Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

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Gegründet um 800, einer der vier Gründungshöfe Heiligenkirchens, ehem. Heiligenkirchen Nr. 4. Unterer Weg 12 (abgängig) war das Haupthaus des Hofs.
{{Hausstätte info
|Straße=Unterer Weg (Heiligenkirchen)
|Hausnummer=12
|Ortsteil=Heiligenkirchen
|Koordinaten=51.9194, 8.86131
|Ortsteil1901=Heiligenkirchen
|Hausnummer1901=004
}}Gegründet um 800, einer der vier Gründungshöfe Heiligenkirchens, ehem. Heiligenkirchen Nr. 4. Unterer Weg 12 (abgängig) war das Haupthaus des Hofs.


==Geschichte==
==Geschichte==
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1866 kaufte Tötemeier von [[Am Silberbach 5 (Heiligenkirchen)|Dammeier Nr. 6]] dessen Anteil an der Gemeinheit, der Hude im Herrschaftlichen Walde für vier Rinder, für 75 rt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. V, 69.</ref>
1866 kaufte Tötemeier von [[Am Silberbach 5 (Heiligenkirchen)|Dammeier Nr. 6]] dessen Anteil an der Gemeinheit, der Hude im Herrschaftlichen Walde für vier Rinder, für 75 rt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. V, 69.</ref>


Um 1960 brannte das Haupthaus ab.
1966 brannte das Haupthaus ab.<ref>LLB: Otto Gaul, Landkreis Detmold, Typoskript um 1960, fol. 183.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==
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===Haupthaus===
===Haupthaus===


Erbaut 1746, abgebrannt um 1960. Der Giebel wurde im Westfälischen Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale (jetzt: LWL-Freilichtmuseum Detmold) eingelagert.<ref>{{BaumeierBauernhäuser1983}}.</ref>
Erbaut 1746, abgebrannt um 1960. Der Torbogen wurde im Westfälischen Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale (jetzt: LWL-Freilichtmuseum Detmold) eingelagert.<ref>{{BaumeierBauernhäuser1983}}.</ref>


Er trägt eine lange Inschrift: "Dies irdische Haus mein lieber Christ eine kurze Zeit deine Wohnung ist, demütig sei stolziere nicht denn Gott der rechte/Bauherr ist den bitte, daß er dir gebe darinnen ein christlich vergnügtes Leben und dir dein irdisch Haus bewahr./für Feuer, Sturmwind und Gefahr. so kann es zu dem Alter kommen, ob dich der Tod schon hingenommen, denn du wirst end/lich wandern fort von hier nach einem andern Ohrt nach der ewigen bleibenden Stadt, so Christus dich/erworben hat, welches dir viel besser ist, als dan ein irdisch Haus und Nest./s IOHAN CONRAD TÖTEMEYER VND CATARINA [MARGARETA] ELISABETH TÖTEM haben diß haus lassen erbauen durch [...] den 30 MAIO 1746". Der Torbogen ist außerdem mit Rosen, Sternen und Herzen geschmückt sowie in der Bogenlaibung mit einem Kugelfries.
Er trägt eine lange Inschrift: "Dies irdische Haus mein lieber Christ eine kurze Zeit deine Wohnung ist, demütig sei stolziere nicht denn Gott der rechte/Bauherr ist den bitte, daß er dir gebe darinnen ein christlich vergnügtes Leben und dir dein irdisch Haus bewahr./für Feuer, Sturmwind und Gefahr. so kann es zu dem Alter kommen, ob dich der Tod schon hingenommen, denn du wirst end/lich wandern fort von hier nach einem andern Ohrt nach der ewigen bleibenden Stadt, so Christus dich/erworben hat, welches dir viel besser ist, als dan ein irdisch Haus und Nest./s IOHAN CONRAD TÖTEMEYER VND CATARINA [MARGARETA] ELISABETH TÖTEM haben diß haus lassen erbauen durch [...] den 30 MAIO 1746". Der Torbogen ist außerdem mit Rosen, Sternen und Herzen geschmückt sowie in der Bogenlaibung mit einem Kugelfries.
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===Scheune===
===Scheune===


