Heiligenkirchen: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Bauerschaft Heiligenkirchen entstand infolge der karolingischen Eroberung nach 783 durch die Gründung von vier Höfen im Bereich einer älteren sächsischen Siedlung "Wamelincthorp". | {{Ort info | ||
|Großgemeinde=Detmold | |||
|Koordinaten=51.90798, 8.87547 | |||
}}Die Bauerschaft Heiligenkirchen entstand infolge der karolingischen Eroberung nach 783 durch die Gründung von vier Höfen im Bereich einer älteren sächsischen Siedlung "Wamelincthorp". | |||
[[Datei:Heiligenkirchen um 1800.jpg|mini|Heiligenkirchen um 1800, Kartenausschnitt<br />Carte vom Fürstenthum Lippe<br />[https://www.archive.nrw.de Archive NRW] Karten A 11725]] | |||
==Lage== | ==Lage== | ||
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Wohnplätze der politischen Gemeinde Heiligenkirchen waren 1918:<ref>Alphabetisches Verzeichnis der im Fürstentum Lippe vorkommenden Wohnplatz-Bezeichnungen, in: Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918, S. 199-208.</ref> | Wohnplätze der politischen Gemeinde Heiligenkirchen waren 1918:<ref>Alphabetisches Verzeichnis der im Fürstentum Lippe vorkommenden Wohnplatz-Bezeichnungen, in: Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918, S. 199-208.</ref> | ||
* Büchenberg (Post Detmold) | * Büchenberg (Post Detmold) | ||
* Grotte (Post Detmold) | * Grotte (Post Detmold) | ||
* Heiligenkirchen (Post Heiligenkirchen) | * Heiligenkirchen (Post Heiligenkirchen) | ||
* [[Krummes Haus (Detmold)|Krummehaus]] (Post Detmold) | |||
* Krummehaus (Post Detmold) | |||
* Schanze (Post Detmold), politisch teilweise auch zu [[Hiddesen]] | * Schanze (Post Detmold), politisch teilweise auch zu [[Hiddesen]] | ||
* Schling (Post Heiligenkirchen), politisch bis 1935 teilweise zu [[Berlebeck]] | |||
* Schling (Post Heiligenkirchen), politisch teilweise | * [[Tiergarten (Detmold)|Tiergarten]] (Post Detmold) | ||
* [[Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)|Tötehof]] (Post Heiligenkirchen) | |||
* Tiergarten (Post Detmold) | * [[Am Rautenberg 15 (Heiligenkirchen)|Wantrup]] (Post Heiligenkirchen) | ||
* Tötehof (Post Heiligenkirchen) | |||
* Wantrup (Post Heiligenkirchen) | |||
* Wellnerberg (Post Heiligenkirchen), politisch teilweise auch zu [[Hornoldendorf]] | * Wellnerberg (Post Heiligenkirchen), politisch teilweise auch zu [[Hornoldendorf]] | ||
1935 wurden die bis dahin zu [[Berlebeck]] gehörenden Hausstätten im Wohnplatz Schling nach Heiligenkirchen umgemeindet. Büchenberg, Krummes Haus, Grotte und Tiergarten lagen auf Heiligenkirchener Gemarkung, unterlagen der (Detmolder) Neustädter Jurisdiktion und zählten kirchlich zur Landgemeinde Detmold. Sie wurden nach [[Detmold]] umgemeindet. Die Heiligenkirchener Hausstätten des Wohnplatzes Schanze ([[Dehlenkamp (Hiddesen)|Dehlenkamp]], [[Friedenstal (Hiddesen)|Friedenstal]]) und im [[Cheruskerweg (Hiddesen)|Cheruskerweg]] wurden nach [[Hiddesen]] umgemeindet. | 1935 wurden die bis dahin zu [[Berlebeck]] gehörenden Hausstätten im Wohnplatz Schling nach Heiligenkirchen umgemeindet. Büchenberg, [[Krummes Haus (Detmold)|Krummes Haus]], Grotte und [[Tiergarten (Detmold)|Tiergarten]] lagen auf Heiligenkirchener Gemarkung, unterlagen der (Detmolder) Neustädter Jurisdiktion und zählten kirchlich zur Landgemeinde Detmold. Sie wurden nach [[Detmold]] umgemeindet. Die Heiligenkirchener Hausstätten des Wohnplatzes Schanze ([[Dehlenkamp (Hiddesen)|Dehlenkamp]], [[Friedenstal (Hiddesen)|Friedenstal]]) und im [[Cheruskerweg (Hiddesen)|Cheruskerweg]] wurden nach [[Hiddesen]] umgemeindet. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Entstehung des Ortes Heiligenkirchen ist eine Folge der karolingischen Territorial- und Siedlungspolitik. 