße 25 (Hörste)|Südfeldstraße 25]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 85 = [[Hörster Bruch 53 (Hörste)|Hörster Bruch 53]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 86 = [[Teutoburger-Wald-Straße 12 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 87 = [[Stapelager Straße 5 (Hörste)|Stapelager Straße 5]]        &lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 88 = [[Dienstweg 21 (Hörste)|Dienstweg 21]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 89 = [[Dienstweg 15 (Hörste)|Dienstweg 15]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 90 = [[Dienstweg 33 (Hörste)|Dienstweg 33]]                   (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 91 = [[Hörster Bruch 62 (Hörste)|Hörster Bruch 62]]              (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 92 = [[Distelkamp 23 (Hörste)|Distelkamp 23]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 93 = [[Teutoburger-Wald-Straße 5 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 5]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 94 = [[Im Rodfelde 16 (Hörste)|Im Rodfelde 16]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 95 = [[Stapelager Straße 49 (Hörste)|Stapelager Straße 49]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 96 = [[Hörster Bruch 80 (Hörste)|Hörster Bruch 80]]             (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 97 = [[An der Egge 12 (Hörste)|An der Egge 12]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 98 = [[Stapelager Straße 30 (Hörste)|Stapelager Straße 30]]&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 99 = [[Eckenerstraße 11 (Hörste)|Eckenerstraße 11]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 100 = [[Im Bent 37 (Hörste)|Im Bent 37]]                     (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 101 = [[Hörster Bruch 65 (Hörste)|Hörster Bruch 65]]           (Hörsterbruch)&lt;br /&gt;
* Hörste Nr. 102 = [[An der Egge 10 (Hörste)|An der Egge 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
* [[Am Freibad (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Kurpark (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Sternberg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[An der Egge (Hörste)|An der Egge (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Bentweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Billinghauser Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Dienstweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Distelkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Döllingerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eckenerstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Eschenbredestraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Freibadstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Bayer-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Gingweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Grundstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hamerheide (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Harnackweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinkelweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hiddentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hilgenstuhl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Hörster Bruch (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Ikenkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Bent (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Heßkamp (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Im Rodfelde (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[In den Dornen (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kalkreute (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Katenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Kolpingstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Zuse-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lilienthalstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Lutherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Massiek (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Maybachstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Murnerweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus-Otto-Weg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Osianderweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Panoramaweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Quellenstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Rödeweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sandwiese (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schleiermacherweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Schuckertstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerandweg (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Siemensstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Sohrenbrede (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Stapelager Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südfeldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Südworthstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Teutoburger-Wald-Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Uekenpohl (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstraße (Hörste)]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Brand, Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Saaksmeier, Volksschule Stapelage-Hörste 1604 - 1965  -  Geschichte einer Dorfschule, Hörste 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Möller, Stapelage  -  Geschichte eines lippischen Kirchspiels zwischen Sachsenmission und Gegenwart, Detmold 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte  -  Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008, S. 407 - 411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hörste_(Lage) Hörste auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
825 Jahre Hörste  -  Historische Fotoausstellung 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Quellen des Umfanges wegen nicht zu jeder Einzelheit angeführt werden können, nachfolgend eine Zusammenstellung/pauschale Angabe wichtiger Quellen zu Höfen/Hausstätten in Hörste und ihren Besitzer-/Bewohnerfamilien:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
