Lange Straße 1 (Bad Salzuflen): Unterschied zwischen den Versionen

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}}
}}Die Hausstätte Lange Straße 1. Bis 1878 als Salzuflen Nr. 12 geführt.<ref>{{PölertHäuser1960}}, Nr. 12.</ref>


==Geschichte==
==Geschichte==


==Gebäude==
==Gebäude==
Die Hausstätte Lange Straße 1 wurde teilweise auf Sandsteinpfeilern entlang der Salze errichtet und bildet den Auftakt zu den Fachwerkensembles an der unteren Langen Straße, schräg gegenüber dem Salzhof, und prägt damit das Stadtbild.<ref>vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 11.</ref>


==Inschriften==
==Inschriften==
Das Gebäude verfügt über fünf Inschriften:<ref>Inschriften und Übersetzungen entnommen aus: Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 11.</ref>
„SI DEVS PRO NOBIS QVIS CONTRA NOS [Wenn Gott für uns ist, wer (kann) gegen uns (sein)].“
„IN TE DOMINE SPERAVI ET ME AVXILIASTI [Auf Dich, Herr, habe ich gehofft und Du hast mir geholfen].“
„DER ENGEL DES HERRN LAGERT SICH UMB DIE HER SO IN FORCHEN UND H[I]LFT IHNEN AVS.“
„SVRGE O IEHOVA ATQUE DISPERGE INIMICOS TVOS.“
''„– Inmittend. not Hilft er uns – Anno 1625 Christoffer Schwartsmeier. Anna Heuwinkell.“
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
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1556/62 Jürgen Eddeler; 1567: „de Eddelerske.“
1556/62 Jürgen Eddeler; 1567: „de Eddelerske.“


623/33 Christoffer Schwartzemeyer ; geboren 1586, gestorben vor 1645.
1623/33 Christoffer Schwartzemejer ; geboren 1586, gestorben vor 1645.


1625 „Neubau durch Christopf(er) Schwartzmeyer, Kramer; stammte von Schwartzmeyers Hof in Österholz, den er nach seines Bruders Tod erbte; Ch. Schwartzmeyer heiratete Anna, Tochter des Rittmeisters Gottsch. Heywinkel“ (Salzuflen Nr. 226).
1625 „Neubau durch Christopf(er) Schwartzmeyer, Kramer; stammte von Schwartzmeyers Hof in Österholz, den er nach seines Bruders Tod erbte; Ch. Schwartzmeyer heiratete Anna, Tochter des Rittmeisters Gottsch. Heywinkel“ (Salzuflen Nr. 226).


1645/50 Die Witwe des Chr. Schwartzmeyer, Anna, geb. Heywinkel; Erbin: Elis. Schwartzmeyer, heiratete den Bäcker Cordt Schmet (Salzuflen Nr. 232); ihr Bruder Lic. Dr. Christ. Schwartzmeyer, Hofgerichts-Ass. in Bückeburg.
1645/50 Die Witwe des Chr. Schwartzmeyer, Anna, geb. Heywinkel; Erbin: Elis. Schwartzmeyer, heiratete den Bäcker Cordt Schmet (Salzuflen Nr. 232); ihr Bruder Lic. Dr. Christ. Schwartzmeyer, Hofgerichts-Assessor in Bückeburg.
 
1665/78 Johan Schröder; „hat als Scheune Nr. 11b.“
 
1680/84 Die Witwe des Johann Schröder und Joh. Jürgen Schröder.
 
1702/36 Anna Cath., geb. Heilersieg , die Witwe des Joh. Schröder sen.; bis 1721 außerdem die Witwe des Pastors Konr. Levin Schwertfeger (1680 kurze Zeit Pfarrverweser in Salzuflen, gestorben 1698 in Stapelage); 1712: HC Dr. Varenholt, „der jetzige Dominus u. possessor.“
 
1747/55 Der „Doctor und Bürgermeister“ Joh. Conr. Varenholtz, verheiratet mit Cat. El. Barkhausen.
1760/67 „Doctorin Varenholtz ihr Haus; geboren 1708, gestorben am 31. Mai 1785.
 
1778 Dies.
 
1782/93 Der Kunstmeister Gottfried Fischer, Mieter; geboren 1738 in Stettin, gestorben am 29.05.1802 in Salzuflen; verkaufte 1793 das Haus, erwarb Salzuflen Nr. 225.
 
1793 Der Blaufärber (Phil.) Sim. (Moritz) Honnens (Hunäns), „1787 aus Blomberg gekommen, kauft am 03.06. die Stätte von Kunstmeister G. Fischer; 11 Scheffel Land“; zweimal verheiratet, erste Ehe 1787 mit Anna Soph. Charlotte geb. Böhmer, zweite Ehe 1817 mit Marianne Henr. Chr., geb. Baumann, der „Tochter des Predigers in Holzhausen.“
 
1813/31 Simon Honnaens, geboren 1753/54 im Amt Heepen, gest. am 04.03.1831, „10 Kinder aus I. Ehe; Sohn Wilhelm wandert 1833 nach Amerika aus“; 20.04.1815: der „Schönfärber Heinr. Bernh. Kothmann aus Lemgo gewährt [Honnaens? eine] Bürgschaft (später [Salzuflen Nr.] 121)“; 
 
1834 Der Ratsherr Heinr. Bernh. Kothmann; die Ehefrau, geborene Michaelis, aus Herford (jur. 1816); „zur Heuer“: Salinen-Rendant Rodewald, später Salzuflen Nr. 19.
 
1837 Der Schumacher Koch; Uhrenhändler Stocksiek, Haße in Blomberg und Detmold
 
1844/51 Der Sattler Bentling; „Zur Heuer“: der Schumacher Herm. Diestelmeyer.
 
1855, am 12.01. „Freimeister Carl Bentling, 50 Jahre alt, an Blattern gestorben (Blatternepedemie in Salzuflen 1847/48 und 1854/55); war 1830 aus Herford gekommen“; heiratete Wilh. Ziegler aus Halle (geboren 1803).
 
1857 Die „Witwe Bentling, lebte noch 1873.“
 
1861 Der Sattler Aug. Bentling; „zur Heuer“: der Tabakfabrikant Fr. Frodermann.
 
1866/67 „Zur Heuer“: Der Schneider Kopsieker.
 
1869/78 Der Sattler Aug. Bentling; Wilhelmine Bentling, ohne Kinder.
 
1901 Der Uhrmacher Hermann Regel; der Aufseher Heinrich Knaupmeier.
 
1951 Der Uhrmacher Wilhelm Regel, Uhrengeschäft.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.</ref>


==Literatur==
==Literatur==
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].


==Quellen==
==Quellen==
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.


==Weblinks==
==Weblinks==