Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 19:10 Uhr
| Teutoburger-Wald-Straße 8 (Hörste) | |
|---|---|
| Ortsteil | Hörste |
| Straße | Teutoburger-Wald-Straße (Hörste) |
| Hausnummer | 8 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Hörste |
| Hausnummer | 021 |
1781 als Straßenkötter bezeichnete Stätte Henrich Riesenberg (oder Grothof), Hörste Nr. 21 - wird 1869 - 1871 durch Teilung und Verkauf zur Stätte Wendt, später Wiemann.

Zur Orientierung: Unter dem wohl typisch Hörster Namen Riesenberg[1] sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:
a) Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)
b) Straßenkötter Riesenberg oder Grothof, später Wendt, Nr. 21 (gegründet vor 1590)
c) Neuwohner Riesenberg Nr. 76 („hinterm Loh“, gegründet 1879)
d) Riesenberg, W., Ziegelmeister Nr. 95 („auf dem Kreuze“, erbaut 1897)
Darüber hinaus kommt ziemlich früh eine Stätte Riesenberg in Pivitsheide VL hinzu.
Geschichte
Neben der älteren Hpl.-Stätte Risenbruch (Riesenberg Nr. 16) wird im Hörster Landschatzregister von 1590 erstmals eine weitere Stätte Hencke Risenbruch (Riesenberg Nr. 21) genannt. Erstere wird mit 1 Ort (= ¼ Taler) veranlagt, letztere muss nur 2 ½ Gr(oschen) zahlen, ist also kleiner bzw. einkommensschwächer.
Auch im Salbuch von 1617 werden beide Hörster Stätten - jetzt als Rißenbergk (Nr. 16) und Johan Rißenbergk (Nr. 21) bezeichnet - aufgeführt. Erstere, jetzt gräflich lippisch, aber ehemals ein Kotten des Meiers zu Stapelage, muss weiterhin den Weinkauf an diesen entrichten, letztere den geringeren Landschatz zahlen.
Im Salbuch von etwa 1640 heißen von den nur zwei Dutzend Höfen/Stätten in Hörste zwei exakt gleich - „Henrich Riesenbergh“. Hier wird aber der Besitz der Stätten näher aufgeschlüsselt: Der erste Riesenberg hat nichts, nur ein Hauß (Nr. 21); der zweite verfügt über 1 Stück Landt zu 1 ½ schll Roggen, 1 Garten und 1 Hauß (Nr. 16).[2]
1645 wird deutlich, wovon die Stätte/Familie Riesenberg (Nr. 21) lebt: R. , der gn. Herrschaft eigen, hatt 3 Kinder, (hat) an Gelde ausstehen in Lande so er besamet 208 thlr., (ist) ein Daglohner.[3] Ähnlich ist die Situation auch noch 1683.[4]
Der 1683 auf der Stätte wirtschaftende Kötter Berend Riesenberg ist lange verstorben, als 1708 Hermann Rosenbaum, Sohn eines Schmiedes aus Lage (und offenbar auch selbst Schmied), seine Tochter, die Anerbin Catrina Riesenberg, heiratet und auf die Stätte kommt. Mit ihm beginnt eine 150 Jahre währende Tradition der Straßenkötterstätte Nr. 21 als Hörstes Dorfschmiede.[5]
Etwa um diese Zeit kommt es zu einem merkwürdigen Wandel des Stätte- und auch Besitzernamens. Wie oben angedeutet, sind gleiche Namen bisweilen eher problematisch, denn Namen dienen der Unterscheidbarkeit von Dingen oder auch Menschen. Die Hörster Stätte mit der späteren Nr. 21 wird ab dem frühen 18. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert zwar amtlich weiterhin häufig als „Henrich Riesenberg“ (in Abgrenzung zu „Riesenberg“ - Nr. 16) bezeichnet. Vereinzelt findet sich „Grautehoff oder Henrich Riesenberg“ (z. B. im Salbuch von 1752/53), dann zunehmend Großhof, später i. d. R. Grothof. So werden auch die Besitzer in Kirchenbuch, Gogerichtsregistern etc. genannt. Unklar bleibt, wie gerade dieser Beiname für eine Stätte, die alles andere als groß war, zustande gekommen ist.
