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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=73523</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-11-01T17:35:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 1 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Der Bau hatte gotisch profilierte Gewölberippen und runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorabschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Lindenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1504 wurde in der früheren Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Die Wallfahrt ging auch nach der Reformation noch weiter - auch Protestanten glaubten an Wunderheilungen. Doch im Verlauf des 17. Jahrhunderts ließ die Wallfahrtsaktivität nach und Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren 1878 am Standort der Kapelle ausgegraben worden und bis vor etwa 30 Jahren an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbaser_Stra%C3%9Fe_5_(Blomberg)&amp;diff=73522</id>
		<title>Wilbaser Straße 5 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-11-01T17:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|ErgänzteNummer1901=010&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Meierhof Stork (seit 1909 Tippenhauer) zu [[Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen|Wilbasen]], alter Vollspännerhof in Siebenhöfen Nr. 10 (heute: Wilbaser Straße 5). &lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Kapelle zu Wilbasen. Flurkarte der Blomberger Feldmark von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt. Niedersächsisches Landesarchiv, Bückeburg.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Hof Stork, Meierhaus 1705 Nadine Behrmann 2013.jpg|mini|Wilbasen, ehem. Hof Stork, Meierhaus von 1705. Foto: Nadine Behrmann 2013]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siebenhöfen Nr. 10, Hof Stork, Torinschrift Pahmeier 1970 LLB BA TB-7-37.jpg|mini|Wilbasen, ehem. Hof Stork, Torbogeninschrift von 1705. Foto: Pahmeier 1970, LLB DT]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Hof Stork, Meierhaus von NW-neu Stiewe 2013.jpg|mini|Wilbasen, ehem. Hof Stork, Meierhaus von 1705 mit angebauten Wirtschaftsgebäuden von Nordwesten. Foto: Stiewe 2013]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Wilbasen, ehem. Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der früheren Kapelle zu Wilbasen, um 1960. LLB DT]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Hof Stork, Erbbegräbnis Tippenhauer Nadine Behrmann 2013.jpg|mini|Wilbasen, ehem. Hof Stork, Erbbegräbnis der Familie Tippenhauer (nach 1909) am Standort der früheren Kapelle. Foto: Stiewe 2013]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der frühere Meierhof Stork liegt als Einzelhof an der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 1 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking mithilfe von aufgelesenen Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Meierhof Storck in Wilbasen tagte unter einer Eiche der Freistuhl oder das Freigericht zu Wilbasen; Ende des 16. Jahrhunderts wurde es in den &amp;quot;Wilbasensaal&amp;quot; im Blomberger Rathaus verlegt. Außerdem befand sich auf dem Hof die 1398 erstmals erwähnte Marien-Wallfahrtskapelle zu Wilbasen, die von etwa 1400 bis um 1495 auch Grablege der Edelherren zur Lippe war. Nach 1495 wurde die Kapelle dem Blomberger Augustinerchorherrenstift &amp;quot;Zum Heiligen Leichtnam&amp;quot; inkorporiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1458 wurden die Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann von Edelherr Bernhard VII. zur Lippe und seinem Bruder Simon der Kapelle zu Wilbasen geschenkt und als erbliche Meier auf dem zugehörigen Meierhof eingesetzt, den sie und ihre Erben bewirtschaften sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachweislich seit 1500 findet auf Ländereien des Hofes alljährlich am ersten Wochenende im September der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt. Heute wird der Jahrmarkt vom Kreis Lippe auf einem eigenen Festplatz an der B 1 veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Das alte &#039;&#039;&#039;Meierhaus Stork&#039;&#039;&#039; ist ein großer Vierständerbau von 1705, der stark in Verfall geraten und inzwischen teilweise eingestürzt ist. Zweistöckiger Brettergiebel, auf Stichbalkenköpfen und Füllhölzern vorkragend. Das untere Stockwerk des Giebels war ursprünglich in sichtbarem Fachwerk ausgeführt, vermutlich mit Backsteinausfachung (vgl. [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof bei Belle]], Meierhaus von 1708), das obere Giebeldreieck war von Anfang an verbrettert. Prächtiger Torbogen mit langer Inschrift und Rose und Stern mit Rankenwerk auf den Kopfbändern, links und rechts vom Dielentor gekrümmte Fußstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039; des Hofes ist ein zweigeschossiger Traufenbau mit Krüppelwalmdach und Querdiele aus der Zeit um 1840-50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Kapelle zu Wilbasen&#039;&#039;&#039; war im 18. Jahrhundert bereits eine Ruine; 1707 wurden ihre Steine zum Wegebau verwendet und nach 1750 wurde sie endgültig abgebrochen. Ein Gewölbeschlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Gewölberippen blieben eingemauert an der Scheune des Hofes Tippenhauer erhalten. Der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; befindet sich heute in der Kirche zu Reelkirchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Friemelschen Flurkarte der Feldmark Blomberg (1750) stand die Kapelle mit einem umgebenden Kirchhof in der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Beim Bau der heutigen Scheune des Hofes Tippenhauer sollen hier &amp;quot;menschliche Skelettreste&amp;quot; gefunden worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klaas, Rund um Wilbasen, Brüntrup 1952, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am früheren Standort der Kapelle wurde nach 1909 ein &#039;&#039;&#039;Erbbegräbnis&#039;&#039;&#039; der Besitzerfamilie Tippenhauer errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Rähminschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GOTT DER VATER WOHN UNS BEY UND LAS UNS NICHT VERDERBEN . MACH UNS VON ALLER SÜNDE FREY UND HILF UNS SELIG STERBEN . FÜR DEM TEUFFEL UNS BEWAHR . HALT UNS BEY FESTM GLAUBEN UND AUF DICH LAS UNS BAUEN AUS HERZEN GRUD VERTRAUEN .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogeninschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GERLACH BECK / MEIER UND ANN / A ILSABETH STARCKS       ANNO 1705 / DEN 16. JUNIUS &lt;br /&gt;
PSALM XXIII . MEIN HÜTER UND MEIN HIRTE IST GOT DER HERRE DRUM FÜRCHT ICH NICHT / DAS MIR ETWAS GEWERE . AUF EINER GRÜNEN AUEN ER MICH WEIDET . ZUM SCHÖNEN FRISCHEN / WASSER ER MICH LEITET . ER QUICKT MEIN SEEL. VON SEINES NAMENS WEGEN GERAD ER MICH FÜHRT / AUF DEN RECHTEN STEGEN . PSALM / ZORN UND ZÜCHTIG MICH NIHT IN / VI ACH HER STRAFE MICH NICHT IN DEINEN / DEINEN GRIM . HER SEY MIR GENA / DICH DEN ICH / BIN SCHWAG. / M. J. H. F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Angaben nach Plöger 1972&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972, S. 132ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535: Storck to Wylbadessen 2 Gulden (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590: Tonies Storck 2 Florin (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592: &amp;quot;Simon Storck hat zwei Knechte und einen Jung und sein Vater sitzt bei ihm aufen Hause&amp;quot; (Knechtschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618: Simon Storck, Dollingsteich 4 Florin (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Johan Storck (geb. Recker), seine Frau heiße Anna Dorothea, sei 34 Jahre alt und von diesem Hofe bürtig. Habe 3 Häuser nebst einem Backhaus auf dem Hofe, das eine von 6, das andere 5, das dritte 4 und das Backhaus 3 Sparren. Habe bei 30 Eichbäumen, 2 Apfel- und 4 Birnbäume auf dem Hof stehen. &lt;br /&gt;
Vor dieser Zeit habe er 6 Pferde, 7 Kühe, 3 Rinder und eine Stiege Schweine zu eigen gehabt. Jetz habe er 3 Kühe, 2 einjährige Rinder, 2 Kälber und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
Habe 2 Töchter und 1 Sohn; die älteste Tochter sei 14 Jahre, heiße Christina, die zweite: Anna von 3 Jahren; der Sohn sei 7 Jahre alt.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1668 (Salbuch): Cordt Storck, Wilbasen. &amp;quot;Hat Ländereyen zu 2 Fuder und 39 Scheffel Korn = 139 Scheffelsaat, Wiesewachs zu 3 Fuder Gras, Kuhweide zu 3 Kühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1687: Auf dem Hof wurde eine Krugwirtschaft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1692: Heirat von Gerlach Beckmeier von Struchtrup mit der Anerbin Ilsabe Storks zu Wilbasen, das Ehepaar hatte drei Söhne. 1705 ließen die Eheleute das erhaltene Meierhaus errichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabinschriften auf dem Kirchhof Reelkirchen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier ruhet in Gott Gerlach Beckmeier aus Struchtrup, geboren 1666, als Storksmeier zu Wilbasen begraben 1741, den 5. Januar.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Hier ruhet in Gott Anna Ilsabein Storks aus Wilbasen, ist begraben 1743, den 11. April, ihr Alter 76 Jahre.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1733: Heirat des Anerben Johann Christoph Stork mit Anna Katharina Spriks von Hörstmar bei Lemgo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761: Heirat der Anerbin Sophie Elisabeth Stork mit Dietrich Wilhelm Korf aus Hohenhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (VZ): Meier Storch, 41 Jahre; Frau Elisabeth, 36 Jahre; Kinder: Henriette, 12 Jahre; Sophie, 9 Jahre; Amalie Sophie, 7 Jahre; Luise, 5 Jahre; Christoph, 3 Jahre; Leibzüchter: Christoph, 77 Jahre; Frau Catharina, 66 Jahre; Knechte: Christoph aus Detmold; Joh. Bernd Conerding, 14 Jahre; Mägde: Luise Steinkamp, 22 Jahre; Anneliese Reineke, 22 Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798: Heirat des Anerben Johann Christoph Stork mit Sophia Amalia Albertls aus Maspe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830: Heirat des Anerben Johann Friedrich Christoph Stork mit Sophia Caroline Uhmeier aus Herrentrup.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876: Heirat des Oeconoms Friedrich Wilhelm August Stork mit Louise Dorothee Anna Rüding aus Bückeburg, ihr Vater war Amtsrentmeister auf der Burg zu Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1882: Der Oeconom Friedrich Wilhelm August Storch zu Siebenhöfen-Wilbasen will mit seiner Frau und seinem 6-öjährigen Töchterchen nach Amerika auswandern. Der Hof in Wilbasen (54,55 Hektar) wurde für 93.000 Mk. an den Brennereibesitzer und Landwirt Rudolf Theopold in Blomberg verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909: Verkauf des Hofes für 100.000 Mk. an den Landwirt Tippenhauer aus Schwalenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Brüntrup 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:27:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */ Literaturtitel ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquader-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden im Erdgeschoss rechts .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neubau von 1912:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Erker im 1. OG, mittlere Brüstungsbohle: &#039;&#039;19.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, Ende 16. Jh.:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinhard Vogelsang, Bielefeld in alten Ansichten, Zaltbommel 198#&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=73004</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:21:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
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|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquader-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden im Erdgeschoss rechts .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neubau von 1912:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Erker im 1. OG, mittlere Brüstungsbohle: &#039;&#039;19.12&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, Ende 16. Jh.:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=73003</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:20:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */ Inschrift von 1912 ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
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|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquader-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden im Erdgeschoss rechts .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neubau von 1912:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Erker im 1. OG, mittlere Brüstungsbohle: 19.12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Altbau, Ende 16. Jh.:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=73002</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:12:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquader-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden im Erdgeschoss rechts .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=73001</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquader-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau im Erdgeschoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=73000</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:10:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinquadee-Fassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung 1912. Bauzeitlicher Ladeneinbau im Erdgeschoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=72999</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren der Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg, verschiedene Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinfassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung &amp;quot;19.12&amp;quot;. Bauzeitlicher Ladeneinbau im Erdgeschoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=72998</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Catharina, geb. Höcker, an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren ein Offizier aus Magdeburg, Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinfassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung &amp;quot;19.12&amp;quot;. Bauzeitlicher Ladeneinbau im Erdgeschoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_8_(Blomberg)&amp;diff=72997</id>
