Hiddentruper Straße 5 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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}}Dies ist der alte Mittelkötterhof Brink, ehemals Hörste Nr. 8. | }}Dies ist der alte Mittelkötterhof Brink, ehemals Hörste Nr. 8. | ||
[[Datei:1365 Urkunde mit Rahmen.jpg|mini| Urkunde über den Verkauf des Hofes Brink im Jahre 1365, LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197]] | |||
[[Datei:1656 Die Brinkschen Kinder LAV OWL L92Z 01424 0213.jpg|mini|Die Brink´schen Kinder im November 1656, LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 399]] | |||
[[Datei:1880 Hofstelle Brink3.jpg|mini|Hofstelle Brink Nr. 8 in der Grundkarte Hörste, 1880]] | |||
[[Datei:1913 Ortskern Hörste Neutrassierung Straße.jpg|mini|Straßenplanung in Hörste 1913, Leibzucht Brink abgerissen, Backhaus Brink behindert Straßenausbau, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453]] | |||
[[Datei:Grabsteine Brink.jpg|mini|Grabsteine der letzten Brink-Generationen auf dem Friedhof in Stapelage, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]] | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat:<ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197</ref> | Am 21. September 1365 wurde in Lemgo eine Urkunde ausgefertigt, die in heutiger Schrift und Sprache folgenden Inhalt hat: <ref>LAV NRW OWL, L 4 A / Stift St. Marien Lemgo, Nr. 197</ref> | ||
'''''Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft''' vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner '''ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen''' und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo '''an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo''' unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.'' | '''''Lutbert de Went der Ältere, Knappe, verkauft''' vor Alheyt, seiner Frau, und ihren Söhnen den Knappen Lutbert und Hinrik für 60 Mark Lemgoer Pfennige, die ihnen bezahlt sind, ihr Haus und Gut zu Ehrentrup (Eggerinchtorpe), worauf gegenwärtig Bertold Knakebach wohnt, für jährlich 18 Scheffel Roggen und zwei Molt Hafer Lemgoer Maßes und 6 Schillinge Lemgoer Pfennige, ein Fuder Stoppelfutter (stopelvoder) und vier Hühner; ferner '''ihr Haus und Gut zu Horst im Kirchspiel zu Stapelaghe, das jährlich ein Molt Gerste, zwei Molt Hafer und 6 Schilling Pfennige und 2 Hühner entrichtet, mit allen Zubehörungen''' und aller Schlatenut; und schließlich 6 Scheffel Hafer aus dem Haus Hermann Hermanninchs zu dem Heslo '''an die Priorin und den Konvent der Jungfrauen zu Lemgo''' unter dem Orden der Predigerbrüder unter Vorbehalt des Wiederkaufs für genannte Summe oder 30 Mark Silber bei Münzverschlechterung. Dann wollen sie den Leuten sechs Jahre lang halten, was sie schulden. Die Jungfrauen können die Güter weiter verkaufen, aber nicht an den Landesherrn Vater und Söhne siegeln. De ghegheven is na Godes bort 1365 to sunte Mathews daghe des hoghes aposteles.'' | ||
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Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden - dies allerdings ohne Namensnennung. | Drei Hausstätten/Höfe in Ehrentrup, Hörste und Heßloh werden hier an das Stift St. Marien in Lemgo verkauft; in allen Salbüchern ab 1533 unterliegt in Hörste einzig der Hof Brink (später Nr. 8) der Grundherrschaft des Lemgoer Stiftes St. Marien. Somit ist der Hof Brink erstmals 1365 im Rahmen dieses Immobiliengeschäftes erwähnt worden - dies allerdings ohne Namensnennung. | ||
Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 ''Bertolt Bringkman 1 ½ g.'', 1488 - , 1497 ''Brinckman to Horste 5 m.'', 1507 ''Hermann Bringman 2 g.'', 1535 ''Brinkmann to Horste 2 G.'', '' | Mit Namen findet er sich in den frühen Schatzregistern: 1467 ''Bertolt Bringkman 1 ½ g.'', 1488 - , 1497 ''Brinckman to Horste 5 m.'', 1507 ''Hermann Bringman 2 g.'', 1535 ''Brinkmann to Horste 2 G.'', 1545 ''Brinckman to Horste 2 Fl.'', 1562 ''Brinckman to Horste 4 Fl.'', 1572 ''Brinkmann 1 Fl.'', 1590 ''Brinkman 2 Fl..'' | ||
Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen <ref>Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81</ref> , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden. | Der sehr häufige Name Brink, auch Brinkmann, gehört nach Preuß zu den topographischen Namen <ref>Otto Preuß, Lippische Familiennamen (1887), S. 81</ref> , das Wort Brink steht im Sächsischen für eine Geländeformation wie etwa einen erhöhten Uferbereich o. ä.. Sowohl der Hof Brink in Hörste als auch der Hof Brinkmann in Hiddentrup (bevor im frühen 20. Jahrhundert der Bach nach Süden und die Hofstelle nach Norden verlegt wurden) sind in unmittelbarer Nähe des Hörster Baches zu finden. | ||
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Der Hof Brink, im Salbuch von 1781 als Mittelkötter bezeichnet, tritt in den Archivalien weder durch große Streitereien noch durch Misswirtschaft in Erscheinung. Mehrfach war jedoch die Nachfolgefrage schwierig, da keine oder keine erwachsenen Kinder da waren. | Der Hof Brink, im Salbuch von 1781 als Mittelkötter bezeichnet, tritt in den Archivalien weder durch große Streitereien noch durch Misswirtschaft in Erscheinung. Mehrfach war jedoch die Nachfolgefrage schwierig, da keine oder keine erwachsenen Kinder da waren. | ||
Vor 1700 trat eine solche Krise ein: <ref>LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135</ref> Der langjährige Kötter Hermann Brink war 1697 verstorben, seine zweite Ehefrau und Witwe ließ im Folgejahr einen Kruse unbekannten Vornamens auf den Hof heiraten, der aber alsbald auch verstarb. Über das Schicksal der Frau ist nichts bekannt, sie tritt nicht weiter in Erscheinung, war offenbar auch verstorben. Auf dem Hof war nur die 1688 geborene Anerbin Catharina Margaretha Brink verblieben, über deren Zukunft und damit die Zukunft des Hofes sich ihre Vormünder Gees und Weeke Gedanken machten. Die Administration des Hofes hatte ihr Onkel Heinrich Brink eigentlich bis zu der Anerbin Volljährigkeit übernommen, bat im Sommer 1700 auf dem Amt aber | Vor 1700 trat eine solche Krise ein: <ref>LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135</ref> Der langjährige Kötter Hermann Brink war 1697 verstorben, seine zweite Ehefrau und Witwe ließ im Folgejahr einen Kruse unbekannten Vornamens auf den Hof heiraten, der aber alsbald auch verstarb. Über das Schicksal der Frau ist nichts bekannt, sie tritt nicht weiter in Erscheinung, war offenbar auch verstorben. Auf dem Hof war nur die 1688 geborene Anerbin Catharina Margaretha Brink verblieben, über deren Zukunft und damit die Zukunft des Hofes sich ihre Vormünder Gees und Weeke Gedanken machten. Die Administration des Hofes hatte ihr Onkel Heinrich Brink eigentlich bis zu der Anerbin Volljährigkeit übernommen, bat im Sommer 1700 auf dem Amt aber um Entlastung von dieser Aufgabe krankheitshalber. In dieser Situation drängte zunächst Colon Stölting aus Müssen, mit der älteren Halbschwester der Anerbin verheiratet, auf die Verwalter-Nachfolge - dies gekoppelt mit Ehe-Planungen für seinen Sohn und die viel zu junge Anerbin. Gegen Stölting wandten sich die Geschwister des verstorbenen kurzzeitigen Kötters Kruse, der schließlich einen ansehnlichen Brautschatz auf den Hof gebracht habe. Familie Heißenberg gen. Alf in Pivitsheide, ebenfalls Verwandte, nutzte die labile Situation, um mit Nachdruck eine rückständigen Brautschatz einzufordern. Schließlich setzte sich Familie Erffling, Besitzer eines Hofes in Kachtenhausen, durch, deren Spross Johann Hermann Erffling 1703/04 die Anerbin heiratete und für die nächsten 37 Jahre „Brink wurde“. | ||
