Kirchhofstraße 5 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

Aus lippe-haeuser-wiki.de
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Geschichte, Text ergänzt
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(10 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 3: Zeile 3:
|Straße={{AutoStraße}}
|Straße={{AutoStraße}}
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}
|Koordinaten=
|Koordinaten=51.94408, 9.08989
|Adressbuch1901=ja
|Adressbuch1901=Ja
}}Alte Hausnummer 32. Das bestehende Haus wurde 1664 von Hans Henrich Ridder und Catrine Auenhausen (Avenhausen) erbaut, vermutlich Erstbebauung der Hausstätte.
|Ortsteil1901=Blomberg
|Straße1901=Hinter dem Kirchhof
|Hausnummer1901=5
|ErgänzteNummer1901=032
}}
Alte Hausnummer 32. Das bestehende Haus wurde 1664 von Hans Henrich Ridder und Catrine Auenhausen (Avenhausen) erbaut, vermutlich Erstbebauung der Hausstätte.
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Giebel Stiewe 2022.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Fassade mit 2014 wiederhergestellter Rotfassung. Foto: Stiewe 2022]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Giebel Stiewe 2022.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Fassade mit 2014 wiederhergestellter Rotfassung. Foto: Stiewe 2022]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 FM Detmold .jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Fassade mit altem Dielentor. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Bildsammlung]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Torbogen Stiewe 2015.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Torbogen mit wiederhergestellter Rotfassung und vergoldeter Inschrift. Foto: Stiewe 2015]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 FM Detmold .jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Fassade mit altem Dielentor, um 1970. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Bildsammlung]]
[[Datei:Denkmalamt 1926.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1926. Foto: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv]]
[[Datei:Denkmalamt 1926.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1926. Foto: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv]]
[[Datei:Denkmalamt 1936.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1937. LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv]]
[[Datei:Denkmalamt 1936.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1937. LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Straßengiebel Stiewe 1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Straßengiebel, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Rückgiebel Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Rückgiebel mit Stallanbau, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, rechte Traufseite Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, rechte Traufseite, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 Längsschnitt Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Längsschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 Querschnitt Stiewe 1996, 158.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Querschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 158.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Grundriss Stiewe 1988, 1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Grundriss, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Stube, Täfelung, Ofenfeld 1 Stiewe 2022.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Stube. Trennwand zur Kammer mit früherem Alkoven (links) und 2 Wandschränken (rechts), 18.. Jahrhundert. Rechts gemalte Ofennische (um 1830-40). Foto: Stiewe 2022]]


==Geschichte==
==Geschichte==
Der Erbauer Hans Henrich Ridder (Herkunft und Beruf unbekannt) erwarb 1663 das Blomberger Bürgerrecht und heiratete am 30. Oktober 1664 Cathrine Avenhausen. Im gleichen Jahr wurde das Haus fertiggestellt. Ridder srarb 1700.
Der Erbauer Hans Henrich Ridder (Herkunft und Beruf unbekannt) erwarb 1663 das Blomberger Bürgerrecht und heiratete am 30. Oktober 1664 Cathrine Avenhausen. Im gleichen Jahr wurde das Haus fertiggestellt. Ridder starb 1700.


1702: Küster und Schuldiener Jürgen Otto Marthäus. Ab etwa 1750 war das Nachbarhaus Kirchhofstraße 4 städtisches Küsterhaus, das Haus Nr. 5 wurde von Marthäus vermietet.
==Gebäude==
 
Giebelständiges Fachwerkhaus, zweischiffiges Dielenhaus von 1664, restauriert 2014-2022. Diele rechts, links unterkellerte Stube, darüber Kammer. Zweifach vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschriften, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Akanthusblättern (untere Giebelvorkragung) und paarweise angeordneten Rankenmotiven (obere Giebelvorkragung). Torbogen mit Inschrift und seitlichen Wappenschilden mit Initialen der Erbauer, darüber vorkragendes Profilbrett und zwei Oberlichter mit erhaltenen Rauchgittern mit barocken Balusterbrettern (18. Jahrhundert), zwischen den Oberlichtern Stiel mit Blumentopf. Dielentor mit zweigeteilter Fußgängertür ("Klöntür") und vorgeblendeter Rahmen-Füllungs-Konstruktion und Mittelpilaster (18. Jahrhundert) 2022 nach alten Fotografien wiederhergestellt.
1782 (VZ): ''des Küsters dienst Hauß'', bewohnt von ''vier eingeheuerten Frauen'' und einem Jungen, lebten vom Wolle spinnen, eine Ziege.
 
