Heidensche Straße 312 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Textergänzung zu Eigentümern und Fot eingefügt |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 8: | Zeile 8: | ||
|Straße1901=./. | |Straße1901=./. | ||
|Hausnummer1901=019 | |Hausnummer1901=019 | ||
}} | }}Die Hofstelle Neese hatte ehemals die Nr. 19 in Heiden. | ||
Die Hofstelle Neese hatte ehemals die Nr. 19 in Heiden. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Datei: Hauptstr. Heiden, Hof Neese, Luftbild von 1968.jpg | thumb | Hauptstr. Heiden, Hof Neese, Luftbild von 1968, Foto privat]] | |||
Die Hausstätte Heidensche Straße 312 / (bis 1970) Lagesche Straße 1 / Heiden Nr. 19, der Hof Neese liegt in Heiden an der Einmündung der Heidenschen Straße in die Hauptstraße. | Die Hausstätte Heidensche Straße 312 / (bis 1970) Lagesche Straße 1 / Heiden Nr. 19, der Hof Neese liegt in Heiden an der Einmündung der Heidenschen Straße in die Hauptstraße. | ||
Im Landschatzregister von 1568 wird Ludecke Oustmann als Eigentümer des Hofes genannt | Im Landschatzregister von 1568 wird Ludecke Oustmann als Eigentümer des Hofes genannt <ref>{{HülsHeiden1974}} S.123 ff</ref>. Der Hof ist eine von elf Stätten, die in der spätmittelalterlichen Ausbauperiode zu Ende des 15. Jahrhundert in Heiden entstanden sind. 1728 wird der Hof bei Friemel als Ostmann geführt und ist in der Karte am westlichen Dorfrand verzeichnet. Ostmann hat Ackerland in der Heidenschen Heide am Weg nach Heßloh. Weitere Grundflächen erhält der Hof Ostmann 1861 mit der Aufteilung der Flächen des Hofes Brüning Nr. 5. Auch die 1728 östlich des Weges nach Trophagen noch Wrampe gehörenden Felder sind im Jahre 1881 Ackerflächen des Hof Ostmann Nr. 19. | ||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
Das ehemalige Haupthaus des Hofes ist auf einem Foto von 1942 erkennbar als ein Gebäude zwischen der großen Scheune (mit Dreschmaschine) und dem neuen 1935 errichteten Wohnhaus mit Walmdach. Das alte Gebäude zeigt an der Ostseite eine Giebelfront aus Bruchsteinmauerwerk mit einem großen Deelentor und einigen Fenstern. Aus der Fortführung des Urkatasterplanes von 1883 wird erkennbar, dass ein westlicher Teil des Altbaus für den Neubau abgebaut werden musste. Der verbliebene östliche Gebäudeteil ist | [[Datei: Heidensche Str 312.a.jpg | thumb | Heidensche Str 312.a, Foto Privat, 1942]] | ||
Das ehemalige Haupthaus des Hofes ist auf einem Foto von 1942 erkennbar als ein Gebäude zwischen der großen Scheune (mit Dreschmaschine) und dem neuen 1935 errichteten Wohnhaus mit Walmdach. Das alte Gebäude zeigt an der Ostseite eine Giebelfront aus Bruchsteinmauerwerk mit einem großen Deelentor und einigen Fenstern. Aus der Fortführung des Urkatasterplanes von 1883 wird erkennbar, dass ein westlicher Teil des Altbaus für den Neubau abgebaut werden musste. Der verbliebene östliche Gebäudeteil ist 1969 abgebrochen worden, ebenso wie das direkt an der Straßeneinmündung bestehende alte Schweinehaus aus Bruchstein mit Satteldach. | |||
Auf dem Hof stand weiterhin östlich der Scheune mit dem hohen Giebel direkt an der Hauptstraße, an einem steilen Streckenabschnitt, der in Heiden als „Neesen Berg“ bezeichnet wird, ein kleines Fachwerkhaus, welches 1953 abgebaut worden ist. | Auf dem Hof stand weiterhin östlich der Scheune mit dem hohen Giebel direkt an der Hauptstraße, an einem steilen Streckenabschnitt, der in Heiden als „Neesen Berg“ bezeichnet wird, ein kleines Fachwerkhaus, welches 1953 abgebaut worden ist. | ||
An dessen Stelle wurde 1960 direkt an der Scheune ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus angebaut, worin im Erdgeschoss ein Ladengeschäft für eine Drogerie entstand. Später richtete man hier eine Gastwirtschaft ein, die bis 2017 betrieben wurde. | An dessen Stelle wurde 1960 direkt an der Scheune ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus angebaut, worin im Erdgeschoss ein Ladengeschäft für eine Drogerie entstand. Später richtete man hier eine Gastwirtschaft ein, die bis 2017 betrieben wurde. | ||
[[Datei: Heidensche Str 312.b.jpg | thumb | Heidensche Str 312.b, Foto Privat, 1953]] | |||
[[Datei: Heidensche Str 312.b.jpg | thumb | Heidensche Str 312.b, Foto Privat, | |||
[[Datei: Heidensche Str 312.c.jpg | thumb | Heidensche Str 312.c, Foto Privat, 1960]] | [[Datei: Heidensche Str 312.c.jpg | thumb | Heidensche Str 312.c, Foto Privat, 1960]] | ||
| Zeile 31: | Zeile 28: | ||
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ==Eigentümer*innen, Bewohner*innen== | ||
1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}} S.258</ref> (Friedrich Kruse, Horn); Neese, Friedrich, Landwirth; Klostermeier, Fritz, Ziegler; Ostmann, Heinrich, Leibzüchter | *1781<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781, S. 71</ref> Nr. 19 Ostmann, ein Kleinkötter | ||
*1829<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S.107</ref> Nr. 19 Ostmann, ein Kleinkötter | |||
1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}} S.732</ref> Neese, Fritz, Landwirt; Deppe, Heinrich, Arbeiter; Wessel, Fritz, Arbeiter, Schröder, Fritz, Lehrer | *1855<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 57</ref> Nr. 19 Ostmann, jetzt Ostmann Hermann Heinrich | ||
*1901<ref>{{LippeAdressbuch1901}} S.258</ref> (Friedrich Kruse, Horn); Neese, Friedrich, Landwirth; Klostermeier, Fritz, Ziegler; Ostmann, Heinrich, Leibzüchter | |||
*1926<ref>{{LippeAdressbuch1926}} S.732</ref> Neese, Fritz, Landwirt; Deppe, Heinrich, Arbeiter; Wessel, Fritz, Arbeiter, Schröder, Fritz, Lehrer | |||
==Literatur== | ==Literatur== | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 [https://dfg-vie-wer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lip-pe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=38&cHash=a48468ba4cef757fee0d065258df547e Digitalisat]. | |||
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829 [https://dfg-vie-wer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lip-pe%2FL101CI%2F~001%2F00123%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=47&cHash=009c4f366fa4093c68cace68c4a6b711 Digitalisat]. | |||
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 [https://dfg-vie-wer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lip-pe%2FL101CI%2F~001%2F00137%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=16&cHash=a0314269b902a51d874837571dd8a664 Digitalisat]. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
Aktuelle Version vom 29. Juli 2026, 21:48 Uhr
| Heidensche Straße 312 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Heidensche Straße (Heiden) |
| Hausnummer | 312 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Straße | ./. |
| Hausnummer | 019 |
Die Hofstelle Neese hatte ehemals die Nr. 19 in Heiden.
Geschichte