		<title>Langer Steinweg 8 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T12:04:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94268, 9.09123&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=269&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Blomberg&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langer Steinweg&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=8&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer Blomberg Nr. 269. Große, mittelalterliche bürgerliche Hausstätte, Fachwerk-Dielenhaus mit Saal des späten 16. Jahrhunderts, 1912 abgebrochen und durch historistischen Neubau ersetzt. Der abgebrochene Bau war eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser der Spätrenaissance in Blomberg und ist durch historische Fotografien und Aufmaßzeichnungen (Charton und Stiehl 1883, Henrici 1892, Ebinghaus 1912) ungewöhnlich gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Haase 2008.jpg|mini|Langer Steinweg 8, heutiges Wohn- und Geschäftshaus von 1912. Foto: Rüdiger Haase, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 um 1900 Slg Stiewe.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 8, Fotografie um 1910. Reicher Fachwerkgiebel der Spätrenaissance, abgebrochen 1912. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Inschift Foto um 1910, Ausschintt Slg Stiewe.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelvorkragung mit Zahnschnitt und Inschrift. Fotografie von ca. 1910, Ausschnitt. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Fassade, Rek Charton und Stiehl um 1880 Schäfer 1885.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Ansicht der Fassade mit Details, Rekonstruktion. Aufmaß und Zeichnung von Charton und Stiehl, 1883. Nach Schäfer 1883-1888]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8 Giebel, QS Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Giebelansicht und Querschnitt, Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jahrhundert, Rekonstruktion. Aus: Stiewe 1996; 294]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Aufmaß Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Längsschnitt, Querschnitt und Grundriss. Aufmaß von Hugo Ebinghaus, vor 1912. Aus: Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Grundrisse Stiewe 1996.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Grundriss Erdgeschoss. Links Zustand 1912 (nach Aufmaß Ebinghaus 1912), rechts Zustand zur Bauzeit Ende 16. Jh., Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 127]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Saal Ebinghaus 1912.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saal. Bauzeitliche Fenster mit beschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung in sog. Schweizer Rauten. Foto: Hugo Ebinghaus, 1912. Nach Ebinghaus 1912]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 8, Kamin Henrici 1892.jpg|mini|Langer Steinweg 8, Saalkamin. Aufmaß und Zeichnung von Studierenden der TH Aachen, 1890. Aus Henrici 1892]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilelefeld, Städtisches Museum, Kamin aus Blomberg, AK nach 1912 Vogelsang 1978.jpg|mini|Bielefeld, Städtisches Museum, &amp;quot;Kamin aus Blomberg i./L.&amp;quot;. Ansichtskarte, nach 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Hausstätte, Ende des 16. Jahrhunderts mit großem Fachwerk-Dielenhaus mit Saal bebaut. Mutmaßlicher Erbauer war Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Er strab 1634 mit seiner zweiten Frau Cahtharina Höcker an der Pest. Weitere Eigentümer und Bewohner waren ein Offizier aus Magdeburg, Kaufleute und Bäcker sowie Lohgerber. 1912 erwarb es der Sattlermeister August Mariß. Er ließ das alte Haus abbrechen und durch den erhaltenen Neubau ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heutiger Bau von 1912:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiges, giebelständiges Wohn- und Geschäftshaus, historistischer Putzbau mit Bruchsteinfassade im EG und Werksteingliederung, dreifach vorkragender Fachwerkgiebel, im 1. OG links Fachwerkerker auf vier Kragsteinen. Zierschnitzereien der Neorenaissance, am Erker drei Brüstungsbohlen mit Rollwerkkartuschen, mittlere mit Datierung &amp;quot;19.12&amp;quot;. Bauzeitlicher Ladeneinbau im Erdgeschoss rechts mit Mitteleingang und zwei großen Schaufenstern mit Werksteingewänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altbau, spätes 16. Jahrhundert, abgebrochen 1912:&#039;&#039;&#039; Rekonstruktion der ursprünglichen Bau- und Raumstruktur nach rekonstruierender Fassadenansicht von Charton und Stiehl (1883) und schematischem Aufmaß von Hugo Ebinghaus (1912): Fachwerk-Giebelhaus, ursprünglich zweischiffiges Dielenhaus (Dreiständerbau) von sieben Fachen (8 Gebinden) mit rückwärtigem Saal-Hinterhaus von vier Fachen. Steiles Sparrendach mit Spitzständerdachwerk, Bodenluke mit Aufzugrad zwischen zwei Spitzständern im 3. Fach. Das 1912 abgebrochene Gebäude war das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus der Spätrenaissance in Blomberg, reiche Zahschnittdekoration der Fassade in enger Abhängigkeit vom Rathaus (1587). Auch in seiner inneren Raumstruktur und Ausstattung (Dielen- und Saalkamin, Saalfenster mit alter Bleiverglasung) war das Haus sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreifach auf Stichbalken vorkragender Giebel aus kräftigen Hölzern, Vorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, nach oben abnehmend. Im unteren Giebelstockwerk Brüstungsgefache mit Andreaskreuzen (vgl. Rathaus, Ostgiebel), unter dem Rähm des Dielen-Untergeschosses breite vorgenagelte Bohle mit Inschrift in Fraktur. Leicht außermittiger Torbogen aus sehr breiten Hölzern, Inschrift verwittert oder abgearbeitet (auf hist. Fotos nicht erkennbar), umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittlerer Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend. Obere Flügel des Dielentores bauzeitlich, mit Lilienbeschlägen, Oberlichter mit alter Bleiverglasung. Rekonstruktion des Erdgeschossfachwerks bei Charton und Stiehl (1883) schematisch und unzutreffend; das Foto von ca. 1910 zeigt links einen Sturzriegel über den beiden Fenstern der Stube mit Zahnschnitt und Resten weiterer Zierschnitzereien, ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube. Rechts vom Torbogen Rest einer langen Fußstrebe, zwei Stubenfenster im EG erst im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt dreischiffiges Dielen-Vorderhaus und unterkellertes Saal-Hinterhaus, Vorderhaus ursprünglich zweischiffig mit rechtsseitiger Diele und linksseitiger Stube. Anschließende Küche anstelle früherer, vermutlich hoher Lucht (großer Dielenkamin durch jüngere Küchenwand angeschnitten). Herdwand als massive &amp;quot;Brandmauer&amp;quot; zwischen Diele und Saal mit mittigem Kaminzug, ca. 1 m stark. Dielenkamin mit spätgotisch anmutenden Kragsteinen und großem, pyramidenförmigem Rauchfang mit horizontalen Zierleisten, Saalkamin mit Reinaissance-Kragsteinen mit Beschlagwerk und hölzernem, umlaufendem Kaminsturz mit Arkaden, Beschlagwerk und Zahnschnitt. Der Kamin wurde nach dem Abbruch 1912 ins Städtische Museum Bielefeld überführt (letzte Abbbildung), nach dem Abbruch des alten Museumsgebäudes für den Bau der Kunsthalle 1966 Verbleib unbekannt. Großer Saal (ca. 50 qm, 3,6 m hoch) mit &amp;quot;Gipsboden&amp;quot; (Taxation 1857) über gering eingetieftem Keller mit Balkendecke (zuletzt als Stall genutzt). An der rechten Traufseite waren drei bauzeitliche Saalfenster mit geschnitzten Pfosten und ornamentaler Bleiverglasung (sog. Schweizer Rauten) erhalten. Balkendecke mit Unterzug und seitlichen Kopfbändern, zuletzt verputzt und hell gestrichen. Saalbau rechts etwa 1 m einspringend (mit Dachvorkragung? - vgl. Langer Steinweg 23); am Einsprung Ausgang zum Hof und jüngerer Stallanbau. Schmales rechtes Seitenschiff mit kleiner Stube, Kammer und Keller vermutlich im 19. Jahrhundert eingebaut, seitdem dreischiffiger Grundriss mit nur 3,60 m breiter Diele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Torbogen: Inschrift vermutlich abgearbeitet, auf historischen Fotos nicht erkennbar. Umlaufendes breites Zierband mit zwei Taubändern und mittiger Perlschnur, unten in Schlingen auslaufend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelinschrift auf breiter, vorgenagelter Bohle mit Zahnschnittkanten, unterhalb des Rähms:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkenne.Gott.undt.rufe.in.an.In.allem.waß.du.begerst.zu.thun. So.wirdt.Ehr.dein.anschläge.und.fleiß.regierenn.daß.du.erlangest.preiß. Gal.3.ca.Gots.Gnad.hilft.fro.und.spat.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Möglicher Erbauer ist Cord von Braunschweig aus Kassel, 1590 Amtsschreiber im Amt Sternberg, später Amtmann in Blomberg. Heirat vor 1594 mit Cahtarina Waterbecker aus Blomberg, 2. Heirat vor 1634 Catharina Höcker. Beide starben 1634 an der Pest.&amp;lt;ref&amp;gt;Besitzergeschichte nach Rolf, Bürger (1996), S. 114f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 Erwerb durch Capitain oder Hauptmann Andreas Böneke aus Magdeburg (Bürgerrecht 1635) mit Frau Margrete von Amelung und Kindern. 1640 betrug der Wert des Hauses 400 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (Bürgerrecht) Bäcker Fritze Botterbrodt aus Nr. 279 (Langer Steinweg 7). Verkauft 1680 eine Scheune hinter seinem Hause an seinen Nachbarn Fr. Heringlake (in Nr. 270, Langer Steinweg 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1702 Haus durch Tausch an Bäcker Jacob Henrich Diekmann aus Schwalenberg (Bürgerrecht 1698). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 Einheirat von Theophilus Stoelmann aus Herford, Bäcker und Kaufmann, &amp;quot;eines Ratsherrn Sohn&amp;quot; (+ 1746).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Verkauf für 630 Taler durch Witwe an Schuhmacher und Ratsherrn Johann Cord Holste aus Nr. 224 (Kuhstraße 16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 (Bürgerrecht) Sohn Christoph Abraham Holste, lebte 1776 (VZ) mit Tochter und zwei Mägden im Haus und hielt 2 Kühe und 2 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 (Bürgerrecht) Sohn Carl Conrad Holste, Schuhmacher und Lohgerber, mit Frau und 2 Kindern (1835, VZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 (Bürgerrecht) Sohn Heinrich Eduard Holste, Lohgerber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Sattlermeister August Mariß, Abbruch und Neubau des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hugo Ebinghaus, Das Ackerbürgerhaus der Städte Westfalens und des Wesertales, Dresden 1912.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Carl] Henrici, Reiseaufnahmen von Studierenden der Königlichen Technischen Hochschule in Aachen (Mappe), Aachen 1892.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Schäfer (Hg.), Die Holzarchitektur Deutschlands vom XIV. bis zum XVIII. Jahrhundert, Berlin 1883-1888 (Reprint Hannvoer 1981). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72996</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T11:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */ Lit. -Nachweis ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist eines von zwei erhaltenen Fachwerkhäusern aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Karnies- Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039; (Alkoven, Bettkasten), dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Vorderer Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72995</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T11:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist eines von zwei erhaltenen Fachwerkhäusern aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Karnies- Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039; (Alkoven, Bettkasten), dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Vorderer Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72994</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72994"/>
		<updated>2026-10-15T11:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist eines von zwei erhaltenen Fachwerkhäusern aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Karnies- Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039; (Alkoven, Bettkasten), dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72993</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-10-15T11:34:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist eines von zwei erhaltenen Fachwerkhäusern aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039;, dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=D%C3%B6ringsfeld_1_(Remmighausen)&amp;diff=72136</id>
		<title>Döringsfeld 1 (Remmighausen)</title>