Der 1708 eingeheiratete Hermann Rosenbaum kommt 1722 durch einen Unfall ums Leben - GoG Hörste 1722: Heinrich Riesenberg Stratenkötter Illstrmo eigen elendig unter einem Baum zu Todte gequetschet; hat nachgelaßen eine Kuh und die täglichen Kleÿder.[6] Kirchenbuch Stapelage 1722: den 29ten Julÿ Grotehoff begraben, alt 30 Jahre. Seine Ehefrau wird 1751 als Anna Cathrine Großhof, weil. Hermann Henrich Rosenbaums aus Hörste Witwe, 71 Jahre beerdigt. 1725/26 tritt ein anderer Rosenbaum in Erscheinung: Berend Rosenbaum, Einlieger, freÿ, hat eine Frau genohmmen, welche auch wieder gestorben, hat auch zu früh beÿ geschlaffen.[7] Dieser Berend Rosenbaum heiratet als junger Witwer Ende 1726 eine Frau aus Lage, die zu ihm nach Hörste zieht und 50 Taler Brautschatz mitbringt.[8] Im September 1727 haben der junge Schmidt in Hörste Berend Rosenbaum und seine Hausfrau eine Tochter taufen laßen, die 1742 als Anna Catharina Elisabeth Rosenbaum konfirmiert wird. (Kirchenb. Sta.) Eine weitere Tochter wird 1729 geboren; 1730 wird der Schmied Berend Rosenbaum als (gut verdienender) Einlieger im Einlieger-Verzeichnis Hörste geführt und muss einen Taler Einliegergeld zahlen.[9]
Im Frühjahr 1732 heiratet der Anerbe Cord Berend Grothof in Hörste Anne Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen; sie kommt zu ihm und bringt 40 Taler mit. Sein Beruf geht aus dem Kirchenbuch hervor: (Im März 1737) haben Cordt Berend Grotehoff, der zeitige Schmidt in Hörste, und deßen Ehefrau . . . ein Töchterlein taufen laßen.


Vor dem übernächsten Generationswechsel findet im Herbst 1797 ein Amtstermin in Detmold statt: [10] Es hat sich ergeben, daß der Vater diese Stätte mit Bewilligung seines Anerben und 24-jährigen Sohns Jobst Herman an besagte seine Tochter und deren Bräutigam übergeben wolle, weil sein Sohn das auf der Stette immer getriebene Schmiedehandwerk nicht erlernt habe, und die Hörster Meÿers eine Schmiede gern an der Hand behallten wollten. . . . So geht es noch mehrere Generationen weiter, bis Ende 1857 in zweiter Ehe August Büker aus Hörste einheiratet, der kein Schmied ist, sondern dem damaligen Allerweltsberuf Ziegler nachgeht.
Der 1797 eingeheiratete Adolph Wind aus dem Kirchspiel Oerlinghausen mag ein guter Schmied gewesen sein; seine Bilanz als Haushälter und Geschäftsmann ist 27 Jahre später eindeutig negativ. Die Acte das Schuldenwesen des Straßenkötters Grothoff Nr. 21 in Hörste betr.[11] enthält einen öffentlichen Aufruf von Ende 1824, Forderungen gegen die Stätte Nr. 21 an der Amtsstube vorzubringen und zu belegen. Dutzende Positionen, die sich auf mehr als 700 Taler summieren, kommen zusammen. Ein Teil der Gläubiger akzeptiert einen Teilerlass ihrer Forderungen bei umgehender Zahlung der Restsumme. So kann der Sohn des Schuldners die Stätte mit etwas reduzierter Schuldenlast übernehmen.
Auf diese Weise kommt man auf der Stätte noch einige Jahrzehnte irgendwie zurecht. Anfang 1869 kann der zwölf Jahre zuvor eingeheiratete Colon August Büker den Konkurs jedoch nicht mehr abwenden.[12] Das Inventar und die Immobilien der Stätte Nr. 21, bestehend aus 1) Wohnhaus, 2) Schmiede Leibzucht, 3) 5 Metzen Garten und 4) 36 – 40 Schfls. Ackerland und Senne, werden gegen Höchstgebot zwangsverkauft. Salomon Paradies, Kaufmann in Lage und häufiger in Immobiliengeschäften aktiv, erwirbt die Stätte und veräußert sie nach Aufteilung bald weiter.