1654 wurde eine Scheune erbaut, der "alte Schoppen", 1911 abgebrochen. Von dieser Scheune erfahren wir auch, weil drei von Teutmeiers Gästen, Simon Perhirdte, des Ziegelmeisters Sohn Cord und ein Barthold beim Richtfest eine Schlägerei mit dem Vogt anfingen, weil dieser ihnen das Tobackdrinken (Rauchen) nicht gestattete.<ref>Teutmeyer 2019, S. 41.</ref>
1654 wurde eine Scheune erbaut, der "alte Schoppen", 1911 abgebrochen. Von dieser Scheune erfahren wir auch, weil drei von Teutmeiers Gästen, Simon Perhirdte, des Ziegelmeisters Sohn Cord und ein Barthold beim Richtfest eine Schlägerei mit dem Vogt anfingen, weil dieser ihnen das Tobackdrinken (Rauchen) nicht gestattete.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 41.</ref>


===Schafstall und Scheune===
===Schafstall und Scheune===
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===Kuhstall===
===Kuhstall===


Im 19. Jahrhundert von Johann Friedrich Conrad Tötemeier als Schafstall erbaut, nach 1960 Ausbau (Aufstockung) zum Wohnhaus. Siehe [[Unterer Weg 10 Heiligenkirchen)|Unterer Weg 10]].
Im 19. Jahrhundert von Johann Friedrich Conrad Tötemeier als Schafstall erbaut, nach 1960 Ausbau (Aufstockung) zum Wohnhaus. Siehe [[Unterer Weg 10 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 10]].


===Binnenkotten===
===Binnenkotten===


Siehe [[Hermannsweg 3 (Heiligenkirchen)|Hermannsweg 3||.
Siehe [[Hermannsweg 3 (Heiligenkirchen)|Hermannsweg 3||.
==Inschriften==
Torbogen: "Dies irdische Haus mein lieber Christ eine kurze Zeit deine Wohnung ist, demütig sei stolziere nicht denn Gott der rechte/Bauherr ist den bitte, daß er dir gebe darinnen ein christlich vergnügtes Leben und dir dein irdisch Haus bewahr./für Feuer, Sturmwind und Gefahr. so kann es zu dem Alter kommen, ob dich der Tod schon hingenommen, denn du wirst end/lich wandern fort von hier nach einem andern Ohrt nach der ewigen bleibenden Stadt, so Christus dich/erworben hat, welches dir viel besser ist, als dan ein irdisch Haus und Nest./s IOHAN CONRAD TÖTEMEYER VND CATARINA [MARGARETA] ELISABETH TÖTEM haben diß haus lassen erbauen durch [...] den 30 MAIO 1746".


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
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1573 (Viehschatzregister der Vogtei Falkenberg) Toedtmeyer zahlte 4 Taler und 12 Groschen für 6 Pferde, 2 Stuten, 8 Kühe, 4 Rinder, 13 Schweine.  
1573 (Viehschatzregister der Vogtei Falkenberg) Toedtmeyer zahlte 4 Taler und 12 Groschen für 6 Pferde, 2 Stuten, 8 Kühe, 4 Rinder, 13 Schweine.  


1590 Toithmeyger letztmalig erwähnt. Da er in den ab 1592 überlieferten Falkenberger Gogerichtsakten, welche auch Nachlasssachen dokumentieren, nicht mehr auftaucht, wird er zwischen 1590 und 1592 gestorben sein.<ref>Teutmeyer 2019, S. 14.</ref> Da Niehauß erst 1596 volljährig wurde, führte seine Mutter solange den Hof. In den Akten wird sie nur die „Tödtmeiersch“ bzw. die "Toidtmeyersche" genannt.<ref>Teutmeyer 2019, S. 15.</ref> Im Jahr 1600 hat sie eine Erbteilung verfügt, die sowohl in den Wrugeakten als auch in den Amtsprotokollen verzeichnet ist, unter Anneke Meiersche zum Tödthoff und ihre Tochter Anneken sowie den Bruder Niehaus.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, Amtsprotokolle Detmold 1596–1605, S. 458 f.</ref>
1590 Toithmeyger letztmalig erwähnt. Da er in den ab 1592 überlieferten Falkenberger Gogerichtsakten, welche auch Nachlasssachen dokumentieren, nicht mehr auftaucht, wird er zwischen 1590 und 1592 gestorben sein.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 14.</ref> Da Niehauß erst 1596 volljährig wurde, führte seine Mutter solange den Hof. In den Akten wird sie nur die „Tödtmeiersch“ bzw. die "Toidtmeyersche" genannt.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 15.</ref> Im Jahr 1600 hat sie eine Erbteilung verfügt, die sowohl in den Wrugeakten als auch in den Amtsprotokollen verzeichnet ist, unter Anneke Meiersche zum Tödthoff und ihre Tochter Anneken sowie den Bruder Niehaus.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, Amtsprotokolle Detmold 1596–1605, S. 458 f.</ref>