a)	Salbücher Vogtei Lage 1533  . . .  1855  [LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 90  . . .  136]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	Kolonatssachen (Privata) zu Hörste [LAV NRW OWL, L 21, Nr. 115 – 122, 135 – 140, 143 – 145, 170 – 184]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c)	Akten des Amtes Lage, Kolonatssachen in der Bauerschaft Hörste (1767 – 1875) [LAV NRW OWL, L 108 Lage, Fach 2, Nr. 26, Bd. I – XXV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d)	Grundbücher Hörste (ca. 1880 – ca. 1970) [LAV NRW OWL, D 23 A, Nr. 8906 – 8910]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	Gebäudesteuerrollen Bauerschaft Hörste (1885 – ca. 1961) [LAV NRW OWL, L 101 C IV, Nr. 80 und Nr. 263]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f)	Gebäudesteuerveränderungen Vogtei Lage [LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431 (1880 – 1889) und Nr. 212 (1889 – 1905)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g)	Brandkataster des Amtes Lage [LAV NRW OWL, L 107 C, Nr. 44 (1878) und Nr. 112 (1894 – ca. 1960)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h)	Gogerichtsregister der Vogtei Lage (ca. 1600 – 1795) [LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171 – 192]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i)	Eheprotokolle des (großen) Amtes Detmold 1641 – 1661, 1681 – 1693, 1726 – 1746 sowie des Amtes Lage 1807 – 1875 [LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133 – 138 sowie Nr. 337 – 347]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
j)	Volkszählungen [LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1442 (1609), Nr. 1448 (1776), Nr. 1450 (1769) und Nr. 1451 (1828)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k)	Eigenbehörigen-Verzeichnisse Hörste [LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 399 – 403 (1656) und S. 495 – 497 (1708)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
l)	Kirchenbuch Stapelage (ca. 1710 – 1889) [www. archion.de; ein kleiner Teil davon auch „verkartet“ (= alphabetisch u. chronologisch geordnet) in der Kirchenbuch-Kartei im Lesesaal des LAV NRW OWL, Detmold]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
m)	Personenstandsregister Standesamt Stapelage-Hörste [LAV NRW OWL, P 3/4, Nr. 4652 – 4714 (Geburten 1876 – 1938), Nr. 4715 – 4778 (Heiraten 1876 – 1938) und Nr. 4779 – 4841 (Sterbefälle 1876 – 1938)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
n)	(vereinzelt) Hausinschriften in Hörste, insbesondere von Fachwerk-Torbögen&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
o)	(vereinzelt) Grabstein-Inschriften des Friedhofes Stapelage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Lage]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauerschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58532</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58532"/>
		<updated>2026-04-09T08:36:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg|mini|Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:2024_H%C3%B6rste_Einm%C3%BCndung.jpg&amp;diff=58531</id>
		<title>Datei:2024 Hörste Einmündung.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:2024_H%C3%B6rste_Einm%C3%BCndung.jpg&amp;diff=58531"/>
		<updated>2026-04-09T08:35:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hörste: Häuser Hiddentruper Straße (von links) Nr. 11, Nr. 13, Nr. 15; 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58530</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58530"/>
		<updated>2026-04-09T07:46:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hörste 1914.jpg|mini|Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hidd Str. 11.jpg|mini|Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das mehr als 400 Jahre alte Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte Brokmann, LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 3299 III, S. 310&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:H%C3%B6rste_1914.jpg&amp;diff=58529</id>
		<title>Datei:Hörste 1914.jpg</title>
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		<updated>2026-04-09T07:44:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gebäudegrundrisse in Hörste, 1914, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Hidd_Str._11.jpg&amp;diff=58528</id>
		<title>Datei:Hidd Str. 11.jpg</title>
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		<updated>2026-04-09T07:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heutiges Grundstück Hidd. Str. 11 markiert auf Flurkarte mit alten Gebäudegrundrissen (Wohnhaus u. Backhaus Hörste Nr. 6), 1980, D 23 B Detmold, Lage Bl. 3299 III, S. 272&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58527</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58527"/>
		<updated>2026-04-08T17:23:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte, LAV NRW OWL, D 23 Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fritz Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H. Wissbrock, Hanning Nr. 6  -  Spuren eines gänzlich verschwundenen Hofes in Hörste, Vortrag im Genealogischen Arbeitskreis des NHV Lippe, Detmold, 6. Nov. 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58526</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58526"/>
		<updated>2026-04-08T16:51:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte, LAV NRW OWL, D 23 Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1868 Verkauf dieses Kottens, der zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 65 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXI, 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1870) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fr. Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58503</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58503"/>
		<updated>2026-04-07T10:09:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte, LAV NRW OWL, D 23 Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Band: XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist dann noch ein Haus hinzugekommen. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf einem Abbruch-Foto zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1871) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fr. Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58502</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58502"/>
		<updated>2026-04-07T09:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg|mini|Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg|mini|„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34]]&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg|mini|Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg|mini|Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1981 Abbruch sw.jpg|mini|Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung]]&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte, LAV NRW OWL, D 23 Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Band: XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers Giebel.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schepers gesamt.jpg|mini|Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg|mini|Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431]]&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist ein weiteres Haus entstandan. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf den Abbruch-Fotos zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:1780 Torbalken Hanning.jpg|mini|Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1871) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1910 Fam Meier Hörste.jpg|mini|Familie Fr. Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-04-07T09:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-04-07T09:56:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bauernhaus Hanning/Meier/Brokmann: Bauaufnahme und Rekonstruktion des ursprünglichen Zustandes; in J. Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Münster 1973&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-04-07T09:52:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Familie Fr. Meier, Hörste Nr. 6, um 1910: (von links:) To. Lina, Ehefrau Juliane, To. Helene, To. Pauline, davor To. Erna, Ehemann Fritz, To. Frieda (hinein retuschiert, da bereits 1905 an Tuberkulose verstorben), To. Mathilde Meier; Privatbesitz Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<updated>2026-04-07T09:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Torbalken des nach Brand 1780 neu erbauten Leibzuchtshauses Hanning (um 1877 eingebaut in das Haus Hiddentruper Straße 15), 2024, Foto: Dr. Horst Wissbrock&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Datei:1885 Geb steuer änderungen Hörste.jpg</title>
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		<updated>2026-04-07T09:49:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Baumaßnahmen u. Gebäudesteuer-Veränderungen in Hörste 1885, LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1981_Abbruch_sw.jpg&amp;diff=58496</id>
		<title>Datei:1981 Abbruch sw.jpg</title>
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		<updated>2026-04-07T09:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1981_Abbruch_Hanning_Nr._6_farbig.jpg&amp;diff=58495</id>
		<title>Datei:1981 Abbruch Hanning Nr. 6 farbig.jpg</title>
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		<updated>2026-04-07T09:45:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Abbruch des alten Bauernhauses Hanning/Meier/Brokmann, ehemals Hörste Nr. 6, 1981, aus 825 Jahre Hörste - Historische Fotosammlung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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		<title>Datei:1914 Tod Fritz Meier klein.jpg</title>
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		<updated>2026-04-07T09:44:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Todesanzeige Fritz Meier, Hörste, Lipp. Landeszeitung, Juli 1914&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1882_Anzeige_Kolonatsverkauf.jpg&amp;diff=58493</id>
		<title>Datei:1882 Anzeige Kolonatsverkauf.jpg</title>
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		<updated>2026-04-07T09:42:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Insertion/Bekanntmachung „Kolonats-Verkauf“ in der Lippischen Landeszeitung, 1882&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1629_30_Unpflicht_Hans_Hanning_und_Trinecke_Vos.jpg&amp;diff=58492</id>
		<title>Datei:1629 30 Unpflicht Hans Hanning und Trinecke Vos.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1629_30_Unpflicht_Hans_Hanning_und_Trinecke_Vos.jpg&amp;diff=58492"/>
		<updated>2026-04-07T09:40:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;„Unpflicht“ (uneheliche Kindeszeugung) und folgende Eheschließung von Hans Hanning u. Trinecke Voß, 1629/30, LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 174, S. 34&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1262_Urkunde_H%C3%B6rste_LAV_W_B214u_00152.jpg&amp;diff=58491</id>
		<title>Datei:1262 Urkunde Hörste LAV W B214u 00152.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:1262_Urkunde_H%C3%B6rste_LAV_W_B214u_00152.jpg&amp;diff=58491"/>
		<updated>2026-04-07T09:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Urkunde über den Verkauf der Höfe Hanning und Hilbrink im Jahre 1262, LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58490</id>
		<title>Hiddentruper Straße 11-13 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hiddentruper_Stra%C3%9Fe_11-13_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58490"/>
		<updated>2026-04-06T16:20:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dr. Horst Wissbrock: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Hiddentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=11-13&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94658, 8.75644&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=006&lt;br /&gt;
}}Über die Grundstücke Hiddentruper Straße 11 und 13 erstreckte sich bis 1981 das um 1560 erbaute Haupthaus des ehemaligen, bereits im 19. Jahrhundert zerteilten Hofes Hanning, früher Hörste Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser 1730 als Großkötter klassifizierte Hof umfasste zu jener Zeit 162 Scheffelsaat (ca. 27 ha) Gesamtfläche,  wovon 102 Scheffelsaat (ca. 17 ha) Saatland (Ackerland) waren. Zu dem Hof gehörten vier Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 102, S. 224&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Graf Otto III. von Ravensberg beurkundete 1262 als Lehnsherr den Verkauf von zwei Höfen  -  so genannten Mansen  -  in der &#039;&#039;villa Horste&#039;&#039;, Kirchspiel Stapelage, seitens eines &#039;&#039;Gerhard Duvellescop&#039;&#039; an das Kloster Marienfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214u / Kloster Marienfeld, Nr. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, S. 408&amp;lt;/ref&amp;gt;   Fachleute verstehen solche „Mansen“ als mittelgroße Höfe, so dass unter den Jahrhunderte später marienfeldischen Höfen in Hörste nur Hanning Nr. 6 und Hilbrink Nr. 7 als die 1262 verkauften in Frage kommen. Hier ist der Großkötterhof  Hanning (später Nr. 6) also  erstmals erwähnt worden  -  dies allerdings ohne Namensnennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Namen (&#039;&#039;&#039;Jo&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&#039;Hanning&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Man beachte bei Recherchen: Es hat ursprünglich zwei namensgleiche marienfeldische Höfe Johanning in der Vogtei Lage gegeben  -  ein kleinerer in Hörste und ein größerer in Ohrsen. Im 17. Jahrhundert verschwindet bei dem Hörster Hof die erste Namenssilbe Jo- mehr und mehr; Johanning wird zu Hanning.&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich der Hof in den frühen Schatzregistern: 1467 &#039;&#039;Cort Johannyngk 1 g.&#039;&#039;, 1488 - , 1497 &#039;&#039;Hencke Johanninck 2 m.&#039;&#039;, 1507 &#039;&#039;Hencke Johaninck 1 g.&#039;&#039;, 1535 &#039;&#039;Hencke Johann&#039;&#039;(in)&#039;&#039;ck 1 ½  G.&#039;&#039;, 1545 &#039;&#039;Hencke Johanninck 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1562 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Fl.&#039;&#039;, 1572 &#039;&#039;Cordt Johanninck 3 Ort&#039;&#039;, 1590 &#039;&#039;Curdt Johanning 1 ½ Fl.&#039;&#039;, 1618 &#039;&#039;Churdt Haningh 3 Gfl.