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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72026</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T21:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72025</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T21:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Abbildungen nach oben verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72010</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72010"/>
		<updated>2026-09-17T18:43:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle, Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72009</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72009"/>
		<updated>2026-09-17T18:42:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt 12]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72008</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72007</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72007"/>
		<updated>2026-09-17T18:36:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und das Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72006</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72006"/>
		<updated>2026-09-17T18:22:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72005</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72005"/>
		<updated>2026-09-17T18:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude beherbergt seit 1953 die Abteilung Ur- und Frühgeschichte und die Verwaltung des Lippischen Landesmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72004</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:19:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72003</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:18:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, zu Inschriften und Einzelheiten s. [[Ameide 8 (Detmold)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72002</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72002"/>
		<updated>2026-09-17T18:15:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold], das in den folgenden Jahren um mehrere translozierten Fachwerkbauten und dem Bestandsgebäude der Mittelmühle erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72001</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T18:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72000</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=72000"/>
		<updated>2026-09-17T18:13:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Text zu historischen Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Haus Ameide:&#039;&#039; Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erweiterungsbauten des Lippischen Landesmuseums ab 1953:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Lippischen Landesmuseums plante der damalige Abteilungsleiter für die kulturgeschichtlichen Sammlungen, Wilhelm Hansen (1911-1986, Museumsdirektor 1958-1976) die Wiedererrichtung von mehreren historisch bedeutsamen Fachwerkbauten aus Lippe. Mit Unterstützung von Landeskonservator Karl Vollpracht wählte Hansen die Zehntscheune aus Sabbenhausen und das große Kornhaus aus Schieder aus, die zwischen 1953 und 1962 auf dem früheren fürstlichen Waschhof westlich vom Haus &amp;quot;Ameide&amp;quot; wiederaufgebaut wurden. Später kamen die Mittelmühle (1973, in situ), der Speicher aus Belle (1976-77) und das Backhaus aus Wülfer-Bexten hinzu. Damit entstand um Haus Ameide und Mittelmühle eine städtebaulich wirkungsvolle &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Burggraben nordwestlich des Detmolder Residenzschlosses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude im Einzelnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehntscheune aus Sabbenhausen, 1555 (i):&#039;&#039;&#039; Abbau 1953, Wiederaufbau 1960-1962, Abteilung Volkskunde (seit 2009: Ausstellung &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;). Ehemalige Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (Gem. Lügde). Früher Vierständerbau von 11 Fachen (12 Gebinden) mit (späterem) Krüppelwalmdach, verbretterte Giebel auf tief gekehlten Knaggen vorkragend. Hauptständer in Giebeln und Seitenwänden durch Kopfbänder hervorgehoben, Dielenständer mit Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Mitteldiele mit offenen, zweigeschossigen Seitenschiffen. Dielentore an beiden Giebeln mit geraden Torstürzen (ohne Kopfbänder); auf dem vorderen Torsturz Kerbschnittinschrift mit Datierung in spätgotischen Minuskeln: &#039;&#039;Anno dm cccc lv:&#039;&#039; (Anno domini MDCCCCCLV = 1555), in der Mitte eingeschnittenes Malteserkreuz als Zeichen des Kreuzherrenklosters Falkenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornhaus aus Schieder, 1587 (d):&#039;&#039;&#039; Abbau 1955, Wiederaufbau 1955-58, Abteilungen Kultur- und Landesgeschichte, Volkskunde. Großwirtschaftsgebäude, früheres Schweinehaus mit Zinskornboden auf der landesherrlichen Meierei (Domäne) Schieder (Schieder-Schwalenberg), datiert 1587 (d).&amp;lt;ref&amp;gt;Dendrochronologisches Gutachten von Hans Tisje, Neu-Isenburg vom 4.7.1982, LWL-Freilichtmuseum Detmold.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sehr großer Fachwerkbau (Länge: 36 m, Breite: 12 m, Höhe: 17 m) von 19 Fachen (20 Gebinden) Länge, zweigeschossiger Unterbau und vorkragender Speicherstock, darüber dreigeschossiges Spitzständerdach mit dreifach auf Stichbalken vorkragenden Giebeln. Inneres Längstragwwerk aus rhythmisch angeordneten, übereinander stehenden Ständern in Unter- und Speichergeschossen und Spitzständern im Dach, verbunden durch kräftige Längsunterzüge, Verstrebung mit gekehlten Kopfbändern in Längs- und Querrichtung. Eindrucksvolle, hallenartige Speicherböden in Speicher- und Dachgeschossen. Eckständer mit geschwungenen Fußstreben, Speicherstock- und Giebelvorkragungen mit reicher Zahnschnittdekoration, keine Inschriften. Dach ursprünglich mit je zwei langen Lüftungsgabunen und Sollingplattendeckung, heute nur noch je eine lange Schleppgaube mit Fenstern und Hohlpfannendeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mittelmühle, 1826:&#039;&#039;&#039; 1973 Erwerb und Sanierung (Totalentkernung), Umbau zum &amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;. Zweigeschossiger Massivbau mit Krüppelwalmdach nach Entwurf von Landbaumeister Theodor v. Natorp. Neunachsige Fassade mit Mitteleingang, Tür- und Fensteröffnungen mit scharrierten Sandsteingewänden. Türen und Fenster 1973 erneuert, Am Nordgiebel blieb ein bauzeitliches klassizistisches Türblatt erhalten. Keine Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher aus Belle, 1781:&#039;&#039;&#039; 1976 Erwerb und Abbau, 1977 Wiederaufbau aals Museumscafé mit Ausstellungsraum im Obergeschoss (heute als Gaststätte verpachtet). Zweistöckiger Speicher mit kräftigem Gefüge, fischgrätartig übereinander angeordnete Streben an den Ecken und in der Mitte der Fassaden. Reiche Zierschnitzerei am Eingangsportal, Inschriften auf dem Türsturz und dem Rähm des Erdgeschosses, s. [[Ameide 8|Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742:&#039;&#039; 1982 wurde hinter dem Kornhaus aus Schieder ein großes Backhaus vom Hof Lambracht aus Wülfer-Bexten wiedererrichtet, Nutzung zur Ausstellung einer Schmiedewerkstatt (heute: Museumspädagogik). Fachwerkbau von # Fachen (# Gebinden), eingehälste Deckenbalken, zu den Wandständern mit Kopfbändern verstrebt. Im Innern ein großer Backraum, angebauter Backofen am Rückgiebel im Museum durch Schmiedeesse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71999</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T17:21:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau von 1872 (Wiederaufbau nach Brand 1883), das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert. Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71998</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71998"/>
		<updated>2026-09-17T17:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum Detmold].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau, das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71997</id>
		<title>Ameide (Detmold)</title>
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		<updated>2026-09-17T17:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums Detmold] ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Museum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71996</id>
		<title>Ameide (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_(Detmold)&amp;diff=71996"/>
		<updated>2026-09-17T17:17:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Weblinks */ Links eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums Detmold] ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg. Seit 1953 Standort des Lippischen Landesmuseums Detmold ([[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle, der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp erriecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[(Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<updated>2026-09-17T17:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */ Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Detmold (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93708, 8.87727&lt;br /&gt;
}}Weg an der Westseite des Burggrabens, verbindet das [[Rosental (Detmold)|Rosental]] mit der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] am Bruchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jh. in den Varianten Hameide, Amei oder Homeie (1632) /Hohemeie (1652) als Bezeichnung für den Gang neben dem Burggraben. Ihr liegt das Wort Ha(ge)meide/Homei(d)e zu Grunde, das eine hölzerne Befestigung, ein Bollwerk aus Stangen und Bohlen bezeichnet (franz.: Palissade). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Ameide möglicherweise auf die 1686 in lippischen Besitz gekommene gleichnamige holländische Herrschaft zurückginge, ist wegen der älteren Belege (s. o.) unwahrscheinlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HenkeStraßen2013}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1816 wurde ein neues Geländer an der Ameide errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 S / Lippische Rentkammer – Verkehrswege– und Wasserbau, Nr. 0 – Tit. III e Nr. 4: Geländer entlang des Weges Bruchtor – Burggraben – Theater, 1816).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ameide, außerhalb der Detmolder Stadtbefestigung, befand sich seit dem Mittelalter die Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), der bestehende Bau wurde 1826 durch Landbaumeister Theodor v. Natorp erriecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Mittelmühle lag an der Ameide der fürstliche Waschhof, der von einer Mauer umgeben war. Hier wurde mit dem Wasser des Mühlengrabens die Wäsche aus dem Schloss gewaschen, getrocknet und ggf. gebleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 bezog das [https://lippisches-landesmuseum.de Lippische Landesmuseum] das frühere Gesellschaftshaus &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; [[(Ameide 4 (Detmold)|Ameide 4]]).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; auf dem Gelände des früheren fürstlichen Waschhofes und am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62; Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen größeren Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 4 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ameide 8 (Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 72 Suffert / Nachlass Oskar Suffert, Nr. 419: Bedeutung des Namens &amp;quot;Ameide&amp;quot;, 1968–1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Straßenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71991</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71991"/>
		<updated>2026-09-17T16:59:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das Lippische Landesmuseum Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums], &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Museumsverwaltung und Abt. Ur- und Frühgeschichte. Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau, das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71989</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71989"/>
		<updated>2026-09-17T16:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */ Text zur Geschichte ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das Lippische Landesmuseum Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1953 wurde das Lippische Landesmuseum um mehrere translozierte historische Fachwerkbauten zu einer &amp;quot;Traditionsinsel&amp;quot; am Detmolder Burggraben erweitert: Kornhaus der Domäne Schieder, 1587 (d), Abbau 1955, Aufbau 1955-58, Abt. Kultur- und Landesgschichte; Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen, 1555 (i), Abbau 1953, Aufbau 1960-62, Abt. Volkskunde (seit 2009: &amp;quot;Mythos Varusschlacht&amp;quot;); Speicher vom [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle, 1780/81 (i), Abbau 1976, Aufbau 1977, Gaststätte; Backhaus aus Wülfer-Bexten, 1742, Aufbau 1972, Schmiede/Museumspädagogik. 1973 wurde die frühere Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]) in den Museumskomplex einbezogen und für die Abteilung Naturkunde (&amp;quot;Naturkundehaus&amp;quot;) umgebaut. Zwischen dem Haus Ameide und der Zehntscheune aus Sabbenhausen wurde 1962 ein moderner, eingeschossiger Verbindungsbau mit Eingangsbereich, Vortragssaal und Ausstellungsräumen errichtet; dieser Bau wurde 1999 nach einem Architekturwettbewerb durch einen großen Neubau mit Eingangsbereich und ober- und unterirdischen Ausstellungsräumen an einem &amp;quot;Museumsgraben&amp;quot; ersetzt (Schuster &amp;amp; Schuster Architekten, Düsseldorf). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Gebäude Aameide 4 in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096. Auch die translozierten Fachwerkbauten des Lippischen Landesmuseums und die frühere Mittelmühle wurden am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen: &amp;quot;Spieker&amp;quot; ([[Ameide 8 (Detmold)|Ameide 8]]), Denkmal-Nr. 90; Kornhaus, Denkmal-Nr. 91; Zehntscheune aus Sabbenhausen, Denkmal-Nr. 92, Mittelmühle ([[Ameide 2 (Detmold)|Ameide 2]]), Denkmal-Nr. 93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau, das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71984</id>
		<title>Ameide 4 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Ameide_4_(Detmold)&amp;diff=71984"/>
		<updated>2026-09-17T15:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Baubeschreibung überarbeitet&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße=Ameide (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=4&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93717, 8.87685&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=D 086&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bismarckstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Ameide&amp;quot;, 1871–1873 erbautes Gesellschaftshaus des Vereins Ressource, ehem. Quartier-Nr. D 86, dann Bismarckstraße 4. Seit 1953 beherbergt das Gebäude das Lippische Landesmuseum Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft Ressource wurde 1825 gegründet und 1831 als förmlicher Verein eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 9–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinslokale waren zunächst der Gastwirt Seiff in der [[Neustadt 12 (Detmold)|Neustadt]], ab 1827 der Gasthof zur Stadt Frankfurt in der [[Lange Straße 65 (Detmold)|Langen Straße 65]]. 1831 erfolgte der Umzug in den Neubau des [[Marktplatz 5 (Detmold)|Rathauses]]. 40 Jahre später entschloss sich die Gesellschaft Ressource zum Bau eines eigenen Gesellschaftshauses. Dazu schloss sie 1872 mit der Fürstlichen Rentkammer einen Erbpachtvertrag über das Grundstück in der Mühlenwiese an der Ameide&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 B Nr. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kündigte die Räume im Rathaus zu Michaelis (29. Sept.) 1873. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1872 Grundsteinlegung, am 21. Dezember 1872 Richtfest und 1. Oktober 1873 Einweihung des neuen Hauses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KirchhofRessource1954}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1883 brannte das Gebäude völlig aus und wurde bis 1884 wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 bis 1954 trug der Verein den Namen &amp;quot;Verein Gesellschaftshaus&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 83–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhebliche Mitgliederschwund zu Beginn der NS-Diktatur legte den Verkauf des Hauses nahe, das die Wehrmacht 1935 als Kasino für 130.000 RM erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80.20 Nr. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein erwarb stattdessen das Haus [[Allee 11 (Detmold)|Allee 11]] für 45.000 RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{FinkJahre2000}}, S. 96–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1953 Sitz des [https://lippisches-landesmuseum.de Lippischen Landesmuseums].&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0094, Nr. 2635: Zustimmung zur Veräußerung des bundeseigenen Grundstücks &amp;quot;Haus Ameide&amp;quot; in Detmold, 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW Abteilung Rheinland, NW 0060, Nr. 242: Neubau eines Lippischen Landesmuseums in Detmold, 1950–1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde das Haus in die Baudenkmalliste des Landeskonservators aufgenommen und am 17.5.1985 in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 096.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-SW.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Südwesten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Ost.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Osten, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2024 0594tm.jpg|thumb|Ameide 4, nächtliche Ansicht 2024, Foto: Falko Sieker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Ameide4_JK2013-Sued.jpg|thumb|Ameide 4, Ansicht von Süden, 2013, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiger, repräsentativer villenartiger Bau, das obere Geschoss jedoch nur als Mezzanin ausgebildet. Flach geneigtes Walmdach mit Schieferdeckung. Haupteingang im Süden mit einem Vordach auf vier kannelierten Pfeilern. Die Fassade hier dreiachsig, die Mittelachse als Risalit mit flachem Dreieckgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die West- und Ostseite mit sieben Fensterachsen, davon je drei als Mittelrisalit, im Erdgeschoss Putzquaderung, im Obergeschoss die Risalite mit kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen, die seitlichen Fenster im Osten mit flachen Dreieckgiebeln, im Westen mit geradem Gebälk überdeckt. Fensteröffnungen der Westseite verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite schmuckloser ohne Risalit, drei Fensterachsen, im Obergeschoss mit flachen Dreieckgiebeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Eigentümerin: Ressourcengesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Eigentümerin: Ressource-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Ressourcewirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Ressourcenwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Karl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 5. Aufl., Detmold 1897.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 Eigentümerin: Gesellschaft &amp;quot;Ressource&amp;quot;; Bewohner*innen: Carl Eickemeyer, Hoftraiteur.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 6. Aufl., Detmold 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Eigentümerin: Ressourcen-Gesellschaft; Bewohner*innen: Eickemeyer, Witwe; Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümerin: Gesellschaft Ressource; Bewohner*innen: Eickemeyer, Wirt; Eickemeyer, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Ressource-Gesellschaft; Antonie Eickemeyer, Witwe; Gustav Eickemeyer, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Ressource-Gesellschaft; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Gesellschaftshaus; August Büxe, Gastwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Gesellschaftshaus; Hermann Geller, Wirt; Werner Dickmann, Gehilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KirchhofRessource1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2000}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FinkJahre2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StichAufstieg1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 107 D Ressource, 1828–1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 4/7300: Situationsplan zum Bau eines neuen Ressource-Gebäudes in Detmold, 1871.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801–1879), Nr. Nr. 116: Bestätigung von Kauf- und Tauschverträgen, 1868–1872, enthält u. a. Abtretung eines Teils der Mühlenwiese in Detmold an die Ressource-Gesellschaft zur Erbauung eines Gesellschaftsgebäudes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80.20 / Regierung/Landesregierung Lippe - Domänenabteilung, Nr. 394: Ausweisung eines Bauplatzes zum Neubau des Gebäudes der Ressource-Gesellschaft in der Mühlenwiese, 1871–1887, 1914–1948, enthält auch Verkauf an die Heeresstandortverwaltung 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statuten der Ressourcen-Gesellschaft in Detmold, beschlossen in der General-Versammlung den 30. März 1880, Detmold 1880 (LLB, LH 372a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippisches-landesmuseum.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Ameide (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Leopoldstra%C3%9Fe_3_(Detmold)&amp;diff=71982</id>
