Hornsche Straße 38 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „{{#coordinates:primary|{{#cargo_query:tables=Hausstätte|fields=TRIM(Koordinaten__lat)|where=_pageName = "{{PAGENAME}}"|no html}}|{{#cargo_query:tables=Hausstätte|fields=TRIM(Koordinaten__lon)|where=_pageName = "{{PAGENAME}}"|no html}}}}“ durch „{{Koordinaten}}“
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
(10 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Hausstätte info
{{Hausstätte info
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Straße={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|0|{{#expr:{{#len:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}}}-{{#len:{{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}}}}}}} {{#sub:{{PAGENAME}}| {{#pos:{{PAGENAME}}|(}}|0}}
|Straße={{AutoStraße}}
|Hausnummer={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}
|Koordinaten=51.93164, 8.88092
|Koordinaten=51.93164, 8.88092
|Adressbuch1901=Ja
|Adressbuch1901=Ja
|Ortsteil1901=Detmold
|Ortsteil1901=Detmold
|Hausnummer1901=B 120
|Straße1901={{AutoStraße}}
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}
|Quartiersnummer=B 120
}}Eine im Jahr 1840 in der Neustadt gegründete Hausstätte. Alte Quartiersnummer B 120.<ref>StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.</ref>
}}Eine im Jahr 1840 in der Neustadt gegründete Hausstätte. Alte Quartiersnummer B 120.<ref>StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.</ref>


Zeile 15: Zeile 17:
Der Hausbau erfolgte im Jahr 1840.<ref>LAV NRW OWL L 77 A Nr. 121.</ref> Für den Ratsherren und Lackierer Johann Spieß erbaut. Der Entwurf vermutlich von [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel]. 1862 Verkauf an den Architekten Barkhausen.
Der Hausbau erfolgte im Jahr 1840.<ref>LAV NRW OWL L 77 A Nr. 121.</ref> Für den Ratsherren und Lackierer Johann Spieß erbaut. Der Entwurf vermutlich von [https://lippelex.de/index.php?title=Merckel,_Ferdinand_(1808-1893) Ferdinand Merckel]. 1862 Verkauf an den Architekten Barkhausen.


1886 erworben von dem Kaufmann, Kunstsammler und Wissenschaftler [https://lippelex.de/index.php?title=Münsterberg,_Oskar_(1865-1920) Oskar Münsterberg], geb. 1865 als Sohn jüdischer Eltern in Danzig, kam 1886 als Direktor der Klingenbergschen Fabrik nach Detmold. Wohnte hier, bis er 1896 Detmold wieder verließ. 1888–1890 entstand die besondere, größtenteils erhaltene Ausstattung der Räume. Münsterberg integrierte über 50 Spolien und Möbel aus dem 16.–18. Jahrhundert, die er von seinen Reisen bis in den in den mittleren und Fernen Osten mitgebracht hatte (Kassettendecken, Wandvertäfelungen, Türen, Türschlösser, Treppengeländer, Öfen, Delfter Fliesen, neoromanische Türklopfer). Auch nach seinem Ausscheiden bei der Firma Klingenberg 1896 blieb das Haus in Münsterbergs Besitz, seine Erben vermieteten es um 1917 an das Lippische Landeskonservatorium. Als Juden wurden die Münsterbergs im Jahr 1942 enteignet, das Gebäude diente fortan als Sitz desRoten Kreuzes. 1981 erwarb die Stadt Detmold das Haus, um das Gelände für die Verbreiterung der Hornschen Straße bereitstellen zu können. Der Abbruch wurde jedoch durch eine Bürgerinitiative verhindert und der Haus 1986 um 7,20 m im Ganzen nach Norden verschoben und anschließend restauriert. Seit 1996 Sitz des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Detmold sowie der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Detmold.
1886 erworben von dem Kaufmann, Kunstsammler und Wissenschaftler [https://lippelex.de/index.php?title=Münsterberg,_Oskar_(1865-1920) Oskar Münsterberg], geb. 1865 als Sohn jüdischer Eltern in Danzig, kam 1886 als Direktor der Klingenbergschen Fabrik nach Detmold. Wohnte hier, bis er 1896 Detmold wieder verließ. 1888–1890 entstand die besondere, größtenteils erhaltene Ausstattung der Räume. Münsterberg integrierte über 50 Spolien und Möbel aus dem 16.–18. Jahrhundert, die er von seinen Reisen bis in den in den mittleren und Fernen Osten mitgebracht hatte (Kassettendecken, Wandvertäfelungen, Türen, Türschlösser, Treppengeländer, Öfen, Delfter Fliesen, neoromanische Türklopfer). Auch nach seinem Ausscheiden bei der Firma Klingenberg 1896 blieb das Haus in Münsterbergs Besitz, seine Erben vermieteten es um 1917 an das Lippische Landeskonservatorium. Als Juden wurden die Münsterbergs im Jahr 1942 enteignet, das Gebäude diente fortan als Sitz des Roten Kreuzes. 1981 erwarb die Stadt Detmold das Haus, um das Gelände für die Verbreiterung der Hornschen Straße bereitstellen zu können. Der geplante Abbruch wurde jedoch durch eine Bürgerinitiative verhindert und der Haus 1986 um 7,20 m im Ganzen nach Norden verschoben und anschließend restauriert. Seit 1996 Sitz des Literaturbüros Ostwestfalen-Lippe in Detmold sowie der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Detmold.


