Im Kampe 18 (Hiddesen)
Ev.-luth. Kirche St. Michael im Kampe Hiddesen
| Im Kampe 18 (Hiddesen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Hiddesen |
| Straße | Im Kampe (Hiddesen) |
| Hausnummer | 18 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Im Jahr nach der Gemeindegründung 1960 begonnener und 1966 vollendeter Kirchenbau.
Geschichte
Vorgängerbau der Kirche war eine im Jahr 1949 errichtete Kapelle. Am 17. März 1960 beschloss die Synode der Lippischen Landeskirche die Gründung einer selbständigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Hiddesen. 1961–1966 Neubau nach Entwurf von Prof. Dietz Brandi (1901–1985) aus Göttingen, etwa gleichzeitig mit der ev.-ref. Kirche in Pivitsheide V. L. Einweihung am 18. Dezember 1966.
Gebäude
Gottesdienstraum auf fünfeckigem Grundriss, Symbol der 5 Wundmale Christi; Zeltdach. Stahlbeton-Skelettbau mit Ausmauerung aus Ziegelmauerwerk, großes Buntglasfenster mit Darstellung des Erzengels St. Michael nach Entwurf von Gottfried von Stockhausen, Taufstein 1966 nach Entwurf von Karl Ehlers. Altarkreuz,[1] Taufleuchter und Ambo nach Entwurf von Ulrich Henn.[2] Glockenturm aus Sichtbeton, an der Südseite angebaut, ursprünglich 26 m hoch. Durch die dynamischen Belastungen aufgrund der Glockenschwingung wurden die vier Betonpfeiler, die das Dach trugen, derart geschädigt, dass das Turmdach 2011 abgetragen werden musste.[3]
Inschriften
Glocken
Die vier Glocken wurden 1965 von der Glockengießerei F. W. Schilling, Heidelberg gegossen.
[4] [5]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| dis1 | 1965 | 1280 | 1100 | EIN GOTT UND VATER UNSER ALLER, DER DA IST ÜBER EUCH ALLEN DURCH EUCH ALLE UND IN EUCH ALLEN Eph. 4,6 |
| fis1 | 1965 | 1070 | 750 | DER TOD IST DER SÜNDE SOLD, DIE GABE GOTTES IST DAS EWIGE LEBEN IN CHRISTO JESU, UNSEREM HERRN Römer 6,23 |
| gis1 | 1965 | 970 | 600 | DAS WORT WARD FLEISCH UND WOHNTE UNTER UNS Joh. 1,14 VON SEINER FÜLLE HABEN WIR ALLE GENOMMEN GNADE UM GNADE Joh. 1,16 |
| ais1 | 1965 | 900 | 460 | O LAND, LAND, HÖRE DES HERRN WORT Jer. 22,29 |
Video mit Geläut von St. Michael: https://www.youtube.com/watch?v=EpbkSHh36is
Orgel
Rudolf von Beckerath (Hamburg), 1982, mechanische Schleiflade, Hauptwerk und Schwellwerk (C-g3), Pedal (C-g1), 19 Register.
[6]
2016 wurde im Schwellwerk das Register Salicional 8′ hinzugefügt.
Disposition
| Hauptwerk C - g3 |
Schwellwerk C - g3 |
Pedalwerk C - f1 |
Koppeln |
| Prinzipal 8′ | Gedackt 8′ | Subbass 16′ | |
| Spielflöte 8′ | Salicional 8′ | Oktavbass 8′ | |
| Prinzipal 4′ | Rohrflöte 4′ | Choralbass 4′ | |
| Gedackt 4′ | Prinzipal 2′ | Rauschpfeife 3fach | |
| Waldflöte 2′ | Sesquialtera 2fach | Fagott 16′ | |
| Mixtur 4fach 1 ⅓′ | Quinte 1 ⅓′ | ||
| Trompete 8′ | Scharff 3fach | ||
| Dulzian 8′ | |||
| Tremulant |
Eigentümer
Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold
Pastoren
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
- Hinrich Luchterhandt, 25 Jahre St. Michael im Kampe. Aus der Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hiddesen, Eigenverlag der Gemeinde, Detmold 1991 (LLB: 18 L 9116).
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.detmold-lutherisch.de/orte/st-michael
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/St._Michael_(Detmold-Hiddesen)
Einzelnachweise
- ↑ Karl Krüger, Das Altarkreuz in St. Michael in Hiddesen, Detmold 1993 (LLB: 14 L 4867)
- ↑ Hinrich Luchterhandt, 25 Jahre St. Michael im Kampe. Aus der Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hiddesen, Eigenverlag der Gemeinde, Detmold 1991 (LLB: 18 L 9116).
- ↑ Bernhard Preuss, Glockenschwung ist zu stark für Kirchturm von St. Michael in Hiddesen, in: Lippische Landes-Zeitung, 6. Juli 2011.
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
- ↑ Alexander Wagner, Orgeln in Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Band 80), Detmold 2008, Seite 151
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 04.03.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 10.08.2026 von Joachim Kleinmanns