Sedanplatz 4 (Lage): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ev.-luth. Kirche Lage'''
'''Ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche Lage'''
{{Kirche info
{{Hausstätte info
|Ortsteil=Lage (Kernstadt)
|Ortsteil=Lage (Kernstadt)
|Straße=Sedanplatz (Lage)
|Straße=Sedanplatz (Lage)
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|Koordinaten=51.99061, 8.79869
|Koordinaten=51.99061, 8.79869
|Adressbuch1901=Nein
|Adressbuch1901=Nein
}}1950/51 erbaute Ev.-luth. Kirche, ersetzt eine 1945 zerstörte Kapelle von 1898.
}} Die Allgemeine Evangelisch-lutherische Kirchen-Zeitung meldete 1897 aus Lage: "Da der Ort Eisenbahnknotenpunkt wird und auch sonst bei etwa 500 Einwohnern einen nicht unbedeutenden Verkehr hat, so sind dort von allen Seiten her Lutheraner zusammengekommen, deren Zahl über 300 betragen dürfte ..."<ref>{{MeierLippischeKirchen2004}}, S. 117</ref>
Die 1950/51 erbaute Ev.-luth. Kirche, ersetzt die 1945 zerstörte Kapelle von 1898.


==Geschichte==
==Geschichte==
1896 riefen Eisenbahnarbeiter lutherischen Glaubens eine Kapellengemeinde ins Leben, da es in Lage noch keine lutherische Gemeinde gab. Am 30. Oktober 1896 gründeten sie dann einen Kirchbauverein. 30. Mai 1898 Grundsteinlegung zu einer Kapelle, 30. Oktober 1898 Einweihung. Am Ende des II. Weltkriegs am 22. Februar 1945 durch Bombardierung so weit beschädigt, dass sie abgerissen werden musste.[[Datei:Sc65009.jpg|thumb|Einweihung der lutherischen Kapelle in Lage am Sedanplatz 1898, rechts die 1886/1887 erbaute Bürgerschule. Fotograf August Brand, Lage (1868 - 1954), Stadtarchiv Lage, F 65009]]   
1896 riefen Eisenbahnarbeiter lutherischen Glaubens eine Kapellengemeinde ins Leben, da es in Lage noch keine lutherische Gemeinde gab. Am 30. Oktober 1896 gründeten sie dann einen Kirchbauverein. 30. Mai 1898 Grundsteinlegung zu einer Kapelle, 30. Oktober 1898 Einweihung. Am Ende des II. Weltkriegs am 22. Februar 1945 durch Bombardierung so weit beschädigt, dass sie abgerissen werden musste.[[Datei:Sc65009.jpg|thumb|Einweihung der lutherischen Kapelle in Lage am Sedanplatz 1898, rechts die 1886/1887 erbaute Bürgerschule. Fotograf August Brand, Lage (1868 - 1954), Stadtarchiv Lage, F 65009]]   


Am 18. Juni 1946 Selbständigkeit der Kapellengemeinde Lage durch die Landessynode beschlossen. 1. Oktober 1950 Baubeginn der neuen Kirche an der Stelle der abgerissenen Kapelle. 30. September 1951 feierliche Einweihung durch Superintendent Lic. Brandt. Übernahme des Taufsteins aus der alten Kapelle. Das Altarfenster ist eine Schenkung der Familie Haberbeck, das Emporenfenster der Familie Schmuck.
Am 18. Juni 1946 Selbständigkeit der Kapellengemeinde Lage durch die Landessynode beschlossen. 1. Oktober 1950 Baubeginn der neuen Kirche an der Stelle der abgerissenen Kapelle. 30. September 1951 feierliche Einweihung durch Superintendent Lic. Brandt. Übernahme des Taufsteins aus der alten Kapelle. Das Altarfenster ist eine Schenkung der Familie Haberbeck, das Emporenfenster eine Schenkung der Familie Schmuck.


1973 wurde die alte Orgel durch die Klais-Orgel ersetzt, die von Professor Helmut Tramnitz aus Detmold geplant wurde.
1973 wurde die alte Orgel durch die Klais-Orgel ersetzt, die von Professor Helmut Tramnitz aus Detmold geplant wurde.
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==Gebäude==
==Gebäude==
[[Datei:LA-Sedanpl4_HlGeist_JK2024.jpg|thumb|Hl.-Geist-Kirche von Nordosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]
[[Datei:LA-Sedanpl4_HlGeist_JK2024.jpg|thumb|Hl.-Geist-Kirche von Nordosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]
[[Datei:LA-Sedanpl4_innen_JK2024.jpg|thumb|Hl.-Geist-Kirche, Innenraum, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]
[[Datei:LA-Sedanpl4_innen_JK2024.jpg|thumb|Hl.-Geist-Kirche, Innenraum, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]
Schlichter giebelständig zum Sedanplatz orientierter Baukörper, Satteldach, links angebauter Glockenturm mit flachem Zeltdach und bekrönendem Kreuz, unterhalb der Traufe an allen Seiten je 5 hochrechteckige schmale Schallöffnungen.  
Schlichter giebelständig zum Sedanplatz orientierter Baukörper, Satteldach, links angebauter Glockenturm mit flachem Zeltdach und bekrönendem Kreuz, unterhalb der Traufe an allen Seiten je 5 hochrechteckige schmale Schallöffnungen.  