1765 trat Johann Berend Schapeler | 1765 trat Johann Berend Schapeler, der eigentlich Anerbe der Stätte Schapeler in der Senne war <ref>LAV NRW OWL, L 83 A, Nr. 12 S 140</ref>, die Nachfolge auf dem Hof Brink an und heiratete eine Nichte des abtretenden kinderlosen Kötterpaares. Neunzig Jahre später - 1855 - erhielt ein Neffe des abtretenden, gerade verwitweten kinderlosen Kötters den Hof per Schenkung. Er heiratete im Folgejahr eine Tochter von der Stätte Schapeler in der Senne, d. h. aus der anderseitigen Verwandtschaft des Schenkers. Dem jungen Kötter wurden dann in zwei Ehen zehn Kinder geboren, von denen das Älteste - Hermann Brink - 1897 den Hof übernahm und im Folgejahr heiratete, aber ebenfalls kinderlos blieb. Hermann Brink und Ehefrau verkauften den Hof 1911 an seinen jüngsten Halbbruder Fritz Brink. | ||
Im neunzehnten Jahrhundert besaßen eigentlich alle Hörster Stättenbesitzer ein Kolonat und hatten eine Hausnummer - nur Brink hatte zwei - er war zugleich Colon Nr. 8 und Nr. 16. Diese Besonderheit führte bei der Einrichtung des Hörster Grundbuches in den 1880er Jahren zu Irritationen.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 2568 I, S. 2 f</ref> In der obligatorischen Befragung, wie er zu seinem Hof bzw. hier Höfen gekommen sei, gab Johann Hermann Brink, geb. Brüning, an, einer seiner Vorgänger habe die uralte Kleinstätte Riesenberg Nr. 16 vor etwa hundert Jahren gekauft. Die Felder habe man vor langer Zeit zusammengelegt, weil diese so günstiger zu bewirtschaften seien. Er habe dann die damals sehr baufälligen Gebäude der Stätte Riesenberg um 1870 abreißen lassen. Die fehlende Genehmigung fürstl. Regierung zur Integration der Stätte Nr. 16 in den Hof Nr. 8 wurde dann erst nachträglich nach genauer Prüfung der Angelegenheit im Mai 1886 erteilt. | Im neunzehnten Jahrhundert besaßen eigentlich alle Hörster Stättenbesitzer ein Kolonat und hatten eine Hausnummer - nur Brink hatte zwei - er war zugleich Colon Nr. 8 und Nr. 16. Diese Besonderheit führte bei der Einrichtung des Hörster Grundbuches in den 1880er Jahren zu Irritationen.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B Detmold, Lage Blatt 2568 I, S. 2 f</ref> In der obligatorischen Befragung, wie er zu seinem Hof bzw. hier Höfen gekommen sei, gab Johann Hermann Brink, geb. Brüning, an, einer seiner Vorgänger habe die uralte Kleinstätte Riesenberg Nr. 16 vor etwa hundert Jahren gekauft. Die Felder habe man vor langer Zeit zusammengelegt, weil diese so günstiger zu bewirtschaften seien. Er habe dann die damals sehr baufälligen Gebäude der Stätte Riesenberg um 1870 abreißen lassen. Die fehlende Genehmigung fürstl. Regierung zur Integration der Stätte Nr. 16 in den Hof Nr. 8 wurde dann erst nachträglich nach genauer Prüfung der Angelegenheit im Mai 1886 erteilt. | ||
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So erklärt es sich, das die Adresse/das Haus Hörste Nr. 16 im lipp. Adressbuch von 1901 fehlt. Als der abtretende Kötter Hermann Brink den Hof 1911 an seinen Bruder Fritz verkauft hatte, nahm er keine Leibzucht auf dem Hof Brink in Anspruch, sondern baute sich und seiner Frau ein ansehnliches Haus in Hörste „auf dem Kreuze“, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dieses Haus erhielt die alte, seit etwa 1870 faktisch und seit 1886 auch amtlich frei gewordene Hörster Hausnummer 16. | So erklärt es sich, das die Adresse/das Haus Hörste Nr. 16 im lipp. Adressbuch von 1901 fehlt. Als der abtretende Kötter Hermann Brink den Hof 1911 an seinen Bruder Fritz verkauft hatte, nahm er keine Leibzucht auf dem Hof Brink in Anspruch, sondern baute sich und seiner Frau ein ansehnliches Haus in Hörste „auf dem Kreuze“, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Dieses Haus erhielt die alte, seit etwa 1870 faktisch und seit 1886 auch amtlich frei gewordene Hörster Hausnummer 16. | ||
