Heßloher Straße 8 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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Die ehemalige Hofstelle Diekmann Nr. 7 / (bis 1970) Heßloher Straße 2 in Heiden lag nördlich der Hauptstraße am nördlichen Rand des Dorfkernes von Heiden. Die Zuwegung erfolgte von der Heßloher Straße. | Die ehemalige Hofstelle Diekmann Nr. 7 / (bis 1970) Heßloher Straße 2 in Heiden lag nördlich der Hauptstraße am nördlichen Rand des Dorfkernes von Heiden. Die Zuwegung erfolgte von der Heßloher Straße. | ||
„Die großzügig angelegte Hofstelle im oberen Dorf weist darauf hin, dass Diekmann zur Zeit seiner Ansiedlung im 15. Jahrh. noch genügend Fläche zur Verfügung hatte. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.126 ff</ref> | „Die großzügig angelegte Hofstelle im oberen Dorf weist darauf hin, dass Diekmann zur Zeit seiner Ansiedlung im 15. Jahrh. noch genügend Fläche zur Verfügung hatte. <ref>{{HülsHeiden1974}} S.126 ff</ref> In einem Burgfest-Register von 1621 und im Salbuch von 1642/1644 wird der Hof Diekmann als Großkötter eingestuft. <ref>Hüls 1974 S.55 </ref> Diekmann hat 1728 gemäß der Friemel’schen Karte seinen gesamten Besitz in Streulage über alle Kleinbezirke der nördlichen Dorfhälfte verteilt, abgesehen von zwei Parzellen südlich des Oetternbaches auf dem Heideriedel. <ref> Hüls 1974 S.50 </ref> | ||
[[Datei: Heßloher Str 7 ehem. Hof Beine.jpg | thumb | Heßloher Str 8 ehem. Hof Beine Foto Privat, ca. 1930]] | |||
Der Ziegelmeister Heinrich Diekmann vom Hof Nr. 7 ist zwischen 1850 und 1860 an einem umfassenden Tausch im Eigentum von einigen Hof- und landwirtschaftlichen Flächen in Heiden beteiligt. Im Jahr 1856 werden die landwirtschaftlichen Flächen des Hof Diekmann Nr. 7 von seinem Eigentümer aufgeteilt und an zehn verschiedene Bewerber verkauft. Die Hofstelle Nr. 7 sowie Reste der Flächen erwirbt ein Ziegelmeister Grotegut (aus Jerxen Nr. 24) im Jahre 1860 und dieser veräußert die Hofstelle Nr. 7 im Jahr 1866 weiter an einen Ziegelmeister Beine. <ref> Hüls 1974 S.141 </ref> | Der Ziegelmeister Heinrich Diekmann vom Hof Nr. 7 ist zwischen 1850 und 1860 an einem umfassenden Tausch im Eigentum von einigen Hof- und landwirtschaftlichen Flächen in Heiden beteiligt. Im Jahr 1856 werden die landwirtschaftlichen Flächen des Hof Diekmann Nr. 7 von seinem Eigentümer aufgeteilt und an zehn verschiedene Bewerber verkauft. Die Hofstelle Nr. 7 sowie Reste der Flächen erwirbt ein Ziegelmeister Grotegut (aus Jerxen Nr. 24) im Jahre 1860 und dieser veräußert die Hofstelle Nr. 7 im Jahr 1866 weiter an einen Ziegelmeister Beine. <ref> Hüls 1974 S.141 </ref> | ||
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Das ehemalige Haupthaus der Hofstelle Nr. 7 in Heiden wird in den 1960- | Das ehemalige Haupthaus der Hofstelle Nr. 7 in Heiden wird in den 1960-Jahren abgebrochen. Auch ein kleines Landarbeitergebäude wird in der Folgezeit abgebrochen. Auf der Hoffläche von ehemals Heiden Nr. 7 entsteht zu Beginn der 1990-er Jahre eine kleine Gruppe von Einfamilienhäusern. | ||
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: Erbaut laut Inschrift 1849, teils massiv mit Giebeldreieck aus Fachwerk. Abgerissen wohl 1989/1990<ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref> | Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: Erbaut laut Inschrift 1849, teils massiv mit Giebeldreieck aus Fachwerk. Abgerissen wohl 1989/1990<ref>Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989</ref> | ||
Aktuelle Version vom 3. März 2026, 23:57 Uhr
| Heßloher Straße 8 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Heßloher Straße (Heiden) |
| Hausnummer | 8 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Straße | ./. |
| Hausnummer | 007 |
Die ehemalige Hausstätte hatte die Nr. 7 in Heiden.