		<title>Leopoldstraße 3 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Leopoldstra%C3%9Fe_3_(Detmold)&amp;diff=71982"/>
		<updated>2026-09-17T15:44:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Leopoldstraße (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93192, 8.88066&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=B 117&lt;br /&gt;
}}Erbaut 1832, ehem. Quartier-Nr. B 117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbaut 1832 von Maurer und Lackierer Johann Spieß nach Ausweisung des Hausplatzes aus dem Kuhkamp zusammen mit den Bauplätzen Hornsche Straße 38–42.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4365.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Entwurf wird [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune] zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entstand als zweiter Bau auf der Ostseite der Leopoldstraße neben dem Haus des Hautboisten Vollmer, [[Leopoldstraße 1 (Detmold)|Leopoldstraße 1]]. Der Lakierer Spies beantragte 1832 ein „ansehnliches“ Haus, dessen Front ganz aus geschliffenen Sandsteinen gleich dem des Kaufmanns Meyer in der Langen Straße bestehen und sich &amp;quot;neben dem Schulhause vorzüglich gut ausnehmen&amp;quot; würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 Übergang auf den Baron von Schellersheim,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 697: Gesetzwidrige Trauungen durch Pastor Holzapfel zu Lemgo (u. a. 1829 Freiherr v. Schellersheim und Frl. v. Ludwigseck), 1829–1852.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1839 wiederum Johann Spieß, dann Helwing.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Kittel Ingeborg: Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 2218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einrichtung einer Zweigniederlassung der Meyerschen Hofbuchhandlung in Detmold durch die Witwe Caroline Marie Elisabeth Helwing 1835, wohl wegen der Detmolder Konkurrenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstlich Lippisches Intelligenz-Blatt 1835, S. 389–390.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verlegung des Hauptsitzes von Lemgo nach Detmold erfolgte 1842.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstlich Lippisches Intelligenz-Blatt 1842, S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich ging die Buchhandlung über auf den Sohn Leopold Helwing (* 13.11.1801, † 29.6.1867).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 51 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Leopold Helwing 1867 starb, führte seine Witwe Elise geb. Caesar das Geschäft für ihren Sohn Clemens (* 24.8.1849) weiter, doch fiel dieser am 14.8.1870 bei Colomby.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.5.1871 wurde das Geschäft – und damit das Haus an der Leopoldstraße – an Hofbuchhändler Wilhelm Klingenberg (* 8.1840, † 14.3.1910) verkauft. Wilhelm Klingenberg wurde am 8.3.1870 (Kirchenbuch Detmold, luth.) vermählt mit Emilie Johanne Schmidt, Enkelin von Johann Spieß (Kirchenbuch Detmold). Letzterer hatte eine größere Zahl von Häusern in Detmold erbaut. Bei Aufspaltung der Hofbuchhandlung ging das Haus um 1883 an die Druckerei Lithographische Kunstanstalt Gebrüder Klingenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Weißbrodt, Die Meyersche Buchhandlung in Detmold und Lemgo und ihre Vorläufer, Detmold 1914, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sortimentsbuchhandlung erwarb Hans Hinrichs (am 15.3.1908 an A. Neumann-Hofer), die Hofbuchdruckerei mit dem Verlag der Lippischen Landeszeitung ging an Max Quentin, die Meyersche Hofbuchhandlung 1883 an Hermann Deneke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus diente ab 1874 als Comptoirgebäude der benachbarten Druckerei Klingenberg. Ab 1897 war das Haus nicht mehr bewohnt, sondern als Verwaltungsgebäude Bestandteil der Klingenberg&#039;schen Fabrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte 1980 für den Erweiterungsbau des Bezirksregierung abgebrochen werden. Nach Bürgerschaftsprotesten wurde es 1983 in die Denkmalliste eingetragen und erhalten. Bis 1984 Sanierung als Wohn- und Geschäftshaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Lippische Landes-Zeitung, 218 (1984), Nr. 228 vom 13.10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14.12.1983 als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 032.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_HSA_12_010R.png|thumb|Leopoldstraße, rechts Nr. 3, um 1872, Foto: Theodor Kliem, LLB HSA 12,10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_DT BA 2591.jpg|thumb|Leopoldstraße 3, vor der Instandsetzung, 1983, Foto: Stadtarchiv Detmold, BA 2591]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_2012Tsungam.jpg|thumb|Leopoldstraße 3, Ansicht von Westen, 2012, Foto: Magnus Titho]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traufständiges, zweigeschossiges Haus mit Hochparterre und zweiläufiger, 5 Fuß breiter Freitreppe zum Eingang in der mittleren von sieben Fensterachsen. Schmiedeeisernes Geländer. Die Außenmauern des 70 Fuß breiten und 36 Fuß tiefen traufständigen Gebäudes wurden massiv gemauert. Klassizistische Fassade aus geschliffenen Sandsteinen, wohl von der abgebrochenen Klosterkirche des Augustinerinnen-Klosters in der [[Schülerstraße (Detmold)|Schülerstraße]]. Leicht vorspringender Mittelrisalit von drei Achsen, gegliedert durch vier leicht vortretend Kollosasalpilaster mit attischen Basen und ionischen Kapitellen. Darüber flacher Dreiecksgiebel. Abschluss der Fassade und des Dreiecksgiebels durch ein kräftiges, weit vorspringendes Hauptgesims aus Holz. Die anderen Hausseiten aus verschiefertem Fachwerk. Halbwalmdach mit Schieferdeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schmiedeeiserne, in neubarocken Formen gestaltete Geländer der Freitreppe ist jünger, 1862 fehlt es noch&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 121: Häuser- und Straßenbau in der Stadt Detmold, einzelne Baumaßnahmen Bd. 4, 1840–1862, fol. 501.&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch auf der ältesten Fotografie des Hauses von Theodor Kliem von 1872 ist das Geländer noch nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 Johann Spieß, Maurer und Lackierer, Stadtrat.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 Baron von Schellersheim.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Spieß.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 Caroline Marie Elisabeth Helwing geb. Nettebusch, Hofbuchhändler-Witwe (* 24.2.1774), ihr Mann Gottlieb Leopold Helwing war am 16.11.1821 verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 Leopold Helwing, Hofbuchhändler († 29.6.1867).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 Witwe Elise Helwing geb. Caesar.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.5.1871 Verkauf an Hofbuchhändler Wilhelm Klingenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Wilhelm Klingenberg, Hofbuchhändler; Elise Helwing, Rats-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Hofbuchdruckerei-Besitzer; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer der Meyerschen Hofbuchdruckerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 Gebr. Klingenberg, Druckerei.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Steindruckerei-Besitzer; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer der Etiketten-Fabrik (Gebr. Klingenberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Lithographische Anstalt; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer a. D.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Chromolitographische Kunstanstalt und Etiquettenfabrik; Fr. Unverzagt, Portier und Kutscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Etikettenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Gebr. Klingenberg, Fabrikgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Gebr. Klingenberg, Fabrikgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1909 (Adressbuch) Leopoldstraße 3 nicht mehr aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PetersBaugeschichte1953}}, hier S. 206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WegemannAlter1957}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GaulStadt1968}}, S. 416.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4365: Anbau einer neuen Häuserreihe vor dem Hornschen Tor in Detmold an der durch die Gärten und den Johannettentaler Kuhkamp zu verlegenden Meinberger Chaussee; Versetzung des Dohmeierschen Hauses; Ausweisung von Bauplätzen von der Kälberwiese zur Leopoldstraße und vom Kuhkamp - Bd. 1, 1826–1834, fol. 173 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 2218: Darlehen der Landkasse (u.a. Buchhändler Helwing zu Detmold), Teil 1, 1826–1847.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 121: Häuser- und Straßenbau in der Stadt Detmold, einzelne Baumaßnahmen Bd. 4, 1840–1862, fol. 501.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Leopoldstraße (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Leopoldstra%C3%9Fe_3_(Detmold)&amp;diff=71981</id>
		<title>Leopoldstraße 3 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Leopoldstra%C3%9Fe_3_(Detmold)&amp;diff=71981"/>
		<updated>2026-09-17T15:42:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Baubeschreibung überarbeitet&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Leopoldstraße (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=3&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93192, 8.88066&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Straße1901={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}&lt;br /&gt;
|Quartiersnummer=B 117&lt;br /&gt;
}}Erbaut 1832, ehem. Quartier-Nr. B 117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbaut 1832 von Maurer und Lackierer Johann Spieß nach Ausweisung des Hausplatzes aus dem Kuhkamp zusammen mit den Bauplätzen Hornsche Straße 38–42.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4365.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Entwurf wird [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune] zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entstand als zweiter Bau auf der Ostseite der Leopoldstraße neben dem Haus des Hautboisten Vollmer, [[Leopoldstraße 1 (Detmold)|Leopoldstraße 1]]. Der Lakierer Spies beantragte 1832 ein „ansehnliches“ Haus, dessen Front ganz aus geschliffenen Sandsteinen gleich dem des Kaufmanns Meyer in der Langen Straße bestehen und sich &amp;quot;neben dem Schulhause vorzüglich gut ausnehmen&amp;quot; würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 Übergang auf den Baron von Schellersheim,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 697: Gesetzwidrige Trauungen durch Pastor Holzapfel zu Lemgo (u. a. 1829 Freiherr v. Schellersheim und Frl. v. Ludwigseck), 1829–1852.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1839 wiederum Johann Spieß, dann Helwing.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Kittel Ingeborg: Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 2218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einrichtung einer Zweigniederlassung der Meyerschen Hofbuchhandlung in Detmold durch die Witwe Caroline Marie Elisabeth Helwing 1835, wohl wegen der Detmolder Konkurrenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstlich Lippisches Intelligenz-Blatt 1835, S. 389–390.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verlegung des Hauptsitzes von Lemgo nach Detmold erfolgte 1842.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstlich Lippisches Intelligenz-Blatt 1842, S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich ging die Buchhandlung über auf den Sohn Leopold Helwing (* 13.11.1801, † 29.6.1867).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 51 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Leopold Helwing 1867 starb, führte seine Witwe Elise geb. Caesar das Geschäft für ihren Sohn Clemens (* 24.8.1849) weiter, doch fiel dieser am 14.8.1870 bei Colomby.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22.5.1871 wurde das Geschäft – und damit das Haus an der Leopoldstraße – an Hofbuchhändler Wilhelm Klingenberg (* 8.1840, † 14.3.1910) verkauft. Wilhelm Klingenberg wurde am 8.3.1870 (Kirchenbuch Detmold, luth.) vermählt mit Emilie Johanne Schmidt, Enkelin von Johann Spieß (Kirchenbuch Detmold). Letzterer hatte eine größere Zahl von Häusern in Detmold erbaut. Bei Aufspaltung der Hofbuchhandlung ging das Haus um 1883 an die Druckerei Lithographische Kunstanstalt Gebrüder Klingenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Weißbrodt, Die Meyersche Buchhandlung in Detmold und Lemgo und ihre Vorläufer, Detmold 1914, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sortimentsbuchhandlung erwarb Hans Hinrichs (am 15.3.1908 an A. Neumann-Hofer), die Hofbuchdruckerei mit dem Verlag der Lippischen Landeszeitung ging an Max Quentin, die Meyersche Hofbuchhandlung 1883 an Hermann Deneke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus diente ab 1874 als Comptoirgebäude der benachbarten Druckerei Klingenberg. Ab 1897 war das Haus nicht mehr bewohnt, sondern als Verwaltungsgebäude Bestandteil der Klingenberg&#039;schen Fabrik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte 1980 für den Erweiterungsbau des Bezirksregierung abgebrochen werden. Nach Bürgerschaftsprotesten wurde es 1983 in die Denkmalliste eingetragen und erhalten. Bis 1984 Sanierung als Wohn- und Geschäftshaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Lippische Landes-Zeitung, 218 (1984), Nr. 228 vom 13.10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14.12.1983 als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A 032.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_HSA_12_010R.png|thumb|Leopoldstraße, rechts Nr. 3, um 1872, Foto: Theodor Kliem, LLB HSA 12,10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_DT BA 2591.jpg|thumb|Leopoldstraße 3, vor der Instandsetzung, 1983, Foto: Stadtarchiv Detmold, BA 2591]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Leopoldstr3_2012Tsungam.jpg|thumb|Leopoldstraße 3, Ansicht von Westen, 2012, Foto: Magnus Titho]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traufständiges, zweigeschossiges Haus mit Hochparterre und zweiläufiger, 5 Fuß breiter Freitreppe zum Eingang in der mittleren von sieben Fensterachsen. Schmiedeeisernes Geländer. Die Außenmauern des 70 Fuß breiten und 36 Fuß tiefen traufständigen Gebäudes wurden massiv gemauert. Fassade aus geschliffenen Sandsteinen, wohl von Steinen der abgebrochenen Klosterkirche des Augustinerinnen-Klosters in der [[Schülerstraße (Detmold)|Schülerstraße]]. Leicht vorspringender Mittelrisalit von drei Achsen, gegliedert durch vier leicht vortretend Kollosasalpilaster mit attischen Basen und ionischen Kapitellen. Darüber flacher Dreiecksgiebel. Abschluss der Fassade und des Dreiecksgiebels durch ein kräftiges, weit vorspringendes Hauptgesims aus Holz. Die anderen Hausseiten aus verschiefertem Fachwerk. Halbwalmdach mit Schieferdeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schmiedeeiserne, in neubarocken Formen gestaltete Geländer der Freitreppe jünger, 1862 fehlt es noch.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 121: Häuser- und Straßenbau in der Stadt Detmold, einzelne Baumaßnahmen Bd. 4, 1840–1862, fol. 501.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 Johann Spieß, Maurer und Lackierer, Stadtrat.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 Baron von Schellersheim.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Spieß.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 Caroline Marie Elisabeth Helwing geb. Nettebusch, Hofbuchhändler-Witwe (* 24.2.1774), ihr Mann Gottlieb Leopold Helwing war am 16.11.1821 verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1842 Leopold Helwing, Hofbuchhändler († 29.6.1867).&amp;lt;ref&amp;gt;{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 Witwe Elise Helwing geb. Caesar.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22.5.1871 Verkauf an Hofbuchhändler Wilhelm Klingenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Wilhelm Klingenberg, Hofbuchhändler; Elise Helwing, Rats-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Hofbuchdruckerei-Besitzer; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer der Meyerschen Hofbuchdruckerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 Gebr. Klingenberg, Druckerei.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Steindruckerei-Besitzer; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer der Etiketten-Fabrik (Gebr. Klingenberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Lithographische Anstalt; Bewohner*innen: Friedrich Bracht, Heizer a. D.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Chromolitographische Kunstanstalt und Etiquettenfabrik; Fr. Unverzagt, Portier und Kutscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Eigentümer: Gebr. Klingenberg, Etikettenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Gebr. Klingenberg, Fabrikgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Gebr. Klingenberg, Fabrikgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 1909 (Adressbuch) Leopoldstraße 3 nicht mehr aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WeißbrodtBuchhandlung1914}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PetersBaugeschichte1953}}, hier S. 206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WegemannAlter1957}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GaulStadt1968}}, S. 416.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4365: Anbau einer neuen Häuserreihe vor dem Hornschen Tor in Detmold an der durch die Gärten und den Johannettentaler Kuhkamp zu verlegenden Meinberger Chaussee; Versetzung des Dohmeierschen Hauses; Ausweisung von Bauplätzen von der Kälberwiese zur Leopoldstraße und vom Kuhkamp - Bd. 1, 1826–1834, fol. 173 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 2218: Darlehen der Landkasse (u.a. Buchhändler Helwing zu Detmold), Teil 1, 1826–1847.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 121: Häuser- und Straßenbau in der Stadt Detmold, einzelne Baumaßnahmen Bd. 4, 1840–1862, fol. 501.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Leopoldstraße (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71980</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-17T15:31:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort beim Lippischen Landesmuseum am Burggraben in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker an der Schlafkammer. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der zuletzt stark verfallene &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1976 dem Landesverband Lippe geschenkt, abgetragen und 1977 als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der [[Ameide 8 (Detmold)|Ameide]] in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte, Lakehof (1954), S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71978</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-17T15:05:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort beim Lippischen Landesmuseum am Burggraben in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker an der Schlafkammer. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der zuletzt stark verfallene &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1976 dem Landesverband Lippe geschenkt, abgetragen und 1977 als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der [[Ameide 8 (Detmold)|Ameide]] in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Blomberg_(Kernstadt)&amp;diff=71977</id>