783 hatte [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Große Karl der Große] die Sachsen im Theomalli-Gau besiegt. Zur Sicherung des eroberten Gebietes wurden Hofverbände (Villikationen) gegründet, die spätestens im frühen 11. Jahrhundert dem Paderborner Bischof unterstanden und ihre Abgaben dorthin abliefern mussten. Villikationen dienten der Versorgung des Grundherrn, sie wurden daher auch Tafelgüter genannt, die in diesem Fall die Tafel des Paderborner Bischofs deckten. Solche Villikationen sind gekennzeichnet durch geschlossenen Landbesitz, ertragreichen Lössboden, die Lage des Hofes inmitten des Besitzes und einer Eigenkirche auf dem Haupthof – ein Vorgang, wie er ähnlich in Stapelage, Meinberg, Heiden und Wöbbel stattfand. | Die Entstehung des Ortes Heiligenkirchen ist eine Folge der karolingischen Territorial- und Siedlungspolitik. 783 hatte [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Große Karl der Große] die Sachsen im Theomalli-Gau besiegt. Zur Sicherung des eroberten Gebietes wurden Hofverbände (Villikationen) gegründet, die spätestens im frühen 11. Jahrhundert dem Paderborner Bischof unterstanden und ihre Abgaben dorthin abliefern mussten. Villikationen dienten der Versorgung des Grundherrn, sie wurden daher auch Tafelgüter genannt, die in diesem Fall die Tafel des Paderborner Bischofs deckten. Solche Villikationen sind gekennzeichnet durch geschlossenen Landbesitz, ertragreichen Lössboden, die Lage des Hofes inmitten des Besitzes und einer Eigenkirche auf dem Haupthof – ein Vorgang, wie er ähnlich in Stapelage, Meinberg, Heiden und Wöbbel stattfand. | ||
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== Pläne, Ortsansichten== | == Pläne, Ortsansichten== | ||
* Flurkarte Heiligenkirchen/Berlebeck 1776 (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 4/6395) | * Flurkarte Heiligenkirchen/Berlebeck 1776 (LAV NRW OWL, D 73 Nr. 4/6395) | ||
* Besitzstand um 1880 der Bauerschaft Heiligenkirchen, bearb. nach Unterlagen des Katasteramtes Detmold von Architekt Richard Schluckebier, Gohfeld, M = 1: 5.000 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 1492) | * Besitzstand um 1880 der Bauerschaft Heiligenkirchen, bearb. nach Unterlagen des Katasteramtes Detmold von Architekt Richard Schluckebier, Gohfeld, M = 1: 5.000 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 1492) | ||
* Ausschnitt der Karte von Berlebeck-Schling 1879, bearb. von Architekt Richard Schluckebier, Gohfeld, M = 1: 5.000 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 1495/1496) | * Ausschnitt der Karte von Berlebeck-Schling 1879, bearb. von Architekt Richard Schluckebier, Gohfeld, M = 1: 5.000 (LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 1495/1496) | ||
* Flurkarte Gemarkung Heiligenkirchen Nr. 41 Kreis Detmold, Flur 1 bis 6, 1954, M = 1: 2.000 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. 2082/02/011 bis 2082/02/061) | * Flurkarte Gemarkung Heiligenkirchen Nr. 41 Kreis Detmold, Flur 1 bis 6, 1954, M = 1: 2.000 (LAV NRW OWL, D 73 Kat. Lippe 1 Nr. 2082/02/011 bis 2082/02/061) | ||
* Ansicht von Norden, Aquarell, Carl Dewitz, 1883 (LLB: BADT-53-12) | * Ansicht von Norden, Aquarell, Carl Dewitz, 1883 (LLB: BADT-53-12) | ||
* Ansicht von Nordosten, Zeichnung, Carl Dewitz, um 1880 (LLB: BADT-53-13) | * Ansicht von Nordosten, Zeichnung, Carl Dewitz, um 1880 (LLB: BADT-53-13) | ||
* Ansicht von Nordosten, Fotografie, um 1900 (LLB: ME-PK-24-121) | * Ansicht von Nordosten, Fotografie, um 1900 (LLB: ME-PK-24-121) | ||
* Ansichten von Nordosten, Fotografien, um 1909 (LLB: HSA 129 und 130) | * Ansichten von Nordosten, Fotografien, um 1909 (LLB: HSA 129 und 130) | ||
* Ansicht von Süden, Fotografie, um 1935 (LLB: ME-PK-24-134) | * Ansicht von Süden, Fotografie, um 1935 (LLB: ME-PK-24-134) | ||
* Luftbild von Südosten, Fotografie, um 1950 (LLB: ME-PK-24-125) | * Luftbild von Südosten, Fotografie, um 1950 (LLB: ME-PK-24-125) | ||
* Luftbild von Südosten, Fotografie, um 1955 (LLB: ME-PK-24-157) | * Luftbild von Südosten, Fotografie, um 1955 (LLB: ME-PK-24-157) | ||