Geschichte
Die ehemalige Hofstelle Diekmann Nr. 7 / (bis 1970) Heßloher Straße 2 in Heiden lag nördlich der Hauptstraße am nördlichen Rand des Dorfkernes von Heiden. Die Zuwegung erfolgte von der Heßloher Straße.
„Die großzügig angelegte Hofstelle im oberen Dorf weist darauf hin, dass Diekmann zur Zeit seiner Ansiedlung im 15. Jahrh. noch genügend Fläche zur Verfügung hatte. [1] In einem Burgfest-Register von 1621 und im Salbuch von 1642/1644 wird der Hof Diekmann als Großkötter eingestuft. [2] Diekmann hat 1728 gemäß der Friemel’schen Karte seinen gesamten Besitz in Streulage über alle Kleinbezirke der nördlichen Dorfhälfte verteilt, abgesehen von zwei Parzellen südlich des Oetternbaches auf dem Heideriedel. [3]

Der Ziegelmeister Heinrich Diekmann vom Hof Nr. 7 ist zwischen 1850 und 1860 an einem umfassenden Tausch im Eigentum von einigen Hof- und landwirtschaftlichen Flächen in Heiden beteiligt. Im Jahr 1856 werden die landwirtschaftlichen Flächen des Hof Diekmann Nr. 7 von seinem Eigentümer aufgeteilt und an zehn verschiedene Bewerber verkauft. Die Hofstelle Nr. 7 sowie Reste der Flächen erwirbt ein Ziegelmeister Grotegut (aus Jerxen Nr. 24) im Jahre 1860 und dieser veräußert die Hofstelle Nr. 7 im Jahr 1866 weiter an einen Ziegelmeister Beine. [4]

Diekmeier (ehemals Nr. 7) kauft 1860 den zuvor aus dem Dorf ausgesiedelten neuen Hof Dreckmeier Nr. 6 auf dem Heideriedel, er verkauft aber auch diesen Hof Nr. 6 im Jahr 1860 weiter an Grotegut. 1876 geht dieser Besitz des Dreckhofes wieder zurück an Diekmeier. [5].
Gebäude
Das ehemalige Haupthaus der Hofstelle Nr. 7 in Heiden wird in den 1960-Jahren abgebrochen. Auch ein kleines Landarbeitergebäude wird in der Folgezeit abgebrochen. Auf der Hoffläche von ehemals Heiden Nr. 7 entsteht zu Beginn der 1990-er Jahre eine kleine Gruppe von Einfamilienhäusern.
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: Erbaut laut Inschrift 1849, teils massiv mit Giebeldreieck aus Fachwerk. Abgerissen wohl 1989/1990[6]
Inschriften
Heßloher Straße 8, ehemals Heiden Nr. 7: In Sandstein eingemeisselte Inschrift:
Dies Haus hat bauen lassen
E. H. Diekmann und geborene
I. F. [?] Avenhaus im Jahre 1849[7]
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.126 ff
- ↑ Hüls 1974 S.55
- ↑ Hüls 1974 S.50
- ↑ Hüls 1974 S.141
- ↑ Hüls 1974 S. 141
- ↑ Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989
- ↑ Die Wohnungsnot bringt Obstgarten zu Fall. In: Lippische Rundschau, 01.12.1989
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 02.10.2025 von Lars Sonnenberg
Letzte Änderung am: 03.03.2026 von Lothar Kaup