		<title>Blomberg (Kernstadt)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94373, 9.09089&lt;br /&gt;
}}Die Stadt Blomberg wurde um 1240-50 gegründet. Seit dem 1.1.1970 ist sie Verwaltungssitz der Großgemeinde [[Blomberg]] und gehört seit 1973 zum Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Luftblid Haase 2008.jpg|mini|Blomberg, Luftbild von Süden. Foto: Rüdiger Haase 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Stadtwappen von 1583 im Stadtbuch I, Melchior Kalden, Ausschnitt StadtA Blomberg.jpg|mini|Blomberg, Stadtwappen aus dem Stadtbuch I von Melchior Kalden, 1583. Stadtarchiv Blomberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Niederes Tor Mesch um 1910 LAV NRW OWL.jpg|mini|Blomberg, Niederes Tor. Fotografie von Mesch, um 1910. Landesarchiv NRW OWL]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg um 1800.jpg|mini|Blomberg um 1800, &amp;quot;Carte vom Fürstenthum Lippe&amp;quot;, Ausschnitt. Um die Stadt sind mehrere Warttürme zu erkennen. &amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Topographische Karte von Westfalen Generalmajor Le Coq, 1805 Meier-Stiewe 2022, 4.jpg|mini|Blomberg, &amp;quot;Topographische Karte von Westfalen&amp;quot; des Generalmajors Le Coq von 1805, Ausschnitt. Aus Meier/Stiewe 2022, 4.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Blomberg Elias und Heinrich van Lennep um 1663-66 LAV NRW OWL.jpg|mini|&amp;quot;Stadt Blumberg.&amp;quot; Kupferstich von Elias und Heinrich van Lennep, um 1663-66. Landesarchiv NRW OWL]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus Blumberg Elias und Heinrich van Lennep um 1663-66 LAV NRW OWL.jpg|mini|&amp;quot;Haus Blumberg.&amp;quot; Burg Blomberg, Ansicht von Süden. Kupferstich von Elias und Heinrich van Lennep, um 1663-66. Landesarchiv NRW OWL]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, kolorierte Federzeichnung LAV NRW OWL D 73 Tit. 4 Nr. 5825.jpg|mini|Blomberg, Stadtansicht von Südwesten. Kolorierte Federzeichnung um 1730. LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5825]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg von SW, um 1910 Mesch LAV NRW OWL.jpg|mini|Blomberg, Ansicht von Südwesten. Fotografie von Mesch, um 1910. Landesarchiv NRW OWL]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg von NW, um 1910 Sammlung Stiewe.jpg|mini|Blomberg von Nordwesten, um 1910. Die ausgeprägte Spornlage von Stadt und Burg ist gut erkennbar. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg von SO, um 1910 Sammlung Stiewe.jpg|mini|Blomberg von Südosten, um 1910. Im Vordergrund links die Branntweinbrennerei Theopold, dahinter die Burg und das Niedere Tor. Sammlung Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Blomberg liegt am Rande des &amp;quot;Blomberger Beckens&amp;quot;, einer flachen Senke mit fruchtbaren Lössböden, die mit zahlreichen älteren Dörfern das agrarische Hinterland der Stadt bildet. Östlich und nördlich der Stadt liegen die bewaldeten Höhen von Eichenberg und Dickem Berg mit ausgedehnten städtischen Forstrevieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt hat eine markante Spornlage über dem Tal des Diestelbaches, am höchsten und am besten zu verteidigenden Punkt befindet sich die Burg. Die ansteigende Topographie der Stadt gliedert sich in eine Unterstadt (Brinkviertel und Großes Viertel) und eine Oberstadt (Winkelviertel mit Marktplatz und Kirche und Rossmüllerviertel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Diestelbach trieb etwa ein halbes Dutzend Mühlen an und mündet beim Nessenberg in die Emmer, die das ganze Gebiet zur Weser entwässert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 14. Jahrhundert bestand um die Stadt und ihre Feldmark eine Landwehr aus Wällen und undurchdringlichen Hecken, die im Osten und Südosten mit der Amtslandwehr des Amtes Blomberg zusammenfiel. Insgesamt sechs Warttürme, der Turm auf dem Dicken Berg, der &amp;quot;Turm zu Meien&amp;quot; am Weg nach Barntrup, der Turm auf dem Eichenberg, die &amp;quot;Hohe Warte&amp;quot; beim Siekhof, der Turm auf dem Hundsloh beim [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof]] bei Belle (heute zu Horn-BadMl Meinberg) und der Turm auf dem Wartsberg bei Reelkirchen dienten der Überwachung des Vorfeldes der Blomberger Landwehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Stadtrecht seit etwa 1240-50, Amt Blomberg seit dem 14. Jahrhundert (Amtsverwaltung auf der Burg, von 1709 bis 1789 bückeburgisch). 1871 bis ca. 1935 Verwaltungsamt Blomberg, danach bis 1972 Kreis Detmold, seit 1973 Kreis Lippe.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die Stadt Blomberg wurde um 1240-50 von Edelherr Bernhard III. zur Lippe gegründet. Zusammen mit den Städten Horn (um 1240), Detmold (um 1265) und der Neustadt Lemgo (1283) diente sie der Absicherung des lippischen Territoriums &amp;quot;diesseits des Waldes&amp;quot;. Erste Münzprägungen der Münzstätte Blomberg erscheinen um 1250, es handelt sich um sogenannte Long-Cross-Sterlinge mit der Umschrift BLOMENBERCH CI(vitas), Stadt Blomberg. Blomberger Münzen wurden im gesamten norddeutschen Raum und im Ostseeraum bis ins Baltikum gefunden. Blomberg galt als die am stärksten befestigte Stadt in Lippe und war zeitweilige Residenz der lippischen Edelherren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 1447 wurde die Stadt in der Soester Fehde von einer Übermacht sächsischer und böhmischer Söldner im Auftrag des Erzbischofs von Köln erobert und vollständig niedergebrannt. Danach erfolgte der Wiederaufbau von Stadt und Burg, doch verlegten die Edelherren zur Lippe ihre Residenz nun dauerhaft nach Detmold. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ostern 1460 stahl eine Frau 40 geweihte Hostien aus der Martinikirche und warf sie aus Angst vor Verfolgung in einen Brunnen im Winkelviertel. Für diesen &amp;quot;Hostienfrevel&amp;quot; wurde sie verhaftet, verhört und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Brunnen galt schon bald als wundertätig und es entstand eine weitrechende Wallfahrt; Blomberger Pilgerzeichen wurden in Amsterdam und im Baltikum gefunden. 1462 wurde eine Kapelle errichtet, 1468 gründete Edelherr Bernhard VII. zur Lippe das Augustiner-Chorherrenstift &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; und besetzte es mit Augustinermönchen aus Möllenbeck bei Rinteln. Das Kloster blühte schnell auf und erwarb umfangreichen Grundbesitz bis nach Schieder, doch ging die Wallfahrt schon vor 1500 wieder zurück. Infolge der Reformation wurde das Kloster 1560 aufgelöst, in den Gebäuden entstand die Blomberger Lateinschule. Nach dem Abbruch der Stadtkirche St. Martini wurde die frühere Klosterkirche zur ev.-ref. Stadtpfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Blomberg war seit dem 14. Jahrhundert Sitz des gleichnamigen Amtes. Mit dem Testament Graf Simons VI. zur Lippe (1613) fiel das Amt Blomberg an die erbherrliche Nebenlinie zur Lippe-Brake. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake im Jahre 1709 fiel das Amt Blomberg an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Nach längerem Erbstreit musste Lippe-Detmold 1747 die Herrschaft der Bückeburger anerkennen. Die Stadt Blomberg blieb lippisch und empfand die bückeburgische Garnison auf der Burg als Besatzungsmacht, es kam immer wieder zu Konflikten. Erst 1789 fiel das Amt Blomberg an Lippe-Detmold zurück; die Burg und größere Forstreviere blieben noch bis 1962 in bückebugischem Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg war eine stark zünftig organisierte Stadt mit Handwerk und Gewerbe. Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich ein exportorientiertes Schuhmacherhandwerk mit zeitweilig über 100 Meistern. Blomberger Schuhmacher belieferten auswärtige Märkte mit ihren Schuhen, die sie auf &amp;quot;Schusters Rappen&amp;quot; transportierten. Seit dem späten 18. Jahrhundert gewannen die ebenfalls exportorientierten Stuhltischler an Bedeutung, Blomberger Stühle wurden &amp;quot;wagenweise&amp;quot; bis nach Osnabrück, Kassel und Hannover exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erster Neubau vor der Stadt entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach wurden in kurzer Zeit Fluchtlinien- und Bebauungspläne für die verlängerte Neue Torstraße (Barntruper Straße), Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße aufgestellt. Damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt, das bis zum Ersten Weltkrieg bebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Über die Mauern hinaus..., in: Lieselotte Krull, Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Über die Mauern der Stadt hinaus. Eine Dokumentation aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Stadtsparkasse Blomberg, Blomberg 1993, S. ...&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg erlebte eine relativ späte Industrialisierung, die sich aus dem örtlichen Schuhmacher- und Tischlerhandwerk entwickelte: 1885 gründete der Kaufmann Eduard Krohne eine erste Stuhlfabrik, bis in die 1920er Jahre entstanden sechs weitere Stuhlfabriken im Randbereich der Stadt. Aus der Blomberger Sägemühle entstand die Furnier- und Sperrholzfabrik von Bernhard Hausmann; hier wurde 1893 die erste Buchensperrholzplatte hergestellt. 1911 gründete Heinrich Prasse eine Schuhfabrik vor dem Niederen Tor. 1897 erhielt Blomberg einen Eisenbahnanschluss (Stichbahn von Schieder/Noltehof). 1953 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1987 wurde die Strecke stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Blomberg mit großen Betrieben wie Phoenix Contact oder Synflex ein Schwerpunkt der Metall- und Elektroindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Blomberg de Bleome&#039;&#039;, Blomberg, die Blume, heißt es in einem alten lippischen Städtereim. Die namensgebende &amp;quot;Blume&amp;quot; wird allgemein heraldisch gedeutet und gleichgesetzt mit der Rose, dam Wappen der Edelherren zur Lippe, die die Stadt im 13. Jahrhundert gründeten. In seinem &#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039; (Chronik der Grafschaft Lippe), gedruckt zu Rinteln 1627, überliefert der Blomberger lutherische Pfarrer Johannes Piderit eine schöne Legende zur Gründung und Namensgebung der Stadt:&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Piderit, Chronicon Comitatus Lippiae, Rintlen 1627, S. 369, zit. nach Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstlich ist ein alt traditio [...] und Spruch / daß nach dem die Fundatorn abgezirckelt und abgemessen / wie weit sich die Mauern der Stadt oder Weichbild erstrecken solte / habe Gott der Allmächtige in folgender Nacht / den Platz zum Gebäw verordnet / mit schönen lieblichen allerhand Blumen uberstreuet unnd wachsen lassen / darauß sie haben sehen können / daß Gott ein gefallen daran habe / die Gemein solte wachsen und grünen / un[de] wolt jrem Vornehmen / zum glücklichen Ende verhelffen. Darauß sie Vrsach genommen / daß sie folgens die Städte unnd das Gebew daruff darauff den Blumenburg [!] genandt haben; Jeder gleube wer will.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Aufgrund von topographischen Indizien und einigen Hinweisen in der Chronik von Piderit (Rinteln 1627) identifiziert Ulrich Meier eine mögliche, etwa quadratische befestigte Vorgängersiedlung im Vorfeld der vermutlich älteren Burg und charakterisiert diese nach Paul Johansen (1955) als &amp;quot;Stadt auf dem Schild&amp;quot; (ca. 1190 bis ca. 1230). Abgesehen von einigen auffälligen Abstufungen in der Topographie der Blomberger Altstadt gibt es aber keine Belege für diese Annahme bei Piderit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022, Textheft, S. 3ff. und Abb. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstand die heutige Stadt auf ovalem Grundriss als planmäßige Anlage nach dem &amp;quot;lippischen Dreistraßen-Schema&amp;quot; (das aber auch bei Städten anderer Gründer vorkommt): Von der Hauptstraße, dem Langen Steinweg, zweigen kurz hinter dem Niederen Tor zwei Nebenstraßen, Brink- und Kuhstraße, in der Art einer Heugabel ab. Diese drei Straßen werden in Höhe des Marktplatzes von einer Querachse aus Burgstraße und Kurzem Steinweg zusammengefasst, über letzteren verlässt der Handelsweg die Stadt durch das Heutor (&#039;&#039;Heydt dor&#039;&#039;, Heidetor) in Richtung Hameln. Der quadratische Marktplatz bildet das Zentrum der Stadt, an seiner Nordseite steht das Rathaus, nordwestlich davon wurde ein Baublock für die Stadtkirche St. Martini freigehalten. Vom Marktplatz führt die Neue Torstraße, zunächst als breiter Straßenmarkt nördlich des Rathauses, durch das Neue Tor (möglicherweise erst nach 1447 entstanden) in Richtung Barntrup aus der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Meier/Stiewe (wie vor), S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Stadt Blumberg&amp;quot;, Stadtansicht von Osten. Kupferstich von Elias und Heinrich van Lennep, um 1663-65. Landesarchiv NRW OWL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Haus Blumberg&amp;quot;, Ansicht der Burg Blomberg von Süden. Kupferstich von Elias und Heinrich van Lennep, um 1663-65. Landesarchiv NRW OWL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtansicht von Südwesten, kolorierte Federzeichnung, um 1730. Landesarchiv NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5825.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Skizzenhafte Stadtansichten auf der Flurkarte von J. Chr. Friemel, 1750. Niedersächsisches Landesarchiv Bückeburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben nach den Gemeindestatistiken des Landes NRW.&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Blomberg#Einwohnerentwicklung&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1818:	1.986 Einwohner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828:	1.888 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1835:	2.147 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851:	2.211 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871:	2.222 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895:	3.198 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905:	3.754 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925:	3.995 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939:	5.100Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946:	6.491 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950:	6.935 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961:	6.999 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969:	6.991 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausnummern==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg, Stadtviertel und historische Hausnummern Stiewe 1996 nach Rolf 1981.jpg|mini|Blomberg, Stadtviertel und historische Hausnummern (nach Rolf 1981)]]&lt;br /&gt;