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volkszählung Mitte 1609 werden uns die Menschen auf dem Hof vorgestellt  -  der Kötter &#039;&#039;Hanningh&#039;&#039; (Curt Hanning) mit Frau, 1 Sohn, 1 Tochter, 3 Kleinkinder(n), 1 Knecht. Der Kötter bzw. der Hof ist zu dieser Zeit &#039;&#039;ziemblich vermugens&#039;&#039;. Die ebenfalls auf dem Hof lebende &#039;&#039;Leibzüchtersche&#039;&#039; mit &#039;&#039;1 dochter&#039;&#039; und 2 Kleinkindern ist dagegen arm.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wohl der Sohn -  ggfs. auch eines der genannten Kleinkinder  -  ist Hans Hanning, der 1629 Trinecke Voß aus Wellentrup schwängert und heiratet&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; und alsbald seinem Vater als Kötter folgt. Diese Eheleute haben Glück in mehrfacher Hinsicht: Eine offenbar stabile Gesundheit ermöglicht ihnen eine extrem lange Schaffenszeit von 45 Jahren als Kötterpaar auf dem Hof, so dass sie erst 1676 gemeinsam dem Kloster Marienfeld, ihrem Grundherrn, die Hofübergabe an ihren Sohn Bartold und dessen Ehefrau Anna Margarethe berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV W B 214 / Kloster Marienfeld / Akten, Nr. 1 - 16i, fol. 47r&amp;lt;/ref&amp;gt;  Des Weiteren übersteht ihr Haus den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet  -  es bleibt noch Jahrhunderte (bis 1981) erhalten. Unverhofftes Glück kommt schließlich hinzu: In den allgemein sehr schweren Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg verstirbt Cord Voß, ein Bruder von Trinecke Voß, 1669 kinderlos in Amsterdam. Er hat dort lange gelebt und ist zu beachtlichem Wohlstand gekommen. Trinecke Voß und ihre anderen Brüder, u. a. der Kötter auf dem Hof Voß in Wellentrup, erben das Vermögen ihres verstorbenen Bruders  -  jeweils mehrere Hundert Taler. Diese Erbschaft ermöglicht den Bau eines Hauses auf dem Hof Hanning.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 9 N 63, Bl. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Während der 1676 antretende Kötter Bartold Hanning nur eine (bereits verstorbene) Schwester hatte, die bei ihrer Eheschließung 1655 mit 120 Talern und Vieh abgefunden wurde&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, S. 550&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird die Aussteuerung in der übernächsten und weiteren Generationen mit einer größeren Kinderzahl teuer und für den Hof belastend. Mindestens sieben der acht Kinder des ab 1715 den Hof bewirtschaftenden Ehepaares Hans Bartold Hanning und Anna Elisabeth Hartwig überleben  -  was eigentlich ein großes Glück ist. Die meisten davon erwarten und erhalten jedoch in den 1740er und 1750er Jahren einen Brautschatz von Hundert und mehr Talern, wenn sie den Hof mit ihrer Eheschließung verlassen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So verflüchtigt sich der einstige Wohlstand mehr und mehr. Hatte es im Schuldenkataster von 1683 noch geheißen: &#039;&#039;Berthold Hanning ist nichts schüldig und hatt nichts sonderliches zu fordern   .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 97, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;, bleibt sein Enkel Johann Berend Hanning 1769 die Contribution schuldig und bittet um Zahlungsaufschub bis nach der Ernte sowie um Herausgabe von zwei gepfändeten Kühen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt; 1775 hat eine ähnliche Situation noch krassere Folgen: Im Januar schießt Straßenkötter Griemert aus Pivitsheide dem Colon Hanning 30 Taler (rückständige) Contribution bis nach der Ernte vor; er verlangt dafür die Erträge dreier Ackerstücke als Pfand. Hanning kann auch im August nicht zahlen, woraufhin der gemähte und aufgerichtete Roggen zwangsverkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A Nr. 11 J 246, Bl. 8f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Derlei lassen sich der Amtsvogt in Lage und die Rentkammer in Detmold nicht endlos bieten. 1778/79 wird ein Stück Land des Hofes Hanning abgetrennt und an einen Neuwohner vergeben; Hörstes Stätte Nr. 35 entsteht: &#039;&#039;Freilassung des Einliegers Joh. Henr. Rebbe aus Stapelage und dessen Anbau auf Hannings Hof zu Hörste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1235&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dennoch bleibt der Tenor im weiteren Schriftwechsel unverändert: &#039;&#039;Supplic&#039;&#039; des Coloni Hanning in Hörste Nr. 6 (1782) an die Rentkammer: - Brandschaden des Leibzuchtshauses, - daraufhin 1780 und 1781 von Forstverwalter 2000 Steine erhalten, versprochen zu bezahlen  .  .  .  , - Leinsamen geborgt, dann aber Flachs schlecht geraten  .  .  . ,  - möchte mit Arbeit bei Holzflößung Schulden abarbeiten  .  .  .&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Auch sonst wird Abenteuerliches und Absonderliches von dem Hof Hanning in Hörste berichtet. Im Oktober 1715 eskaliert die Hochzeitsfeier des Anerben/jungen Kötters Hans Bartold Hanning: &#039;&#039;Ex officio wirdt angezeiget, als Hanning zu Hörste Hochzeit gehalten, daß nachgesetzte Hochzeitsgäste sich untereinander grausamb geschlagen, sogar daß einige auff den Todt gelegen, und mit Pistollen und Flinten in das Hauß geschoßen, dadurch gar leicht eine Feüers Brunst und großes Unglück hette entstehen können, ist also dießer Excehs zu bestraffen. Die Combattanten seÿn  .  .  .&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 89 A Nr. 182, S. 266/267&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Kriminalakte aus dem Jahre 1772 trägt den Titel: &#039;&#039;Acta von einen besonderen Vorfall wegen eines beÿ dem Coloni Hanning zu Hörste unter dem Dache eines alten Backhauses vorgefundenen ausgetrockneten Menschen Fußes&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 Nr. 1392 a&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es ist ein rechter Fuß, und alle Zehen sind noch dran. Verschiedene Verhöre werden angestellt, danach soll vor langer Zeit &#039;&#039;auf dem Colonate ein Mann gewohnet, der allerhand wunderliche Curen am Menschen und Vieh unternommen&#039;&#039;  .  .  .  der Sachverhalt kann letztlich nicht aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem frühen Tod des jungen Kötters Töns Christoph Hanning (1795 – 1828) und seines einjährigen Sohnes stirbt die bis dahin auf dem Hof sitzende Familie 1828 aus; für den daraufhin einheiratenden Justus Franziskus Emilius Lüking aus Greste und auch seinen nachfolgenden Sohn August(us Franziskus) ist die emotionale Bindung an den Hof gemäß dem Motto „Ererbtes bewahren“ möglicherweise schwächer, so dass es 50 Jahre später zum Verkauf und damit zur „Zerschlagung“ des uralten Hofes Hanning kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon zuvor entsteht in den 1840er bis 1860er Jahren mehr Bewegung auf dem Hörster Grundstücksmarkt. Dies ist sicherlich eine Folge der Teilung des Hörsterbruches um 1840, wodurch praktisch alle Grundbesitzer im Ort neue Ländereien zugeteilt erhalten. So verkauft Hanning 1841 eine ihm zugefallene größere Fläche auf dem südlichen Hörsterbruch, auf der dann die Neuwohnerstätte Ahle Nr. 43 entsteht. Hanning lässt 1842 einen Kotten auf dem Ikenkamp errichten. Weitere Verkäufe, aber auf Grundstückstausch-Transaktionen mit anderen Hörster Bauern folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber kommt es  -  zehn Jahre, nachdem der junge August Hanning geheiratet und 1865 den Hof  übernommen hat  -  zu Veränderungen anderer Dimension: &#039;&#039;Der Colon August Hanning Nr. 6 in Hörste ist aus familiären Rücksichten gezwungen worden, den Fluegelschen Hof zu Heesten Amts Horn anzukaufen, und dadurch in schwere Schuldenlast gerathen, zu deren Verminderung er sich entschlossen hat, einzelne Bestandtheile seines Colonats Nr. 6 in Hörste zu verkaufen.