Am Kirchplatz 1a (Schötmar): Unterschied zwischen den Versionen
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Ein flacher Hügel am Rande der Bega-Niederung wurde um 800 herum zum Zentrum der Christianisierung der hiesigen Gegend. Unter dem Einfluss der Würzburger Bischöfe, welche die Missionierung des Sachsenlandes im Bereich des späteren Bistums Paderborn übernommen hatten, wurde dort eine Kirche gebaut, die dem Heiligen Kilian geweiht wurde. Damit war eine der Urpfarreien in der Region gegründet. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
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Bis 1847 stand an diesem Platz eine romanische Kirche als Vorläuferbau. Im Jahre 1844 wurde ein Neubaufonds angelegt und 1851 konnte die Kilianskirche eingeweiht werden. | |||
Die heutige ev.-ref. Kilianskirche in Schötmar ist der dritte Nachfolgebau, er wurde 1850 54 von dem Salzufler Salinendirektor und Baukonstrukteur Friedrich H. L. Goedecke (1810-62) erbaut. Es handelt sich um eine dreischiffige neugotische Hallenkirche von fünf Jochen mit 5/8 Chorabschluss, einem Satteldach über jedem Schiff und kräftigen Unterzügen im Inneren. Im Westturm ist ein 8-eckiges Obergeschoss eingezogen. | |||
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Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten wurden 1981 und 2004 sowohl farblich als auch räumlich die Urzustände größtenteils wieder hergestellt. <ref>Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, S.12, Veröffentlichung 2012</ref> | |||
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Die Glocke von 1437, Feuerglocke genannt, ist die drittälteste Glocke in Lippe. Sie musste im Rahmen der Kriegsabgabe 1942 abgeliefert werden, lagerte auf dem Glockenfriedhof in Lünen und wurde 1947 von dort zur Kilianskirche nach Schötmar zurückgegeben.<br /> | |||
Die beiden Glocken aus dem Jahr 1922 sind von der Gießerei Ulrich und Weule in Bockenem gegossen worden. Die Glockenweihe fand am 15. März 1922 statt.<br /> | |||
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==Inventar== | |||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* Internetseite der Kirchengemeinde https://www.kirche-schoetmar.de | |||
* Archiv der Lippischen Landeskirche: [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x87559247016906720220210101553727 Archivseite] | |||
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Aktuelle Version vom 5. Juli 2026, 15:03 Uhr
Ev.-ref. Kilianskirche Schötmar
| Am Kirchplatz 1a (Schötmar) | |
|---|---|
| Ortsteil | Schötmar |
| Straße | Am Kirchplatz (Schötmar) |
| Hausnummer | 1a |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | |
Festzuhalten bleibt, daß die Entstehung der Schötmarer Kirche mit größter Wahrscheinlichkeit in die Jahre vor 836 gehört, in denen dem Kilianskult in der Diozöse Paderborn die größte Bedeutung zukam. ... Wir dürfen also voraussetzen, daß die Kirche in Schötmar eine der ältesten im Lipper Raum gewesen ist.[1]
Geschichte

Ein flacher Hügel am Rande der Bega-Niederung wurde um 800 herum zum Zentrum der Christianisierung der hiesigen Gegend. Unter dem Einfluss der Würzburger Bischöfe, welche die Missionierung des Sachsenlandes im Bereich des späteren Bistums Paderborn übernommen hatten, wurde dort eine Kirche gebaut, die dem Heiligen Kilian geweiht wurde. Damit war eine der Urpfarreien in der Region gegründet.
Gebäude

Bis 1847 stand an diesem Platz eine romanische Kirche als Vorläuferbau. Im Jahre 1844 wurde ein Neubaufonds angelegt und 1851 konnte die Kilianskirche eingeweiht werden. Die heutige ev.-ref. Kilianskirche in Schötmar ist der dritte Nachfolgebau, er wurde 1850 54 von dem Salzufler Salinendirektor und Baukonstrukteur Friedrich H. L. Goedecke (1810-62) erbaut. Es handelt sich um eine dreischiffige neugotische Hallenkirche von fünf Jochen mit 5/8 Chorabschluss, einem Satteldach über jedem Schiff und kräftigen Unterzügen im Inneren. Im Westturm ist ein 8-eckiges Obergeschoss eingezogen.

Im Rahmen von Restaurierungsarbeiten wurden 1981 und 2004 sowohl farblich als auch räumlich die Urzustände größtenteils wieder hergestellt. [2]
Inschriften
Glocken
Die Glocke von 1437, Feuerglocke genannt, ist die drittälteste Glocke in Lippe. Sie musste im Rahmen der Kriegsabgabe 1942 abgeliefert werden, lagerte auf dem Glockenfriedhof in Lünen und wurde 1947 von dort zur Kilianskirche nach Schötmar zurückgegeben.
Die beiden Glocken aus dem Jahr 1922 sind von der Gießerei Ulrich und Weule in Bockenem gegossen worden. Die Glockenweihe fand am 15. März 1922 statt.
Die Betglocke, Schlagton des1 und die Schulglocke, Schlagton as1, 1852 gegossen bei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher fielen unter die Kriegsabgabe 1917.
[3] , [4]
| Schlagton | Gussjahr | ⌀ in mm | m in kg | Inschrift |
| f1 | 1437 | Nicht angegeben | Nicht angegeben | fundate i ipso die beatae kiliani episco in honorem beatae katharine virginis. anno dm.m.cccc.xxxvii |
| d1 | 1922 | Nicht angegeben | Nicht angegeben | Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Joh. 18, 37 |
| g1 | 1922 | Nicht angegeben | Nicht angegeben | Er ist unser Friede. Eph. 2, 14. |
Orgel
Inventar
Eigentümer
Ev.-ref. Kirchengemeinde Schötmar
Pastoren
bis 1926 [5]
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde https://www.kirche-schoetmar.de
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
Einzelnachweise
- ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 11
- ↑ Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, S.12, Veröffentlichung 2012
- ↑ Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17
- ↑ Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
- ↑ Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite xxx ff
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 08.01.2026 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 05.07.2026 von Wolfgang Kramer