Der Besitzer der Grothoffschen Stätte Nr. 21 zu Hörste, Kaufmann Sal. I. Paradies hiers. erschien heute (14. Juli 1869) mit der Ehefrau des im Auslande befindlichen Colon Elkenkamp Nr. 60 zu Hörste . . . und verkauft den Garten und ein Stück Ackerland an Elkenkamp.[13] Etwa zur gleichen Zeit beantragt Paradies die Genehmigung zur Errichtung eines Kottens auf Flächen vor dem Ehberg, die der Stätte Nr. 21 bei der letzten Hörster Gemeinheitsteilung um 1860 zugefallen waren. Dieser Kotten auf 15 Schfls. (ca. 2,5 ha) Fläche wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 68 und 1874 von Paradies an Ziegelmeister August Klarholz aus Müssen verkauft.[14] Die restliche Stätte Nr. 21, bestehend aus 1) Hofraum, 2) Wohnhaus mit der Schmiede, 3) Garten beim Hause, 4) 4 Schfls. Land a. d. Hörsterbruche, hat Paradies bereits 1871 an den Einlieger Töns Wendt veräußert.[15]
Gebäude

Im Salbuch um 1640 verfügt die Stätte über nichts alß ein Klein Hauß, auch 1683 wird zu Berend Riesenberg vermerkt: nur ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häusgen und kein Garten noch eig. Land. 1752/53 wird präzisiert: an Gebäuden 1) das Wohnhaus, 2) das Backhaus und Schmiede. Im Salbuch 1781 wird zu diesem Bestand nachträglich „Leibzucht“ hinzugefügt.
Für den Konkursverkauf der Stätte 1869 wird ein Inventar erstellt, das mit den Immobilien beginnt: 1) Wohnhaus, 2) Schmiede Leibzucht, 3) . . . , was sich in dieser Form als zur Leibzucht umgebauten/umgenutzten Schmiede deuten lässt. Ende 1871 bezeichnet Hörstes Dorfvorsteher Brockmann die Bebauung der Stätte allerdings noch als „das Wohnhaus mit der Schmiede“.[16] 1882 wird die Leibzucht (erneut) umgebaut/verbessert und dabei amtlicherseits auch beschrieben: massiv mit Brettergiebel, Ziegeldach; 2 beheizbare Stuben, 2 Kammern, 1 Keller.[17]
Diese alte, umgebaute und instand gesetzte Bebauung bleibt vermutlich erhalten, bis Maurermeister Adolf Wiemann die Stätte 1930 übernimmt und das gegenwärtige Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 errichten lässt.
Inschriften
Das Haus Teutoburger-Wald-Straße 8 trägt als Inschrift zwischen Ornamenten sein Baujahr 1930.
