Wittenberger Weg 2 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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Kegelförmig nach unten gewölbte Abhangdecke zur Verbesserung der Akustik. Das Farbkonzept in kühlem Blaugrau im weiß gefassten Innenraum ist Kennzeichen Langmaack‘scher Kirchenbauten vor allem der 1960er Jahre. Darauf abgestimmt die geometrisch-abstrakte Verglasung der Betonrasterfenster von [https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Stolterfoht Egon Stolterfoth] aus Berlin. Motive sind die Dreifaltigkeit (links vom Altar) und das Himmlische Jerusalem (rechts vom Altar). Auch Teile der hochwertigen Ausstattung von Langmaack gestaltet.<br> | |||
Seitlich angefügt ein rechteckiger Gemeindesaal, verbunden durch die (ursprünglich) beidseitig offene Empore, die durch einen Vorhang bzw. im Erdgeschoss durch eine Schiebewand geschlossen werden konnte. Kirche und Saal bieten zusammen über 450 Sitzplätze.<ref Name="Stadt" /> | |||
===Ausstattung=== | |||
Altar, Kanzel und Taufstein aus Ruhrsandstein. Die Taufschale mit der Inschrift „UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES“ sowie der Osterleuchter von dem Detmolder Künstler Kurt Herold. Zwei Kruzifixe von dem Detmolder Künstler Attila Kirilowitsch; ein kleineres aus Holz auf dem Altar, ein größeres als Mosaik in Ocker, Gelb, Rot und Blau über dem Altar hängend. Bauzeitliche Antependien nach Entwurf von Grete Spuida aus Detmold.<ref Name="Stadt" /> | |||
===Glocken=== | |||
Zwei Glocken von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Glocken-_und_Kunstgießerei_Rincker Gießerei Rincker] beziehen sich auf den Gesang zum Abendmahl. Die größere (gestimmt auf g‘) mit der Inschrift „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“, die kleinere (gestimmt auf b‘) mit der Inschrift „Hosianna in der Höh“.<ref Name="Stadt" /> | |||
===Orgel=== | |||
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==Inschriften== | |||
Auf der Taufschale: "UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES".<br> | |||
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Aktuelle Version vom 1. Juni 2026, 21:22 Uhr
Ev.-luth. Dreifaltigkeitskirche Detmold
| Wittenberger Weg 2 (Detmold) | |
|---|---|
| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Straße | Wittenberger Weg (Detmold) |
| Hausnummer | 2 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Die Schwierigkeit des Bauplatzes wird es wohl vor allem gewesen sein, die zu einer ebenso überlegten wie überzeugenden Lösung geführt hat.[1]
Geschichte
In den 1950er Jahren begann die ersten Überlegungen für eine lutherische Kirche im Norden der Stadt. Die Einweihung fand am 17. Dezember 1961 statt.[2]
Die Kirche entstand infolge des Bevölkerungswachstums in den Nachkriegsjahren, im Zusammenhang mit den Neubaugebieten Georgstraße und Schlesierhöhe. Hier war Wohnraum geschaffen worden, der vor allem von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den Ostdeutschen Gebieten bezogen wurde. Viele entstammten der Unierten Kirche, waren mit Luthers Katechismus und der lutherischen Unionsliturgie vertraut. Da sie sich größtenteils der lutherischen Gemeinde anschlossen, reichten die vorhandenen Räumlichkeiten nicht aus, so dass dieser Neubau entstand. Den Entwurf schuf der Hamburger Architekt und bedeutende evangelische Kirchenbaumeister der Nachkriegszeit Gerhard Langmaack. 1960/61 wurde der Bau errichtet.[3]
Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A 738.
Gebäude

Zentralbau als neuer Kirchenbautyp der Zeit um 1960. Runder Grundriss mit ca. 12 m Durchmesser und einer Höhe von 10 m. Zentral auf dem Kirchenbau befindet sich der 30 Meter hohe nadelspitze Turm mit der Glockenstube. Anders als das Äußere vermuten lässt, im Innern ein längsgerichteter Kirchenraum, Altarraum im Osten des Rundbaus, die Wand dort als konkave Rundung eingezogen, ein zweistufiges Podest tritt als halbkreisförmige Insel vor.
Kegelförmig nach unten gewölbte Abhangdecke zur Verbesserung der Akustik. Das Farbkonzept in kühlem Blaugrau im weiß gefassten Innenraum ist Kennzeichen Langmaack‘scher Kirchenbauten vor allem der 1960er Jahre. Darauf abgestimmt die geometrisch-abstrakte Verglasung der Betonrasterfenster von Egon Stolterfoth aus Berlin. Motive sind die Dreifaltigkeit (links vom Altar) und das Himmlische Jerusalem (rechts vom Altar). Auch Teile der hochwertigen Ausstattung von Langmaack gestaltet.
Seitlich angefügt ein rechteckiger Gemeindesaal, verbunden durch die (ursprünglich) beidseitig offene Empore, die durch einen Vorhang bzw. im Erdgeschoss durch eine Schiebewand geschlossen werden konnte. Kirche und Saal bieten zusammen über 450 Sitzplätze.[3]
Ausstattung
Altar, Kanzel und Taufstein aus Ruhrsandstein. Die Taufschale mit der Inschrift „UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES“ sowie der Osterleuchter von dem Detmolder Künstler Kurt Herold. Zwei Kruzifixe von dem Detmolder Künstler Attila Kirilowitsch; ein kleineres aus Holz auf dem Altar, ein größeres als Mosaik in Ocker, Gelb, Rot und Blau über dem Altar hängend. Bauzeitliche Antependien nach Entwurf von Grete Spuida aus Detmold.[3]
Glocken
Zwei Glocken von der Gießerei Rincker beziehen sich auf den Gesang zum Abendmahl. Die größere (gestimmt auf g‘) mit der Inschrift „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“, die kleinere (gestimmt auf b‘) mit der Inschrift „Hosianna in der Höh“.[3]
Orgel
Orgel von Detlef Kleuker aus dem Jahr 1966, in den frühen 1990er Jahren von der Firma Steinmann überholt und technisch wie optisch verändert.[3]
Nebengebäude
Westlich vom Kirchenbau das ältere Pfarrhaus, Wittenberger Weg 4 (Detmold), ohne gestalterischen Zusammenhang mit der Kirche.
Inschriften
Auf der Taufschale: "UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES".
Auf den Glocken "Heilig, heilig, heilig ist der Herr" sowie "Hosianna in der Höhe".[2]
Eigentümer
Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold
Pastoren
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
Quellen
- Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.detmold-lutherisch.de/orte/dreifaltigkeitskirche
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
- Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeitskirche_(Detmold)
Einzelnachweise
Autor*innen
Joachim Kleinmanns, Wolfgang Kramer
Seitenhistorie
Seite erstellt am 05.03.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 01.06.2026 von Wolfgang Kramer