Friedrich-Pieper-Straße 16 (Heiligenkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

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1908 erbaut, ehem. Heiligenkirchen Nr. 128.
1908 erbaut, ehem. Heiligenkirchen Nr. 128.


==Geschichte==
==Geschichte==


Erbaut 1908 von Maurermeister Wilhelm Hilker/Heiligenkirchen für Senator a. D. Ed. Reye als "Villa Landsknecht".<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref>
Erbaut 1908 von Maurermeister Wilhelm Hilker/Heiligenkirchen für Senator a. D. Ed. Reye als "Villa Landsknecht".<ref> LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. </ref> Später (etwa 1912) "Villa Carola".


==Baubeschreibung==
Am 28.11.2024 als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A744.
 
==Gebäude==


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Eineinhalbgeschossiger Bruchsteinbau mit teilweisem Zierputz auf L-förmigem Grundriss, Satteldächer. Talseitig hohes Bruchstein-Souterrain. Im Erdgeschoss hölzerner Wintergarten, darauf Balkon. 1955 Bau einer Garage.
Eineinhalbgeschossiger Bruchsteinbau mit teilweisem Zierputz auf L-förmigem Grundriss, Satteldächer. Talseitig hohes Bruchstein-Souterrain. Im Erdgeschoss hölzerner Wintergarten, darauf Balkon (jetzt verglast). 1955 Bau einer Garage. Die abgesägten Freigespärre 2024 rekonstruiert.
 
Beschreibung lt. Denkmalkartei: "Das Gebäude ist ein großer giebelständiger zweigeschossiger, vielfältig gegliederter Bruchsteinbau, talseitig auf hohem Souterraingeschoss errichtet. Der Hauptbaukörper ist von einem Satteldach mit roten Ziegelpfannen überdeckt. Die rechte Hälfte der Straßenansicht (Nordostansicht) ist leicht vorgezogen mit einer knapp vorkragenden Fachwerkauslucht oberhalb der originalen Haustür. An der südöstlichen Traufseite ist der vordere Teil des Gebäudes als Querhaus ausgebildet. Der dahinter liegende Bereich des Gebäudes ist verputzt und mit höher gezogener Traufe und Schleppdach ausgeführt, wobei die Mitte durch einen Giebel akzentuiert wird. Im Erdgeschoss befindet sich ein Terrassenplateau auf massiven Stützen. Auf das Terrassenplateau wurde nachträglich ein Wintergarten errichtet, der nicht Bestandteil des Baudenkmals ist. An der südlichen Gebäudeecke befindet sich eine Auslucht mit Walmdach. An der Nordwestseite ist ein Erker (Treppenhaus) mit Schleppdach angefügt, darüber eine Gaube ebenfalls mit Schleppdach. Die Ortgang- und Traufblenden sowie Fenster- und Türeinfassungen der Bruchsteinfassaden sind verputzt. Die Stürze der Bogenfenster wurden in Sichtmauerwerk ausgeführt und mit einem Schlussstein mit Relief betont. Die Fenster wurden durch Kunststofffenster ausgetauscht. Im Souterrain sind noch zwei bauzeitliche Fenster erhalten. Ebenfalls erhalten ist hier die Holzeingangstür mit Oberlicht zum Souterrain. Im Inneren des Gebäudes sind die bauzeitlichen Raumstrukturen sowie ein Großteil der bemerkenswerten bauzeitlichen Ausstattungen unverändert erhalten. Eine zweiläufige Holzpodesttreppe mit gedrechseltem Geländer erschließt die Geschosse vom Untergeschoss bis zum Dach. Das Podest zwischen Souterrain- und Erdgeschoss ist mit einem Terrazzobelag ausgeführt. Die Zimmertüren (bis auf eine im Kellergeschoss) sind als viergeteilte (im Erd- und Obergeschoss) bzw. dreigeteilte (im Keller- und Dachgeschoss), profilierte Rahmenfüllungstüren mit Fischband und orig. Türklinke mit Langschild gestaltet. Im Wohnzimmer im Erdgeschoss befindet sich eine zweiteilige Schiebetür mit originalen Griffmuscheln. Im Flur des Kellergeschosses und im Eingangsbereich und WC des Erdgeschosses liegt noch der originale Terrazzoboden. Der Flur im Erdgeschoss ist aufwendig mit einer hölzernen Wandverkleidung mit Kassettenfüllungen bekleidet. Hier befindet sich auch der originale Küchenaufzug für den Transport der Speisen aus der Küche im Untergeschoss. In einigen Räumen im Gebäude sind noch gusseiserne Heizkörper mit floralen Elementen erhalten. Im Ober- und Dachgeschoss ist der originale Dielenboden vorhanden. In den repräsentativeren Wohnräumen sind die Decken mit schlichten Stuckelementen und Kehlen entlang der Wände gestaltet. Im Dachgeschoss sind zwei Räume vorhanden. Der Raum in nördliche Richtung diente als Dachboden, bei dem Raum in südlicher Richtung handelte es sich um das sog. 'Mädchenzimmer'."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref>


