Gegenüber Hiddentruper Straße 5: Unterschied zwischen den Versionen

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Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg<ref>Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.</ref>  sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:
Zur Orientierung: Unter dem wohl ursprünglich Hörster Namen Riesenberg<ref>Das um 1617 entstandene lippische Salbuch kennt unter dem Namen Riesenberg nur die beiden frühen Stätten in Hörste. Somit spricht vieles für eine ursprüngliche Herkunft des Namens Riesenberg, der bereits im 17. und 18. Jahrhundert in vielen anderen lippischen Dörfern vorkommt, von der Hörster Stätte mit der späteren Hausnummer 16.</ref>  sind allein in Hörste vier vor 1900 entstandene Stätten/Häuser zu unterscheiden:


a) Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)
a) '''Hoppenplöcker Riesenberg Nr. 16 (vor 1500 – ca. 1870)'''


b) Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)
b) Straßenkötter Riesenberg Nr. 21 (gegründet vor 1590)
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Gänzlich anders sieht Pastor Jenin in Stapelage die Hintergründe zum Ende der Stätte Riesenberg, und er kann 1806 bei der Beerdigung des Verkäufers Johann Töns Riesenberg nicht umhin, dies mit schwerer Hand in aller Deutlichkeit in dessen Sterbeeintrag hineinzuschreiben: ''den 8ten Junii starb Johann Töns Riesenberg in Hörste an der Auszehrung, nach dem er seine gantze Güther, Hauß, Hoff, Gärtens und Berg versoffen hatte, er wurde abends den 11ten Jun: begraben, sein Alter war 48 Jahre.''
Gänzlich anders sieht Pastor Jenin in Stapelage die Hintergründe zum Ende der Stätte Riesenberg, und er kann 1806 bei der Beerdigung des Verkäufers Johann Töns Riesenberg nicht umhin, dies mit schwerer Hand in aller Deutlichkeit in dessen Sterbeeintrag hineinzuschreiben: ''den 8ten Junii starb Johann Töns Riesenberg in Hörste an der Auszehrung, nach dem er seine gantze Güther, Hauß, Hoff, Gärtens und Berg versoffen hatte, er wurde abends den 11ten Jun: begraben, sein Alter war 48 Jahre.''


Noch einmal Aufmerksamkeit erfährt die Stätte Riesenberg Nr. 16, als sie in der Realität längst verschwunden ist. 1886 werden bei Anlage des Hörster Grundbuches nicht nur Angaben aus dem letzten Salbuch von 1855 übernommen, sondern alle Grundbesitzer befragt, wie sie an ihren Besitz gekommen seien. Hermann Brink, der sich wie seine Vorgänger teils als ''Colon Nr. 8 und Nr. 16'' bezeichnen lässt, gibt zu Protokoll, dass Stätte Nr. 16 vor etwa 100 Jahren von einem seiner Vorgänger käuflich erworben sei, die Felder der einfacheren Bewirtschaftung wegen bald danach zusammengelegt worden seien.  .  .  . ''Die Gebäude des Colonats Nr. 16 habe ich im Jahre 1868 schleifen lassen und hernach dieses Colonat mit dem Colonat Nr. 8, unter Beibehaltung der letzteren Nummer vereinigt.'' Das ein Colonat ohne jeden Verwaltungsvorgang einfach so verschwinden kann, löst bei den Amtspersonen Verwunderung, ja Befremden aus. Brink wird aufgefordert, schleunigst eine nachträgliche Genehmigung der Stättenauflösung bzw. –zusammenlegung zu beantragen. Er ist gut vernetzt im Dorf  und kann alsbald eine positive Stellungnahme der Bauerschaft Hörste einreichen, die von gewichtigen Personen wie M. z. Stapelage, Krawinkel, Weeke etc. unterzeichnet ist:
Noch einmal Aufmerksamkeit erfährt die Stätte Riesenberg Nr. 16, als sie in der Realität längst verschwunden ist. 1886 werden bei Anlage des Hörster Grundbuches nicht nur Angaben aus dem letzten Salbuch von 1855 übernommen, sondern alle Grundbesitzer befragt, wie sie an ihren Besitz gekommen seien. Hermann Brink, der sich wie seine Vorgänger teils als ''Colon Nr. 8 und Nr. 16'' bezeichnen lässt, gibt zu Protokoll, dass Stätte Nr. 16 vor etwa 100 Jahren von einem seiner Vorgänger käuflich erworben sei, die Felder der einfacheren Bewirtschaftung wegen bald danach zusammengelegt worden seien.  .  .  . ''Die Gebäude des Colonats Nr. 16 habe ich im Jahre 1868 schleifen lassen und hernach dieses Colonat mit dem Colonat Nr. 8, unter Beibehaltung der letzteren Nummer vereinigt.'' Dass ein Colonat ohne jeden Verwaltungsvorgang einfach so verschwinden kann, löst bei den Amtspersonen Verwunderung, ja Befremden aus. Brink wird aufgefordert, schleunigst eine nachträgliche Genehmigung der Stättenauflösung bzw. –zusammenlegung zu beantragen. Er ist gut vernetzt im Dorf  und kann alsbald eine positive Stellungnahme der Bauerschaft Hörste einreichen, die von gewichtigen Personen wie M. z. Stapelage, Krawinkel, Weeke etc. unterzeichnet ist:
   
   
''Das vor etwa 110 Jahren von dem Colon Brink angekaufte Colonat Nr. 16 hatte zwei Wohngebäude, diese waren aber so baufällig, daß an eine Reperatur nicht gedacht werden konnte. Auch standen diese auf einem so nassen und sumpfigen Boden, daß gesunde Wohnungen nicht herzustellen wahren, auch war die Lage eine derartige, daß bei jedem auch nur etwas starken Gewitter beide Häuser im Wasser standen. Die Länderei vom Colonate Nr. 16 lag größtenteils zwischen den Ländereien des Colonats Nr. 8, es ist letzteres durch diese Zusammenlegung bedeutend verbessert worden, dieses wird den Käufer bewogen haben. Der sumpfige Hofraum ist in eine gute Wiese verwandelt worden. Unserer Überzeugung nach ist von großem Vortheil, daß das Colonat Nr. 16 zu dem Colonate Nr. 8 zugelgt worden ist.''
''Das vor etwa 110 Jahren von dem Colon Brink angekaufte Colonat Nr. 16 hatte zwei Wohngebäude, diese waren aber so baufällig, daß an eine Reperatur nicht gedacht werden konnte. Auch standen diese auf einem so nassen und sumpfigen Boden, daß gesunde Wohnungen nicht herzustellen wahren, auch war die Lage eine derartige, daß bei jedem auch nur etwas starken Gewitter beide Häuser im Wasser standen. Die Länderei vom Colonate Nr. 16 lag größtenteils zwischen den Ländereien des Colonats Nr. 8, es ist letzteres durch diese Zusammenlegung bedeutend verbessert worden, dieses wird den Käufer bewogen haben. Der sumpfige Hofraum ist in eine gute Wiese verwandelt worden. Unserer Überzeugung nach ist von großem Vortheil, daß das Colonat Nr. 16 zu dem Colonate Nr. 8 zugelgt worden ist.''