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Frühe Nachrichten zu Besitzern und Bewohnern der Stätte:
1609 Johan Riesenberg (Mann, Frau, 1 Kleinkind) arm (Volkszählung) Leibzüchtersche lebt von Almosen
1617 Johan Riesenbergk, Hoppenplocker, m. gn. Herrn Eÿgen . . . (Salbuch)
1633 Johan Riesenberges fraue verstorben, ist eine Hoppenplockerstede; Nachlas 1 Kuh, Keßell vor 4 Mas, Kollpott von 5 Mas, Bette mitt ??? Zubeÿhörung; Lade und Kasten haben die Kriegers entzweÿ geschlagen, darzu ihre dechlichen Kleider (Erbteilung)[18]
1635/36 Johan Risenberg verstorben, ist ein Hoppenplöcker, Nachlaß 20 thlr bei Obermejer, bei Huneken 10 thlr, darzu die täglichen Kleider (Erbteilung)[19]
1638/39 Henrich Risenberg befrejet sich an Stinken Huneken, ist ein Hoppenplockerstet, bringtt darbei – 8 thlr (Weinkauf)[20]
1640 (um) Henrich Riesenbergh, Hoppenplocker, der gn. Herrschaft Eigen, . . . , (Besitz:) nichts, nur ein Hauß (Salbuch)[21]
1645 (um) Riesenberg, Hpl., hatt Kinder --- 3, an gelde ausstehen in lande so er besamet – 208 thlr; ist schuldig -- 12 thlr, ein daglohner (Zustand der Höfe/Salbuch)[22]
1648 Henrich Riesenberg, Kötter, deßen Frauwe, 3 Kinder unter 10 Jahren alt (Volkszählung)[23]
1656 Henning Riesenbergk, ein Hoppenpflücker hatt (3 Söhne, 3 Töchter)
1) Cort – beÿ dem Meÿer zu Stapelage 17 Jahr
2) Heinrich – beÿ dem Weike 14 Jahr
3) Bernhart von 5 Jahren
1) Trinecke von 10 Jahren
2) Elisabetha von 9 Jahren
3) Anna Maria von 7 Jahren '' (Verz. der eig.behör. Kinder)[24]
1676/77 Henrich Rießenbergh ein Stratenkötter ist gestorben, hat hinterlaßen 1 Kuh, 1 Kalb, 1 Keßel, 1 Pott, 50 thlr beim M. z. Stapelage, Hilbern undt Brinkmann (Erbteilung)[25]
1683 Berend Rießenberg ist ein klein Brinksitzer, hatt nur ein Häußgen und keinen Garten noch eig. Land, 2 Kühe, 1 Rind; hatt vom M. zu Stap. zu 4 Sch.Saat zu 70 thlr. . . . , von Brink einen Garten vor 25 thlr. so ihm nicht allein, sondern seinen 2 Brüdern mit gehört . . . bei Weßel uff der Breidenheide Brautschatz 27 thlr., muß dajegen seine beiden Geschwister mit 40 thlr. zusahmen abfinden . . . (Salbuch)[26]
1691/92 Berend Riesenberg Kleinkötter Illstrmo Eigen verstorben, nach gelaßen 1 Kuh und tägliche Kleider (Erbteilung)[27]
1707/08 Herm Rosenbaum Illsmo Eÿgen muß Riesenbergs kleine Kottstätte beweinkauffen (Weinkauf)[28]
1708 Hermann Rosenbaum hat ante Copulationem zu früh beÿ geschlaffen (GoG)[29]
1708 Berndt Riesenberg hat(te) Kinder (Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)[30]
1. Catrina, so die Stette geerbet, hat zum Man des Schmiedes Rosenbaums Sohn aus der Lage, so freÿ, ist in Illstrmi Eigenthums getreten.
2. Evert ledig
3. Herman ein Musquetier
Damit stellen sich die frühen Generationen auf der Stätte Nr. 21 wie folgt dar:
ca. 1605 – 1635/36 Johann Riesenberg, † 1635/35, ∞ vor 1610 NN († 1633)
Kinder:
• NN, * vor 1609
• weitere ? , (* nach 1609)
1638/39 – 1676/77 Henrich Riesenberg (ca. 1610 – 1676/77), ∞ 1638/39 Stinken (Christine) Hunke aus Hörste
Kinder:
• Cord, * 1639
• Heinrich, * 1642
• Trineke, * 1646
• Elisabeth, * 1647, ∞ um 1678 Hermann Weeke, Anerbe der Stätte Hörste Nr. 26, wird Weekesche, † 1715
• Anna Maria, * 1649
• Bernhart, * 1651, Anerbe
um 1677 – 1691/92 Berend (= Bernhart) Riesenberg (1651 – 1691/92), ∞ um 1677 NN
Kinder:
• Anna Catrina, * 1677, Anerbin
• Johann Evert, * 1679, ∞ nach 1707, Einl. in Hörste, † 1750
• Hermann, * um 1684, 1708 Soldat, 2 uneheliche Kinder, * 1716 u. 1719
