Kirchhofstraße 5 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Kirchhofstraße 5, Straßengiebel Stiewe 1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Straßengiebel, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Straßengiebel Stiewe 1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, 1664. Straßengiebel, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Rückgiebel Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Rückgiebel mit Stallanbau, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Rückgiebel Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Rückgiebel mit Stallanbau, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 275.]]
 
[[Datei:Kirchhofstraße 5, rechte Traufseite Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, rechte Traufseite, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 Längsschnitt Stiewe 1988-1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Längsschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5 Querschnitt Stiewe 1996, 158.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Querschnitt, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 158.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Grundriss Stiewe 1988, 1996.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Grundriss, Zustand 1988. Aus: Stiewe 1996, 276.]]
[[Datei:Kirchhofstraße 5, Stube, Täfelung, Ofenfeld 1 Stiewe 2022.jpg|mini|Kirchhofstraße 5, Stube. Trennwand zur Kammer mit früherem Alkoven (links) und 2 Wandschränken (rechts), 18.. Jahrhundert. Rechts gemalte Ofennische (um 1830-40). Foto: Stiewe 2022]]


==Geschichte==
==Geschichte==
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==Gebäude==
==Gebäude==
Giebelständiges Fachwerkhaus, zweischiffiges Dielenhaus von 1664. Diele rechts, links unterkellerte Stube, darüber Kammer. Zweifach vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschriften, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Akanthusblättern (untere Giebelvorkragung) und paarweise angeordneten Walfischen (obere Giebelvorkragung). Torbogen mit Inschrift und seitlichen Wappenschilden mit Initialen der Erbauer, darüber vorkragendes Profilbrett und zwei Oberlichter mit erhaltenen Rauchgittern mit barocken Balusterbrettern (18. Jahrhundert), zwischen den Oberlichtern Stiel mit Blumentopf. Dielentor mit zweigeteilter Fußgängertür ("Klöntür") und vorgeblendeter Rahmen-Füllungs-Konstruktion und Mittelpilaster (18. Jahrhundert) 2022 nach alten Fotografien wiederhergestellt.
Giebelständiges Fachwerkhaus, zweischiffiges Dielenhaus von 1664, restauriert 2014-2022. Diele rechts, links unterkellerte Stube, darüber Kammer. Zweifach vorkragender Giebel mit Spätrenaissance-Dekor: Inschriften, Zahnschnitt, Beschlagwerk, Füllhölzer mit Akanthusblättern (untere Giebelvorkragung) und paarweise angeordneten Rankenmotiven (obere Giebelvorkragung). Torbogen mit Inschrift und seitlichen Wappenschilden mit Initialen der Erbauer, darüber vorkragendes Profilbrett und zwei Oberlichter mit erhaltenen Rauchgittern mit barocken Balusterbrettern (18. Jahrhundert), zwischen den Oberlichtern Stiel mit Blumentopf. Dielentor mit zweigeteilter Fußgängertür ("Klöntür") und vorgeblendeter Rahmen-Füllungs-Konstruktion und Mittelpilaster (18. Jahrhundert) 2022 nach alten Fotografien wiederhergestellt.
 
Monochrom roter Anstrich der Fassade 2014 nach restauratorischem Befund wiederhergestellt (rostrote Hölzer, altrosa Gefache mit Besenputz, Leinöl- bzw. Kalkfarben mit rotem Ocker als Pigment).  


Sturzriegel über den Stubenfenstern mit stark verwittertem Beschlagwerkornament (vgl. Im Seligen Winkel 12, 1661), ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube, im frühen 19. Jahhrhundert durch zwei hochformatige Fenster mit Doppelstielen ersetzt.  
Sturzriegel über den Stubenfenstern mit stark verwittertem Beschlagwerkornament (vgl. Im Seligen Winkel 12, 1661), ursprünglich breites, bleiverglastes Fensterband der Stube, im frühen 19. Jahhrhundert durch zwei hochformatige Fenster mit Doppelstielen ersetzt.  


Monochrom roter Anstrich der Fassade 2014 nach restauratorischem Befund wiederhergestellt (rostrote Hölzer, altrosa Gefache mit Besenputz, Leinöl- bzw. Kalkfarben mit rotem Ocker als Pigment).  
Zweischiffiges Dielenhaus von sechs Fachen (7 Gebinden), 1711 (d) um zwei Fach langes Hinterhaus mit Pferdestall und zweiter Stube im Erdgeschoss und Saal und Kammer im Obergeschoss erweitert. Nach Anbau des Hinterhauses halbhohe Küchenlucht in den hinteren beiden Fachen der Diele eingebrochen. Am Ende der Diele sehr große Feuerstelle durch rot verziegelten Lehm im Boden archäologisch nachgewiesen, 1726 ist für das Haus eine Braugerechtigkeit bezeugt.
 
Im Innern blieben wesentliche Teile der originalen Ausstattung erhalten: Räucherstangen vorn an der Decke der Diele, über dem früheren Rauchaustritt des Stubenofens; Stube mit hölzerner Täfelungswand zur anschließenden Kammer mit früherer Alkovenöffnung links und zwei Wandschränken rechts (18. Jahrhundert); gemalte Ofennischen in der vorderen und der hinteren Stube, anthrazitgrau mit ultramarinbblauem Begleitstrich und einfachen Ziermustern (Giebelblume, Wellenlinien); Wandschrank im Saal; Steinkrippen im früheren Pferdestall (heute Bad).  


Zweischiffiges Dielenhaus von sechs Fachen (7 Gebinden), 1711 (d) um zweifachiges Hinterhaus mit Pferdestall und zweiter Stube im Erdgeschoss und Saal und Kammer im Obergeschoss erweitert. An der Hofseite erhaltener Stallanbau mit zwei Schweineställen, Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, frühes 19. Jahrhundert.
An der Hofseite erhaltener Stallanbau mit zwei Schweineställen, Fachwerk mit Schwelle-Rähm-Streben, frühes 19. Jahrhundert.


==Inschriften==
==Inschriften==