Heidentalstraße 81/83 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen
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Heidentalstraße 81/83 (Hiddesen) (Quelltext anzeigen)
Version vom 8. Dezember 2025, 16:13 Uhr
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
1692 als Ziegelei im Heidental gegründetes Kolonat. | 1692 als Ziegelei im Heidental gegründetes Kolonat. | ||
1772 befand Archivrat Knoch zur Besteuerung der Stätte: "Ziegeloffen im Heydenthal bey Hitzen betr. / In dem Heydenthal bey Hitzen ist ein Ziegeloffen, mit Hauß Hoff und 4 ½ Sch[effel]. Güther, welchen Hofmeister in Meyerstatt im Besitz hat von seinen Voreltern ex propriis erbaut, bißhero contributions-frey geweßen, und davon jährlich wegen des Ziegel-Brennens 40 rt [Reichstaler] an gnäd. Herrschafft jährlich entrichtet. – Wie die Anlage ausweist. Weilen nun von alten Zeiten her pro regula ein für allemal richtig und festgesetzt, daß alle Meyerstättische Güther, sie gehören wem sie wollen, für contribuabel geachtet werden sollen. Allein da dieser Herrschaftl. hohe Canon den Anschlag der Contribution gäntzlich erschwert und verhindert und der pro regula gesetzte abzug ad ¼ auch alle Contribution absorbiert, So halte dafür daß man diese Stette entweder übersehen, oder aber nur zur Unterhaltung der Meyerstättischen Contribuablen Rechts nur mit 1 d in Simplo belegen könne. Eins von beyden muß determino erst werden, worüber also weitere Vorhaltung mit erbitte. Detmold d 17t. Nov. 1772 Knoch."<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 36: Salbuch, Bl. 161.</ref> | |||
1849 wurde ein Wohnhaus in das Salbuch eingetragen: Die Tötemeier’sche Ziegelei, Wohnhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827.</ref> | 1849 wurde ein Wohnhaus in das Salbuch eingetragen: Die Tötemeier’sche Ziegelei, Wohnhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827.</ref> | ||
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Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, Giebeldreieck oberhalb des Kehlbalkens senkrecht verbrettert. Nach Osten rechtwinklig anschließend gemauerter Anbau (1872) mit größeren Geschosshöhen bei gleicher Firsthöhe, in der Giebelseite 5 Fensterachsen, im Giebeldreieck 3 rundbogige Zwillingsfenster, darüber Okulus, Satteldach. Eingang traufseitig im Winkel zum Fachwerkhaus. Südlich Holzschuppen und der Kotten [[Heidentalstraße 85 (Hiddesen)|Heidentalstraße 85]]. | Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, Giebeldreieck oberhalb des Kehlbalkens senkrecht verbrettert. Nach Osten rechtwinklig anschließend gemauerter Anbau (1872) mit größeren Geschosshöhen bei gleicher Firsthöhe, in der Giebelseite 5 Fensterachsen, im Giebeldreieck 3 rundbogige Zwillingsfenster, darüber Okulus, Satteldach. Eingang traufseitig im Winkel zum Fachwerkhaus. Südlich Holzschuppen und der Kotten [[Heidentalstraße 85 (Hiddesen)|Heidentalstraße 85]]. | ||
Ansichten, Grundrisse und Schnitte.<ref>LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 10711.</ref> | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
LAV NRW OWL, L 17 / Vogtei Detmold, Nr. 84: Kolonatssachen zu Hiddesen, Band 2 (Lessmann - Wegener), 1559-1771, enthält u. a. Ziegelei (Mellies, Tötemeyer), 1728, 1771. | |||
LAV NRW OWL, L 92 A / Lippische Rentkammer - Allgemeine Kammersachen, Nr. 4000: Vererbpachtung des Ziegelofens im Heidental bei Hiddesen - Band 1, 1712-1729, 1752-1784, 1803-1856, 1869-1871, enthält auch Karte vom Hofraum des Tötemeierschen Kolonats im Heidental, 1823. | |||
LAV NRW OWL, L 92 A / Lippische Rentkammer - Allgemeine Kammersachen, Nr. 4001: Vererbpachtung des Ziegelofens im Heidental bei Hiddesen - Band 2, 1871-1873, enthält auch eine Karte über das Tötemeiersche Kolonat, Hiddesen Nr. 84 (# 12) und einen Grundriss des Ziegelofens, ebd. | |||
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 15 Nr. 11: Ziegelofen auf dem Kolonat Tödtemeier Nr. 84 zu Hiddesen, 1871-1873. | |||
LAV NRW OWL, L 92 A / Lippische Rentkammer - Allgemeine Kammersachen, Nr. 3995: Herrschaftliche Ziegelöfen in Hiddesen (im Heidental und im Hiddeser Bruch), Allgemeines, 1750, 1765-1774. | |||
LAV NRW OWL, L 92 T 1 / Lippische Rentkammer - Kolonate, Nr. 129: Errichtung eines Kottens auf der Stätte des Revierförsters Pählig (Hiddesen Nr. 28) im Heidental und dessen Verkauf an den Ziegelmeister Tötemeier (später Gestütswärter Tötemeier), 1810-1828. | |||
LAV NRW OWL, L 97 A Hiddesen / Forstamt Hiddesen/Oberförsterei Lopshorn, Nr. 106: Wohn- und Leibzuchthaus mit zugehörigen Berechtigungen auf dem Kolonat Nr. 84 zu Heidental, 1872-1875. | |||
LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VI: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 6, 1851-1864, 130. | LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VI: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 6, 1851-1864, 130. | ||
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{{Koordinaten}} | {{Koordinaten}} | ||
{{Hausstättenkategorien}} | {{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Ziegelei]] | ||