Heßloher Straße 8 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen

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„Die großzügig angelegte Hofstelle im oberen Dorf weist darauf hin, dass Diekmann zur Zeit seiner Ansiedlung im 15. Jahrh. noch genügend Fläche zur Verfügung hatte. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.126 ff</ref>  In einem Burgfest-Register von 1621 und im Salbuch von 1642/1644 wird der Hof Diekmann als Großkötter eingestuft. <ref>Hüls 1974 S.55 </ref>  Diekmann hat 1728 gemäß der Friemel’schen Karte seinen gesamten Besitz in Streulage über alle Kleinbezirke der nördlichen Dorfhälfte verteilt, abgesehen von zwei Parzellen südlich des Oetternbaches auf dem Heideriedel. <ref> Hüls 1974 S.50 </ref>
„Die großzügig angelegte Hofstelle im oberen Dorf weist darauf hin, dass Diekmann zur Zeit seiner Ansiedlung im 15. Jahrh. noch genügend Fläche zur Verfügung hatte. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.126 ff</ref>  In einem Burgfest-Register von 1621 und im Salbuch von 1642/1644 wird der Hof Diekmann als Großkötter eingestuft. <ref>Hüls 1974 S.55 </ref>  Diekmann hat 1728 gemäß der Friemel’schen Karte seinen gesamten Besitz in Streulage über alle Kleinbezirke der nördlichen Dorfhälfte verteilt, abgesehen von zwei Parzellen südlich des Oetternbaches auf dem Heideriedel. <ref> Hüls 1974 S.50 </ref>
[[Datei: Heßloher Str 7 ehem. Hof Beine.jpg | thumb | Heßloher Str 7 ehem. Hof Bei-ne Foto Privat, ca. 1930]]
[[Datei: Heßloher Str 7 ehem. Hof Beine.jpg | thumb | Heßloher Str 8 ehem. Hof Beine Foto Privat, ca. 1930]]
Der Ziegelmeister Heinrich Diekmann vom Hof Nr. 7 ist zwischen 1850 und 1860 an einem umfassenden Tausch im Eigentum von einigen Hof- und landwirtschaftlichen Flächen in Heiden beteiligt. Im Jahr 1856 werden die landwirtschaftlichen Flächen des Hof Diekmann Nr. 7 von seinem  Eigentümer aufgeteilt und an zehn verschiedene Bewerber verkauft. Die Hofstelle Nr. 7 sowie Reste der Flächen erwirbt ein Ziegelmeister Grotegut (aus Jerxen Nr. 24) im Jahre 1860 und dieser veräußert die Hofstelle Nr. 7 im Jahr 1866 weiter an einen Ziegelmeister Beine. <ref> Hüls 1974 S.141 </ref>  
Der Ziegelmeister Heinrich Diekmann vom Hof Nr. 7 ist zwischen 1850 und 1860 an einem umfassenden Tausch im Eigentum von einigen Hof- und landwirtschaftlichen Flächen in Heiden beteiligt. Im Jahr 1856 werden die landwirtschaftlichen Flächen des Hof Diekmann Nr. 7 von seinem  Eigentümer aufgeteilt und an zehn verschiedene Bewerber verkauft. Die Hofstelle Nr. 7 sowie Reste der Flächen erwirbt ein Ziegelmeister Grotegut (aus Jerxen Nr. 24) im Jahre 1860 und dieser veräußert die Hofstelle Nr. 7 im Jahr 1866 weiter an einen Ziegelmeister Beine. <ref> Hüls 1974 S.141 </ref>  


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==Gebäude==
==Gebäude==
Das ehemalige Haupthaus der Hofstelle Nr. 7 in Heiden wird in den 1960-Jahre abgebrochen. Auch ein kleines Landarbeitergebäude wird in der Folgezeit abgebrochen. Auf der Hoffläche von ehemals Heiden Nr. 7 entsteht zu Beginn der 1990-er Jahre eine kleine Gruppe von Einfamilienhäusern.
Im Urkatasterplan von 1883 sowie in dem Katasterplan von 1919 <ref>beide Pläne: Kreis Lippe, Katasteramt </ref> sind das große  Fachwerkhaus Heiden Nr. 7 und auch das kleine massive Landarbeiterhaus als Bestand eingetragen.  


Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: Erbaut laut Inschrift 1849, teils massiv mit Giebeldreieck aus Fachwerk. Abgerissen wohl 1989/1990<ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref>
Das ehemalige Haupthaus der Hofstelle Nr. 7 in Heiden wurde in den 1970-Jahren abgebrochen. Auch ein kleines Landarbeitergebäude wird in der Folgezeit abgebrochen. Auf der Hoffläche von ehemals Heiden Nr. 7 entsteht zu Beginn der 1990-er Jahre eine kleine Gruppe von Einfamilienhäusern.
 
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: Erbaut laut Inschrift 1849, teils massiv mit Giebeldreieck aus Fachwerk. <ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref>
==Inschriften==
==Inschriften==
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: In Sandstein eingemeisselte Inschrift:<br>
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: In Sandstein eingemeisselte Inschrift:<br>
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I. F. [?] Avenhaus im Jahre 1849<ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref>
I. F. [?] Avenhaus im Jahre 1849<ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref>
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
*1781<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781, S. 52</ref>  Nr. 7 Diekmann, ein Mittel-Halbmeier
*1829 <ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S. 70</ref>  Nr. 7 Diekmann, ein Mittelhalbmeier
*1855<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 33</ref> Nr. 7 Diekmann, jetzt Beine, Adolf, (von 22, 1866), jetzt Beine, Friedrich (1871)
*1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}} S.259</ref>  Beine, August, Ziegeleiverwalter; Biermann, Hermann, Ziegler; Busch, Ludwig, Ziegler; Wieneke, Wilhelm, Wegearbeiter
*1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}} S.732</ref>  Beine, Luise, Witwe; Mölling Fritz, Ziegler und Hausschlachter


==Literatur==
==Literatur==