Wittenberger Weg 2 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ev.-luth. Dreifaltigkeitskirche Detmold'''
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==Geschichte==
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In den 1950er Jahren begann die ersten Überlegungen für eine lutherische Kirche im Norden der Stadt. Die Einweihung fand am 17. Dezember 1961 statt.<ref Name="Engelbert">{{EngelbertJahre1971}}, S. 195 ff</ref>
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Die Kirche entstand infolge des Bevölkerungswachstums in den Nachkriegsjahren, im Zusammenhang mit den Neubaugebieten Georgstraße und Schlesierhöhe. Hier war Wohnraum geschaffen worden, der vor allem von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den Ostdeutschen Gebieten bezogen wurde. Viele entstammten der Unierten Kirche, waren mit Luthers Katechismus und der lutherischen Unionsliturgie vertraut. Da sie sich größtenteils der lutherischen Gemeinde anschlossen, reichten die vorhandenen Räumlichkeiten nicht aus, so dass dieser Neubau entstand. Den Entwurf schuf der Hamburger Architekt und bedeutende evangelische Kirchenbaumeister der Nachkriegszeit [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Langmaack Gerhard Langmaack]. 1960/61 wurde der Bau errichtet.<ref Name="Stadt">Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref>
Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A 738.


==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei: Detmold - Evangelisch-Lutherische Dreifaltigkeitskirche.jpg|thumb|Dreifaltigkeitskirche, 2012, Foto: Tsungam]]
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Kirche und Gemeindesaal sind räumlich miteinander verbunden. Die Kirche hat eine kreisrunden Grundriss mit ca. 12 Meter Durchmesser und eine Höhe von 10 Meter. Zentral auf dem Kirchenbau befindet sich der 30 Meter hohe Turm mit der Glockenstube. An den Kirchenraum schließt sich der recheckige Gemeindesaal an.<br />
Die Pläne stammen vom Architekten Gerhard Langmaack aus Hamburg.


==Inschriften==
Zentralbau als neuer Kirchenbautyp der Zeit um 1960. Runder Grundriss mit ca. 12 m Durchmesser und einer Höhe von 10 m. Zentral auf dem Kirchenbau befindet sich der 30 Meter hohe nadelspitze Turm mit der Glockenstube. Anders als das Äußere vermuten lässt, im Innern ein längsgerichteter Kirchenraum, Altarraum im Osten des Rundbaus, die Wand dort als konkave Rundung eingezogen, ein zweistufiges Podest tritt als halbkreisförmige Insel vor.<br>
==Glocken==
Kegelförmig nach unten gewölbte Abhangdecke zur Verbesserung der Akustik. Das Farbkonzept in kühlem Blaugrau im weiß gefassten Innenraum ist Kennzeichen Langmaack‘scher Kirchenbauten vor allem der 1960er Jahre. Darauf abgestimmt die geometrisch-abstrakte Verglasung der Betonrasterfenster von [https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Stolterfoht Egon Stolterfoth] aus Berlin. Motive sind die Dreifaltigkeit (links vom Altar) und das Himmlische Jerusalem (rechts vom Altar). Auch Teile der hochwertigen Ausstattung von Langmaack gestaltet.<br>
Im Turm befinden sich zwei Glocken.<ref Name="Engelbert" /><br />
Seitlich angefügt ein rechteckiger Gemeindesaal, verbunden durch die (ursprünglich) beidseitig offene Empore, die durch einen Vorhang bzw. im Erdgeschoss durch eine Schiebewand geschlossen werden konnte. Kirche und Saal bieten zusammen über 450 Sitzplätze.<ref Name="Stadt" />
Inschrift auf der großen auf '''g'''' gestimmten Bronzeglocke:<br />
 
  '''Heilig, heilig, heilig ist der Herr'''
===Ausstattung===
Inschrift auf der keinen auf '''b'''' gestimmten Bronzeglocke:<br />
Altar, Kanzel und Taufstein aus Ruhrsandstein. Die Taufschale mit der Inschrift „UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES“ sowie der Osterleuchter von dem Detmolder Künstler Kurt Herold. Zwei Kruzifixe von dem Detmolder Künstler Attila Kirilowitsch; ein kleineres aus Holz auf dem Altar, ein größeres als Mosaik in Ocker, Gelb, Rot und Blau über dem Altar hängend. Bauzeitliche Antependien nach Entwurf von Grete Spuida aus Detmold.<ref Name="Stadt" />
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===Glocken===
Zwei Glocken von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Glocken-_und_Kunstgießerei_Rincker Gießerei Rincker] beziehen sich auf den Gesang zum Abendmahl. Die größere (gestimmt auf g‘) mit der Inschrift „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“, die kleinere (gestimmt auf b‘) mit der Inschrift „Hosianna in der Höh“.<ref Name="Stadt" />
 
===Orgel===
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==Orgel==
===Nebengebäude===
Westlich vom Kirchenbau das ältere Pfarrhaus, [[Wittenberger Weg 4 (Detmold)]], ohne gestalterischen Zusammenhang mit der Kirche.