* Ansicht von Osten, Fotografie, um 1960 (StA DT: DT BA 1131) | * Ansicht von Osten, Fotografie, um 1960 (StA DT: DT BA 1131) | ||
==Ortsname== | ==Ortsname== | ||
Der Name beruht auf dem frühen Bau der [[Kirche in Heiligenkirchen|Kirche]], die als [[Eigenkirche]] auf dem Haupthof [[Königstraße 2 (Heiligenkirchen)|Watermeier]] Ende des 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts erbaut wurde. Anfang des 11. Jahrhunderts wird der Name Heiligenkirchen erstmals urkundlich in der Schreibweise "Halugokircan", "Halogokircan" bzw. "Helagankyrcan" dokumentiert, und zwar in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Vita_Meinwerci Vita Meinwerci], der um 1160 verfassten Lebensbeschreibung des Paderborner Bischofs Meinwerk, dessen Amtszeit von 1009 bis 1036 währte. Die beiden Erwähnungen sind nicht datiert, aber eingrenzbar auf den Zeitraum zwischen der Weihe des wiederaufgebauten Paderborner Doms 1015 und dem Tod Meinwerks 1036. Wahrscheinlich ist eine zeitliche Nähe zum Jahr 1015. | Der Name beruht auf dem frühen Bau der [[Kirche in Heiligenkirchen|Kirche]], die als [[Eigenkirche]] auf dem Haupthof [[Königstraße 2 (Heiligenkirchen)|Watermeier]] Ende des 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts erbaut wurde. Anfang des 11. Jahrhunderts wird der Name Heiligenkirchen erstmals urkundlich in der Schreibweise "Halugokircan", "Halogokircan" bzw. "Helagankyrcan" dokumentiert, und zwar in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Vita_Meinwerci Vita Meinwerci], der um 1160 verfassten Lebensbeschreibung des Paderborner Bischofs Meinwerk, dessen Amtszeit von 1009 bis 1036 währte. Die beiden Erwähnungen sind nicht datiert, aber eingrenzbar auf den Zeitraum zwischen der Weihe des wiederaufgebauten Paderborner Doms 1015 und dem Tod Meinwerks 1036. Wahrscheinlich ist eine zeitliche Nähe zum Jahr 1015. | ||
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==Hausnummern== | ==Hausnummern== | ||
Die Höfe erhielten erst 1766 mit der "Verordnung wegen Numerirung der Häuser" eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Die Zahl der Hausstellen in Heiligenkirchen war zu dieser Zeit mit 25 Kolonaten noch sehr überschaubar. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864. | Die Höfe erhielten erst 1766 mit der "Verordnung wegen Numerirung der Häuser" eine Nummer zur Unterscheidung. Bis dahin orientierte man sich am Hofnamen. Die Zahl der Hausstellen in Heiligenkirchen war zu dieser Zeit mit 25 Kolonaten noch sehr überschaubar. Üblicherweise behielt ein Hof auch bei Besitzerwechsel, etwa Einheirat eines Mannes bei weiblicher Hoferbin, den bekannten Hofnamen, den der Mann als Familiennamen annahm. Gleiches galt auch für einen Pächter. Diese Hofnamensitte bestand in Lippe ohne rechtliche Einschränkung bis 1864. | ||
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==Wohnstätten== | ==Wohnstätten== | ||
Was die Zahl der Wohnstätten betrifft, waren im späten 14. Jahrhundert 17 Kolonate vorhanden, deren Zahl kurzzeitig auf 20 stieg, 1617 aber wieder bei 17 gesunken lag. 1769 waren es 25 Wohnhäuser, deren Zahl nun kontinuierlich wuchs und sich bis 1828 auf 51 verdoppelte, zuzüglich der fünf zu Heiligenkirchen zählenden im Schling. 1875 waren es 77 Häuser (ohne Schling). Nun beschleunigte sich das Wachstum auf 111 Wohnhäuser zur Jahrhundertwende und 145 zuzüglich zwölf Wohnhäusern im Schling 1910. 1930 waren es 168 Wohnstätten. 37 Kolonate im Schling wurden 1935 von Berlebeck nach Heiligenkirchen umgemeindet und erhielten neue Kolonat-Nummern (187–224). Bis 1940 stieg die Zahl der Wohnhäuser um weitere 41 auf 246. 1960 waren es doppelt so viele. 1968 schließlich gab es 575 Wohnhäuser mit 1.200 Wohnungen, fast zehn mal so viel wie 100 Jahre zuvor. | Was die Zahl der Wohnstätten betrifft, waren im späten 14. Jahrhundert 17 Kolonate vorhanden, deren Zahl kurzzeitig auf 20 stieg, 1617 aber wieder bei 17 gesunken lag. 1769 waren es 25 Wohnhäuser, deren Zahl nun kontinuierlich wuchs und sich bis 1828 auf 51 verdoppelte, zuzüglich der fünf zu Heiligenkirchen zählenden im Schling. 1875 waren es 77 Häuser (ohne Schling). Nun beschleunigte sich das Wachstum auf 111 Wohnhäuser zur Jahrhundertwende und 145 zuzüglich zwölf Wohnhäusern im Schling 1910. 1930 waren es 168 Wohnstätten. 37 Kolonate im Schling wurden 1935 von Berlebeck nach Heiligenkirchen umgemeindet und erhielten neue Kolonat-Nummern (187–224). Bis 1940 stieg die Zahl der Wohnhäuser um weitere 41 auf 246. 1960 waren es doppelt so viele. 1968 schließlich gab es 575 Wohnhäuser mit 1.200 Wohnungen, fast zehn mal so viel wie 100 Jahre zuvor. | ||
==Verkehrswege== | ==Verkehrswege== | ||
In Heiligenkirchen kreuzt der Alte Postweg ([[Königstraße (Heiligenkirchen)|Königstraße]] – [[Am Krugplatz (Heiligenkirchen)|Am Krugplatz]] – [[Hohler Weg (Heiligenkirchen)|Hohler Weg)]] auf seinem Verlauf von Detmold nach Paderborn die Berlebecke. Hier entstand neben einer Furt spätestens Ende des 16. Jahrhunderts eine Brücke. Vor dem wenige Meter hinter der Brücke nach Nordwesten zur [[Kirche in Heiligenkirchen|Kirche]] abzweigenden [[Steinweg (Heiligenkirchen)|Steinweg]] befand sich der [[Am Krugplatz 3 (Heiligenkirchen)|Dorfkrug]]. Vor der Kirche traf der Steinweg auf den [[Unterer Weg (Heiligenkirchen)|Unteren Weg]], welcher als innerörtliche Nord-Süd-Verbindung auf der linken Kante des Hochgestades der Berlebecke die Höfe [[Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)|Teutmeier]], [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Warweg]] und [[Am Rautenberg 15 (Heiligenkirchen)|Wantrup]] miteinander und mit der Kirche verbindet. Am Ende des Steinwegs trifft von Süden der [[Kirchweg (Heiligenkirchen)|Kirchweg]] auf ihn. | In Heiligenkirchen kreuzt der Alte Postweg ([[Königstraße (Heiligenkirchen)|Königstraße]] – [[Am Krugplatz (Heiligenkirchen)|Am Krugplatz]] – [[Hohler Weg (Heiligenkirchen)|Hohler Weg)]] auf seinem Verlauf von Detmold nach Paderborn die Berlebecke. Hier entstand neben einer Furt spätestens Ende des 16. Jahrhunderts eine Brücke. Vor dem wenige Meter hinter der Brücke nach Nordwesten zur [[Kirche in Heiligenkirchen|Kirche]] abzweigenden [[Steinweg (Heiligenkirchen)|Steinweg]] befand sich der [[Am Krugplatz 3 (Heiligenkirchen)|Dorfkrug]]. Vor der Kirche traf der Steinweg auf den [[Unterer Weg (Heiligenkirchen)|Unteren Weg]], welcher als innerörtliche Nord-Süd-Verbindung auf der linken Kante des Hochgestades der Berlebecke die Höfe [[Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)|Teutmeier]], [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Warweg]] und [[Am Rautenberg 15 (Heiligenkirchen)|Wantrup]] miteinander und mit der Kirche verbindet. Am Ende des Steinwegs trifft von Süden der [[Kirchweg (Heiligenkirchen)|Kirchweg]] auf ihn. | ||
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==Straßen== | ==Straßen== | ||
Aufgeführt sind vorläufig nur Straßen, in denen 1925 bereits Hausstätten bestanden. Zur Konkordanz der aktuelle zu früheren Straßennamen siehe das [[Verzeichnis der Straßennamen (Heiligenkirchen)]]. | Aufgeführt sind vorläufig nur Straßen, in denen 1925 bereits Hausstätten bestanden. Zur Konkordanz der aktuelle zu früheren Straßennamen siehe das [[Verzeichnis der Straßennamen (Heiligenkirchen)]]. | ||
