Untere Schanze 13 (Hiddesen): Unterschied zwischen den Versionen

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==Gebäude==
==Gebäude==


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"Das zweigeschossige Wohnhaus, talseitig auf geschosshohem Souterrain, ist auf Schrägansicht von der Talseite und von der südlichen Zuwegung her konzipiert: Zwei schlanke und hohe Gebäudeflügel mit Giebeln nach Osten und Süden stehen winkelförmig unter Satteldächern zueinander, an deren Nordseite ein zweiachsiger Trakt unter breitem Satteldach angefügt ist. Die Wandflächen sind aus Bruchkalkstein in Sichtmauerwerk erbaut. Im Souterrain sind die Hausecken und der Altanunterbau leicht konisch unten verbreitert. Die Dachflächen ohne Gauben sind mit dunkelgrau engobierten Ziegelpfannen gedeckt. An den Sichtmauerwerksflächen gliedern je ein kräftig profiliertes Sockelgesims und ein Stockwerksgesims die Wände horizontal. In diesen Wandflächen sind alle Fenster profiliert umrahmt, teilweise mit Segmentbogen. Der schmalen Ostgiebelwand ist ein fünfseitiger Altan von zwei Geschossen mit massiver Brüstung (teils mit Balustern) vorgelagert. Das Satteldach über dem Altan ist verschmälert weit vorgezogen und wird von zwei profilierten Freigespärren getragen, dessen Lasten über zwei beschnitzte Stützen auf die Altanbrüstung und über zwei Pfetten mit Streben in die Wand abgeleitet werden. Zwei horizontale Verbindungshölzer des Freigespärres sind an ihren Enden in Konturen stilisierter Drachenköpfe ausgeformt. Im Erdgeschoss der Nordgiebelseite ist in der Mittelachse eine Rundbogennische mit Konsole und waagerechter Verdachung plaziert. In dem Hauswinkel nach Süden befindet sich im Hochparterre die Hauseingangstür, geschützt durch eine hölzerne Balkonanlage, die auf einer gleichgroßen Terrasse steht. Eine zweiläufige Freitreppe aus 20 Sandsteinblockstufen mit oberem Podest und gezogenen Stufen im unteren Drittel ist der Terrasse vorgelagert. Das beidseitige Treppengeländer besteht aus senkrechten Rundstäben mit spiralig geformten Schmuckelementen dazwischen und einem Rundstab als abschließenden Handlauf. Die zweiflügelige Haustür mit Oberlicht ist stark profiliert und aus Eichenholz gefertigt. Das Souterrain ist über eine zweite Haustüre erschlossen, die unter der Freitreppe angeordnet ist. Diese Rahmen-Füllungs-Tür ist in sechs Kassetten und ein versprosstes Oberlicht mit einem gußeisernen Gitter gegliedert. Im Inneren beeindruckt die große zweiläufige Holzpodesttreppe aus Eichenholz mit gedrechselten Geländerstäben, mit Hängezapfen und mit wuchtigem Antrittsposten. An den Freiwangen unter jeder aufgesattelten Treppenstufe sind jeweils Zierbretter aufgesetzt. Die Setzstufen sind in Laubsägetechnik ornamental durchbrochen. Eichenzimmertüren mit Pilasterrahmung setzen Akzente. Im Obergeschoss sind die Raumstrukturen, die Zimmertüren und eine bauzeitliche Wohnungsabschlusstür erhalten."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref>
"Das zweigeschossige Wohnhaus, talseitig auf geschosshohem Souterrain, ist auf Schrägansicht von der Talseite und von der südlichen Zuwegung her konzipiert: Zwei schlanke und hohe Gebäudeflügel mit Giebeln nach Osten und Süden stehen winkelförmig unter Satteldächern zueinander, an deren Nordseite ein zweiachsiger Trakt unter breitem Satteldach angefügt ist. Die Wandflächen sind aus Bruchkalkstein in Sichtmauerwerk erbaut. Im Souterrain sind die Hausecken und der Altanunterbau leicht konisch unten verbreitert. Die Dachflächen ohne Gauben sind mit dunkelgrau engobierten Ziegelpfannen gedeckt. An den Sichtmauerwerksflächen gliedern je ein kräftig profiliertes Sockelgesims und ein Stockwerksgesims die Wände horizontal. In diesen Wandflächen sind alle Fenster profiliert umrahmt, teilweise mit Segmentbogen. Der schmalen Ostgiebelwand ist ein fünfseitiger Altan von zwei Geschossen mit massiver Brüstung (teils mit Balustern) vorgelagert. Das Satteldach über dem Altan ist verschmälert weit vorgezogen und wird von zwei profilierten Freigespärren getragen, dessen Lasten über zwei beschnitzte Stützen auf die Altanbrüstung und über zwei Pfetten mit Streben in die Wand abgeleitet werden. Zwei horizontale Verbindungshölzer des Freigespärres sind an ihren Enden in Konturen stilisierter Drachenköpfe ausgeformt. Im Erdgeschoss der Nordgiebelseite ist in der Mittelachse eine Rundbogennische mit Konsole und waagerechter Verdachung plaziert. In dem Hauswinkel nach Süden befindet sich im Hochparterre die Hauseingangstür, geschützt durch eine hölzerne Balkonanlage, die auf einer gleichgroßen Terrasse steht. Eine zweiläufige Freitreppe aus 20 Sandsteinblockstufen mit oberem Podest und gezogenen Stufen im unteren Drittel ist der Terrasse vorgelagert. Das beidseitige Treppengeländer besteht aus senkrechten Rundstäben mit spiralig geformten Schmuckelementen dazwischen und einem Rundstab als abschließenden Handlauf. Die zweiflügelige Haustür mit Oberlicht ist stark profiliert und aus Eichenholz gefertigt. Das Souterrain ist über eine zweite Haustüre erschlossen, die unter der Freitreppe angeordnet ist. Diese Rahmen-Füllungs-Tür ist in sechs Kassetten und ein versprosstes Oberlicht mit einem gußeisernen Gitter gegliedert. Im Inneren beeindruckt die große zweiläufige Holzpodesttreppe aus Eichenholz mit gedrechselten Geländerstäben, mit Hängezapfen und mit wuchtigem Antrittsposten. An den Freiwangen unter jeder aufgesattelten Treppenstufe sind jeweils Zierbretter aufgesetzt. Die Setzstufen sind in Laubsägetechnik ornamental durchbrochen. Eichenzimmertüren mit Pilasterrahmung setzen Akzente. Im Obergeschoss sind die Raumstrukturen, die Zimmertüren und eine bauzeitliche Wohnungsabschlusstür erhalten."<ref>Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.</ref>
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==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==


