Elisabethstraße 24 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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In dem Haus ist ab dem Adressbuch von 1916 [https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz Moritz Rülf] als Bewohner verzeichnet.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 156.</ref> Laut Einwohnerkartei war er dort mit seiner Familie (s. u.) erst ab 10.10.1931 registriert. | In dem Haus ist ab dem Adressbuch von 1916 [https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz Moritz Rülf] als Bewohner verzeichnet.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 156.</ref> Laut Einwohnerkartei war er dort mit seiner Familie (s. u.) erst ab 10.10.1931 registriert. | ||
Rülf kam 1914 als Prediger und Lehrer nach Detmold. Ab 1915 mit der Revision der jüdischen Religionsschulen in Lippe betraut. Leitete bis 1937 den Gottesdienst in der [[Lortzingstraße 3 (Detmold)|Synagoge in der Lortzingstraße]]. Rülf erteilte als "Wanderlehrer" in vielen lippischen Orten Religionsunterricht für jüdische Schülerinnen und Schüler. Von 1919 bis 1922 auch an der [[Siegfriedstraße 4 (Detmold)|Knabenbürgerschule]] und von 1922 bis 1933 an der Staatlichen Fortbildungsschule (Berufsschule) in Detmold, zudem Leitung des jüdischen Jugendbundes und ab 1932 übernahm Schriftführer des Israelitischen Gemeindetages für den Freitstaat Lippe.<ref>[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> Am 20.7.1942 mit seiner Ehefrau deportiert und ermordet. Vor dem Gebäude wurden im Mai 2026 fünf "Stolpersteine" verlegt. | Rülf kam 1914 als Prediger und Lehrer nach Detmold. Ab 1915 mit der Revision der jüdischen Religionsschulen in Lippe betraut. Leitete bis 1937 den Gottesdienst in der [[Lortzingstraße 3 (Detmold)|Synagoge in der Lortzingstraße]]. Rülf erteilte als "Wanderlehrer" in vielen lippischen Orten Religionsunterricht für jüdische Schülerinnen und Schüler. Von 1919 bis 1922 auch an der [[Siegfriedstraße 4 (Detmold)|Knabenbürgerschule]] und von 1922 bis 1933 an der Staatlichen Fortbildungsschule (Berufsschule) in Detmold, zudem Leitung des jüdischen Jugendbundes und ab 1932 übernahm Schriftführer des Israelitischen Gemeindetages für den Freitstaat Lippe.<ref Name="GEDENK">[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> Am 20.7.1942 mit seiner Ehefrau deportiert und ermordet. Vor dem Gebäude wurden im Mai 2026 fünf "Stolpersteine" verlegt. | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
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1914 Johannes Köster, Kaufmann; Marie Rekate, Witwe; Dora Rhodovi, Rentnerin; Karl Hetling, Professor; Ida Hetling, Frl.<ref>{{DetmoldAdressbuch1914}}, S. 24.</ref> | 1914 Johannes Köster, Kaufmann; Marie Rekate, Witwe; Dora Rhodovi, Rentnerin; Karl Hetling, Professor; Ida Hetling, Frl.<ref>{{DetmoldAdressbuch1914}}, S. 24.</ref> | ||
1914–1933 Moritz Rülf (* 16.11.1888), seine Ehefrau Erika geb. Lyon (* 14.12.1890), die Kinder Gerhard (* 17.4.1916), Karla (* 8.10.1918) und Erich (* 12.6.1920). Im Oktober 1933 Umzug in die [[Sachsenstraße 25 (Detmold)|Sachsenstraße 25]] zu Buchholz.<ref>[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> Das Haus Sachsenstraße 25 gehörte Irma Buchholz/Bielefeld.ref>{{DetmoldAdressbuch1936}}, S. 117.</ref> | 1914–1933 Moritz Rülf (* 16.11.1888), seine Ehefrau Erika geb. Lyon (* 14.12.1890), die Kinder Gerhard (* 17.4.1916), Karla (* 8.10.1918) und Erich (* 12.6.1920). Im Oktober 1933 Umzug in die [[Sachsenstraße 25 (Detmold)|Sachsenstraße 25]] zu Buchholz.<ref Name="GEDENK" /> | ||
<!--[https://www.gedenkbuch-detmold.de/index.php/gedenkbuch/38-die-opfer-in-alphabetischer-reihenfolge/42-biographien/130-r-biographien/448-ruelf-moritz</ref> --> | |||
Das Haus Sachsenstraße 25 gehörte Irma Buchholz/Bielefeld.ref>{{DetmoldAdressbuch1936}}, S. 117.</ref> | |||
1916 Therese Köster, Witwe; Marie Rekate, Witwe; Bertha Seehorst, Lehrerin a. D.; Lina Hetling, Professors-Witwe; Ida Hetling, Frl.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 74.</ref> Moritz Rülf ebenso.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 156.</ref> | 1916 Therese Köster, Witwe; Marie Rekate, Witwe; Bertha Seehorst, Lehrerin a. D.; Lina Hetling, Professors-Witwe; Ida Hetling, Frl.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 74.</ref> Moritz Rülf ebenso.<ref>{{DetmoldAdressbuch1916}}, S. 156.</ref> | ||