Lange Straße 55 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

Joachim Kleinmanns (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierung: visualeditor-switched
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
(16 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Hausstätte info
{{Hausstätte info
|Ortsteil={{#sub:{{PAGENAME}}|{{#expr: {{#pos:{{PAGENAME}}|(}}+1 }}|{{#expr: {{#pos:{{PAGENAME}}|)}}-{{#pos:{{PAGENAME}}|(}} -1 }}}}
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Straße={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|0|{{#expr:{{#len:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}}}-{{#len:{{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}}}}}}} {{#sub:{{PAGENAME}}| {{#pos:{{PAGENAME}}|(}}|0}}
|Straße={{AutoStraße}}
|Hausnummer={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}
|Koordinaten=51.93541, 8.88002
|Koordinaten=51.93541, 8.88002
|Adressbuch1901=Ja
|Adressbuch1901=Ja
|Ortsteil1901=Detmold
|Ortsteil1901=Detmold
|Hausnummer1901=A 023 b
|Straße1901={{AutoStraße}}
}}1678 erstmals archivalisch belegte Hausstätte, alte Hausnummer: 112; Quartiernummer: A 23b.
|Hausnummer1901={{AutoHausnummer3}}
|Quartiersnummer=A 023 b
}}1678 erstmals archivalisch belegte Hausstätte, seit Umbau 1790 Apotheke, Hofapotheke seit 1852. Alte Hausnummer: 112; Quartiernummer: A 23b.
[[Datei:Detmold - 328 - Lange Straße 55.jpg|thumb|Lange Straße 55, Hofapotheke, 2012, Foto: Tsungam]]


==Geschichte==
==Geschichte==
Zeile 19: Zeile 22:
1851 bis 1864 [[Meierstraße 2 (Detmold)|Meierstraße 2]] als Scheune hinzu.
1851 bis 1864 [[Meierstraße 2 (Detmold)|Meierstraße 2]] als Scheune hinzu.


Die um 1905 im wesentlichen erneuerte Fassade des 1790 erbauten Fachwerkhauses 1978 neu gestrichen nach Bestand, 1979 einige Fenster zur Meierstraße erneuert.<ref>Westfalen 41 (1963), S. 60, und Westfalen 62 (1984), S. 446.</ref>  
Die um 1905 im wesentlichen erneuerte Fassade des 1790 erbauten Fachwerkhauses 1978 neu gestrichen nach Bestand, 1979 einige Fenster zur Meierstraße erneuert.<ref>Westfalen 41 (1963), S. 60, und Westfalen 62 (1984), S. 446.</ref> Die Einrichtung von 1850/51 wurde bei der Vergrößerung der Offizin 1952 durch den Lemgoer Architekten Ernst Pethig verändert und ergänzt, außerdem der Zugang zum Treppenhaus von der [[Meierstraße (Detmold)|Meierstraße]] geschaffen.<ref>{{DannPethig2024}}, S. 130–132.</ref>


Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 8.5.1990, Nr. 328.
Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 8.5.1990, Nr. 328.


==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6234.png|thumb|Lange Straße 55, vor 1911, noch mit verputztem Schweifgiebel und Krüppelwalmdach, Fassade von 1790. Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 234]]


[[File:Detmold - 328 - Lange Straße 55.jpg|thumb|Lange Straße 55, Hofapotheke, 2012, Foto: Tsungam]]
[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6239.png|thumb|Lange Straße 55, Hofansicht, vor 1911.
Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 239]]


[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6234.png|thumb|Lange Straße 55, vor 1905, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 234]]
[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6237.png|thumb|Lange Straße 55, Offizin, vor 1911. Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 237]]


[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6239.png|thumb|Lange Straße 55, Hofansicht, vor 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 239]]
[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6246.png|thumb|Lange Straße 55, Treppenhaus, vor 1911. Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 246]]


[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6246.png|thumb|Lange Straße 55, Treppenhaus, vor 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 246]]
[[Datei:DT-Langestr55_HSA_6238Ofen.png|thumb|Lange Straße 55, Stube mit Ofennische, vor 1911. Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: HSA 6, 238]]


