Kammweg Ehrenmal (Oerlinghausen): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Denkmal erinnert an die Gefallenen des Kgl.-Infanterie-Regiments Nr. 145 im Ersten Weltkrieg (1914-1918). Die Grundsteinlegung fand am 18.8.1929, der Entwurf stammt von Berthold Müller-Oerlinghausen. Baubeginn war im Frühjahr 1930, Ende Juni 1930 war das Denkmal nahezu vollendet, der in Essen aus Bronze gegossene liegende Infanterist wurde installiert. Am 9. Juli wurde eine Urne mit einer Liste der Namen aller Gefallene des K.I.R. 145 im Grundstein vermauert. Einweihung war am 31.8.1930. Den Eingang in das Denkmal sollten zwei bronzene Königstiger als Wächter flankieren. Die Mittel dafür fehlten allerdings, so dass für den Tag der Einweihung auf den Sockeln zwei Gipsmodelle aufgestellt wurden, die in den nächsten Monaten durch Bronzeplastiken ersetzt werden sollten, was aber nie geschah.Beim Absturz eines britischen Bombers auf den Tönsberg am 27. Februar 1945 und bei den dreitägigen Kampfhandlungen Anfang April 1945 wurde das Denkmal beschädigt. Im Sommer 1949 rief der Bürgermeister die Oerlinghauser auf, Geld für die Reparatur zu spenden. Ein Vertreter der KPD protestierte einer Ratssitzung gegen die Restaurierung, da er darin „eine Verherrlichung des Krieges“ sah, war allerdings mit dieser Meinung allein. Es kamen 1.500 DM zusammen. Durch Ratsbeschluss wurde dann die Betreuung des Denkmals der Heimatpflege und dem Verschönerungsverein übertragen.<ref>{{HartmannAltar2024}}, S 88.</ref> | Das Denkmal erinnert an die Gefallenen des Kgl.-Infanterie-Regiments Nr. 145 im Ersten Weltkrieg (1914-1918). Die Grundsteinlegung fand am 18.8.1929, der Entwurf stammt von Berthold Müller-Oerlinghausen. Baubeginn war im Frühjahr 1930, Ende Juni 1930 war das Denkmal nahezu vollendet, der in Essen aus Bronze gegossene liegende Infanterist wurde installiert. Am 9. Juli wurde eine Urne mit einer Liste der Namen aller Gefallene des K.I.R. 145 im Grundstein vermauert. Einweihung war am 31.8.1930. Den Eingang in das Denkmal sollten zwei bronzene Königstiger als Wächter flankieren. Die Mittel dafür fehlten allerdings, so dass für den Tag der Einweihung auf den Sockeln zwei Gipsmodelle aufgestellt wurden, die in den nächsten Monaten durch Bronzeplastiken ersetzt werden sollten, was aber nie geschah.Beim Absturz eines britischen Bombers auf den Tönsberg am 27. Februar 1945 und bei den dreitägigen Kampfhandlungen Anfang April 1945 wurde das Denkmal beschädigt. Im Sommer 1949 rief der Bürgermeister die Oerlinghauser auf, Geld für die Reparatur zu spenden. Ein Vertreter der KPD protestierte einer Ratssitzung gegen die Restaurierung, da er darin „eine Verherrlichung des Krieges“ sah, war allerdings mit dieser Meinung allein. Es kamen 1.500 DM zusammen. Durch Ratsbeschluss wurde dann die Betreuung des Denkmals der Heimatpflege und dem Verschönerungsverein übertragen.<ref>{{HartmannAltar2024}}, S 88.</ref> | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
[[Datei:OER-Kammweg-Ehrenmal_WPecherc1930_BA_OE-2-5|thumb|Denkmal, Ansicht von Westen, um 1930, Foto: Wilhelm Pecher, LLB: BA OE-2-5]] | [[Datei:OER-Kammweg-Ehrenmal_WPecherc1930_BA_OE-2-5.png|thumb|Denkmal, Ansicht von Westen, um 1930, Foto: Wilhelm Pecher, LLB: BA OE-2-5]] | ||
[[Datei:OER-Kammweg-Denkmal_JK2023.JPG|thumb|Inneres des Denkmals mit dem Kenotaph und der Bronzeplastik, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | [[Datei:OER-Kammweg-Denkmal_JK2023.JPG|thumb|Inneres des Denkmals mit dem Kenotaph und der Bronzeplastik, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]] | ||
Die architektonische Gestaltung erinnert entfernt an einen griechischen oder römischen Tempel, indem ein Rechteck aus Pfeilern (statt Säulen) gebildet wird, die jedoch kein Dach tragen, sondern durch 4 Architrave verbunden werden. An den Stirnseiten sind es 5 Pfeiler quadratischen Querschnitts, an den Längsseiten 7. Am östlichen Ende steht ein Kenotaph, au dem die Bronzeplastik eines Soldaten aufgebahrt ist, der in seinen Händen ein Gewehr hält. Ein Teil des Körpers wird durch die Regimentsfahne bedeckt. | Die architektonische Gestaltung erinnert entfernt an einen griechischen oder römischen Tempel, indem ein Rechteck aus Pfeilern (statt Säulen) gebildet wird, die jedoch kein Dach tragen, sondern durch 4 Architrave verbunden werden. An den Stirnseiten sind es 5 Pfeiler quadratischen Querschnitts, an den Längsseiten 7. Am östlichen Ende steht ein Kenotaph, au dem die Bronzeplastik eines Soldaten aufgebahrt ist, der in seinen Händen ein Gewehr hält. Ein Teil des Körpers wird durch die Regimentsfahne bedeckt. | ||
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