1707/08 – 1722 Hermann Henrich Rosenbaum, Sohn des Schmiedes Ros. in Lage, ∞ 1707/08 in Hörste Anna Catrina Riesenberg (um 1678 - 1751), Anerbin Ries.; H. Rosenbaum wird StK Riesenberg in Hörste
Kinder:
• Cord Berend, * 1708, Anerbe
• Anna Maria Elisabeth, * 1715, unehelicher Sohn (* 1743), † 1754 [31]
• Johann Jobst, * 1717, ∞ 1743, wird Interimswirt Riesenberg Nr. 16, † 1771
(1725 – 1732 Schmiede vermutlich betrieben von Berend Rosenbaum, Schmied aus Lage und Einl. in Hörste)
1732 – 1768 Cord Berend Grothof (1708 – 1769), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1732 Anna Elisabeth Mensendiek aus Kachtenhausen (1706 – 1766), ∞ (II) 1767 Anna Maria Voss (1704 – 1785) aus Wellentrup, zuvor verwitwete Brink von Hörste Nr. 8
Kinder:
• NNw, * 1733, † 1741
• Henrich Christoph, * 1734, ∞ 1760, wird StK Kirchhof, Hörste Nr. 25, † 1807
• Anna Margaretha Elisabeth, * 1737, † 1739
• Anna Maria Elisabeth, * 1739, † 1742
• Johann Ernst Christoph, * 1742, Anerbe
1768 – 1797 Johann Ernst Christoph Grothof (1742 – 1803), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ 1768 Anna Margarethe Ilsabein Mölling (1742 – 1796) von der Pivitsheide
Kinder:
• Anna Margaretha Ilsabein, * 1770, wird Anerbin
• Johann Jost Herm, * 1772, eigentlicher Anerbe, 1797 abgefunden, da nicht Schmied, wird Einl. in Hörste, ∞ (I) 1805 Anne Cathr. Ilsab. Büker (1773 - 1815) aus Mackenbruch, ∞ (II) 1815 Hanne Wilhelmine Büker (1787 – 1825) aus Mackenbruch, † 1828
• Berend Henrich, * 1776, ∞ 1804 Anne Marie Westerheide aus Währentrup
• Anna Amalie Elisabeth, * 1778, „obiit“
• Anne Marie Elisabeth, * 1780, † 1807
• Amalia Ilsabein, * 1783, † 1789
• Johann Hermann, * 1786, ∞ 1825
1797 – 1825 Johann Henrich Adolph Wind (1771 – 1841), Schmied a. d. Milser Kotten, Ksp. Oerl.hausen, ∞ 1797 Anna Margaretha Ilsabein Grothof (1770 – 1830), Anerbin, und wird StK in Hörste Nr. 21
Kinder:
• Johann Henrich Christoph, * 1798, Anerbe
• Töns Henrich Adolph, * 1800, ∞ 1825 Anna Maria Cath. Elis. Klöpping aus Schlangen, . . . lassen sich in Wellentrup, Ksp. Oerl.hausen nieder
• Hanne Wilhelmine, * 1802
• Henriette Friederike Amalie, * 1804
1825 – 1831 Johann Henrich Christoph Grothof (1798 – 1831), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1825 Wilhelmine Florentine Fuhrmann (1797 – 1844) aus Pottenhausen; diese ∞ (II) 1832 Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier (1806 – 1844), Schmied von Hillentrup Nr. 42, der als Interimswirt zu ihr auf die Stätte Nr. 21 kommt
Kinder aus 2 Ehen:
• Heinrich August, * 1826, Anerbe
• Karl Heinrich, * 1829, † 1904
• Ernst Gottlieb, * 1839
• Johanne Amalie, * 1843, † 1844
1831 – 1844 Friedrich Ernst Kruse oder Kellermeier, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)
1851 – 1856 Heinrich August Grothof (1826 – 1856), StK Hörste Nr. 21 und Schmied, ∞ (I) 1851 in Holzhausen (Ksp. Schötmar) Karoline Friederike Charlotte Kuhlemann oder Gronemeier (1828 – 1879) aus Holzhausen, diese ∞ (II) 1857 in Hörste Simon August Büker (1831 - 1xxx), Ziegler, der StK/Interimswirt Hörste Nr. 21 wird (bis zum Verkauf der Stätte 1869)



Kinder aus 2 Ehen:
• August Karl, * 1851
• Ulrich Leopold, * 1852
• Ernst Friedrich Christoph, * 1854, † 1875
• August Friedrich Christian, * 1858, † 1874 in Potsdam
• Hermann Heinrich, * 1860
• Johanne Juliane Auguste, * 1862, † 1952 in Oerlinghausen
• Friederike Henriette, * 1865
• Hanne Wilhelme Justine, * 1867, † 1868
• Johanne Friederike, * 1869, † 1887
1857 – 1869 Simon August Büker aus Hörste, Interimswirt Hörste Nr. 21 (s.o.)