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Die Akte „L 108 Horn Fach 4 Nr. 58 Bd. 3: Colonats- u. Grundstücksverkäufe in Heesten 1872 – 1879“ erschließt folgende Hintergründe: Colon Anton Flügel in Heesten Nr. 9,  58 Jahre alt und Schwiegervater von August Hanning, lässt sich im Frühjahr 1872 auf eine Immobilienspekulation ein. Er kauft mit einem Partner den Hof Heesten Nr. 6 für 15150 Taler, „wofür beide Käufer mit sämtlichem Vermögen haften.“ Zwei Monate später erkrankt er schwer, tritt seinen Hof incl. Schulden an seinen ältesten Sohn ab und verstirbt alsbald. Versuche im Herbst 1872 und wiederholt im Frühjahr 1873, den angekauften Hof Heesten Nr. 6 öffentlich meistbietend wieder zu verkaufen, scheitern wegen ungenügender Gebote. Daraufhin wird die „Zerschlagung“  (Einzelverkauf von Grundstücken) genehmigt. Der junge Colon August Flügel entzieht sich der Schuldenkrise durch Auswanderung nach Amerika. August Hanning aus Hörste und seine Frau Juliane Karoline Flügel kaufen daraufhin 1875 ihren elterlichen Hof Flügel Nr. 9 in Heesten, wodurch die Verschuldung und der Druck, seinen ererbten Hof Hörste Nr. 6 zu veräußern, entsteht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Tüchtige Leute im Ort  -  ob Besitzer anderer Stätten/Höfe oder häufig Einlieger mit der Berufsangabe Ziegelmeister  -  können jetzt ein passendes Stück Land für einen nicht überhöhten Preis erwerben. Vorhandene Stätten werden erweitert/verbessert, die Neuwohnerstätten Wendt Nr. 71, Meyer Nr. 72, Klarholz Nr. 73, Koch Nr. 74, Riesenberg Nr. 76 entstehen. Bei dieser Art des Verkaufs verbleibt natürlich zunächst ein Rest; diesen incl. des Haupthauses erwirbt die Besitzerin des Nachbarhofes, Witwe Colona Sophie Hilbrink, Hörste Nr. 7, im Mai 1876 für 8 500 Taler = 25 500 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht einige Jahre scheinbar gut, dann wird im März 1882 ein neues Problem offenbar: &#039;&#039;Curatel für die Witwe Colona Hilbrink No. 6 und 7 zu Hoerste.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1245&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Akte heißt es: &#039;&#039;Die Witwe Colona Hilbrink No 6 und 7 zu Hörste ist als Verschwenderin durch Beschluß von heute entmündigt und kann ohne Genehmigung der ihr als Curatoren bestellten Colonen  .  .  . keine Schulden mehr contrahieren.  .  .  .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Drei Monate später strebt man eine Lösung des Problems an; in der Landeszeitung wird ein öffentlicher Termin &#039;&#039;im Ostmannschen Kruge zu Hörste&#039;&#039; am Freitag, den 14. Juli 1882 bekannt gemacht: &#039;&#039;Die Kuratoren der Witwe Hilbrink Nr. 6 und 7 in Hörste beabsichtigen, das früher angekaufte Hanningsche Kolonat Nr. 6 daselbst, bestehend aus einem Wohnhause, taxiert zu 7600 M, einem Backhause zu 1300 Mark, nebst 72 Schffls. Ackerland, 26 Schffls. Heideboden u. ca. 8 Schffls. Holzbestand  .  .  .  meistbietend zu verkaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Termin erwirbt Isaak Hochfeld, Pferdehändler zu Lemgo und daneben häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, das (ehemals Hanningsche) Kolonat Nr. 6. Hochfeld geht die weitere Filetierung des Besitzes systematisch an und verkauft im April 1883 Ackerflächen an die Colone Hanning Nr. 39, Hanning Nr. 48, Ostmann Nr. 14, Töns Wendt Nr. 21, Schulte Nr. 11 und Meier Nr. 41.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8239&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er findet bis Ende des Folgejahres auch Käufer für alle restlichen Teile des Hofes Hörste Nr. 6. Am 19. Dez. 1884 findet a. d. Schulteschen Colonate Hörste Nr. 11 ein weiterer Amtstermin statt&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 8249&amp;lt;/ref&amp;gt;; hier werden verkauft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Schulte Nr. 11		Grundstücke		2175 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Hanning Nr. 39		Grundstücke		1280 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Zimmermstr. Fritz Meier  Grundstücke (3,25 ha) incl. Wohnhaus + Backhaus&lt;br /&gt;
								12000 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Fritz Hey, Bill. Nr. 29	Holzung		1900 Mark,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	an Strate Nr. 20		Grundstücke		2400 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 findet sich unter Hörste Nr. 6 also die Stätte des Zimmermeisters Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier, bestehend aus dem Wohnhaus u. Backhaus des ehemaligen Hofes Hanning sowie 3,25 ha Land (im wesentlichen 2 ha Acker „Im Holland“ (östlich Hofstelle Gees) sowie Gärten, Wiese u. Hofraum). Die ehemalige Leibzucht Hanning dagegen wurde bereits 1871/72 abgebrochen, ihr Standort mit dem südlichen Drittel des Hofraumes dann an den Ziegelmeister Fritz Meier verkauft, der hier inzwischen das noch heute stehende Haus seiner Neuwohnerstätte Nr. 72 erbaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Müssen stammende junge Zimmermeister Fritz Meier (1850 – 1914) wohnt seit Mitte 1882 als Einlieger im ehemals Hanningschen Haus Nr. 6. Er hat zu jener Zeit seine hochschwangere Braut geehelicht und eine Bleibe für seine junge Familie gesucht und zugleich eine Werkstatt für sein Gewerbe benötigt. Das für die verbliebene Landwirtschaft sicher überdimensionierte Haus wird also für seine Zwecke passend gewesen sein. Leute wie Fritz Meier wurden der Tradition folgend als Zimmermann/Zimmermeister bezeichnet, waren aber (gemessen an heutigen Berufsbildern) eher Bautischler, die i. d. R. alles bauten, was im ländlichen Bereich aus Holz gefertigt wurde, also gleichermaßen in der Werkstatt wie auf Baustellen tätig waren. Fritz Meier hat der familiären Überlieferung nach im Hause Hörste Nr. 6 über drei Jahrzehnte bis zu seinem Tod 1914 einen Betrieb mit mehreren Gesellen geführt. Das zur Kaufpreisfinanzierung 1885 benötigte Darlehn von 9000 Mark kann er bis 1907 vollständig tilgen, wie der Financier (1885 Major v. Rodewald in Detmold, 1907 zum General avanciert) bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 B Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fritz Meier hat irgendwann Magenprobleme  -  schließlich Magenkrebs, woran er sich im Juli 1914 in Schloß Neuhaus operieren lässt. Er überlebt die Operation nur wenige Tage. Dann ist seine Ehefrau/Witwe weitgehend allein mit ihrer jüngsten, 8-jährigen Tochter auf der Stätte, denn zeitgleich werden Millionen jüngere Männer in den Krieg befohlen. Anfängliche Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende gehen bald über in mühsame Jahre der Überforderung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Juni 1918 erscheint die im Geschäftsleben vollkommen unerfahrene Witwe Juliane Meier, geb. Brinkmann, vor dem Amtsgericht Oerlinghausen und lässt sich anstelle ihres verstorbenen Mannes im Grundbuch als Eigentümerin der Stätte Hörste Nr. 6 eintragen. Im selben Termin verkauft sie die Stätte an ihren gegenüber wohnenden Nachbarn, den Colon/Landwirt August Brokmann, Hörste Nr. 10. Der Kaufpreis beträgt 20 000 (Papier-) Mark, Zahlung und Übergabe erfolgt am 1. April 1919.  Witwe Meier zieht 1919 zu ihrer Tochter Mathilde, die auf einen Hof in Brakelsiek heiraten kann und verstirbt dort 1936 völlig mittellos, denn der Erlös aus dem Stättenverkauf  -  bereits zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung auf etwa den halben Wert gesunken  -  ist als Bankeinlage angelegt bis Ende 1923 wertlos geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den hochverschuldeten Käufer August Brokmann (seine Stätte Nr. 10 ist bei Übernahme 1913 mit 23 000 Mark Hypothekenschulden belastet) entwickeln sich die Dinge dagegen recht günstig. Angesichts der Situation erwirbt er im Folgejahr auch die (ehemals zum Hanningschen Hof gehörende) benachbarte Neuwohnerstätte Nr. 72. Da seine Gebäude auf Nr. 10 in schlechtem Zustand sind, bezieht er mit Familie das alte Haus Nr. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wird der gesamte Immobilienbestand des zehn Jahre zuvor erworbenen Resthofes Nr. 6 im Grundbuch Hörste auf Antrag des Ehepaares Brokmann umgetragen auf ihren angestammten Hof Hörste Nr. 10. Das uralte Haupthaus des früheren Hofes Hanning Nr. 6 ist bis nach dem zweiten Weltkrieg bewohnt, steht dann Jahrzehnte leer. Irgendwann in dieser Phase wird es einer bauhistorischen Untersuchung für wert befunden und in das Standardwerk über westfälische (Fachwerk-)Bauernhäuser aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schepers, Haus und Hof westfälischer Bauern, Verlag Aschendorff, Münster 1973&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den 1970er Jahre wächst langsam die gesellschaftliche Sensibilität für den historischen Wert der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten. Zugleich ist klar, dass das alte Haus mit dem umgebenden Hofraum zwei sehr gefragte Baugrundstücke ergeben würde/könnte. So muss das Haus schließlich weichen. &#039;&#039;Die Grundstücksteilung kann erst erfolgen, wenn gemäß der Abbruchgenehmigung vom 18.02.81 das aufstehende Fachwerkhaus abgebaut worden ist.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundstücksteilungsgenehmigung in Grundakte, LAV NRW OWL, D 23 Hörste Bd 4 Bl. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abbau des Haus erfolgt zwar nach Kennzeichnung der Hölzer (vgl. Foto), die Balken werden dann aber Folien-umwickelt unsachgemäß gelagert, sind bald durchnässt und Fäulnis ausgesetzt. Schließlich ist einige Jahre später von Hörstes ältestem Haus nur Brennholz geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
In den Salbüchern ist folgender Gebäudebestand des Hofes Hörste Nr. 6 vermerkt: um 1640  &#039;&#039;2 gebuwte vnnd 1 backhaus&#039;&#039;, 1730 &#039;&#039;Hannings Hoff mit 4 gebäu und 3 Erdtkuhlen&#039;&#039;, 1771 &#039;&#039;an Gebäuden 1) ein Wohnhauß, 2) eine Leibzucht, 3) einen Schoppen, 4) ein Backhauß&#039;&#039;, 1781 (wie vor), 1829 (wie vor), Nachtrag: &#039;&#039;ein Kotten auf IV, 15&#039;&#039;, 1855 &#039;&#039;1. ein Wohnhaus, 2. eine Leibzucht, 3. einen Kotten auf dem Lande IV. 14.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Veränderungen des Bestandes bzw. einzelner Gebäude verlautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a)	1670 .  .  . 1675  Hans Hanning finanziert aus holländischer Erbschaft den Bau eines neuen Hauses auf dem Hof Hanning.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b)	um 1778  Brandschaden des Leibzuchtshauses, daraufhin 1780/81 Steine-Lieferung und Baumaßnahmen &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
c)	1842  Bau eines Kottens auf dem Ikenkamp/Saurenkamp &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
d)	1861  Erbvertrag zwischen (bald) abtretendem Kötterpaar und Anerben: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 – Bd. XX, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;  (Die Alten hätten) .  .  .  &#039;&#039;ihre Einnahmen stets zur Verbesserung des Colonats verwandt, namentlich hätten sie mit bedeutendem Kostenaufwand die sämtlichen Colonatsgebäude theils neu gebaut, theils verbessert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e)	1871/72  Abriss des Leibzuchtshauses durch Col. August Hanning, aus dem Holz Bau eines Kottens auf dem Hörsterbruch, 1876 Verkauf dieses Kottens, der zur Stätte Hörste Nr. 71 wird &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 - Band: XXV, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
f)	1885  &#039;&#039;Durchbau&#039;&#039; des Wohnhauses seitens des neuen Besitzers Fritz Meier &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101, A III Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
g)	1981  Abrissgenehmigung und Abriss des alten Wohnhauses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem nach bauhistorischen Untersuchungen um 1560 errichteten Haupthaus hat es also ein Backhaus und vor 1670 ein weiteres Haus (Leibzucht ?) auf dem Hof Hanning gegeben. Um 1673 ist ein weiteres Haus entstandan. Etwa 1778 ist die Leibzucht abgebrannt, 1780 dann das Ersatzgebäude errichtet, wie der erhaltene Torbalken ausweist. Dieser Torbalken muss nach Abbruch der „neuen“ Leibzucht 1871/72 auf dem Hof Hanning verblieben sein, so dass er um 1877 bei Errichtung des nächsten, bis heute erhaltenen Hauses an gleicher Stelle (Haus Nr. 72) wieder verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1861 im Erbvertrag vom Ehepaar Hanning in Anspruch genommene Leistung „&#039;&#039;Colonatsgebäude theils neu gebaut&#039;&#039;“ bezieht sich offenbar auf den Kotten Ikenkamp. Daneben hatte das Haupthaus  -  wie auf den Abbruch-Fotos zu erkennen  -  im hinteren Wohnbereich auf der Ostseite einen seitlichen bruchsteinernen Anbau, dessen Errichtung auf dieses seit 1829 wirtschaftende Kötterpaar zurückgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausführung und Nutzung des Haupthauses ist aus der Bauaufnahme und -rekonstruktion zu ersehen. Sehr beschränkte Finanzmittel haben über die letzten Jahrhunderte nur ebenso beschränkte Veränderungen des Hauses zugelassen. Der nach Erwerb des Hauses von Zimmermeister Fritz Meier 1885 vorgenommene „Durchbau“ wird u.a. in Hinblick auf die Nutzungsänderung erfolgt sein: Wo vorher Pferde und Großvieh im Halbdunkel standen, war für eine Zimmermannswerkstatt Licht erforderlich, wurden die erkennbaren Fenster in den Bereichen Pferdestall und Deele eingebaut. Unter „nähere Beschreibung“ des Hauses wird 1885 aufgelistet: &#039;&#039;3 Stuben, 5 Kammern, 2 Küchen, 1 Dreschdehl, 3 Keller, Stallung, 1 Werkstätte, 8 Bühnen, Boden.   