Hauptstraße 45 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 28 in Heiden.


==Geschichte==
==Geschichte==

Aktuelle Version vom 20. Januar 2026, 21:56 Uhr

Hauptstraße 45 (Heiden)
OrtsteilHeiden
StraßeHauptstraße (Heiden)
Hausnummer45
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHeiden
Straße./.
Hausnummer028

Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 28 in Heiden.

Geschichte

Die Hausstätte Hauptstraße 45 / (bis 1970) Hauptstraße 21 / Heiden Nr. 28 liegt östlich der Hauptstraße. Die nördliche Grundstücksgrenze zeigt noch den alten Grenzverlauf zu dem ehemaligen Weg, der hier von der Hauptstraße nach Osten abzweigte und eine östliche Umgehung des Ortskernes von Heiden in Richtung Lemgo ermöglichte. Dieser Weg besteht nicht mehr, er ist in den Katasterplänen von 1883 und 1919 verzeichnet.

Gebäude

Die Katasterpläne von 1883 und 1919 weisen auch aus, dass auf dem Grundstück nahe zur Straße ein großes Gebäude bestand. Diese Gebäude Heiden Nr. 28, das auf einem alten Foto zu sehen ist, war ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach, es stand giebelständig zur Straße und hatte an der rechten Seite einen ebenfalls zweigeschossigen Vorbau. Die Bewohner des Hauses stehen vor dem Eingang. Das Foto zeigt auch, das in dem Gebäude ein Lebensmittelladen bestand.

1924 erwarb Wilhelm Pott sen. das Grundstück. Der Sohn des Eigentümers, Wilhelm Pott jun., der 1937 das Grundstück übernahm, hatte hier ab 1931 einen Gewerbebetrieb aufgebaut, zuerst zum Handel mit Häuten, Leder und später mit Kohlen, Kartoffeln und Lebensmitteln, wie sich aus einer persönlichen Geschäftschronik von Wilhelm Pott ergibt. (Sammlung des Heimatverein Heiden)

1937 wurde das Fachwerkhaus abgebrochen und ein neues Gebäude, zweigeschossig mit Walmdach im typischen Stil der 1930-Jahre errichtet.

Hauptstr 45, Heiden, Foto Privat, ca. 1910
Hauptstr. 45, Foto Privat ,1937

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1881 wird der jüdische Händler Goldstein als Eigentümer genannt. „Die Juden in Heiden zählten 1864: 34 Personen. Seit der Zeit ist ihre Zahl rückläufig (1895: 4 Personen)“ [1] . Frau Goldstein ist 1901 eine der letzten in Heiden lebenden Personen jüdischen Glaubens. Wann sie das Dorf Heiden verlassen hat, ist nicht bekannt.

1901[2] Goldstein, Frederike, Frl., Kaufmann

1926[3] Pott, Wilhelm, Ziegler

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar, Seite 170 u. 171
  2. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat S.258
  3. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat S.732

Autor*innen

Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 20.01.2026 von Lothar Kaup

Letzte Änderung am: 20.01.2026 von Lothar Kaup