Papendiek 101 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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|Koordinaten=51.97314, 8.8327 | |||
|Adressbuch1901=Ja | |||
|Ortsteil1901=Heiden | |||
|Wohnplatz1901=./. | |||
|Straße1901=,/, | |||
|Hausnummer1901=010 | |||
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Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 10 in Heiden. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Datei: Papendiek 101.jpg | thumb | Papendiek 101, Foto L. Kaup 2025]] | |||
Die Haustätte Papendiek 101 / vor 1970 Oetternbachweg 3 / Heiden Nr. 10 liegt in der Wellenheide am Papendiek in Einzellage. | |||
Die ursprüngliche Dröge zuzuordnende Stätte in Heiden liegt im südlichen Dorf. Erwähnung findet der Hof als Hennrich Droge im Landschatzregister von 1568 sowie später als Dröge bei Friemel 1728. Die Kartendarstellung, die bei Hüls auf Grundlage der Friemelschen Karte als Abb. 39 präsentiert wird, zeigt die Flächen des Hofes Dröge in Heiden am Beginn des talseitigen Weges (heute Niedernkamp) bis zum Oetternbach. Drei Gebäude sind hier (am „Bükerloch“) auf Dröges Fläche dargestellt. Zugleich ist Dröge als einer der sechs Waldhufensiedler ausgewiesen, die ihre Flächen zwischen 1150 und 1250 westlich des Lemgoer Hellweges in ca. 500 m langen breiten Waldhufenstreifen auf dem Südriedel haben. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.123 ff und Abb. 38 u. 39</ref> | |||
In der Zeit zwischen 1728 und der Katastererfassung von 1881 wird der ehemalige Hof Dröge Nr. 10 aus dem Dorf ausgesiedelt und auf dem westlichen Teil seiner Ackerfläche auf dem Südriedel (heute Papendiek 101) neu errichtet. Der ehemalige Hof Dröge im Dorf wird auf Büker (neu Nr. 68, im „Bükerloch“) übertragen. <ref>Hüls 1974, S. 142 und Abb. 53 u. 54</ref> | |||
Im April 1945 wird die Hofstelle Dröge durch Panzerbeschuss in Brand gesetzt und zerstört. Amerikanische Panzer rückten damals durch die Dörenschlucht kommend nach Lippe vor. In Pivitsheide am Kohlpott zweigte eine Panzergruppe nach Norden in Richtung Lemgo ab, erreichte den Ellernkrug und fuhr nach Heiden weiter. | |||
„Hinter dem Ellernkrug hatten sich offenbar noch einzelne Wehmachtssoldaten versteckt, die bei den heranrückenden Panzern die Flucht ergriffen und wegliefen in Richtung des Hofes Dröge. Der auf die flüchtenden Soldaten gerichtete Beschuss von einem Panzer traf auch die dahinterliegenden Gebäude der Hofstelle Dröge, die sofort in Brand geriet. Eine Brandlöschung war unter diesen Bedingungen nicht möglich. Der Hof brannte bis auf die Grundmauern ab.“ Dies ist eine zusammengefasste Schilderung der Ereignisse durch die Geschwister Gerlinde und Friedrich-Wilhelm Dröge, die diese Ereignisse damals als Heranwachsende und Zeugen miterlebten und darüber einer Besuchergruppe aus Heiden persönlich berichteten. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Die heute bestehenden Gebäude des Hofes Dröge wurden nach dem 2. Weltkrieg unter schwierigsten Bedingungen aufgrund von Materialmangel und Transportproblemen neu errichtet. Das schlichte kleine Wohnhaus ist eingeschossig aus Bruchsteinmauerwerk erbaut worden. Das ausgebaute Dachgeschoss hat ein Satteldach, das mit Hohlpfannen eingedeckt ist. Mit der Scheune an der Hofsüdseite und dem Stall an der Ostseite, beide in verputzter massiver Konstruktion mit Satteldächern, entstand ein geschlossener Hofraum. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
*1829 Dröge, ein Mittelkötter <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829</ref> | |||
*1855 Dröge, Wilhelm <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855</ref> | |||
*1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}} S.258</ref> (Wilhelm Dröge); Brokmann, Gott-lieb, Landwirth; Büker, Wilhelm, Ziegler | |||
*1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}} S.732</ref> Dröge, Fritz, Landwirt | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||