1801 (VZ): Kleinschmied Lesemann mit Familie, 2 Kühe.
 
1804 (BK): Camerarius Rudolph Theophilus Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1784).
 
1835 (VZ): Sohn Wilhelm Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1823) mit Familie und Einliegerin Charlotte Rose. Bis ins 20. Jh. im Besitz der Familie Reuter.
 
1901 (AB):


Monochrom roter Anstrich der Fassade 2014 nach restauratorischem Befund wiederhergestellt (rostrote Hölzer, altrosa Gefache mit Besenputz, Leinöl- bzw. Kalkfarben mit rotem Ocker als Pigment).


Sturzriegel über den Stubenfenstern mit stark verwittertem Beschlagwerkornament (vgl. Im Seligen Winkel 12, 1661), ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube, im frühen 19. Jahhrhundert durch zwei hochformatige Fenster mit Doppelstielen ersetzt.


==Gebäude==
Zweischiffiges Dielenhaus von sechs Fachen (7 Gebinden), 1711 (d) um zwei Fach langes Hinterhaus mit Pferdestall und zweiter Stube im Erdgeschoss und Saal und Kammer im Obergeschoss erweitert. Nach Anbau des Hinterhauses halbhohe Küchenlucht in den hinteren beiden Fachen der Diele eingebrochen. Am Ende der Diele sehr große Feuerstelle durch rot verziegelten Lehm im Boden archäologisch nachgewiesen, 1726 ist für das Haus eine Braugerechtigkeit bezeugt.
Giebelständiges Fachwerkhaus, zweischiffiges Dielenhaus von 1664. Diele rechts, links unterkellerte Stube, darüber Kammer. Zweifach vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschriften, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Akanthusblättern (untere Giebelvorkragung) und paarweise angeordneten Walfischen (obere Giebelvorkragung). Torbogen mit Inschrift und seitlichen Wappenschilden mit Initialen der Erbauer, darüber vorkragendes Profilbrett und zwei Oberlichter mit erhaltenen Rauchgittern mit barocken Balusterbrettern (18. Jahrhundert), zwischen den Oberlichtern Stiel mit Blumentopf. Sturzriegel über den Stubenfenstern mit stark verwittertem Beschlagwerkornament (vgl. Im Seligen Winkel 12, 1661), ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube, im frühen 19. Jahhrhundert durch zwei hochformatige Fenster mit Doppelstielen ersetzt.  


Monochrom roter Anstrich der Fassade 2014 nach restauratorischem Befund wiederhergestellt (rostrote Hölzer, altrosa Gefache mit Besenputz, Leinöl- bzw. Kalkfarben mit rotem Ocker als Pigment).  
Im Innern blieben wesentliche Teile der originalen Ausstattung erhalten: Räucherstangen vorn an der Decke der Diele, über dem früheren Rauchaustritt des Stubenofens; Stube mit hölzerner Täfelungswand zur anschließenden Kammer mit früherer Alkovenöffnung links und zwei Wandschränken rechts (18. Jahrhundert); gemalte Ofennischen in der vorderen und der hinteren Stube, anthrazitgrau mit ultramarinbblauem Begleitstrich und einfachen Ziermustern (Giebelblume, Wellenlinien); Wandschrank im Saal; Steinkrippen im früheren Pferdestall (heute Bad).  


Zweischiffiges Dielenhaus von sechs Fachen (7 Gebinden), 1711 (d) um zweifachiges Hinterhaus mit Pferdestall und zweiter Stube im Erdgeschoss und Saal und Kammer im Obergeschoss erweitert. An der Hofseite erhaltener Stallanbau mit zwei Schweineställen, Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, frühes 19. Jahrhundert.
An der Hofseite erhaltener Stallanbau mit zwei Schweineställen, Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, frühes 19. Jahrhundert.


==Inschriften==
==Inschriften==
Zeile 55: Zeile 60:
1664, 10. Oktober: Heirat von Hans Henrich Ridder und Cathrine Avenhausen, Bau des erhaltenen Hauses.
1664, 10. Oktober: Heirat von Hans Henrich Ridder und Cathrine Avenhausen, Bau des erhaltenen Hauses.