1601 wird Niehauß oder, wie er nun genannt ist, Huißmann vom Gogericht zu 10 Talern Strafe verurteilt, da er Beziehungen zu einer Magd seiner Mutter unterhalten hatte.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 15.</ref>
1601 wird Niehauß oder, wie er nun genannt ist, Huißmann vom Gogericht zu 10 Talern Strafe verurteilt, da er Beziehungen zu einer Magd seiner Mutter unterhalten hatte.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 15.</ref>
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Der 38jährige Anerbe Johan Conrad (geb. 11.10.1770), der den Hof nicht übernehmen wollte, starb am 25. Januar 1848 unverheiratet als Knecht auf dem Teuthof.
Der 38jährige Anerbe Johan Conrad (geb. 11.10.1770), der den Hof nicht übernehmen wollte, starb am 25. Januar 1848 unverheiratet als Knecht auf dem Teuthof.


Sein Bruder Johann Friedrich Eustachius heiratete am 20. November 1807 die eheliche Tochter des Großkötters Adolph Christian Kuhlmann aus Spork Nr. 5, Kathrine Friederike Elisabeth (24.2.1786–11.9.1853). Kuhlmann hatte sich und seine Familie vom Rittergut Braunenbruch am 12. Juli 1806 für 850 Taler losgekauft. Unterzeichnet ist der Freibrief von Philipp August Merkel und seiner Frau Luise geb. Hornhardt.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 72.</ref> Der am 31.10.1807 geschlossene Ehevertrag bestimmte:<ref>LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 166–168.</ref> "Johann Friedrich, des Johann Jürgen Tötemeyer kleinen Halbmeiers Nr. 4 zu Heiligenkirchen ehel. Sohn begibt sich in die Ehe mit Katrine Friederike Elisabeth des Adolph Christian Kuhlmanns leibfreien Großkötters Nr. 5 im Spork ehel. Tochter. Er ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen und muß er sich, da sie zu ihm kommt, aus herrschaftlichem Leibeigentum befreien. Er ist durch die den 24ten d. protokollierte Abtretung seines älteren Bruders zum Anerben bestimmt und hat dieser namens Johann Conrad sich heute nochmals erboten nach Eingang der Resolution hochfürstl. Vormundschaftl. Regierung die abdication für sich, seine Erben und Nachkommen gegen Erteilung der protokollierten Verbindlichkeiten eidlich zu bekunden. Die Braut bekommt aus Zusage ihres miterschienenen Vaters colons Kuhlmanns den vom Hofe gebührenden Brautschatz zu 50 Talern überdem noch an Gelde 150 Taler, 1 Pferd, ½ beschmiedeten Wagen, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 große 2 kleine Schweine, ½ Fuder Korn partim, Ehrenkleid und vollständigen Brautwagen ... Des Bräutigams Vater bezieht die Leibzucht." Sie brachte ihren Bruder Simon Henrich mit auf den Hof. Er hatte mit ihrer Schwägerin Sophie Henriette 1812 eine uneheliche Tochter, die am 4. Juni 1813 geborene Amalie Wilhelmine Henriette, die mit acht Jahren, am 22. Februar 1822 verstarb. Sophie Henriette hatte am 20.4.1817 den Maurer Johann Henrich Stemme (23.4.1793–13.10.1857) geheiratet, mit dem sie auf dem Hof [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Warweg Nr. 7]] wohnte.<ref>Teutmeyer 2019, S. 67</ref>.  
Sein Bruder Johann Friedrich Eustachius heiratete am 20. November 1807 die eheliche Tochter des Großkötters Adolph Christian Kuhlmann aus Spork Nr. 5, Kathrine Friederike Elisabeth (24.2.1786–11.9.1853). Kuhlmann hatte sich und seine Familie vom Rittergut Braunenbruch am 12. Juli 1806 für 850 Taler losgekauft. Unterzeichnet ist der Freibrief von Philipp August Merkel und seiner Frau Luise geb. Hornhardt.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 72.</ref> Der am 31.10.1807 geschlossene Ehevertrag bestimmte:<ref>LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 166–168.</ref> "Johann Friedrich, des Johann Jürgen Tötemeyer kleinen Halbmeiers Nr. 4 zu Heiligenkirchen ehel. Sohn begibt sich in die Ehe mit Katrine Friederike Elisabeth des Adolph Christian Kuhlmanns leibfreien Großkötters Nr. 5 im Spork ehel. Tochter. Er ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen und muß er sich, da sie zu ihm kommt, aus herrschaftlichem Leibeigentum befreien. Er ist durch die den 24ten d. protokollierte Abtretung seines älteren Bruders zum Anerben bestimmt und hat dieser namens Johann Conrad sich heute nochmals erboten nach Eingang der Resolution hochfürstl. Vormundschaftl. Regierung die abdication für sich, seine Erben und Nachkommen gegen Erteilung der protokollierten Verbindlichkeiten eidlich zu bekunden. Die Braut bekommt aus Zusage ihres miterschienenen Vaters colons Kuhlmanns den vom Hofe gebührenden Brautschatz zu 50 Talern überdem noch an Gelde 150 Taler, 1 Pferd, ½ beschmiedeten Wagen, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 große 2 kleine Schweine, ½ Fuder Korn partim, Ehrenkleid und vollständigen Brautwagen ... Des Bräutigams Vater bezieht die Leibzucht." Sie brachte ihren Bruder Simon Henrich mit auf den Hof. Er hatte mit ihrer Schwägerin Sophie Henriette 1812 eine uneheliche Tochter, die am 4. Juni 1813 geborene Amalie Wilhelmine Henriette, die mit acht Jahren, am 22. Februar 1822 verstarb. Sophie Henriette hatte am 20.4.1817 den Maurer Johann Henrich Stemme (23.4.1793–13.10.1857) geheiratet, mit dem sie auf dem Hof [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Warweg Nr. 7]] wohnte.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 67</ref>.  


