Hiddentruper Straße 2x (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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{{Hausstätte info
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}}Etwa dort, wo der Besitzer des gegenüber liegenden Hofes Hörste Nr. 8 eine Pferdekoppel angelegt hat, standen bis etwa 1870 die beiden Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Hörste Nr. 16  -  Riesenberg. Die Stätte gehörte seit 1799 dem gegenüber ansässigen Mittelkötter Brink und war schon Jahrzehnte in seinen Hof/Landwirtschaftsbetrieb integriert, als um 1885 bei der Anlegung des Hörster Grundbuches auffiel, dass für diese Zusammenlegung keinerlei Genehmigung vorlag.
}}Etwa dort, wo der Besitzer des gegenüber liegenden Hofes Hörste Nr. 8 eine Pferdekoppel angelegt hat, standen bis etwa 1870 die beiden Häuser der alten Hoppenplöckerstätte Hörste Nr. 16  -  Riesenberg. Die Stätte gehörte seit 1799 dem gegenüber ansässigen Mittelkötter Brink und war schon Jahrzehnte in seinen Hof/Landwirtschaftsbetrieb integriert, als um 1885 bei der Anlegung des Hörster Grundbuches auffiel, dass für diese Zusammenlegung keinerlei Genehmigung vorlag.
    
    
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Um 1645 kommt es zu eher ungewöhnlichen Veränderungen auf zwei Hörster Höfen: <ref>Für diesen Zeitraum liegen 4 relativ dicht einander folgende Archivalien im LAV NRW OWL vor: Salbuch „um 1640“ (L 101 C I, Nr. 92), Zustand der Höfe in der Vogtei Lage „um 1645“ (L 101 C I, Nr. 94), Volkszählung 20. Nov. 1648 (L 92 Z Nr. 1424, S. 323f), Verz. eig.beh. Kinder vom 8. Nov. 1656 (L 92 Z Nr. 1424, S. 399f)</ref>  Zwischen etwa 1640 und 1645 fällt der Hof Schulte (später Nr. 9) ledig; d.h. er fällt durch Tod/Aussterben der Besitzer(familie) an den Grundherrn (hier das Kloster Marienfeld) zurück und kann neu vergeben werden. Der (bisherige) Kötter Riesenberg (Nr. 16) hat Interesse und wird mit dem Kloster vor 1649 einig und übernimmt den Hof Schulte, was aber erst im Sommerhalbjahr 1650 Niederschlag im Hörster Gogerichtsregister findet: <ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 25</ref>  ''Henrich Riesenbergh hatt des Schulten Hoff erblich an sich gekauffet. Der Hoff ist den von Marienfelt eigen, Henrich Riesenbergh der Herrschaft eigen.'' Dieser Kauf ist Riesenberg nur möglich, indem er gleichzeitig seinerseits seine (kleinere) Stätte veräußert; so findet sich unter den Weinkauf-Einträgen desselben Registers ein weiterer:  ''Henrich Cespoell hatt Riesenbergs Stätte zu Hörste erblich gekauffet; ist ein Hoppenplocker. 3 Thlr'' (Gebühr)<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 24</ref>
Um 1645 kommt es zu eher ungewöhnlichen Veränderungen auf zwei Hörster Höfen: <ref>Für diesen Zeitraum liegen 4 relativ dicht einander folgende Archivalien im LAV NRW OWL vor: Salbuch „um 1640“ (L 101 C I, Nr. 92), Zustand der Höfe in der Vogtei Lage „um 1645“ (L 101 C I, Nr. 94), Volkszählung 20. Nov. 1648 (L 92 Z Nr. 1424, S. 323f), Verz. eig.beh. Kinder vom 8. Nov. 1656 (L 92 Z Nr. 1424, S. 399f)</ref>  Zwischen etwa 1640 und 1645 fällt der Hof Schulte (später Nr. 9) ledig; d.h. er fällt durch Tod/Aussterben der Besitzer(familie) an den Grundherrn (hier das Kloster Marienfeld) zurück und kann neu vergeben werden. Der (bisherige) Kötter Riesenberg (Nr. 16) hat Interesse und wird mit dem Kloster vor 1649 einig und übernimmt den Hof Schulte, was aber erst im Sommerhalbjahr 1650 Niederschlag im Hörster Gogerichtsregister findet: <ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 25</ref>  ''Henrich Riesenbergh hatt des Schulten Hoff erblich an sich gekauffet. Der Hoff ist den von Marienfelt eigen, Henrich Riesenbergh der Herrschaft eigen.'' Dieser Kauf ist Riesenberg nur möglich, indem er gleichzeitig seinerseits seine (kleinere) Stätte veräußert; so findet sich unter den Weinkauf-Einträgen desselben Registers ein weiterer:  ''Henrich Cespoell hatt Riesenbergs Stätte zu Hörste erblich gekauffet; ist ein Hoppenplocker. 3 Thlr'' (Gebühr)<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 176, S. 24</ref>
    