3 H.&#039;&#039;(ektar) &#039;&#039;25 Ar 60 qm.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Das Haupthaus hat keine Inschrift getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Torbalken der 1871/72 abgerissenen Leibzucht ist in das heutige Haus an gleicher Stelle (Nr. 72, Ziegelmeister Meyer, später Brokmann) eingebaut; er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;JOHAN BERNDT HARNING XND ANNA KATRINA BRINKM VON IRRXSEN HABEN D&#039;&#039;&#039;IES HAUS &#039;&#039;&#039;LASEN BAUEN DEN 22. NOVEMBER 1780 I  PS 39&#039;&#039;&#039; (V 10) &#039;&#039;&#039;WO ICH WIL SCHWEIGEN UND MEINEN&#039;&#039;&#039; MUND &#039;&#039;&#039;NICHT AUFTHUN DAN D&#039;&#039;&#039;ER &#039;&#039;&#039;HERR HA(S)T ES GETHAN X M IOHAN .  .  .&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
vor 1591 – nach 1617  Curt Hanning (oder eingeh.), † vor 1646, ∞ um 1600 NNw NN (oder Hanning), † nach 1648&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
5 Kinder, * vor 1610 (Volkszählung 1609), darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hans, * um 1605, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1630 – 1676  Hans Hanning (ca. 1605 – n. 1682), ∞ 1629 Trinecke Voß (ca. 1605 – n. 1682) von Wellentrup Nr. 11&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	NN (Unpflicht-Kind), * 1629/30, kinderlos nach 1648 verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Elisabeth, * 1632, ∞ 1655 Friedrich Nullmeyer, Vsp in Hiddesen Nr. 3, wird Nullmeyersche, † 1670&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Bartold, * um 1635, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1676 – 1713  Bartold Hanning (um 1635 – 1713), ∞ 1671/72 Anna Margarethe NN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Hans Bartold, * 1678,  Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth Ilsabein, * 1682,  ∞ 1709, wird Hollmannsche in Ehrentrup Nr. 6, † 1745&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 – 1741 Hans Bartold Hanning (1678 – 1741), ∞ (I) 1715 Anna Elisabeth Hartwig (1693 – 1746) aus Ehrdissen, diese ∞ (II) 1743 Johann Jobst Berend Beining (1711 – 1782) aus Hiddentrup, der Interimswirt und ab 1754 Leibzüchter Hanning wird, er ∞ (III) 1753 Anna Maria Leßmeyer aus Hörste&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Elisabeth, * 1715, ∞ 1743, wird Leßmannsche in Mackenbruch, † 1791&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Anna Maria Ilsabein, * 1717, ∞ 1742, wird Bükersche in Krentruperhagen, † 1785&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	NNw („Tochter“), * 1719, früh verstorben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Catharine, * 1721, ∞ 1751, wird Eickensträtersche in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Margarethe Elisabeth, * 1723, ∞ 1751, wird Langmannsche in Kachtenhausen, † 1793&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1725, ∞ (I) 1752 Amalia Maria Rebecca Niemann (1727 – 1764) aus Hörste, ∞ (II) 1764 Catharina Margaretha Möller (1736 – 1796) aus Pivitsheide, lebt als Einl. auf dem Weberhof, Hörste Nr. 12, † 1796 &amp;lt;ref&amp;gt;Durch Nachfahren von Töns Henrich Hanning ist der Name Hanning über das Ende des Hofes Nr. 6 hinaus auf den Stätten Nr. 39, 48 und 55 in Hörste präsent.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend, * 1728, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Elisabeth, * um 1730, ledig (uneheliches Kind v. Joh. Henr. Weeke, * 1757), † 1778&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Maria Sophia, * 1735, ∞ 1767, wird Diederichsche in Hüntrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Marie Cathrine, * 1756&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Simon Henrich, * 1759, † 1761&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Berend Ferdinand, * 1764, † 1769 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 – 1754  Johann Jobst Berend Hanning, geb. Beining (1711 – 1782) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 – 1792  Johann Berend Hanning (1728 – 1792), ∞ 1754 Anna Catharina Ilsabein Brinkmeyer (1733 – 1828) aus Jerxen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
•	Herm Henrich, * 1755, ledig, † 1785 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Henrich, * 1758, ∞ 1783, wird Col. Schulte in Hörste Nr. 11, † 1830&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anne Cathrine Elisabeth, * 1760, † 1769 (Brustkrankheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Herm, * 1762, ∞ 1796, wird Col. Dreimann in Haustenbeck Nr. 37, † 1836&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Arend Moritz, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Florentine Amalie, * 1768, † 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich, * 1770, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Anna Cathrina Ilsabein, * 1774, 1779 (Blattern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Amalie Sophie Elisabeth, * 1777, † 1777 (Kinderschürken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1792 – 1798  Töns Henrich Hanning (1770 – 1798), ∞ (I) 1792 Anne Margarethe Elisabeth Lüking (1767 – 1817) von Evenhausen Nr. 6, diese ∞ (II) 1799 Johann Henrich Orbke (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, der Interimswirt Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Hanna Wilhelmina, * 1793, ∞ 1821, wird Gee(r)sssche in Hörste Nr. 37, † 1865&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Christoph, * 1795, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johann Hermann, * 1797, ∞ 1821, wird Col. u. Krüger Ostmann in Hörste Nr. 14, † 1862&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich jun., * 1799, ∞ 1833, wird Col. u. Dörenkrüger Hagemann in Aug. Nr. 1, † 1848&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Hanne Wilhelmine Florentine, * 1801, ∞ 1827, wird Brüningsche in Heiden Nr. 5, † 1842&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Florentine Amalie, * 1803, † 1804 (Stickhusten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Florentine Henriette, * 1805, ∞ 1832, wird Brinksche in Hörste Nr. 8, † 1855 (Schwindsucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Adolph, * 1808, † 1810&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 – 1826  Johann Henrich Hanning, geb. Orbke, (1765 – n. 1831) aus Bechterdissen, Interimswirt (s. o.