1824 starb der Leibzüchter Johan Jürgen, Mittwochs Abends den 24. November im Alter von 84 Jahren. Unter Johan Friedrich Eustachius nahm der Hof wieder Aufschwung. Nach der Erinnerung seiner Enkelin Line Grote vom Hahnberg war er ein großer, wortkarger und strenger Mann mit brauner gestrickter Zipfelmütze.<ref>Teutmeyer 2019, S. 71.</ref> Elisabeths Bruder Simon Henrich bewohnte eine Kammer in der Scheune und versorgte die Immen des Hofes.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73.</ref> Er war, wie weiter oben bereits geschildert, der Vater des unehelichen Kindes der Henriette Tötemeier, die bis zu ihrer Hochzeit 1817 bei ihrem Vater in der Leibzucht lebte. Elisabeth und Johan Friedrich Eustachius hatten acht Kinder:  
1824 starb der Leibzüchter Johan Jürgen, Mittwochs Abends den 24. November im Alter von 84 Jahren. Unter Johan Friedrich Eustachius nahm der Hof wieder Aufschwung. Nach der Erinnerung seiner Enkelin Line Grote vom Hahnberg war er ein großer, wortkarger und strenger Mann mit brauner gestrickter Zipfelmütze.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 71.</ref> Elisabeths Bruder Simon Henrich bewohnte eine Kammer in der Scheune und versorgte die Immen des Hofes.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73.</ref> Er war, wie weiter oben bereits geschildert, der Vater des unehelichen Kindes der Henriette Tötemeier, die bis zu ihrer Hochzeit 1817 bei ihrem Vater in der Leibzucht lebte. Elisabeth und Johan Friedrich Eustachius hatten acht Kinder:  


