Oberschönhagen: Unterschied zwischen den Versionen

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==Lage==
==Lage==
[[Datei:Oberschönhagen um 1800.jpg|mini|Oberschönhagen um 1800, Kartenausschnitt<br /> Carte vom Fürstenthum Lippe<br />[https://archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]
[[Datei:Oberschönhagen um 1800.jpg|mini|Oberschönhagen um 1800, Kartenausschnitt. Carte vom Fürstenthum Lippe um 1800 <br />[https://archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]]
 
[[Datei:Oberschönhagen Uraufnahme von 1836-1850.jpeg|mini|Oberschönhagen, Übersichtskarte von 1880]]
Oberschönhagen liegt am östlichen Stadtrand von Detmold und grenzt an die Nachbarstädte [[Blomberg]] (Brüntrup) und [[Horn-Bad Meinberg]] (Fissenknick).
[[Datei:Oberschönhagen 1912 - Karte.jpeg|mini|Oberschönhagen, topographische Karte von 1912]]
 
[[Datei:Oberschönhagen Liegenschaftskarte vom 24.11.2025.jpeg|mini|Oberschönhagen, Liegenschaftskarte von 2025]]
Nach der LWL.GeodatenKultur befindet sich Oberschönhagen im regional bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich K 08.22 Leistruper Wald mit Oberschönhagen.
[[Datei:Oberschönhagen topographische Karte von 2016.jpeg|mini|Oberschönhagen, topographische Karte von 2016]]
[[Datei:Oberschönhagen Flächennutzungsplan von 2015.jpeg|mini|Oberschönhagen, Flächennutzungsplan von 2015]]
[[Datei: Windenergiefläche Oberschönhagen.png|thumb|Oberschönhagen, geplante Windräder. Lageplan: Stadt Detmold]]


Oberschönhagen liegt am östlichen Stadtrand von Detmold und grenzt an die Nachbargemeinden [[Blomberg]] (Brüntrup) und [[Horn-Bad Meinberg]] (Fissenknick). Nach der LWL.GeodatenKultur befindet sich Oberschönhagen im regional bedeutsamen Kulturlandschaftsbereich K 08.22 Leistruper Wald mit Oberschönhagen.
*Breitengrad    = 51°55'N
*Breitengrad    = 51°55'N
*Längengrad      = 08°58'O
*Längengrad      = 08°58'O
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* Fläche gesamt  = 412,15 ha      = 100,0
* Fläche gesamt  = 412,15 ha      = 100,0
Es sind noch viele gut erhaltene bzw. sanierte Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorhanden. Nur wenige Häuser sind unbewohnt.


==Verwaltungszugehörigkeit==
==Verwaltungszugehörigkeit==
Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]].
Die ehemals eigenständige Gemeinde Oberschönhagen ist mit der Gemeindereform am 1. Januar 1970 neu strukturiert worden. Die ehemaligen Wohnplätze Fissenknick und Hülsen wurden abgetrennt, [[Fissenknick (Horn-Bad Meinberg)|Fissenknick]] wurde der Stadt [[Horn-Bad Meinberg]] zugeordnet, Hülsen dem Detmolder Ortsteil [[Diestelbruch (Detmold)| Diestelbruch]]. Der Ortsteil Oberschönhagen gehört seither zu [[Detmold]]. Bis dahin hatten alle Ortsteile eigene Bürgermeister mit eigenen Finanzhaushalten und Gemeinderäten.
 
Bis dahin hatten alle Ortsteile eigene Bürgermeister mit eigenen Finanzhaushalten und Gemeinderäten.