Hausnummern wurden erst nach Einführung des Katasters der 1752 gegründeten Lippischen Landesbrandversicherung eingeführt, eine &amp;quot;Verordnung zur Numerierung der Häuser&amp;quot; wurde 1766 erlassen. Gültigkeit erlangten sie aber erst nach 1805. Kurz vor 1900 wurden viele Straßen neu benannt und die Häuser erhielten die bis heute gültige straßenweise Nummerierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blomberger Bürgerhäuser waren bis kurz vor 1900 nach einem seit dem 18. Jahrhundert gültigen Umgang nummeriert, beginnend am Marktplatz mit dem Eckhaus Nr. 1 (heute [[Marktplatz 6 (Blomberg)|Marktplatz 6]]) an der Ecke zur Burgstraße. Von dort aus durchlief die traditionelle Nummerierung die vier seit dem Mittelalter bekannten Stadtviertel: von 1 bis 66 im Winkelviertel, von 67 bis 174 im Roßmüllerviertel (Oberstadt), von 175 bis 272 im Großen Viertel und von 273 bis 328 im Brinkviertel (Unterstadt). Einige jüngere Hausstätten wurden im späten 18. und im 19. Jahrhundert mit a-, b- und c-Nummern hinzugefügt. Eine Übersichtskarte der alten Hausnummern in Blomberg (Abbildung) hat Heinz-Walter Rolf erstellt und 1981 erstmals veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten Hausnummern und der aktuellen Adressen (im Aufbau):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte, fortlaufende Nummerierung der Blomberger Häuser begann an dem Eckhaus Marktplatz/Burgstraße (Marktplatz 6) mit der Nummer 1 und endete beim Haus Brinkstraße 27 (ehem. Schaumburgischer Krug) mit der Nummer 328. Die straßenweise Nummerierung wurde vor 1900 eingeführt und findet sich erstmalig im &amp;quot;Adreßbuch des Fürstentums Lippe&amp;quot; von 1901.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 160ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Winkelviertel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 1  = [[Marktplatz 6 (Blomberg)|Marktplatz 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 11a = [[Pideritplatz 11 (Blomberg)|Pideritplatz 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 11b = [[Burgstraße 7 (Blomberg)|Burgstraße 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 16 = [[Im Seligen Winkel 4 (Blomberg)|Im Seligen Winkel 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 19 =  [[Im Seligen Winkel 12 (Blomberg)|Im Seligen Winkel 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 24b = [[Im Seligen Winkel 26 (Blomberg)|Im Seligen Winkel 26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 28  = [[Im Seligen Winkel 3 (Blomberg)|Im Seligen Winkel 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 31 = [[Kirchhofstraße 6 (Blomberg)|Kirchhofstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 32 = [[Kirchhofstraße 5 (Blomberg)|Kirchhofstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 400 = [[Kirchhofstraße 4 (Blomberg)|Kirchhofstraße 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 33 = [[Kirchhofstraße 3 (Blomberg)|Kirchhofstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 34 = [[Kirchhofstraße 2 (Blomberg)|Kirchhofstraße 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 35 = [[Kirchhofstraße 1 (Blomberg)|Kirchhofstraße 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 40 = [[Neue Torstraße 10 (Blomberg)|Neue Torstraße 10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 42 = [[Neue Torstraße 14 (Blomberg)|Neue Torstraße 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 55 = [[Neue Torstraße 24 (Blomberg)|Neue Torstraße 24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 56 = [[Neue Torstraße 26 (Blomberg)|Neue Torstraße 26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 59  = [[Friedrichstraße vor 2 (Blomberg)|Friedrichstraße vor 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 60a = [[Friedrichstraße 2 (Blomberg)|Friedrichstraße 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 60b = [[Friedrichstraße 4 (Blomberg)|Friedrichstraße 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 61  = [[Friedrichstraße 6 (Blomberg)|Friedrichstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 61b  = [[Friedrichstraße 8 (Blomberg)|Friedrichstraße 8, Scheune]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 62  = [[Friedrichstraße 9 (Blomberg)|Friedrichstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 63  = [[Friedrichstraße 7 (Blomberg)|Friedrichstraße 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 64a = [[Friedrichstraße 5 (Blomberg)|Friedrichstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 64b = [[Friedrichstraße 3 (Blomberg)|Friedrichstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 65  = [[Friedrichstraße 1 (Blomberg)|Friedrichstraße 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 66 = [[Neue Torstraße 32 (Blomberg)|Neue Torstraße 32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 66b = [[Neue Torstraße 36 (Blomberg)|Neue Torstraße 36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 329 = [[Neue Torstraße 34 (Blomberg)|Neue Torstraße 34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Roßmüllerviertel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 67  = [[Neue Torstraße 1 (Blomberg)|Neue Torstraße 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 88 = [[Petersilienstraße 43 (Blomberg)|Petersilienstraße 43]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 95a = [[An der großen Mauer 40 (Blomberg)|An der Großen Mauer 40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 97 = [[An der Großen Mauer 32 (Blomberg)|An der Großen Mauer 32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 113 = [[Im Haspel 2 (Blomberg)|Im Haspel 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 115 = [[Im Haspel 3 (Blomberg)|Im Haspel 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 116 = [[Im Haspel 5 (Blomberg)|Im Haspel 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 117 = [[Im Haspel 7 (Blomberg)|Im Haspel 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 135 = [[Petersilienstraße 2 (Blomberg)|Petersilienstraße 2, Scheune]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 167 = [[Kurzer Steinweg 16 (Blomberg)|Kurzer Steinweg 16]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 168 = [[Kurzer Steinweg 14 (Blomberg)|Kurzer Steinweg 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Großes Viertel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 175 = [[Marktplatz 7 (Blomberg)|Marktplatz 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 183 = [[Kurzer Steinweg 13 (Blomberg)|Kurzer Steinweg 13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 205 = [[Kuhstraße 3 (Blomberg)|Kuhstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 222 = [[Kuhstraße 15 (Blomberg)|Kuhstraße 15]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 224 = [[Kuhstraße 16 (Blomberg)|Kuhstraße 16]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 238 = [[Kuhstraße 32 (Blomberg)|Kuhstraße 32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 242 = [[Kuhstraße 38 (Blomberg)|Kuhstraße 38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 244 = [[Langer Steinweg 42 (Blomberg)|Langer Steinweg 42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 253 = [[Langer Steinweg 40 (Blomberg)|Langer Steinweg 40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 267 = [[Langer Steinweg 12 (Blomberg)|Langer Steinweg 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 263 = [[Langer Steinweg 20 (Blomberg)|Langer Steinweg 20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 269 = [[Langer Steinweg 8 (Blomberg)|Langer Steinweg 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 281 = [[Langer Steinweg 11 (Blomberg)|Langer Steinweg 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Brinkviertel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 273  = [[Brinkstraße 27 (Blomberg)|Brinkstraße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 274  = [[Burgstraße 4 (Blomberg)|Burgstraße 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 276 = [[Langer Steinweg 1 (Blomberg)|Langer Steinweg 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 277 = [[Langer Steinweg 3 (Blomberg)|Langer Steinweg 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 278 = [[Langer Steinweg 5 (Blomberg)|Langer Steinweg 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 279 = [[Langer Steinweg 7 (Blomberg)|Langer Steinweg 7]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 286 = [[Langer Steinweg 21 (Blomberg)|Langer Steinweg 21]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 284 = [[Langer Steinweg 17 (Blomberg)|Langer Steinweg 17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 288 = [[Langer Steinweg 23 (Blomberg)|Langer Steinweg 23]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 304 = [[Brinkstraße 4 (Blomberg)|Brinkstraße 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 323 = [[Im Siebenbürgen 1a (Blomberg)|Im Siebenbügen 1a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blomberg Nr. 328 = [[Brinkstraße 21 (Blomberg)|Brinkstraße 21]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Blomberg liegt an der &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, einem alten Fernhandelsweg im Verlauf des westfälischen Hellweges. Die Straße zweigt in Paderborn vom alten Hellweg ab und führt über die Egge und Horn nach Blomberg und weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg (heutige Bundesstraße 1). Diese Handelsstraße wurde nach der Gründung Blombergs um 1240-50 durch das Niedere Tor in die Stadt verlegt. &lt;br /&gt;
Bei Blomberg kreuzte sich die &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot; mit einer alten Heerstraße von Bremen über Lemgo und Höxter nach Kassel. Diese Straße entspricht in etwa der heutigen Ostwestfalenstraße (B 252), diese nimmt aber ab Blomberg einen anderen Verlauf und führt über Brakel und Warburg zur A 44 Dortmund-Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 erhielt Blomberg einen Eisenbahnanschluss als Stichbahn, die beim Noltehof von der Linie Hannover-Altenbeken abzweigte. Ein geplanter Weiterbau bis Detmold kam nicht zustande. 1953 wurde der Personenverkehr eingestellt, die endgültige Streckenstilllegung erfolgte 1987, das Bahnhofsgebäude wurde 1993 abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 erfolgte der Anschluss Blombergs an das Straßenbahnnetz der PESAG (Paderborner Elektrizitäts- und Stranbahn AG), die Straßenbahn kam von Horn und Bad Meinberg über die Reichsstraße 1 die Bahnhofstraße, wo sich auch ein Depot befand, in die Stadt. Von dort verlief sie über Heutorstraße und Kurzen Steinweg bis auf den Marktplatz. Schon 1936 wurde die Straßenbahn stillgelegt und durch &amp;quot;Kraftpost&amp;quot;-Omnibusse ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[An der großen Mauer (Blomberg)|An der großen Mauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[An der kleinen Mauer (Blomberg)|An der kleinen Mauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Braugasse (Blomberg)|Braugasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brinkstraße (Blomberg)|Brinkstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bruchstraße (Blomberg)|Bruchstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Buntengasse (Blomberg)|Buntengasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Burgstraße (Blomberg)|Burgstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Friedrichstraße (Blomberg)|Friedrichstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gartenstraße (Blomberg)|Gartenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hagenstraße (Blomberg)|Hagenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heutorstraße (Blomberg)|Heutorstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hinter dem Böhmerhof (Blomberg)|Hinter dem Böhmerhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Huxwiedestraße (Blomberg)|Huxwiedestraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Im Haspel (Blomberg)|Im Haspel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Im Seligen Winkel (Blomberg)|Im Seligen Winkel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Im Siebenbürgen (Blomberg)|Im Siebenbürgen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kirchhofstraße (Blomberg)|Kirchhofstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kuhstraße (Blomberg)|Kuhstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kurzer Steinweg (Blomberg)|Kurzer Steinweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Langer Steinweg (Blomberg)|Langer Steinweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marktplatz (Blomberg)|Marktplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Neubourggasse (Blomberg)|Neubourggasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Neue Torstraße (Blomberg)|Neue Torstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Petersilienstraße (Blomberg)|Petersilienstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pideritplatz (Blomberg)|Pideritplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Reinickendorfer Straße (Blomberg)|Reinickendorfer Straße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schiederstraße (Blomberg)|Schiederstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Schulstraße (Blomberg)|Schulstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tappengasse (Blomberg)|Tappengasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Turmstraße (Blomberg)|Turmstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Weinberggasse (Blomberg)|Weinberggasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KurteMauerhäuser2024}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier, Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13). Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweHausbau1996}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Thelemann, Chronik der Stadt Blomberg, masch.-schr. Mskr. Blomberg 1944, vervielfältigt Blomberg 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hornsche_Stra%C3%9Fe_280_(Remmighausen)&amp;diff=71944</id>
		<title>Hornsche Straße 280 (Remmighausen)</title>
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		<updated>2026-09-15T16:35:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.91247, 8.91328&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ehemaliger Meierhof Nr. 2, erstmals erwähnt im ältesten Schatzregister um 1390 als &amp;quot;de meyger&amp;quot;, seit 1717 Meier Schönlau, 1725 Freikauf für 500 Taler. Seit etwa 1950 im Besitz des lippischen Fürstenhauses und verpachtet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Remmighausen Nr. 2, Schönlau Schnare 1952.jpg|mini|Hof Meyer Schönlau, Remmighausen Nr. 2, Meierhaus von 1585, Ansicht vom Teich. Foto aus Schnare 1952]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1467 Landschatzregister, To Remmygkhusen: de Meyger 6½ g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488 Landschatzregister, Remichusen: de Meyger 4½ g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 Landschatzregister, Remickhusen: de Megger 2 g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Landschatzregister, Remmickhusßen: de Meiger 2 g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Landschatzregister, Remkhausen: Meiger 4 Fl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Salbuch: 305. Meyer zue Rembckhaußen. Pferde 8, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3½ F.; zu vollr Mastung 16 Schweine; Wiesewachs zu 10 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 4, Schweine 20. M. G. H. jahrlichs 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H.; M. G. H. den Zehenden und Schulde. Heer Heinrich 2 Schfl. S. Viett 2 Schfl. Den Dienst und Burgfest M. G. H. &amp;lt;Volspenner.&amp;gt; Gibt auch jahrlichs in die Rentcammer; zum halben Landschatze 4 Gfl. Ist schuldig 20 TIr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1617 Salbuch: 150. Meyer zu Rembkhußen M. G. H. eigen; I. G. Pfachtkorn 1 Mt. Rogken, 1 Mt. Habern; 1 Malschwein, 6 Schfl. Schweinhabern; in die Rentcamern Mitwinterschatz 14 Gr. 5 d., Mitsomerschatz 14 Gr. 5 d.; Burgfestgelt 2 Rtl.; Landschatz 4 Gfl.; 3 Huner; den Zehenden. Dienet wochentlich mit den Pferden einen Tag. Eine feiste Kuhe. Den S. Viets Dechen zu Dettmoldt 1 Schfl. Gersten, 1 Schfl. Habern. Den Pastorn zu Dettmolte 3 Schfl. Habern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 17/18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Landschatzregister, Rembkhaußen: Meyer daselbst 8 Gfl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Salbuch: Meyer zu Remmighausen, Wohnhaus, Leibzuchthaus, Pferdehaus, Backhaus, 2 Schweinekoben (?).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 172v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1717 heiratete Anna Ilsabein Meyer zu Remmighausen den Sohn des Amtsvogtes Schönlau in [[Schlangen]], Hermann Konrad Schönlau, der zwar leibfrei war, das durch die Heirat auf den mit Leibeigenschaft verbundenen Hof jedoch verwirkte. 1725 kaufte er sich und seine Nachkommen für 500 Taler von der Leibeigenschaft frei und löste auch die Lasten mit einer Zahlung von 1000 Talern ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 21 u. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich änderte der Hof seinen angestammten Namen in Meyer Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Salbuch: Nr. 2 Meyer Schönlau, ein gemeiner Vollmeyer, hat sich 1725 für 500 Taler freigekauft, besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, das neue Haus, ein Schweinehäusgen, einen Spieker, ein Backhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 802.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 kaufte Schönlau den herrschaftlichen Teil des Remmighauser Berges für 1010 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Salbuch: Nr. 2 Meyer Schönlau, ein gemeiner Vollmeier, hat sich 1725 für 500 Taler freigekauft, besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, das neue Haus, ein Schweinehäusgen, einen Spieker, ein Backhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Salbuch: Nr. 2 Schönlau, Wohnhaus und Leibzucht, 1877 durch Abtretung an August Schönlau, besitzt nach Teilung des Fienerschen Kolonats und nach der damit verbundenen Verkoppelung ... an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 und 1874 Verkauf von Land für den Straßenbau an die Wegebauverwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 46: Abtretung von Grundstücken von den Kolonaten Hüppe, Schönlau und Möller an die Wegebauverwaltung, 1872; Nr. 47: Abtretung von Grundstücken zwischen dem Meier Schönlau Nr. 2 und Kolon Betge Nr. 7 und der Wegebauverwaltung, 1874.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Ehemaliges Meierhaus von 1585, abgebrannt um 1960. &amp;quot;Zweiständerbau, linke Kübbung erweitert. Verbrettertes Giebeldreieck über gekehlten Taubandknaggen vorkragend. Datierung und Inschrift am Tor.&amp;quot; (Fred Kaspar, 1978/1986)&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskulltur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Gaul beschreibt das Gebäude wie folgt: &amp;quot;Bauernhaus. 1585. Ehem. anscheinend 2-Ständerhaus. Auf der linken Seite im 19. Jh. erweitert. Vorderer Teil der Diele durchgebaut. - (Zugesetzter) Torbogen mit Inschr. [Text der Inschrift s. unten] Darunter links ein Stern, rechts 2 Hausmarken und Buchstaben B.N. Bogen umrahmt von Fischgrätenmuster aus Kehlen und Perlschnüren. Unter dem Frontgiebel spätgotische Knaggen mit 3 Zierwülsten in der oberen Kehle.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Detmold-Land, masch.-schr. Manuskript Lemgo 1935, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1585, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DEN GODT VORLIT DE SINE NIT. M. G. T. Y. (Meiger Tonnys?) ANNO DOMINI 1585&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn Gott verlässt die Seine(n) nicht. Meiger Tonnys (?) Im Jahre des Herrn 1585)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1717 Meyer zu Remmighausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1717 heiratete Anna Ilsabein Meyer zu Remmighausen den Sohn des Amtsvogtes Schönlau in [[Schlangen]], Hermann Konrad Schönlau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 21 u. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfolgend änderte der Hof seinen angestammten Namen in Meyer Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 wechselte das Kolonat an den Anerben August Schönlau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 52a: Abtretung des Kolonats Schönlau Nr. 2 an den Anerben August Schönlau zu Oberschönhagen, 1877.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Mathilde Schönlau, Witwe, Landwirtin; August Schönlau, Landwirt; Nikolaus Engel, Weichensteller; Peter Großen, Oberschweizer; August Maibrok,Tagelöhner; Fritz Romey, Knecht; Heinrich Schäfer, Ziegler; Wilhelm Schnarre, Zimmermeister; Christof Sigges, Schweinemeister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskulltur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986 (1. Auflage 1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SchnareRemmighausen1952}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 172v.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 802.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1216.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1115.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 46: Abtretung von Grundstücken von den Kolonaten Hüppe, Schönlau und Möller an die Wegebauverwaltung, 1872; Nr. 47: Abtretung von Grundstücken zwischen dem Meier Schönlau Nr. 2 und Kolon Betge Nr. 7 und der Wegebauverwaltung, 1874.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 52a: Abtretung des Kolonats Schönlau Nr. 2 an den Anerben August Schönlau zu Oberschönhagen, 1877.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hornsche_Stra%C3%9Fe_280_(Remmighausen)&amp;diff=71943</id>