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		<updated>2026-09-24T20:01:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Meierhaus von 1592 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92572, 8.94087&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Döringsfeld&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Großer Meierhof in Einzellage, um 1390 erstmals im Schatzregister erwähnt, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld, ehemals Remmighausen Nr. 1. Das eindrucksvolle Meierhaus von 1592 brannte 1917 ab, ist aber durch einige frühe Fotografien und zwei Gemälde von Bruno Wittenstein relativ gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Eiche Düstersiek um 1920 LLB BA DT-58-54.jpg|mini|Döringsfeld, alte Eiche mit Hofgebäuden. Foto: Ferdinand Düstersiek, um 1920 (LLB, BA DT-58-54)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld 1592, Traufwansds Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Traufwand mit Seiteneingang. Foto: Fritz Günther vor 1917 (LLB BA-DT 59-52)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Traufwand, Knaggen Fritz Günther vor 1917, Ausschnitt LLB BA-DT 59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, linke Traufwand, Knaggen. Foto: Fritz Günther (Ausschnitt, LLB BA-DT 59-52]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Flett Böse 1928.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Foto: Fritz Böse, vor 1917 (Lippischer Dorfkalender 1928)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Flett Bruno Wittenstein, vor 1917.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Gemälde von Bruno Wittenstein, vor 1917 (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Herdstelle Wittenstein um 1900.jpg|mini|Döringsfeld, Herdstelle. Gemälde von Bruno Wittenstein, um 1900. (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, rechts Meierhaus mit Kammerfach 18. Jh, links Längsdurchfahrtsscheune Landfrauen 1986, 450.jpg|mini|Döringsfeld, Kammerfachgiebel des Meierhauses (18. Jh., rechts) und Durchfahrtsscheune (links). Foto vor 1917 (Detmolder Landfrauen 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld Kammerfach 18. Jh Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-51.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Kammerfachgiebel des 18. Jahrhunderts. Foto: Fritz Günther, vor 1917 (LLB BA-DT 59-51)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Einzelhof Döringsfeld liegt in etwa 2 km Entfernung nordöstlich des Dorfes Remmighausen. Die Hofstelle in einer reizvollen Hügellandschaft ist von Wald umgeben und wird von der Wörbke durchflossen. Auf dem Hof stand eine mächtige, mehrere Jahrhunderte alte Eiche, die in den 1950er Jahren zusammengebrochen ist. Früher wurde der Hof auch der nordöstlich benachbarten Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, erst im Salbuch von 1782 kam er endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung bestand nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht aber nach Lenstrup oder Remmighausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist aber sicherlich älter und mit dem um 1390 genannten &amp;quot;Bernd To Lenstynchtorpe&amp;quot; gleichzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen &amp;quot;Henne&amp;quot; geführt, 1507 heißt der Inhaber &amp;quot;Gerde&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1614 unter Nr. 304: &#039;&#039;Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Landschatzregister von 1618 unter &amp;quot;Lenstorff&amp;quot; (Lenstrup) verzeichnet, musste &amp;quot;Dorringsveldt&amp;quot; 5 Gfl. (Goldflorin) zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1721 war &#039;&#039;Herman Christoff Dörringsfeldt&#039;&#039; ein Vollspänner mit &#039;&#039;1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Generationen später, im Salbuch von 1782, wurde er nur noch als großer Halbmeier eingestuft: &#039;&#039;Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer&#039;&#039;; er war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf. An Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
===Meierhaus von 1592===&lt;br /&gt;
Das alte Meierhaus, ein großer Fachwerkbau aus dem Jahr 1592, ist am 7. Juni 1917 nach Blitzschlag abgebrannt. Dabei gingen wertvolle Hofakten und eine alte Familienchronik verloren. Ein Modell des Hauses, zwei Gemälde von Bruno Wittenstein und einige Fotos aus dem Innern befinden sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dach war zumindest in Teilen mit Höxterplatten gedeckt. Der Torbogen mit Inschrift von 1592 (s. u.) befand sich an der Nordseite; der verbretterte Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Der große Vierständerbau war im Äußern wie im Innern in einem sehr alten Zustand erhalten. &amp;quot;An der Dielen-Rückwand (lag) die Herstelle mit &#039;Bosen&#039; (Rauchfang) auf profilierten Steinkonsolen.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diele, Flett und Herdstelle des Hauses sind in zwei Gemälden von Bruno Wittenstein überliefert (Lippisches Landesmuseum Detmold), außerdem steht eine frühe Fotografie von Fritz Böse zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Böse, Das lippische Bauern- und Ackerbürgerhaus, in: Lippischer Dorfkalender 1928, S. 97-116, hier: S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Flett bestand aus einer hohen Lucht unter einem durchlaufenden Rähm mit Kopfbändern links und einer halbhohen Lucht mit einem kräftigen Unterschlagriegel (&amp;quot;Ünnerslag&amp;quot;) rechts (s. Gemälde von Bruno Wittenstein). In der Mitte vor der Rückwand lag die große Kaminfeuerstelle mit dem gemauerten Schornstein in der Mitte, steinernen Konsolen und einem hölzernen Rauchfang (&amp;quot;Bosen&amp;quot;) darüber; der große Kessel hing noch bis zuletzt an einem mächtigen hölzernen Wendebaum über dem offenen Feuer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit. Münster 1982, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnare beschreibt Diele und Flett nach einem Foto: &amp;quot;Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leibzucht, 17. Jahrhundert?===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frontgiebel vorgekragt auf schmächtigen Knaggen, noch gotisierend mit Ziermustern. Die Ständer mit Kopfbügen. - Wohnteil angebaut 1773. Über der Tür Inschr(ift)&amp;quot; (s. unten).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: &amp;quot;Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf historischen Fotografien erkennt man neben dem Meierhaus noch eine große Längsdurchfahrtsscheune, wohl aus dem 18. Jahrhundert, und ein kleines Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1592, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A[NNO] D[OMINI] 1592 DEN 24. MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD ELSA SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN (BAWEN) &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881, S. 141; Manuskript Gaul um 1935, S. 75; August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibzucht, Torbogeninschrift mit Jahreszahl 1773:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN HABEN DIS HAUS REPARIEREN LASSEN &amp;lt;ref&amp;gt;Manuskript Gaul um 1935, S. 75; Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1390 Bernd.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 und 1497 Henne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Gerde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Doringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo  1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Doringßfeldtt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Dorringsveldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo  1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Döringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Otto Gaul, Detmold-Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), unveröff. Typoskript, um 193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit, Münster 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Inschrift in Remmighausen]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=D%C3%B6ringsfeld_1_(Remmighausen)&amp;diff=72135</id>
		<title>Döringsfeld 1 (Remmighausen)</title>
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		<updated>2026-09-24T19:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Meierhaus von 1592 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92572, 8.94087&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Döringsfeld&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Großer Meierhof in Einzellage, um 1390 erstmals im Schatzregister erwähnt, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld, ehemals Remmighausen Nr. 1. Das eindrucksvolle Meierhaus von 1592 brannte 1917 ab, ist aber durch einige frühe Fotografien und zwei Gemälde von Bruno Wittenstein relativ gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Eiche Düstersiek um 1920 LLB BA DT-58-54.jpg|mini|Döringsfeld, alte Eiche mit Hofgebäuden. Foto: Ferdinand Düstersiek, um 1920 (LLB, BA DT-58-54)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld 1592, Traufwansds Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Traufwand mit Seiteneingang. Foto: Fritz Günther vor 1917 (LLB BA-DT 59-52)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Traufwand, Knaggen Fritz Günther vor 1917, Ausschnitt LLB BA-DT 59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, linke Traufwand, Knaggen. Foto: Fritz Günther (Ausschnitt, LLB BA-DT 59-52]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Flett Böse 1928.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Foto: Fritz Böse, vor 1917 (Lippischer Dorfkalender 1928)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Flett Bruno Wittenstein, vor 1917.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Gemälde von Bruno Wittenstein, vor 1917 (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Herdstelle Wittenstein um 1900.jpg|mini|Döringsfeld, Herdstelle. Gemälde von Bruno Wittenstein, um 1900. (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, rechts Meierhaus mit Kammerfach 18. Jh, links Längsdurchfahrtsscheune Landfrauen 1986, 450.jpg|mini|Döringsfeld, Kammerfachgiebel des Meierhauses (18. Jh., rechts) und Durchfahrtsscheune (links). Foto vor 1917 (Detmolder Landfrauen 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld Kammerfach 18. Jh Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-51.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Kammerfachgiebel des 18. Jahrhunderts. Foto: Fritz Günther, vor 1917 (LLB BA-DT 59-51)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Einzelhof Döringsfeld liegt in etwa 2 km Entfernung nordöstlich des Dorfes Remmighausen. Die Hofstelle in einer reizvollen Hügellandschaft ist von Wald umgeben und wird von der Wörbke durchflossen. Auf dem Hof stand eine mächtige, mehrere Jahrhunderte alte Eiche, die in den 1950er Jahren zusammengebrochen ist. Früher wurde der Hof auch der nordöstlich benachbarten Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, erst im Salbuch von 1782 kam er endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung bestand nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht aber nach Lenstrup oder Remmighausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist aber sicherlich älter und mit dem um 1390 genannten &amp;quot;Bernd To Lenstynchtorpe&amp;quot; gleichzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen &amp;quot;Henne&amp;quot; geführt, 1507 heißt der Inhaber &amp;quot;Gerde&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1614 unter Nr. 304: &#039;&#039;Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Landschatzregister von 1618 unter &amp;quot;Lenstorff&amp;quot; (Lenstrup) verzeichnet, musste &amp;quot;Dorringsveldt&amp;quot; 5 Gfl. (Goldflorin) zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1721 war &#039;&#039;Herman Christoff Dörringsfeldt&#039;&#039; ein Vollspänner mit &#039;&#039;1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Generationen später, im Salbuch von 1782, wurde er nur noch als großer Halbmeier eingestuft: &#039;&#039;Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer&#039;&#039;; er war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf. An Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
===Meierhaus von 1592===&lt;br /&gt;