==Geschichte==
==Geschichte==
Im Landschatzregister von 1390 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als ''Schonhagen im Kespell Dehtmoldt'' genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref>
Im Landschatzregister von 1390 wird Oberschönhagen zusammen mit [[Niederschönhagen]] als ''Schonhagen im Kespell Dehtmoldt'' genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 1]</ref>


Im ältesten Schatzregister von ca. 1390 werden „in dem Sconenhaghen“ 11 Kolonate, „in dem Rosendale“ 13 aufgeführt. Rosendahl war ein Ortsteil von Schönhagen. In der Eversteiner Fehde wurde nach dem Schadensverzeichnis von ca. 1409 in beiden Ortsteilen u.a. ''up dem kerkhove tom Schonenhaghen'' und ''up dem kerkhove to Hunynchusen'' Schaden angerichtet. Mit den hier genannten "Kirchhöfen" sind vermutlich früheer Kapellenstandorte gemeint. Auf ''Hunynchusen'' verweist der Hof Hünkemeier, Oberschönhagen Nr. 4. Er dürfte eine ältere Vorgeschichte haben, die über die Anfänge der Waldhufensiedlung zurückreicht. Es muss offen bleiben, ob es sich um den Resthof einer ausgegangenen Siedlung handelt oder ob hier ein älterer Hof in die Hagensiedlung integriert worden ist. Mit ''Huinchusen'', das im Güterverzeichnis des Corveyer Abts Erkenbert (1106-1129) erwähnt wird, könnte vielleicht auch diese Vorgängersiedlung des Hofes Hünkemeier gemeint sein. Doch spricht einiges für eine gleichnamige Wüstung beim Hünkergrund (Wörderfeld, jetzt Stadt Lügde).
Im ältesten Schatzregister von ca. 1390 werden „in dem Sconenhaghen“ 11 Kolonate, „in dem Rosendale“ 13 aufgeführt. Rosendahl war ein Ortsteil von Schönhagen. In der Eversteiner Fehde wurde nach dem Schadensverzeichnis von ca. 1409 in beiden Ortsteilen u.a. ''up dem kerkhove tom Schonenhaghen'' und ''up dem kerkhove to Hunynchusen'' Schaden angerichtet. Mit den hier genannten "Kirchhöfen" sind vermutlich früheer Kapellenstandorte gemeint. Auf einen älteren -hausen-Ort ''Hunynchusen'' als älteren, frühmittelalterlichen Siedlungskern von Oberschönhagen könnte der Hof Hünkemeier, Oberschönhagen Nr. 4, verweisen.<ref>http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen</ref> Auch mit ''Huinchusen'', das bereits im Güterverzeichnis des Corveyer Abts Erkenbert (1106-1129) erwähnt wird, könnte vielleicht ebenfalls diese ältere Vorgängersiedlung gemeint sein. Doch spricht einiges für eine gleichnamige Wüstung beim Hünkergrund (Wörderfeld, jetzt Stadt Lügde).
 
In Oberschönhagen gibt es auch einen älteren „-hausen“-Ort mit der Bezeichnung ''Hunychusen'' als frühmittelalterlichen Siedlungskern. Das wurde vom Autor Herbert Stöwer im Jahr 2008 als Quelle und am 1. Okt. 2024 in LippeLex<ref>http://lippelex.de/index.php?title=Detmold-Oberschönhagen</ref> wie folgt u.a. beschrieben:


Im Jahr 1352 verpfändete Otto, Edelherr zur Lippe, seinen Zehnten zu ''Schonenhaghene'' im Kirchspiel Detmold an den Knappen Hermann de Wendt. Im gleichen Jahr verpfändete Bernhard V. den Zehnten zu ''Mederkesborn'', das 1394 in einem Kuhgeldregister als ''to dem Eyderkesborne'' bezeichnet wird, an Konrad von Bega. Es handelt sich um die Höfe Oberschönhagen Nr. 1 und Nr. 9, die ab 1516 nicht mehr zu Brüntrup, sondern zur Bauerschaft Oberschönhagen gerechnet werden, weil der Meier zu Eveskeborn - wie er beim Verkauf der Burg und des Hauses Horn mit Zubehör an Rave Westphal im Jahre 1516 genannt wird – zusammen mit dem Hof Heidenreich von Simon V. für die Burg Detmold vorbehalten wird. Kirchlich gehörten die Höfe damals schon weiterhin zu Cappel.
Im Jahr 1352 verpfändete Otto, Edelherr zur Lippe, seinen Zehnten zu ''Schonenhaghene'' im Kirchspiel Detmold an den Knappen Hermann de Wendt. Im gleichen Jahr verpfändete Bernhard V. den Zehnten zu ''Mederkesborn'', das 1394 in einem Kuhgeldregister als ''to dem Eyderkesborne'' bezeichnet wird, an Konrad von Bega. Es handelt sich um die Höfe Oberschönhagen Nr. 1 und Nr. 9, die ab 1516 nicht mehr zu Brüntrup, sondern zur Bauerschaft Oberschönhagen gerechnet werden, weil der Meier zu Eveskeborn - wie er beim Verkauf der Burg und des Hauses Horn mit Zubehör an Rave Westphal im Jahre 1516 genannt wird – zusammen mit dem Hof Heidenreich von Simon V. für die Burg Detmold vorbehalten wird. Kirchlich gehörten die Höfe damals schon weiterhin zu Cappel.
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Als älteste Gebäude sind dokumentiert:
Als älteste Gebäude sind dokumentiert:
* 1737 Leibzucht Reineke
* 1737 Leibzucht Reineke
* 1756 Leibzucht Dickewied
* 1756 Leibzucht Dickewied
* 1765 Haupthaus Hunkemeier
* 1765 Haupthaus Hunkemeier


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==Siedlungscharakteristik==
==Siedlungscharakteristik==
Niederschönhagen bildet zusammen mit Oberschönhagen eine in nord-südlicher Richtung verlaufende Waldhufensiedlung mit Hagenrecht an der Dorla, einem kleinen Fließgewässer, das ab Mosebeck in die Passade übergeht. Waldhufensiedlungen sind planmäßig angelegte Rodungssiedlung aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Höfe von Nieder- und Oberschönhagen liegen in einer Reihe links und rechts des Bachlaufs der Dorla, die zugehörigen Hufen (Ackerfluren) erstrecken sich in breiten Streifen in west-östlicher Richtung. Das Hagenrecht bedeutete, die Besitzer der gerodeten und "eingehegten" (mit Hecken eingefriedeten) Hufen waren "hagenfrei" und unterstanden einer eigenen Hagengerichtsbarkeit.  
Oberschönhagen bildet zusammen mit Niederschönhagen eine in nord-südlicher Richtung verlaufende Waldhufensiedlung mit Hagenrecht an der Dorla, einem kleinen Fließgewässer, das ab Mosebeck in die Passade übergeht. Waldhufensiedlungen sind planmäßig angelegte Rodungssiedlung aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Höfe von Nieder- und Oberschönhagen liegen in einer Reihe links und rechts des Bachlaufs der Dorla, die zugehörigen Hufen (Ackerfluren) erstrecken sich in breiten Streifen in west-östlicher Richtung. Das Hagenrecht bedeutete, die Besitzer der gerodeten und "eingehegten" (mit Hecken eingefriedeten) Hufen waren "hagenfrei" und unterstanden einer eigenen Hagengerichtsbarkeit.  


Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Mosebecke zusammen und heißt ab dort Passade. Sie mündet schließlich bei Brake in die Bega. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern münden ein namenloser Bach von links und danach der Homberg-, Hagen- und Sassenbach in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mäßig verschmutzt. Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
Die Dorla entspringt im Moerholz im Süden Oberschönhagens und fließt von dort aus in nördliche Richtung durch das Tal in Ober- und Niederschönhagen. In Mosebeck fliesst sie mit der Mosebecke zusammen und heißt ab dort Passade. Sie mündet schließlich bei Brake in die Bega. Das Quellgebiet der Dorla umfasst eine Fläche von ca. 10,6 ha. Nach wenigen Kilometern münden ein namenloser Bach von links und danach der Homberg-, Hagen- und Sassenbach in die Dorla. Auf der gesamten Fließstrecke ist die Dorla in die Gewässergüteklasse II (Wasserschaftsschutzgebiet) eingeordnet, d.h. sie ist mäßig verschmutzt. Wiesen und Auen im gesamten Tal entlang der Dorla und östliche Wälder usw. sind Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
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Die Gemeinheit (gemeinschaftliche Hudefläche) auf dem Fissenknicker Anger mit einer Fläche von etwa 66,5 Scheffelsaat wurde 1864 aufgeteilt. 1 Schfeffelsaat entspricht 1.717 qm.
Die Gemeinheit (gemeinschaftliche Hudefläche) auf dem Fissenknicker Anger mit einer Fläche von etwa 66,5 Scheffelsaat wurde 1864 aufgeteilt. 1 Schfeffelsaat entspricht 1.717 qm.


