Wilbaser Straße 5 (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

 
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==Gebäude==
==Gebäude==
Das alte '''Meierhaus Stork''' ist ein großer Vierständerbau von 1705, der stark in Verfall geraten und inzwischen teilweise eingestürzt ist. Zweistöckiger Brettergiebel, auf Stichbalkenköpfen und Füllhölzern vorkragend. Prächtiger Torbogen mit langer Inschrift und Rose und Stern mit Rankenwerk auf den Kopfbändern, links und rechts vom Dielentor gekrümmte Fußstreben.
Das alte '''Meierhaus Stork''' ist ein großer Vierständerbau von 1705, der stark in Verfall geraten und inzwischen teilweise eingestürzt ist. Zweistöckiger Brettergiebel, auf Stichbalkenköpfen und Füllhölzern vorkragend. Das untere Stockwerk des Giebels war ursprünglich in sichtbarem Fachwerk ausgeführt, vermutlich mit Backsteinausfachung (vgl. [[Lakeweg 9 (Belle)|Lakehof bei Belle]], Meierhaus von 1708), das obere Giebeldreieck war von Anfang an verbrettert. Prächtiger Torbogen mit langer Inschrift und Rose und Stern mit Rankenwerk auf den Kopfbändern, links und rechts vom Dielentor gekrümmte Fußstreben.


Das heutige '''Wohnhaus''' des Hofes ist ein zweigeschossiger Traufenbau mit Krüppelwalmdach und Querdiele aus der Zeit um 1840-50.
Das heutige '''Wohnhaus''' des Hofes ist ein zweigeschossiger Traufenbau mit Krüppelwalmdach und Querdiele aus der Zeit um 1840-50.


Die '''Kapelle zu Wilbasen''' war im 18. Jahrhundert bereits eine Ruine; 1707 wurden ihre Steine zum Wegebau verwendet und nach 1750 wurde sie endgültig abgebrochen. Ein Gewölbeschlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Gewölberippen blieben eingemauert an der Scheune des Hofes erhalten. Der Schlussstein mit dem "Agnus Dei" befindet sich heute in der Kirche zu Reelkirchen. Am früheren Standort der Kapelle wurde nach 1909 ein '''Erbbegräbnis''' der Besitzerfamilie Tippenhauer errichtet.
Die '''Kapelle zu Wilbasen''' war im 18. Jahrhundert bereits eine Ruine; 1707 wurden ihre Steine zum Wegebau verwendet und nach 1750 wurde sie endgültig abgebrochen. Ein Gewölbeschlussstein mit dem Lamm Gottes und einige Gewölberippen blieben eingemauert an der Scheune des Hofes Tippenhauer erhalten. Der Schlussstein mit dem "Agnus Dei" befindet sich heute in der Kirche zu Reelkirchen.  
 
Nach der Friemelschen Flurkarte der Feldmark Blomberg (1750) stand die Kapelle mit einem umgebenden Kirchhof in der nordwestlichen Ecke des Meierhofes Stork. Beim Bau der heutigen Scheune des Hofes Tippenhauer sollen hier "menschliche Skelettreste" gefunden worden sein.<ref>Ernst Klaas, Rund um Wilbasen, Brüntrup 1952, S. 7.</ref> Am früheren Standort der Kapelle wurde nach 1909 ein '''Erbbegräbnis''' der Besitzerfamilie Tippenhauer errichtet.


==Inschriften==
==Inschriften==
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Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.
Willy Gerking, Die Wüstungen des Kreises Lippe. Eine historisch-archäologische und geographische Studie zum spätmittelalterlichen Wüstungsgeschehen in Lippe (Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, 10), Münster 1995.


Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Blomberg 1952.
Ernst Klaas, Rund um Wilbasen. Das Blomberger Becken in Geschichte und Legende, Brüntrup 1952.


Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.
Burkhard Meier, Kirchen, Klöster, Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe, 46), Leopoldshöhe/Bielefeld 1996.