Das alte Meierhaus, ein großer Fachwerkbau aus dem Jahr 1592, ist am 7. Juni 1917 nach Blitzschlag abgebrannt. Dabei gingen wertvolle Hofakten und eine alte Familienchronik verloren. Ein Modell des Hauses, zwei Gemälde von Bruno Wittenstein und einige Fotos aus dem Innern befinden sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dach war zumindest in Teilen mit Höxterplatten gedeckt. Der Torbogen mit Inschrift von 1592 (s. u.) befand sich an der Nordseite; der verbretterte Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Der große Vierständerbau war im Äußern wie im Innern in einem sehr alten Zustand erhalten. &amp;quot;An der Dielen-Rückwand (lag) die Herstelle mit &#039;Bosen&#039; (Rauchfang) auf profilierten Steinkonsolen.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diele, Flett und Herdstelle des Hauses sind in zwei Gemälden von Bruno Wittenstein überliefert (Lippisches Landesmuseum Detmold), außerdem steht eine frühe Fotografie von Fritz Böse zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Böse, Das lippische Bauern- und Ackerbürgerhaus, in: Lippischer Dorfkalender 1928, S. 97-116, hier: S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Flett bestand aus einer hohen Lucht unter einem durchlaufenden Rähm mit Kopfbändern links und einer halbhohen Lucht mit einem kräftigen Unterschlagriegel (&amp;quot;Unnerslag&amp;quot;) rechts (s. Gemälde von Bruno Wittenstein). In der Mitte vor der Rückwand lag die große Kaminfeuerstelle mit dem gemauerten Schornstein in der Mitte, steinernen Konsolen und einem hölzernen Rauchfang (&amp;quot;Bosen&amp;quot;) darüber; der große Kessel hing noch bis zuletzt an einem mächtigen hölzernen Wendebaum über dem offenen Feuer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit. Münster 1982, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnare beschreibt Diele und Flett nach einem Foto: &amp;quot;Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leibzucht, 17. Jahrhundert?===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frontgiebel vorgekragt auf schmächtigen Knaggen, noch gotisierend mit Ziermustern. Die Ständer mit Kopfbügen. - Wohnteil angebaut 1773. Über der Tür Inschr(ift)&amp;quot; (s. unten).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: &amp;quot;Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf historischen Fotografien erkennt man neben dem Meierhaus noch eine große Längsdurchfahrtsscheune, wohl aus dem 18. Jahrhundert, und ein kleines Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1592, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A[NNO] D[OMINI] 1592 DEN 24. MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD ELSA SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN (BAWEN) &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881, S. 141; Manuskript Gaul um 1935, S. 75; August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibzucht, Torbogeninschrift mit Jahreszahl 1773:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN HABEN DIS HAUS REPARIEREN LASSEN &amp;lt;ref&amp;gt;Manuskript Gaul um 1935, S. 75; Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1390 Bernd.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 und 1497 Henne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Gerde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Doringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo  1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Doringßfeldtt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Dorringsveldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo  1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Döringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Otto Gaul, Detmold-Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), unveröff. Typoskript, um 193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit, Münster 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Inschrift in Remmighausen]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Döringsfeld 1 (Remmighausen)</title>
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		<updated>2026-09-24T19:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92572, 8.94087&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Döringsfeld&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Großer Meierhof in Einzellage, um 1390 erstmals im Schatzregister erwähnt, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld, ehemals Remmighausen Nr. 1. Das eindrucksvolle Meierhaus von 1592 brannte 1917 ab, ist aber durch einige frühe Fotografien und zwei Gemälde von Bruno Wittenstein relativ gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Eiche Düstersiek um 1920 LLB BA DT-58-54.jpg|mini|Döringsfeld, alte Eiche mit Hofgebäuden. Foto: Ferdinand Düstersiek, um 1920 (LLB, BA DT-58-54)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld 1592, Traufwansds Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Traufwand mit Seiteneingang. Foto: Fritz Günther vor 1917 (LLB BA-DT 59-52)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Traufwand, Knaggen Fritz Günther vor 1917, Ausschnitt LLB BA-DT 59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, linke Traufwand, Knaggen. Foto: Fritz Günther (Ausschnitt, LLB BA-DT 59-52]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Flett Böse 1928.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Foto: Fritz Böse, vor 1917 (Lippischer Dorfkalender 1928)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Flett Bruno Wittenstein, vor 1917.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Gemälde von Bruno Wittenstein, vor 1917 (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Herdstelle Wittenstein um 1900.jpg|mini|Döringsfeld, Herdstelle. Gemälde von Bruno Wittenstein, um 1900. (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, rechts Meierhaus mit Kammerfach 18. Jh, links Längsdurchfahrtsscheune Landfrauen 1986, 450.jpg|mini|Döringsfeld, Kammerfachgiebel des Meierhauses (18. Jh., rechts) und Durchfahrtsscheune (links). Foto vor 1917 (Detmolder Landfrauen 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld Kammerfach 18. Jh Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-51.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Kammerfachgiebel des 18. Jahrhunderts. Foto: Fritz Günther, vor 1917 (LLB BA-DT 59-51)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Einzelhof Döringsfeld liegt in etwa 2 km Entfernung nordöstlich des Dorfes Remmighausen. Die Hofstelle in einer reizvollen Hügellandschaft ist von Wald umgeben und wird von der Wörbke durchflossen. Auf dem Hof stand eine mächtige, mehrere Jahrhunderte alte Eiche, die in den 1950er Jahren zusammengebrochen ist. Früher wurde der Hof auch der nordöstlich benachbarten Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, erst im Salbuch von 1782 kam er endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung bestand nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht aber nach Lenstrup oder Remmighausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist aber sicherlich älter und mit dem um 1390 genannten &amp;quot;Bernd To Lenstynchtorpe&amp;quot; gleichzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen &amp;quot;Henne&amp;quot; geführt, 1507 heißt der Inhaber &amp;quot;Gerde&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1614 unter Nr. 304: &#039;&#039;Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Landschatzregister von 1618 unter &amp;quot;Lenstorff&amp;quot; (Lenstrup) verzeichnet, musste &amp;quot;Dorringsveldt&amp;quot; 5 Gfl. (Goldflorin) zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1721 war &#039;&#039;Herman Christoff Dörringsfeldt&#039;&#039; ein Vollspänner mit &#039;&#039;1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Generationen später, im Salbuch von 1782, wurde er nur noch als großer Halbmeier eingestuft: &#039;&#039;Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer&#039;&#039;; er war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf. An Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
===Meierhaus von 1592===&lt;br /&gt;
Das alte Meierhaus, ein großer Fachwerkbau aus dem Jahr 1592, ist am 7. Juni 1917 abgebrannt. Dabei gingen wertvolle Hofakten und eine alte Familienchronik verloren. Ein Modell des Hauses, zwei Gemälde von Bruno Wittenstein und einige Fotos aus dem Innern befinden sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dach war zumindest in Teilen mit Höxterplatten gedeckt. Der Torbogen mit Inschrift von 1592 (s. u.) befand sich an der Nordseite; der verbretterte Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Der große Vierständerbau war im Äußern wie im Innern in einem sehr alten Zustand erhalten. &amp;quot;An der Dielen-Rückwand (lag) die Herstelle mit &#039;Bosen&#039; (Rauchfang) auf profilierten Steinkonsolen.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diele, Flett und Herdstelle des Hauses sind in zwei Gemälden von Bruno Wittenstein überliefert (Lippisches Landesmuseum Detmold), außerdem steht eine frühe Fotografie von Fritz Böse zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Böse, Das lippische Bauern- und Ackerbürgerhaus, in: Lippischer Dorfkalender 1928, S. 97-116, hier: S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Flett bestand aus einer hohen Lucht unter einem durchlaufenden Rähm mit Kopfbändern links und einer halbhohen Lucht mit einem kräftigen Unterschlagriegel (&amp;quot;Unnerslag&amp;quot;) rechts (s. Gemälde von Bruno Wittenstein). In der Mitte vor der Rückwand lag die große Kaminfeuerstelle mit dem gemauerten Schornstein in der Mitte, steinernen Konsolen und einem hölzernen Rauchfang (&amp;quot;Bosen&amp;quot;) darüber; der große Kessel hing noch bis zuletzt an einem mächtigen hölzernen Wendebaum über dem offenen Feuer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit. Münster 1982, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnare beschreibt Diele und Flett nach einem Foto: &amp;quot;Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leibzucht, 17. Jahrhundert?===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frontgiebel vorgekragt auf schmächtigen Knaggen, noch gotisierend mit Ziermustern. Die Ständer mit Kopfbügen. - Wohnteil angebaut 1773. Über der Tür Inschr(ift)&amp;quot; (s. unten).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: &amp;quot;Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf historischen Fotografien erkennt man neben dem Meierhaus noch eine große Längsdurchfahrtsscheune, wohl aus dem 18. Jahrhundert, und ein kleines Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1592, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A[NNO] D[OMINI] 1592 DEN 24. MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD ELSA SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN (BAWEN) &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881, S. 141; Manuskript Gaul um 1935, S. 75; August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibzucht, Torbogeninschrift mit Jahreszahl 1773:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN HABEN DIS HAUS REPARIEREN LASSEN &amp;lt;ref&amp;gt;Manuskript Gaul um 1935, S. 75; Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1390 Bernd.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 und 1497 Henne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Gerde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Doringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo  1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Doringßfeldtt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Dorringsveldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo  1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Döringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Otto Gaul, Detmold-Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), unveröff. Typoskript, um 193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit, Münster 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Inschrift in Remmighausen]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Brinkstra%C3%9Fe_4_(Blomberg)&amp;diff=72133</id>
		<title>Brinkstraße 4 (Blomberg)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Brinkstra%C3%9Fe_4_(Blomberg)&amp;diff=72133"/>
		<updated>2026-09-24T17:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */ Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94085, 9.0912&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Straße1901=Am Brink&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=4&lt;br /&gt;
|ErgänzteNummer1901=304&lt;br /&gt;
}}Alte Hausnummer 304. Kleine bürgerliche Hausstätte, überwiegend von Handwerkern bewohnt. Das erhaltene Haus von 1571 ist das älteste erhaltene Fachwerkhaus an der Brinkstraße. &lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4 Stiewe 2021 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Brinkstraße 4. Handwerkerhaus von 1571. Foto: Stiewe 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4-8 um 1930 Ulrich Meier.jpg|mini|Häuser Brinkstraße 4 bis 8, um 1930. Sammlung Ulrich Meier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4 um 1950, Winter Ulrich Meier.jpg|mini|Brinkstraße 4 im Winter, um 1950. Sammlung Ulrich Meier]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, Inschrift LWL-DLBW 1936.jpg|mini|Brinkstraße 4, Ausschnitt der Fassade mit Inschrift und Fächerrosetten am Giebel, 1936. In der Mitte, links neben dem Fenster, ist ein Teil des alten Torsturzes von 1571 senkrecht verbaut, mit Inschriftrest &amp;quot;...RT WA...&amp;quot; und einem breiten Flechtband. Diese Schnitzereien sind heute nicht mehr vorhanden. LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Bildarchiv]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, Inschriften Skizzenbuch Zeiß 1875-77 LLM.jpg|mini|Brinkstraße 4 (alte Nr. 304), Inschriften, links Torbogen von 1571, rechts Giebelbalken. Emil Zeiß, Skizzenbuch 23, um 1875-77, Lippisches Landesmuseum Detmold. ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, Fassade Stiewe 1996, 255.jpg|mini|Brinkstraße 4, Fassade, Bestand. Nach Stiewe 1996, 255.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, Fassade Rek Stiewe 1996, 77.jpg|mini|Brinkstraße 4, Fassade, Zustand zur Bauzeit 1571, Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 77.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, QS Stiewe 1996, 256.jpg|mini|Brinkstraße 4, Querschnitt, Zustand zur Bauzeit 1571, Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 256]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, re. Traufwand Stiewe 1996, 255.jpg|mini|Brinkstraße 4, rechte Traufwand, Bestand und Zustand zur Bauzeit 1571, Rekonstruktion. Nach Stiewe 1996, 255]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brinkstraße 4, Detail Anblattung Stiewe 1996, 256.jpg|mini|Brinkstraße 4, wiederverwendeter Sparren mit Anblattungsspur, 15. Jahrhundert? Nach Stiewe 1996, 256]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wohl mittelalterliche, kleinbürgerliche Hausstätte am unteren Ende der Brinkstraße. Der durch die Torinschrift (Skzzenbuch von Emil Zeiß) überlieferte Bauherr des erhaltenen Hauses von 1571, Bernhard Wahle, war Goldschmied und erscheint um 1580 in Rechnungen der Blomberger Stadtbibliothek.