Hauptstraße 75 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei: Hauptstraße 75 u. 75a in Heiden.jpg | thumb | Hauptstraße 75 u. 75a in Heiden, Foto L.Kaup 2026]] | |||
Die Hausstätte Hauptstraße 75 / vor 1970 Hauptstraße 31 / Heiden Nr. 74 liegt zwischen der Hauptstraße und dem Oetternbach, der an der östlichen Grundstücksgrenze verläuft. Bis 1819 war dies die Hofstelle Stecker, Heiden Nr. 11. | |||
Im Landschatzregister von 1586 wird der Hof Johann Westenbeck zugeordnet, Bereits bei Friemel wird 1728 Stecker genannt. Die Ackerflächen des Hofes Stecker Nr. 11 lagen westlich des Lemgoer Hellweges nahe zum Ellernkrug in dem südlichsten der Waldhufenstreifen. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.123 und Abb. 38 u. 39</ref> | |||
Für den Hof Stecker Nr. 11 (später Ebert) wird 1819 eine neue Hofstelle am Papendiek auf seinen Flächen in der Wellenheide erbaut. Im Dorf wird der ehemalige Hof Stecker danach von Neddermann (mit neuer Nr. 74) übernommen. 1881 gehören nur noch geringe Ackerflächen am Südkamp zum Hof Neddermann Nr. 74. <ref>Hüls 1974, S.142 und Abb. 53 u. 54</ref> | |||
In den Katasterplänen von 1883 und von 1919 sind die Gebäude der Hofstelle Neddermann jeweils eingetragen. Der Plan von 1919 stellt an der Ostseite größere Anbauten an das Bestandsgebäude dar. <ref>beide Pläne: Kreis Lippe, Katasteramt </ref> | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Die ehemaligen Gebäude des Hofes Neddermann mit Tischlereibetrieb sind im Jahre 1966 abgebrannt. Als Ersatzbau wurde das Wohnhaus Hauptstraße 75 sowie der Anbau mit Nr. 75a im Folgejahr neu errichtet in zweigeschossiger massiver Bauweise mit Satteldach. Die Nutzungen als Tischlereibetrieb mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb sind zwischenzeitlich aufgegeben worden. | |||
== | ==Inschrift== | ||
Inschrift am ehemaligen Fachwerkhaus: | |||
Wer Gott vertraut hat wohlgebaut im Himmel und auf Erden, wer sich verlässt auf Jesum Christ, der soll den Himmel erben<br> | |||
Anno 1711, den 26.Juni hat Jörgen Heinrich Stecker und Christine Marisina Klutz dieses Haus bauen lassen<br>(Zimmermeister Stekker Henrich Dierks)<br> <ref>Hausinschriften in Heiden und Umgebung in: Heimat und Welt, 1932 Nr.3, Sonntag den 3.April</ref> | |||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
* 1586 Johnann Westenbeck | |||
* 1728 Stecker | |||
* 1819 Neddermann | |||
* 1855 <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855</ref>Neddermann, jetzt Neddermann Wilhelm, 1873 | |||
* 1881 Neddermann | |||
* 1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 257.ff.</ref> Wilhelm Neddermann, Zimmermeister | |||
* 1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 731.ff.</ref> Wilhelm Neddermann jun., Bau- und Möbeltischlerei | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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Aktuelle Version vom 22. Mai 2026, 21:00 Uhr
| Hauptstraße 75 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Hauptstraße (Heiden) |
| Hausnummer | 75 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Hausnummer | 074 |
Ehemals Heiden Nr. 74
Geschichte


Die Hausstätte Hauptstraße 75 / vor 1970 Hauptstraße 31 / Heiden Nr. 74 liegt zwischen der Hauptstraße und dem Oetternbach, der an der östlichen Grundstücksgrenze verläuft. Bis 1819 war dies die Hofstelle Stecker, Heiden Nr. 11.
Im Landschatzregister von 1586 wird der Hof Johann Westenbeck zugeordnet, Bereits bei Friemel wird 1728 Stecker genannt. Die Ackerflächen des Hofes Stecker Nr. 11 lagen westlich des Lemgoer Hellweges nahe zum Ellernkrug in dem südlichsten der Waldhufenstreifen. [1]
Für den Hof Stecker Nr. 11 (später Ebert) wird 1819 eine neue Hofstelle am Papendiek auf seinen Flächen in der Wellenheide erbaut. Im Dorf wird der ehemalige Hof Stecker danach von Neddermann (mit neuer Nr. 74) übernommen. 1881 gehören nur noch geringe Ackerflächen am Südkamp zum Hof Neddermann Nr. 74. [2]
In den Katasterplänen von 1883 und von 1919 sind die Gebäude der Hofstelle Neddermann jeweils eingetragen. Der Plan von 1919 stellt an der Ostseite größere Anbauten an das Bestandsgebäude dar. [3]
Gebäude
Die ehemaligen Gebäude des Hofes Neddermann mit Tischlereibetrieb sind im Jahre 1966 abgebrannt. Als Ersatzbau wurde das Wohnhaus Hauptstraße 75 sowie der Anbau mit Nr. 75a im Folgejahr neu errichtet in zweigeschossiger massiver Bauweise mit Satteldach. Die Nutzungen als Tischlereibetrieb mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb sind zwischenzeitlich aufgegeben worden.
Inschrift
Inschrift am ehemaligen Fachwerkhaus:
Wer Gott vertraut hat wohlgebaut im Himmel und auf Erden, wer sich verlässt auf Jesum Christ, der soll den Himmel erben
Anno 1711, den 26.Juni hat Jörgen Heinrich Stecker und Christine Marisina Klutz dieses Haus bauen lassen
(Zimmermeister Stekker Henrich Dierks)
[4]
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- 1586 Johnann Westenbeck
- 1728 Stecker
- 1819 Neddermann
- 1855 [5]Neddermann, jetzt Neddermann Wilhelm, 1873
- 1881 Neddermann
- 1901[6] Wilhelm Neddermann, Zimmermeister
- 1926[7] Wilhelm Neddermann jun., Bau- und Möbeltischlerei
Literatur
Quellen
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.123 und Abb. 38 u. 39
- ↑ Hüls 1974, S.142 und Abb. 53 u. 54
- ↑ beide Pläne: Kreis Lippe, Katasteramt
- ↑ Hausinschriften in Heiden und Umgebung in: Heimat und Welt, 1932 Nr.3, Sonntag den 3.April
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 257.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 731.ff.
Autor
Seitenhistorie
Seite erstellt am 13.03.2025 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 22.05.2026 von Lothar Kaup