    
Henrich Kespohl, der neue Riesenberg, hat Anfang 1644 eine Riesenberg geheiratet: <ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 86</ref> ''Straten Henrich zu Wehrendorff, Johan Kespoels sehl. Sohn verheÿrathet sich an Ilßgen Rießenbergs,  .  .  .  vndt verspricht der Vatter Curtt Rießenberg seiner Dochter, der Braudt, 60. thl,, eine Kuhe, ein Rindt neben gepührenden Braudtwagen, der Bräutigamb rühmet sich Freÿheit, die'' (er) ''auff nächstem Gogericht beweisen soll, wie auch die Braudt.''  
Henrich Kespohl, der neue Riesenberg, hat Anfang 1644 eine Riesenberg geheiratet: <ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 86</ref> ''Straten Henrich zu Wehrendorff, Johan Kespoels sehl. Sohn verheÿrathet sich an Ilßgen Rießenbergs,  .  .  .  vndt verspricht der Vatter Curtt Rießenberg seiner Dochter, der Braudt, 60. thl., eine Kuhe, ein Rindt neben gepührenden Braudtwagen, der Bräutigamb rühmet sich Freÿheit, die'' (er) ''auff nächstem Gogericht beweisen soll, wie auch die Braudt.''  


Im selben Amtstermin wird auch die Schwester der Braut, Anneken R., an einen Bielefelder Bürger verheiratet. Aus diesem Protokoll geht eindeutig hervor, dass der Brautvater Curt Riesenberg in Stapelage lebt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 87</ref>  Unmittelbar nach der Eheschließung kommt ebenfalls in Hörste/Stapelage das erste Kind der jungen Leute zur Welt: ''Strahten Henrich hatt mit seiner itzigen frauwen Ilschen Riesenbergh in Vnpflicht gelebet.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 177</ref>  
Im selben Amtstermin wird auch die Schwester der Braut, Anneken R., an einen Bielefelder Bürger verheiratet. Aus diesem Protokoll geht eindeutig hervor, dass der Brautvater Curt Riesenberg in Stapelage lebt.<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 87</ref>  Unmittelbar nach der Eheschließung kommt ebenfalls in Hörste/Stapelage das erste Kind der jungen Leute zur Welt: ''Strahten Henrich hatt mit seiner itzigen frauwen Ilschen Riesenbergh in Vnpflicht gelebet.''<ref>LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 175, S. 177</ref>  
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Diese 1675 festgehaltene Neigung ist womöglich Hof und Familie nur begrenzt zuträglich, und so will Henrich Kespohl/Riesenberg seine Stätte zwei Jahre später an seinen erst 22-jährigen Sohn <u>Tönnies</u> Jacob abtreten. Dabei ist er streng: Der Sohn wird u. a. verpflichtet, auf dem Hof stehende Schulden zu übernehmen und abzutragen. Der Sohn zögert, obwohl es schon ein (nicht erhaltenes) Ehe- u. Stättenabtretungsprotokoll vom 5. Mai 1677 gegeben hat. Zehn Jahre später wird all dies offenbar, als der alte Kötter seine Stätte immer noch hat und diese jetzt an seine Tochter Elisabeth übergibt, die Cord Hunke ehelicht.
Diese 1675 festgehaltene Neigung ist womöglich Hof und Familie nur begrenzt zuträglich, und so will Henrich Kespohl/Riesenberg seine Stätte zwei Jahre später an seinen erst 22-jährigen Sohn <u>Tönnies</u> Jacob abtreten. Dabei ist er streng: Der Sohn wird u. a. verpflichtet, auf dem Hof stehende Schulden zu übernehmen und abzutragen. Der Sohn zögert, obwohl es schon ein (nicht erhaltenes) Ehe- u. Stättenabtretungsprotokoll vom 5. Mai 1677 gegeben hat. Zehn Jahre später wird all dies offenbar, als der alte Kötter seine Stätte immer noch hat und diese jetzt an seine Tochter Elisabeth übergibt, die Cord Hunke ehelicht.