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier/Stiewe, Blomberg, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Rolf wird er 1583 mit seiner Ehefrau Anna erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf, Bürger, S. 128f., ohne Quellenangabe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später war das Haus im Besitz von verschiedenen Handwerkern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Giebelständiges Fachwerkhaus, kleines zweischiffiges Dielenhaus von vier Fachen, datiert 1569 (d) und 1571 (i). 1834 Fachwerk der Außenwände weitgehend erneuert, 1857 um ein kürzeres Hinterhaus verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stiewe, Hausbau, S. 255f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kernbau von 1571:&#039;&#039;&#039; Kleiner Dreiständerbau von vier Fachen (Grundfläche ca. 7,8 x 10,2 m), ursprünglich hohe Diele rechts und zweigeschossiges Seitenschiff links, weitere Angaben zur inneren Raumgliederung sind in dem umgebauten Haus nicht möglich. Gefüge aus kräftigen Hölzern mit aufgelegten Dachbalken (Unterrähmzimmerung), Ständer mit großen, gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung (zur Diele bzw. zum Hausinnern) verstrebt. Sparrendach mit zwei verzapften Kehlbalkenlagen, ein älterer, wiederverwendeter Sparren mit Anblattungsspur (Schwalbenschwanz) wohl von einem Vorgängerbau des 15. Jahrhunderts, ein älterer Kehlbalken datiert 1514 +/- 3 (d). Rechte Traufwand mit drei Riegelketten, Ständer mit beidseitigen kleinen Wandkopfbändern, mittlerer Ständer ohne Kopfbänder. Linke Traufwand im 19. Jahrhundert (1834) erneuert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Straßengiebeldreieck aus Fachwerk von 1571 erhalten, ehemals auf Knaggen vorkragend, Giebelschwelle mit Profilen und breitem Tauband, in der Mitte kurze Inschrift über dem früheren Torbogen. Das erhaltene Giebelfachwerk war vermutlich mit Backsteinen ausgemauert, es besteht aus einem mittigen Spitzständer und jeweils drei seitlichen Giebelständern, die leicht zur Mitte geneigt sind und damit eine fächerförmige Anordnung zeigen, wie sie z. B. aus Braunschweig bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Fricke, Bürgerhaus Braunschweig, S. 58f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Giebelständer mit beidseitigen dreieckigen Fußbändern und darauf geschnitzten Fächerrosetten, auch diese Gestaltung verweist auf niedersächsische Vorbilder (vgl. Neue Torstraße 14, 1560; Burg, Ostflügel, 1567).&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Gaul, Zierschnitzereien, S. 58 und 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Untergeschossfachwerk des Giebels kann nach wenigen erhaltenen Hölzern und Holznagel-Bohrlöchern im Giebelbalken rekonstruiert werden: Leicht aus der Mitte nach rechts verschobener Torbogen mit umlaufendem, doppeltem Tauband und Perlschnur, der linke Torständer und die beiden Eckständer als tragende Hauptständer des Dreiständerbaus waren mit Kopfbändern hervorgehoben. Ein Rest des Torsturzes mit bogenförmigem Zierband mit Taubändern und Inschriftrest ...RNHART WA... als senkrechter Stiel im Giebelfachwerk verbaut, Schnitzereien auf älteren Fotos noch erkennbar, später abgearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert:&#039;&#039;&#039; Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude erheblich umgebaut und erweitert; die Baudaten sind durch Wertsteigerungen und Beschreibungen in den Taxationsprotokollen zur Brandversicherung überliefert: 1834 wurde das Außenwandfachwerk der linken Traufwand und im Dielen-Untergeschoss des Vordergiebels erneuert, gleichmäßiges Rasterfachwerk mit drei Riegelreihen und zwei gegenläufigen, gekrümmten Fußstreben (am Vordergiebel nur am rechten Eckständer). Später wurde die Diele zweigeschossig durchgebaut und das Dielentor durch eine zweiflügelige Haustür mit zwei seitlichen Fenstern ersetzt. 1857 wurde das Haus um ein Hinterhaus von vier kürzeren Fachen erweitert; Fachwerk aus relativ dünnen Hölzern mit Eckfußstreben in den hinteren Fachen. Um 1970 Umbau des Hauseingangs und Einbau einer Garage rechts daneben; Garagentor um 2025 wieder zurückgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Inschrift auf dem Giebelbalken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:WER:GOT:VERTRAWET:HAT:WOL:GEBAWET:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist das runde &amp;quot;E&amp;quot;; die dreifachen (!) Trennpunkte (Foto 1936) zwischen den Wörtern sind heute, nachdem die Inschrift nachgeschnitzt worden ist, nicht mehr erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem seit dem Umbau 1834 senkrecht verbauten Rest des Torsturzes waren die folgenden Inschriftreste erhalten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...RNHART WA...&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriftrest auf dem Foto von 1936 nicht vollständig abgebildet; Wortlaut nach Rolf, Blomberg (1981), S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollständige Inschrift des Torbogens wurde schließlich in einem Skizzenbuch von Emil Zeiß (1833-1910) aus der Zeit um 1875-77 wiederentdeckt (Skizzenbuch 23, Lippisches Landesmuseum Detmold). Zeiß skizzierte den damals noch erhaltenen Torbogen mit der Inschrift und einem umlaufenden breiten Zierband aus einer mittleren Perlschnur und zwei Taubändern unter &amp;quot;Bl(omberg) No. 304, L. Burgdorf&amp;quot;; außerdem notierte er die heute noch vorhandene Inschrift am Giebelbalken (Abbildung):&amp;lt;ref&amp;gt;Stiewe, Blomberger Inschriften, S. 184ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BERNART WALE / ANNO DOMINI / 1.5 7.1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die inschriftliche Datierung 1571 passt mit der dendrochronologischen Datierung &amp;quot;Ende 1569&amp;quot; (aus zwei Ständern des Giebelfachwerks) gut zusammen; in diesem Fall wurde also knapp zwei Jahre vor dem Bau des Hauses mit dem Holzeinschlag begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1571 Haus erbaut von Bernhard Wahle (Inschrift), Goldschmied (erwähnt um 1580, 1583 mit Frau Anna)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Besitzerfolge nach Rolf, Bürger (1996), S. 128f.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1641 Ludeke Schlüter, Schuhmacher (Bürgerrecht 1641), 1648 2 Kinder und eine Magd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1681 Sohn Chr. Schlüter (Bürgerrecht 1681), Leineweber, Heirat 23.7.1782 Ilsabein Tyes (Thies) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[noch in Arbeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 1901, S. 162: Am Brink 4, Burgdorf, Karoline, Wwe. Steinhagen, Fritz, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Verkauf an den Arbeiter August Meier. Dieser bewohnte das Haus mit seiner Frau und vier Kindern (nach privaten Unterlagen von Prof. Dr. Ulrich Meier, Bielefeld).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 1926:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Fricke, Das Bürgerhaus in Braunschweig (Das deutsche Bürgerhaus, XX), Tübingen 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Zierschnitzereien der Renaissance an lippischen Fachwerkbauten, in: Mitteilungen aus der lippischen Geshichte und Landeskunde 27, 1958, S. 53-102.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72083</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:43:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist das einzige erhaltene Fachwerkhaus aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039;, dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Langer_Steinweg_20_(Blomberg)&amp;diff=72082</id>
		<title>Langer Steinweg 20 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:40:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94212, 9.09178&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=263&lt;br /&gt;
}}Mittelalterliche Hausstätte mit seitlicher Hofzufahrt rechts. Das erhaltene Fachwerkhaus entstand 1452 (d, Vorderhaus) und um 1455 (d, Hinterhaus, Kellerdecke) während des Wiederaufbaus nach der Zerstörung in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. Ältestes erhaltenes Fachwerkhaus in Blomberg und in ganz Lippe. Alte Hausnummer 263. &lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Langer Steinweg 20 Stiewe 2015 ShiftN.jpg|mini|Blomberg, Langer Steinweg 20. Foto: Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Iso, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Vorderhaus von 1452 (d) und Hinterhaus mit Kellerdecke von um 1455 (d), Isometrie. Zustand zur Bauzeit nach 1452 (d), Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe 1995 (nach Stiewe 1996, 66)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung Stiewe 1994.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Kehlbalkenanblattung im Dach mit &amp;quot;Schwalbenschwanz&amp;quot; und vierkantigem Holznagel, 1452 (d). Foto: Stiewe 1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Ansichten Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Ansichten, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 300)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Schnitte Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Längs- und Querschnitte, Zustand 1995 (nach Stiewe 1996, 302)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Grundrisse STiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Grundrisse. Oben: EG mit Keller, Zustand um 1900; Mitte: OG mit Saal, Zustand nach 1662 (d); unten: EG mit Keller, Zustand nach 1455 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 301)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fassade 1826, Rek Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fassade von 1826 (d), Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 299)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Giebel Saalbau 1662d, Rek Stiewe 1989.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Saalbau von 1662 (d) über mittelalterlichem Steinkeller, Rekonstruktion (nach Stiewe 1996, 169)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Renaissancetüren Stiewe 1993.jpg|mini|Langer Steinweg 20, zwei Spätrenaissance-Türen aus dem Saalbau von 1662 (d) (nach Stiewe 1996, 152)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langer Steinweg 20, Fenster linke Traufwand, 1826 (i) Stiewe 1995.jpg|mini|Langer Steinweg 20, Fenster an der linken Traufwand aus dem Umbau von 1826 (i), mit Karniesbleiverglasung und Schieberähmchen oben rechts (Stiewe 1996, 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Haus Langer Steinweg 20 ist das einzige erhaltene Fachwerkhaus aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der Zerstörung Blombergs in der Soester Fehde am 14. Juni 1447. (Das 1450-54 (d) wiederaufgebaute Haus [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]] befindet sich seit 1967 im LWL-Freilichtmuseum Detmold, Wiederaufbau 1986-88). Der rückwärtige Steinkeller unter dem Hinterhaus reicht möglicherweise sogar noch in die Zeit vor 1447 zurück. Das Gebäude ist das derzeit älteste Fachwerkhaus in Blomberg und darüber hinaus in ganz Lippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 (d) Anbau eines hausbreiten Saal-Hinterhauses mit reicher Spätrenaissance-Ausstattung (2 Türen, Fenster mit Bleiverglasung und bsschnitzten Pfosten, Aborterker) durch den Pastor Christoph Levinus Theopold, der das Haus in diesem Jahr erwarb (Pfarrer an St. Martini von 1657 bis 1676). Sein Sohn Dr. Heinrich Werner Theopold praktizierte ab 1683 in dem Haus als Arzt und Apotheker; es gab Beschwerden wegen unerlaubten Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1820 Erwerb durch den Blaufärber Johann Friedrich Rohne, 1824 (d) bzw. 1826 (i) wertsteigernder Um- und Durchbau des Dielen-Vorderhauses. 1967 Erwerb und Modernisierung durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zweischiffiges Dielen-Vorderhaus von 6 Fachen (7 Gebinden), im Dachwerk datiert 1452 (d). Aufgelegte Dachbalken, einige Ständer der rechten Traufwand erhalten. Ca. 60 Grad steiles Sparrendach mit zwei angeblatteten Kehlbalkenlagen, datiert 1452 (d), weiter Gebindeabstand von ca. 2 Metern. Die Gebinde sind vom Rückgiebel beginnend mit Beilkerben von I bis IIIIII (6) nummeriert; die Gebinde IIII und IIIII sind noch unverändert erhalten und in situ. Fassade und Teile der Traufwände erneuert 1824 (d), lt. eingeritzter Jahreszahl an einem oberen Riegel der linken Traufwand 1826. Schmaleres Steinkeller-Hinterhaus, Kellerdeckenbalken datiert 1455 +/- 1 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 14.2.1988 im Auftrag der Stadt Blomberg; Kellerdecke: Gutachten von Hans Tisje vom 29.12.1994 im Auftrag des Westf. Freilichtmuseums Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kellermauerwerk ist vermutlich sogar älter, es dürfte die Zerstörung von 1447 überstanden haben und bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Balken der Kellerdecke liegen links ohne Mauerlatte auf Kragsteinen auf; der Kellerfußboden ist mit mittelalterlichen quadratischen Backsteinplatten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausbreiter Saalbau von 3 Fachen 1662 (d) angefügt (unter Einbeziehung des Kellers von 1455 +/- 1 d), Dachwerk aus 5 Sparrengebinden auf Sparrenschwellen, Hochständerdachwerk mit Stuhlrähm in Längsrichtung. Dachboden über dem Saal mit Lehmestrich. Fachwerkgeschoss des Saalbaus abwechselnd mit Kopfbändern und Fußstreben an den Eckständern vertrebt. Große, ehemals bleiverglaste Fensteröffnungen des Saales erkennbar, ein Teil eines geschnitzten Fensterpfostens aus der Bauzeit wurde auf dem Dachboden gefunden. Außerdem fanden sich zwei Spätrenaissance-Türen mit Arkadenfüllungen, die zur repräsentativen Erstausstattung dieses Saales zu rechnen sind. Spuren eines Aborterkers am Rückgiebel rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 (d) und 1826 (i) Erneuerung der Fassade und der Trauwfwände des spätmittelalterlichen Vorderhauses durch Färber Friedrich Rohne; Einbau eines zweiten Dielenseitenschiffes links (vgl. Taxation von 1829). Gefüge der erneuerten Traufwände dreifach verriegelt mit Zwischenständern; Ausfachung mit Lehmsteinen. Erhaltenes Schiebefenster mit Bleiverglasung an der linken Traufwand, Reste eines Fensterstockes über dem rechten Seiteneingang. Relativ steiler, zweifach vorkragender Vordergiebel mit Backsteinausfachung anstelle eines anzunehmenden mittelalterlichen Brettergiebels, der auf Knaggen weit vorgekragt war. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt; 1967 freigelegt und modernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume nach Taxation von 1829: &#039;&#039;Stube rechts&#039;&#039; mit &#039;&#039;Lamperrei&#039;&#039; (Lambris) und &#039;&#039;alkoben&#039;&#039;, dahinter Schlafkammer. Zweite Stube mit Nebenkammer in schmalerem Seitenschiff links, wohl 1824 (d) eingebaut. Geschlossene Küche mit gewellerter Decke, &#039;&#039;Feuerherd mit Brandmauer&#039;&#039; und Schornstein. Über dem Keller der &#039;&#039;Sal&#039;&#039;, zu dem eine Treppe hinaufführte, mit &#039;&#039;Neben Kammer&#039;&#039;. Erhaltener Stallanbau mit Schleppdach an der rechten Traufwand des Hinterhauses (heute Garage). Um 1930 zweigeschossiger Durchbau der vorderen Diele und Vergrößerung der linken Stube; moderner Ladeneinbau 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Riegel an der linken Traufseite oben, eingeritzte Jahreszahl &amp;quot;1826&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Erster nachweisbarer Besitzer ist Hermann Kleinsorge (Bürgerrecht 1637); 1662 Erwerb durch Pastor Christoph Levinus Theopold, der im selben Jahr den erhaltenen Saalbau anfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweHausbau1996}}, S. 299f.; ausführlicher: {{RolfBürger1996}}, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theopold, Sohn des ersten reformierten Pfarrers Abraham Theopold, war von 1657 bis zu seinem Tode 1676 Pastor an der Stadtkirche St. Martini.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweiter Sohn, der Arzt Dr. Heinrich Werner Theopold, erbte das Haus und praktizierte dort ab 1683 als Arzt und Apotheker. 1726 Braugerechtigkeit, auch Beschwerden wegen unrechtmäßigen Branntweinbrennens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1735 heiratete der Schlosser und spätere Ratsbeisitzer Franz Henrich Fette ein (Bürgerrecht 1733); er lebte 1776 (VZ) mit einem Sohn und einer Magd im Haus und hielt 2 Kühe und 1 Rind. Um 1820 erwarb der begüterte Färber und Lohnherr Johann Friedrich Rohne das Haus, wohnte aber in Nr. 289 ([[Langer Steinweg 25 (Blomberg)|Langer Steinweg 25]]) und betrieb dort eine Färberei. Rohne ließ die Außenwände des Vorderhauses 1824 (d) bis 1826 (i) erneuern; 1825 ließ er sein &amp;quot;bedeutend ausgebessertes Wohnhaus No. 263&amp;quot; für die Brandkasse neu taxieren; der Taxwert stieg von 550 auf 925 Rt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835 (VZ) war das Haus unbewohnt; wenig später übernahm es Rohnes Schwiegersohn, der Blaufärber (Schönfärber) Friedrich Diekmann. 1847 lebte das Ehepaar Diekmann mit einem Kind und einer Magd im Haus; das Gebäude blieb bis 1967 in Familienbesitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 Erwerb durch den Drogisten Emil Rademacher aus Hannover, 1968 Umbau und Einrichtung einer modernen Drogerie mit Fotogeschäft im Erdgeschoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Neue Torstraße 34 (Blomberg)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
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|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=329&lt;br /&gt;
}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift (F.) H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;(Karosserie-) Reparatur (F.) H. SCHWARZE Ruf 2...&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
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}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;(Karosserie-) Reparatur (F.) H. SCHWARZE Ruf 2...&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;(Karosserie-) Reparatur H. SCHWARZE Ruf 2...&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<updated>2026-09-20T13:20:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
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|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=329&lt;br /&gt;
}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift &amp;quot;(Karosserie-) Reparatur H. SCHWARZE Ruf 2...&amp;quot; zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Neue_Torstra%C3%9Fe_34_(Blomberg)&amp;diff=72077</id>
		<title>Neue Torstraße 34 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:18:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94542, 9.09072&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=329&lt;br /&gt;
}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift &amp;quot;H. SCHWARZE&amp;quot; zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Neue Torstraße 34 (Blomberg)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
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|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=329&lt;br /&gt;
}}Das Haus Neue Torstraße 34 (alte Hausnummer 329) wurde 1863 vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern von Blomberg erbaut. &lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Schwarze, 1910 Schlingmann 1980.jpg|mini|Blomberg, Neue Torstraße 34, Wagenbauer Schwarze, um 1910 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Torstraße 34, Abbruch 19.06.2020 Stiewe.jpg|mini|Neue Torstraße 34, Abbruch im Juni 2020. Nach Abnahme der Eternitverkleidung kommt der Fassadenputz des 19. Jahrhunderts mit der Firmenaufschrift H. SCHWARZE zum Vorschein. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Am 26. Februar 1863 beschloss der Blomberger Magistrat, &#039;&#039;&amp;quot;zur Abhülfe des immer fühlbarer werdenden Mangels an Hausplätzen in hiesiger Stadt den Anbau von Wohnhäusern außerhalb der Stadt vor dem Neuenthore zu gestatten.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde das Haus Schwarze vor dem Neuen Tor als erstes Haus außerhalb der Stadtmauern errichtet. Damit endete das jahrhundertealte Bauverbot außerhalb der Stadtmauern und die Stadt Blomberg begann, sich in nordöstlicher Richtung auszudehnen. 1890 gründete der Stellmachermeister Friedrich Schwarze im Haus Neue Torstraße 34 eine Stellmacherei, aus der sich ein stadtbekannter Betrieb für Wagen- und Karosseriebau (mit Holzgestellen) entwickelte. Um 1970 lieferte die Firma Schwarze Fenster und Türelemente aus Aluminium. Im Juni 2020 wurde das historisch bedeutsame Haus abgebrochen und anschließend durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Traufständiger, zweistöckiger Fachwerkbau mit Querdiele und Krüppelwalmdach, erbaut 1863. Fassade ursprünglich verputzt, um 1970 mit Eternitplatten verkleidet. 2020 abgebrochen und durch Neubau ersetzt; Teile des Kellermauerwerks erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine Inschriften überliefert. Beim Abbruch 2020 kam über dem Eingang zur Werkstatt die Firmenaufschrift &amp;quot;H. SCHWARZE&amp;quot; zum Vorschein, die vermutlich in den 1920er Jahren angebracht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1890: Friedrich Schwarze, Stellmacherei, Wagenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_14_(Blomberg)&amp;diff=72075</id>
		<title>Kurzer Steinweg 14 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:05:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94352, 9.09252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=168&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Kaufmannshaus an der Ecke zur Petersilienstraße, alte Hausnummer 168. Abgebrochen 1963. 1964 Neubau der Blomberger Volksbank; dieser wurde 1982 ebenfalls abgebrochen und 1983 durch das heutige Bankgebäude Kurzer Steinweg 12-14 ersetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Fassade und Grundriss Rek Stiewe 1996.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 14. Fassade und Grundriss, Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe (aus: Stiewe 1996, 189)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14 Familie Königheim um 1930 StadtA B.jpg|mini|Kurzer Steinweg 14. Gustav und Max Königheim mit Schlachtochsen vor ihrem Haus Kurzer Steinweg 14, um 1930 (Stadtarchiv Blomberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Stolpersteine Königheim.jpg|mini|Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdische Familie Königheim, die 1937 nach Argentinien auswandern musste. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hausstätte &amp;quot;in bester Lage&amp;quot; an der Ecke Kurzer Steinweg/Peterslilienstraße befand sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilien Kersting und Heringlake. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890 Erwerb durch den jüdischen Viehhändler und Schlachter Marcus Königheim (Bürgerrecht 1885), Sohn des Meier Königheim. Der Sohn Gustav Königheim musste das Haus 1934 unter Druck des NS-Regimes verkaufen (Zwangsversteigerung), seit 1937 im Besitz der Gewerbebank (später Volksbank). Im Dezember 1937 gelang Gustav Königheim und seiner Familie die Flucht nach Argentinien; später lebte die Familie in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Familie Königheim vgl. Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Dezember 2023 erinnern vier Stolpersteine vor dem Eingang der Volksbank an Gustav und Elsa sowie Max-Julius und Ilse Königheim (verh. Wildau), die 1937 nach Argentinien auswandern mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zum Kurzen Steinweg giebelständiges, dreischiffiges Dielenhaus, Ende 17. oder frühes 18. Jahrhundert. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt, dreifach vorkragender Giebel. Dielentor durch klassizistische Haustür mit einläufiger Vortreppe ersetzt, daneben Schaufenster. Abgebrochen 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreischiffiges Kaufmannshaus von 6 oder 7 Fachen Länge, Raumstruktur durch ein Nachlassinventar des &amp;quot;Kauff- und Handelsmanns&amp;quot; Henrich Abraham Kersting von 1758 überliefert:&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV; vgl. {{StieweHausbau1996}}, S. 189ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei straßenseitige Stuben, eine größere &amp;quot;Wohnstube&amp;quot; mit drei Fenstern an der Ecke zur Petersilienstraße und eine &amp;quot;kleine Stube&amp;quot; mit zwei Fenstern vorn im linken Seitenschiff waren Hauptwohn- und Schlafräume mit jeweils einer &amp;quot;Bettespahn&amp;quot; (Bettgestell). Weitere Betten gab es &amp;quot;in der Kammer bei der kleinen Stube&amp;quot;, &amp;quot;auf der Kammer&amp;quot; (über der Wohnstube?) und &amp;quot;hinten auf der Kammer&amp;quot;. Bei dieser &amp;quot;Hinterkammer&amp;quot; dürfte es sich um einen rückwärtigen Saal gehandelt haben, wie er in Blomberg und anderen niederdeutschen Städten im 18. Jahrhundert üblich war. Eine Küche wird nicht ausdrücklich genannt, vermutlich befand sie sich in einer offenen Lucht am Ende der Diele. Auf eine offene Feuerstelle verweisen die im Inventar genannten eisernen Herdgeräte: 2 &amp;quot;Brandeisen&amp;quot;, 2 &amp;quot;Kesselhaacken&amp;quot;, 2 &amp;quot;Dreyfüße&amp;quot;, &amp;quot;eine alte Ruster&amp;quot; (Roste) sowie ein &amp;quot;Blaßbalg&amp;quot;. Der Kaufmannshaushalt war mit Leinen und Tischwäsche, Besteck und Essgeschirr sowie Kaffeegeschirr gut ausgestattet. In den Stuben standen zahlreiche Stühle, an den Wänden hingen &amp;quot;an Mahlerey 5 Bilder mit Gläser&amp;quot; und vier Spiegel. In einem eigenen Einbau, vermutlich vorn links in der Diele, befand sich die &amp;quot;Boutique&amp;quot;, ein offener Kramladen mit einem reichhaltigen Warensortiment: Neben Lebensmitteln wie Butter, Stockfisch, &amp;quot;Caffee Bohnen&amp;quot;, getrockneten Zwetschen und &amp;quot;Bradtbirnen&amp;quot; sowie Gewürzen handelte der Krämer Kersting mit Stoffen, Garnen, Eisenwaren (div. Nägeln), Glas- und Keramikgeschirr sowie Farbstoffen und Chemikalien, darunter Schwefel, Schießpulver, Vitriol und &amp;quot;eine Krucke mit 1/2 Pfd. Quecksilber&amp;quot;. Außerdem hatte er zahlreiche Tonpfeifen und Tabak sowie Spielkarten im Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert, vermutlich nach dem zweigeschossigen Durchbau der Diele, wurde an der Nordseite des Hauses ein Wirtschaftsteil mit einer Querdiele mit Stallungen und einem Abort angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine Inschriften überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1644 Heirat von Anna Panse mit Herbolt Kersting (Bürgerrecht 1644), Schuhmacher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Tocher Anna Dortia Kersting, Heirat mit Johann Henrich Uthoff (Bürgerrecht 1683).&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und folgende Angaben nach {{RolfBürger1996}}, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 Sohn Johann David Uthoff (Bürger 1713), Heirat mit Anna Lucia Agneta Brautlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1720 Johann Christian Kersting (Bürger 1720).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 Verkauf an Sohn Henrich Abraham Kersting (Bürger 1749) für 400 Taler; dieser 1758 verstorben (Nachlassinventar). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 meistbietender Verkauf durch Abraham Kerstings &amp;quot;Pupillen&amp;quot; (Waisen) an Carl Friedrich Heringlake (Bürger 1750), Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Sohn Carl Conrad Heringlake (Bürger 1778), Bäcker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 Sohn Johann Friedrich Heringlake (Büger 1816), Kaufmann, Handelsgeschäft, Camerarius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 Sohn Heinrich August Heringlake (Bürger 1871), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890: Marcus Königheim, Jude, Schlachter (Bürger 1885), Sohn des Meier Königheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Sohn Gustav Königheim (Bürgerrecht 1920), Schlachter und Viehhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 Zwangsverkauf bzw. -versteigerung, 1937 Auswanderung von Familie Königheim nach Argentiniern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 Gewerbebank, später Volksbank Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nachlassinventar des Abraham Kersting von 1758, Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_14_(Blomberg)&amp;diff=72074</id>