		<title>Hornsche Straße 280 (Remmighausen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Hornsche_Stra%C3%9Fe_280_(Remmighausen)&amp;diff=71943"/>
		<updated>2026-09-15T16:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.91247, 8.91328&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ehemaliger Meierhof Nr. 2, erstmals erwähnt im ältesten Schatzregister um 1390 als &amp;quot;de meyger&amp;quot;, seit 1717 Meier Schönlau, 1725 Freikauf für 500 Taler. Seit etwa 1950 im Besitz des lippischen Fürstenhauses und verpachtet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Remmighausen Nr. 2, Schönlau Schnare 1952.jpg|mini|Hof Schönlau, Remmighausen Nr. 2, Meierhaus von 1585, Ansicht vom Teich. Foto aus Schnare 1952]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
1467 Landschatzregister, To Remmygkhusen: de Meyger 6½ g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488 Landschatzregister, Remichusen: de Meyger 4½ g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 Landschatzregister, Remickhusen: de Megger 2 g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Landschatzregister, Remmickhusßen: de Meiger 2 g.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Landschatzregister, Remkhausen: Meiger 4 Fl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Salbuch: 305. Meyer zue Rembckhaußen. Pferde 8, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3½ F.; zu vollr Mastung 16 Schweine; Wiesewachs zu 10 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 4, Schweine 20. M. G. H. jahrlichs 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H.; M. G. H. den Zehenden und Schulde. Heer Heinrich 2 Schfl. S. Viett 2 Schfl. Den Dienst und Burgfest M. G. H. &amp;lt;Volspenner.&amp;gt; Gibt auch jahrlichs in die Rentcammer; zum halben Landschatze 4 Gfl. Ist schuldig 20 TIr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1617 Salbuch: 150. Meyer zu Rembkhußen M. G. H. eigen; I. G. Pfachtkorn 1 Mt. Rogken, 1 Mt. Habern; 1 Malschwein, 6 Schfl. Schweinhabern; in die Rentcamern Mitwinterschatz 14 Gr. 5 d., Mitsomerschatz 14 Gr. 5 d.; Burgfestgelt 2 Rtl.; Landschatz 4 Gfl.; 3 Huner; den Zehenden. Dienet wochentlich mit den Pferden einen Tag. Eine feiste Kuhe. Den S. Viets Dechen zu Dettmoldt 1 Schfl. Gersten, 1 Schfl. Habern. Den Pastorn zu Dettmolte 3 Schfl. Habern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 17/18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Landschatzregister, Rembkhaußen: Meyer daselbst 8 Gfl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Salbuch: Meyer zu Remmighausen, Wohnhaus, Leibzuchthaus, Pferdehaus, Backhaus, 2 Schweinekoben (?).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 172v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1717 heiratete Anna Ilsabein Meyer zu Remmighausen den Sohn des Amtsvogtes Schönlau in [[Schlangen]], Hermann Konrad Schönlau, der zwar leibfrei war, das durch die Heirat auf den mit Leibeigenschaft verbundenen Hof jedoch verwirkte. 1725 kaufte er sich und seine Nachkommen für 500 Taler von der Leibeigenschaft frei und löste auch die Lasten mit einer Zahlung von 1000 Talern ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 21 u. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich änderte der Hof seinen angestammten Namen in Meyer Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Salbuch: Nr. 2 Meyer Schönlau, ein gemeiner Vollmeyer, hat sich 1725 für 500 Taler freigekauft, besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, das neue Haus, ein Schweinehäusgen, einen Spieker, ein Backhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 802.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1813 kaufte Schönlau den herrschaftlichen Teil des Remmighauser Berges für 1010 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Salbuch: Nr. 2 Meyer Schönlau, ein gemeiner Vollmeier, hat sich 1725 für 500 Taler freigekauft, besitzt an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, das neue Haus, ein Schweinehäusgen, einen Spieker, ein Backhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Salbuch: Nr. 2 Schönlau, Wohnhaus und Leibzucht, 1877 durch Abtretung an August Schönlau, besitzt nach Teilung des Fienerschen Kolonats und nach der damit verbundenen Verkoppelung ... an Gebäuden Wohnhaus, Leibzucht.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 und 1874 Verkauf von Land für den Straßenbau an die Wegebauverwaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 46: Abtretung von Grundstücken von den Kolonaten Hüppe, Schönlau und Möller an die Wegebauverwaltung, 1872; Nr. 47: Abtretung von Grundstücken zwischen dem Meier Schönlau Nr. 2 und Kolon Betge Nr. 7 und der Wegebauverwaltung, 1874.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Ehemaliges Meierhaus von 1585, abgebrannt um 1960. &amp;quot;Zweiständerbau, linke Kübbung erweitert. Verbrettertes Giebeldreieck über gekehlten Taubandknaggen vorkragend. Datierung und Inschrift am Tor.&amp;quot; (Fred Kaspar, 1978/1986)&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskulltur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Gaul beschreibt das Gebäude wie folgt: &amp;quot;Bauernhaus. 1585. Ehem. anscheinend 2-Ständerhaus. Auf der linken Seite im 19. Jh. erweitert. Vorderer Teil der Diele durchgebaut. - (Zugesetzter) Torbogen mit Inschr. [Text der Inschrift s. unten] Darunter links ein Stern, rechts 2 Hausmarken und Buchstaben B.N. Bogen umrahmt von Fischgrätenmuster aus Kehlen und Perlschnüren. Unter dem Frontgiebel spätgotische Knaggen mit 3 Zierwülsten in der oberen Kehle.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Detmold-Land, masch.-schr. Manuskript Lemgo 1935, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1585, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DEN GODT VORLIT DE SINE NIT. M. G. T. Y. (Meiger Tonnys?) ANNO DOMINI 1585&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Denn Gott verlässt die Seine(n) nicht. Meiger Tonnys (?) Im Jahre des Herrn 1585)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis 1717 Meyer zu Remmighausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1717 heiratete Anna Ilsabein Meyer zu Remmighausen den Sohn des Amtsvogtes Schönlau in [[Schlangen]], Hermann Konrad Schönlau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 21 u. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfolgend änderte der Hof seinen angestammten Namen in Meyer Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 wechselte das Kolonat an den Anerben August Schönlau.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 52a: Abtretung des Kolonats Schönlau Nr. 2 an den Anerben August Schönlau zu Oberschönhagen, 1877.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Mathilde Schönlau, Witwe, Landwirtin; August Schönlau, Landwirt; Nikolaus Engel, Weichensteller; Peter Großen, Oberschweizer; August Maibrok,Tagelöhner; Fritz Romey, Knecht; Heinrich Schäfer, Ziegler; Wilhelm Schnarre, Zimmermeister; Christof Sigges, Schweinemeister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskulltur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986 (1. Auflage 1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SchnareRemmighausen1952}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 172v.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 802.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1216.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1115.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 46: Abtretung von Grundstücken von den Kolonaten Hüppe, Schönlau und Möller an die Wegebauverwaltung, 1872; Nr. 47: Abtretung von Grundstücken zwischen dem Meier Schönlau Nr. 2 und Kolon Betge Nr. 7 und der Wegebauverwaltung, 1874.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 3, 1866-1879, Nr. 52a: Abtretung des Kolonats Schönlau Nr. 2 an den Anerben August Schönlau zu Oberschönhagen, 1877.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=D%C3%B6ringsfeld_1_(Remmighausen)&amp;diff=71942</id>
		<title>Döringsfeld 1 (Remmighausen)</title>
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		<updated>2026-09-15T16:23:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Meierhaus von 1592 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92572, 8.94087&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Döringsfeld&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Großer Meierhof in Einzellage, um 1390 erstmals im Schatzregister erwähnt, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld, ehemals Remmighausen Nr. 1. Das eindrucksvolle Meierhaus von 1592 brannte 1917 ab, ist aber durch einige frühe Fotografien und zwei Gemälde von Bruno Wittenstein relativ gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Eiche Düstersiek um 1920 LLB BA DT-58-54.jpg|mini|Döringsfeld, alte Eiche mit Hofgebäuden. Foto: Ferdinand Düstersiek, um 1920 (LLB, BA DT-58-54)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld 1592, Traufwansds Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Traufwand mit Seiteneingang. Foto: Fritz Günther vor 1917 (LLB BA-DT 59-52)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Traufwand, Knaggen Fritz Günther vor 1917, Ausschnitt LLB BA-DT 59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, linke Traufwand, Knaggen. Foto: Fritz Günther (Ausschnitt, LLB BA-DT 59-52]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Flett Böse 1928.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Foto: Fritz Böse 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Flett Bruno Wittenstein, vor 1917.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Gemälde von Bruno Wittenstein, vor 1917 (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Herdstelle Wittenstein um 1900.jpg|mini|Döringsfeld, Herdstelle. Gemälde von Bruno Wittenstein, um 1900. (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, rechts Meierhaus mit Kammerfach 18. Jh, links Längsdurchfahrtsscheune Landfrauen 1986, 450.jpg|mini|Döringsfeld, Kammerfachgiebel des Meierhauses (18. Jh., rechts) und Durchfahrtsscheune (links). Foto vor 1917 (Detmolder Landfrauen 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld Kammerfach 18. Jh Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-51.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Kammerfachgiebel des 18. Jahrhunderts. Foto: Fritz Günther, vor 1917 (LLB BA-DT 59-51)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Einzelhof Döringsfeld liegt in etwa 2 km Entfernung nordöstlich des Dorfes Remmighausen. Die Hofstelle in einer reizvollen Hügellandschaft ist von Wald umgeben und wird von der Wörbke durchflossen. Auf dem Hof stand eine mächtige, mehrere Jahrhunderte alte Eiche, die in den 1950er Jahren zusammengebrochen ist. Früher wurde der Hof auch der nordöstlich benachbarten Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, erst im Salbuch von 1782 kam er endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung bestand nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht aber nach Lenstrup oder Remmighausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist aber sicherlich älter und mit dem um 1390 genannten &amp;quot;Bernd To Lenstynchtorpe&amp;quot; gleichzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen &amp;quot;Henne&amp;quot; geführt, 1507 heißt der Inhaber &amp;quot;Gerde&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1614 unter Nr. 304: &#039;&#039;Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Landschatzregister von 1618 unter &amp;quot;Lenstorff&amp;quot; (Lenstrup) verzeichnet, musste &amp;quot;Dorringsveldt&amp;quot; 5 Gfl. (Goldflorin) zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1721 war &#039;&#039;Herman Christoff Dörringsfeldt&#039;&#039; ein Vollspänner mit &#039;&#039;1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Generationen später, im Salbuch von 1782, wurde er nur noch als großer Halbmeier eingestuft: &#039;&#039;Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer&#039;&#039;; er war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf. An Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
===Meierhaus von 1592===&lt;br /&gt;
Das alte Meierhaus, ein großer Fachwerkbau aus dem Jahr 1592, ist am 7. Juni 1917 abgebrannt. Dabei gingen wertvolle Hofakten und eine alte Familienchronik verloren. Ein Modell des Hauses, zwei Gemälde von Bruno Wittenstein und einige Fotos aus dem Innern befinden sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dach war zumindest in Teilen mit Höxterplatten gedeckt. Der Torbogen mit Inschrift von 1592 (s. u.) befand sich an der Nordseite; der verbretterte Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Der große Vierständerbau war im Äußern wie im Innern in einem sehr alten Zustand erhalten. &amp;quot;An der Dielen-Rückwand (lag) die Herstelle mit &#039;Bosen&#039; (Rauchfang) auf profilierten Steinkonsolen.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diele, Flett und Herdstelle des Hauses sind in zwei Gemälden von Bruno Wittenstein überliefert (Lippisches Landesmuseum Detmold), außerdem steht eine frühe Fotografie von Fritz Böse zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Böse, Das lippische Bauern- und Ackerbürgerhaus, in: Lippischer Dorfkalender 1928, S. 97-116, hier: S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Flett bestand aus einer hohen Lucht unter einem durchlaufenden Rähm mit Kopfbändern links und einer halbhohen Lucht mit einem kräftigen Unterschlagriegel (&amp;quot;Unnerslag&amp;quot;) rechts (s. Gemälde von Bruno Wittenstein). In der Mitte vor der Rückwand lag die große Kaminfeuerstelle mit dem gemauerten Schornstein in der Mitte, steinernen Konsolen und einem hölzernen Rauchfang (&amp;quot;Bosen&amp;quot;) darüber; der große Kessel hing noch bis zuletzt an einem mächtigen hölzernen Wendebaum über dem offenen Feuer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit. Münster 1982, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnare beschreibt Diele und Flett nach einem Foto: &amp;quot;Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leibzucht, 17. Jahrhundert?===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frontgiebel vorgekragt auf schmächtigen Knaggen, noch gotisierend mit Ziermustern. Die Ständer mit Kopfbügen. - Wohnteil angebaut 1773. Über der Tür Inschr(ift)&amp;quot; (s. unten).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: &amp;quot;Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf historischen Fotografien erkennt man neben dem Meierhaus noch eine große Längsdurchfahrtsscheune, wohl aus dem 18. Jahrhundert, und ein kleines Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1592, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A[NNO] D[OMINI] 1592 DEN 24. MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD ELSA SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN (BAWEN) &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881, S. 141; Manuskript Gaul um 1935, S. 75; August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibzucht, Torbogeninschrift mit Jahreszahl 1773:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN HABEN DIS HAUS REPARIEREN LASSEN &amp;lt;ref&amp;gt;Manuskript Gaul um 1935, S. 75; Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1390 Bernd.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 und 1497 Henne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Gerde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Doringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo  1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Doringßfeldtt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Dorringsveldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo  1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Döringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Otto Gaul, Detmold-Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), unveröff. Typoskript, um 193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit, Münster 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Inschrift in Remmighausen]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=D%C3%B6ringsfeld_1_(Remmighausen)&amp;diff=71941</id>
		<title>Döringsfeld 1 (Remmighausen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=D%C3%B6ringsfeld_1_(Remmighausen)&amp;diff=71941"/>
