Stapelager Straße 49 (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hat offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz anstrebt. 1896 kauft er für 6000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ (zwischen Hörste und Stapelage) von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 lässt er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft ist, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hat. 1903 erwirbt Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) | Der aus Hörste stammende und in eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsene Ziegelmeister Wilhelm Riesenberg hat offensichtlich bereits einigen Wohlstand erarbeitet, als er fast fünfzigjährig Grundbesitz anstrebt. 1896 kauft er für 6000 Mark 1,2 ha Land „auf dem Kreuze“ (zwischen Hörste und Stapelage) von Bäckermeister Conrad Grotegut, Hörste Nr. 31. 1897 lässt er auf diesem Land ein Haus errichten, das zwar „Neuwohnerstätte“ im Sinne von Kleinlandwirtschaft ist, zugleich aber durchaus repräsentativen Charakter hat. 1903 erwirbt Riesenberg weitere angrenzende 0,3 ha Land von Colon Hermann Brink, Hörste Nr. 8.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127</ref> | ||
Wilhelm Riesenberg gehört zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten, schließlich Ziegelei-Pächter oder gar Ziegelei-Besitzer wurden. Er übernimmt mit Partner(n) irgendwann in den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick/Krs. Templin (nördlich von Berlin an der Havel) und betreibt diese unter dem Namen Riesenberg & Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kr. Templin) weiter.<ref>div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet</ref> Er arbeitet dort, unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hält sich meistens dort auf und verstirbt 1929 auch dort. Die Ziegelei wird 1948 enteignet. | Wilhelm Riesenberg gehört zu den wenigen Ziegelmeistern, die sich voll unternehmerisch engagierten, schließlich Ziegelei-Pächter oder gar Ziegelei-Besitzer wurden. Er übernimmt mit Partner(n) irgendwann in den Jahrzehnten nach der Stättengründung in Hörste die (Dampf-)Ziegelei J. Zimmermann in Zehdenick/Krs. Templin (nördlich von Berlin an der Havel) und betreibt diese unter dem Namen Riesenberg & Berends oHG, Ziegeleibetrieb in Mildenberg (Kr. Templin) weiter.<ref>div. Quellen zu „Ziegelei“ + „Riesenberg“ + „Behrends“ im Internet</ref> Er arbeitet dort, unterstützt von Söhnen und Schwiegersöhnen, bis ins hohe Alter, hält sich meistens dort auf und verstirbt 1929 auch dort. Die Ziegelei wird 1948 enteignet. | ||
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Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu. | Die naheliegende Mutmaßung, die beiden Stättengründungen Riesenberg im späten 19. Jahrhundert ( Nr. 76 und Nr. 95) ließen sich mehr oder weniger direkt auf die beiden alten Riesenberg-Stätten in Hörste (Nr. 16 und Nr. 21) zurückführen, trifft nicht zu. | ||
Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit Anna Maria K. E. Röhrmann | Beide Stättengründer, Friedrich Gottlieb R. (* 1839) und Friedr. Wilhelm August R. (* 1847), sind Söhne des Einliegers und Tagelöhners Philipp Adolf Riesenberg, der erst mit seiner Eheschließung 1839 mit er aus Haustenbeck stammenden Anna Maria K. E. Röhrmann nach Hörste gekommen ist und in einem Kotten des Meiers zu Stapelage auf der Röde lebt. Er ist wie auch schon sein Vater als Einlieger auf dem Meierhof zu Heipke geboren. | ||
1896/97 – 1921 Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer | 1896/97 – 1921 Wilhelm Riesenberg (1847 – 1929), ∞ 1870 Johanne Justine Stuckmann (1849 – 1914) aus Greste, bei Eheschließung Weber, dann Ziegler/Ziegelmeister, nach 1900 Ziegelei(mit)besitzer | ||
Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) | Aus einem Grundbuch-Bereinigungvorgang von 1960 gehen 11 Kinder des Ehepaares Riesenberg hervor (geboren in Währentrup, wo die Eltern vor der Hörster Stättengründung 1897 als Einlieger gewohnt haben), die 1960 bereits größerenteils verstorben waren.<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 120</ref> | ||
1921 – 1940 August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg | 1921 – 1940 August Kalkreuter (1862 – 1940), zuvor Colon Hörste Nr. 24 (und Ziegler), ∞ 1892 Friederike Riesenberg (1873 – nach 1959), Tochter von Wilhelm Riesenberg | ||
Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893 . . . 1914<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) | Das Ehepaar Kalkreuter hatte 9 Kinder, geb. 1893 . . . 1914<ref>LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300126 - 300127, S. 64</ref> | ||
==Literatur== | ==Literatur== | ||