* Als Erste wurde am 7. Januar 1809 Sophie Friederike Katharina Luise geboren. Sie heiratete auf den Plögerhof in Nienhagen.  
* Als Erste wurde am 7. Januar 1809 Sophie Friederike Katharina Luise geboren. Sie heiratete auf den Plögerhof in Nienhagen.  
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[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_Portrait.jpg|thumb|Johan Friedrich Konrad Teutmeyer im Alter von 81 Jahren, 1894, LLB]]
[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_Portrait.jpg|thumb|Johan Friedrich Konrad Teutmeyer im Alter von 81 Jahren, 1894, LLB]]
[[Datei:LZ_1900-03-03Teutmeier.jpg|thumb|Todesanzeige Friedrich Tötemeyer, Lippische Landes-Zeitung, 133. Jg. Nr. 53 (3. März 1900)]]


* Als nächster kam am 24. Februar 1813 der Anerbe Johan Friedrich Konrad zur Welt.  
* Als nächster kam am 24. Februar 1813 der Anerbe Johan Friedrich Konrad zur Welt.  
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* Friedrich Wilhelm August, geboren am 11. Februar 1818, lebte nur 5 Monate.  
* Friedrich Wilhelm August, geboren am 11. Februar 1818, lebte nur 5 Monate.  


* Der im darauffolgenden Jahr am 17. Juli geborene Johann Bartold Simon († 28.3.1908) Friedrich erhielt die "im Krümpel" zwischen Detmolder Straße und Berlebecke vom Hof Warweg abgeteilte Stätte, nachdem Wegemeister Simon Adolf Tötemeier dort weggezogen war, und heiratete am 11.9.1864 Wilhelmine Katharine Sophie Wahrweg (16.4.1838–16.5.1902), eheliche Tochter des Einliegers Simon Wahrweg zu Hiddesen, jetzt auf dem Wahrwege. Er starb am 28. März 1908. Sein am 8. April 1823 geborener Bruder Friedrich Heinrich Anton ging 1848 nach Amerika.<ref> [www.lippe-auswanderer.de].</ref> Er war mit der 1834 in Preußen geborenen Caroline ... verheiratet. Caroline und Anton Tötemeier (Toetmuir) siedelten bei Des Moines/Iowa und hatten neun Kinder, geb. 1857–1879.
* Der im darauffolgenden Jahr am 17. Juli geborene Johann Bartold Simon († 28.3.1908) Friedrich erhielt die "im Krümpel" zwischen Detmolder Straße und Berlebecke vom Hof Warweg abgeteilte Stätte, nachdem Wegemeister Simon Adolf Tötemeier dort weggezogen war, und heiratete am 11.9.1864 Wilhelmine Katharine Sophie Wahrweg (16.4.1838–16.5.1902), eheliche Tochter des Einliegers Simon Wahrweg zu Hiddesen, jetzt auf dem Wahrwege. Er starb am 28. März 1908. Sein am 8. April 1823 geborener Bruder Friedrich Heinrich Anton ging 1848 nach Amerika.<ref>http://www.lippe-auswanderer.de</ref> Er war mit der 1834 in Preußen geborenen Caroline ... verheiratet. Caroline und Anton Tötemeier (Toetmuir) siedelten bei Des Moines/Iowa und hatten neun Kinder, geb. 1857–1879.
   
   
* Als letzte kam am 6. Mai 1826 Elise Wilhelmine Luise zur Welt. Sie heiratete auf die Stätte Null Römer am Hahnberg.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73 f.</ref>
* Als letzte kam am 6. Mai 1826 Elise Wilhelmine Luise zur Welt. Sie heiratete auf die Stätte Null Römer am Hahnberg.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73 f.</ref>
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1901 listet das Adressbuch folgende Haushalte auf: Landwirt Friedrich Tötemeier; Maurer Simon Dierks; Bauerrichter Heinrich Ellerbrok; Tagelöhner Heinrich Hahn; Pächter Albrecht Hilker; Aufwärterin Sophie Kelle; Waschfrau Wilhelmine Siesenop; Witwe Elisabeth Stemme; Ziegler Johann Stücke.
1901 listet das Adressbuch folgende Haushalte auf: Landwirt Friedrich Tötemeier; Maurer Simon Dierks; Bauerrichter Heinrich Ellerbrok; Tagelöhner Heinrich Hahn; Pächter Albrecht Hilker; Aufwärterin Sophie Kelle; Waschfrau Wilhelmine Siesenop; Witwe Elisabeth Stemme; Ziegler Johann Stücke.