1702: Küster und Schuldiener Jürgen Otto Marthäus. Ab etwa 1750 war das Nachbarhaus Kirchhofstraße 4 städtisches Küsterhaus, das Haus Nr. 5 wurde von Marthäus vermietet.
1782 (VZ): ''des Küsters dienst Hauß'', bewohnt von ''vier eingeheuerten Frauen'' und einem Jungen, lebten vom Wolle spinnen, eine Ziege.
1801 (VZ): Kleinschmied Lesemann mit Familie, 2 Kühe.
1804 (BK): Camerarius Rudolph Theophilus Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1784).
1835 (VZ): Sohn Wilhelm Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1823) mit Familie und Einliegerin Charlotte Rose. Bis ins 20. Jh. im Besitz der Familie Reuter.
1901 (AB, S. 165): Hinter dem Kirchhof 5 Reuter, Wilhelm, Müller. Reuter, Caroline, Wittwe.


1926 (AB, S. 564): Reuter, Wilhelm, Landwirt.


==Literatur==
==Literatur==

Aktuelle Version vom 7. August 2026, 02:38 Uhr

Kirchhofstraße 5 (Blomberg)
OrtsteilBlomberg (Kernstadt)
StraßeKirchhofstraße (Blomberg)
Hausnummer5
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeBlomberg
StraßeHinter dem Kirchhof
Hausnummer5
Ergänzte Hausnummer032

Alte Hausnummer 32. Das bestehende Haus wurde 1664 von Hans Henrich Ridder und Catrine Auenhausen (Avenhausen) erbaut, vermutlich Erstbebauung der Hausstätte.

Kirchhofstraße 5, 1664. Fassade mit 2014 wiederhergestellter Rotfassung. Foto: Stiewe 2022
Kirchhofstraße 5, 1664. Torbogen mit wiederhergestellter Rotfassung und vergoldeter Inschrift. Foto: Stiewe 2015
Kirchhofstraße 5, Fassade mit altem Dielentor, um 1970. Foto: LWL-Freilichtmuseum Detmold, Bildsammlung
Kirchhofstraße 5, 1926. Foto: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv
Kirchhofstraße 5, 1937. LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, Bildarchiv
Kirchhofstraße 5, 1664. Straßengiebel, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.
Kirchhofstraße 5, Rückgiebel mit Stallanbau, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.
Kirchhofstraße 5, rechte Traufseite, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.
Kirchhofstraße 5, Längsschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.
Kirchhofstraße 5, Querschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 158.
Kirchhofstraße 5, Grundriss, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.
Kirchhofstraße 5, Stube. Trennwand zur Kammer mit früherem Alkoven (links) und 2 Wandschränken (rechts), 18.. Jahrhundert. Rechts gemalte Ofennische (um 1830-40). Foto: Stiewe 2022

Geschichte

Der Erbauer Hans Henrich Ridder (Herkunft und Beruf unbekannt) erwarb 1663 das Blomberger Bürgerrecht und heiratete am 30. Oktober 1664 Cathrine Avenhausen. Im gleichen Jahr wurde das Haus fertiggestellt. Ridder starb 1700.

Gebäude

Giebelständiges Fachwerkhaus, zweischiffiges Dielenhaus von 1664, restauriert 2014-2022. Diele rechts, links unterkellerte Stube, darüber Kammer. Zweifach vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschriften, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Akanthusblättern (untere Giebelvorkragung) und paarweise angeordneten Rankenmotiven (obere Giebelvorkragung). Torbogen mit Inschrift und seitlichen Wappenschilden mit Initialen der Erbauer, darüber vorkragendes Profilbrett und zwei Oberlichter mit erhaltenen Rauchgittern mit barocken Balusterbrettern (18. Jahrhundert), zwischen den Oberlichtern Stiel mit Blumentopf. Dielentor mit zweigeteilter Fußgängertür ("Klöntür") und vorgeblendeter Rahmen-Füllungs-Konstruktion und Mittelpilaster (18. Jahrhundert) 2022 nach alten Fotografien wiederhergestellt.

Monochrom roter Anstrich der Fassade 2014 nach restauratorischem Befund wiederhergestellt (rostrote Hölzer, altrosa Gefache mit Besenputz, Leinöl- bzw. Kalkfarben mit rotem Ocker als Pigment).

