Neue Torstraße 24 (Lemgo): Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Haus in Neorenaissanceform. Vorhaus nach Brand 1895 neu gebaut. Ursprünglich als Teil der Tröger-Bauerschaft (Abkürzung: T.B.) Nr. 92 geführt, später als Neue Torstraße Nr. 31, zeitweise auch Neue Thorstraße. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 2000. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Gegen Ende des 19.Jahrhunderts befand sich das Haus im Besitz der Witwe Kracht. | |||
Nach einem Brand des Vorderhauses im Jahr 1895 erfolgte ein Neubau für Klempnermeister Theod. Scheidt nach den Plänen des Zimmermeisters Wilhelm Schnakenbeck. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen, dreiachsigen Traufenbau mit einem Mansarddach. Der Hauskörper ist aus Eichenfachwerk, die Fassade aus Backstein und mit üppiger Stuckdekoration in Neurenaissanceformen versehen. Im Erdgeschoß befindet sich eine angeputzte Rustikquaderung. | |||
Beiderseits der Mitteltür befinden sich große Schaufenster. Es gibt ein vielgliedriges geschoßteilendes Gesims, in der Mitte durchbrochen von der leicht geschweiften und verkröpften Balkonplatte, die auf diamantierten Konsolen ruht. Die Balkongitter sind nachträglich erneuert worden. | |||
Die drei Öffnungen des Obergeschosses eingefasst von Ädikulen mit eingezogenen Dreieckgiebelen auf oben kannelierten Pilastern. Die mittleren Fenstertürrahmen sind mit zusätzlich reichdekorierte komposite Dreiviertelsäulen auf diamentierten Sockeln versehen. Schafthülsen mit Beschlagwerk, über den Säulen vorgekröpftes Gebälk. | |||
In den Giebel-Verdachungen befinden sich weibliche Masken, zwischen den Konsolen des kräftigen Traufgesims, das in der Mittelachse aussetzt sind Fruchtgehänge zu finden. Die Wandflächen bestehen aus Sichtbacksteinen mit angeputzter Eckverquaderung. | |||
Die Mitte der Dachzone ist betont durch einen Zwerchgiebel mit rahmenden Lisenen, die über dem Gebälk mit halbrund aufgebogenem Deckgesims eine Muschelfüllung tragen. In den seitlichen Achsen sind hölzerne Lukarnen mit kupfergedeckten, gedrückten Zwiebelhauben. | |||
In der Fassadenzeichnung des Bauantrages erscheint über dem Zwerchhaus ein schiefergedecktes steiles Dach französischer Art; vermutlich ist es nicht ausgeführt worden worden. Die Dachflächen sind mit geschuppter Schieferdeckung eingedeckt. An den Giebelwänden ist eine Verkleidung mit quadratischen Zinkblechplatten angebracht, die ein gestanztes Medaillon mit Vierblatt zeigen. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 21. | |||
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 386. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
Aktuelle Version vom 2. April 2026, 14:02 Uhr
| Neue Torstraße 24 (Lemgo) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Torstraße (Lemgo) |
| Hausnummer | 24 |
| Karte | |
| Quartiersnummer | TB 92 |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Torstraße |
| Hausnummer | 024 |
Ein Haus in Neorenaissanceform. Vorhaus nach Brand 1895 neu gebaut. Ursprünglich als Teil der Tröger-Bauerschaft (Abkürzung: T.B.) Nr. 92 geführt, später als Neue Torstraße Nr. 31, zeitweise auch Neue Thorstraße. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 2000.
Geschichte
Gegen Ende des 19.Jahrhunderts befand sich das Haus im Besitz der Witwe Kracht.
Nach einem Brand des Vorderhauses im Jahr 1895 erfolgte ein Neubau für Klempnermeister Theod. Scheidt nach den Plänen des Zimmermeisters Wilhelm Schnakenbeck.
Gebäude
Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen, dreiachsigen Traufenbau mit einem Mansarddach. Der Hauskörper ist aus Eichenfachwerk, die Fassade aus Backstein und mit üppiger Stuckdekoration in Neurenaissanceformen versehen. Im Erdgeschoß befindet sich eine angeputzte Rustikquaderung.
Beiderseits der Mitteltür befinden sich große Schaufenster. Es gibt ein vielgliedriges geschoßteilendes Gesims, in der Mitte durchbrochen von der leicht geschweiften und verkröpften Balkonplatte, die auf diamantierten Konsolen ruht. Die Balkongitter sind nachträglich erneuert worden.
Die drei Öffnungen des Obergeschosses eingefasst von Ädikulen mit eingezogenen Dreieckgiebelen auf oben kannelierten Pilastern. Die mittleren Fenstertürrahmen sind mit zusätzlich reichdekorierte komposite Dreiviertelsäulen auf diamentierten Sockeln versehen. Schafthülsen mit Beschlagwerk, über den Säulen vorgekröpftes Gebälk.
In den Giebel-Verdachungen befinden sich weibliche Masken, zwischen den Konsolen des kräftigen Traufgesims, das in der Mittelachse aussetzt sind Fruchtgehänge zu finden. Die Wandflächen bestehen aus Sichtbacksteinen mit angeputzter Eckverquaderung.
Die Mitte der Dachzone ist betont durch einen Zwerchgiebel mit rahmenden Lisenen, die über dem Gebälk mit halbrund aufgebogenem Deckgesims eine Muschelfüllung tragen. In den seitlichen Achsen sind hölzerne Lukarnen mit kupfergedeckten, gedrückten Zwiebelhauben.
In der Fassadenzeichnung des Bauantrages erscheint über dem Zwerchhaus ein schiefergedecktes steiles Dach französischer Art; vermutlich ist es nicht ausgeführt worden worden. Die Dachflächen sind mit geschuppter Schieferdeckung eingedeckt. An den Giebelwänden ist eine Verkleidung mit quadratischen Zinkblechplatten angebracht, die ein gestanztes Medaillon mit Vierblatt zeigen.
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 21.
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 386.
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 02.04.2026 von Nils Lienenlüke
Letzte Änderung am: 02.04.2026 von Nils Lienenlüke