Die Hausstätte Heidensche Straße 312 / (bis 1970) Lagesche Straße 1 / Heiden Nr. 19, der Hof Neese liegt in Heiden an der Einmündung der Heidenschen Straße in die Hauptstraße.
Im Landschatzregister von 1568 wird Ludecke Oustmann als Eigentümer des Hofes genannt [1]. Der Hof ist eine von elf Stätten, die in der spätmittelalterlichen Ausbauperiode zu Ende des 15. Jahrhundert in Heiden entstanden sind. 1728 wird der Hof bei Friemel als Ostmann geführt und ist in der Karte am westlichen Dorfrand verzeichnet. Ostmann hat Ackerland in der Heidenschen Heide am Weg nach Heßloh. Weitere Grundflächen erhält der Hof Ostmann 1861 mit der Aufteilung der Flächen des Hofes Brüning Nr. 5. Auch die 1728 östlich des Weges nach Trophagen noch Wrampe gehörenden Felder sind im Jahre 1881 Ackerflächen des Hof Ostmann Nr. 19.
Gebäude

Das ehemalige Haupthaus des Hofes ist auf einem Foto von 1942 erkennbar als ein Gebäude zwischen der großen Scheune (mit Dreschmaschine) und dem neuen 1935 errichteten Wohnhaus mit Walmdach. Das alte Gebäude zeigt an der Ostseite eine Giebelfront aus Bruchsteinmauerwerk mit einem großen Deelentor und einigen Fenstern. Aus der Fortführung des Urkatasterplanes von 1883 wird erkennbar, dass ein westlicher Teil des Altbaus für den Neubau abgebaut werden musste. Der verbliebene östliche Gebäudeteil ist 1969 abgebrochen worden, ebenso wie das direkt an der Straßeneinmündung bestehende alte Schweinehaus aus Bruchstein mit Satteldach.
Auf dem Hof stand weiterhin östlich der Scheune mit dem hohen Giebel direkt an der Hauptstraße, an einem steilen Streckenabschnitt, der in Heiden als „Neesen Berg“ bezeichnet wird, ein kleines Fachwerkhaus, welches 1953 abgebaut worden ist. An dessen Stelle wurde 1960 direkt an der Scheune ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus angebaut, worin im Erdgeschoss ein Ladengeschäft für eine Drogerie entstand. Später richtete man hier eine Gastwirtschaft ein, die bis 2017 betrieben wurde.


Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- 1781[2] Nr. 19 Ostmann, ein Kleinkötter
- 1829[3] Nr. 19 Ostmann, ein Kleinkötter
- 1855[4] Nr. 19 Ostmann, jetzt Ostmann Hermann Heinrich
- 1901[5] (Friedrich Kruse, Horn); Neese, Friedrich, Landwirth; Klostermeier, Fritz, Ziegler; Ostmann, Heinrich, Leibzüchter
- 1926[6] Neese, Fritz, Landwirt; Deppe, Heinrich, Arbeiter; Wessel, Fritz, Arbeiter, Schröder, Fritz, Lehrer
Literatur
Quellen
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 Digitalisat.
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829 Digitalisat.
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.123 ff
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781, S. 71
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 121: Salbuch Vogtei Heiden 1829, S.107
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855, S. 57
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat S.258
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat S.732
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 26.01.2026 von Lothar Kaup
Letzte Änderung am: 29.07.2026 von Lothar Kaup