Der Hof Brink ging nach dem Tode Fritz Brinks 1945 auf eine seiner vier Töchter über, wurde kurzzeitig von einem Schwiegersohn bewirtschaftet, dann 1951 Eigentum einer anderen Tochter und Jahrzehnte verpachtet. | Der Hof Brink ging nach dem Tode Fritz Brinks 1945 auf eine seiner vier Töchter über, wurde kurzzeitig von einem Schwiegersohn bewirtschaftet, dann 1951 Eigentum einer anderen Tochter und war Jahrzehnte verpachtet. | ||
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1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern ''Henrich Brink zu Hörste'' erwähnt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550</ref> | 1601 Amtsprotokoll: In einer Verhandlung wird neben div. anderen Hofbesitzern ''Henrich Brink zu Hörste'' erwähnt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 130, S. 550</ref> | ||
1609 Volkszählung: ''Halbspenner'' (!) ''Brinngk'' + Frau + 3 Söhne + ''Kühemetchen'' + ''Schweinejunge'' + ''Inligger''<ref>LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129</ref> | 1609 Volkszählung: ''Halbspenner'' (!) ''Brinngk'' + Frau + 3 Söhne + ''Kühemetchen'' + ''Schweinejunge'' + ''Inligger'' <ref>LAV NRW OWL, L 92 Z, Nr. 1424, S. 129</ref> | ||
1609/10 GoG, ''Erbtheilung:'' ''Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken . . . .''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127</ref> | 1609/10 GoG, ''Erbtheilung:'' ''Henneke Brinck obiit, hatt vorlaßen 4 deel Pferde, 4 Khue, 2 Rind, 1 Kalb, 4 Schweine, 4 Werken . . . . ''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 172, S. 127</ref> | ||
1617 GoG, ''Weinkauff:'' ''Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377</ref> | 1617 GoG, ''Weinkauff:'' ''Brinck zu Horste bestadet sich an des Wecken zu Horsten dochter, ist ein gudt von 4 Pferden, hat den Weinkauff nicht gedinget.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 171, S. 377</ref> | ||
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Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof: | Mit diesen und weiteren Quellen erschließt sich das Generationengefüge auf dem Hof: | ||
ca. 1590 – ca. 1609/10 Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink) | ca. 1590 – ca. 1609/10 Henrich (o. Henneke) Brink (oder eingeh.), † 1609/10, ∞ vor 1595 NN (oder Brink) | ||
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1855 – 1897 Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5 | 1855 – 1897 Johann Töns Hermann Brüning (1830 – 1910) von Heiden Nr. 5 (Neffe des abtretenden Kötterpaares) wird durch Schenkung vom 30. Okt. 1855 MK Brink Nr. 8 und KK Riesenberg Nr. 16 in Hörste; ∞ (I) 1856 Justine Wilhelmine Schapeler (1834 - 1873) von Hörste Nr. 30 (Schapeler i. d. Senne), ∞ (II) 1874 Luise Konradine Auguste Rein(e)ke (1843 – 1909) von Oberschönhagen Nr. 5 | ||
Kinder: | Kinder aus 2 Ehen: | ||
• Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe | • Hermann Friedrich, * 1857, Anerbe | ||
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• Pauline Emilie, * 1878 | • Pauline Emilie, * 1878 | ||
• Fritz Karl, * 1880, † 1945, übernächster Besitzer des Hofes Brink | • <u>Fritz</u> Karl, * 1880, † 1945, übernächster Besitzer des Hofes Brink | ||
1897 - 1911 Hermann Friedrich Brink (1857 – 1938), ∞ 1898 Pauline Erfling ( | 1897 - 1911 <u>Hermann</u> Friedrich Brink (1857 – 1938), ∞ 1898 Pauline Erfling (1871 - 1946) von Wellentrup Nr. 1, verkauft den Hof Brink 1911 an seinen Halbbruder Fritz, verlässt den Hof und lebt als Rentner in Hörste Nr. 16 (a. d. Kreuze) | ||
Kinder: keine | Kinder: keine | ||
1911 – 1945 Fritz Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947) | 1911 – 1945 <u>Fritz</u> Karl Brink (1880 – 1945), kauft den Hof 1911, ∞ Anna Maria Luise Lükermann (1888 – 1947) | ||
Kinder: | Kinder: | ||
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ab 1950 Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink | ab 1950: Pächter Paul Steinbeck bewirtschaftet den Hof Brink. | ||