In dem Eheprotokoll von 1687<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 135, S. 60/61</ref> führt der Alte bittere Klage über den Sohn  .  .  .  ''alleine weile selbiger seinem am Ambte gethanen Versprechen nicht nachgelebet, keine Schulden abgetragen, auch wie er vor 6 Jahren durch den Bauerrichter Hunecken, item die Städte ufftragen wollen sich deßen geweigert, und sich nicht wie ein Sohn gegen ihme verhalten, dahero er genöhtiget worden solche Verschreibung hiedurch zu revocieren'' (widerrufen) ''und seiner Tochter Elisabethen den Kotten abzutretten, jedoch mit diesem expreshen Vorbehalt, daß''  .  .  . Tochter Elisabeth und Schwiegersohn Cord Schulte sollen jetzt die zehn Jahre zuvor dem Sohne gemachten Auflagen erfüllen und die Schulden abtragen. Der Sohn Tönnies ist inzwischen ''unter ihro hochgräfl. Gnd. Herrn Graff Henrich Ernsten, bei dero damaliger heßischen Compagnie zu Rinteln im Kriegsdienste'' gewesen und erhebt nach Rückkehr 1691 bei der Regierung in Detmold Einspruch gegen die Stättenübertragung an seine Schwester Elisabeth.<ref>LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135, Riesenberg; Bl. 89ff</ref>
In dem Eheprotokoll von 1687<ref>LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 135, S. 60/61</ref> führt der Alte bittere Klage über den Sohn  .  .  .  ''alleine weile selbiger seinem am Ambte gethanen Versprechen nicht nachgelebet, keine Schulden abgetragen, auch wie er vor 6 Jahren durch den Bauerrichter Hunecken, item die Städte ufftragen wollen sich deßen geweigert, und sich nicht wie ein Sohn gegen ihme verhalten, dahero er genöhtiget worden solche Verschreibung hiedurch zu revocieren'' (widerrufen) ''und seiner Tochter Elisabethen den Kotten abzutretten, jedoch mit diesem expreshen Vorbehalt, daß''  .  .  . Tochter Elisabeth und Schwiegersohn Cord Hunke sollen jetzt die zehn Jahre zuvor dem Sohne gemachten Auflagen erfüllen und die Schulden abtragen. Der Sohn Tönnies ist inzwischen ''unter ihro hochgräfl. Gnd. Herrn Graff Henrich Ernsten, bei dero damaliger heßischen Compagnie zu Rinteln im Kriegsdienste'' gewesen und erhebt nach Rückkehr 1691 bei der Regierung in Detmold Einspruch gegen die Stättenübertragung an seine Schwester Elisabeth.<ref>LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135, Riesenberg; Bl. 89ff</ref>
   
   
Diese hat aber mit ihrem Ehemann pünktlich alle Abgaben entrichtet, vertragsgemäß Schulden getilgt, Kinder aufgezogen und den alten Vater Henrich Kespohl/Riesenberg bis zu seinem Tode 1690 gepflegt. Das Entscheidende aber: Sie und ihr Mann haben bei Stättenantritt den Weinkauf gezahlt, was ihr Bruder Tönnies 1677 nicht getan hatte. Deshalb wird die Beschwerde abschlägig beschieden, Tönnies Riesenberg wird bzw. bleibt sein weiteres Leben Einlieger und Schneider in Stapelage.
Diese hat aber mit ihrem Ehemann pünktlich alle Abgaben entrichtet, vertragsgemäß Schulden getilgt, Kinder aufgezogen und den alten Vater Henrich Kespohl/Riesenberg bis zu seinem Tode 1690 gepflegt. Das Entscheidende aber: Sie und ihr Mann haben bei Stättenantritt den Weinkauf gezahlt, was ihr Bruder Tönnies 1677 nicht getan hatte. Deshalb wird die Beschwerde abschlägig beschieden, Tönnies Riesenberg wird bzw. bleibt sein weiteres Leben Einlieger und Schneider in Stapelage.
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Gänzlich anders sieht Pastor Jenin in Stapelage die Hintergründe zum Ende der Stätte Riesenberg, und er kann 1806 bei der Beerdigung des Verkäufers Johann Töns Riesenberg nicht umhin, dies mit schwerer Hand in aller Deutlichkeit in dessen Sterbeeintrag hineinzuschreiben: ''den 8ten Junii starb Johann Töns Riesenberg in Hörste an der Auszehrung, nach dem er seine gantze Güther, Hauß, Hoff, Gärtens und Berg versoffen hatte, er wurde abends den 11ten Jun: begraben, sein Alter war 48 Jahre.''
Gänzlich anders sieht Pastor Jenin in Stapelage die Hintergründe zum Ende der Stätte Riesenberg, und er kann 1806 bei der Beerdigung des Verkäufers Johann Töns Riesenberg nicht umhin, dies mit schwerer Hand in aller Deutlichkeit in dessen Sterbeeintrag hineinzuschreiben: ''den 8ten Junii starb Johann Töns Riesenberg in Hörste an der Auszehrung, nach dem er seine gantze Güther, Hauß, Hoff, Gärtens und Berg versoffen hatte, er wurde abends den 11ten Jun: begraben, sein Alter war 48 Jahre.''