1901 (Adressbuch) Heinrich Lammerding, Rentner
1901 Heinrich Lammerding, Rentner.<ref>{{LippeAdressbuch1901}}.</ref>


1926 (Adressbuch) Eigentümer: H. Specht, Rittergutsbesitzer; Bewohner*innen: Heinrich Specht, Rechnungsrat; Bertha Dornheim, Prof.-Witwe.
1904 Villa Uhlhorst: G. H. Lammerding, Rentner.<ref>{{DetmoldAdressbuch1904}}, S. 44.</ref>
 
1909 Lammerding, Rentner.<ref>{{DetmoldAdressbuch1909}}, S. 3.</ref>
 
1912 Lammerding, Rentner.<ref>{{DetmoldAdressbuch1912}}, S. 3.</ref>
 
1926 Eigentümer: H. Specht, Rittergutsbesitzer; Bewohner*innen: Heinrich Specht, Rechnungsrat; Bertha Dornheim, Prof.-Witwe.<ref>{{LippeAdressbuch1926}}.</ref>


==Literatur==
==Literatur==
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{{Hausstättenkategorien}} [[Kategorie:Baudenkmal]]

Aktuelle Version vom 11. Juni 2026, 23:12 Uhr

Untere Schanze 13 (Hiddesen)
OrtsteilHiddesen
StraßeUntere Schanze (Hiddesen)
Hausnummer13
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHiddesen
Hausnummer126

1898 erbaut, ehem. Hiddesen Nr. 126.

Geschichte

1898 von dem Gutsbesitzer Heinrich Lammerding in einem großen Garten errichtetes Wohnhaus.[1]

Erbaut von Gutsbesitzer Heinrich Lammderding, Kutscherhaus am Treppenweg von Haus Barbara. Vorbau und Veranden. Später Fam. Rechnungsrat Heinr. Specht.[2]

Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 7.9.2004, Nr. A 605.

