Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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}}Weber-Hof heißt das heute hier befindliche Alten- und Pflegeheim, das ein noch vorhandenes Haus der hier verorteten früheren Kleinkötterstätte Weber Nr. 12 einbezieht.
}}Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim "Weberhof" einbezogen.
 
==Geschichte==
==Geschichte==
Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit dem frühen 16. Jahrhundert in den Landschatzregistern nachweisbar.
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==Gebäude==
==Gebäude==
"1566. Zweiständerhaus, Kübbungen verändert, mit Vorbauten an beiden Giebeln, Verbrettertes Giebeldreieck über Stichbalken vorkragend"<ref>{{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133</ref>
Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.<ref> Vgl. {{KasperFachwerkbauten1986}} S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.</ref>
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hausstätte Hörste ehem Nr. 12, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_1.jpg|thumb|Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des Hauses Hörste ehem Nr. 12, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:TeutoburgerWaldStraße16_050410_2.jpg|thumb|Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566 Stiewe 1986.jpg|mini|Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]
[[Datei:Hörste, Kötterhaus Weber, 1566, QS Stiewe 1986.jpg|mini|Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986]]
 
Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.
 
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==Inschriften==
==Inschriften==
Jahreszahl "1566" als Kerbschnitt in Torbogen
Auf dem Torsturz Jahreszahl ''1566'' und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
-  Adressbuch 1901:  
-  Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.


12 Weber, August, Ziegler.
-  Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.


Weber, Gottlieb, Ziegler.
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Fußknecht, Karl, Ziegler.
 
 
-  Adressbuch 1926:


12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler
Weber, August, Ziegler
Weber, Auguste, Kriegerwitwe
Weber, August, Tischler
Holländer, Wilhelmine, Witwe
Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler
Schulze, Wilhelmine, Witwe
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==Literatur==
==Literatur==
* Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.
* Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.
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==Quellen==
==Quellen==
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Aktuelle Version vom 27. Juli 2026, 01:17 Uhr

Teutoburger-Wald-Straße 16 (Hörste)
OrtsteilHörste
StraßeTeutoburger-Wald-Straße (Hörste)
Hausnummer16
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHörste
Hausnummer012

Frühere Kleinkötterstätte Weber, alte Kolonatsnummer Hörste Nr. 12. Das Kötterhaus von 1566 wurde 1985-89 saniert und als Begegnungsstätte in das ca. 1985 auf dem Hofgelände errichtete Alten- und Pflegeheim "Weberhof" einbezogen.

Geschichte

Die Kleinkötterstätte Weber in Hörste ist seit dem frühen 16. Jahrhundert in den Landschatzregistern nachweisbar.

Gebäude

Kleiner Zweiständerbau von 1566 von 4 Fachen (5 Gebinden), Kübbungen verändert. Verbrettertes Giebeldreieck vorn auf Stichbalkenköpfen, hinten auf gekehlten Knaggen vorkragend, tragende Hauptständer mit beidseitigen Kopfbändern markiert. Rückwärtiger unterkellerter Kammeranbau und vorderer Stallanbau links vom Dielentor im 18. Jahrhundert angefügt.[1]

Hörste, ehem Haus Weber Nr. 12, 1566. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Torbogen des ehem. Hauses Weber, Hörste Nr. 12. Foto: Hans-Christian Schall, 2010
Hörste, Kötterhaus Weber von 1566, Giebelansicht. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986
Kötterhaus Weber von 1566, Querschnitt. Aufmaß und Zeichnung: Stiewe 1986

Ein weiteres, zuletzt verputztes Kötterhaus, möglicherweise die Leibzucht der Stätte, stand vorne rechts an der Hofzufahrt. Es war um 1986 noch bewohnt und wurde um 1990 abgebrochen.

Inschriften

Auf dem Torsturz Jahreszahl 1566 und liegender Wappenschild mit Rose in Kerbschnitt.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

- Adressbuch 1901: 12 Weber, August, Ziegler. Weber, Gottlieb, Ziegler. Fußknecht, Karl, Ziegler.

- Adressbuch 1926: 12 Weber, Aug. sen., Kolon u. Ziegler. Weber, August, Ziegler. Weber, Auguste, Kriegerwitwe. Weber, August, Tischler. Holländer, Wilhelmine, Witwe. Burmeier, Wilh., Kriegsbeschäd. u. Ziegler. Schulze, Wilhelmine, Witwe.

Literatur

  • Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14.-16. Jahrhunderts in Westfalen (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 52), Münster 1986.
  • Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Fred Kaspar, Fachwerkbauten des 14. bis 16. Jahrhunderts in Westfalen, 1986 S. 133; Heinrich Stiewe, Die ältesten Bauernhäuser der Grafschaft Lippe. Neue Befunde zum ländlichen Hausbau des 16. Jahrhunderts, in: Heinrich Stiewe (Red.), Ländlicher Hausbau in Norddeutschlannd und den Niederlanden (Berichte zur Haus- und Bauforschung, 4), Marburg 1996, S. 293-328, hier: S. 320f.

Autor

Seitenhistorie

Seite erstellt am 23.01.2025 von Dr. Horst Wissbrock

Letzte Änderung am: 27.07.2026 von Heinrich Stiewe