1917 heiratete der Sohn aus zweiter Ehe, Johann Friedrich Cornelius Valentin genannt Fritz, Martha Ihle, die Tochter des Buchhändlers Max Ihle. Als erstes Kind kam am 23. Dezember 1918 der Sohn Hans zur Welt. Am 9. Januar 1920 wurde die älteste Tochter Elisabeth Margarete (genannt Hete) geboren (verh. Kuhlmann, † 26. Mai 2018). Am 12. Mai 1923 folgte Eva († 14.2.1999) und am 19.4.1925 als vierte Ursula, die am 26. Juli 1947 Bernd Finne heiratete und am 4. Juni 2018 starb. Die Mutter Martha war am 27. August 1957, Vater Fritz am 8. März 1973 gestorben.<ref>Teutmeyer 2019, S. 80.</ref>
1917 heiratete der Sohn aus zweiter Ehe, Johann Friedrich Cornelius Valentin genannt Fritz, Martha Ihle, die Tochter des Buchhändlers Max Ihle. Als erstes Kind kam am 23. Dezember 1918 der Sohn Hans zur Welt. Am 9. Januar 1920 wurde die älteste Tochter Elisabeth Margarete (genannt Hete) geboren (verh. Kuhlmann, † 26. Mai 2018). Am 12. Mai 1923 folgte Eva († 14.2.1999) und am 19.4.1925 als vierte Ursula, die am 26. Juli 1947 Bernd Finne heiratete und am 4. Juni 2018 starb. Die Mutter Martha war am 27. August 1957, Vater Fritz am 8. März 1973 gestorben.<ref>{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 80.</ref>


1919 (Volkszählung) Landwirt Fritz Tötemeier mit Frau Martha, Sohn Hans[-Friedrich], Verwalter Paul Stein(s?), Kochlehrlinge Henny Hilgentähler und Luise Mönnig, Dienstmägde Anna Frese und Lotte Hohmeier, Knecht August Klöpper und Friedrich Mellies (?), Waldarbeiter August Günther mit Frau Elisabeth und den Söhnen August und Paul; Schäfer Witwer Heinrich Hahne (geb. 1833) mit Tochter Minna (geb. 1866); Tagelöhner Fritz Bzimke (?); Maurer Hermann Berkemeier mit Frau Karoline, den Söhnen Hermann und Konrad und der Tochter Hanna; Arbeiterin Sophie Kelle (ledig, geb. 1858); Arbeiter Julius Müller, Frau Gertrud, Töchter Marta, [… unleserlich] und Berta, Söhne Richard und Paul.
1919 (Volkszählung) Landwirt Fritz Tötemeier mit Frau Martha, Sohn Hans[-Friedrich], Verwalter Paul Stein(s?), Kochlehrlinge Henny Hilgentähler und Luise Mönnig, Dienstmägde Anna Frese und Lotte Hohmeier, Knecht August Klöpper und Friedrich Mellies (?), Waldarbeiter August Günther mit Frau Elisabeth und den Söhnen August und Paul; Schäfer Witwer Heinrich Hahne (geb. 1833) mit Tochter Minna (geb. 1866); Tagelöhner Fritz Bzimke (?); Maurer Hermann Berkemeier mit Frau Karoline, den Söhnen Hermann und Konrad und der Tochter Hanna; Arbeiterin Sophie Kelle (ledig, geb. 1858); Arbeiter Julius Müller, Frau Gertrud, Töchter Marta, [… unleserlich] und Berta, Söhne Richard und Paul.
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==Weblinks==
==Weblinks==


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https://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf[id]=https%3A%2F%2Fwww.lwl.org%2F325dig-download%2FLesesaal-Digitalisate%2FA_Archiv_LWL%2F846%2F846_1523%2Fmets.xml
https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_51f4f7a8-6d7b-48e7-b409-3600f018cbefACTAPRO


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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