Im Seligen Winkel Kirche (Blomberg): Unterschied zwischen den Versionen

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Vier Glocken aus Blomberg fielen unter die Kriegsabgabe 1917. Lediglich die Broder Arent Glocke blieb der Gemeinde erhalten, sie fiel jedoch 25 Jahre danach unter die Kriegsabgabe 1942.
Vier Glocken aus Blomberg fielen unter die Kriegsabgabe 1917. Lediglich die Broder Arent Glocke blieb der Gemeinde erhalten, sie fiel jedoch 25 Jahre danach unter die Kriegsabgabe 1942.  


1921 stifteten die Familien Siekmann, Hausmann und Stöß ein Dreiergeläut das bei Ulrich & Weule in Apolda gegossen wurde.<br />
1921 stifteten die Familien Siekmann, Hausmann und Stöß ein Dreiergeläut das bei Ulrich & Weule in Apolda gegossen wurde.<br />
Das Geläut der (Stahl?)glocken hat die Disposition: <ref Name="Glocken">[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref>
Das Geläut der Stahlglocken hat die Disposition: <ref Name="Glocken">[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref>
<ref Name="GlockenLippe">Theolog. Bibliothek der Lippischen Landeskirche: "Die Glocken des Lipperlandes"</ref><br />
<ref Name="GlockenLippe">Theolog. Bibliothek der Lippischen Landeskirche: "Die Glocken des Lipperlandes"</ref><br />
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Die Broder Arent Glocke konnte 1948 von der Glockensammelstelle Lünen zurück nach Blomberg gebracht werden. Sie ist angeblich die fünftälteste lippische Glocke und steht seit 1948 unbenutzt im Turm.<ref Name="Glocken" />
Die Broder Arent Glocke war 1942 in die Gruppe C als erhaltenswerte Glocke eingestuft und konnte 1948 von der Glockensammelstelle Lünen zurück nach Blomberg gebracht werden. Sie ist die fünftälteste lippische Glocke und steht seit 1948 unbenutzt im Turm.<ref Name="Glocken" />


1977 beschloss der Kirchenvorstand ein neues Geläut anzuschaffen und die '''Broder-Arent-Glocke''' in das Geläut einzubeziehen.<ref Name="Glocken" /> <br />
1977 beschloss der Kirchenvorstand ein neues Geläut anzuschaffen und die '''Broder-Arent-Glocke''' in das Geläut einzubeziehen.<ref Name="Glocken" /> <br />
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==Ausstattung==
==Ausstattung==
Grabmal (Tumba) des Kirchenstifters Bernhard VII. zur Lippe († 1511) und seiner Frau Anna von Holstein-Schaumburg († 1495) im Chor (bis in die 1960er Jahre im Langhaus). Die 4 Seiten architektonisch gegliedert und figürlich geschmückt, darauf die Grabplatte mit den lebensgroßen Ganzkörperbildnissen. Die Köpfe mit geöffneten Augen auf Kissen gebettet unter spätgotischen Baldachinen. Zu Füßen Schilde tragende Löwenkonsolen. Umlaufende Inschrift, unterbrochen von den 16 Wappen der Ahnenreihe Bernhards. Stilistisch wird die Tumba dem Münsteraner Bildhauer Heinrich Brabender zugeschrieben.<ref>{{PrieweKlosterkirche2012}}, S. 26.</ref>
Grabmal (Tumba) des Kirchenstifters Bernhard VII. zur Lippe († 1511) und seiner Frau Anna von Holstein-Schaumburg († 1495) im Chor (bis in die 1960er Jahre im Langhaus). Die 4 Seiten architektonisch gegliedert und figürlich geschmückt, darauf die Grabplatte mit den lebensgroßen Ganzkörperbildnissen. Die Köpfe mit geöffneten Augen auf Kissen gebettet unter spätgotischen Baldachinen. Zu Füßen Schilde tragende Löwenkonsolen. Umlaufende Inschrift, unterbrochen von den 16 Wappen der Ahnenreihe Bernhards. Stilistisch wird die Tumba dem Münsteraner Bildhauer Heinrich Brabender zugeschrieben.<ref>{{PrieweKlosterkirche2012}}, S. 26.</ref>


Chorgestühl stilistisch kurz nach 1500, 1833 entfernt, ein Rest 315 x 70 cm große Eichenbohle) hinter dem nördlichen Emporenaufgang ausgestellt, ein kürzeres Stück in der Sammlung des [[Schlossstraße 18 (Brake)|Weserrenaissance-Museums Schloss Brake]].
Chorgestühl stilistisch kurz nach 1500, 1833 entfernt, ein Rest 315 x 70 cm große Eichenbohle) hinter dem nördlichen Emporenaufgang ausgestellt, ein kürzeres Stück in der Sammlung des [[Schlossstraße 18 (Brake)|Weserrenaissance-Museums Schloss Brake]].
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==Literatur==
==Literatur==
{{PrieweKlosterkirche2012}}.
* {{PrieweKlosterkirche2012}}.
 
* {{MeierLippischeKirchen2004}}.
{{MeierLippischeKirchen2004}}.
* Ulrich Meier, Ein folgenschwerer Diebstahl. Ermittlungen und Quellen zum Blomberger Hostienfrevel von 1460 und zur Wallfahrt nach Blomberg (Lippische Geschichtsquellen; 27), Bielefeld 2024.
 
* {{ButterweckGeschichte1926}}, S. 16–19, 326–334.
Ulrich Meier, Ein folgenschwerer Diebstahl. Ermittlungen und Quellen zum Blomberger Hostienfrevel von 1460 und zur Wallfahrt nach Blomberg (Lippische Geschichtsquellen; 27), Bielefeld 2024.


{{ButterweckGeschichte1926}}, S. 16–19, 326–334.
==Quellen==
==Quellen==