In der Denkmalliste der Stadt Detmold waren im September 2024 die folgenden Baudenkmäler eingetragen:
In Oberschönhagen sind noch viele gut erhaltene bzw. sanierte Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert vorhanden. Nur wenige Häuser sind unbewohnt. In der Denkmalliste der Stadt Detmold waren im September 2024 die folgenden Baudenkmäler eingetragen:
* 2 Fachwerkhäuser, Bad Meinberger Str. 152a und 154a
* 2 Fachwerkhäuser, Bad Meinberger Str. 152a und 154a
* 2 Fachwerkbauernhäuser, Bad Meinberger Str. 154 und 158
* 2 Fachwerkbauernhäuser, Bad Meinberger Str. 154 und 158
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==Pläne, Ortsansichten==
==Pläne, Ortsansichten==
[[Datei:Oberschönhagen Uraufnahme von 1836-1850.jpeg|mini]]
[[Datei:Oberschönhagen 1912 - Karte.jpeg|mini]]
[[Datei:Oberschönhagen Liegenschaftskarte vom 24.11.2025.jpeg|mini]]
[[Datei:Oberschönhagen topographische Karte von 2016.jpeg|mini]]
[[Datei:Oberschönhagen Flächennutzungsplan von 2015.jpeg|mini]]
[[Datei: Windenergiefläche Oberschönhagen.png|thumb| Oberschönhagen geplante Windräder, Lageplan:  Stadt Detmold]]


==Ortsname==
==Ortsname==
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==Bevölkerung==
==Bevölkerung==
Am 1. Dezember 1871 wurde ein „Ortschafts-Verzeichnis des Fürstenthums Lippe veröffentlicht. Es war geordnet und aufgestellt „nach der politischen Eintheilung“ nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung vom  1. Dezember 1871. Herausgegeben wurde es von der Meyer’schen Hofbuchdruckerei (Gebr. Klingenberg) im Jahr 1875.
Am 1. Dezember 1871 wurde ein „Ortschafts-Verzeichnis des Fürstenthums Lippe" veröffentlicht. Es war geordnet und aufgestellt „nach der politischen Eintheilung“ nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung vom  1. Dezember 1871. Herausgegeben wurde es von der Meyer’schen Hofbuchdruckerei (Gebr. Klingenberg) im Jahr 1875. Darin ist unter der Nr. 42 der politischen Gemeinde die „Bauerschaft Oberschönhagen“ mit den Wohnplätzen Fissenknick, Hülsen und Oberschönhagen aufgeführt; für das Dorf Oberschönhagen: 17 Häuser mit 16 Haushaltungen und 127 Bewohner.
 
Darin ist unter der Nr. 42 der politischen Gemeinde die „Bauerschaft Oberschönhagen“ mit den Wohnplätzen Fissenknick, Hülsen und Oberschönhagen aufgeführt; für das Dorf Oberschönhagen: 17 Häuser mit 16 Haushaltungen und 127 Bewohner.


1895 hatte Oberschönhagen 357 Einwohner<ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref>, davon in den Wohnplätzen
1895 hatte die Bauerschat Oberschönhagen 357 Einwohner; <ref>{{LippeAdressbuch1901}}</ref> davon lebten auf den Wohnplätzen:
* Fissenknick (82),  
* Fissenknick (82 Einwohner),  
* Hülsen (102),  
* Hülsen (102 Einwohner),  
* Krähenbruch (14)  
* Krähenbruch (14 Einwohner)  
* Oberschönhagen (159).
* Oberschönhagen (159 Einwohner).
Der Ortsteil Krähenbruch gehört seit 1926 zu Fissenknick.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref>
Der Ortsteil Krähenbruch gehört seit 1926 zu Fissenknick.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}</ref>


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* 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
* 18 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.


Nur der Hof Bad Meinberger Str. 140 wird bis heute im Vollerwerb bewirtschaftet, alle anderen Höfe und Ländereien/Wälder sind verkauft und/bzw. verpachtet.
Nur der Hof Bad Meinberger Str. 140 wird bis heute im Vollerwerb bewirtschaftet, alle anderen Höfe und Ländereien bzw. Wälder sind verkauft bzw. verpachtet.
 
Ein Ereignis hat für die Dorfbewohner bis heute eine besondere Tradition. Es gibt keinen Verein, keine Geschäfte, öffentliche Einrichtungen oder ein Dorfgemeinschaftshaus. Dafür aber das Dorffest. Zu verdanken haben die Oberschönhagener das dem WDR. Der kam 1998 ins Dorf, um es für die Sendung „Dorfplatz Schlag 10“ vorzustellen. Da wurden damals Dörfer mit weniger als 500 Einwohnern gezeigt. Zufällig wurde auch Oberschönhagen ausgewählt.
 
Für die Einwohner bedeutete das, sie mussten sich zusammensetzen und planen, was sie dem Fernsehteam denn zeigen möchten. Diese Gemeinschaft hatte allen gut gefallen. Seitdem feiert Oberschönhagen jedes Jahr am letzten Schulferien-Sonntag auf dem damaligen Hof Meierjohann, Bad Meinberger Str. 160, sein Dorffest, also erstmals 1998. Auch wurde an dem Tag das 666-jährige Bestehen des Dorfes in vertrauter Runde gemeinsam gefeiert.


Inzwischen findet auch an einem Sonntag im Dezember, häufig der 3. Advent, eine Weihnachtsfeier auf der Deele des Hofes Bad Meinberger Str. 170 statt.
Ein Ereignis von besonderer Bedeutung für die Dorfbewohner ist das Dorffest. Es gibt keinen Verein, keine Geschäfte, öffentliche Einrichtungen oder ein Dorfgemeinschaftshaus im Dorf, dafür aber das Dorffest. Zu verdanken haben die Oberschönhagener das dem WDR. Der kam 1998 ins Dorf, um es für die Sendung „Dorfplatz Schlag 10“ vorzustellen. Da wurden damals Dörfer mit weniger als 500 Einwohnern gezeigt. Zufällig wurde auch Oberschönhagen ausgewählt. Für die Einwohner bedeutete das, sie mussten sich zusammensetzen und planen, was sie dem Fernsehteam denn zeigen möchten. Diese Gemeinschaft hatte allen gut gefallen. Seitdem feiert Oberschönhagen jedes Jahr am letzten Schulferien-Sonntag auf dem damaligen Hof Meierjohann, Bad Meinberger Str. 160, sein Dorffest, also erstmals 1998. Auch wurde an dem Tag das 666-jährige Bestehen des Dorfes in vertrauter Runde gemeinsam gefeiert. Inzwischen findet auch an einem Sonntag im Dezember, häufig der 3. Advent, eine Weihnachtsfeier auf der Deele des Hofes Bad Meinberger Str. 170 statt.


