Hornsche Straße 32 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

Aus lippe-haeuser-wiki.de
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K Textersetzung - „|Hausnummer1901={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}“ durch „|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}“
Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 9: Zeile 9:
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}
|Quartiersnummer=B 29
|Quartiersnummer=B 29
}}Eine im Jahr 1829 gegründete Hausstätte, wobei ein Teil des Gebäudes auf freiem Grundstück errichtet wurde. Alte Quartiersnummer B 29. Die Hausstätte wurde im Jahr 1973 abgebrochen.<ref>StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.</ref>
}}Eine im Jahr 1829 gegründete Hausstätte, wobei ein Teil des Gebäudes auf freiem Grundstück errichtet wurde. Alte Quartiersnummer B 29. Nutts vorheriges Haus in der [[Lange Straße 63 (Detmold)|Langen Straße 63]] war 1829 für den Rathaus-Neubau enteignet und abgebrochen worden. Die Hausstätte in der hornschen Straße wurde im Jahr 1973 abgebrochen.<ref>StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.</ref>


==Geschichte==
==Geschichte==


Das Haus wurde 1829 [i, a] von Gastwirt Johann Nutt als Hotel errichtet. Abriss 1973 für den Ausbau der Hornschen Straße.
Das Haus wurde 1829 [i, a] von Gastwirt Johann Nutt als Hotel errichtet.
 
Johann Nutt, Gastwirth und Conditor, inserierte Ende Dezember 1829 im Intelligenzblatt: "Ich beehre mich, hiermit anzuzeigen, daß mein an der neuen Straße vor dem Hornschen Thore an der Meinberger, Hornschen und Pyrmonter Chaussée hieselbst neu erbaueter, mit Remisen und Stallungen wohlversehener, Gasthof: Zum Lippischen Hofe, jetzt zur Aufnahme verehrter Gäste völlig eingerichtet, geschmackvoll decorirt und neu möblirt ist. Da ich für gute Küche, vorzügliche Weine, so wie für billige und aufmerksame Bedienung stets angelegentlichst besorgt seyn werde; darf ich einem zahlreichen Zuspruch, auch der geehrten Reisenden, mit Vertrauen entgegensehen, und empfehle mich zu dem Ende dem verehrten Publicum bestens."<ref>Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt, 21. Jg. Nr. 52 (26.12.1829), S. 416.</ref>
 
Abriss 1973 für den mehrspurigen Ausbau der Hornschen Straße.


==Gebäude==
==Gebäude==

Aktuelle Version vom 30. September 2026, 13:42 Uhr

Hornsche Straße 32 (Detmold)
OrtsteilDetmold (Kernstadt)
StraßeHornsche Straße (Detmold)
Hausnummer32
Karte
QuartiersnummerB 29
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeDetmold
StraßeHornsche Straße (Detmold)
Hausnummer032

Eine im Jahr 1829 gegründete Hausstätte, wobei ein Teil des Gebäudes auf freiem Grundstück errichtet wurde. Alte Quartiersnummer B 29. Nutts vorheriges Haus in der Langen Straße 63 war 1829 für den Rathaus-Neubau enteignet und abgebrochen worden. Die Hausstätte in der hornschen Straße wurde im Jahr 1973 abgebrochen.[1]

Geschichte

Das Haus wurde 1829 [i, a] von Gastwirt Johann Nutt als Hotel errichtet.

Johann Nutt, Gastwirth und Conditor, inserierte Ende Dezember 1829 im Intelligenzblatt: "Ich beehre mich, hiermit anzuzeigen, daß mein an der neuen Straße vor dem Hornschen Thore an der Meinberger, Hornschen und Pyrmonter Chaussée hieselbst neu erbaueter, mit Remisen und Stallungen wohlversehener, Gasthof: Zum Lippischen Hofe, jetzt zur Aufnahme verehrter Gäste völlig eingerichtet, geschmackvoll decorirt und neu möblirt ist. Da ich für gute Küche, vorzügliche Weine, so wie für billige und aufmerksame Bedienung stets angelegentlichst besorgt seyn werde; darf ich einem zahlreichen Zuspruch, auch der geehrten Reisenden, mit Vertrauen entgegensehen, und empfehle mich zu dem Ende dem verehrten Publicum bestens."[2]

Abriss 1973 für den mehrspurigen Ausbau der Hornschen Straße.

Gebäude

Eingang zum Hotel Odeon vor 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6,368
Hotel Odeon, Hornsche Straße 32, Ansichtskarte, um 1912, LLB: HSA 5,27v-1

Traufständiges zweigeschossiges Fachwerkhaus, Halbwalmdach, Fassade verschiefert, sieben Fensterachsen, Mitteleingang mit zweiläufiger Freitreppe, vor ca. 1920 abgerissen und die Treppe in eine Gebäudenische verlegt. Ebenfalls vor ca. 1920 Erweiterung des Hauses nach Osten um eine breite Fensterachse.