Sturzriegel über den Stubenfenstern mit stark verwittertem Beschlagwerkornament (vgl. Im Seligen Winkel 12, 1661), ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube, im frühen 19. Jahhrhundert durch zwei hochformatige Fenster mit Doppelstielen ersetzt.

Zweischiffiges Dielenhaus von sechs Fachen (7 Gebinden), 1711 (d) um zwei Fach langes Hinterhaus mit Pferdestall und zweiter Stube im Erdgeschoss und Saal und Kammer im Obergeschoss erweitert. Nach Anbau des Hinterhauses halbhohe Küchenlucht in den hinteren beiden Fachen der Diele eingebrochen. Am Ende der Diele sehr große Feuerstelle durch rot verziegelten Lehm im Boden archäologisch nachgewiesen, 1726 ist für das Haus eine Braugerechtigkeit bezeugt.

Im Innern blieben wesentliche Teile der originalen Ausstattung erhalten: Räucherstangen vorn an der Decke der Diele, über dem früheren Rauchaustritt des Stubenofens; Stube mit hölzerner Täfelungswand zur anschließenden Kammer mit früherer Alkovenöffnung links und zwei Wandschränken rechts (18. Jahrhundert); gemalte Ofennischen in der vorderen und der hinteren Stube, anthrazitgrau mit ultramarinbblauem Begleitstrich und einfachen Ziermustern (Giebelblume, Wellenlinien); Wandschrank im Saal; Steinkrippen im früheren Pferdestall (heute Bad).

An der Hofseite erhaltener Stallanbau mit zwei Schweineställen, Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, frühes 19. Jahrhundert.

Inschriften

Inschrift am Torbogen:

HANS HENRICH RIDDER . CATRINE AVUENHAUSEN / ANNO CHRISTI. 1664.

Auf den Torständern Wappenschilde mit Iniitialen der Erbauer: HR und CA

Inschrift am oberen Giebelrähm (vorgenageltes Brett):

WO DER HER NIT DAS HAUS BAWET SO ARBETEN UMBSONST DIE DARAN BAWEN.PSALM CXXVII.

Inschrift am unteren Giebelrähm (vorgenageltes Brett, Fehlstellen ergänzt), Fortsetzung von Psalm 127:

ES IS[T UMSONST DA]S IH[R FRÜH AUFSTE]HET UND HERNACH LAN[GE SITZE]T UND ESSET EWER BROT MIT SORGEN DENN SEINEN FREUNDEN GIBT ERS / SCHAFFEND (statt "schlafend")

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1663 Hans Henrich Ridder erwirbt das Blomberger Bürgerrecht.[1]

1664, 10. Oktober: Heirat von Hans Henrich Ridder und Cathrine Avenhausen, Bau des erhaltenen Hauses.

1702: Küster und Schuldiener Jürgen Otto Marthäus. Ab etwa 1750 war das Nachbarhaus Kirchhofstraße 4 städtisches Küsterhaus, das Haus Nr. 5 wurde von Marthäus vermietet.

1782 (VZ): des Küsters dienst Hauß, bewohnt von vier eingeheuerten Frauen und einem Jungen, lebten vom Wolle spinnen, eine Ziege.

1801 (VZ): Kleinschmied Lesemann mit Familie, 2 Kühe.

1804 (BK): Camerarius Rudolph Theophilus Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1784).

1835 (VZ): Sohn Wilhelm Reuter, Zeugmacher (Bürgerrecht 1823) mit Familie und Einliegerin Charlotte Rose. Bis ins 20. Jh. im Besitz der Familie Reuter.

1901 (AB, S. 165): Hinter dem Kirchhof 5 Reuter, Wilhelm, Müller. Reuter, Caroline, Wittwe.

1926 (AB, S. 564): Reuter, Wilhelm, Landwirt.

Literatur

Heinz-Walter Rolf, Die Bürger der Stadt Blomberg. Namen - Daten - Berufe - Häuser. 1525–1910, Blomberg 1996

Heinrich Stiewe, Hausbau und Sozialstruktur in einer niederdeutschen Kleinstadt. Blomberg zwischen 1450 und 1870 (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold – Landesmuseum für Volkskunde; 13), Detmold 1996

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hans-Peter Wehlt, Das Bürgerbuch der Stadt Blomberg. Detmold 1974.

Autor*innen

Heinrich Stiewe

Seitenhistorie

Seite erstellt am 05.08.2026 von Heinrich Stiewe

Letzte Änderung am: 07.08.2026 von Heinrich Stiewe