==Hausstätten==
==Hausstätten==
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==Verkehrswege==
==Verkehrswege==
[[Datei: Mergelwand Oberschönhagen.jpg|thumb|Mergelwand Bad Meinberger Straße 160, 2020, Foto: Wilfried Funke]]
[[Datei: Mergelwand Oberschönhagen.jpg|thumb|Mergelwand Bad Meinberger Straße 160, 2020, Foto: Wilfried Funke]]
Ausser der Bad Meinberger Strasse sind asphaltierte Wege, einige als mit Bäumen bepflanzte Alleen, zu den Hofanlagen vorhanden.
Außer der Bad Meinberger Straße sind asphaltierte Wege, einige als mit Bäumen bepflanzte Alleen, zu den Hofanlagen vorhanden. Die Wege zu den landwirtschaftlichen bzw. Waldflächen sind geschottert bzw. naturbelassen.
Die Wege zu den landwirtschaftlichen bzw. Waldflächen sind geschottert bzw. naturbelassen.
An mehreren Stellen sind im Gelände Mergelkuhlen vorhanden, aus denen Mergel zur Bodenverbesserung der Felder und für den Wegebau abgebaut wurde. Eine Straßen- oder Wegebeleuchtung ist nicht vorhanden. Die erste Buslinie Detmold-Oberschönhagen-Bad Meinberg fuhr erstmals im Jahr 1953 durchs Dorf. Aktuell gibt es fünf Haltestellen.
An mehreren Stellen sind noch Gelände-Vertiefungen und -Steilwände vorhanden, aus denen Mergel für die Feldwege-Befestigungen abgebaut wurde. Auch wurde Mergel in der vorindustriellen Zeit für Bodenverbesserungen verarbeitet und verwendet.<br />
Eine Strassen-/Wegebeleuchtung ist nicht vorhanden.<br />
Die erste Buslinie Detmold - Oberschönhagen - Bad Meinberg fuhr erstmals im Jahr 1953 durchs Dorf. Aktuell gibt es fünf Haltestellen.


==Straßen==
==Straßen==
[[Bad Meinberger Straße (Oberschönhagen)|Bad Meinberger Straße]]<br />
[[Bad Meinberger Straße (Oberschönhagen)|Bad Meinberger Straße]]<br />
Um 1850 wurde die Meinberger Chaussee gebaut als Schotterstraße - danach im Jahr 1954 asphaltiert und schliesslich im Jahr 1965 als Kreisstraße K 92 ausgebaut.<br />
Um 1850 wurde die Meinberger Chaussee als Schotterstraße ausgebaut. 1954 wurde sie asphaltiert und schlißlich 1965 als Kreisstraße K 92 ausgebaut. Im Herbst des Jahres 2025 wurde mit dem Bau eines Fahrradweges von der Strassenkreuzung Dorla-/Bad Meinberger Strasse bis zum Ortseingang von Fissenknick begonnen. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist noch nicht absehbar.
Im Herbst des Jahres 2025 wurde mit dem Bau eines Fahrradweges von der Strassenkreuzung Dorla-/Bad Meinberger Strasse bis zum Ortseingang von Fissenknick begonnen. Der Zeitpunkt der Fertigstellung ist nicht absehbar.


==Literatur==
==Literatur==
* Koch, Ingeborg: Die Siedlungsstruktur von Ober- und Niederschönhagen im Lipperland, 1963,Mskr- (StAD)
* Koch, Ingeborg: Die Siedlungsstruktur von Ober- und Niederschönhagen im Lipperland, 1963,Mskr- (StAD)
* Wiemann, August: Nieder- und Oberschönhagen - eine Tal- und Reihensiedlung. In: Lippische Blätter für  
* Wiemann, August: Nieder- und Oberschönhagen - eine Tal- und Reihensiedlung. In: Lippische Blätter für Heimatkunde, Nr. 11 (1950)
  Heimatkunde, Nr. 11 (1950)
* Detmolder Landfrauen erzählen, Detmold 1986
* Detmolder Landfrauen erzählen, 1986
* Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo: Landesverband Lippe, 2008.
* (Quelle) Herbert Stöwer: Lippische Ortsgeschichte: Hanbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises  
  Detmold. - Lemgo: Landesverband Lippe, 2008. - 600 S.: zahlr. III., Kt. - ZXIU 101. - S. XXX
* Aufzeichnungen des Herrn Herbert Stöwer vom 01. Oktober 2024.


==Quellen==
==Quellen==
* [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/haupt.php Internetportal "Westfälische Geschichte"]
* [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/haupt.php Internetportal "Westfälische Geschichte"]
* Aufzeichnungen des Herrn Herbert Stöwer vom 1. Oktober 2024 und der darin aufgeführten Literatur.


==Weblinks==
==Weblinks==