* [[Alter Mühlenweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Alter Mühlenweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Bosenberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Bosenberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Büchenberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Büchenberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Grotenhof (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Grotenhof (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Hellberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Hellberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Krugplatz (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Krugplatz (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Königsberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Königsberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Rautenberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Rautenberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Am Silberbach (Heiligenkirchen)]] | * [[Am Silberbach (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Denkmalstraße (Heiligenkirchen)]] | * [[Denkmalstraße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Einsteinweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Einsteinweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Ellernbruchweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Ellernbruchweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Externsteinestraße (Heiligenkirchen)]] | * [[Externsteinestraße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Friedrich-Pieper-Straße (Heiligenkirchen)]] | * [[Friedrich-Pieper-Straße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Friedrichshöhe (Heiligenkirchen)]] | * [[Friedrichshöhe (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Goldregenweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Goldregenweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Hahnbergstraße (Heiligenkirchen)]] | * [[Hahnbergstraße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Hermannsweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Hermannsweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Hohler Weg (Heiligenkirchen)]] | * [[Hohler Weg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Höwelberg (Heiligenkirchen)]] | * [[Höwelberg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Im Felde (Heiligenkirchen)]] | * [[Im Felde (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[In der Steinbreite (Heiligenkirchen)]] | * [[In der Steinbreite (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Kirchhöhe (Heiligenkirchen)]] | * [[Kirchhöhe (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Kirchweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Kirchweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Klematisweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Klematisweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Königstraße (Heiligenkirchen)]] | * [[Königstraße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Ostertalstraße (Heiligenkirchen)]] | * [[Ostertalstraße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Paderborner Straße (Heiligenkirchen)]] | * [[Paderborner Straße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Plasskampweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Plasskampweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Richard-Thiemann-Straße (Heiligenkirchen)]] | * [[Richard-Thiemann-Straße (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Schauinsland (Heiligenkirchen)]] | * [[Schauinsland (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Simonshöhe (Heiligenkirchen)]] | * [[Simonshöhe (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Sprengerweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Sprengerweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Steinweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Steinweg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Unterer Weg (Heiligenkirchen)]] | * [[Unterer Weg (Heiligenkirchen)]] | ||
* [[Warweg (Heiligenkirchen)]] | * [[Warweg (Heiligenkirchen)]] | ||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Erich Kittel, Detmold bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, in: Geschichte der Stadt Detmold. Im Auftrage der Stadt Detmold hg. vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe, Detmold 1953, S. 48–181 | |||