"Hotel ‘Zum Falken‘. Erbaut 1828–1830. Fachwerkbau mit schieferverkleideter Front. Holzgeschnitzte Haustür. An der Hofseite 3 Steinskulpturen eingemauert, vielleicht vom alten Rathaus: 2 Brüstungsplatten eines Erkers mit allegorischen Figuren. H. 74, Br. 55 cm. Sitzende weibliche Figuren in flachen Rundnischen: Sapientia mit Spiegel und Eule, die zweite Figur mit Korb, Tier und Blumen. Hermenartige Halbfigur mit Fruchtgehänge."[3] Diese Spolien wurden beim Abbruch des Hauses in das Lippische Landesmuseum überführt.

Inschriften

Im Geländer der Freitreppe: "1829".[4]

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1829, Johann Nutt, Gastwirt.[5]

1850 Lohmann, Gastwirt.[6]

1871 (Adressbuch) –

1884 (Adressbuch) Fritz Lüdeking, Gastwirt (Odeon); Winkel, Obersteuerinspektor-Witwe; Heinrich Friedrich Wilhelm Perizonius, Rentner.

1887 (Adressbuch) Fritz Lüdeking, Gastwirt (Odeon); Heinrich Friedrich Wilhelm Perizonius, Rentner.

1891 (Adressbuch) Lüdeking, Gastwirt.

1894 (Adressbuch) Fritz Lüdeking, Gastwirt, Hotel Odeon; Heinrich Perizonius, Oberlehrer a. D.

1897 (Adressbuch) Fritz Lüdeking, Gastwirt.

1901 (Adressbuch) Charlotte Lüdeking, Witwe, Gastwirtin, Hotel "Odeon"; Heinrich Lüdeking, Hotelwirt; Gustav Kühne, Lithograph.

1904 (Adressbuch) Charlotte Lüdeking, Witwe, Gastwirtin, Hotel "Odeon"; Heinrich Lüdeking, Hotelwirt; Gustav Kühne, Lithograph.

1909 (Adressbuch) Lüdeking, Gastwirt; Kühne, Lithograph.

1912 (Adressbuch) Lüdeking, Gastwirt; Louise Lüdeking, Frl.; Emma Lüdeking, Frl.; Agnes Lüdeking, Frl.; Anna Lüdeking, Frl.; Kühne, Druckereibesitzer.

1914 (Adressbuch) Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Louise Lüdeking, Frl.; Emma Lüdeking, Frl.; Anna Lüdeking, Frl.; Gustav Kühne, Druckereibesitzer.

1916 (Adressbuch) Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Louise Lüdeking, Frl.; Emma Lüdeking, Frl.; Anna Lüdeking, Frl.; Gustav Kühne, Druckereibesitzer.

1918 (Adressbuch) Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Gustav Kühne, Druckereibesitzer.

1920 (Adressbuch) Detmolder Männerchor e. V.; Heinrich Lüdeking, Rentner; Gustav Kühne, Druckereibesitzer; Alfred Gräber, Gastwirt.

1923 (Adressbuch) "Odeon" (Geschwister Lüdeking); Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Emma und Anna Lüdeking, Frls.; Gustav Kühne, Druckereibesitzer.

1925 (Adressbuch) Hotel "Odeon", Inh. Geschwister Lüdeking; Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Luise, Emma und Anna Lüdeking, Fräuleins; Gustav Kühne, Druckereibesitzer.

1926 (Adressbuch) Hotel "Odeon"; Inh. Geschwister Lüdeking, Heinrich Lüdeking, Gastwirt; Luise, Emma und Anna Lüdeking, Fräuleins.

Literatur

Quellen

StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.

StadtA Detmold D 106 Detmold Nr. 6, 558.

StadtA Detmold D 106 Detmold Nr. 7-8, 359.

StadtA Detmold D 106 Detmold Nr. 9.

LAV NRW OWL, L 83 B / Lippische Justizkanzlei, Jüngere Prozessakten (1801-1879), Nr. L 215: Lohmann, Gastwirt in Detmold gegen W. Strathemeier in Steinheim - Kette, 1850.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.
  2. ↑ Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt, 21. Jg. Nr. 52 (26.12.1829), S. 416.
  3. ↑ Otto Gaul (Bearb.), Stadt Detmold, mit einer geschichtlichen Einleitung von Erich Kittel und Beiträgen von Leo Nebelsiek, Peter Berghaus und Konrad Ullmann (Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen; 48, Teil I), Münster 1968, S. 397.
  4. ↑ LLB: HSA 6,386.
  5. ↑ StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.
  6. ↑ StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.

Autor(innen)

Joachim Kleinmanns, Nils Lienenlüke

Seitenhistorie

Seite erstellt am 13.05.2024 von Nils Lienenlüke

Letzte Änderung am: 30.09.2026 von Joachim Kleinmanns