Oberschönhagen: Unterschied zwischen den Versionen
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==Lage== | ==Lage== | ||
Oberschönhagen liegt am östlichen Stadtrand von Detmold und grenzt an die Nachbarstädte [[Blomberg]] (Brüntrup) und [[Horn-Bad Meinberg]] (Fissenknick). | Oberschönhagen liegt am östlichen Stadtrand von Detmold und grenzt an die Nachbarstädte [[Blomberg]] (Brüntrup) und [[Horn-Bad Meinberg]] (Fissenknick). | ||
Nach der LWL.GeodatenKultur befindet sich Oberschönhagen im regional bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich K 08.22 Leistruper Wald mit Oberschönhagen. | |||
*Breitengrad = 51°55'N | *Breitengrad = 51°55'N | ||
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Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]]. | Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]]. | ||
Bis dahin hatten alle Ortsteile eigene Bürgermeister mit eigenen Finanzhaushalten und | Bis dahin hatten alle Ortsteile eigene Bürgermeister mit eigenen Finanzhaushalten und Gemeinderäten. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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==Siedlungscharakteristik== | ==Siedlungscharakteristik== | ||
Oberschönhagen ist ein | Oberschönhagen ist ein Hagenhufendorf, eine Siedlungsform aus dem 13. Jahrhundert. Es entstand nach Waldrodungen, daher auch die Bezeichnung: Waldhufensiedlung; die Höfe liegen zwischen Straßen und Bächen/Flüssen, Grundstücke handtuchförmig. Ein Hagenrecht bedeutete, Besitzer durften ihren Grund und Boden einhegen, es entstanden Bauerngärten und Kleintierhaltung; als Hufe wurden die Hofgrundstücke, die Breiten und die Hoflagen bezeichnet. | ||
Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Passade | Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Mosebecke zusammen und heisst dann Passade. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern mündet ein namenloser Bach von links und danach die Homberg-, Hagen- und Sassenbäche in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mässig verschmutzt. | ||
Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind | Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete. | ||
Der gemeinschaftliche Fissenknicker Anger mit einer Fläche von etwa 66,5 Scheffelsaat (Schfls.) wurde 1864 aufgeteilt. 1 Schfls. entspricht 1.717 qm. | Der gemeinschaftliche Fissenknicker Anger mit einer Fläche von etwa 66,5 Scheffelsaat (Schfls.) wurde 1864 aufgeteilt. 1 Schfls. entspricht 1.717 qm. | ||
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Am 1. Dezember 1871 wurde ein „Ortschafts-Verzeichnis des Fürstenthums Lippe veröffentlicht. Es war geordnet und aufgestellt „nach der politischen Eintheilung“ nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Herausgegeben wurde es von der Meyer’schen Hofbuchdruckerei (Gebr. Klingenberg) im Jahr 1875. | Am 1. Dezember 1871 wurde ein „Ortschafts-Verzeichnis des Fürstenthums Lippe veröffentlicht. Es war geordnet und aufgestellt „nach der politischen Eintheilung“ nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Herausgegeben wurde es von der Meyer’schen Hofbuchdruckerei (Gebr. Klingenberg) im Jahr 1875. | ||
Darin ist unter der Nr. 42 der politischen Gemeinde die „Bauerschaft Oberschönhagen“ mit den Wohnplätzen Fissenknick, Hülsen und Oberschönhagen | Darin ist unter der Nr. 42 der politischen Gemeinde die „Bauerschaft Oberschönhagen“ mit den Wohnplätzen Fissenknick, Hülsen und Oberschönhagen aufgeführt; für das Dorf Oberschönhagen: 17 Häuser mit 16 Haushaltungen und 127 Bewohner. | ||
1895 hatte Oberschönhagen 357 Einwohner, davon in den Wohnplätzen | 1895 hatte Oberschönhagen 357 Einwohner<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref>, davon in den Wohnplätzen | ||
* Fissenknick (82), | * Fissenknick (82), | ||
* Hülsen (102), | * Hülsen (102), | ||
* Krähenbruch (14) | * Krähenbruch (14) | ||
* Oberschönhagen (159). | * Oberschönhagen (159). | ||
Der Ortsteil Krähenbruch gehört seit 1926 zu Fissenknick.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref> | |||
Zum Stichtag 23. Nov. 2025 hat Oberschönhagen folgende Einwohner: | |||
* 44 Erwachsene mit Hauptwohnsitz, | * 44 Erwachsene mit Hauptwohnsitz, | ||
* 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. | * 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. | ||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Koch, Ingeborg: Die Siedlungsstruktur von Ober- und Niederschönhagen im Lipperland, 1963,Mskr- (StAD) | |||
* Wiemann, August: Nieder- und Oberschönhagen - eine Tal- und Reihensiedlung. In: Lippische Blätter für | |||
Heimatkunde, Nr. 11 (1950) | |||
* Detmolder Landfrauen erzählen, 1986 | * Detmolder Landfrauen erzählen, 1986 | ||
* (Quelle) Herbert Stöwer: Lippische Ortsgeschichte: Hanbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises | |||
Detmold. - Lemgo: Landesverband Lippe, 2008. - 600 S.: zahlr. III., Kt. - ZXIU 101. - S. XXX | |||
* Aufzeichnungen des Herrn Herbert Stöwer vom 01. Oktober 2024. | * Aufzeichnungen des Herrn Herbert Stöwer vom 01. Oktober 2024. | ||