Erich Kittel, Detmold bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, in: Geschichte der Stadt Detmold. Im Auftrage der Stadt Detmold hg. vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe, Detmold 1953, S. 48–181 | * Karl Sundergeld (Hg.), Das älteste lippische Schatzregister aus dem Ende des 14. Jahrhunderts für die Kirchspiele Detmold, Heiligenkirchen, Meinberg und Cappel. Mit einer Einleitung von Erich Kittel, in: Lipp. Mitt. 23 (1954), S. 38-51. | ||
* Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965. | |||
Karl Sundergeld (Hg.), Das älteste lippische Schatzregister aus dem Ende des 14. Jahrhunderts für die Kirchspiele Detmold, Heiligenkirchen, Meinberg und Cappel. Mit einer Einleitung von Erich Kittel, in: Lipp. Mitt. 23 (1954), S. 38-51. | * Heiligenkirchen. Ein Streifzug durch die Vergangenheit, hg. vom Heimat- und Verkehrsverein Heiligenkirchen, Horb am Neckar 1989. | ||
* Herbert Stöwer, Die frühen Kirchengründungen im Raum Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 68 (1999), S. 45–64. | |||
Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965. | * Christa Schröder, Die alten Schlinger Hausnummern, in: Bergfreunde Schling (Hg.), Schlinger Mitteilungen aus alter und neuer Zeit, Detmold 1999, S. 33–34. | ||
* Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten Lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001. | |||
Heiligenkirchen. Ein Streifzug durch die Vergangenheit, hg. vom Heimat- und Verkehrsverein Heiligenkirchen, Horb am Neckar 1989. | * Roland Linde, Ortsnamen und Grundherrschaft im Frühmittelalter. Das Beispiel des Tafelgutes der Bischöfe von Paderborn, in: Mareike Menn u. Michael Strohmer (Hg.), Total Regional. | ||
* Studien zur frühneuzeitlichen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Festschrift für Frank Göttmann zum 65. Geburtstag, Regensburg 2011, S. 33–51 | |||
Herbert Stöwer, Die frühen Kirchengründungen im Raum Detmold, in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, 68 (1999), S. 45–64. | * 1000 Jahre Heiligenkirchen 1015–2015. Festschrift, hg. vom Heimat- und Verkehrsverein Heiligenkirchen, Detmold 2015. | ||
* Adolf Schüttler, Theotmalli – Heiligenkirchen – Detmold. Landesnatur und frühe Siedlung, in: Heimatland Lippe 93 (2000), S. 208–212. | |||
Christa Schröder, Die alten Schlinger Hausnummern, in: Bergfreunde Schling (Hg.), Schlinger Mitteilungen aus alter und neuer Zeit, Detmold 1999, S. 33–34. | * Adolf Schüttler, Theotmalli – Heiligenkirchen – Detmold. Landesnatur und fränkische Siedlungskolonisation, in: Geographische Kommission für Westfalen – GeKo Aktuell, 1 (2001), S. 2–6. | ||
Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten Lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001. | |||
Roland Linde, Ortsnamen und Grundherrschaft im Frühmittelalter. Das Beispiel des Tafelgutes der Bischöfe von Paderborn, in: Mareike Menn u. Michael Strohmer (Hg.), Total Regional. Studien zur frühneuzeitlichen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Festschrift für Frank Göttmann zum 65. Geburtstag, Regensburg 2011, S. 33–51 | |||
1000 Jahre Heiligenkirchen 1015–2015. Festschrift, hg. vom Heimat- und Verkehrsverein Heiligenkirchen, Detmold 2015. | |||
Adolf Schüttler, Theotmalli – Heiligenkirchen – Detmold. Landesnatur und frühe Siedlung, in: Heimatland Lippe 93 (2000), S. 208–212. | |||
Adolf Schüttler, Theotmalli – Heiligenkirchen – Detmold. Landesnatur und fränkische Siedlungskolonisation, in: Geographische Kommission für Westfalen – GeKo Aktuell, 1 (2001), S. 2–6. | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* LLB Detmold: Otto Gaul, Denkmalinventar Detmold-Land, Typoskript (2. Fassung), um 1960, Bl. 177–185 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat] | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||