		<updated>2026-09-15T16:21:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.92572, 8.94087&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Remmighausen&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Döringsfeld&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Großer Meierhof in Einzellage, um 1390 erstmals im Schatzregister erwähnt, seit 1590 unter dem Namen Döringsfeld, ehemals Remmighausen Nr. 1. Das eindrucksvolle Meierhaus von 1592 brannte 1917 ab, ist aber durch einige frühe Fotografien und zwei Gemälde von Bruno Wittenstein relativ gut dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Eiche Düstersiek um 1920 LLB BA DT-58-54.jpg|mini|Döringsfeld, alte Eiche mit Hofgebäuden. Foto: Ferdinand Düstersiek, um 1920 (LLB, BA DT-58-54)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld 1592, Traufwansds Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Traufwand mit Seiteneingang. Foto: Fritz Günther vor 1917 (LLB BA-DT 59-52)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Traufwand, Knaggen Fritz Günther vor 1917, Ausschnitt LLB BA-DT 59-52.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, linke Traufwand, Knaggen. Foto: Fritz Günther (Ausschnitt, LLB BA-DT 59-52]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Flett Böse 1928.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Foto: Fritz Böse 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, 1592, Flett Bruno Wittenstein, vor 1917.jpg|mini|Döringsfeld, Flett im Meierhaus von 1592. Gemälde von Bruno Wittenstein, vor 1917 (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, Herdstelle Wittenstein um 1900.jpg|mini|Döringsfeld, Herdstelle. Gemälde von Bruno Wittenstein, um 1900. (Lippisches Landesmuseum Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld, rechts Meierhaus mit Kammerfach 18. Jh, links Längsdurchfahrtsscheune Landfrauen 1986, 450.jpg|mini|Döringsfeld, Kammerfachgiebel des Meierhauses (18. Jh., rechts) und Durchfahrtsscheune (links). Foto vor 1917 (Detmolder Landfrauen 1986)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Döringsfeld Kammerfach 18. Jh Fritz Günther vor 1917 LLB BA DT-59-51.jpg|mini|Döringsfeld, Meierhaus von 1592, Kammerfachgiebel des 18. Jahrhunderts. Foto: Fritz Günther, vor 1917 (LLB BA-DT 59-51)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Einzelhof Döringsfeld liegt in etwa 2 km Entfernung nordöstlich des Dorfes Remmighausen. Die Hofstelle in einer reizvollen Hügellandschaft ist von Wald umgeben und wird von der Wörbke durchflossen. Auf dem Hof stand eine mächtige, mehrere Jahrhunderte alte Eiche, die in den 1950er Jahren zusammengebrochen ist. Früher wurde der Hof auch der nordöstlich benachbarten Bauerschaft Leistrup-Meiersfeld zugerordnet, erst im Salbuch von 1782 kam er endgültig zu Remmighausen. Eine gute Wegeverbindung bestand nur nach Leistrup-Meiersfeld, nicht aber nach Lenstrup oder Remmighausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist unter dem Namen Döringsfeld erstmals im Landschatz 1590 beim Wohnplatz Lenstrup erwähnt: Doringsfeldt 2 ½ Fl.,&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist aber sicherlich älter und mit dem um 1390 genannten &amp;quot;Bernd To Lenstynchtorpe&amp;quot; gleichzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1467 und 1497 wird der Hof dann unter dem Namen &amp;quot;Henne&amp;quot; geführt, 1507 heißt der Inhaber &amp;quot;Gerde&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1614 unter Nr. 304: &#039;&#039;Doringßfeldtt. Pferde 6, 3 Stoten, Vahlen 1; das Land zu 3 F. Haber; zu vollr Mastung 8 Schweine; Hawwachs zu 5 F.; Kühe 10, Rinder 8, Kalbr 6, Schweine 15. Gibt auch jahrlichs M. G. H. 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Symon Schwartzen den Zehenden 3 Mt. Korn, auch den Fleischzehenden; Garn jahrlichs 4 Stucke. NB. Symon Boßen 3 Mt. Korn, auch jahrlichs 1 feist Schwein, item jahrlichs 3 TIr. Dienstgelt. Den Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer. Schafe 20. Zum halben Landschatze 2½ Gfl.; gibt auch jahrlich M. G. H. 1 feist Schwein. Hat ufm Zinse 90 TIr.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Landschatzregister von 1618 unter &amp;quot;Lenstorff&amp;quot; (Lenstrup) verzeichnet, musste &amp;quot;Dorringsveldt&amp;quot; 5 Gfl. (Goldflorin) zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1721 war &#039;&#039;Herman Christoff Dörringsfeldt&#039;&#039; ein Vollspänner mit &#039;&#039;1 Wohnhauß, 1 Leibzuchtshauß, 1 Backhaus, 1 Schoppen und Pferdehauß, 1 Gebäu, 1 Schweinestall und 1 alte Scheuer.&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Generationen später, im Salbuch von 1782, wurde er nur noch als großer Halbmeier eingestuft: &#039;&#039;Nr. 1 Dörringsfeld, ein großer Halbmeyer&#039;&#039;; er war der Landesherrschaft leibeigen (1777 freigesprochen) und zahlte Sterbfall und Weinkauf. An Gebäuden waren vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus und Schoppen, Backhaus, Schweinehaus, Holzschoppen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Salbuch von 1827 hat sich nichts verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nachfolgenden Salbuch von 1854 ist vermerkt, dass Döringsfeld durch Verheiratung 1876 an Friedrich Berghahn übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 konnte Döringsfeld vom Kolonat Hüppe Nr. 6 Land erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 15 - Band: I: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Remmighausen, Band 1, 1783-1852, Nr. 28: Landverkauf vom Kolonat Hüppe oder Kuhlo Nr. 6 an Kolon Döringsfeld Nr. 1 zu Oberschönhagen, 1859.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat und Zukauf wuchs der Hof bis Mitte 20. Jh. vom drittgrößten zum größten Hof der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
===Meierhaus von 1592===&lt;br /&gt;
Das alte Meierhaus, ein großer Fachwerkbau aus dem Jahr 1592, ist am 7. Juni 1917 abgebrannt. Dabei gingen wertvolle Hofakten und eine alte Familienchronik verloren. Ein Modell des Hauses, zwei Gemälde von Bruno Wittenstein und einige Fotos aus dem Innern befinden sich im Lippischen Landesmuseum Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Dach war zumindest in Teilen mit Höxterplatten gedeckt. Der Torbogen mit Inschrift von 1592 (s. u.) befand sich an der Nordseite; der verbretterte Giebel war auf profilierten Knaggen vorgekragt. Der große Vierständerbau war im Äußern wie im Innern in einem sehr alten Zustand erhalten. &amp;quot;An der Dielen-Rückwand (lag) die Herstelle mit &#039;Bosen&#039; (Rauchfang) auf profilierten Steinkonsolen.&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diele, Flett und Herdstelle des Hauses sind in zwei Gemälden von Bruno Wittenstein überliefert (Lippisches Landesmuseum Detmold), außerdem gibt es eine Fotografie von Fritz Böse.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Böse, Das lippische Bauern- und Ackerbürgerhaus, in: Lippischer Dorfkalender 1928, S. 97-116, hier: S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Flett bestand aus einer hohen Lucht unter einem durchlaufenden Rähm mit Kopfbändern links und einer halbhohen Lucht mit einem kräftigen Unterschlagriegel (&amp;quot;Unnerslag&amp;quot;) rechts (s. Gemälde von Bruno Wittenstein). In der Mitte vor der Rückwand lag die große Kaminfeuerstelle mit dem gemauerten Schornstein in der Mitte, steinernen Konsolen und einem hölzernen Rauchfang (&amp;quot;Bosen&amp;quot;) darüber; der große Kessel hing noch bis zuletzt an einem mächtigen hölzernen Wendebaum über dem offenen Feuer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit. Münster 1982, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnare beschreibt Diele und Flett nach einem Foto: &amp;quot;Auf der Dehle war die Feuerstelle, wie sie ein Photo noch zeigt. Sie ist aber schon modernisiert; denn links sehen wir einen merkwürdig geformten Eisenofen mit drei Kochstellen, dahinter einen Backsteinaufbau mit einer Eisenplatte zum Backen von Plätzchen, Pickert usw. Rechts ist ein sogenannter Schweinepott aufgestellt. Ganz rechts ist die Tür zum Wohnzimmer. Das viereckige Loch dicht über der Erde ist die Ofentür zu einem Wandofen. Links daneben wesentlich höher sieht man das Lett, durch das der Bauer seinen Kopf steckte, wenn er morgens die Mädchen weckte. (Die Knechte schliefen im Pferdestall.) Links hoch neben der Feuerstelle sehen wir ein zweites Lett, es war mit einem Schiebetürchen versehen. Mitten im Haus, hinter der Feuerstelle, lag ein Geheimzimmer in einer Größe von zirka zwanzig Quadratmetern. Es hatte kein Fenster, und die einzige Tür nach dem Nebenzimmer wurde mit einem Schrank verstellt. Auch wenn man den Schrank auf die Seite rückte, war die Tür als solche nicht erkennbar. In diesem Zimmer sind über viele Jahrhunderte die Wertsachen untergebracht gewesen, darunter auch die sehr dicke Familienchronik, die in Schweinsleder gebunden war. Niemals ist dies Zimmer in Kriegs-und Notzeiten von unberufenen Menschen betreten worden. Nicht einmal nahe Verwandte wußten von diesem Geheimnis.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Leibzucht, 17. Jahrhundert?===&lt;br /&gt;
&amp;quot;Frontgiebel vorgekragt auf schmächtigen Knaggen, noch gotisierend mit Ziermustern. Die Ständer mit Kopfbügen. - Wohnteil angebaut 1773. Über der Tür Inschr(ift)&amp;quot; (s. unten).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935, S. 75].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 beschrieb Schnare auch die Leibzucht: &amp;quot;Eine der dicksten Eichen weit und breit (zirka 500 Jahre alt) wirft noch heute ihren kühlen Schatten über das langsam verfallende Leibzuchtgebäude mit der Jahreszahl 1773. In diesem Jahre haben Johan Jost von Wantrup und Anna Savia Eliesabeth Lebrincks von Retzen dies Haus reparieren lassen (Inschrift über dem nördlichen Hauseingang. Sehr gut in Eiche geschnitzt und erhalten.) Die 1773 reparierte und erweiterte Leibzucht wird sicherlich etwa aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges stammen. Sie ist nun hoffnungslos dem Verfall preisgegeben. In ihr haben Berghahns so lange gewohnt, bis das neue Wohnhaus fertiggestellt war, das war im Jahre 1920.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{SchnareRemmighausen1952}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf historischen Fotografien erkennt man neben dem Meierhaus noch eine große Längsdurchfahrtsscheune, wohl aus dem 18. Jahrhundert, und ein kleines Backhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
Meierhaus von 1592, Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A[NNO] D[OMINI] 1592 DEN 24. MAI UPGEBORT: SIMON DORGENSFELD ELSA SIN EHLICK HUSFROW HEBBEN DIT HUS LATEN (BAWEN) &amp;lt;ref&amp;gt;Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881, S. 141; Manuskript Gaul um 1935, S. 75; August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leibzucht, Torbogeninschrift mit Jahreszahl 1773:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHAN JOST VON WANTRUP UND ANNA SOVIA ELIESABETH LEBRINKCKS VON RETZEN HABEN DIS HAUS REPARIEREN LASSEN &amp;lt;ref&amp;gt;Manuskript Gaul um 1935, S. 75; Karl Schnare, Remmighausen. Kurze Geschichte einer alten Bauerschaft. 1052–1952, Detmold 1952, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1390 Bernd.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 und 1497 Henne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 Gerde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Doringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 [i] Simon Döringsfeld (Dorringsfeltt), ev., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 1550 (s) in Döringsfeld, † 20.02.1631 (b) in Döringsfeld, ‡ 20.02.1631 in Detmold, oo  1/1 1592 (v) mit Elsa NN Döringsfeld, ev., * 1572 (s) in NN, † 1602 (c) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 Doringßfeldtt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerSalbücher1969}}, S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 Dorringsveldt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 Herman Christoff Dörringsfeldt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 20: Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, Bd. 1, 1721, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 [i] Johann Jobst Meyer zu Wantrup wird Döringsfeld , rf., Vollspänner in Remmighausen, Nr. 1, * 28.12.1720 in Heiligenkirchen, ~ 12.01.1721 in Heiligenkirchen, † 24.04.1802 in Döringsfeld (Brustkrankheit), ‡ 24.04.1802 in Detmold oo  1/2 K 05.12.1755 in Detmold mit Anna Sophia Elisabeth Lehbrink wird Döringsfeld , ev., * 05.02.1719 (t) in Papenhausen, ~ 05.02.1719 in Schötmar, † 31.01.1801 (b) in Döringsfeld (Wassersucht), ‡ 31.01.1801 in Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827 Dörringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 41, Salbuch der Vogtei Detmold von 1827, S. 1205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 Döringsfeld, 1 Haushaltung, Mann und Frau mit 6 Söhnen (davon 5 unter 14 Jahre) sowie 4 männlichen und 2 weibl. Dienstboten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z / Lippische Rentkammer - Kammer- und Amtsrechnungen, Nr. 1451: Volkszählung,1828, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 Döringsfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 durch Verheiratung an Friedrich Berghahn.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 53, Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, Bd. 2, S. 1103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Döringsfeld) Fritz Berghahn, Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Berghahn, Friedrich, Haushaltungsvorstand, * 19.7.1850, Witwer; Berghahn, Luise, Tochter, * 18.6.1880, verheiratet; Berghahn, Ilse, Tochter, * 6.6.1911, ledig; Berghahn, Erika, Tochter, * 5.5.1913, ledig; Berghahn, Hilde, Tochter, * 2.3.1917, ledig; Böke, Erna, Dienstbote, * 25.7.1899, ledig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 / Lippische Regierung - Jüngere Registratur, Nr. 5255: Volkszählungsergebnisse im Amt Detmold, Band 4, Teil 2, 1919.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Döringsfeld) Luise Berghahn, Landwirtin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Otto Gaul, Detmold-Land (Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), unveröff. Typoskript, um 193.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hansen, Hauswesen und Tagewerk im alten Lippe. Ländliches Leben in vorindustrieller Zeit, Münster 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Meier-Böke, Zick-Zack-Fahrt durch Lippe. Die lippischen Dörfer. Stadt Detmold, Gemeinde Leistrup-Meiersfeld (1954–19589, hg. von Kurt Dröge, Lemgo 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, 2. Aufl . Detmold 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SchnareRemmighausen1952}}, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister1964}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerSalbücher1969}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{StöwerLandschatzregister2001}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/pageview/10093452 Otto Gaul, Detmold-Land, unveröff. Typoskript, um 1935].&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Inschrift in Remmighausen]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71940</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71940"/>
		<updated>2026-09-15T16:17:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort beim Lippischen Landesmuseum am Burggraben in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71939</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-15T16:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-15T16:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Der Speicher des Lakehofes von 1781 an seinem heutigen Standort an der Ameide in Detmold. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=71937</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-15T16:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Der Bau hatte gotisch profilierte Gewölberippen und runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorabschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Lindenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1504 wurde in der früheren Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Die Wallfahrt ging auch nach der Reformation noch weiter - auch Protestanten glaubten an Wunderheilungen. Doch im Verlauf des 17. Jahrhunderts ließ die Wallfahrtsaktivität nach und Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren 1878 am Standort der Kapelle ausgegraben worden und bis vor etwa 30 Jahren an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=71935</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-15T16:03:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Der Bau hatte gotisch profilierte Gewölberippen und runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorabschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Lindenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71924</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71924"/>
		<updated>2026-09-15T09:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781 am heutigen Standort in Detmold, Ameide. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71923</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-15T09:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1883. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold2021 0827tm.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781 am heutigen Standort in Detmold, Ameide. Foto: Falko Sieker 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
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|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
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|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1780 (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71903</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-14T22:47:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen [= Oberbarkhausen bei Detmold] bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Heiden, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), So 88hn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteten 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71902</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-14T22:44:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Lage (Heiden?), 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), Sohn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteen 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein spätes Silhouettenporträt (um 1780?) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder. 1809 bauten die Eheleute eine große Scheune, das sogenannte Dreschhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. 1837 erbauten die beiden einen neuen Schafstall. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer rettete zwei alte eichene Truhen und einen Schrank und ließ diese Möbel vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71877</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-14T09:06:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit eindrucksvoller Diele, breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter drei mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Es gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern verräucherte Eingangsdiele mit Treppe zum Speichergeschoss und angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Lage (Heiden?), 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), Sohn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteen 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein Silhouettenporträt (um 1760?) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer ließ zwei alte eichene Truhen und einen Schrank vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-14T08:54:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Er gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern große verräucherte Eingangsdiele mit angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Lage (Heiden?), 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), Sohn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteen 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein Silhouettenporträt (um 1760?) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer ließ zwei alte eichene Truhen und einen Schrank vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lakeweg_9_(Belle)&amp;diff=71875</id>
		<title>Lakeweg 9 (Belle)</title>
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		<updated>2026-09-14T08:49:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90427, 9.07597&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Belle&lt;br /&gt;
|Wohnplatz1901=Lakehof&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=001&lt;br /&gt;