Noch einmal Aufmerksamkeit erfährt die Stätte Riesenberg Nr. 16, als sie in der Realität längst verschwunden ist. 1886 werden bei Anlage des Hörster Grundbuches nicht nur Angaben aus dem letzten Salbuch von 1855 übernommen, sondern alle Grundbesitzer befragt, wie sie an ihren Besitz gekommen seien. Hermann Brink, der sich wie seine Vorgänger teils als ''Colon Nr. 8 und Nr. 16'' bezeichnen lässt, gibt zu Protokoll, dass Stätte Nr. 16 vor etwa 100 Jahren von einem seiner Vorgänger käuflich erworben sei, die Felder der einfacheren Bewirtschaftung wegen bald danach zusammengelegt worden seien.  .  .  . ''Die Gebäude des Colonats Nr. 16 habe ich im Jahre 1868 schleifen lassen und hernach dieses Colonat mit dem Colonat Nr. 8, unter Beibehaltung der letzteren Nummer vereinigt.'' Das ein Colonat ohne jeden Verwaltungsvorgang einfach so verschwinden kann, löst bei den Amtspersonen Verwunderung, ja Befremden aus. Brink wird aufgefordert, schleunigst eine nachträgliche Genehmigung der Stättenauflösung bzw. –zusammenlegung zu beantragen. Er ist gut vernetzt im Dorf  und kann alsbald eine positive Stellungnahme der Bauerschaft Hörste einreichen, die von gewichtigen Personen wie M. z. Stapelage, Krawinkel, Weeke etc. unterzeichnet ist:
Noch einmal Aufmerksamkeit erfährt die Stätte Riesenberg Nr. 16, als sie in der Realität längst verschwunden ist. 1886 werden bei Anlage des Hörster Grundbuches nicht nur Angaben aus dem letzten Salbuch von 1855 übernommen, sondern alle Grundbesitzer befragt, wie sie an ihren Besitz gekommen seien. Hermann Brink, der sich wie seine Vorgänger teils als ''Colon Nr. 8 und Nr. 16'' bezeichnen lässt, gibt zu Protokoll, dass Stätte Nr. 16 vor etwa 100 Jahren von einem seiner Vorgänger käuflich erworben sei, die Felder der einfacheren Bewirtschaftung wegen bald danach zusammengelegt worden seien.  .  .  . ''"Die Gebäude des Colonats Nr. 16 habe ich im Jahre 1868 schleifen lassen und hernach dieses Colonat mit dem Colonat Nr. 8, unter Beibehaltung der letzteren Nummer vereinigt."'' Dass ein Colonat ohne jeden Verwaltungsvorgang einfach so verschwinden kann, löst bei den Amtspersonen Verwunderung, ja Befremden aus. Brink wird aufgefordert, schleunigst eine nachträgliche Genehmigung der Stättenauflösung bzw. –zusammenlegung zu beantragen. Er ist gut vernetzt im Dorf  und kann alsbald eine positive Stellungnahme der Bauerschaft Hörste einreichen, die von gewichtigen Personen wie M. z. Stapelage, Krawinkel, Weeke etc. unterzeichnet ist:
   