==Gebäude==
==Gebäude==
Zeile 21: Zeile 23:
[[Datei:DT-Hornschestr38_BA_DT-22-1.png|thumb|Hornsche Straße 38, Haus Münsterberg als "Lippisches Konservatorium, um 1920, Foto: Gustav Heynke, LLB: BA DT-22-1]]
[[Datei:DT-Hornschestr38_BA_DT-22-1.png|thumb|Hornsche Straße 38, Haus Münsterberg als "Lippisches Konservatorium, um 1920, Foto: Gustav Heynke, LLB: BA DT-22-1]]


[[File:Detmold - 082 - Hornsche Straße 38.jpg|thumb| Hornsche Straße 38, 2012, Foto: Tsungam]]
[[Datei:Detmold - 082 - Hornsche Straße 38.jpg|thumb| Hornsche Straße 38, 2012, Foto: Tsungam]]


Villa im Stil der Münchner Neorenaissance. Verputzter Mauerwerksbau (Quaderputz), zweigeschossig, flaches Walmdach, fünf Fensterachsen zur Straße, drei Fensterachsen tief, rundbogige Fenster, Eingang an der Westseite, Brüstungsgesims im Obergeschoss.
Villa im Stil der Münchner Neorenaissance. Verputzter Mauerwerksbau, Quaderputz, zweigeschossig, flaches Walmdach, fünf Fensterachsen zur Straße, drei Fensterachsen tief, rundbogige Fenster, Eingang an der Westseite, Brüstungsgesims im Obergeschoss.


==Inschriften==
==Inschriften==
Zeile 72: Zeile 74:


{{GaulStadt1968}}, S. 398.
{{GaulStadt1968}}, S. 398.
{{HeugerBürgerstolz2015}}, S. 162-169.


Marlen Dettmer, Haus Münsterberg (Lippische Kulturlandschaften, 37), Detmold 2017.
Marlen Dettmer, Haus Münsterberg (Lippische Kulturlandschaften, 37), Detmold 2017.
Zeile 109: Zeile 113:
{{Koordinaten}}
{{Koordinaten}}


[[Kategorie:Hausstätte]]
{{Hausstättenkategorien}}
[[Kategorie:Hornsche Straße (Detmold)]]
[[Kategorie:Hausstätte in Detmold]]
[[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]]
[[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]