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
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==Literatur==
==Literatur==


Hans-Joachim Keil, Alte Bauernhöfe, noble Villen, zeitgenössische Wohnhäuser, Detmold 2021, S. 97 f.
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==Quellen==
==Quellen==
LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960.
LAV NRW OWL, L 79 (Lippische Regierung (Jüngere Registratur)), Nr. 5257: Volkszählung 1919.


==Weblinks==
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Aktuelle Version vom 14. September 2026, 12:28 Uhr

Friedrich-Pieper-Straße 16 (Heiligenkirchen)
OrtsteilHeiligenkirchen
StraßeFriedrich-Pieper-Straße (Heiligenkirchen)
Hausnummer16
Karte
Adressbuch von 1901
GemeindeHeiligenkirchen
Hausnummer-

1908 erbaut, ehem. Heiligenkirchen Nr. 128.

Geschichte

Erbaut 1908 von Maurermeister Wilhelm Hilker/Heiligenkirchen für Senator a. D. Ed. Reye als "Villa Landsknecht".[1] Später (etwa 1912) "Villa Carola".

Am 28.11.2024 als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold, Nr. A744.

Gebäude

Friedrich-Pieper-Straße 16, Ansicht von Nordosten, 2017, Foto: Joachim Kleinmanns
Bauplan von Maurermeister Wilhelm Hilker, 1908, Ausschnitt (Foto: Privat)
Friedrich-Pieper-Straße 16, Blick von der Terrasse zur Grotenburg, Foto: Joachim Kleinmanns, 2026

Eineinhalbgeschossiger Bruchsteinbau mit teilweisem Zierputz auf L-förmigem Grundriss, Satteldächer. Talseitig hohes Bruchstein-Souterrain. Im Erdgeschoss hölzerner Wintergarten, darauf Balkon (jetzt verglast). 1955 Bau einer Garage. Die abgesägten Freigespärre 2024 rekonstruiert.