   
''Das vor etwa 110 Jahren von dem Colon Brink angekaufte Colonat Nr. 16 hatte zwei Wohngebäude, diese waren aber so baufällig, daß an eine Reperatur nicht gedacht werden konnte. Auch standen diese auf einem so nassen und sumpfigen Boden, daß gesunde Wohnungen nicht herzustellen wahren, auch war die Lage eine derartige, daß bei jedem auch nur etwas starken Gewitter beide Häuser im Wasser standen. Die Länderei vom Colonate Nr. 16 lag größtenteils zwischen den Ländereien des Colonats Nr. 8, es ist letzteres durch diese Zusammenlegung bedeutend verbessert worden, dieses wird den Käufer bewogen haben. Der sumpfige Hofraum ist in eine gute Wiese verwandelt worden. Unserer Überzeugung nach ist von großem Vortheil, daß das Colonat Nr. 16 zu dem Colonate Nr. 8 zugelgt worden ist.''
''Das vor etwa 110 Jahren von dem Colon Brink angekaufte Colonat Nr. 16 hatte zwei Wohngebäude, diese waren aber so baufällig, daß an eine Reperatur nicht gedacht werden konnte. Auch standen diese auf einem so nassen und sumpfigen Boden, daß gesunde Wohnungen nicht herzustellen wahren, auch war die Lage eine derartige, daß bei jedem auch nur etwas starken Gewitter beide Häuser im Wasser standen. Die Länderei vom Colonate Nr. 16 lag größtenteils zwischen den Ländereien des Colonats Nr. 8, es ist letzteres durch diese Zusammenlegung bedeutend verbessert worden, dieses wird den Käufer bewogen haben. Der sumpfige Hofraum ist in eine gute Wiese verwandelt worden. Unserer Überzeugung nach ist von großem Vortheil, daß das Colonat Nr. 16 zu dem Colonate Nr. 8 zugelegt worden ist.''
    
    
Daraufhin wird das Ende des Kolonates Hörste Nr. 16 nachträglich auch amtlich genehmigt.
Daraufhin wird das Ende des Kolonates Hörste Nr. 16 nachträglich auch amtlich genehmigt.
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==Inschriften==
==Inschriften==
(nicht bekannt)<ref>Ein Sohn dieser Stätte (Cord Friederich Riesenberg 1698 - 1738) hinterlässt jedoch eine Inschrift andernorts. Er heiratet 1726 auf die Stätte Busse, Piv. VL Nr. 41, und lässt mit seiner Ehefrau dort ein Haus errichten, das heute im Ziegeleimuseum Lage steht und dort als "Haus Riesenberg" bezeichnet wird, obwohl es zum Gebäudebestand der Stätte Busse gehört.</ref>
(nicht bekannt) <ref>Ein Sohn dieser Stätte (Cord Friederich Riesenberg 1698 - 1738) hinterlässt jedoch eine Inschrift andernorts. Er heiratet 1726 auf die Stätte Busse, Piv. VL Nr. 41, und lässt mit seiner Ehefrau dort ein Haus errichten, das heute im Ziegeleimuseum Lage steht und dort als "Haus Riesenberg" bezeichnet wird, obwohl es zum Gebäudebestand der Stätte Busse gehört.</ref>


==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==
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1687 – 1694 Cord Huneke (ca. 1660 – 1694) aus Hörste, ∞ (I) 1687 Elisabeth Riesenberg (ca. 1663 – 1732), Anerbin Hörste Nr. 16, und wird Riesenberg; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1695 Cord Henrich Frevert (1668 – 1746) aus Laßbruch/Amt Sternberg, der Interimswirt Riesenberg wird; er ∞ (III) 1737 Witwe Anna Elisabeth Nieländer aus Piv.
1687 – 1694 Cord Hun(e)ke (ca. 1660 – 1694) aus Hörste, ∞ (I) 1687 Elisabeth Riesenberg (ca. 1663 – 1732), Anerbin Hörste Nr. 16, und wird Riesenberg; die Ehefrau/Witwe ∞ (II) 1695 Cord Henrich Frevert (1668 – 1746) aus Laßbruch/Amt Sternberg, der Interimswirt Riesenberg wird; er ∞ (III) 1737 Witwe Anna Elisabeth Nieländer aus Piv.
Kinder aus 3 Ehen:
Kinder aus 3 Ehen:
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{{Hausstättenkategorien}}
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[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Kleinkötter]]
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Hiddentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Hoppenplöcker]]