Richthofenstraße 70 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
1845 durch den Gärtner Adolph Bergmann gegründete Stätte. | 1845 durch den Gärtner Adolph Bergmann gegründete Stätte. Spätestens 1857 Gaststätte "Kaffeemühle".<ref>LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801-1879), Nr. S 898: Schierenberg, Wirt, Kaffeemühle bei Detmold gegen Kolon Brinkoch in Berlebeck Nr. 16 - Abfindung Stätte Brinkoch, 1857.</ref> | ||
1894 als Kaffeemühle erwähnt,<ref>{{DetmoldAdressbuch1894}}, S. 74.</ref> ebenso 1896.<ref>LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 5/1863: Karte über die Regulierung der Lemgoer Chaussee bis zur Kaffeemühle, Profil und Lageplan (Stadt und Amt Detmold); auf Transparent, Längenmaßstab 1:500, Höhenmaßstab 1:200, 1896.</ref> Bis mindestens 1904 "Kaffeemühle".<ref>{{DetmoldAdressbuch1904}}, S. 64.</ref> | |||
1919 von dem Detmolder Kunstmaler [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Rötteken Ernst Rötteken] erworben und zum Atelierhaus umgebaut. "Der vor 1854 vor der Stadt im freien Gartengelände an der Lemgoer Chaussee errichtete Bau war in der 2. Hälfte des 19. Jh. ein beliebtes Ausflugslokal der Detmolder Bürger, das noch heute unter dem Namen "Kaffeemühle" bekannt ist. Nach ihm hieß der südliche, zur Stadt fallende Hang der "Kaffeemühlenberg", der im ausgehenden 19. Jh. erschlossen und bebaut wurde.<ref>{{PetersBaugeschichte1953}}, S. 223.</ref> Das Haus wurde 1919/20 nach Plänen von Dipl.-Ing. Hörmann für den bedeutenden lippischen Landschaftsmaler Ernst Rötteken (1882 - 1945), der 1917 den Lippischen Künstlerbund mitgegründet und lange als Vorsitzender geleitet hat, als Wohn- und Atelierhaus umgebaut und erweitert. Das Haus ist seither kaum verändert worden."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | 1919 von dem Detmolder Kunstmaler [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Rötteken Ernst Rötteken] erworben und zum Atelierhaus umgebaut. "Der vor 1854 vor der Stadt im freien Gartengelände an der Lemgoer Chaussee errichtete Bau war in der 2. Hälfte des 19. Jh. ein beliebtes Ausflugslokal der Detmolder Bürger, das noch heute unter dem Namen "Kaffeemühle" bekannt ist. Nach ihm hieß der südliche, zur Stadt fallende Hang der "Kaffeemühlenberg", der im ausgehenden 19. Jh. erschlossen und bebaut wurde.<ref>{{PetersBaugeschichte1953}}, S. 223.</ref> Das Haus wurde 1919/20 nach Plänen von Dipl.-Ing. Hörmann für den bedeutenden lippischen Landschaftsmaler Ernst Rötteken (1882 - 1945), der 1917 den Lippischen Künstlerbund mitgegründet und lange als Vorsitzender geleitet hat, als Wohn- und Atelierhaus umgebaut und erweitert. Das Haus ist seither kaum verändert worden."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | ||
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==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
[[File:Detmold - 279 - Richthofenstraße 70.jpg|thumb| Richthofenstraße 70, Atelierhaus Ernst Rötteken, 2012, Foto: Tsungam]] | [[File:Detmold - 279 - Richthofenstraße 70.jpg|thumb| Richthofenstraße 70, Atelierhaus Ernst Rötteken, Ansicht von Osten, 2012, Foto: Tsungam]] | ||
[[Datei:DT-Richthofenstr70-S_JK2026.jpg|thumb|Richthofenstraße 70, Ansicht von Süden, 2026, Foto: Joachim Kleinmanns]] | |||
"Der eingeschossige Verputzte Massivbau mit talseitig vollständigem Souterraingeschoß wurde vor 1854 errichtet und 1920 umgebaut. Er ist heute gekennzeichnet durch das konvex-konkav geschweifte Mansarddach, mit beidseitig aufgesetzten Zwerchhäusern, die seitlich von je einer Schleppgaube flankiert sind. Die kubischen Anbauten an den Giebelseiten, nach Südosten mit Altan, nach Nordwesten mit Walmdach, wurden in der Umbauphase um 1920 errichtet. Die vier Rundbogenfenster im gartenseitigen Souterraingeschoß und die Rundbogeneingangstür in der Mittelachse stammen wohl aus der Bauzeit vor 1854. Die Tür ist zweiflügelig mit schmalem Standflügel und rundbogigem Oberlicht. Auf den Flügeln über Sockelbrett drei (1 : 2) schlanke ionisierende Pilaster mit Sockelprofil und zierlichen, flachen Kapitellen. - Im Inneren des Hauses zahlreiche orig. Zimmertüren mit schlichter Felderung, durchgängig noch mit den orig. Kasten, Schlössern und Beschlägen."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | "Der eingeschossige Verputzte Massivbau mit talseitig vollständigem Souterraingeschoß wurde vor 1854 errichtet und 1920 umgebaut. Er ist heute gekennzeichnet durch das konvex-konkav geschweifte Mansarddach, mit beidseitig aufgesetzten Zwerchhäusern, die seitlich von je einer Schleppgaube flankiert sind. Die kubischen Anbauten an den Giebelseiten, nach Südosten mit Altan, nach Nordwesten mit Walmdach, wurden in der Umbauphase um 1920 errichtet. Die vier Rundbogenfenster im gartenseitigen Souterraingeschoß und die Rundbogeneingangstür in der Mittelachse stammen wohl aus der Bauzeit vor 1854. Die Tür ist zweiflügelig mit schmalem Standflügel und rundbogigem Oberlicht. Auf den Flügeln über Sockelbrett drei (1 : 2) schlanke ionisierende Pilaster mit Sockelprofil und zierlichen, flachen Kapitellen. - Im Inneren des Hauses zahlreiche orig. Zimmertüren mit schlichter Felderung, durchgängig noch mit den orig. Kasten, Schlössern und Beschlägen."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref> | ||
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LAV NRW OWL L 101 C I Nr. 7-10, Salbuch. | LAV NRW OWL L 101 C I Nr. 7-10, Salbuch. | ||
LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801-1879), Nr. S 898: Schierenberg, Wirt, Kaffeemühle bei Detmold gegen Kolon Brinkoch in Berlebeck Nr. 16 - Abfindung Stätte Brinkoch, 1857. | |||
LAV NRW OWL, D 73 / Allgemeine Kartensammlung, Nr. 5/1863: Karte über die Regulierung der Lemgoer Chaussee bis zur Kaffeemühle, Profil und Lageplan (Stadt und Amt Detmold); auf Transparent, Längenmaßstab 1:500, Höhenmaßstab 1:200, 1896. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||