Hauptstraße 89-91 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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|Ortsteil1901=Heiden
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|Hausnummer1901=004
|Hausnummer1901=004
}}Der Hof ist bereits im Salbuch um 1617 erwähnt.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 77.</ref>
}}Die Hofstelle Akemeier war ehemals Heiden Nr. 4.
 
Der Hof ist bereits im Salbuch um 1617 erwähnt.<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 77.</ref>


==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei: Hauptstr. 91 in Heiden.jpg | thumb | Hauptstr. 91 in Heiden, Foto L.Kaup 2026]]
Der Hof Akemeier, die Hausstätte Hauptstraße 91 / (bis 1970) Hauptstraße 35 / Heiden Nr. 4 gehört zu den ersten Siedlerstellen in Heiden, den vier Urhöfen, mit denen vor mehr als 1000 Jahren eine dauerhafte Siedlungsentwicklung in Heiden begann. Die ersten vier Ansiedlungen fanden statt auf den Höfen Avenhaus, Sültemeier, Akemeier und dem Meier zu Heiden. Akemeier siedelte am östlichen Rand der Gemarkung auf dem Südriedel. Diese erste Gründungsphase zur Siedlungsentwicklung war zur Zeit der Gründung der Kirche in Heiden (zwischen 950 und 1025) bereits abgeschlossen.  <ref>{{HülsHeiden1974}} S.100 ff </ref> 
Im Jahre 1330 befindet sich der Akhof im Besitz des Stiftes zum Berge in Herford, in dessen Güterverzeichnis von 1151 die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens „Hethis“ zu  finden ist. Der Ortsname „Hethem“ wird dort 1330 genannt.  <ref>Hüls 1974 S. 114 </ref>
Im Salbuch um 1617 ist vermerkt: "Aickmeigr ist eigen, gibt I.G. ein feiste Kuhe; Landschatz 4 Gfl.; Burgfestgeld 1½ Rtl.; Hofgerichtsschatz 12 Gr.; in die Rentcammer uf Pfingsten und Michaelis jeder Zeit 7 Gr. [?] Gosl.; Erbteil und Weinkauf an das Haus Dettmoldt. Dient wochentlich Simon Schwartzen mit den Pferden ein Tag. Nach Dettmoldt 3 Tage Burgfest. Dem Kloister ufm Berge fur Herfuhrdt 23 Schfl. Hafern, 3 Schfl. Rogken und 6 Gr. Den Zehenden den Jungfern zu Lembgow. Nach Dettmoldt umbs ander Jahr 1 Schfl. Gogrefenhafern, 2 Huner. Dem Chuster Küster] zu Heyden 1 Schfl. Rogken. Jehrlichs in das Haus Brede 1 Tlr.".<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 77.</ref>
Im Salbuch um 1617 ist vermerkt: "Aickmeigr ist eigen, gibt I.G. ein feiste Kuhe; Landschatz 4 Gfl.; Burgfestgeld 1½ Rtl.; Hofgerichtsschatz 12 Gr.; in die Rentcammer uf Pfingsten und Michaelis jeder Zeit 7 Gr. [?] Gosl.; Erbteil und Weinkauf an das Haus Dettmoldt. Dient wochentlich Simon Schwartzen mit den Pferden ein Tag. Nach Dettmoldt 3 Tage Burgfest. Dem Kloister ufm Berge fur Herfuhrdt 23 Schfl. Hafern, 3 Schfl. Rogken und 6 Gr. Den Zehenden den Jungfern zu Lembgow. Nach Dettmoldt umbs ander Jahr 1 Schfl. Gogrefenhafern, 2 Huner. Dem Chuster Küster] zu Heyden 1 Schfl. Rogken. Jehrlichs in das Haus Brede 1 Tlr.".<ref>{{StöwerSalbücher1969}}, S. 77.</ref>
1781 ist Akemeier ein gemeiner Vollmeier, der Landesherrschaft leibeigen, entrichtet [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]]. Für eine vor 4 Jahren erbaute Ölmühle muss er jährlich 6 Reichstaler an die Rentkammer zahlen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=45&cHash=79bd8de416d02cad8b90f0dd49a66f03 Digitalisat].</ref> 1829 ist er immer noch als gemeiner Vollmeier, der Landesherrschaft leibeigen, klassifiziert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=63&cHash=f6847a187d301addee62aa174e7f2a44 Digitalisat].</ref>
1781 ist Akemeier ein gemeiner Vollmeier, der Landesherrschaft leibeigen, entrichtet [[Sterbfall]] und [[Weinkauf]]. Für eine vor 4 Jahren erbaute Ölmühle muss er jährlich 6 Reichstaler an die Rentkammer zahlen.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=45&cHash=79bd8de416d02cad8b90f0dd49a66f03 Digitalisat].</ref> 1829 ist er immer noch als gemeiner Vollmeier, der Landesherrschaft leibeigen, klassifiziert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=63&cHash=f6847a187d301addee62aa174e7f2a44 Digitalisat].</ref>
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==Gebäude==
==Gebäude==
1781 sind laut Salbuch auf dem Hofraum mit Eichen und Obstbäumen sowie einem Eichhoff folgende Gebäude vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schoppen, Backhaus, Schweinestall, 2 Einliegerhäuschen, Ölmühle, Schweinestall bei der Leibzucht.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=45&cHash=79bd8de416d02cad8b90f0dd49a66f03 Digitalisat].</ref> 1829 ist der Gebäudebestand unverändert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=63&cHash=f6847a187d301addee62aa174e7f2a44 Digitalisat].</ref> 1855 besitzt Akemeier ein Wohnhaus, eine Leibzucht, zwei Einliegerhäuser, die Ölmühle und einen Kotten auf der Lehmkuhle; es sind nur bewohnte Gebäude erfasst worden.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=24&cHash=470cfe041c38ac1be55ebb9015c95752 Digitalisat].</ref>
1781 sind laut Salbuch auf dem Hofraum mit Eichen und Obstbäumen sowie einem Eichhoff folgende Gebäude vorhanden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schoppen, Backhaus, Schweinestall, 2 Einliegerhäuschen, Ölmühle, Schweinestall bei der Leibzucht.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=45&cHash=79bd8de416d02cad8b90f0dd49a66f03 Digitalisat].</ref> 1829 ist der Gebäudebestand unverändert.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=63&cHash=f6847a187d301addee62aa174e7f2a44 Digitalisat].</ref> 1855 besitzt Akemeier ein Wohnhaus, eine Leibzucht, zwei Einliegerhäuser, die Ölmühle und einen Kotten auf der Lehmkuhle; es sind nur bewohnte Gebäude erfasst worden.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=24&cHash=470cfe041c38ac1be55ebb9015c95752 Digitalisat].</ref>
[[Datei: Hauptstr. 89, ehem. Mühle.jpg | thumb | Hauptstr. 89, ehem. Mühle, Foto L.Kaup 2026]]
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