Beschreibung lt. Denkmalkartei: "Das Gebäude ist ein großer giebelständiger zweigeschossiger, vielfältig gegliederter Bruchsteinbau, talseitig auf hohem Souterraingeschoss errichtet. Der Hauptbaukörper ist von einem Satteldach mit roten Ziegelpfannen überdeckt. Die rechte Hälfte der Straßenansicht (Nordostansicht) ist leicht vorgezogen mit einer knapp vorkragenden Fachwerkauslucht oberhalb der originalen Haustür. An der südöstlichen Traufseite ist der vordere Teil des Gebäudes als Querhaus ausgebildet. Der dahinter liegende Bereich des Gebäudes ist verputzt und mit höher gezogener Traufe und Schleppdach ausgeführt, wobei die Mitte durch einen Giebel akzentuiert wird. Im Erdgeschoss befindet sich ein Terrassenplateau auf massiven Stützen. Auf das Terrassenplateau wurde nachträglich ein Wintergarten errichtet, der nicht Bestandteil des Baudenkmals ist. An der südlichen Gebäudeecke befindet sich eine Auslucht mit Walmdach. An der Nordwestseite ist ein Erker (Treppenhaus) mit Schleppdach angefügt, darüber eine Gaube ebenfalls mit Schleppdach. Die Ortgang- und Traufblenden sowie Fenster- und Türeinfassungen der Bruchsteinfassaden sind verputzt. Die Stürze der Bogenfenster wurden in Sichtmauerwerk ausgeführt und mit einem Schlussstein mit Relief betont. Die Fenster wurden durch Kunststofffenster ausgetauscht. Im Souterrain sind noch zwei bauzeitliche Fenster erhalten. Ebenfalls erhalten ist hier die Holzeingangstür mit Oberlicht zum Souterrain. Im Inneren des Gebäudes sind die bauzeitlichen Raumstrukturen sowie ein Großteil der bemerkenswerten bauzeitlichen Ausstattungen unverändert erhalten. Eine zweiläufige Holzpodesttreppe mit gedrechseltem Geländer erschließt die Geschosse vom Untergeschoss bis zum Dach. Das Podest zwischen Souterrain- und Erdgeschoss ist mit einem Terrazzobelag ausgeführt. Die Zimmertüren (bis auf eine im Kellergeschoss) sind als viergeteilte (im Erd- und Obergeschoss) bzw. dreigeteilte (im Keller- und Dachgeschoss), profilierte Rahmenfüllungstüren mit Fischband und orig. Türklinke mit Langschild gestaltet. Im Wohnzimmer im Erdgeschoss befindet sich eine zweiteilige Schiebetür mit originalen Griffmuscheln. Im Flur des Kellergeschosses und im Eingangsbereich und WC des Erdgeschosses liegt noch der originale Terrazzoboden. Der Flur im Erdgeschoss ist aufwendig mit einer hölzernen Wandverkleidung mit Kassettenfüllungen bekleidet. Hier befindet sich auch der originale Küchenaufzug für den Transport der Speisen aus der Küche im Untergeschoss. In einigen Räumen im Gebäude sind noch gusseiserne Heizkörper mit floralen Elementen erhalten. Im Ober- und Dachgeschoss ist der originale Dielenboden vorhanden. In den repräsentativeren Wohnräumen sind die Decken mit schlichten Stuckelementen und Kehlen entlang der Wände gestaltet. Im Dachgeschoss sind zwei Räume vorhanden. Der Raum in nördliche Richtung diente als Dachboden, bei dem Raum in südlicher Richtung handelte es sich um das sog. 'Mädchenzimmer'."[2]

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1907 (Adressbuch) o. Hausnummer: Senator a. D. Ed. Reye.

1909 (Adressbuch) Senator Reyer, Tochter Reyer [sic].

1912 (Adressbuch) Senator Reyer, Tochter Reyer [sic].

1918 (Adressbuch) Rentnerin Agnes Reye.

1919 (Volkszählung) Rentner Schulz mit 4 weiblichen Personen.

1920 (Adressbuch) Rentnerin Agnes Reye.

1923 (Adressbuch) Rentner [Hermann] Rinne.

1926 (Adressbuch) Rentner Hermann Rinne, Tel. 940.

Literatur

Hans-Joachim Keil, Alte Bauernhöfe, noble Villen, zeitgenössische Wohnhäuser. Rundgänge durch die Villenkolonie Friedrichshöhe und Umgebung in Detmold, Detmold 2021, S. 97 f.

Quellen

LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960.

LAV NRW OWL, L 79 (Lippische Regierung (Jüngere Registratur)), Nr. 5257: Volkszählung 1919.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960.
  2. Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 03.07.2023 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 14.09.2026 von Joachim Kleinmanns