Marktstraße 6 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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1781 wurde Meier, Heiden Nr. 3, im Salbuch noch als Mittel-Vollmeier klassifiziert,<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch als Mittelkötter.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> Der Hof war der Landesherrschaft leibeigen, entrichtete [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]].
1781 wurde Meier, Heiden Nr. 3, im Salbuch noch als Mittel-Vollmeier klassifiziert,<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F%7E001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=43 Digitalisat]</ref>. 1829 nur noch als Mittelkötter.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=58&cHash=ec5bdfe9bd23cce8f925073a5ee49aaf Digitalisat].</ref> Der Hof war der Landesherrschaft leibeigen, entrichtete [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]].


Zu Anfang des 19. Jahrhundert war der Meier zu Heiden hoch verschuldet und begann, seine Flächen u.a. auf dem Lößriedel zu verkaufen, worauf dort aus den ehemals zusammenhängenden Ackerflächen ein zersplitterter Kleinbesitz entstand. In der Mitte des 19. Jahrh. wurde der Kommerziant Dreyer Eigentümer des Hofes Nr. 3. Dreyer betriebt um 1850 auf der Grünfläche zwischen dem heutigen Freibad und der Heßloher Straße vorübergehend eine Ziegelei, mit geringem Erfolg. 1874 heiratete die Witwe Dreyer den Gastwirt Heinrich Führing, der auf dem Hof Nr. 3 bereits eine Gastwirtschaft betrieb. <ref>Hüls 1974 S.140 </ref>  In den 1920-er Jahren wurde der Gastwirt August Altrogge durch Heirat Eigentümer des Hofes. Im Jahre 1968 hatte der Hof Altrogge 90 % seiner Flächen verpachtet. <ref>Hüls 1974 S.216 </ref>
Zu Anfang des 19. Jahrhundert war der Meier zu Heiden hoch verschuldet und begann, seine Flächen u.a. auf dem Lößriedel zu verkaufen, worauf dort aus den ehemals zusammenhängenden Ackerflächen ein zersplitterter Kleinbesitz entstand. In der Mitte des 19. Jahrh. wurde der Kommerziant Dreyer Eigentümer des Hofes Nr. 3. Dreyer betriebt um 1850 auf der Grünfläche zwischen dem heutigen Freibad und der Heßloher Straße vorübergehend eine Ziegelei, mit geringem Erfolg. 1874 heiratete die Witwe Dreyer den Gastwirt Heinrich Führing, der auf dem Hof Nr. 3 bereits eine Gastwirtschaft betrieb. <ref>Hüls 1974 S.140 </ref>  In den 1920-er Jahren wurde der Gastwirt August Altrogge durch Heirat Eigentümer des Hofes. Im Jahre 1968 hatte der Hof Altrogge 90 % seiner Flächen verpachtet. <ref>Hüls 1974 S. 216 </ref>
[[Datei:Anzeige-Heiden-Nr3.jpg|thumb|Anzeige im Adressbuch 1901]]
[[Datei:Anzeige-Heiden-Nr3.jpg|thumb|Anzeige im Adressbuch 1901]]
Durch den wirtschaftlichen Niedergang des Hofes Meier Nr. 3 entstanden in Heiden schon im 19. Jahrh. bis 1881 zehn neue Siedlerstätten, ein positiver Effekt für das Dorf. Diese Entwicklung setzte sich auch im 20. Jahrhundert fort. In den 1980-er Jahren entstand auf den Flächen des ehemaligen Hofes Nr. 3, die zwischen dem Freibad und Sportplatz in Heiden lagen, gemäß einem Bebauungsplan der Stadt Lage an der Sudetenstraße, Pommernstraße und Ostpreußenstraße eine neue Siedlung mit ca. 35 Wohnhäusern.
Durch den wirtschaftlichen Niedergang des Hofes Meier Nr. 3 entstanden in Heiden schon im 19. Jahrh. bis 1881 zehn neue Siedlerstätten, ein positiver Effekt für das Dorf. Diese Entwicklung setzte sich auch im 20. Jahrhundert fort. In den 1980-er Jahren entstand auf den Flächen des ehemaligen Hofes Nr. 3, die zwischen dem Freibad und Sportplatz in Heiden lagen, gemäß einem Bebauungsplan der Stadt Lage an der Sudetenstraße, Pommernstraße und Ostpreußenstraße eine neue Siedlung mit ca. 35 Wohnhäusern.
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Um 1990 wurde das Gebäude erneut weitgehend umgebaut und erweitert zu einem Mehrfamilienhaus. Ein Foto von ca. 1990 zeigt eine Gebäudeansicht mit Fassadendetails kurz vor dem Abbruch.
Um 1990 wurde das Gebäude erneut weitgehend umgebaut und erweitert zu einem Mehrfamilienhaus. Ein Foto von ca. 1990 zeigt eine Gebäudeansicht mit Fassadendetails kurz vor dem Abbruch.
==Inschriften==
==Inschriften==


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* 1617 zieht Mathias de Wentt eine Kornpacht aus dem Meierhof ein. LR. 2275 <ref>Hüls 1974 S.116 unter Bezug auf Lippische Regesten</ref>
* 1617 zieht Mathias de Wentt eine Kornpacht aus dem Meierhof ein. LR. 2275 <ref>Hüls 1974 S.116 unter Bezug auf Lippische Regesten</ref>


* 1568 im Landschatzregister von 1568 wird de Meger nach Avenhaus und Sültemeier als der 3. Hof auf der Liste genannt  
* 1568 im Landschatzregister von 1568 wird de Meger nach Avenhaus und Sültemeier als der 3. Hof auf der Liste genannt <ref>Hüls 1974 S.123 </ref>


* 1728 auch bei Friemel ist der Meier zu Heiden der 3. Hof auf der Liste
* 1728 auch bei Friemel ist der Meier zu Heiden der 3. Hof auf der Liste <ref>Hüls 1974 S.123 </ref>


* 1855 im Salbuch zu Heiden Nr. 3 Meier wird in 1874 Führing, Heinrich eingetragen. <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=22&cHash=708b694ecc8b003661a4ddcd477ec219 Digitalisat].</ref>
* 1855 im Salbuch zu Heiden Nr. 3 Meier wird in 1874 Führing, Heinrich eingetragen. <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=22&cHash=708b694ecc8b003661a4ddcd477ec219 Digitalisat].</ref>