Rampendal 63 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen

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}}Der Lippehof in Lemgo gehörte zu den Gebäuden des Hauses Lippe und existierte bereits 1365. Zwischen 1730 und 1734 wurde er neu gebaut. Heute gehört er unter der Adresse Rampendal 63 zu den Gebäuden den Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums. Früher wurde er ohne Hausnummer unter „Rampendahler Bauerschaft“ geführt.
An dieser Stelle bitte eine kurze Einführung einfügen, u.a. wann gegründet/erbaut, ehem. Haus-Nr.
 


==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:BALE-2-18 .jpg.jpg|mini|Der Lippehof um 1860, Lippische Landesbibliothek.]]
[[Datei:62 - Lippehof - 2020.jpg|mini|Der ehemalige Lippehof in Lemgo, 2020, Foto: Margit Lenniger]]
[[Datei:Balkon Lippehof.jpg|mini|Der Balkon über dem Eingangsportal des Lippehofes mit dem lippischen Wappen, 2024, Foto: Margit Lenniger]]
=== Der alte Lippehof===
Erste Spuren des Lippehofes weisen in das Jahr 1365 zurück.<ref>Linde, Roland: Lemgo in der Zeit der Hanse. Die Stadtgeschichte 1190-1617, Lemgo 2015, S. 114ff.</ref>
Der Stadthof gehörte zu den Besitzungen, damals so genannten „Residenzen“ des Hauses Lippe. Er wurde nach Gelegenheit von Mitgliedern der lippischen Familie genutzt, vor allem als Witwensitz.
Für das Jahr 1637 sind für den Lippehof eine Pforte (Pforthaus), Küche, Hauptgebäude, Audienzzimmer und ein Vorplatz dokumentiert. Später werden auch eine Kapelle, ein Gefängnis und Nebengebäude aufgeführt. Ende des 16. Jahrunderts waren die Gebäude ungenutzt und verfielen.<ref>Margit Lenniger: Graf Christoph Ludwig zur Lippe (1679-1747). Vom enfant terrible zum Mitregenten. Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. Bd. 99,S. 184f.</ref>
===Der spätere Lippehof===
Nachdem Ferdinand Christian, der zweite Sohn des regierenden Grafen Simon Henrich, sich den Lippehof als Wohnsitz ausgesucht hatte, wurden die alten Gebäude abgerissen und mit einem Neubau begonnen. Doch Ferdinand Christian verzog nach Ostpreußen, der Bau wurde abgebrochen und lag brach.
Im Jahr 1730 wurde seinem jüngeren Bruder [https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Ludwig_(Lippe)| Christoph Ludwig] der Lippehof zugesprochen. Er ließ notwendige Reparaturen vornehmen und setzte das Bauvorhaben seines älteren Bruders fort. Bis etwa 1734 wurden das Hauptgebäude und die beiden Flügelbauten fertiggestellt.<ref>Margit Lenniger: Graf Christoph Ludwig zur Lippe (1679-1747). Vom enfant terrible zum Mitregenten. Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. Bd. 99,S. 195.</ref> Sie sind heute – etwas verändert – noch erhalten.
Im Jahr 1872 zog das Lemgoer Gymnasium, das heutige [https://de.wikipedia.org/wiki/Engelbert-Kaempfer-Gymnasium| Engelbert-Kaempfer-Gymnasium], in die Gebäude des Lippehofes ein.
===Die Gartenanlagen===
Südliche des Hauptgebäudes entstand in den 1730er Jahren zwischen dem Rampendal und der Mittelstraße ein barocker Lustgarten, mit Bäumen, Beeten und einem Brunnen zentral vor der Eingangshalle des herrschaftlichen Gebäudes.
Nördlich legte man nach barockem Vorbild einen Blumengarten an, dessen symmetrische Gestaltung sich jedoch nicht ganz verwirklichen ließ. Dieser nördliche Garten blieb bis 1902 bestehen und wurde inzwischen von der Stadt Lemgo als so genannter Lippegarten in vereinfachter Form rekonstruiert.<ref>Margit Lenniger: Graf Christoph Ludwig zur Lippe (1679-1747). Vom enfant terrible zum Mitregenten. Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. Bd. 99,S. 213ff.</ref>


==Gebäude==
==Gebäude==
===Herrenhaus===
===Flügel===
===Orangeriegebäude===
===Vorwerk===
==Inschriften==
Initialen am Balkon:


==Inschriften==
recht: ML (Marie Leopoldine)


links: SA (Simon August)
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
 
==Literatur==
==Literatur==
*Gaul, Otto / Korn, Ulf-Dietrich (Bearb.): Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen Bd. 49/1: Stadt Lemgo, Münster 1983
*{{LennigerGraf2024}}


==Quellen==
==Quellen==
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{{Hausstättenkategorien}}
{{Hausstättenkategorien}}
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Baudenkmal in Lemgo]]
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