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==Inschriften==
==Inschriften==
Äußere Umschrift im Emporenfenster:
'''LOBET DEN HERREN DEN MÄCHTIGEN KÖNIG DER EHREN KOMMET ZU HAUF PSALTER UND HARFE WACHT AUF LASSET DEN KOBGESANG HÖREN'''
Innere Umschrift im Emporenfenster:
'''O HAUPT VOLL BLUT UND WUNDEN VOLL SPOTT UND VOLLER HOHN'''
Äußere Umschrift am Chorfenster:
'''EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT EIN GUTE WEHR UND WAFFEN / ES IST EIN ROS ENTSPRUNGEN AUS EINER WURZEL ZART'''
Innere Umschrift am Chorfenster:
'''O HEILIGER GEIST KEHR BEI UNS EIN UND LASS UNS DEINE WOHNUNG SEIN'''


Äußere Umschrift im Emporenfenster: LOBET DEN HERREN DEN MÄCHTIGEN KÖNIG DER EHREN KOMMET ZU HAUF PSALTER UND HARFE WACHT AUF LASSET DEN KOBGESANG HÖREN. Innen: O HAUPT VOLL BLUT UND WUNDEN VOLL SPOTT UND VOLLER HOHN.
==Glocken==
1952 gab es zwei Glocken, die Glocke von 1792 (aus Krummfließ, Kreis Flatow; Kriegsabgabe 1942) wurde über den Hamburger-Glockenfriedhof zugewiesen. Die zweite Glocke wurde 1952 bei Junker, Brilon gegossen.<br />
1958 wurde das Geläut um zwei ebenfalls bei Junker gegossene Glocken erweitert.
<ref>[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17]</ref> und <ref>{{WiesekopsiekerGlocken1970}}</ref>
{| class="wikitable" style="text-align:center;"
| '''Schlagton''' || '''Gussjahr''' || '''&#8960; in mm''' || '''m in kg''' || '''Inschrift'''
|-
| ''' f<sup>1</sup> ''' || 1954 || nicht angegeben || nicht angegeben ||  - und den Menschen ein Wohlgefallen
|-
| ''' as<sup>1</sup> ''' || 1954 || nicht angegeben || nicht angegeben ||  -Frieden auf Erden
|-
| ''' b<sup>1</sup> ''' || 1952 || nicht angegeben || nicht angegeben ||  Ehre sei Gott in der Höhe-
|-
| ''' des<sup>2</sup> ''' || 1792 || nicht angegeben || nicht angegeben ||  Kommet in das Haus des Herrn, anzubeten euren Gott.<br /> Höret seinen Willen gern und verlaßt nicht sein Gebot!<br /> So wird er nach diesem Leben, euch des Himmels Frieden geben.
|}


Äußere Umschrift am Chorfenster: EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT EIN GUTE WEHR UND WAFFEN / ES IST EIN ROS ENTSPRUNGEN AUS EINER WURZEL ZART. Innen: O HEILIGER GEIST KEHR BEI UNS EIN UND LASS UNS DEINE WOHNUNG SEIN.
==Orgel==
Johannis Klais (Bonn), 1973, mechanische Schleiflade mit elektronischem Registerwerk, Hauptwerk und Schwellwerk ('''C-g<sup>3</sup>'''), Pedal ('''C-f<sup>1</sup>'''), 20 Register, 2 Kombinationen.<ref>{{WagnerOrgeln2008}}, Seite 152</ref> Mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur mit zwei freien Kombinationen.
<ref>[https://www.lutherisch-lage.de/mitmachen-/musik-  Internetseite der Kirchengemeinde]</ref>


==Eigentümer==
==Eigentümer==
Ev.-luth. Kirchengemeinde Lage
Ev.-luth. Kirchengemeinde Lage
==Pastoren==
* JJJJ


==Literatur==
==Literatur==
* {{MeierLippischeKirchen2004}}


==Quellen==
==Quellen==


==Weblinks==
==Weblinks==
 
* Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.lutherisch-lage.de/ueber-uns/geschichte-der-gemeinde
https://www.lutherisch-lage.de/gemeindeleben/geschichte
* Archiv der Lippischen Landeskirche: [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=TEKTONIK-A92x22150027751922620220210101553727 Archivseite]
<!-- Wikipedia ergänzen und link korrigieren * Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Heilig-Geist-Kirchen-->


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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{{AutorKategorie}}
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<!--{{Koordinaten}}-->
{{Koordinaten}}