Gebäude

Untere Schanze 13, Foto: Tsungam

"Das zweigeschossige Wohnhaus, talseitig auf geschosshohem Souterrain, ist auf Schrägansicht von der Talseite und von der südlichen Zuwegung her konzipiert: Zwei schlanke und hohe Gebäudeflügel mit Giebeln nach Osten und Süden stehen winkelförmig unter Satteldächern zueinander, an deren Nordseite ein zweiachsiger Trakt unter breitem Satteldach angefügt ist. Die Wandflächen sind aus Bruchkalkstein in Sichtmauerwerk erbaut. Im Souterrain sind die Hausecken und der Altanunterbau leicht konisch unten verbreitert. Die Dachflächen ohne Gauben sind mit dunkelgrau engobierten Ziegelpfannen gedeckt. An den Sichtmauerwerksflächen gliedern je ein kräftig profiliertes Sockelgesims und ein Stockwerksgesims die Wände horizontal. In diesen Wandflächen sind alle Fenster profiliert umrahmt, teilweise mit Segmentbogen. Der schmalen Ostgiebelwand ist ein fünfseitiger Altan von zwei Geschossen mit massiver Brüstung (teils mit Balustern) vorgelagert. Das Satteldach über dem Altan ist verschmälert weit vorgezogen und wird von zwei profilierten Freigespärren getragen, dessen Lasten über zwei beschnitzte Stützen auf die Altanbrüstung und über zwei Pfetten mit Streben in die Wand abgeleitet werden. Zwei horizontale Verbindungshölzer des Freigespärres sind an ihren Enden in Konturen stilisierter Drachenköpfe ausgeformt. Im Erdgeschoss der Nordgiebelseite ist in der Mittelachse eine Rundbogennische mit Konsole und waagerechter Verdachung plaziert. In dem Hauswinkel nach Süden befindet sich im Hochparterre die Hauseingangstür, geschützt durch eine hölzerne Balkonanlage, die auf einer gleichgroßen Terrasse steht. Eine zweiläufige Freitreppe aus 20 Sandsteinblockstufen mit oberem Podest und gezogenen Stufen im unteren Drittel ist der Terrasse vorgelagert. Das beidseitige Treppengeländer besteht aus senkrechten Rundstäben mit spiralig geformten Schmuckelementen dazwischen und einem Rundstab als abschließenden Handlauf. Die zweiflügelige Haustür mit Oberlicht ist stark profiliert und aus Eichenholz gefertigt. Das Souterrain ist über eine zweite Haustüre erschlossen, die unter der Freitreppe angeordnet ist. Diese Rahmen-Füllungs-Tür ist in sechs Kassetten und ein versprosstes Oberlicht mit einem gußeisernen Gitter gegliedert. Im Inneren beeindruckt die große zweiläufige Holzpodesttreppe aus Eichenholz mit gedrechselten Geländerstäben, mit Hängezapfen und mit wuchtigem Antrittsposten. An den Freiwangen unter jeder aufgesattelten Treppenstufe sind jeweils Zierbretter aufgesetzt. Die Setzstufen sind in Laubsägetechnik ornamental durchbrochen. Eichenzimmertüren mit Pilasterrahmung setzen Akzente. Im Obergeschoss sind die Raumstrukturen, die Zimmertüren und eine bauzeitliche Wohnungsabschlusstür erhalten."[3]

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1901 Heinrich Lammerding, Rentner.[4]

1904 Villa Uhlhorst: G. H. Lammerding, Rentner.[5]

1909 Lammerding, Rentner.[6]

1912 Lammerding, Rentner.[7]

1926 Eigentümer: H. Specht, Rittergutsbesitzer; Bewohner*innen: Heinrich Specht, Rechnungsrat; Bertha Dornheim, Prof.-Witwe.[8]

Literatur

Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
  2. Käthe Pieper, Die 13 Häuser der Schanze, Typoskript, 1990 (Lipp. Landesbibliothek).
  3. Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.
  4. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat.
  5. Adressbuch der Residenzstadt Detmold, 6. Auflage, Detmold 1904, S. 44.
  6. Adreß- und Geschäftshandbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909, S. 3.
  7. Adreß- und Geschäftshandbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912, S. 3.
  8. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 22.10.2025 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 11.06.2026 von Joachim Kleinmanns