Teutoburger-Wald-Straße, Parkplatz neben Nr. 5: Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==
Ab etwa1555 existiert für mindestens hundert Jahre nur ein kleines Haus (Salbuch um 1640: ''nichts alß ein Klein Hauß''), erst im Messbuch 1730 heißt es: ''2 gebäu auff der gemeine ohne Hoffraum''; im Salbuch 1753 ist notiert: ''an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. das Backhaus''. Im Salbuch 1781 ist zusätzlich eine Leibzucht nachgetragen, die also zwischen 1780 und der nächsten Salbuch-Erhebung 1829 erbaut worden ist. 1896 wird diese südwestlich an der Straße (Dorf-auswärts) gelegene Leibzucht samt einem zugehörigen Backhaus abgetrennt und verkauft; sie wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 93.
Ab etwa 1555 existiert für mindestens hundert Jahre nur ein kleines Haus (Salbuch um 1640: ''nichts alß ein Klein Hauß''), erst im Messbuch 1730 heißt es: ''2 gebäu auff der gemeine ohne Hoffraum''; im Salbuch 1753 ist notiert: ''an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. das Backhaus''. Im Salbuch 1781 ist zusätzlich eine Leibzucht nachgetragen, die also zwischen 1780 und der nächsten Salbuch-Erhebung 1829 erbaut worden ist. 1896 wird diese südwestlich an der Straße (Dorf-auswärts) gelegene Leibzucht samt einem zugehörigen Backhaus abgetrennt und verkauft; sie wird zur Neuwohnerstätte Hörste Nr. 93.
   
   
Das Haupthaus, von der Grundfläche kaum größer als die Leibzucht, wechselt mit einem weiteren Backhaus 1901 den Besitzer und wird danach für sieben Jahrzehnte zu Hörstes Schmiede(-Stätte).<ref>In manchen lipp. Dörfern (z. B. Heiden u. Wellentrup/Oerl.) hat es sehr früh und über Jahrhunderte Stätten geben, deren Recht und Pflicht (neben der obligatorischen Landwirtschaft) der Betrieb einer Schmiede war, wie für Ostmann in Heiden u. Kespohl in Wellentrup bereits aus dem Salbuch 1617 hervorgeht. Auch in Hörste werden ab etwa 1700 verschiedentlich Schmiede erwähnt (z. B. Johan Rosenbaum im GoG 1710/11). Von Anfang des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich Hörstes Dorfschmiede auf der Stätte Nr. 21  -  Riesenberg oder Grothof.</ref> Bald nach dem Erwerb wird das Wohnhaus durch einen Anbau rechts der Rundbogentür vergrößert, in den 1920er Jahren entsteht auf der linken Seite die Schmiedewerkstatt. Schließlich wird 1938 eine Dienstbarkeit für den Benzol-Verband, Bochum, in das Grundbuch eingetragen betreffend Bau einer Tankanlage mit unterirdischem Tank. Diese Tankstelle vor dem Giebel der Schmiede belegt, dass auch der Service für motorisierte Fahrzeuge durchgeführt wurde.
Das Haupthaus, von der Grundfläche kaum größer als die Leibzucht, wechselt mit einem weiteren Backhaus 1901 den Besitzer und wird danach für sieben Jahrzehnte zu Hörstes Schmiede(-Stätte).<ref>In manchen lipp. Dörfern (z. B. Heiden u. Wellentrup/Oerl.) hat es sehr früh und über Jahrhunderte Stätten geben, deren Recht und Pflicht (neben der obligatorischen Landwirtschaft) der Betrieb einer Schmiede war, wie für Ostmann in Heiden u. Kespohl in Wellentrup bereits aus dem Salbuch 1617 hervorgeht. Auch in Hörste werden ab etwa 1700 verschiedentlich Schmiede erwähnt (z. B. Johan Rosenbaum im GoG 1710/11). Von Anfang des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich Hörstes Dorfschmiede auf der Stätte Nr. 21  -  Riesenberg oder Grothof.</ref> Bald nach dem Erwerb wird das Wohnhaus durch einen Anbau rechts der Rundbogentür vergrößert, in den 1920er Jahren entsteht auf der linken Seite die Schmiedewerkstatt. Schließlich wird 1938 eine Dienstbarkeit für den Benzol-Verband, Bochum, in das Grundbuch eingetragen betreffend Bau einer Tankanlage mit unterirdischem Tank. Diese Tankstelle vor dem Giebel der Schmiede belegt, dass auch der Service für motorisierte Fahrzeuge durchgeführt wurde.
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1603 Henrich Kirchof (Landschatzregister)
1603 ''Henrich Kirchof'' (Landschatzregister)




1609 Henke Kerkhoff und Frau (Volkszählung; offenbar keine kleinen o. halbwüchsigen Kinder)
1609 ''Henke Kerkhoff'' und Frau (Volkszählung; offenbar keine kleinen o. halbwüchsigen Kinder)




1617 Heinrich Kirchoff , m. gnd. Herrn eigen (Salbuch)
1617 ''Heinrich Kirchoff , m. gnd. Herrn eigen'' (Salbuch)




1640 (um) Johan Kirchhoff  (Salbuch)
1640 (um) ''Johan Kirchhoff'' (Salbuch)




