Niedernkamp 44 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen von einem anderen Benutzer werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
|Straße={{AutoStraße}} | |Straße={{AutoStraße}} | ||
|Hausnummer={{AutoHausnummer}} | |Hausnummer={{AutoHausnummer}} | ||
|Koordinaten=51.97924, 8.84421 | |||
|Adressbuch1901=Ja | |||
|Ortsteil1901=Heiden | |||
|Straße1901=./. | |||
|Hausnummer1901=005 | |||
}}Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 5 in Heiden. | }}Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 5 in Heiden. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Gebäude Niedernkamp 44 hatte für das Dorf Heiden eine besondere Bedeutung. In dem östlichen Gebäudeteil, der einen eigenen Zugang mit Stichweg zur Hauptstraße hatte, befand sich | Brüning, 1781 ein großer Halbmeyer, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=48&cHash=62ebd24dee7f484e9f8482148a61fd45 Digitalisat].</ref> | ||
Brüning, 1829 ein großer Halbmeier, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=68&cHash=9e7d3c15899e53380a9c7a28356c2448 Digitalisat].</ref> | |||
Das Gebäude Niedernkamp 44 hatte für das Dorf Heiden eine besondere Bedeutung. In dem östlichen Gebäudeteil, der einen eigenen Zugang mit Stichweg zur Hauptstraße hatte, befand sich seit ca. 1937 ein Kindergarten, der nach 1945 von der ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden übernommen wurde. Dieser Kindergarten mit nur einem Gruppenraum wurde bis 1973, bis zum Neubau des Kindergartens auf dem Gelände des Pfarrhofes, genutzt. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt im unteren Dorf von Heiden, nahe dem | [[Datei: Niedernkamp 44.jpg | thumb | Niedernkamp 44, Abbruch in 2024, Foto 2010, L. Kaup]] | ||
Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt im unteren Dorf von Heiden, nahe dem Oetternbach. Die niedrige Kolonats-Nr. 5 weist die Hofstelle als einen der frühen Siedlungsplätze im Dorf Heiden aus. | |||
Das Wohnhaus Niedernkamp 44 wurde im Jahre 2024 abgebrochen. Es war ein großes Gebäude, ehemals in Fachwerkkonstruktion, bei dem die Außenwände in den 1950-er Jahren durch massive Wände mit Außenputz ersetzt worden waren. Das mit mit Dachziegeln gedeckte Satteldach hatte auf der Nordseite einen Quergiebel, darunter befand sich der Eingang und das Deelentor. | Das Wohnhaus Niedernkamp 44 wurde im Jahre 2024 abgebrochen. Es war ein großes Gebäude, ehemals in Fachwerkkonstruktion, bei dem die Außenwände in den 1950-er Jahren durch massive Wände mit Außenputz ersetzt worden waren. Das mit mit Dachziegeln gedeckte Satteldach hatte auf der Nordseite einen Quergiebel, darunter befand sich der Eingang und das Deelentor. | ||
Besitzt 1781 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=48&cHash=62ebd24dee7f484e9f8482148a61fd45 Digitalisat].</ref> | |||
Besitzt 1829 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=68&cHash=9e7d3c15899e53380a9c7a28356c2448 Digitalisat].</ref> | |||
Besitzt 1855 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=26&cHash=dbcc009db939885480f5d1602ffbd52f Digitalisat].</ref> | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
1781 Brüning. <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=48&cHash=62ebd24dee7f484e9f8482148a61fd45 Digitalisat].</ref> | |||
1829 Brüning.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=68&cHash=9e7d3c15899e53380a9c7a28356c2448 Digitalisat].</ref> | |||
1855 Brüning.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=26&cHash=dbcc009db939885480f5d1602ffbd52f Digitalisat].</ref> | |||
1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref> Wrampe, Heinrich, Steuererheber; Kropp, Philipp, Ziegler | 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref> Wrampe, Heinrich, Steuererheber; Kropp, Philipp, Ziegler | ||
Im Adresssbuch von 1901 wird für Heiden (S.257) Heinrich Wrampe als Bauerrichter genannt. | |||
1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref> Stölting, Hermann, Fabrikarbeiter; Fischer, Emilie, Witwe | 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref> Stölting, Hermann, Fabrikarbeiter; Fischer, Emilie, Witwe | ||
| Zeile 30: | Zeile 56: | ||
==Autor*innen== | ==Autor*innen== | ||
{{PAGEAUTHORS}} | {{PAGEAUTHORS}} | ||
| Zeile 37: | Zeile 62: | ||
{{Koordinaten}} | {{Koordinaten}} | ||
{{Hausstättenkategorien}} | {{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Halbmeyer]] | ||
Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 14:47 Uhr
| Niedernkamp 44 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Niedernkamp (Heiden) |
| Hausnummer | 44 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Straße | ./. |
| Hausnummer | 005 |
Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 5 in Heiden.
Geschichte
Brüning, 1781 ein großer Halbmeyer, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.[1]
Brüning, 1829 ein großer Halbmeier, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.[2]
Das Gebäude Niedernkamp 44 hatte für das Dorf Heiden eine besondere Bedeutung. In dem östlichen Gebäudeteil, der einen eigenen Zugang mit Stichweg zur Hauptstraße hatte, befand sich seit ca. 1937 ein Kindergarten, der nach 1945 von der ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden übernommen wurde. Dieser Kindergarten mit nur einem Gruppenraum wurde bis 1973, bis zum Neubau des Kindergartens auf dem Gelände des Pfarrhofes, genutzt.
Gebäude

Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt im unteren Dorf von Heiden, nahe dem Oetternbach. Die niedrige Kolonats-Nr. 5 weist die Hofstelle als einen der frühen Siedlungsplätze im Dorf Heiden aus. Das Wohnhaus Niedernkamp 44 wurde im Jahre 2024 abgebrochen. Es war ein großes Gebäude, ehemals in Fachwerkkonstruktion, bei dem die Außenwände in den 1950-er Jahren durch massive Wände mit Außenputz ersetzt worden waren. Das mit mit Dachziegeln gedeckte Satteldach hatte auf der Nordseite einen Quergiebel, darunter befand sich der Eingang und das Deelentor.
Besitzt 1781 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.[3]
Besitzt 1829 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.[4]
Besitzt 1855 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht.[5]
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1781 Brüning. [6]
1829 Brüning.[7]
1855 Brüning.[8]
1901[9] Wrampe, Heinrich, Steuererheber; Kropp, Philipp, Ziegler
Im Adresssbuch von 1901 wird für Heiden (S.257) Heinrich Wrampe als Bauerrichter genannt.
1926[10] Stölting, Hermann, Fabrikarbeiter; Fischer, Emilie, Witwe
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat
Autor*innen
Joachim Kleinmanns, Lothar Kaup
Seitenhistorie
Seite erstellt am 17.12.2025 von Lothar Kaup
Letzte Änderung am: 16.02.2026 von Joachim Kleinmanns