Krugberg 5 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Hausstätte Krugberg 5 / vor 1970 Krugberg 4 / Heiden Nr. 9, der Hof Gröne, liegt südlich der Kirche am Dorfhang. Es ist eine der ältesten Hofstellen in Heiden.
Die Hausstätte Krugberg 5 / vor 1970 Krugberg 4 / Heiden Nr. 9, der Hof Gröne, liegt südlich der Kirche am Dorfhang. Es ist eine der ältesten Hofstellen in Heiden.


Die Gründung des Hofes de Grone (1728  Gröne) gehört als einer von vier Höfen in die hochmittelalterliche Rodungsperiode im Dorf Heiden in der Zeit zwischen 1000 und 1250.
Die Hofstätte de Grone (1728  Gröne) ist einer von vier Höfen, die in Heiden in der Rodungsperiode zwischen 1000 und 1250 entstanden sind. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.124 </ref>   
„Im Bereich der Heue hat er nur noch eine kleine Parzelle. Im Oetternbachtal westlich des Dorfes fand sich für ihn nur noch etwas Grund und Boden in der Talaue am Bach. Zur Anlage eines größeren Hofplatzes wählte er sich das Hanggebiet südlich der Kirche, von wo er direkten Zugang zu seinen Feldern (östlich) auf dem mittleren und oberen Dorfhang hat.
„Im Bereich der Heue hat er nur noch eine kleine Parzelle. Im Oetternbachtal westlich des Dorfes fand sich für ihn nur noch etwas Grund und Boden in der Talaue am Bach. Zur Anlage eines größeren Hofplatzes wählte er sich das Hanggebiet südlich der Kirche, von wo er direkten Zugang zu seinen Feldern (östlich) auf dem mittleren und oberen Dorfhang hat, schreibt Hüls weiter. Im 17. Jahrhundert wird der Hof Gröne als Großkötter, im 18. Jahrh. als Halbmeier bezeichnet.“ Gröne erweitert seine Ackerflächen bis 1881 durch die Verkleinerung seiner Waldfläche in der „Grönen Helle“ auf dem oberen Dorfhang. <ref>Hüls 1974 S.126 ff </ref>  
Im 17. Jahrhundert wird der Hof Gröne als Großkötter, im 18. Jahrhundert als Halbmeier bezeichnet.“.<ref>{{HülsHeiden1974}} S.126</ref> (Hüls, Heiden in Lippe, S. 126 f)


Gröne erweitert seine Ackerflächen bis 1881 durch die Verkleinerung seiner Waldfläche in der „Grönen Helle“ auf dem oberen Dorfhang. (Hüls, S.134)
Bei der Katastererhebung von 1881 gehört der Hof Gröne zur Besitzgrößenklasse II der Höfe mit 20-50 ha Fläche.
 
Bei der Katastererhebung von 1881 gehört der Hof Gröne zur Besitzgrößenklasse II der Höfe mit 20-50 ha Fläche. (Hüls, S.147)
   
   
Der landwirtschaftliche Betrieb auf dem Hof Gröne wurde ca. 1970 eingestellt.
Der landwirtschaftliche Betrieb auf dem Hof Gröne wurde ca. 1970 eingestellt.


==Gebäude==
==Gebäude==
Das ehemalige Haupthaus des Hofes Gröne ist ein noch bestehendes Vierständer-Fachwerkhaus aus dem Jahre 1792. Das Gebäude steht jedoch nicht mehr frei, sondern ist eingebaut in Anbauten zu drei Seiten. Nur der Ostgiebel mit dem Deelentor, das mit Inschriften und Verzierungen versehen wurde, ist unverändert erhalten. Das gesamte Gebäude ist zwischenzeitlich zu Wohnzwecken umgebaut worden. Die Scheune wurde um 1980 abgebrochen und durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses ersetzt.
Das ehemalige Haupthaus des Hofes Gröne ist ein noch bestehendes Vierständer-Fachwerkhaus aus dem Jahre 1762. Das Gebäude steht jedoch nicht mehr frei, sondern ist eingebaut in Anbauten zu drei Seiten. Nur der Ostgiebel mit dem Deelentor, das mit Inschriften und Verzierungen versehen wurde, ist unverändert erhalten. Das gesamte Gebäude ist zwischenzeitlich zu Wohnzwecken umgebaut worden. Die Scheune wurde um 1980 abgebrochen und durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses ersetzt.


Zur Errichtung dieser Scheune wurde der südlich am Hof vorbeiführende ehemalige Weg (der Alte Lemgoer Hellweg) umgelegt, wie die Flurkarte von 1919 zeigt. Der Weg wurde später eingezogen.
Zur Errichtung dieser Scheune wurde der südlich am Hof vorbeiführende ehemalige Weg (der Alte Lemgoer Hellweg) umgelegt, wie die Flurkarte von 1919 zeigt. <ref>Kreis Lippe, Katasteramt </ref> Der Weg wurde später eingezogen.
[[Datei:Krugberg5_160809_1.jpg|thumb|Hausstätte Heiden ehem. Nr. 9, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
[[Datei:Krugberg5_160809_1.jpg|thumb|Hausstätte Heiden ehem. Nr. 9, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
[[Datei:Krugberg5_160809_2.jpg|thumb|Torbogen Heiden ehem. Nr. 9, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
[[Datei:Krugberg5_160809_2.jpg|thumb|Torbogen Heiden ehem. Nr. 9, Foto: Hans-Christian Schall, 2009]]
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SCHVTZ MEIN GOTT IST DER HORT MEINER ZUVERSICHT PS 94  MSFB<br>
SCHVTZ MEIN GOTT IST DER HORT MEINER ZUVERSICHT PS 94  MSFB<br>
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
* 1855  im Salbuch ist zu Heiden Nr. 9 Gröne eingetragen <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 37.</ref>
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 257.ff.</ref> Auguste Gröne, Witwe, Landwirtin
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 257.ff.</ref> Auguste Gröne, Witwe, Landwirtin
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 731.ff.</ref> Gustav Gröne, Landwirt
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 731.ff.</ref> Gustav Gröne, Landwirt
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==Quellen==
==Quellen==
 
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-vie-wer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lip-pe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=16&cHash=a0314269b902a51d874837571dd8a664 Digitalisat].
==Weblinks==
==Weblinks==