		<title>Kurzer Steinweg 14 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:03:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94352, 9.09252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=168&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Kaufmannshaus an der Ecke zur Petersilienstraße, alte Hausnummer 168. Abgebrochen 1963. 1964 Neubau der Blomberger Volksbank; dieser wurde 1982 ebenfalls abgebrochen und 1983 durch das heutige Bankgebäude Kurzer Steinweg 12-14 ersetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Fassade und Grundriss Rek Stiewe 1996.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 14. Fassade und Grundriss, Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe (aus: Stiewe 1996, 189)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14 Familie Königheim um 1930 StadtA B.jpg|mini|Kurzer Steinweg 14. Gustav und Max Königheim mit Schlachtochsen vor ihrem Haus Kurzer Steinweg 14, um 1930 (Stadtarchiv Blomberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Stolpersteine Königheim.jpg|mini|Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdische Familie Königheim, die 1937 nach Argentinien auswandern musste. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hausstätte &amp;quot;in bester Lage&amp;quot; an der Ecke Kurzer Steinweg/Peterslilienstraße befand sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilien Kersting und Heringlake. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890 Erwerb durch den jüdischen Viehhändler und Schlachter Marcus Königheim (Bürgerrecht 1885), Sohn des Meier Königheim. Der Sohn Gustav Königheim musste das Haus 1934 unter Druck des NS-Regimes verkaufen (Zwangsversteigerung), seit 1937 im Besitz der Gewerbebank (später Volksbank). Im Dezember 1937 gelang Gustav Königheim und seiner Familie die Flucht nach Argentinien; später lebte die Familie in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Familie Königheim vgl. Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Dezember 2023 erinnern vier Stolpersteine vor dem Eingang der Volksbank an Gustav und Elsa sowie Max-Julius und Ilse Königheim (verh. Wildau), die 1937 nach Argentinien auswandern mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zum Kurzen Steinweg giebelständiges, dreischiffiges Dielenhaus, Ende 17. oder frühes 18. Jahrhundert. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt, dreifach vorkragender Giebel. Dielentor durch klassizistische Haustür mit einläufiger Vortreppe ersetzt, daneben Schaufenster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreischiffiges Kaufmannshaus von 6 oder 7 Fachen Länge, Raumstruktur durch ein Nachlassinventar des &amp;quot;Kauff- und Handelsmanns&amp;quot; Henrich Abraham Kersting von 1758 überliefert:&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV; vgl. {{StieweHausbau1996}}, S. 189ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei straßenseitige Stuben, eine größere &amp;quot;Wohnstube&amp;quot; mit drei Fenstern an der Ecke zur Petersilienstraße und eine &amp;quot;kleine Stube&amp;quot; mit zwei Fenstern vorn im linken Seitenschiff waren Hauptwohn- und Schlafräume mit jeweils einer &amp;quot;Bettespahn&amp;quot; (Bettgestell). Weitere Betten gab es &amp;quot;in der Kammer bei der kleinen Stube&amp;quot;, &amp;quot;auf der Kammer&amp;quot; (über der Wohnstube?) und &amp;quot;hinten auf der Kammer&amp;quot;. Bei dieser &amp;quot;Hinterkammer&amp;quot; dürfte es sich um einen rückwärtigen Saal gehandelt haben, wie er in Blomberg und anderen niederdeutschen Städten im 18. Jahrhundert üblich war. Eine Küche wird nicht ausdrücklich genannt, vermutlich befand sie sich in einer offenen Lucht am Ende der Diele. Auf eine offene Feuerstelle verweisen die im Inventar genannten eisernen Herdgeräte: 2 &amp;quot;Brandeisen&amp;quot;, 2 &amp;quot;Kesselhaacken&amp;quot;, 2 &amp;quot;Dreyfüße&amp;quot;, &amp;quot;eine alte Ruster&amp;quot; (Roste) sowie ein &amp;quot;Blaßbalg&amp;quot;. Der Kaufmannshaushalt war mit Leinen und Tischwäsche, Besteck und Essgeschirr sowie Kaffeegeschirr gut ausgestattet. In den Stuben standen zahlreiche Stühle, an den Wänden hingen &amp;quot;an Mahlerey 5 Bilder mit Gläser&amp;quot; und vier Spiegel. In einem eigenen Einbau, vermutlich vorn links in der Diele, befand sich die &amp;quot;Boutique&amp;quot;, ein offener Kramladen mit einem reichhaltigen Warensortiment: Neben Lebensmitteln wie Butter, Stockfisch, &amp;quot;Caffee Bohnen&amp;quot;, getrockneten Zwetschen und &amp;quot;Bradtbirnen&amp;quot; sowie Gewürzen handelte der Krämer Kersting mit Stoffen, Garnen, Eisenwaren (div. Nägeln), Glas- und Keramikgeschirr sowie Farbstoffen und Chemikalien, darunter Schwefel, Schießpulver, Vitriol und &amp;quot;eine Krucke mit 1/2 Pfd. Quecksilber&amp;quot;. Außerdem hatte er zahlreiche Tonpfeifen und Tabak sowie Spielkarten im Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert, vermutlich nach dem zweigeschossigen Durchbau der Diele, wurde an der Nordseite des Hauses ein Wirtschaftsteil mit einer Querdiele mit Stallungen und einem Abort angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine Inschriften überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1644 Heirat von Anna Panse mit Herbolt Kersting (Bürgerrecht 1644), Schuhmacher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Tocher Anna Dortia Kersting, Heirat mit Johann Henrich Uthoff (Bürgerrecht 1683).&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und folgende Angaben nach {{RolfBürger1996}}, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 Sohn Johann David Uthoff (Bürger 1713), Heirat mit Anna Lucia Agneta Brautlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1720 Johann Christian Kersting (Bürger 1720).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 Verkauf an Sohn Henrich Abraham Kersting (Bürger 1749) für 400 Taler; dieser 1758 verstorben (Nachlassinventar). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 meistbietender Verkauf durch Abraham Kerstings &amp;quot;Pupillen&amp;quot; (Waisen) an Carl Friedrich Heringlake (Bürger 1750), Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Sohn Carl Conrad Heringlake (Bürger 1778), Bäcker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 Sohn Johann Friedrich Heringlake (Büger 1816), Kaufmann, Handelsgeschäft, Camerarius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 Sohn Heinrich August Heringlake (Bürger 1871), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890: Marcus Königheim, Jude, Schlachter (Bürger 1885), Sohn des Meier Königheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Sohn Gustav Königheim (Bürgerrecht 1920), Schlachter und Viehhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 Zwangsverkauf bzw. -versteigerung, 1937 Auswanderung von Familie Königheim nach Argentiniern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 Gewerbebank, später Volksbank Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nachlassinventar des Abraham Kersting von 1758, Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_14_(Blomberg)&amp;diff=72073</id>
		<title>Kurzer Steinweg 14 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T13:01:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94352, 9.09252&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=168&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Kaufmannshaus an der Ecke zur Petersilienstraße, alte Hausnummer 168. Abgebrochen 1963. 1964 Neubau der Blomberger Volksbank; dieser wurde 1982 ebenfalls abgebrochen und 1983 durch das heutige Bankgebäude Kurzer Steinweg 12-14 ersetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Fassade und Grundriss Rek Stiewe 1996.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 14. Fassade und Grundriss, Rekonstruktion. Zeichnung: Stiewe (aus: Stiewe 1996, 189)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14 Familie Königheim um 1930 StadtA B.jpg|mini|Kurzer Steinweg 14. Gustav und Max Königheim mit Schlachtochsen vor ihrem Haus Kurzer Steinweg 14, um 1930 (Stadtarchiv Blomberg)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 14, Stolpersteine Königheim.jpg|mini|Stolpersteine zur Erinnerung an die jüdische Familie Königheim, die 1937 nach Argentinien auswandern musste. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hausstätte &amp;quot;in bester Lage&amp;quot; an der Ecke Kurzer Steinweg/Peterslilienstraße befand sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilien Kersting und Heringlake. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890 Erwerb durch den jüdischen Viehhändler und Schlachter Marcus Königheim (Bürgerrecht 1885), Sohn des Meier Königheim. Der Sohn Gustav Königheim musste das Haus 1934 unter Druck des NS-Regimes verkaufen (Zwangsversteigerung), seit 1937 im Besitz der Gewerbebank (später Volksbank). Im Dezember 1937 gelang Gustav Königheim und seiner Familie die Flucht nach Argentinien; später lebte die Familie in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Familie Königheim vgl. Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Dezember 2023 erinnern vier Stolpersteine vor dem Eingang der Volksbank an Gustav und Elsa sowie Max-Julius und Ilse Königheim (verh. Wildau), die 1937 nach Argentinien auswandern mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Zum Kurzen Steinweg giebelständiges, dreischiffiges Dielenhaus, Ende 17. oder frühes 18. Jahrhundert. Fassade im 19. Jahrhundert verputzt, dreifach vorkragender Giebel. Dielentor durch klassizistische Haustür mit einläufiger Vortreppe ersetzt, daneben Schaufenster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreischiffiges Kaufmannshaus von 6 oder 7 Fachen Länge, Raumstruktur durch ein Nachlassinventar des &amp;quot;Kauff- und Handelsmanns&amp;quot; Henrich Abraham Kersting von 1758 überliefert:&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV; vgl. {{StieweHausbau1996}}, S. 189ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei straßenseitige Stuben, eine größere &amp;quot;Wohnstube&amp;quot; mit drei Fenstern an der Ecke zur Petersilienstraße und eine &amp;quot;kleine Stube&amp;quot; mit zwei Fenstern vorn im linken Seitenschiff waren Hauptwohn- und Schlafräume mit jeweils einer &amp;quot;Bettespahn&amp;quot;. Weitere Betten gab es &amp;quot;in der Kammer bei der kleinen Stube&amp;quot;, &amp;quot;auf der Kammer&amp;quot; (über der Wohnstube?) und &amp;quot;hinten auf der Kammer&amp;quot;. Bei dieser &amp;quot;Hinterkammer&amp;quot; dürfte es sich um einen rückwärtigen Saal gehandelt haben, wie er in Blomberg und anderen niederdeutschen Städten im 18. Jahrhundert üblich war. Eine Küche wird nicht ausdrücklich genannt, vermutlich befand sie sich in einer offenen Lucht am Ende der Diele. Auf eine offene Feuerstelle verweisen die im Inventar genannten eisernen Herdgeräte: 2 &amp;quot;Brandeisen&amp;quot;, 2 &amp;quot;Kesselhaacken&amp;quot;, 2 &amp;quot;Dreyfüße&amp;quot;, &amp;quot;eine alte Ruster&amp;quot; (Roste) sowie ein &amp;quot;Blaßbalg&amp;quot;. Der Kaufmannshaushalt war mit Leinen und Tischwäsche, Besteck und Essgeschirr sowie Kaffeegeschirr gut ausgestattet. In den Stuben standen zahlreiche Stühle, an den Wänden hingen &amp;quot;an Mahlerey 5 Bilder mit Gläser&amp;quot; und vier Spiegel. In einem eigenen Einbau, vermutlich vorn links in der Diele, befand sich die &amp;quot;Boutique&amp;quot;, ein offener Kramladen mit einem reichhaltigen Warensortiment: Neben Lebensmitteln wie Butter, Stockfisch, &amp;quot;Caffee Bohnen&amp;quot;, getrockneten Zwetschen und &amp;quot;Bradtbirnen&amp;quot; sowie Gewürzen handelte der Krämer Kersting mit Stoffen, Garnen, Eisenwaren (div. Nägeln), Glas- und Keramikgeschirr sowie Farbstoffen und Chemikalien, darunter Schwefel, Schießpulver, Vitriol und &amp;quot;eine Krucke mit 1/2 Pfd. Quecksilber&amp;quot;. Außerdem hatte er zahlreiche Tonpfeifen und Tabak sowie Spielkarten im Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert, vermutlich nach dem zweigeschossigen Durchbau der Diele, wurde an der Nordseite des Hauses ein Wirtschaftsteil mit einer Querdiele mit Stallungen und einem Abort angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine Inschriften überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1644 Heirat von Anna Panse mit Herbolt Kersting (Bürgerrecht 1644), Schuhmacher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Tocher Anna Dortia Kersting, Heirat mit Johann Henrich Uthoff (Bürgerrecht 1683).