Wellentrup: Unterschied zwischen den Versionen
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Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich "Echternhöfen" (die hinteren Höfe) genannt. | Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich "Echternhöfen" (die hinteren Höfe) genannt. | ||
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, | Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegt die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]], die um 1361 erstmals urkundlich erwähnt wird.<ref>Nicolas Rügge, Die Wellentruper Mühle, in: {{StieweWellentrup2002}}.</ref> In der Nähe der Mühle befindet sich der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. | ||
1955 begann schließlich der Ausbau der "Siedlung", einer kleinen Neubausiedlung "Im Mühlenfeld" südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.<ref> {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.</ref> | 1955 begann schließlich der Ausbau der "Siedlung", einer kleinen Neubausiedlung "Im Mühlenfeld" südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.<ref> {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.</ref> | ||
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Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).</ref> | Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).</ref> | ||
== | ==Hausstätten== | ||
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung "der Reihe nach" eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige "Kolonatsnummerierung" eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden "angehängt". Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte "Kolonatsnummer" wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen "alten" Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren "bückeburgischen" Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind. | In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung "der Reihe nach" eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige "Kolonatsnummerierung" eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden "angehängt". Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte "Kolonatsnummer" wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen "alten" Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren "bückeburgischen" Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind. | ||
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* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]] | * Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]] | ||
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper | * Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Straße 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]] | ||
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]] | * Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]] | ||