}}Der Lakehof ist ein großer Einzelhof nordöstlich des Dorfes Belle. Vollspännerhof, früher Belle Nr. 1 (heute Lakeweg 9).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Vogelschau Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Vogelschauansicht um 1950. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Lageplan nach Urkataster 1880 Stiewe 1985.jpg|mini|Lakehof bei Belle, Lageplan nach Urkataster 1880. 1: Meierhaus, 1708; 2: Leibzucht, 19. Jahrhundert/1902; 3. Speicher, 1781; 4. Dreschhaus, 1809; 5. Schafstall, 1837; 6. Viehwaage (?); 7. Holzschuppen; 8. Bienenhaus. Zeichnung: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus mit Pferdestall Heinrich Schäfer 1953 LLB-BA HO-12-19.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708 mit Pferdestallanbau. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Torinschrift Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708, Torinschrift. Foto: Stiewe, ca. 1982]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Dreschhaus Schäfer 1953 LLB BA HO-12-20.jpg|mini|Lakehof, Dreschhaus von 1809. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher von SO Schäfer 1953 LLB BA HO-12-22.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Foto: Heinrich Schäfer 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher, Eingangstür Schäfer 1953 LLB BA HO-12-23.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Eingangstür mit stark verwitterter Schnitzerei. Foto: Heinrich Schäfer, 1953 (LLB Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Bstand Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Bestand. Aufmaß/Zeichnung: Stiewe 1982 (aus Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Giebel Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Giebelansicht, Zustand zur Bauzeit 1708, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, re. Traufe, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Rechte Traufwand mit später angebautem Kammerfach. Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach, Bstand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Kammerfachgiebel, um 1730, Bestand und Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Querschnitt Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt Diele, Rekonstruktion und Details im Flett (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS links, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, LS rechts, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Längsschnitt rechte Dielenseite mit Kammerfach um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, QS Herdwand, Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Querschnitt vor der Herdwand, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Grundrissl Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus von 1708. Grundriss, Zustand um 1730, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Stube EG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Stubentür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer rechts Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Meierhaus 1708, Kammerfach,Tür Kammer OG Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Meierhaus. Kammertür im Kammerfach-Obergeschoss, um 1730 (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Wilhelm Lakemeyer, 1727-1799, Silhouette.jpg|mini|Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799), der Erbauer des Speichers von 1781. Silhouette, um 1760? (Familienbesitz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Eingangstür Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781, Eingangstür (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Ansichten Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Ansichten, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Schnitte Rek Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Quer- und Längsschnitt, Rekonstruktion (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lakehof, Speicher 1781, Grundriss, Details Stiewe 1982.jpg|mini|Lakehof, Speicher von 1781. Grundriss und Details (Stiewe 1985)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist ein großer, vermutlich hochmittelalterlicher Einzelhof mit umgebender Kampflur. Von der alten Hofstelle am Hang eines Höhenrückens zwischen dem Molkenberg im Westen und dem Nessenberg im Osten hat man einen weiten Blick in die fruchtbare Lössbörde des Steinheimer Beckens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz; die Hof- und Familiengeschichte lässt sich bis in das 15. Jahrhundert nahezu lückenlos zurückverfolgen. Der Familienname &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; ist im 16. Jahrhundert aus der Ortsbezeichnung des Hofes &amp;quot;upper Lake&amp;quot;, d. h. oberhalb eines Teiches oder Feuchtgebietes gelegen, in Verbindung mit der bäuerlichen Berufsbezeichnung &amp;quot;Meier&amp;quot; entstanden. Im Landschatzregister von 1488 wird &amp;quot;der junge Brughenne&amp;quot; genannt; 1497 heißt er &amp;quot;Brughenne upper Lake&amp;quot;. Der heutige Name &amp;quot;Lakemeyer&amp;quot; erscheint erstmals 1557.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeier, Wattenscheid 1954, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof ist vermutlich ein alter Haupthof der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;, der ursprünglich zum Tafelgut der Paderborner Bischöfe gehörte. 1036 hatte Bischof Meinwerk von Paderborn 17 Haupthöfe und 71 Vorwerke aus diesem Tafelgut dem neugegründeten Busdorfstift in Paderborn geschenkt. Die &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; war eines dieser Vorwerke und gehörte zum Haupthof Oeynhausen (bei Steinheim), sie hatte 1036 60 Scheffel Roggen, 84 Scheffel Hafer, 6 Denare (Pfennige), eine Gans und zwei Hühner an das Busdorfstift zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist der Zusammenhang zwischen der &amp;quot;curia Hardinctorp&amp;quot; und dem heutigen Lakehof, der als Einzelhof sicherlich schon im Hoch- oder beginnenden Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Spätmittelalter war der Hof den drei &amp;quot;Markjunkern&amp;quot; von Donop, von Mengersen und von Friesenhausen, die vom Stift Busdorf mit der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot; belehnt worden waren, als Grundherren abgabe- und dienstpflichtig. Als Vollspänner musste der Lakemeyer mit einem vollen Gespann, also vier Pferden, Spanndienste leisten. Lakemeyer war dem lippischen Landesherrn eigenbehörig, doch gelang es Johann Wilhelm Lakemeyer (1727-1799) um die Mitte des 18. Jahrhunderts, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Volkszählung von 1766 wird er als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet. Dennoch musste der Hof weiterhin umfangreiche Abgaben und Spanndienste an die Landesherrschaft leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Landbesitz&#039;&#039;&#039; des Lakehofes betrug nach dem Salbuch von 1643/44 189 Morgen (ca. 47 Hektar) Ackerland, 6 &amp;quot;Dreißkämpe&amp;quot; (Dauerweiden) von etwa 20 Morgen (5 ha) und vier Wiesen, die je 1 Fuder Heu einbrachten. Außerdem besaß der Hof Nutzungsrechte an der Beller Gemeinheit und umfangreiche Hudeberechtigungen in der &amp;quot;Herrentruper Mark&amp;quot;. Im Salbauch von 1721 werden dagegen nur 132 Morgen Ackerland, 7 Weiden und 4 Fuder Wiesewachs angegeben. 1829 war der Besitz auf 60 ha Äcker und Weiden angestiegen und vergrößerte sich durch die Gemeinheitsteilung und Zukäufe auf 90,6 ha im Jahre 1953.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 14f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viehschatzregister des 16. Jahrhunderts und das Salbuch von 1643/44 überliefern einige Daten zum &#039;&#039;&#039;Viehbestand&#039;&#039;&#039; des Lakehofes: 1568 wurden 9 Pferde, 16 Kühe (einschl. Rinder) und 90 Schafe gezählt. 1573 waren es 11 Pferde, 16 Kühe, 20 Schweine (einschl. Ferkel) und 50 Schafe; der Leibzüchter besaß immerhin 6 Kühe, 5 Schweine und 14 Schafe. 1580 werden für den Leibzüchter 1 Esel, 5 Kühe und 6 Schweine verzeichnet. 1592 wird mit 10 Pferden, 26 Kühen (einschl. Rinder), 29 Schweinen (einschl. Ferkeln), 10 &amp;quot;Hämmeln&amp;quot; und 6 &amp;quot;Immenkörben&amp;quot; (Bienenkörben) ein Höchststand erreicht. Das Salbuch von 1643/44 nennt für die Vorkriegszeit 12 Pferde, 16 Kühe, 30 Schweine und 200 Schafe; 1644 habe Lakemeyer, nachdem er zweimal geplündert worden ist, nur noch 4 Pferde, 7 Kühe, 12 Schweine sowie 40 eigene und 40 fremde Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 16f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag der Lakehof wüst, &amp;quot;Brughenne huss iss woiste&amp;quot;, schrieb der Blomberger Amtmann 1493. Vermutlich war der Hof in der Soester Fehde von böhmischen Söldnern niedergebrannt worden und konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Hofes, auf einem Flurstück mit dem Namen &amp;quot;auf dem Turm&amp;quot; auf dem &amp;quot;Hundsloh&amp;quot;, sollen in den 1950er Jahren Fundamentsteine hochgepflügt worden sein. Möglicherweise stand hier ein Wartturm der Stadt Blomberg, von dem aus das angrenzende Steinheimer Becken überblickt werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Salbuch von 1643/44 besaß der Vollspänner Jochim Lackemeyer &amp;quot;Ein Wohnhauß von 8; ein Leibzuchtshauß von 9; ein Pferdehauß von 9; ein Schafstall von 5; ein Schweinehaus von 4 und ein Backhaus von 4 Spären (Sparren) groß&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er und 70er Jahre bestand eine eindrucksvolle Hofanalge mit umfangreichem Baubestand; seitdem sind die Gebäude fast sämtlich abgebrochen worden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführliche Dokumentation von Hofanlage und Gebäuden bei Stiewe, Bauernhöfe (1985), S. 25-57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus von 1708&#039;&#039;&#039;, größtes und ältestes Gebäude des Hofes, abgebrochen 2013. Großer Vierständerbau, auf Stichbalken vorkragender Giebel, unteres Giebelstockwerk ursprünglich sichtbares Fachwerk mit Backsteinausfachung, im 19. Jahrhundert verbrettert. Gegenläufige Fußstreben beiderseits des Dielentores, Torbogen mit Rose und Stern auf den Kopfbändern und langer Bauinschrift, weitere Inschrift auf dem Giebelrähm. Großer Vierständerbau mit aufgelegten Dachbalken, dreischiffiges Flettdielenhaus mit breiterem Pferdestallseitenschiff links (um 1920 um seitlichen Pferdestallanbau erweitert) und schmalerem Kuhstallseitenschiff rechts. Die Kuhställe für 8 bis 12 Kühe waren ursprünglich unter mächtigen Kuhnackenriegeln, die jeweils zwei Fache überbrücken, zur Diele geöffnet. Mächtiges Sparrendach mit Hochständerdachwerk mit angeblatteten Streben, 2 Bodenaufzüge. Flett mit hoher Lucht rechts und halbhoher Küchenlucht links; hier befand sich die Herdstelle unter einer Räucherbühne. Der mächtige Luchtriegel, ca. 32/22 cm hochkant, war gebrochen und musste nachträglich mit einer Säule mit barock profilierten Knaggen abgestützt werden. Das Gebäude war ursprünglich ein Flettdielenhaus ohne Kammerfach; der zulezt bestehende Wohnteil in Stockwerkbauweise war etwa eine Generation später (um 1730) angebaut worden. Das Kammerfach war ursprünglich seitlich eingerückt und wurde im 19. Jahrhundert auf Hausbreite verbreitert. Er gliederte sich in eine große Stube in Ecklage rechts, eine Eheschlafkammer mit Wandbett und Abortanbau in der Mitte und eine kleine Kammer rechts; eine weitere große Kammer bestand im Obergeschoss. Bedeutende Teile der barocken Ausstattung waren erhalten geblieben: mehere Stuben- und Kammertüren mit durchbrochenen Schippenhespen und geohrten Füllungen sowie eine frühere Bettnische in der mittleren Eheschlafkammer mit einem geschnitzten Pfosten und Klappen zur Diele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher von 1781&#039;&#039;&#039;, großer, zweigeschossiger Fachwerkspeicher auf hohem Bruchstreinsockel mit Backsteinausfachung. Krüppelwalmdach mit Hochständerdachwerk, ursrprünglich mit Sollingplattendeckung. Ungewöhnliches Fachwerk aus kräftigen Hölzern mit fischgrätartigen Streben in den Eckfachen und beiderseits der Mittelachsen, keine Stockwerkvorkragungen. Doppelflügelige, rautenförmig aufgedoppelte Eingangstür, breite Türständer und Sturz mit Tulpenranken, Rose und Stern und Bauinschriften reich beschnitzt, weitere Inschriften auf den Rähmen des Erdgeschosses, Eckständer mit geschnitzten Ecksäulchen. Die Schnitzereien waren stark verwittert und sind beim Wiederaufbau in Detmold kräftig nachgeschnitzt worden. Im Innern große verräucherte Eingangsdiele mit angebautem Back- und Dörrofen; links unterkellerte Altenteilerwohnung mit Stube und Kammer, aufwendig ausgestattet mit Zweifüllungstüren, einem Wandschrank und einem angebauten Aborterker. Obergeschoss mit Ladeluke und Dachgeschoss als Kornspeicher genutzt. Der &amp;quot;Spieker&amp;quot; wurde 1977 vom Landesverband Lippe erworben, abgetragen und als Gaststätte beim Lippischen Landesmuseum an der Ameide in Detmold wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus von 1809&#039;&#039;&#039;, große Längsdurchfahrtsscheune von 19 Fach Länge mit Brettergiebeln und Sollingplattendach, stand quer zum Haupthaus mitten auf dem Hof, zuletzt als Kuhstall genutzt, abgebrochen um 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall von 1837&#039;&#039;&#039;, Schafscheune mit hohem Grundmauersockel und Längsdurchfahrt nahe der Hofeinfahrt, abgebrochen um 1960. Die Scheune beherbergte die große Schafherde des Hofes, die nach dem Salbuch von 1829 350 Tiere umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht, 1864&#039;&#039;&#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Schulte, Lakehof (1954), S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1902 zum massiven Wohnhaus umgebaut und mordernisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Feldscheune, um 1920-30&#039;&#039;&#039; mit zwei Durchfahrten an einem Wirtschaftsweg westlich vom Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Meierhaus, 1708&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1708    Den 27. JUNIUS / VERBIRG DEIN ANTLITZ NICHT FÜR MIHR UND VERSTOSSE NICHT IM ZORN DEINEN KNECHT DEN DE / BIST MEINE HULFE . LAS MICH NICHT . UND THUE NICHT VON MIR DIE HAND AB . GOTT MEIN HEIL . DEN MEIN VATTER UND MEINE MUTTER VERLASSEN MICH . ABER DER HER NIMT MICH AUF . PAS. MXXVII VX 9 / JOHAN WILHELM LACKEMEIER UND CATHRINA ILSABEIN MEIERJOSTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelrähm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(HABE DEINE LUST AN DEM HERRN DER) WIRD DIR GEBEN . WAS DEIN HERSZ WÜNSCHET . BEFIHL DEM HERRN DEINE WEGE . UND HOFFE AUF IHN . ER WIRD ES WOLMACHEN UND WIRD DEINE GERECHTIGKEIT HERFÜRBRIN(GEN)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kammerfachgiebel, Erdgeschossrähm. Die Inschrift nimmt offensichtlich darauf Bezug, dass das Kammerfach später (um 1730) angebaut worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HER.ES.IST.GE.SCHEHEN.WAS.DU.BEFOHLEN.HAST. ES.IST.A.BER.NOCH.RAUM.DA.LUCKAS.AM.XIII.DEN.X XXII.HIR...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher, 1781&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangstür, Sturz, Medaillon links: JOHAN / WILHELM / LAKEMEYER / UND´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Medaillon rechts: FRIEDRIKA / HENRIETTA / GELHAUS / 1780/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Türständer: DEN 7. AUGUST ANNO 1781 / DER M(eister) HONNER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stiel zwischen den Oberlichtern: MIT GOTT IN EINER JEDEN SACH ANFANG UND ENDE MACH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sturz, Mitte (stark verwittert), vermutlich Fortsetzung: MIT GOTT GERÄT DER ANFANG WOHL AM ENDE MAN GOTT DANKEN SOLL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rähm Erdgeschoss: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LASZ DEINE HAND DES ABENDS NICHT AB . DENN DU WEIST NICHT OB DIS ODER DAS GERATHEN WIRD . UND OBS BEIDES GERIETHE SO WÄRE ES DESTO BESSER . PRED. SALM. CAP. XI VRS VI ANO MDCCLXXXI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus, 1809&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen:&amp;lt;ref&amp;gt;Inschriften von Dreschhaus und Schafscheune (abgebrochen) nach Schulte 1954.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENN DURCH GOTTES SEGEN BEISTAND UND GNADE IST ERBAUT WAS ALHIER DER MENSCH ERSCHAUET . ALLES IST MIT GOTTES HÜLFE . SOLI DEO GLORIA . RICHTE DRAUSSEN DEINE GESCHÄFTE UND DARNACH BAUE DEIN HAUS DENNN DURCH FAULHEIT SINKEN DIE BALKEN UND DURCH HINLÄSSIGE HÄNDE WIRD DAS HAUS TRIEFEND . PREDIGER SALOMON CP. 6. V. 10 UN 18 DEN 2. JUNY ANNO 1809&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der Erbauer in Medaillons auf den Torständern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
JOHANN / FRIEDRICH / LAKEMEIER / UND&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNA / MARIA / LOWISA / GEBURNER / MEYER VON / WELLENTRUP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermeisternennung auf einem Torständer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Z. M. CHRISTOPH GÖDER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schafstall, 1837&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRIEDRICH LAKEMEYER . FRIEDERIKE WALPER 10. JUNI 1837&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
Der Lakehof ist, soweit zu überblicken, vom frühen 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert über mindestens zwölf Generationen &amp;quot;im Mannesstamm&amp;quot; weitervererbt worden - das ist für eine Hof- und Familiengeschichte sehr ungewöhnlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Besitzerfolge nach Schulte, Lakehof (1954).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1488: der junge Brughenne (Landschatzregister)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497: Brughenne upper Lake (Dienstgeldregister?