Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup): Unterschied zwischen den Versionen
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|Ortsteil1901=Wellentrup | |Ortsteil1901=Wellentrup | ||
|Hausnummer1901=016 | |Hausnummer1901=016 | ||
}} | }}Kleinkötterstätte Käuper (Köper, Keuper) Nr. 16, gegründet um 1535. | ||
[[Datei:Wellentrup Nr. 16 , Henriette Ahrens.jpg|mini|Wellentrup Nr. 16, Henriette Ahrens in der Stube. Foto um 1900]] | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Kleinkötter, Hoppenplöcker, 1829 Straßenkötter (bückeburgische Nr. 15) | Kleinkötter, Hoppenplöcker, 1829 Straßenkötter (bückeburgische Nr. 15) | ||
Der Name Koper | Die Kleinkötterstätte Nr. 16 wurde um 1535 von einem nachgeborenen Sohn vom [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof (Nr. 1)]] gegründet. Der Name ''Koper'', ''Kauper'' oder ''Keuper'' leitet sich von der Tätigkeit der Stättenbesitzer als Garnaufkäufer ab, die 1592/93 erstmals belegt ist. Auch Friedrich Otto, genannt Koper oder | ||
Kauper, war im frühen 17. Jahrhundert als Garnkäufer tätig. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Fachwerkhaus, Vierständerbau mit Backsteinausfachung, erbaut 1841 nach Brand des Vorgängerbaus. Im Innern des Hauses blieben wiederverwendete Teile des abgebrannten | Fachwerkhaus, Vierständerbau mit Backsteinausfachung, erbaut 1841 nach Brand des Vorgängerbaus. Im Innern des Hauses blieben wiederverwendete Teile des abgebrannten Vorgängers erhalten, u.a. Torständer mit Resten von Rankenschnitzerei, wohl noch aus dem 17. Jh. Auch an den Kopfbändern des Torbogens sind Reste älterer, abgehobelter Schnitzereien zu erkennen. | ||
[[Datei:Wellentrup Alte Ortsstraße 5, Aufmaß.jpg|mini|Wellentrup | [[Datei:Wellentrup Alte Ortsstraße 5, Aufmaß.jpg|mini|Wellentrup Nr. 16 (Alte Ortsstraße 5), erbaut 1841. Ansichten, Längs- und Querschnitt. Aufmaß und Zeichnungen: Stiewe 1985, Stiewe, Wellentrup, S. 292f.]] | ||
Das Haus erbaute der Wellentruper Zimmermeister Cord Henrich Lesemann (Nr. 17), der außerdem 1836 das Haus Schröder (Nr. 28), 1837 das spätere bückeburgische Forsthaus in Istrup ( | Das Haus erbaute der Wellentruper Zimmermeister Cord Henrich Lesemann (Nr. 17, [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]), der außerdem 1836 das Haus Schröder (Nr. 28, [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]), 1837 das spätere bückeburgische Forsthaus in Istrup (Dorfstraße 13) und 1838 den Speicher auf dem Hof Mönch (Nr. 2, [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]) errichtete. | ||
1973 Schornstein- und Dachstuhlbrand; anschließend Wiederherstellung und Verkleidung des Hauses mit Bitumenplatten mit aufgedrucktem Klinkermuster. Ab 1980 Freilegung des Fachwerks und Renovierung. | 1973 Schornstein- und Dachstuhlbrand; anschließend Wiederherstellung und Verkleidung des Hauses mit Bitumenplatten mit aufgedrucktem Klinkermuster. Ab 1980 Freilegung des Fachwerks und Renovierung. | ||
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Torinschrift: | Torinschrift: | ||
DAS VORTE HAUS IST ABGEBRANT DEN 21. JULI 1840. EIN NEUES IST WIEDER AUFGEBAUET 23TEN APRIL 1841. WOHL DEM DES HOFFNUNG AUF DEN HERRN SEINEN GOTT STEHET. MEIN VATER UND MUTTER VERLASSEN MICH ABER DER HERR NIMT MICH AUF. WIR WISSEN ABER SO UNSER IRDISGES HAUS DIESER HÜTTEN | DAS VORTE HAUS IST ABGEBRANT . DEN 21. JULI 1840. EIN NEUES IST WIEDER / AUFGEBAUET 23TEN APRIL 1841. WOHL DEM DES HOFFNUNG AUF DEN HERRN SEINEN / GOTT STEHET. MEIN VATER UND MUTTER VERLASSEN MICH ABER DER HERR NIMT / MICH AUF. WIR WISSEN ABER SO UNSER IRDISGES HAUS DIESER HÜTTEN ZERBROGEN / WIRD DAS WIR EINEN BAU HABEN VON GOTT. EINN HAUS NICHT . MIT / HENDEN GEMACHT DAS EWIG IST IM HIMMEL / DEM FROMMEN GEHET DAS LICHT AUF IN FINSTERNIS / VON DEM GNÄDIGEN UND GERECHTEN. AUFGEBAUT GOTT / DEN 21. APRIL 1841 / SEI DANK. | ||
Namen der Erbauer in Tulpenmedaillons auf den Torständern: | |||
HEINER / RICH.KEU / PER.GEBÜR / TIG.IN.WELLEN / TRUP / M.LM. W. / TRUP [Meister Lesemann, Wellentrup] | |||
WILLE / MINE.MEI / ER.GEBÜR/ TIG.AUS.HÖNTER/ RUP | |||
Die ungewöhnlich lange Inschrift umfasst neun (!) Zeilen und erstreckt sich über den Torsturz, die Köpfe der Torständer und die Kopfbänder. Die übrige Schmuckgestaltung des Torbogens ist dagegen sehr zurückhaltend im Vergleich mit anderen, nur wenig älteren Torbögen des gleichen Zimmermeisters (etwa Wellentrup Nr. 28, 1836 oder Istrup, Dorfstraße 13, 1837). | |||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
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{{Koordinaten}} | {{Koordinaten}} | ||
{{Hausstättenkategorien}} | |||
[[Kategorie:Hausinschrift]] | [[Kategorie:Hausinschrift]] | ||
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]] | [[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]] | ||