Blomberger Straße 67 (Spork-Eichholz): Unterschied zwischen den Versionen

Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 8: Zeile 8:
|Ortsteil1901=Spork
|Ortsteil1901=Spork
|Hausnummer1901=030
|Hausnummer1901=030
}}Brauerei Falkenkrug, erbaut ab 1857, geht zurück auf den 1662 gegründeten, westlich gelegenen [[Blomberger Straße 65 (Detmold)|Falkenkrug]].<ref>LAV NRW OWL, L 92 N / Lippische Rentkammer - Gewerbeabgaben, Nr. 290: Wirtschaftskontrakte im Amt Detmold, Bd. 3, (1661), enthält: Vererbpachteter Falkenkrug in dem Gehölz Schoren bei Detmold.</ref> Heute Sitz der Freien Waldorfschule Detmold.
}}Brauerei Falkenkrug, erbaut ab 1857, geht zurück auf den 1662 gegründeten, westlich gelegenen [[Blomberger Straße 65 (Spork-Eichholz)|Falkenkrug]].<ref>LAV NRW OWL, L 92 N / Lippische Rentkammer - Gewerbeabgaben, Nr. 290: Wirtschaftskontrakte im Amt Detmold, Bd. 3, (1661), enthält: Vererbpachteter Falkenkrug in dem Gehölz Schoren bei Detmold.</ref> Heute Sitz der Freien Waldorfschule Detmold.


==Geschichte==
==Geschichte==


Der Komplex der Bierbrauerei Falkenkrug entwickelte sich aus dem älteren benachbarten [[Blomberger Straße 65 (Detmold)|Falkenkrug]], in dem auch schon Bier gebraut wurde. Seit 1872 Aktiengesellschaft (5 Jahre nach der Brauerei in der [[Palaisstraße 1 (C 158a) (Detmold)|Palaistraße]]).<ref>LAV NRW OWL, L 80.16 / Regierung/Landesregierung Lippe - Wirtschaftsabteilung, Nr. 864: Staatliche Genehmigung zur Errichtung von Aktiengesellschaften, 1860-1922.</ref> <ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 18 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Spork bei Detmold, 1867-1879, Nr. 49.) Verkauf der Brauerei Falkenkrug an die Aktiengesellschaft "Aktienbrauerei Falkenkrug", 1872.</ref> Am 16. Januar 1676 überwies Graf Simon Henrich zur Lippe seinem Hoftrompeter Johann Winter seinen in Schoren gelegenen Fischteich für 9 Mariengroschen jährlicher Rente.<ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 657.</ref>
Der Komplex der Bierbrauerei Falkenkrug entwickelte sich aus dem älteren benachbarten [[Blomberger Straße 65 (Spork-Eichholz)|Falkenkrug]], in dem auch schon Bier gebraut wurde. Seit 1872 Aktiengesellschaft (5 Jahre nach der Brauerei in der [[Palaisstraße 1 (C 158a) (Detmold)|Palaistraße]]).<ref>LAV NRW OWL, L 80.16 / Regierung/Landesregierung Lippe - Wirtschaftsabteilung, Nr. 864: Staatliche Genehmigung zur Errichtung von Aktiengesellschaften, 1860-1922.</ref> <ref>LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 18 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Spork bei Detmold, 1867-1879, Nr. 49.) Verkauf der Brauerei Falkenkrug an die Aktiengesellschaft "Aktienbrauerei Falkenkrug", 1872.</ref> Am 16. Januar 1676 überwies Graf Simon Henrich zur Lippe seinem Hoftrompeter Johann Winter seinen in Schoren gelegenen Fischteich für 9 Mariengroschen jährlicher Rente.<ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 657.</ref>


Geschaffen wurde die neue Brauerei durch die Witwe des Simon August Gausmann († 19.11.1856) und ihren zweiten EhemannKarl Schmitz. Beide ließen von 1857 bis 1880 den Gebäudekomplex der Brauerei Falkenkrug errichten.<ref>Heinz Lücke, Das Brauwesen in Lippe, in: Heimatland Lippe, Nr.7, Detmold 1985, S. 210–212.</ref>
Geschaffen wurde die neue Brauerei durch die Witwe des Simon August Gausmann († 19.11.1856) und ihren zweiten EhemannKarl Schmitz. Beide ließen von 1857 bis 1880 den Gebäudekomplex der Brauerei Falkenkrug errichten.<ref>Heinz Lücke, Das Brauwesen in Lippe, in: Heimatland Lippe, Nr.7, Detmold 1985, S. 210–212.</ref>
Zeile 40: Zeile 40:
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==


ab 1857 Witwe Gausmann und ihr zweiter Ehemann Karl Schmitz († 1874).<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schwalenberg / Amt Schwalenberg, Nr. 1110: Witwe des Brauereibesitzers Karl Schmitz aus Detmold gegen den Wirt H. Kreyenmeier aus Schwalenberg wegen Schuldforderung, 1874-1875.</ref>
ab 1857 Witwe Gausmann und ihr zweiter Ehemann Karl Schmitz († 1874).<ref>LAV NRW OWL, L 108 Schwalenberg / Amt Schwalenberg, Nr. 1110: Witwe des Brauereibesitzers Karl Schmitz aus Detmold gegen den Wirt H. Kreyenmeier aus Schwalenberg wegen Schuldforderung, 1874-1875.</ref> 19.12.1872 Verkauf an die Aktien-Bierbrauerei.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 52: Salbuch der ehem. Vogtei Detmold von 1854, Bd. 1, 1854-1888 (1770).</ref>


1872–1892 [https://lippelex.de/index.php?title=Döpping,_Richard_(1831-1892) Richard Döpping] (* April 1831 in Coesfeld; † 13. Juni 1892 in Detmold) kam am 1.10.1872 nach Detmold als Direktor der Brauerei Falkenkrug und blieb in diesem Amt bis zu seinem Tod.
1872–1892 [https://lippelex.de/index.php?title=Döpping,_Richard_(1831-1892) Richard Döpping] (* April 1831 in Coesfeld; † 13. Juni 1892 in Detmold) kam am 1.10.1872 nach Detmold als Direktor der Brauerei Falkenkrug und blieb in diesem Amt bis zu seinem Tod.


[https://lippelex.de/index.php?title=Müller,_Ludwig_(1859-1920) Ludwig Müller] (* 1859 in Blomberg; † 13. August 1920 in Esse-Borbeck) war Lehrling und später Besitzer und erster Direktor der AG Brauerei Falkenkrug bei Detmold.
ab 1892 [https://lippelex.de/index.php?title=Müller,_Ludwig_(1859-1920) Ludwig Müller] (* 1859 in Blomberg; † 13. August 1920 in Esse-Borbeck) war Lehrling und später Besitzer und Direktor der AG Brauerei Falkenkrug bei Detmold.


1901 Aktienbierbrauerei Falkenkrug; Paul Hamann, Brauerei-Direktor; Ludwig Müller, Brauerei-Direktor; Fritz Ehlebracht, Expedient; Rudolf Holzkämper, Comptoirist.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 224.</ref>
1901 Aktienbierbrauerei Falkenkrug; Paul Hamann, Brauerei-Direktor; Ludwig Müller, Brauerei-Direktor; Fritz Ehlebracht, Expedient; Rudolf Holzkämper, Comptoirist.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 224.</ref>