Giebelständiger dreigeschossiger Fachwerkbau mit Historismus-Fassade. Erdgeschoss in verputztem Bruchstein und Quadermauerwerk in klassizistischen Formen, die beiden Obergeschosse in Fachwerk. Fünfachsig, Mittelportal von 2 kannelierten Pilastern eingefasst, Wappen im Schlussstein mit der Jahreszahl 1790 und Inschrift des Oberst Ernst Johann von Schroeders, eines damaligen Mitbewohners des Hauses († 1810). Die Fachwerkobergeschosse um 1905. An der Meierstraße Haustür mit Jahreszahl 1790, Wappen im Schlussstein und Inschrift.
Giebelständiger dreigeschossiger Fachwerkbau mit Historismus-Fassade von ca. 1911 anstelle eines schlichten Svhweifgiebels aus verputztem Fachwerk von 1790. Erdgeschoss in verputztem Bruchstein und Quadermauerwerk in klassizistischen Formen, die beiden Obergeschosse in Fachwerk. Fünfachsig, Mittelportal von 2 kannelierten Pilastern eingefasst, Wappen im Schlussstein mit der Jahreszahl 1790 und Inschrift des Oberst Ernst Johann von Schroeders, eines damaligen Mitbewohners des Hauses († 1810). Die Fachwerkobergeschosse um 1911. An der Meierstraße Haustür mit Jahreszahl 1790, Wappen im Schlussstein und Inschrift.


Saalbau mit massivem Erdgeschoss aus älterer Zeit, Reste eines spätgotischen Gurtgesimses, Stein mit Jahreszahl 1634, Fachwerkhölzer von 1609 [d] in Zweitverwendung.<ref>{{SprengerBürgerhäuser2024}}, S. 86.</ref> "Die beiden Obergeschosse in schlichtem Fachwerk von 1790. Im Innern schöne Treppe (wohl von 1790) mit zierlichen Pfosten und durchbrochenen Sprossen, bis zum Dachboden hochgehend. In einem Erdgeschoßzimmer stuckierte Ofennische mit Muschelfüllung und reich profiliertem Rahmen."<ref>{{GaulStadt1968}}, S. 412 f.</ref>  
Saalbau mit massivem Erdgeschoss aus älterer Zeit, Reste eines spätgotischen Gurtgesimses, Stein mit Jahreszahl 1634, Fachwerkhölzer von 1609 [d] in Zweitverwendung, darunter zahlreiche Ständer einer früheren Spätrenaissance-Fassade mit gescnitztem Ranken- und Beschlagwerk.<ref>{{SprengerBürgerhäuser2024}}, S. 86.</ref> "Die beiden Obergeschosse in schlichtem Fachwerk von 1790. Im Innern schöne Treppe (wohl von 1790) mit zierlichen Pfosten und durchbrochenen Sprossen, bis zum Dachboden hochgehend. In einem Erdgeschoßzimmer stuckierte Ofennische mit Muschelfüllung und reich profiliertem Rahmen."<ref>{{GaulStadt1968}}, S. 412 f.</ref>  


Zu Ernst Johann von Schroeders und Marie Florentine Keiser siehe deren Mausoleum im Weinberg, jetzt im LWL-Freilichtmuseum.
Zu Ernst Johann von Schroeders und Marie Florentine Keiser siehe deren Mausoleum im Weinberg, jetzt im LWL-Freilichtmuseum.
Zeile 124: Zeile 129:


{{SprengerBürgerhäuser2024}}, S. 86, 187 f., 198 f.
{{SprengerBürgerhäuser2024}}, S. 86, 187 f., 198 f.
{{DannPethig2024}}, S. 130–132.


==Quellen==
==Quellen==
Zeile 153: Zeile 160:
{{AutorKategorie}}
{{AutorKategorie}}


[[Kategorie:Hausstätte]]
{{Koordinaten}}
[[Kategorie:Lange Straße (Detmold)]]
 
[[Kategorie:Hausstätte in Detmold]]
{{Hausstättenkategorien}}
[[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]]
[[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]
[[Kategorie:Apotheke]]
[[Kategorie:Apotheke]]