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 – 1828 	Töns Christoph Hanning (1795 – 1828), ∞ (I) 1826 Amalia Ilsabein Brink (1802 – 1864) von Hörste Nr. 8, diese ∞ (II) 1829 Justus Franziskus Emilius Lüking (1798 – 1871) von Greste/Evenhausen Nr. 9, der GK Hanning in Hörste wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Töns Henrich Adolph, * 1827, † 1828 (Auszehrung) (eigentlicher Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Justine Emilie, * 1830, † 1833 (Scharlach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanna Friederike, * 1831, ∞ 1857, wird Bükersche in Krentruperhagen Nr. 14, † 1885&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus, * 1834, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Ludwig, * 1836, ∞ 1868, wird Col. Kleymann in Milse (Ksp. Heepen) Nr. 4, † 1895&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Heinrich Adolf, * 1839, ∞ 1875, bei Eheschließung Brauer, später Brauereibesitzer in Lage, † 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Justine Pauline, * 1842 (Zwill.), ∞ 1864, wird Wellnersche in Heiligenkirchen Nr. 9, † 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Henriette Ernestine, * 1842 (Zwill.), † 1842 (Husten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Wilhelm Gottlieb, * 1845, ∞ 1875, Einl./Arbeiter, † 1905 in Ehrentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864 – 1876  &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt;us Franziskus Hanning (1834 – 1905), ∞ 1864 Juliane Karoline Flügel (1841 – 1898) von Heesten Nr. 9, kauft 1875 den verschuldeten Hof Heesten Nr. 9 von seinem ausgewanderten Schwager, bewirtschaftet diesen Hof und lebt dort mit Familie, verkauft in den Jahren danach (in Teilflächen) seinen ererbten Hof Hanning Nr. 6 in Hörste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane, * 1866&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Johanne Hermine Pauline, * 1868&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	August Diedrich, * 1870, ∞ (I) 1890, 1946 – 1954 Bürgermeister in Horn, † 1954 in Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Emilie Karoline gen. Hermine, * 1872&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1876  Verkauf des (bereits um div. Flächen verkleinerten) Hofes Nr. 6 an die Besitzerin des Nachbarhofes Nr. 7,  Witwe Colona Hilbrink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 – 1882  (Witwe Colona Hilbrink, geb. Schmidtmeier, Hörste Nr. 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1882  öffentlicher Verkauf des Hofes Nr. 6 gegen Höchstgebot; Käufer: Pferdehändler Isaak Hochfeld in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882 – 1884  (Pferdehändler Issak Hochfeld, Lemgo), Einl. ab 1882: Zimmermeister Fritz Meier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1884  Verkauf des Hofes Nr. 6 durch Hochfeld in Teilflächen an div. Käufer  -  dabei der Hofstelle/des Haupthauses mit 3,25 ha Land an den dort bereits wohnenden Einlieger Zimmermeister Fritz Meier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 – 1914  Zimmermeister Friedrich Wilhelm (&amp;lt;u&amp;gt;Fritz&amp;lt;/u&amp;gt;) Meier (1850 – 1914) aus Müssen, ∞ (I) 1882 Wilhelmine Karoline Stöppler (1852 – 1888) aus Billinghausen, ∞ (II) 1888 Johanne &amp;lt;u&amp;gt;Juliane&amp;lt;/u&amp;gt; Nedderhof modo Brinkmann (1863 – 1936) aus Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder aus 2 Ehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Pauline&amp;lt;/u&amp;gt; Louise Johanne, * 1882, ∞ 1907 Zimmermeister August Neese (1874 – 1961) von Hörste Nr. 44, leben als Einl. in der Rethlager Mühle, ab 1929 Neuwohner Hörste/Hörsterbruch Nr. 80, † 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Frieda&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste, * 1884, † 1905 (Tuberkulose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Alwine Auguste Emilie, * 1891, † 1891&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Helene&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Wilhelmine, * 1891, ∞ 1916 Paul Stawicki (ab 1923 Stellinger) (1890 – ca. 1943), Reichsbahner in Wanne-Eickel, † um 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	&amp;lt;u&amp;gt;Mathilde&amp;lt;/u&amp;gt; Hermine Auguste, * 1894, ∞ 1920 Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Heinrich&amp;lt;/u&amp;gt; Paul Ridder (1878 – 1953), Landwirt in Brakelsiek Nr. 4 und Witwer, † um 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Karoline Juliane (&amp;lt;u&amp;gt;Lina&amp;lt;/u&amp;gt;), * 1898, ∞ 1928 Wilhelm &amp;lt;u&amp;gt;Christian&amp;lt;/u&amp;gt; Konrad Lange (1886 – 1973), Schlachtermeister u. Witwer in Bösingfeld, † 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	 &amp;lt;u&amp;gt;Erna&amp;lt;/u&amp;gt; Paula Frieda Minna, * 1905, ∞ um 1930 Willi Lükermann, Holzbildhauer in Heiligenkirchen/Schling, † 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 – 1919  Witwe Johanne Juliane Meier, geb. Nedderhof (1863 – 1936) (vgl. oben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1918/19  Verkauf des Resthofes Hörste Nr. 6 seitens der Witwe Juliane Meier, geb. Nedderhof, an den Nachbarn Landwirt August Brockmann, Hörste Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919  - 1929  Landwirt Adolf &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Brokmann (seit 1913 auf der Nachbarstätte Hörste Nr. 10) (1871 – 1939), ∞ 1900 &amp;lt;u&amp;gt;Emilie&amp;lt;/u&amp;gt; Auguste Prüßner (* 1880) von Asmissen Nr. 14 († nach 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
•	Paul, * 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1929  Fritz Brokmann (1900 – 1955), Landwirt, ∞ 1937 Lina Hermine Hanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 6 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1769 (VZ): (Nr.) 6 Hanning (Ma + Fr + 2 Sö üb. 10 J.  +  1 So unt. 10 J. + 1 Verwandte); Leibzüchter (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): (Nr.) 6  Joh. Berend Hanning (Ma + Fr + 1 So üb. 14 J. + 2 Sö unt. 14 J.  + 1To); Leibzüchter (Ma + Fr) spinnet&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1828 (VZ): (Nr.) 6   2 Wohnhäuser, Hanning, Hörste (Ma + Fr + 1 So); &lt;br /&gt;
- Leibzüchter Hanning (Ma + 1 To)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Meier, Friedrich, Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzbusch, Wilhelm, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (AB): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brokmann, August, Landwirt -&amp;gt; 132 (Lage)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Fritz, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brokmann, Paul, Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Großkötter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dr. Horst Wissbrock</name></author>
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