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507: Brughenne upper Lake verstorben (Erbteilung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1520 Grete Brughenne upper Lake (um 1500-1577), Tochter und Anerbin, Heirat mit Johann Bracht (um 1500-1580), wohl aus Siebenhöfen, wird Meier upper Lake, genannt Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548, 3. April: &amp;quot;Meier auf der Lake&amp;quot; (Urkunde von Antonius von Donop, dieser habe von dem Meier auf der Lake 3 Scheffel Hafer als Zinskorn für die Herrentruper Mark für seinen Bruder Christoffer von Donop erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557: &amp;quot;de Lakemeier&amp;quot;, beschäftigte seine Söhne Johann, Ernst und Bernd als Knechte sowie einen weiteren Knecht und einen Schäfer (Knechtschatzregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1560: Johann Lakemeyer (um 1525-nach 1560), Sohn und Anerbe (1561: &amp;quot;der junge Lakemeyer&amp;quot;), Heirat mit Ilse N.N. (um 1530-1592)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1595: Johann Lakemeyer (um 1560-1605/06), Sohn und Anerbe, Heirat mit N.N. Mönnich (um 1565-um 1654/55), Tochter von Georg Mönnich in Belle. Er starb schon 1605/06, die Witwe heiratete in zweiter Ehe Hans N.N., wird Johann Lakemeyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625, 22./23. September: Jochim Lakemeyer (1598-1666), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna &amp;quot;vom Hofe Barkhausen&amp;quot; (1608-1668). Während der Hochzeit wurde die Gesellschaft von plündernden Soldaten überfallen, die Lakemeyer und seinen Gästen die Pferde raubten. Die Erinnerung an &amp;quot;Jochims Kriegshochzeit&amp;quot; blieb bis ins 20. Jahrhundert in der mündlichen Überlieferung lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643/44 (Salbuch): &amp;quot;Jochim Lackemeyer, seines Alters 46 Jahr, seine Fraw heiße Anna, sey 36 Jahr alt unndt vom Hoffe Barkhausen bürtig&amp;quot;, 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62, Winter: Hans Hermann Lakemeyer (1630-1715), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Maria Sültemeyer (1640-1696) vom Sültehof im Kirchspiel Lage (Heiden?), 5 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1696, 10. März: Johann Wilhelm Lakemeyer (1663-1740), Sohn und Anerbe, Heirat mit Katharina Ilsabein Meierjobst (1679-1763), 8 Kinder. Die Eheleute errichteen 1708 ein neues Meierhaus, das bis 2013 Bestand haben sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727, 9. Mai: Hermann Wilhelm Lakemeyer (1698-1760), Sohn und Anerbe, Heirat mit Dorothee Kaup (Kaupmeyer, 1701-1757) aus Belle, 9 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, 13. Mai: Johann &#039;&#039;Wilhelm&#039;&#039; Lakemeyer (1727-1799), Sohn und Anerbe, Heirat mit Anna Margareta Ilsabein Brüggemeier &amp;quot;aus der Wienbecke&amp;quot; im Kirchspiel Brake, + 30.8.1762 im Wochenbett; 2. Heirat 29.7.1763 mit Anna Sofia Elisabeth Niedermeier aus Lückhausen, Kirchspiel Lieme, 8 Kinder, + 1.7.1778; 3. Heirat mit Friederike Henriette Gellhaus aus Schötmar, 2 Kinder. Diese Eheleute erbauten 1781 den Kornspeicher mit der Altenteilerwohnung als Leibzucht. Von Johann Wilhelm Lakemeyer blieb ein Silhouettenporträt (um 1760?) auf dem Lakehof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766 (VZ): Johann Wilhelm Lakemeyer wird als &amp;quot;Freimeier&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798, Frühjahr: Friedrich Lakemeyer (1768-1835), 2. Sohn aus 2. Ehe und Anerbe, Heirat mit Anna Luise Schlepper (1772-1826) vom Meierhof aus Wellentrup, 6 Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, 8. Dezember: Johann &#039;&#039;Friedrich&#039;&#039; Adolf Lakemeyer (1801-1851), Sohn und Anerbe, Heirat mit Friderieke Sarah Walper (1807-1892), Tochter des Pfarrers aus Niederaula, Kurhessen, 6 Kinder. Friedrich Lakemeyer starb am 14.12.1851 nach einem &amp;quot;Blutsturz&amp;quot;. Am 26.11.1852 2. Heirat von Friederike Lakemeyer mit Interimswirt Friedrich Karl Betzemeier aus Betzen, Bauerschaft Wendlinghausen, Amt Brake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1864, 21. Juni: Karl Lakemeyer (1836-1874), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hermine Lindemann (1830-1882) aus Holzhausen an der Bega, 6 Kinder. Beide verstarben früh, er am 24.10.1874, sie am 20.8.1882. Von den Vormündern der unmündigen Kinder wurde der Lakehof auf 12 Jahre an &amp;quot;Herrn Uhmeier&amp;quot; verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902, 11. November: Heinrich Friedrich &#039;&#039;Karl&#039;&#039; Lakemeyer (1869-1928), Sohn und Anerbe, Heirat mit Auguste Hartmann (1877-1960) aus Bledeln bei Hildesheim, 4 Kinder. Zur Hochzeit ließ Karl Lakemeyer das bisherige Leibzuchtshaus (von 1864) zu einem großzügigen Wohnhaus umbauen und modernisieren. Auguste Lakemeyer ließ zwei alte eichene Truhen und einen Schrank vom Tischler Pieper aus Wöbbel aufarbeiten, sie blieben bis heute erhalten. Auch legte sie den parkartigen Garten um das Wohnhaus an, mit einem terrassierten &amp;quot;Steingarten&amp;quot; am Hang zwischen dem Teich und dem Speicher. Ein geplanter Umbau des Speichers zum Alterswohnsitz kam wegen der Inflation 1923 nicht zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Eduard Schulte, Der Lakehof und seine Erbmeierl. Lippische Geschichtsbilder aus fünf Jahrhunderten, Wattenscheid 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweBauernhöfe1985}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=71874</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-14T08:12:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Gotisch profilierte Gewölberippen, runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorabschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Lindenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=71873</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-14T08:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Gotisch profilierte Gewölberippen, runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorabschluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Eichenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-14T08:10:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Lindenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Gotisch profilierte Gewölberippen, runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorachluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Eichenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]] [[Kategorie:Wohnplatz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wilbasen,_Wohnplatz_in_Siebenh%C3%B6fen&amp;diff=71871</id>
		<title>Wilbasen, Wohnplatz in Siebenhöfen</title>
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		<updated>2026-09-14T08:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93484, 9.0764&lt;br /&gt;
}}Wilbasen ist ein alter Wohnplatz im Ortsteil [[Siebenhöfen]] südlich der Bundesstraße 1 in Richtung Blomberg. Er besteht aus dem früheren Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 (heute [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]) und dem weiter westlich an der B 1 gelegenen Festplatz. Hier, auf früheren Ländereien dieses Hofes, findet alljährlich am zweiten Wochenende im September der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, eine große Stoppelkirmes vor den Toren der Stadt Blomberg, statt, die heute vom Kreis Lippe veranstaltet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html;&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Meierhof Stork tagte unter einer Eiche der Freistuhl von Wilbasen, ein mittelalterliches Freigericht, und hier lag auch die 1398 urkundlich erwähnte Marienkapelle von Wilbasen, eine Wallfahrtskapelle, die zeitweilig auch als Grablege der Edelherren zur Lippe genutzt wurde. Aus dem Kirchweihfest dieser Kapelle, das am 10. September stattfand, entwickelte sich der 1500 erstmals erwähnte &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot; am zweiten Septemberwochenende.&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyer Storckes Hoff und Siechenhaus Friemel 1750.jpg|mini|&amp;quot;Meyer Storckes Hoff&amp;quot; mit Ruine der Wilbaser Kapelle und Blomberger Siechenhaus (rechts, No. 54). Flurkarte der Gemarkung Blomberg von Johann Christoph Friemel, 1750, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapelle Wilbasen Klaas 1958.jpg|mini|Die frühere Kapelle auf dem Meierhof Stork in Wilbasen. Rekonstruierende Skizze von Ernst Klaas, 1958]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Madonna zu Wilbasen LLM Detmold.jpg|mini|Madonna zu Wilbasen, Eichenholz, um 1500. Lippisches Landesmuseum Detmold]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Schlussstein auf Hof Stork, um 1960 LLB BA BL-7-10.jpg|mini|Hof Stork, Schlusstein mit Lamm Gottes und Gewölberippen der Kapelle zu Wilbasen in der Wand der Scheune, um 1960. LLB DT, BA-BL 7-10]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste der Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 3.jpg|mini|&amp;quot;Reste der Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 3]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche zu Siebenhöfen, Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 1.jpg|mini|&amp;quot;Kirche zu Siebenhöfen Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT 3 W 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reste d. Kirche zu Wilbasen Dewitz 1880 LLB 3 W 2.jpg|mini|&amp;quot;Reste d. Kirche zu Wilbasen&amp;quot;. Skizze von Carl Dewitz, 1880. LLB DT, 3 W 2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen, Karussell um 1955 LLB BA BL-3-17B.jpg|mini|Wilbasen, Karussell um 1955. LLB DT, BA-BL 3-17B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehändler, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-16B.jpg|mini|Pferdehändler auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-16B]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdehandel, Wilbasen um 1950 LLB BA BL-7-15C.jpg|mini|Pferdehandel auf dem Wilbaser Markt, um 1950. LLB DT, BA-BL 7-15C]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, Eingang Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Eingang. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbasen 2023, BreakDance Stiewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Break-Dance. Foto: Stiewe 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilbsen 2023 MusikExpress Strewe 2023.jpg|mini|Wilbasen 2023, Autoscooter und MusikExpress. Foto: Stiewe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Einzelhofsiedlung Wilbasen&#039;&#039;&#039;, der frühere Meierhof Stork, liegt südlich der heutigen Bundesstraße 1, der früheren &amp;quot;Cöllnischen Landstraße&amp;quot;, etwa 2 km westlich der Stadt Blomberg. Östlich verläuft der Hainbach, früher &amp;quot;Wilbaser Beke&amp;quot;, ein nördlicher Zufluss des Königsbaches. Westlich führt ein alter Hohlweg in nord-südlicher Richtung an der Hofstelle vorbei. Nordöstlich des heutigen Hofes hat Willy Gerking durch archäologische Streufunde mit Keramikscherben des 9. bis 14. Jahrhunderts eine Wüstung lokalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995, S. 58f., 77, 125ff., 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Wilbaser Kapelle&#039;&#039;&#039; lag mit einem umgebenden Kirchhof an der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Hier ist sie in der Flurkarte der Feldmark Blomberg des Landmessers Friemel von 1750 als Ruine eingezeichnet. Schon seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kapelle abgebrochen, die Steine wurden zum Wegebau verwendet. Nach wenigen Bauteilen, die 1878 ausgegraben wurden und eingemauert an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer erhalten blieben (Schlussstein mit Lamm Gottes, heute in der Kirche Reelkirchen, mehrere gotische Gewölberippen) war die Kapelle ein wohl einschiffiger, spätgotischer Bau mit Kreuzrippengewölben (vgl. die Zeichnungen von Dewitz 1880 in der Landesbibliothek), doch sind die Anzahl der Joche und die Art des Chorabschlusses unbekannt. Gotisch profilierte Gewölberippen, runde Wanddienste, Gaul vermutet einemn polygonalen Chorachluss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ohtto Gaul, Detmold-Land, Manuskript um 1960, S. 664ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
Der Wohnplatz Wilbasen mit dem früheren Meierhof Stork gehörte mit der alten Kolonatsnummer 10 zur Bauerschaft (Gemeinde) Siebenhöfen, die seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Stadt Blomberg ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnte Ort Wilbasen war Sitz eines Freistuhles, eines Freigerichtes, an dem vom Kaiser ernannte Freigrafen Recht sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Folgenden vgl. Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, Leopoldshöhe/Bielefeld 1996, S. 19-22; Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998, S. 95-99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts tagte das Freigericht regelmäßig unter einer Eiche auf dem Meierhof Stork, dann wurde es in den sog. Wilbasensaal, den kleinen Saal im Blomberger Rathaus, verlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligabend 1398 stifteten Simon III. und Bernhard VI. zur Lippe einen Altar des Evangelisten Johannes in der Wilbaser Kapelle, einer Filiale der Kirche in Reelkirchen, und statteten diesen mit Besitz aus. 1400 wird eine Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039; erwähnt. Möglicherweise wurde schon vor 1400 ein Sohn Simons III., Otto, in Wilbasen beigesetzt, doch war zu dieser Zeit noch die Marienkirche in Lemgo Grablege der Edelherren zur Lippe. Nach Johannes Piderit (&#039;&#039;Chronicon Comitatus Lippiae&#039;&#039;, Rinteln 1627) soll die Kapelle Ende des 14. Jahrhunderts von der Gemahlin Simons III. wegen einer schweren Hautkrankheit Simons zu Ehren der Jungfrau Maria gestiftet worden sein. Die Kapelle soll auf eine wundertätige Marienfigur zurückgehen, die an einem Feldweg nach Istrup gestanden haben soll, das Flurstück heißt noch heute &amp;quot;Auf unserer lieben Frau&amp;quot;. Die Wilbaser Kapelle, in der neben dem Maria geweihten Hauptaltar weitere Altäre für den Evangelisten Johannes und die Apostel Petrus und Paulus sowie für die Heiligen Antonius und Katharina standen, entwickelte sich schon bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte. Eine spätgotische, aus Eichenholz geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1500 blieb erhalten und befindet sich heute im Lippischen Landesmuseum. Die Kapelle enthielt Grabstäten von drei in der Umgebung ansässigen Adelsfamilien (von Gropendorf, Gröpperhof bei Wellentrup, von Donop, Borkhausen und von Friesenhausen, Maspe) und diente für einige Jahrzehnte auch als Grablege des Hauses Lippe. Die Kapelle wurde mit Schenkungen und Stiftungen reich ausgestattet, neben ihr bestand eine Klause, in der zwei Priester lebten, die in der Kapelle Dienst taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Wallfahrt berichtet Piderit 1627 in seiner lippischen Chronik: &amp;quot;Man hat zu unserer Zeit die Krücken und Stäbe, welche die Gebrechlichen zum Zeichen ihrer Gesundheit haben stehen und liegen gelassen, gefunden, wie auch die Hellen und eisern Bande, so die Türcken und andere Tyrannen armen Christen mit Gewalt angelegt, ohne Zutun daselbst sind abgefallen.&amp;quot; Aus dem Kirchweihfest der Kapelle, das auf den 10. September fiel, entwickelte sich schon bald der &amp;quot;Wilbaser Markt&amp;quot;, ein Jahrmarkt, der bis heute am zweiten Wochenende im September stattfindet und der 1500 erstmals erwähnt wird. Am 10. September 1430 musste die Wilbaser Kapelle durch den Mindener Bischof neu geweiht werden, weil sich der 1429 dort bestattete Simon IV. zur Lippe im Kirchenbann befand. Vielleicht war dieser Umstand der Grund für die Wahl der Kapelle zu Wilbasen (und nicht der Marienkirche in Lemgo) als Grablege durch seine Witwe. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts diente die Kapelle als Grablege der Edelherren zur Lippe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1458 schenkten Bernhard VII. zur Lippe und sein Bruder Simon, der spätere Bischof von Paderborn, ihre beiden Leibeigenen Henne und Gertrude Husemann der Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau&amp;quot; zu Wilbasen. Diese Eheleute und ihre Erben sollten als Eigenbehörige den zur Kapelle gehörenden Meierhof, den späeren Meierhof Stork, bewirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts &amp;quot;Zum Heiligen Leichnam&amp;quot; in Blomberg 1468 entzog Edelherr Bernhard VII. der Kapelle in Wilbasen seine Gunst und verlegte die Grablege seiner Familie 1495 in die Klosterkirche nach Blomberg. In der Folge wurde die Wilbaser Kapelle dem Kloster inkorporiert, das künftig für die Unterhaltung der Kapelle, ihrer Ausstattung, der zugehörigen Klause und des Priesterhauses sowie aller Nebengebäude und des Kirchhofes verantwortlich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als um 1500 keine Pilger mehr nach Wilbasen kamen, wurde um 1504 in der Klause bei der Kapelle ein Siechenhaus, also ein Leprosenhaus, eingerichtet, das 200 Jahre später von der Stadt Blomberg übernommen wurde. Anfang des 18. Jahrhunderts war die Kapelle in Verfall geraten; 1708 war sie bereits Ruine und der Bauerrichter ließ die Straße nach Herrentrup mit Steinen der Kapelle ausbessern. Schon 1643 hatte ein Sturm das Dach der Kapelle beschädigt und 1688 brach der Meier zu Siebenhöfen &amp;quot;Fenstergewölbesteine&amp;quot; heraus, um sie auf seinem Hof zu verwenden. Eine Zeichnung des Meierhofes Stork auf einer Flurkarte der Blomberger Feldmark des Landmessers Friemel von 1750 zeigt die Ruine der Kapelle am nördlichen Rand des Hofes; später wurde sie ganz abgebrochen. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Erbbegräbnis der Besitzerfamilie Tippenhauer (ab 1909). Ein Schlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Stücke von Gewölberippen waren bis vor etwa 30 Jahren noch an der Scheune des Hofes Stork/Tippenhauer eingemauert; heute befindet sich der Schlussstein mit dem &amp;quot;Agnus Dei&amp;quot; in der Kirche in Reelkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wilbaser Markt&#039;&#039;&#039;, ein überregional bekannter Kram- und Viehmarkt, heute vor allem ein großer Rummelplatz mit Fahrgeschäften, findet bis heute an jedem zweiten Septemberwochenende auf dem Festplatz an der B 1 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
Großer Einzelhof westlich der Stadt Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
Flurkarte der Gemarkung Blomberg des Geometers Johann Christoph Friemel, 1750&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Älteste Erwähnungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1036-1051 (Fälschung des 12. Jh.): &#039;&#039;in Wigodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1146: &#039;&#039;decimam in Wilbodessun&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1183: &#039;&#039;decimam in Wilbod&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1271: &#039;&#039;de decima in Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Kapelle zu &#039;&#039;Wyllebadesen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1400: Marienkapelle zu &#039;&#039;Wilbodessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1440: &#039;&#039;in Wilbadessen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1480: &#039;&#039;in Wilbasen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke deutet den Ortsnamen als eine Bildung aus dem Personennamen &#039;&#039;Wil(le)bod&#039;&#039; mit dem Grundwort &#039;&#039;husen&#039;&#039;, &amp;quot;bei den Häusern des Wil(le)bod&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 523f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
Meierhof Stork, Siebenhöfen Nr. 10 = [[Wilbaser Straße 5 (Blomberg)|Wilbaser Straße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
An Wilbasen vorbei führt die Bundesstraße 1, die frühere &amp;quot;Cöllnische Landstraße&amp;quot;, eine alte Handelsstraße, die als ein Zweig des westfälischen Hellwegs von Paderborn über die Egge bei Horn nach Blomberg führt und von dort weiter über Hameln in Richtung Braunschweig und Magdeburg verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
[[Wilbaser Straße (Blomberg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl-Ferdinand Beßelmann, Stätten des Heils, Münster 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Detmold-Land (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen), Masch.-schr. Manuskript Lemgo um 1960, Stadtarchiv Lemgo. Digitalisat: https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/zoom/10096596&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Meier/Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13), Münster 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birgit Meineke, Die Ortsnamen des Kreises Lippe (Westfälisches Ortsnamenbuch, 2), Bielefeld 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold), Masch.-schr. Manuskript Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, &amp;quot;Bernhardiner-Bauten&amp;quot;. Häuser und Höfe von Nachfahren Bernhards VII. zur Lippe aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert, in: Wolfgang Bechtel, Margit Lenniger, Roland Linde u. a., Bäuerliche und bürgerliche Nachkommen Bernhards VII. zur Lippe (1428-1511) bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur westfälischen Familienforschung 69, 2011), Münster 2013, S. 40-73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold (Lippische Studien, 23). Detmold 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/blomberg/24414511_Wilbasen-2026-Zum-Start-verlost-die-LZ-Gutscheine.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24410108_Wilbasen-2026-in-Blomberg-Das-muessen-Besucher-ueber-OWLs-groesste-Stoppelkirmes-wissen.html&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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