&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und folgende Angaben nach {{RolfBürger1996}}, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 Sohn Johann David Uthoff (Bürger 1713), Heirat mit Anna Lucia Agneta Brautlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1720 Johann Christian Kersting (Bürger 1720).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1754 Verkauf an Sohn Henrich Abraham Kersting (Bürger 1749) für 400 Taler; dieser 1758 verstorben (Nachlassinventar). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 meistbietender Verkauf durch Abraham Kerstings &amp;quot;Pupillen&amp;quot; (Waisen) an Carl Friedrich Heringlake (Bürger 1750), Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Sohn Carl Conrad Heringlake (Bürger 1778), Bäcker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 Sohn Johann Friedrich Heringlake (Büger 1816), Kaufmann, Handelsgeschäft, Camerarius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 Sohn Heinrich August Heringlake (Bürger 1871), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1890: Marcus Königheim, Jude, Schlachter (Bürger 1885), Sohn des Meier Königheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Sohn Gustav Königheim (Bürgerrecht 1920), Schlachter und Viehhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 Zwangsverkauf bzw. -versteigerung, 1937 Auswanderung von Familie Königheim nach Argentiniern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 Gewerbebank, später Volksbank Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{RolfBürger1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis Blomberg, Juden in Blomberg, Blomberg 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nachlassinventar des Abraham Kersting von 1758, Stadtarchiv Blomberg, Altes Archiv III/J I c 2, Vol. IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_13_(Blomberg)&amp;diff=72072</id>
		<title>Kurzer Steinweg 13 (Blomberg)</title>
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		<updated>2026-09-20T12:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94328, 9.0928&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=183&lt;br /&gt;
}}Hausstätte in Ecklage zur Kuhstraße, alte Hausnummer 183. Seit 1923 bestand hier die Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;. Das stadtbildprägende Gebäude wurde 2007 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 13 mit Straßenbahn um 1930 AK StadtA B.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 13 mit Straßenbahn. Seit 1920 bestand hier die Böttcherei und Mollenhauerei Wilhelm Saake, seit 1923 auch die Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;. Ansichtskarte um 1930 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 13-Abriss August 2007 Stiewe 2007.jpg|mini|Kurzer Steinweg 13, Abriss im August 2007. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hausstätte ist seit dem frühen 17. Jahrhundert im Besitz von verschiedenen Kaufmanns- und Handwerkerfamilien nachweisbar (s. unten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 gründete der Böttcher- und Küfermeister Wilhelm Saake in dem Haus eine Böttcherei und Mollenhauerei; 1923 eröffnete er die bekannte Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Dreischiffiges Dielenhaus des 17. oder 18. Jahrhunderts, Hinterhaus mit unterkellertem Saal. Diele im 19. Jahrhundert zweigeschossig durchgebaut, Dielentor durch zweiflügelige Haustür ersetzt, Giebel zum Kurzen Steinweg zum Krüppelwalm umgebaut. Fassaden zum Kurzen Steinweg und zur Kuhstraße im 19. Jahrhundert verputzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Abbruch 2007 kam ein Spitzständerdachwerk des 17. Jahrhunderts zum Vorschein, in dem auch einige ältere Hölzer verbaut waren. Aus den Abbruchhölzern konnten einige Sägescheiben dendrochronologisch datiert werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 19.10.2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Stuhlrähm und ein Sparren erbrachten das Fälldatum 1449 (d), das auf einen früheren Neubau nach der Zerstörung von 1447 hindeutet. Ein weiterer Sparren datiert 1611 (d) und ein Kehlbalken erbrachte das Datum 1501 (d), doch fehlten hier ohne Splint und Waldkante. Es handelt sich durchweg um zweitverwendete Hölzer; das zuletzt vorhandene Spitzständerdachwerk ist nach Augenschein ins 17. Jahrhundert zu datieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1618 (Bürgerrecht): Henrich Heringlake, Bäcker.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und die folgenden Angaben nach {{RolfBürger1996}}, S. 82f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1641 (Bürgerrecht): verm. Sohn Hermann Heringlake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1650 Witwe Hermann Heringlaken, Heirat mit Hans Ernst Meyer (Bürger 1650), 1660 Krameramt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1673 Sohn Tönnies Meyer (Bürger 1673), 1691 Fuhrmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 (Bürgerrecht): Hans Daniel Botterbrod, Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Johann Ernst Brautlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Tochter Anna Margreta Ilsabein Botterbrodt, Heirat mit Johannes Kühn(e) (Bürger 1722) aus Friedersdorf im Fürstentum Schwarzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Johann Friedrich Heringlake (Bürger 1774), Kaufmann und Lohnherr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1788 Hermann Christoph Ramm (Bürger 1758), Zimmermann, später Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 Sohn Heinrich Christoph Ludwig Ramm (Bürger 1801), Kaufmann, Bürgermeister 1833-1843.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 Georg Heinrich Friedrich Wilhelm Lorenz (Bürger 1860), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 Heinrich Friedrich Wessel (Bürger 1899), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Wilhelm Saake (Bürger 1920), Böttcher und Gastwirt, Böttcherei 1935 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_13_(Blomberg)&amp;diff=72071</id>
		<title>Kurzer Steinweg 13 (Blomberg)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Kurzer_Steinweg_13_(Blomberg)&amp;diff=72071"/>
		<updated>2026-09-20T12:56:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94328, 9.0928&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=183&lt;br /&gt;
}}Hausstätte in Ecklage zur Kuhstraße, alte Hausnummer 183. Seit 1923 bestand hier die Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;. Das stadtbildprägende Gebäude wurde 2007 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 13 mit Straßenbahn um 1930 AK StadtA B.jpg|mini|Blomberg, Kurzer Steinweg 13 mit Straßenbahn. Seit 1920 bestand hier die Böttcherei und Mollenhauerei Wilhelm Saake, seit 1923 auch die Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;. Ansichtskarte um 1930 (aus: Schlingmann 1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzer Steinweg 13-Abriss August 2007 Stiewe 2007.jpg|mini|Kurzer Steinweg 13, Abriss im August 2007. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Hausstätte ist seit dem frühen 17. Jahrhundert im Besitz von verschiedenen Kaufmanns- und Handwerkerfamilien nachweisbar (s. unten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 gründete der Böttcher- und Küfermeister Wilhelm Saake in dem Haus eine Böttcherei und Mollenhauerei; 1923 eröffnete er die bekannte Gaststätte &amp;quot;Alt-Heidelberg&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980, Abb. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Dreischiffiges Dielenhaus des 17. oder 18. Jahrhunderts, Hinterhaus mit unterkellertem Saal. Diele im 19. Jahrhundert zweigeschossig durchgebaut, Dielentor durch zweiflügelige Haustür ersetzt, Giebel zum Kurzen Steinweg zum Krüppelwalm umgebaut. Fassaden zum Kurzen Steinweg und zur Kuhstraße im 19. Jahrhundert verputzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Abbruch 2007 kam ein Spitzständerdachwerk des 17. Jahrhunderts zum Vorschein, in dem auch einige ältere Hölzer verbaut waren. Aus den Abbruchhölzern konnten einige Sägescheiben dendrochronologisch datiert werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg, vom 19.10.2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Stuhlrähm und ein Sparren erbrachten das Fälldatum 1449 (d), das auf einen früheren Neubau nach der Zerstörung von 1447 hindeutet. Ein weiterer Sparren datiert 1611 (d) und ein Kehlbalken erbrachte das Datum 1501, doch fehlten hier ohne Splint und Waldkante. Es handelt sich durchweg um zweitverwendete Hölzer; das zuletzt vorhandene Spitzständerdachwerk ist nach Augenschein ins 17. Jahrhundert zu datieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Keine älteren Inschriften überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1618 (Bürgerrecht): Henrich Heringlake, Bäcker.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und die folgenden Angaben nach {{RolfBürger1996}}, S. 82f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1641 (Bürgerrecht): verm. Sohn Hermann Heringlake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1650 Witwe Hermann Heringlaken, Heirat mit Hans Ernst Meyer (Bürger 1650), 1660 Krameramt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1673 Sohn Tönnies Meyer (Bürger 1673), 1691 Fuhrmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1679 (Bürgerrecht): Hans Daniel Botterbrod, Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Johann Ernst Brautlecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Tochter Anna Margreta Ilsabein Botterbrodt, Heirat mit Johannes Kühn(e) (Bürger 1722) aus Friedersdorf im Fürstentum Schwarzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Johann Friedrich Heringlake (Bürger 1774), Kaufmann und Lohnherr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1788 Hermann Christoph Ramm (Bürger 1758), Zimmermann, später Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 Sohn Heinrich Christoph Ludwig Ramm (Bürger 1801), Kaufmann, Bürgermeister 1833-1843.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 Georg Heinrich Friedrich Wilhelm Lorenz (Bürger 1860), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 Heinrich Friedrich Wessel (Bürger 1899), Kaufmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Wilhelm Saake (Bürger 1920), Böttcher und Gastwirt, Böttcherei 1935 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Rudolf Schlingmann, Blomberg in alten Ansichten, Zaltbommel 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72026</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T21:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72025</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T21:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Abbildungen nach oben verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72010</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72010"/>
		<updated>2026-09-17T18:43:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72009</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:42:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72008</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72008"/>
		<updated>2026-09-17T18:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72007</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72007"/>
		<updated>2026-09-17T18:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72006</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:22:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72005</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72005"/>
		<updated>2026-09-17T18:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72004</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:19:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72003</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:18:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72002</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72002"/>
		<updated>2026-09-17T18:15:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72001</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72000</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72000"/>
		<updated>2026-09-17T18:13:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Text zu historischen Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71999</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T17:21:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71998</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71998"/>
		<updated>2026-09-17T17:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau, das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71997</id>
		<title>Ameide (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T17:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums Detmold] ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71996</id>
		<title>Ameide (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71996"/>
		<updated>2026-09-17T17:17:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Weblinks */ Links eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums Detmold] ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<updated>2026-09-17T17:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des Lippischen Landesmuseums Detmold ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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