1645 (um) Witwe des Johan vffm Kirchhoff, 2 Kinder (Zustand der Höfe/Salbuch)
1645 (um) ''Witwe des Johan vffm Kirchhoff'', 2 Kinder (Zustand der Höfe/Salbuch)




1648 Witwe des Johan vffm Kirchhoff, 1 Kind (Volkszählung)
1648 ''Witwe des Johan vffm Kirchhoff'', 1 Kind (Volkszählung)




1651/52 Jost auffm Kirchhoffe verstorben, nicht verheiratet gewesen, hinterlässt u. a. 5 Taler Brautschatzforderung gegen seine elterliche Stätte (Erbteilung)
1651/52 ''Jost auffm Kirchhoffe'' verstorben, nicht verheiratet gewesen, hinterlässt u. a. 5 Taler Brautschatzforderung gegen seine elterliche Stätte (Erbteilung)


   
   
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1656 Jost auff dem Kirchhoffe, ein Hoppenpflücker hatt  (2 Söhne)
1656 ''Jost auff dem Kirchhoffe, ein Hoppenpflücker hatt''   (2 Söhne)


1)  Heinrich – von 3 ½ Jahr
''1)  Heinrich – von 3 ½ Jahr''


2) Hans Henrich – von 1 Jahr (Verz. der eig.behör. Kinder)
''2) Hans Henrich – von 1 Jahr'' (Verz. der eig.behör. Kinder)


1674 Jost Kerckhoffs fraue ist gestorben, hat hinterlaßen 2 Kuhbiester vndt acht kleine Kinder  .  .  .    (Erbteilung)
1674 ''Jost Kerckhoffs fraue ist gestorben, hat hinterlaßen 2 Kuhbiester vndt acht kleine Kinder'' .  .  .    (Erbteilung)
   
   


1680 Johann vffm Kirchhoffe Ein Kleinkötter, der gnd. Herrsch. Eigen, hat 2 Kühe, aber keine eigene Ländereÿ,  .  .  . (Salbuch)
1680 ''Johann vffm Kirchhoffe Ein Kleinkötter, der gnd. Herrsch. Eigen, hat 2 Kühe, aber keine eigene Ländereÿ,  .  .  .'' (Salbuch)




1680 Hanß Henrich Kirchhoffe zu frühe beÿ geschlaffen  (GoG, Bauerschaft Hörste)
1680 ''Hanß Henrich Kirchhoffe zu frühe beÿ geschlaffen'' (GoG, Bauerschaft Hörste)


   
   
1680/81 Lücken Berent muß Johan Kerckhoffes Kottstette beweinkaufen (GoG, Brsch. Hörste)
1680/81 ''Lücken Berent muß Johan Kerckhoffes Kottstette beweinkaufen'' (GoG, Brsch. Hörste)




1683    Hans Henrich Kerkhoff ist ein Brinksitzer, hat ein Kind und 6 Geschwister, wovon 4 dienen. (Salbuch)
1683    ''Hans Henrich Kerkhoff'' ist ein Brinksitzer, hat ein Kind und 6 Geschwister, wovon 4 dienen. (Salbuch)
   
   


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1687 Simon Kerckhoff hatt mit Anna Catharina Piepers in Unzucht gelebet. Ist Ihr erstes mahl (GoG, Brsch. Hörste)
1687 ''Simon Kerckhoff hatt mit Anna Catharina Piepers in Unzucht gelebet. Ist Ihr erstes mahl ''(GoG, Brsch. Hörste)
   
   


1689 Simon Kerckhoff zum andern mahl unpflicht getrieben mit Catharina von Schlinck Jacobs Hoff, dieser erstes mahl (GoG, Brsch. Hörste)
1689 ''Simon Kerckhoff zum andern mahl unpflicht getrieben mit Catharina von Schlinck Jacobs Hoff, dieser erstes mahl '' (GoG, Brsch. Hörste)
   
   


1708 Jobst Kerckhoff hat(te) Kinder    (Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)
1708 ''Jobst Kerckhoff hat''(te) ''Kinder''     (Verzeichnis der eigenbehörigen Untertanen in der Vogtei Lage)
   
   
1. Hanß Herm ist an Erbe zur Stette, hat eine frau von der Pivitsheide so Eÿgen
''1. Hanß Herm ist an Erbe zur Stette, hat eine frau von der Pivitsheide so Eÿgen''


2. Schling Herm, uff der Breiden Heide v. Lage so Eÿgen
''2. Schling Herm, uff der Breiden Heide v. Lage so Eÿgen''
   
   
3. Simon ein Einlieger
''3. Simon ein Einlieger''
   
   


1716 Anna Maria, gebohren von Hanß Henrich Kerckhoff und Annen Cathrinen Lucken, Eheleuten in Hörste, Vogteÿ Lage, freÿ gelaßen für – 3 rthlr    (Freilassungen)  
1716 ''Anna Maria, gebohren von Hanß Henrich Kerckhoff und Annen Cathrinen Lucken, Eheleuten in Hörste, Vogteÿ Lage, freÿ gelaßen für – 3 rthlr''     (Freilassungen)  




Damit ergibt sich folgendes Generationengefüge auf der Stätte: