Freiligrathstraße o. Nr. (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen
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Wie bei anderen Städten auch gab es vor den Toren ein sog. Leprosenhaus zur Unterbringung von Menschen mit ansteckenden Krankheiten, die man wegen der Ansteckungsgefahr nicht innerhalb der Stadtmauern versorgen wollte. Nach Preuß bestand das Siechenhaus bis in das 17. Jh. In den Jahren 1573 und 1589 wurde es noch in einer Urkunde erwähnt,<ref>LAV NRW OWL, L 4 K / Gutsarchiv von Schwartz-Merckel (Urkunden), Nr. 61 und 88.</ref> und auch noch 1623.<ref>LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. 574.</ref> 1703 wurde es verkauft.<ref>Protokoll über den Verkauf des Siechenhauses 1703, in: LAV NRW OWL, L 107 A / Armen- und Waisenhauskommission Detmold, Nr. 59: Waisenhausrechnungen und -protokolle, 1641-1730.</ref> | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Der Standort lag bei der "Sekenbrücke", die den Knochenbach überspannte. Wo genau es sich befand und wie es aussah, ist ungewiss. | |||
==Inschriften== | ==Inschriften== | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
Nach 1620 und vor 1713 fällt die Erwähnung des Johann Overdeich, Provisor des Siechenhauses in Detmold.<ref>LAV NRW OWL, L 85 / Geistliches Gericht in Lippe, Nr. 473.</ref> | |||
1660 war Anthonius Veger Provisor des Siechenhaus vor Detmold.<ref>LAV NRW OWL, L 92 X / Lippische Rentkammer - Schulden, Nr. 349, 1427-1600.</ref> | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
{{PreußAlterthümer1873}}, S. 17. | |||
{{KittelGeschichte1953}}, S. 84. | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* LAV NRW OWL, L 4 K / Gutsarchiv von Schwartz-Merckel (Urkunden), Nr. 61 und 88. | |||
* LAV NRW OWL, L 107 A / Armen- und Waisenhauskommission Detmold, Nr. 59: Waisenhausrechnungen und -protokolle, 1641-1730. | |||
* LAV NRW OWL, L 69 / Lippische Konsistorialakten - Kirchspiele Detmold, Heiligenkirchen, Haustenbeck, Heiden, Lage, Stapelage und Augustdorf, Nr. 138: Siechenhaus(Leprosenhaus)-Einkünfte und -Rechnungen, 1596-1683, 1711. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2026, 16:33 Uhr
| Freiligrathstraße o. Nr. (Detmold) | |
|---|---|
| Ortsteil | Detmold (Kernstadt) |
| Straße | Freiligrathstraße (Detmold) |
| Hausnummer | - |
| Karte | |
| Quartiersnummer | - |
| Adressbuch von 1901 | Nein |
An der "Sekenbrücke" befand sich bis in das 17. Jh. das mittelalterliche Siechenhaus.
Geschichte
Wie bei anderen Städten auch gab es vor den Toren ein sog. Leprosenhaus zur Unterbringung von Menschen mit ansteckenden Krankheiten, die man wegen der Ansteckungsgefahr nicht innerhalb der Stadtmauern versorgen wollte. Nach Preuß bestand das Siechenhaus bis in das 17. Jh. In den Jahren 1573 und 1589 wurde es noch in einer Urkunde erwähnt,[1] und auch noch 1623.[2] 1703 wurde es verkauft.[3]
Gebäude
Der Standort lag bei der "Sekenbrücke", die den Knochenbach überspannte. Wo genau es sich befand und wie es aussah, ist ungewiss.
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Nach 1620 und vor 1713 fällt die Erwähnung des Johann Overdeich, Provisor des Siechenhauses in Detmold.[4]
1660 war Anthonius Veger Provisor des Siechenhaus vor Detmold.[5]
Literatur
Otto Preuß, Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes, Detmold 1873, S. 17.
Erich Kittel, Geschichte Detmolds bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, in: Geschichte der Stadt Detmold, Detmold 1953, S. 48–181, S. 84.
Quellen
- LAV NRW OWL, L 4 K / Gutsarchiv von Schwartz-Merckel (Urkunden), Nr. 61 und 88.
- LAV NRW OWL, L 107 A / Armen- und Waisenhauskommission Detmold, Nr. 59: Waisenhausrechnungen und -protokolle, 1641-1730.
- LAV NRW OWL, L 69 / Lippische Konsistorialakten - Kirchspiele Detmold, Heiligenkirchen, Haustenbeck, Heiden, Lage, Stapelage und Augustdorf, Nr. 138: Siechenhaus(Leprosenhaus)-Einkünfte und -Rechnungen, 1596-1683, 1711.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ LAV NRW OWL, L 4 K / Gutsarchiv von Schwartz-Merckel (Urkunden), Nr. 61 und 88.
- ↑ LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. 574.
- ↑ Protokoll über den Verkauf des Siechenhauses 1703, in: LAV NRW OWL, L 107 A / Armen- und Waisenhauskommission Detmold, Nr. 59: Waisenhausrechnungen und -protokolle, 1641-1730.
- ↑ LAV NRW OWL, L 85 / Geistliches Gericht in Lippe, Nr. 473.
- ↑ LAV NRW OWL, L 92 X / Lippische Rentkammer - Schulden, Nr. 349, 1427-1600.
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 08.06.2026 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 08.06.2026 von Joachim Kleinmanns