==Inschriften==
Auf der Taufschale: "UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES".<br>
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==Eigentümer==
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Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold
Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold


==Pastoren==
==Pastoren==
bis 1926 <ref>{{ButterweckGeschichte1926}}, Seite 378 ff</ref> 
 
* JJJJ  
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==Literatur==
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==Quellen==
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* Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.


==Weblinks==
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Aktuelle Version vom 1. Juni 2026, 21:22 Uhr

Ev.-luth. Dreifaltigkeitskirche Detmold

Wittenberger Weg 2 (Detmold)
OrtsteilDetmold (Kernstadt)
StraßeWittenberger Weg (Detmold)
Hausnummer2
Karte
Adressbuch von 1901
Die Schwierigkeit des Bauplatzes wird es wohl vor allem gewesen sein, die zu einer ebenso überlegten wie überzeugenden Lösung geführt hat.[1]

Geschichte

In den 1950er Jahren begann die ersten Überlegungen für eine lutherische Kirche im Norden der Stadt. Die Einweihung fand am 17. Dezember 1961 statt.[2]

Die Kirche entstand infolge des Bevölkerungswachstums in den Nachkriegsjahren, im Zusammenhang mit den Neubaugebieten Georgstraße und Schlesierhöhe. Hier war Wohnraum geschaffen worden, der vor allem von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den Ostdeutschen Gebieten bezogen wurde. Viele entstammten der Unierten Kirche, waren mit Luthers Katechismus und der lutherischen Unionsliturgie vertraut. Da sie sich größtenteils der lutherischen Gemeinde anschlossen, reichten die vorhandenen Räumlichkeiten nicht aus, so dass dieser Neubau entstand. Den Entwurf schuf der Hamburger Architekt und bedeutende evangelische Kirchenbaumeister der Nachkriegszeit Gerhard Langmaack. 1960/61 wurde der Bau errichtet.[3]

Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A 738.

Gebäude

Dreifaltigkeitskirche, 2012, Foto: Tsungam

Zentralbau als neuer Kirchenbautyp der Zeit um 1960. Runder Grundriss mit ca. 12 m Durchmesser und einer Höhe von 10 m. Zentral auf dem Kirchenbau befindet sich der 30 Meter hohe nadelspitze Turm mit der Glockenstube. Anders als das Äußere vermuten lässt, im Innern ein längsgerichteter Kirchenraum, Altarraum im Osten des Rundbaus, die Wand dort als konkave Rundung eingezogen, ein zweistufiges Podest tritt als halbkreisförmige Insel vor.
Kegelförmig nach unten gewölbte Abhangdecke zur Verbesserung der Akustik. Das Farbkonzept in kühlem Blaugrau im weiß gefassten Innenraum ist Kennzeichen Langmaack‘scher Kirchenbauten vor allem der 1960er Jahre. Darauf abgestimmt die geometrisch-abstrakte Verglasung der Betonrasterfenster von Egon Stolterfoth aus Berlin. Motive sind die Dreifaltigkeit (links vom Altar) und das Himmlische Jerusalem (rechts vom Altar). Auch Teile der hochwertigen Ausstattung von Langmaack gestaltet.
Seitlich angefügt ein rechteckiger Gemeindesaal, verbunden durch die (ursprünglich) beidseitig offene Empore, die durch einen Vorhang bzw. im Erdgeschoss durch eine Schiebewand geschlossen werden konnte. Kirche und Saal bieten zusammen über 450 Sitzplätze.[3]

Ausstattung

Altar, Kanzel und Taufstein aus Ruhrsandstein. Die Taufschale mit der Inschrift „UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES“ sowie der Osterleuchter von dem Detmolder Künstler Kurt Herold. Zwei Kruzifixe von dem Detmolder Künstler Attila Kirilowitsch; ein kleineres aus Holz auf dem Altar, ein größeres als Mosaik in Ocker, Gelb, Rot und Blau über dem Altar hängend. Bauzeitliche Antependien nach Entwurf von Grete Spuida aus Detmold.[3]

Glocken

Zwei Glocken von der Gießerei Rincker beziehen sich auf den Gesang zum Abendmahl. Die größere (gestimmt auf g‘) mit der Inschrift „Heilig, heilig, heilig ist der Herr“, die kleinere (gestimmt auf b‘) mit der Inschrift „Hosianna in der Höh“.[3]

Orgel

Orgel von Detlef Kleuker aus dem Jahr 1966, in den frühen 1990er Jahren von der Firma Steinmann überholt und technisch wie optisch verändert.[3]

Nebengebäude

Westlich vom Kirchenbau das ältere Pfarrhaus, Wittenberger Weg 4 (Detmold), ohne gestalterischen Zusammenhang mit der Kirche.

Inschriften

Auf der Taufschale: "UND TAUFET SIE IM NAMEN DES VATERS DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES".
Auf den Glocken "Heilig, heilig, heilig ist der Herr" sowie "Hosianna in der Höhe".[2]

Eigentümer

Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold

Pastoren

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004

Quellen

  • Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 65.
  2. 2,0 2,1 Walter Engelbert, 250 Jahre Evangelisch-lutherische Gemeinde in Detmold 1721–1971, Detmold 1971., S. 195 ff
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns, Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 05.03.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 01.06.2026 von Wolfgang Kramer