(1869 – 1871 Salomon I. Paradies, Immobilien-Kaufmann in Lage)
1871 – 1900 Töns Henrich Wendt (1827 – 1917), vor Kauf der Stätte Nr. 21 Einl., Weber u. Ziegler/Ziegelmeister in Hörste, ∞ 1853 Luise Florentine Klutmann (1833 – 1891) von Hörste Nr. 33
Kinder:
• Töns Heinrich, * 1853, jung Ziegler u. Weber, wandert aus nach USA, versucht sich dort etwa 30 Jahre vielfältig als „Selfmademan“, kehrt dann kurz zurück und lebt danach/im Alter auf Gotland/Schweden [32]
• Heinrich August, * 1856, Ziegler, ∞ 1886 Luise Henriette Bax v. Hörste Nr. 15, gründet die Stätte Hörste Nr. 94 (später Gärtnerei), † 1937
• Henriette Wilhelmine, * 1858, † 1863
• Johanne Henriette Friederike, * 1860, † 1863
• Adolf Heinrich, * 1863
• Gottlieb Gustaf, * 1873, † 1875
1900 – 1930 Adolf Wendt, Ziegelmeister
1930 – 1953 Adolf Wiemann, Maurermeister
Bewohner der Stätte Hörste Nr. 21 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):
1769 (VZ): 21 Henrich Riesenberg (Ma + Fr, 1 Verwandte)
1776 (VZ): 21 Joh. Ernst Riesenberg (Ma + Fr, 2 Sö unt. 14 J, 1 To) Schmidt; Leibzüchterin . . (Fr), spinnet
1828 (VZ): 21 1 Wohnhaus, Joh. Henr. Großhof, Leibz. Großhof, Einl. Friedr. Ad. Sprenger
1900/01 (AB): 21 Wendt, Töns, Rentner. Wendt, Adolf, Ziegelmeister. Kuhlemann, Heinrich, Ziegler. Nolte, Friedrich, Ziegler.
1925/26 (AB): 21 Wendt, Adolf, Kolon; Weber, August, Invalide; Meier, Fritz, Fabrikarbeiter; Schulze, Rudolf, Malermeister
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, obwohl dieser bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6
- ↑ Zu Schmiede in Hörste vgl. auch Stätte Nr. 25
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 82
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 184, S. 249
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 136, S. 20
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 542
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 T 1, Nr. 1238
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. VII, 6)
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 8)
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXII, 3)
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIV, 13)
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)
- ↑ LAV NRW OWL, L 108 Lage/Amt Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XXIII, 15)
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 83
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 165
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 239
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 156 (links)
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 94
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 327
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 401
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 178, S. 32
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 97, S. 6
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 180, S. 69
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 243
- ↑ LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 181, S. 264
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 497
- ↑ Bei ihr (den Kirchenbuch-Einträgen zu ihr; dem Verprügeln des Kindesvaters durch ihre Familie (L 89 A, Nr. 187, S. 122); der Unterhaltsklage gemeinsam mit ihrer Mutter (L 85 Nr. 1580)) lässt sich das Handeln identischer Personen unter wechselnden Namen (Riesenberg und Grothof) besonders gut nachvollziehen.
- ↑ Töns Henrich Wendt beschreibt in bisweilen skuriller Form seine Lebenserinnerungen in dem Büchlein „Der Dorfjunge“ (Bielefeld, um 1900 ?). Typische Alltagserfahrungen eines Jungen / jungen Mannes im Hörste der 1860er und 1870er Jahre werden geschildert.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 23.01.2025 von Dr. Horst Wissbrock
Letzte Änderung am: 16.02.2026 von Dr. Horst Wissbrock