Hörste: Unterschied zwischen den Versionen

Dr. Horst Wissbrock (Diskussion | Beiträge)
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Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref>
Alte Flurnamen wie Althof, Wöstehofsgarten, Wöstehofskamp im Ortszentrum führen auf die Hypothese, dass dort ein Hof existiert haben muss, der vor der schriftlichen Überlieferung in zwei Halbspännerhöfe geteilt wurde, die dann jeweils auf eine neue Hofstelle am Ortsrand verlagert wurden. Diese beiden größten Höfe im Dorf Hörste mit Namen Weeke und Gees haben  -  erkennbar an ihren in Salbucheinträgen  -  offensichtlich einen gemeinsamen, aber von den übrigen Höfen verschiedenen Weg durch die Geschichte genommen.<ref>Friedrich Brand: Zur Genese der ländlich-agraren Siedlungen im lippischen Osning-Vorland, Münster 1967, S. 18 - 27</ref>


1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut  - '' den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brokmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning tho Horst'' (Hanning), ''Schulte tho Horst'' (Schulte), ''Brynckman tho Horst'' (Brink), ''Huneke tho Horst'' (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe ''Brinkman tho Hyttendorp'' (Brinkmann), ''Herm Beynynck'' (Beining) und ''Wyman tho Hyttendorp'' (Wiemann).
1262 verkauft der Graf von Ravensberg zwei Bauernhöfe, so genannte ''Mansen'', in Hörste an das Kloster Marienfeld  -  die Höfe Hanning und Hilbrink. 1365 erwirbt das Kloster St. Marien in Lemgo ein Hörster ''Haus und Gut  - '' den Hof Brink  -  von Lubbert de Wend. Zu den beiden Halbspännern und diesen drei mittelgroßen Höfen kommen weitere, meist kleinere Stätten hinzu, so dass im frühesten erhaltenen Salbuch der Vogtei Lage von 1533 bereits folgende 14 Höfe und Stätten in Hörste genannt werden: ''Bruckman tho Horst'' (Brokmann), ''Johan Mellies'' (Mellies), ''Rysenberck'' (Riesenberg), ''Ostman tho Horst'' (Ostmann), ''Hildebrant tho Horst'' (Hilbrink), ''Deppe Johanning tho Horst'' (Hanning), ''Schulte tho Horst'' (Schulte), ''Brynckman tho Horst'' (Brink), ''Huneke tho Horst'' (Hunke). Hinzu kommen die Einzelhöfe Meier zu Stapelage und Krawinkel sowie die Hiddentruper Höfe ''Brinkman tho Hyttendorp'' (Brinkmann), ''Herm Beynynck'' (Beining) und ''Wyman tho Hyttendorp'' (Wiemann). Mit den beiden alten, gewissermaßen "exterritorialen" Höfen Gees und Weeke existieren also zu dieser Zeit 16 Höfe und Stätten in Hörste.


Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.
Der nordwestlich des Dorfes Hörste liegende Meierhof zu Stapelage wurde zusammen mit der benachbarten Kirche Stapelage 1185 seitens der Grafen von Schwalenberg dem entstehenden Kloster Marienfeld übereignet. Die Kirche geht nach archeologischen Befunden auf das 9. Jahrhundert zurück.
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* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]              (Stapelage)
* Hörste Nr. 22 = [[Hilgenstuhl 25 (Hörste)|Hilgenstuhl 25]]              (Stapelage)
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]  (Stapelage)
* Hörste Nr. 23 = [[nahe Währentruper Straße 1 (Hörste)|nahe Währentruper Straße 1]]  (Stapelage)
* Hörste Nr. 24 = [[nahe Kalkreute 100 (Hörste)|nahe Kalkreute 100]] (Stapelage)
* Hörste Nr. 24 = [[Kalkreute 100 (Hörste)|Kalkreute 100]] (Stapelage)
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]
* Hörste Nr. 25 = [[Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5]]
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]
* Hörste Nr. 26 = [[Teutoburger-Wald-Straße 9 (Hörste)|Teutoburger-Wald-Straße 9]]
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* [[Währentruper Straße (Hörste)]]
* [[Währentruper Straße (Hörste)]]
* [[Waldstraße (Hörste)]]
* [[Waldstraße (Hörste)]]
* [[Kolonat (Hörste)]] ehemalige Kolonate der Bauerschaft Hörste abseits der heutigen Straßen
===ehemalige Hausstätten abseits der Straßen===
* [[Kolonat (Hörste)]]


==Literatur==
==Literatur==