Richthofenstraße 3 (Detmold): Unterschied zwischen den Versionen

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1827–1830 als Strafwerkhaus der Stadt Detmold vor dem Lemgoer Tor errichtet.
{{Hausstätte info
|Straße=Richthofenstraße (Detmold)
|Hausnummer=3
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}
|Koordinaten=51.93802, 8.88434
|Ortsteil1901=Detmold
|Straße1901=Lemgoerstraße
|Hausnummer1901=025
|Quartiersnummer=A 118a
}}1827–1830 als Strafwerkhaus der Stadt Detmold vor dem [[Lemgoer Tor (Detmold)|Lemgoer Tor]] errichtet. 1891 im Adressbuch mit der Quartiernummer 188a, Lemgoerstraße 25, 1901 Lemgoerstraße 25, ab 1912 Lemgoerstraße 3.


==Geschichte==
==Geschichte==


Die Landesregierung und der Magistrat der Stadt Detmold hatten 1826 eine Strafwerkhaus-Kommission gebildet, in deren Auftrag Baukondukteur Vogeler eine Bauaufnahme des bestehenden Strafwerkhauses in der [[Bruchstraße]] erstellte. Im Anschluss reichte er am 12. Mai 1826 ein achtseitiges "Pro Memoria" ein, in dem er die zahlreichen Mängel des bestehenden alten Strafwerkhauses aufzählte und anbot, einen möglichst vollkommenen Neubauentwurf zu liefern. Im Juni forderte die Baukommission Baukommissar Overbeck, Baukondukteur Vogeler und Baukondukteur Ferdinand Brune mit einem detaillierten Bauprogramm zu einem Wettbewerb gegen Honorar auf. Brune reichte seinen Riss und Kostenanschlag, in dem er das Bauprogramm mit über 60 Räumen erfüllte, zwei Monate später ein. Auf 33 Seiten erläuterte er seinen Entwurf und fügte einen detaillierten Kostenanschlag über 13.465 Taler bei. Overbeck kam auf 14.496 Taler. Vogeler gab seinen Entwurf und Anschlag erst am 22. Dezember ab und kalkulierte 14.424 Taler.  
Die Landesregierung und der Magistrat der Stadt Detmold hatten 1826 eine Strafwerkhaus-Kommission gebildet, in deren Auftrag Baukondukteur Vogeler eine Bauaufnahme des bestehenden Strafwerkhauses in der [[Bruchstraße (Detmold)|Bruchstraße]] erstellte. Im Anschluss reichte er am 12. Mai 1826 ein achtseitiges "Pro Memoria" ein, in dem er die zahlreichen Mängel des bestehenden alten Strafwerkhauses aufzählte und anbot, einen möglichst vollkommenen Neubauentwurf zu liefern. Im Juni forderte die Baukommission Baukommissar Overbeck, Baukondukteur Vogeler und Baukondukteur [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune] mit einem detaillierten Bauprogramm zu einem Wettbewerb gegen Honorar auf. Brune reichte seinen Riss und Kostenanschlag, in dem er das Bauprogramm mit über 60 Räumen erfüllte, zwei Monate später ein. Auf 33 Seiten erläuterte er seinen Entwurf und fügte einen detaillierten Kostenanschlag über 13.465 Taler bei. Overbeck kam auf 14.496 Taler. Vogeler gab seinen Entwurf und Anschlag erst am 22. Dezember ab und kalkulierte 14.424 Taler.  


Ein Bauplatz auf der Mühlenwiese (südlich der Unteren Mühle) wurde von der Regierung nicht genehmigt, jedoch auf der Neuen Wiese vor dem Lemgoer Tor (heute Richthofenstraße 3) gegen entsprechende Entschädigung bereitgestellt.  
Ein Bauplatz auf der Mühlenwiese (südlich der Unteren Mühle) wurde von der Regierung nicht genehmigt, jedoch auf der Neuen Wiese vor dem Lemgoer Tor (heute Richthofenstraße 3) gegen entsprechende Entschädigung bereitgestellt.  
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1871 an die Militärbauverwaltung verkauft, Nutzung als "Kaserne II".  
1871 an die Militärbauverwaltung verkauft, Nutzung als "Kaserne II".  
1891 Eigentümerin: Kgl. Garnison-Verwaltung, Kaserne II; Bewohner: Beinke, Feldwebel.<ref>{{DetmoldAdressbuch1891}}, S. 59.</ref>
1894 Infanterie-Regiment Nr. 55, Kaserne II, Regimentsbüro; Bewohner: Wilhelm Beinke, Feldwebel.<ref>{{DetmoldAdressbuch1894}}, S. 74.</ref>
1901 Eigentümer: Militär-Fiskus, Kaserne 2; Bewohner*innen: Karl Avenhaus, Vizefeldwebel; Gustav Grosser, Sergeant; Friedrich Hesse, Unteroffizier; Hermann Hottenrott, Vizefeldwebel; Gustav Hummel, Sergeant; Friedrich Lenz, Feldwebel; Friedrich Mühlenhoff, Unteroffizier; Paul Peisker, Unteroffizier; Heinrich Seibert, Sergeant; Anton Uhrhahn, Unteroffizier; Karl Wesemann, Unteroffizier; Johann Winter, Sergeant.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 34.</ref>
1920 Kaserne II, Bezirks-Kommando; Ernst Süß, Feldwebel.<ref>{{DetmoldAdressbuch1920}}, S. 96.</ref>
1923 Kaserne II; Bewohner: Paul Heimesaat, Schneider.<ref>{{DetmoldAdressbuch1923}}, S. 51.</ref>
1925 Kaserne II; Bewohner: Gustav Kanbach, Feldwebel; Ernst Korff, Feldwebel; August Meyer, Feldwebel; Otto Romeikat, Ober-Feldwebel.<ref>{{DetmoldAdressbuch1925}}, S. 164.</ref>
1926 Kaserne II; Bewohner*innen: Kanbach, Gustav, Feldwebel; Lieschen Korff, Witwe; August Meyer, Feldwebel; Otto Romeikat, Ober-Feldwebel; Kurt Kröber, Feldwebel; Heinz Kronenberg, Unterfeldwebel; Wilhelm Bohl, Unterfeldwebel; Otto Ehlers, Unterfeldwebel; Hermann Borgmann, Unteroffizier; Siegfried Boiian, Unteroffizier; Alfred Götze, Unteroffizier; Fritz Herzhoff, Unteroffizier; Paul Rodermund, Unteroffizier; Gustav Gora, Unteroffizier; Rudolf Weiske, Unteroffizier; Ottmar Rierl, Unteroffizier; Werner Berkner, Unteroffizier.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}, S. 212.</ref>


1951 Regierungsgebäude II.
1951 Regierungsgebäude II.
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LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 5732: Plan zur Nutzung des Strafwerkhauses zu Detmold als Regierungsgebäude, 1873.
LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 5732: Plan zur Nutzung des Strafwerkhauses zu Detmold als Regierungsgebäude, 1873.


LAV NRW OWL D 75 Nr. 6595: Fotografie, ausgebrannte Kriegsruine, Ansicht von Nordwesten (1945).
LAV NRW OWL, D 75 Nr. 6595: Fotografie, ausgebrannte Kriegsruine, Ansicht von Nordwesten (1945).


==Weblinks==
==Weblinks==
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